Wikimedia:Woche 27/2016

Der israelische Fernsehsender Channel 2 läd Videos auf Commons, WMUK veröffentlicht seinen Jahresbericht 2015-16 und WMDE den Jahreskompass für das kommende Jahr. Diese und weitere Themen finden sich in der Wikimedia:Woche 27/2017. Weiterlesen »

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Perspektivwechsel

 

Erkenntnisse aus dem internationalen Treffen der GLAM-Koordinatoren auf der Wikimania 2016

Rechts spielende Bambini, links lebhafte Fußballfans beim Achtelfinale der EM und dazwischen fast 20 hochkonzentrierte GLAM*-Koordinatoren der Wikimedia Bewegung. Wir befinden uns circa 900 Meter über dem Meeresspiegel in einer kleinen Bergstadt in der Lombardei (Italien). Für eine knappe Woche lebten mehr als 2000 Menschen in Esino Lario. Denn dort auf der Wikimania versammelten sich ca 1200 Mitglieder der weltweiten Wikimedia-Bewegung, um sich über neueste Trends auszutauschen und innovative Projekte vorzustellen. Aus Schweden, Estland, Finnland und England. Aus Spanien, Baskenland, Frankreich, Deutschland, Belgien, Niederlande, Schweiz, und vermutlich habe ich auch noch einige Länder in der Aufzählung vergessen, kamen viele derjenigen, die sich beruflich oder ehrenamtlich damit beschäftigen, für mehr #wikiGLAM in den Wikimedia-Projekten zu sorgen. Denn natürlich sind Gemälde, Archivalien, museale Objekte und Bücher – genauer ihre digitalen Derivate – von großer Bedeutung für alle Wikimedia-Projekte. Via Wikimedia-Commons sollen Bilder aus den GLAM-Sammlungen Wikipedia-Einträge veranschaulichen und attraktiver gestalten. Daten zum kulturellen Erbe aus den Museen und Archiven sollen Wikidata-Einträge vervollständigen. Buchscanns werden für den Ausbau von Wikisource gebraucht. Freiwillige und Funktionäre fackeln nicht lange, wenn eine Museumstür sich ihnen öffnet. Wir wissen, was wir wollen.

In einer Pariser Galerie: Der Wunsch sich das Schöne anzueignen. Photo von Valfex [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Die Blickrichtung tauschen

Aber nach circa fünf Jahren GLAM-Arbeit ist es Zeit sich zu fragen, wie können wir besser werden? Wie kann es uns gelingen, noch besser zusammenzuarbeiten? Wie können wir besser miteinander lernen? Es ist ein guter Moment diese Fragen zu stellen. Denn erst vor Kurzem hat die Trägerin aller Wikimedia-Projekte, die Wikimedia Foundation, Alex Stinson als Wiki-GLAM-Strategen eingestellt. Er wird uns in Zukunft dabei unterstützen und antreiben, Antworten auf die obigen Fragen zu finden.

Doch schon zwischen Bambini und Fußball wurde mir eines in Esino Lario ganz deutlich. Wir brauchen einen Perspektivwechsel. Und während ich noch die letzten Krümmel der Wikimania-Kekse genieße, möchte ich diesen Wechsel kurz skizzieren. Wir müssen uns in Zukunft noch stärker an den Bedarfen der GLAM-Institutionen orientieren. Nur so werden wir erreichen, was wir wollen. Da wir ja genau wissen, was wir brauchen, suchen wir nach den Möglichkeiten es zu bekommen. Denn wer gibt nicht gern, wenn er dabei gewinnt? Seit den Pionierzeiten von Wikipedia hat sich die Welt ein Stück weit verändert. Vielen Museumsdirektorinnen und Archivleitern, führenden Bibliothekarinnen und Kuratoren ist inzwischen klarer, die digitale Welt ist keine Parallele zur Realität, sondern ein Teil von ihr geworden. Sie wissen, dass ihre Besucher und vor allem ihr Nicht-Publikum jährlich mehr Zeit mit mobilen Computern verbringt und erwartet, im Netz möglichst personalisierte Angebote zu finden, die es weiter nutzen kann. Die Welt fände in der hohlen Hand Platz.** Ein Bild von der württembergischen Krone per Snapchat verändern, kommentieren und raus in den Orbit der digitalen Freundschaften schicken, eine App herunterladen, die mir beim Spaziergang durch Berlin, die Standorte zu Hans Baluscheks Gemälden anzeigt natürlich mit einer Ansicht des jeweiligen Gemäldes. Eine One-Minute-Skulptur von Erwin Wurm auf Twitter teilen, ein Foto vom Besuch einer Pariser Galerie oder Bilder einer Modeausstellung in einen Blogpost einbinden können. Das sind heute nicht nur für digital natives selbstverständliche Handlungen, wenn auch, wie wir gesehen haben, nicht immer als legal angesehene. Aber soll man solche Nachnutzungen überhaupt ermöglichen? Und wie macht man das? Weiterlesen »

