Wikimedia Deutschlands Zukunft gemeinsam gestalten

Präsidium und Vorstand von Wikimedia Deutschland möchten in den nächsten Monaten in einen Dialog über große Zukunftsfragen des Vereins treten– mit allen, die dazu etwas beitragen wollen. Alle Infos und regelmäßige Updates zum Thema veröffentlichen wir im Meta-Wiki.  

Warum ein Zukunftsprozess?

Freies Wissen verändert sich. Fortwährend. Der Konsum und die Produktion von Wissen und die Gründe, aus denen Menschen nach Wissen suchen und Wissen schaffen, verändern sich ebenso wie die Perspektive der Menschen auf dieses Wissen. Im Wandel begriffen sind auch gesellschaftliche Organisationen, die Wissen bereitstellen (Museen, Archive, Bibliotheken), die zunehmend auf die Digitalisierung reagieren. Und, nicht zuletzt, verändern sich Formate, in denen Wissen bereitgestellt wird: Strukturierte Daten, Multimedia und Virtual Reality waren wichtige Entwicklungen der letzten Jahre.

Mit dem Freien Wissen verändern sich auch die Wikimedia-Projekte. Die Wikipedia, ihre Schwester-Projekte – von Wikidata über die Mediendatenbank Wikimedia Commons bis hin zum freien Reiseführer Wikivoyage – und ihre Freiwilligen-Communities wandeln sich. Sie reifen, passen sich dem Umfeld an, werden anders genutzt und reagieren auf Veränderungen. Die gesamte Wikimedia-Bewegung, Wikimedia-Organisationen und Communities aus aller Welt verändern sich und suchen seit diesem Jahr im „Movement Strategy Prozess“ Antworten auf die Frage „Was möchten wir bis zum Jahr 2030 gemeinsam aufbauen und erreichen?“. Und damit verändert sich natürlich auch Wikimedia Deutschland als Organisation. Der Verein entwickelt sich mit dem Umfeld, das er fördert, mit: Er wächst und hat in diesem Jahr die Schwelle von 50.000 Mitgliedern überschritten. Er nimmt neue Beschäftigungsfelder auf, stellt andere, weniger Erfolg versprechende ein und befindet sich so in einem ständigen Wandel.

Wir im Präsidium begreifen Veränderung als etwas Gutes. Wir wollen, dass unsere Organisation gesellschaftliche Veränderung erreichen und nachhaltig wirken kann. Und wir wollen, dass sich Wikimedia Deutschland in einem verändernden Umfeld bewusst positionieren kann – nicht nur reagiert, sondern aktiv gestaltet. Wir wollen, dass wir selbst als Organisation diese Veränderungen steuern. Wir wollen nicht von Veränderungen überrascht werden und passiv sein, sondern aus eigenem Antrieb heraus gemeinsam mit unseren Partnern Dinge bewegen.

Um das zu erreichen, müssen alle Teile der Organisation in den Austausch treten: Präsidium, Vorstand, Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Mitglieder und Partner. Wir müssen fragen: Wofür stehen wir als Verein? Welche Kompetenzen haben wir: In welchen Bereichen sind wir exzellent, in welchen haben wir Schwächen? Wohin soll die Reise gehen? Welche Chancen bieten uns die oben beschriebenen Veränderungen, aber welche Risiken sind damit auch verbunden? Wo können wir die größte gesellschaftliche Veränderung erreichen, und dabei gleichzeitig unser Kerngeschäft im Auge behalten?

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, Durchschnitt: 3,67 von 5)
Loading...

Wikimedia:Woche 29/2017

Die 29. Ausgabe der Wikimedia:Woche des Jahres kommt dieses Mal mit Neuigkeiten aus dem britischen Parlament, zu Frauen in der Wikipedia und zu kleinen Sprachen um die Ecke. Außerdem: Die Wikimedia Foundation setzt auf künstliche Intelligenz, neue Newsletter warten auf Leserschaft und bei Wikimedia Deutschland ist wieder eine offene Stelle zu besetzen. Zur Wikimedia:Woche 28/2017 geht es hier.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Position zur Stärkung des digitalen Engagements

Der folgende Text stellt die Kurzfassung der Position von Wikimedia Deutschland zur Stärkung des digitalen Engagements dar (Link zur Position).

 

Digitales Engagement ist ein noch recht junges Phänomen, ermöglicht durch das Internet und die Digitalisierung weitreichender Bereiche unserer Gesellschaft. So engagieren sich die Ehrenamtlichen der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte in ihrer Freizeit für freie Inhalte, schreiben Artikel oder fotografieren. Leider wissen immer noch zu wenige Menschen außerhalb der Wikimedia-Projekte, dass deren Inhalte durch digital Engagierte geschaffen werden.

