I don’t have to find tasks. Tasks are coming to me. Being a Volunteer Developer for Wikimedia projects: An Interview with Tpt

German summary:

“Ich suche mir keine Aufgaben. Normalerweise kommen die Aufgaben einfach zu mir,” sagt Thomas, freiwilliger Entwickler für MediaWiki. Wie sieht eigentlich die ehrenamtliche Tätigkeit eines freiwilligen Entwicklers aus? Wer steckt hinter dem Code und den Features, die tagtäglich von vielen Editoren benutzt werden? Julia Schuetze setzte sich mit Thomas aka tpt zusammen, um einen Einblick in die Programmiertätigkeit eines Freiwilligen zu bekommen.

An interview by Julia Schuetze with Thomas Pellissier-Tanon aka Tpt

“I work on the software behind Wikipedia!” That’s what Thomas aka (Tpt), a Volunteer Developer from France, tells his friends if they ask him about what he does in his free time. Up to ten hours per week he dedicates to free knowledge that way.

In the past two months, I got the chance to talk to some of our volunteer developers about their experience with the Wikimedia movement. I’d like to share Thomas’ story, his views, concerns, ideas and accomplishments with you.  

Thomas started in 2009 when he was still in high school. A passion for egyptian history and pharaohs inspired him to contribute to the French Wikipedia. Back then, programming was new to him. He started by writing templates and by learning how to use the functions around Wikipedia.

Starting is not easy. Wikipedia is a project created, maintained and developed by millions of people. Thousands contribute at least once a month. People commit, some stay for longer, some only for a short time. I wondered what made Thomas stick around and become a very innovative volunteer developer in our community for over seven years now.

MediaWiki: “huge, complex and often ugly”

The first few months can be rocky, he says. It was an exploration for him because MediaWiki, the free and open source wiki application, which stores the content into databases, “is huge, complex and often ugly.” “It was a lot of reading code to see how it works and how all the pieces are fitting together,” Thomas remembers. “Some of that can act as barriers. Especially for developers who are not familiar with Wikis,” he explains. It was quite difficult to write code matching MediaWiki standards and conventions and with a good enough level of quality at first.”

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Und über den Tag hinaus

GLAM on Tour – Die Beteiligten ziehen Bilanz

Ein Beitrag von Sina Wohlgemuth, Mitarbeiterin im Kulturbereich von Wikimedia Deutschland

Mit einem archäologischen Forschungsteam die Wege am Harzhorn abschreiten, auf denen sich einst Römer und Germanen erbitterte Kämpfe lieferten, sich das Synchrotron im Deutschen Museum in Bonn von seinem Miterfinder persönlich erklären lassen oder bei einer Fotoexkursion im historischen Fliesensaal des Schloss Caputh 7500 einzelne Motivfliesen erfassen – bei GLAM on Tour bekommen Wikipedianerinnen und Wikipedianer exklusive Einblicke und Hintergründe von Fachleuten der Kultureinrichtungen. Dabei steht das englische Akronym für Galleries, Libraries, Archives Museums und bezeichnet Aktivitäten an der Schnittfläche der Kultureinrichtungen zur digitalen Welt.  Seit 2013 machte GLAM on Tour schon in zehn Städten Station. In manchen sogar zweimal. Insgesamt stehen zwölf Museen oder auch Bibliotheken und Kunstsammlungen mit der Wikimedia-Bewegung in Zusammenarbeit. Geschätzt dürften weit über 200 Freiwillige an den verschiedenen Stationen mitgearbeitet haben. Es entstehen neue Artikel für die Wikipedia, spannende Fotos bei Commons, und natürlich neue Kontakte – so soll ein Grundstein gelegt werden für stabile Beziehungen zwischen einer GLAM-Einrichtung und den Freiwilligen vor Ort.

Um diesen letzten Punkt der Kooperation zwischen der Wikimedia-Bewegung und den Kulturinstitutionen auszuleuchten, haben wir im Rahmen der Partizipationsphase zur Jahresplanung 2017 eine Umfrage gestartet. Ziel war es, zu erfahren, wie der Kontakt zwischen Wikipedianerinnen und Wikipedianern, den ehrenamtlichen Koordinierenden und den einladenden Kulturinstitutionen auch nach einer GLAM on Tour Veranstaltung ist und was sich die Beteiligten für eine Intensivierung der Zusammenarbeit wünschen. Die Umfrage ist dabei nicht als Evaluation des Formats zu verstehen, sondern als ein erstes Meinungsbild zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Formats GLAM on Tour.