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Wikidata auf der GPN16

Vom 26. bis zum 29. Mai fand in Karlsruhe die Gulaschprogrammiernacht (GPN),  eine Veranstaltung des Entropia e.V. (CCC Karlsruhe) statt, zu der sowohl Mitarbeitende von Wikimedia Deutschland angereist waren, als auch Stipendiaten aus der Community. Einer der von Wikimedia Deutschland geförderten Freiwilligen, Benutzer:Gorlingor, hat über die vier Tage Spaß am Gerät bei der Hackercommunity einen kleinen Bericht für uns geschrieben.

Was ist die GPN?

Die Gulaschprogrammiernacht findet einmal im Jahr für vier Tage in Karlsruhe statt. Dort treffen sich etwa 500 Teilnehmende, um sich über verschiedene Themen auszutauschen – schwerpunktmäßig Informationstechnik –, um an eigenen Projekten zu arbeiten, um Leute zu treffen und um Spaß zu haben. Die meisten Besucherinnen und Besucher kommen aus persönlichem Interesse zu der Veranstaltung, was sich natürlich positiv auf die Atmosphäre auswirkt: Es geht dort sehr entspannt zu.

Wer bin ich?

Ich bin Jakob. In der deutschsprachigen Wikipedia hinterlasse ich als Gorlingor seit einigen Jahren meine kleinen Spuren. Als Programmierer und überzeugter Freund freier Software verbringe ich meine Freizeit aber gelegentlich auch damit, Code zu Open-Source-Projekten beizusteuern.

Was haben wir dort gemacht?

Jetzt hatte ich die Gelegenheit, drei Mitarbeitende des Entwicklungsteams für Wikidata mit zur GPN16 zu begleiten, wo sie an ihrem Tisch für Interessierte ansprechbar waren und einen Vortrag über den Query Service von Wikidata gehalten haben – für Programmiererinnen und Programmierer eine ziemlich coole Schnittstelle, weil man damit komplexe und spannende Anfragen an die Wissensdatenbank stellen kann. Zum Beispiel: Zeige mir alle Haustiere, deren Besitzerinnen oder Besitzer ein Amt bekleidet haben. Wie es aussieht, sind Hunde die beliebteren Begleiter.

Während die anderen regulär gearbeitet haben, solange der Tisch nicht besucht wurde, habe ich Fotos für den Blogeintrag geschossen, die Gelegenheit genutzt, schon mal ein paar Profis neben mir sitzen zu haben, und einen Patch für MediaWiki angefangen und nebenbei die WMDE-Mitarbeitenden kennengelernt.

Was kam an Feedback?

Im Laufe der Veranstaltung haben wir unterschiedliche Leute aus der technischen Community getroffen und dabei kamen verschiedene Fragen zustande: zur Technik, zu den Daten und ihrer Herkunft und zur Zielsetzung von Wikidata. Weiterlesen »

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Die Schwerpunkte von Wikimedia Deutschland für 2017 stehen fest – Partizipationsphase folgt

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung haben Präsidium, Mitglieder und Mitarbeitende in intensiven Gesprächen die Schwerpunkte der Vereinsarbeit aus dem Jahr 2016 reflektiert. Die Ergebnisse hat das Präsidium auf einer Klausurtagung am 18./19. Juni 2016 gemeinsam mit dem geschäftsführenden Vorstand und den Führungskräften von Wikimedia Deutschland ausgewertet und beraten.

Im Ergebnis haben wir im neuen Jahreskompass für 2017 drei Handlungsfelder festgelegt, die gleichgewichtet nebeneinanderstehen sollen. Diesen Handlungsfeldern haben wir insgesamt fünf Schwerpunkte zugeordnet und ebenfalls gewichtet. Ihr findet den neuen Jahreskompass mit den Schwerpunkten für 2017 ab sofort online im Meta-Wiki.

Die Geschäftsstelle ist nun aufgerufen, konkrete Ziele, Erfolgskriterien und Maßnahmen für die Schwerpunkte zu entwickeln. In diesem Schritt möchten wir die Wikimedia-Communitys und alle anderen, die sich für Freies Wissen engagieren, eng mit einbeziehen und werden daher zwischen dem 12. Juli und dem 5. August verschiedene Beteiligungsformate anbieten. Über die genauen Formate und Termine werden wir dann am 12. Juli informieren.

Ich freue mich auf Feedback zum neuen Jahreskompass und die weitere gemeinsame Arbeit an den Zielen, Indikatoren und Maßnahmen!