Durch die Verbreitungswege des Webs, die Beteiligung vieler Menschen und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit kann durch digitales Engagement Großartiges für die Gesellschaft geleistet werden und häufig auch sehr schnell auf aktuelle Entwicklungen reagiert werden. Hier sind einige Beispiele für die Bedeutung des digitalen Engagements in den Wikimedia-Projekten, stellvertretend für all die anderen wichtigen digitalen Projekte:

  • Auf Wikimedia Commons stehen über 40 Millionen freie Mediendateien zur Verfügung.
  • Wikidata umfasst mehr als 29 Millionen Datensätze.
  • Die deutschsprachige Wikipedia bietet ein umfassendes Wissen mit über 2 Millionen Artikeln.
  • Im Rahmen des weltweit größten Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments wurden 2016 allein innerhalb eines Monats im deutschsprachigen Raum 39.000 Bilder eingereicht.

Es ist an der Zeit, dass nun auch in Politik und Gesellschaft ein Bewusstsein für die große Bedeutung des digitalen Engagements geschaffen wird und Engagierte in diesem Bereich in ihrem Beitrag angemessen gewürdigt und unterstützt werden. Wikimedia Deutschland hat daher in Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen der Wikimedia-Projekte die folgenden fünf Forderungen für die Stärkung des digitalen Engagements in Deutschland erarbeitet.

  1. Gleichberechtigte Anerkennung des digitalen Engagements auf Augenhöhe mit anderen Arten ehrenamtlicher Tätigkeiten.
  2. Ermöglichung von Partizipation und Vielfalt im digitalen Raum zur Mitgestaltung der Gesellschaft.
  3. Gewährleistung der Verfügbarkeit freier Inhalte, um offene Zugänge zu Wissen, Mediendateien und Daten zu erreichen und gemeinsames Engagement zu erleichtern.
  4. Ausbau der Forschung, um mehr Wissen darüber zu gewinnen, wie die Entwicklung günstiger Rahmenbedingungen für das digitale Engagement effektiv gestaltet werden kann.
  5. Weiterentwicklung und Aufbau staatlicher Förderprogramme zum digitalen Engagement.

 

Hier geht es zur ausführlichen Fassung der Position.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 4,33 von 5)
Loading...

Datenpartnerschaften mit Wikidata: beaTunes

This blogpost is also available in English.

Datenpartnerschaften bei Wikidata können verschiedene Formen annehmen. In Form von Datenspenden können Institutionen, Organisationen und Einzelpersonen Inhalte zu der freien Wissensdatenbank beitragen, aber Nachnutzungen von Daten ist genauso interessant, denn auch sie tragen zu dem Ökosystem des Freien Wissens bei und geben mehr Menschen mehr Zugriff zu mehr Wissen.

beaTunes ist eine Anwendung für den Mac, mit der man Playlisten für die eigene Musiksammlung erstellen kann. Die Anwendung benutzt Wikidata auf vielfältige Art und Weise zur Anreicherung der Musikdaten.

Die freie Lizenz von Wikidata erlaubt auch die kommerzielle Nachnutzung. Wir haben mit Hendrik Schreiber von beaTunes darüber gesprochen, wie Wikidata in einem kommerziellen Software-Produkt zum Einsatz kommt.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Data Partnerships with Wikidata: beaTunes

Dieser Beitrag ist auch auf Deutsch verfügbar.

Wikidata data partnerships happen in many ways. While data donations are a way for institutions, organisations or individuals to contribute content to the free knowledge-base, re-use of data in applications is just as interesting as it contributes to the eco system of Free Knowledge and thus gives more people more access to more knowledge.

beaTunes is an application for the Mac that lets you build playlists for your music collection. It uses Wikidata in various ways to enrich the application.

The free license for Wikidata allows commercial re-use as well.  We talked with Hendrik Schreiber of beaTunes about how to use Wikidata in a commercial software product.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Koalitionsvertrag Schleswig Holstein: Vielversprechende Pläne, wenig Konkretes zu freier Bildung

Anlässlich der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat das Bündnis Freie Bildung, bei dem WMDE Partner ist, Wahlprüfsteine mit Fokus auf freie Bildung an alle im Landtag vertretenen Parteien verschickt. Nun hat das Bündnis den Koalitionsvertrag im Hinblick auf die Antworten analysiert. Dieser Text erschien zunächst am 19.7. im Blog des Bündnis Freie Bildung.