Freiwillige des Wikiversums besuchen die Depots des Landesmuseum Braunschweig 2013 im Rahmen einer GLAM on Tour Station. Foto von Medvedev (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Ergiebiger Kontakt zwischen Kulturinstitution und Wikimedia-Aktiven

Die Umfrage konnte je pro Veranstaltung ausgefüllt werden, um differenziert anzugeben, wie der Kontakt bzw. die Zusammenarbeit nach der jeweiligen Station war. Insgesamt wurde die Umfrage 44 Mal ausgefüllt, davon sind 72,7% der Antworten aus der Perspektive von Teilnehmenden (32 Fragebögen), 15,9% aus der von ehrenamtlichen Koordinierenden (7 Fragebögen) und 11,4% von einladenden Kulturinstitutionen (5 Fragebögen). In über der Hälfte aller Antworten (52,3% ) geben die Beteiligten an, dass ein Austausch über die Veranstaltung hinaus fortgeführt wurde. So hatten alle Vertreter der Kulturinstitutionen noch Kontakt zu den Ehrenamtlichen und 85,7% der Koordinierenden haben sich noch mit den Kulturinstitutionen ausgetauscht. Zwischen Teilnehmenden und Kulturinstitutionen kam es in 37,5% der Fälle zu einem Austausch. Dies verdeutlicht, welch verbindende Rolle die ehrenamtlich Koordinierenden über die eigentliche Veranstaltung hinaus ausfüllen können. Knapp die Hälfte der Fälle wird die Möglichkeit, bei Bedarf die Zusammenarbeit zu intensivieren, als sehr gut eingeschätzt (45,5%), in gut einem Drittel (36,4%) als “gut”.

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Wikimedia:Woche 35/2016

Der große jährliche Fotowettbewerb Wiki loves Monuments ist mit einem Grußwort der Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz gestartet, die Commons-Broschüre wurde komplett überarbeitet und für die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin liegen Wahlprüfsteine vor. Außerdem berichtet Ziko von der ersten WikiConvention francophone und für die Wikipedia:Library sind fünf neue Online-Ressourcen verfügbar. Weitere Informationen zu diesen und weiteren Themen sind in der vorliegenden Wikimedia:Woche zu finden. Weiterlesen »

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Hands-on research about Wikidata: My time as a PhD student at Wikimedia Deutschland e.V.

German summary: In diesem Blogpost berichtet Alessandro über seinen Forschungsaufenthalt in der Softwareentwicklung bei Wikimedia Deutschland e.V. Fokus seiner Doktorarbeit ist es, herauszufinden wie gemeinschaftliche Prozesse die Datenqualität in Wikidata beeinflussen. Zentrale Fragen sind dabei, wie Ehrenamtliche in Wikidata zusammenarbeiten, wie sich die Zusammenarbeit nach längerer Erfahrung in der Community verändert, welche Auswirkungen dies auf die Datenqualität hat und was überhaupt Datenqualität in so einer Wissensdatenbank bedeutet.

This is a blog post by Alessandro Piscopo.

My secondment at Wikimedia Germany was part of the research work for my Computer Science PhD, which I carry out at the University of Southampton and as an Early-Stage researcher within the Marie Curie ITN WDAqua project. The aim of WDAqua is to perform research to advance the state of the art of Question-Answering systems based on web data. The outcome of my PhD will be integrated with the research carried out by 14 other participants in this project.

In this blog post I would like to recap this interesting and proficuous experience, and to communicate the advancements that I was able to make in my research.

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Wikimedia:Woche 34/2016

Erstmals gibt es konkrete Anerkennungskriterien für neue Wikimedia-Organisationen, viele neue Bilder auf Commons kommen von der schweizer ETH-Bibliothek, das Programm zur WikiCon steht nun fest und die Wiki Education Foundation hat ihren aktuellen Monatsbericht veröffentlicht. Außerdem liegen nun Wahlprüfsteine für Mecklenburg-Vorpommern vor, an deren Erstellung Wikimedia Deutschland beteiligt war. Diese und weitere Themen sind in der Wikimedia:Woche 34/2016 zu finden. Weiterlesen »

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Verstärkung: Dr. Christian Humborg wird Leiter Zentrale Dienste

Ich freue mich sehr, eine personelle Verstärkung für die Geschäftstelle unseres Vereins ankündigen zu können: Dr. Christian Humborg wird zum 1. Dezember 2016 der neue Leiter Finanzen und Zentrale Dienste. In dieser neuen organisatorischen Klammer hat Christian zukünftig die fachliche und disziplinarische Leitung der Teams Finanzen und der (internen) IT sowie die disziplinarische Leitung der Personalabteilung inne.

Er bringt dafür hervorragende fachliche und persönliche Expertise mit. Christian war nach seinem Studium der Verwaltungswissenschaften in Konstanz und Leiden acht Jahre in der Wirtschaft tätig. Anschließend führte er von 2007 bis 2014 die Geschäfte der Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland. Aktuell ist er kaufmännischer Geschäftsführer des gemeinnützigen Recherchezentrums CORRECTIV.