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Wikimedia:Woche 26/2016

In der Wikimedia:Woche 26/2016 ist die Vorstellung der neuen Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation zu finden. Auch das Board of Trustees hat einen neuen Vorsitzenden. Außerdem zu lesen gibt es mehrere Berichte über die vergangene Wikimania in Italien und für alle die gleich ihren Besuch auf der nächsten Konferenz planen möchten: Die Anmeldung für die WikiCon 2016 hat begonnen.

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Im Maschinenraum von Brüssel. Wikimedia-Salon „Liquid Lobbying“.

Während sich La Mannschaft in Frankreich warm lief, kamen am Abend des 16.6. Podiumsgäste in der Berliner Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland zum ABC des Freien Wissens” zusammen, die sonst in der Disziplin des Lobbying in Brüssel antreten.

Tun sich im vernetzten Zeitalter neue, transparente Wege zur Einflussnahme durch zivilgesellschaftliche Bewegungen auf? Oder bleiben letztlich trotz neuer Möglichkeiten die alten Entscheidungs- und Gesetzgebungsprozesse bestehen? Vertreter von Transparency International, Bitkom e. V. und der Wikimedia EU Policy Group diskutierten über neue Formen und ethische Grenzen der Interessenvertretung.


Liquid Lobbying – Und alles fließt?

Im Unterschied zu klassischem Lobbying der Vergangenheit nutzen immer mehr und immer größere Interessengruppen Plattformen im Internet als politische Informations- und Mobilisierungskanäle. Mit dem Begriff Liquid Lobbying ist die Strategie gemeint, diese neuen Kanäle für kollaboratives und transparentes Lobbying im Sinne des Freien Wissens zu nutzen. Dimitar Dimitrov, der seit 2013 als Wikimedia-Interessenvertreter in Brüssel arbeitet, erklärte, wie das genau in der Praxis funktioniert.

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Wikimedia:Woche 25/2016

Während in der italienischen Gemeinde Esino Lario die diesjährige Wikimania startet, kommt hier die Ausgabe 25/2016 der Wikimedia:Woche. Darin geht es unter anderem um eine neue User Group, Neuigkeiten zum Jahreskompass von Wikimedia Deutschland und um die Gerichtsentscheidung zum Streit zwischen Wikimedia und den Reiss-Engelhorn-Museen. Über Beteiligung freuen sich sowohl die Organisatoren des Fotowettbewerbs „Wiki Loves Earth“ bei der Vorauswahl der im vergangenen Monat eingereichten Bilder, als auch die Aktiven um das kürzlich gestartete Projekt „Wiki Loves Pride“. Weiterlesen »

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Erklärung zum Fall Reiss-Engelhorn-Museen [Update]

Der folgende Text ist eine Erklärung der Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland hinsichtlich des Verfahrens der Reiss-Engelhorn-Museen gegen die Wikimedia Foundation (WMF) und gegen Wikimedia Deutschland. Der Anlass dieses Schreibens ist es, der Wikimedia-Commons-Community dabei zu helfen, die juristischen Hintergründe nach diesem ersten Urteil besser zu verstehen und sie bei der Entscheidungsfindung im Umgang mit Fotos der betreffenden Gemälde zu unterstützen.

[Update: Text war zunächst ohne Redigat online gegangen, welches um 17:56 nachgeholt wurde]

 

Liebe Community,

Das Landgericht Berlin hat entschieden. (Bild von 1902, gemeinfrei)

leider haben wir schlechte Nachrichten zu verkünden. Das Landgericht Berlin hat der Klage der Reiss-Engelhorn-Museen (REM), Mannheim gegen die Wikimedia Foundation stattgegeben. Ein zentraler Bestandteil des Prozesses war die Aufforderung, mehrere Bilder von Wikimedia Commons zu löschen, die von einem bei den Museen beschäftigten Fotografen stammen und später in Commons hochgeladen und als gemeinfrei gekennzeichnet wurden (am bekanntesten im Fall eines Porträts Richard Wagners). Die Klage argumentierte, dass die Fotografien durch einen Hausfotografen entstanden seien und daher ein Unterlassungsanspruch der Museen hinsichtlich der Veröffentlichung dieser Fotos bestehe, obwohl es sich hierbei um sehr originalgetreue Repro-Fotografien gemeinfreier Werke handelt.