Kieler Landtag. Foto: Gerd Seidel (Rob Irgendwer), 1693-1708 crop-19-Kiel, Landtag, Parlamentssaal, SH, CC BY-SA 4.0

Wie schon nach der Wahl in Nordrhein Westfalen, haben wir den Koalitionsvertrag für Schleswig-Holstein aus der Perspektive des Bündnisses Freie Bildung analysiert und schauen damit der ersten “Jamaika-Koalition” auf die Finger. Die neue Landesregierung bekennt sich in der Vereinbarung an einer Stelle dezidiert zu OER und möchte sich für die vermehrte Nutzung offener Bildungsmaterialien einsetzen. Dieses Ergebnis ist zunächst nicht so überraschend, da sich sowohl die Grünen als auch die FDP bei der Beantwortung unserer Wahlprüfsteine positiv in Bezug auf die Implementierung freier Bildungsmaterialien geäußert hatten (von der CDU erhielten wir keine Antworten – mit der Begründung, dass wir keine Organisation aus Schleswig-Holstein seien). Was genau mit vermehrter Nutzung gemeint ist und ob damit auch die Erstellung und Verbreitung freier Bildungsmaterialien konkret angestoßen werden soll, bleibt am Ende der Analyse leider offen.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Wikimedia:Woche 28/2017

Die Wikimedia:Woche 28/2017 macht auf viele neue Gesichter bei Wikimedia UK, España und Deutschland aufmerksam. Zudem sind neue Ausgaben der Signpost, des Wikimedia Research Newsletters und des This Month in GLAM Newsletters erschienen. Neuigkeiten vom Bündnis Freie Bildung und zur Konferenz „Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“ gibt es auch. Zur Wikimedia:Woche 28/2017 geht es hier.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Online-Konsultation des Telemedienauftrags: Öffentlich-rechtliche Inhalte endlich für alle!

Sag mir, wo die Sendung ist… Bild: Public domain, via Wikimedia Commons

Was hat öffentlich-rechtlicher Rundfunk mit Freiem Wissen zu tun? Wie eine kurze Bestandsaufnahme zeigt, noch immer viel zu wenig – doch das ließe sich ändern. Bei der Verabschiedung des ersten Rundfunkstaatsvertrags im Jahr 1987 war sicherlich nur schwer absehbar, welche Möglichkeiten der Nutzung von Medien heutzutage bestehen würden. Folgerichtig muss die Übereinkunft der 16 Länder über die Aufgaben, Ziele und Grenzen der Arbeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks weiterentwickelt werden. Nachdem auch die internetbasierten Arten der Mediennutzung im März 2007 als Telemedien in den Rundfunkstaatsvertrag aufgenommen wurden, soll dieser auf Antrag der Länder nun erneut reformiert und an die Gegebenheiten einer digitalisierten Welt angepasst werden. Hierfür wurde durch die Rundfunkkommission eine Online-Konsultation zu dem Reformvorschlag angestoßen, auf die wir, als Verein, der die Befreiung von öffentlich finanzierten Medieninhalten vorantreibt, geantwortet haben.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Datenfitness für Coding-da-Vinci-Datengeber

Wie kommen Kulturdaten in die Coding-da-Vinci-Apps?

Im Herbst startet Coding da Vinci, der Kultur-Hackathon. Wir erwarten viele neue spannende digitalisierte Kulturgüter aus den Museen, Archiven, Bibliotheken und Kunstsammlungen des Landes und sind ganz neugierig auf die Software-Projekte, die aus ihnen gebaut werden. Das kann man sich vorher gar nicht so vielfältig und fantastisch ausdenken, wie es nachher kommt. Das muss man erleben! Veranstaltet wird der diesjährige Programmierwettbewerb von der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Servicestelle Digitalisierung des Landes Berlin und Wikimedia Deutschland. Unsere Partner sind DNK Sharing Heritage, die HTW, das JMB und die OKF. Kulturinteressierte Coder*innen, Entwickler*innen und Designer*innen treffen sich mit Museolog*innen, Archivar*innen und Bibliothekar*innen. Sie entwickeln gemeinsam neue Anwendungen auf der Grundlage der vorliegenden digitalisierten Kulturgüter. Das macht viel Freude und zeitigt erstaunliche Ergebnisse. Aber auch viel Arbeit.

Erst die Arbeit – dann das Vergnügen

Daten putzen ist harte Arbeit. Aber sie macht Spaß, mit Anna-Lena Nowicki von @digisBerlin. Lizenzhinweis: Jonas Sydow (WMDE) (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Bewertungen, Durchschnitt: 4,80 von 5)
Loading...

Bericht vom Wikidata-Wahldaten-Workshop

Folgender Blogbeitrag basiert auf dem Bericht von Matti Blume, den er im Wikipedia:Kurier veröffentlichte und einem Erfahrungsbericht von Andrea Knabe-Schönemann.

Vom 23. bis 26. Juni fand in Ulm der zweite von Wikimedia Deutschland veranstaltete Wikidata-Workshop statt. Diesmal drehte sich alles um das Thema Wahldaten. Eine bunte Mischung aus Wikipedianern, Open-Data-Aktivisten (u. a. von FragDenStaat.de, Freiwilligen hinter dem offenen Standard OParl und Offene Wahlen Österreich) und Entwicklern (Wikidata und Code for Germany) war dazu im Verschwörhaus in der historischen Altstadt von Ulm zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Workshops stand folgende Frage: Wie kann Wikidata helfen, Daten aus Politik und Verwaltung besser zugänglich zu machen?

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Empfiehl diese Seite