Am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre der öffentlichen Verwaltung der Universität Potsdam wurde Christian promoviert. Im Jahr 2009 gewann er als Mitglied des Autorenkollektivs carta.info den Grimme Online Award. Er ist zudem Mitglied des Beirats der Zeitschrift für Politikberatung, des Whistleblowernetzwerks und von Transparency International Deutschland. Außerdem hat er die Transparenzportale fragdenstaat.de und hochschulwatch.de mitinitiiert. Eine monatliche Radioshow „QDeWe – Die Kunst der Weltverbesserung“ hat er auch: Sie läuft ab September auf detektor.fm.

Mit seiner Erfahrung und seiner Leidenschaft für Transparenz ist Christian Humborg eine hervorragende Ergänzung für die Arbeit von Wikimedia Deutschland. Ich freue mich sehr, dass wir ihn im Dezember am Tempelhofer Ufer begrüßen können!

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Wikimedia:Woche 33/2016

Während in Österreich über den Frieden geschrieben und der populärste Olympionike bzw. die populärste Olympionikin in Wikipedia gesucht wird, stehen die WikiConference North America und die SMWCon Fall 2016 in FFM an, hat das Board of Trustees wohl bekannte Ehrenamtliche in den Governance-Ausschuss benannt und ist mit der „Bamberger Islam-Enzyklopädie“ der erste zitierfähige Wikipedia-Ausschnitt entstanden. Besonders intensiv wird jedoch die Bitte des Prados diskutiert, möglichst nur deutlich kleinere Abbildungen ihrer Kunstwerke auf Wikimedia Commons zu veröffentlichen. Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 32/2016

Die Wikimedia Foundation sucht einen neuen Chief Technology Officer und veröffentlicht ihren halbjährlichen Transparenzbericht, neue Benutzergruppen wurden genehmigt, ein Wettbewerb zu den Olympischen Spielen, Neues aus Israel, Brest, von GLAM und der Forschung sowie Verbesserung bei der Suche und Benachrichtigungen sind neben einem gewonnenen Rechtsstreit und Berichten über verschiedene Wikipedianer und den Münchner Wikipedia-Standort WikiMUC nur einige Highlights der Woche. Die englischsprachige Wikipedia nimmt außerdem Abschied von Kevin Gorman.
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Freie Bildungsmaterialien: Pläne der Kultusministerien und Landtags-Koalitionen im Check

Tuxyso / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0, Akademie Mont-Cenis-Sonnenuntergang-2016, CC BY-SA 3.0

Es tut sich was in Sachen Freies Wissen in der Bildungspolitik – und Wikimedia Deutschland schaut genau hin:

Vergangene Woche wurde zuerst durch das „Bündnis Freie Bildung“ (BFB), an dem wir beteiligt sind, eine Stellungnahme zu den Koalitionsverträgen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt online gestellt. Grundlage der Stellungnahme sind Antworten der Parteien auf Wahlprüfsteine, also Fragen, die das BFB im Vorfeld der jeweiligen Landtagswahlen aufgestellt und an die Parteien geschickt hatte. Jetzt wurde als nächste Stufe untersucht, ob und inwieweit die Koalitionsverträge das widerspiegeln, was die Parteien vor der Wahl über ihre Position zu freien Bildungsmaterialien gesagt hatten. Eine ähnliche Aktion läuft derzeit auch mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Außerdem hat Wikimedia Deutschland (WMDE) im laufenden Konsultationsprozess der Kultusministerkonferenz (KMK) zu deren noch im Entwurfsstadium befindlichen “Strategie Bildung in der Digitalen Welt” eine Stellungnahme abgegeben und auf Meta veröffentlicht (PDF). Hier fließen unsererseits vor allem die Erkenntnisse aus dem Praxisrahmen für OER in Deutschland ein, der im Februar 2016 veröffentlicht worden war. Neben diversen Einzelanmerkungen geht WMDE in der Stellungnahme auf drei Aspekte im Detail ein:

  1. Kultur des Teilens konsequenter fördern

Um den immer wieder beschworenen Paradigmenwechsel hin zu einer tatsächlich dem digitalen Zeitalter angemessenen Bildung einzuleiten, sollte die dafür notwendige „Kultur des Teilens“ aktiver als bisher gefördert werden. Übergeordnetes Handlungsfeld für die Kultusminister sind hier nicht in erster Linie Open Educational Resources (freie Bildungsmaterialien, kurz OER), sondern ist eine Verbesserung der Rechtssicherheit beim Zusammenarbeiten und Teilen über Schul- und Hochschulgrenzen hinweg – wofür freie Bildungsmaterialien allerdings ein hilfreiches Mittel sein können. Auch verändert das kollaborative Arbeiten nicht nur die Anforderungen an Lehrende, sondern auch die Anforderungen an Materialien. Dies wirkt sich sowohl auf die Qualitätssicherung als auch auf technische, rechtliche und formale Aspekte der Bildungsmaterialien aus. Zu diesen Aspekten enthält der in 2015 und 2016 erarbeitete Praxisrahmen für Open Educational Ressources in Deutschland bereits viele Vorschläge. Wenn es nicht gelingt, dass in der Schule ein verändertes Rollenverständnis von Lehrenden und Lernenden Einzug hält, wird die Bildung auch in Zukunft an den Anforderungen der Teilhabe in der digitalen Gesellschaft vorbeilaufen. Zudem müssen auch die Werkzeuge des Teilens beherrscht werden. Dazu gehören sowohl technische Fähigkeiten als auch ein Grundverständnis der zum Einsatz kommenden rechtlichen Werkzeuge.