Dieser Argumentation setzten wir entgegen, dass es sich um – wegen des gemeinfreien Status‘ der abfotografierten Gemälde ohne Erlaubnis zulässige – Vervielfältigungen und nicht um urheberrechtlich schutzfähige Lichtbildwerke handelt, weil das Abfotografieren auf möglichst geringe Abweichungen vom Original abzielt und daher gerade kein Spielraum für irgendeine Individualität bleibt, die einen urheberrechtlichen Werkschutz rechtfertigen könnte. Des weiteren führten wir an, dass die Museen ihren Besuchern das Aufnehmen von Fotos verbieten, gleichzeitig aber einen Urheberrechtsanspruch auf ihre eigenen Reproduktionen erheben. Dies stelle einen Widerspruch zum öffentlichen Auftrag der Institutionen und einen Versuch dar, das bereits abgelaufene Urheberrecht an den Originalen faktisch zu erneuern. Das Gericht aber entschied, dass die Fotos des Museumsfotografen unabhängig vom Motiv nach dem deutschen Urheberrecht zumindest als Lichtbilder geschützt seien, und daher das Gemeinfreisein der Vorlage unerheblich sei.  Weiterlesen »

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Gedruckte Wikipedia

Blick in die Galerie zur Ausstellung „Print Wikipedia“
Foto: Conrad Nutschan, Lizenz: CC0

Ein Gastbeitrag von Wikipedia-Autor Conrad Nutschan

Die Meinungen in der Community, ob es eine gedruckte Ausgabe der deutschen Sprachversion der Wikipedia geben sollte, tendieren eher dazu, dass der Aufwand der Praktikabilität und dem Sinn gegenübergestellt nicht gerechtfertigt sei. Um so mehr freuten sich einige teilnehmende Wikipedianerinnen und Wikipedianer in Berlin am 31. Mai 2016 beim „Wikipedian focused walkthrough and discussion“ in der Ausstellung des Künstlers Michael Mandiberg, ein Gefühl für einen möglichen Ausdruck des Enzyklopädieprojektes zu bekommen. Wikimedia Deutschland hat Interessenten vom WikiProjekt Druck die Anreise unterstützt und vor Ort für die Gäste etwas zu Naschen organisiert.

In den Räumlichkeiten der gemeinnützigen, kuratorischen Initiative Import Projects in Berlin ist es möglich, die potentielle Dimension der 3406 Bände zu genießen und in einer Auswahl der  Bücher zu schmökern. Am Ende der Ausstellung soll jeder Band der deutschsprachigen Wikipedia bei einem Buch-auf-Bestellung-Anbieter bestellbar sein. Import Projects selbst ist bestrebt, Schnittstellen zwischen Technologie, der persönliche Identität und der Gemeinschaft zu erkunden. Weiterlesen »

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Nelsons drei Streifen

Zwei Tage im Textilmuseum auf GLAM on Tour[1]

Historischer Schaufensterkopf mit Hut in der Ausstellung „Die Macht der Mode“ . Foto von Ziko van Dijk  CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

 gemeinschaftlich verfasst mit Geolina163

An einem Junitag unter dem Dach der alten Spinnerei ist es noch heute stickig. Doch vor 230 Jahren war die Luft für die hier arbeitenden Kinder richtig ungesund. Damals wurde die Textilfabrik als erste Baumwollmaschinenspinnerei auf dem europäischen Kontinent von dem Kaufmann und Industriespion Brügelmann gegründet. Da haben wir es heute besser. Zwanzig digital volunteers, Studentinnen für Modejournalismus, gestandene Wikipedianer nicht nur aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet so wie eine kleine Delegation Weitangereister tauchen ein in die Ausstellung Die Macht der Mode”. Wir sind zur Gast im Industriemuseum Textilfabrik Cromford im Landschaftsverband Rheinland. Ein umständlicher Titel für ein Kleinod an experimenteller Archäologie und Forschungssammlung von 300 Jahren Textilmode unweit von Düsseldorf. Umso pragmatischer ist Claudia Gottfried, die Leiterin des Museums. Sie hatte schon letztes Jahr Freiwilligen der Wikimedia-Bewegung das Museum im Rahmen der Auftaktveranstaltung der Wikipedianischen KulTouren für eine Fototour zur Ausstellung Chapeau! geöffnet.

Jetzt wollen wir an zwei Tagen möglichst viele der ausgestellten Kleider und Modeaccessoires von 1890 bis 1930 in Text und Bild erfassen. „Sans-Ventre“-Kleider der Kaiserzeit, Pluderhosen für städtische Radlerinnen und schwarzgelbe Schnürkragentrikots für Fußballer der 20er Jahre. Der Triumph der Warenhäuser und Arbeitsplätze für Frauen. Mode zwischen gesellschaftlichen Bedarfen und nur allzu menschlichen Bedürfnissen. Die ungewöhnliche Ausstellung läuft noch bis Ende Oktober 2016. Unterm Dach stoßen wir auf eine interessante Hypothese. Ist es denkbar, dass die im deutschen Kaiserreich so populären Matrosenanzüge der Kinder mit ihren drei weißen Streifen auf den dunkelblauen Kragen letztlich eine britische Marinetradition fortführten, die mit den drei Streifen Admiral Nelsons drei Siege ehrten? Die Antwort der britischen Admiralität steht noch aus. Weiterlesen »

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