  1. Potenziale des Lernens in der digitalen Welt besser vermitteln

Insgesamt sollten in fördernden Strukturen immer wieder die gesellschaftlichen Chancen der digital unterstützten Bildung und des Lernens in der digitalen Welt deutlich gemacht werden. Andernfalls läuft man Gefahr, dass Förderstrukturen einseitig als weitere Belastung ohnehin bereits unter großem Druck stehender Lehrkräfte wahrgenommen werden. Der Mehrwert kollaborativer Arbeitsweisen (online wie offline) sollte anhand praktischer Beispiele verdeutlicht werden, denn hier bestehen noch große Vorbehalte, die nicht allein über Vorgaben und Anforderungsprofile an Lehrende überwunden werden können. Es müssen Antworten auf die Frage nach dem „Warum?“ der Digitalisierung im Bildungsbereich und nach der Sinnhaftigkeit kollaborativer Erstellung von Inhalten gegeben werden, um Ängste und Hürden abzubauen. Der Fokus auf eine kritische Auseinandersetzung mit digitalen Technologien und mit dem Teilen über Schulgrenzen hinweg sollte nicht nur – negativ konnotiert – als „Schutz“ vor den mit der Technik und dem Teilen einhergehenden Risiken verstanden werden, sondern vielmehr als zentrale positive Kompetenz der Lehrenden und Lernenden in der digitalen Welt.

  1. Rechtliche und formale Rahmenbedingungen für transformativ nutzbare Bildungsmaterialien verbessern

Zentrales Argument für eine offene und digital angereicherte Bildungslandschaft sollte das Ziel eines freien Zugangs zu Bildung sein. Diesem Ziel dienen letztlich viele Zwischenschritte. Auch OER erfüllen keinen Selbstzweck, sondern dienen letztlich dazu, Hürden auf dem Weg zum Wissenserwerb für möglichst viele Menschen möglichst weitgehend abzubauen. Daher sollte, wenn der Begriff OER Erwähnung findet, explizit gemacht werden, wie der Einsatz von OER die Realisierung der oben angesprochenen Potenziale unterstützt. Genau wie nicht jede Standardlizenz weithin als „Freie Lizenz“ anerkannt wird, ist auch der Begriff OER ein schillernder und wird mitunter ein Opfer von „Open Washing“, indem er als Etikett für Inhalte verwendet wird, die in Wahrheit alles andere als offen im Sinne transformativer Nachnutzbarkeit sind. In der Strategie sollte deshalb der Begriff OER mit einer entsprechenden Definition unterlegt werden, sinnvollerweise derjenigen der UNESCO von 2012. Es erscheint uns zugleich wenig sinnvoll, im Rahmen einer solchen Strategie von OER als Antagonismus zu „proprietären“ Bildungsmaterialien zu sprechen. Urheberrechte bestehen schließlich auch an OER. Zentral ist nicht ein solcher begrifflicher Dualismus, der Assoziationen von klassisch vs. modern, angestaubt vs. innovativ und ähnliche weckt. Zentral sind vielmehr die materiellen Merkmale digitaler Bildungsmaterialien (wie z. B. die Veränderbarkeit und eine unter den richtigen Umständen dennoch rechtssichere Nachnutzbarkeit). Die Ansätze der Strategie, die sich auf eine teilweise Liberalisierung der für die Bildung im Urheberrechtsgesetz verankerten Schranken hinwirken wollen, begrüßen wir ausdrücklich.

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Wikimedia:Woche 31/2016

Unter anderem über mehrere technische Entwicklungen berichtet die Wikimedia:Woche 31/2016: In den ersten Wikimedia-Projekten wurden interaktive Karten als neue Zusatzfunktion eingeführt und für Android ist eine neue Version der Wikipedia-App verfügbar. Die Software-Entwicklung von Wikimedia Deutschland berichtet von ersten Ergebnissen zu strukturierten Daten auf Commons, und wie jede Woche sind natürlich auch wieder die Neuigkeiten aus der Technik-Community, Wikidata und OpenStreetMap verlinkt. Weiterlesen »

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