Geförderte Projekte aus den Communitys im Juli 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer herrscht derzeit wieder Hochsaison. So standen im Juli 31 Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

1.–3.7.: GLAM on Tour: Deutsches Museum Bonn

Über drei Tage hinweg erstreckte sich das Programm der GLAM-on-Tour-Station im Deutschen Museum Bonn. Anlass war die Ausstellung Leonardo da Vinci – Bewegende Erfindungen mit funktionsfähigen Modellen von Maschinen Leonardo da Vincis. Einen Überblick über das Programm und die Ergebnisse gibt die Projektseite.

2.7.: Treffen der Stammtische Unterfranken, Thüringen und des Portals Rhön

Das Portal:Rhön der deutschsprachigen Wikipedia hatte den Auftrag erhalten, das nächste Treffen des Stammtisches Unterfranken in Meiningen zu organisieren. Der Portalbetreuer hatte sich dafür bereit erklärt. Da dieser Stammtisch der Kontaktförderung der Stammtische und Projektteams untereinander dienen sollte und außerhalb Unterfrankens stattfand, waren auch die Thüringer Wikipedianer herzlich eingeladen. (basierend auf einem Text von Delta456, cc-by-sa 3.0, weiterlesen)

4.7.: Frag den Staat HH

Arne Semsrott war zu einem weiteren Workshop rund um das Portal Frag den Staat in dem lokalen Wikipedia-Standort Kontor Hamburg zu Besuch. Bereits im Vormonat hatte er im WikiMUC in München zusammen mit Wikipedianern und Codern des OK Lab einen Workshop zu dem Thema gehalten.

7.7.: Einkleidung Olympiamannschaft DOSB

Marcus Cyron und DerHexer waren bei der Olympiaeinkleidung in Hannover zugegen, um Bilder der Sportlerinnen und Sportler für Wikimedia Commons aufzunehmen.

9.7.: 30 Jahre galerie futura: Editieren im Erlebbaren Archiv 2/4

In der galerie futura findet im Sommer eine Seminar-Reihe statt, mit dem Ziel „Künstler*innen, Autor*innen und Lai*innen aller Generationen an die Arbeit für die Wikipedia heranzuführen, um so den Anteil von Autor*innen in der Community sowie die Sichtbarkeit relevanter Künstler*innen, Institutionen, Theoretiker*innen und feministischer Perspektiven in der Kunst zu stärken“. Zwei weitere Veranstaltungen sind für den 6. und 20. August geplant. Weiterlesen »

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Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: Juli 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Technische Wünsche

Abgeschlossen wurden die Arbeiten am RevisionSlider, auf der deutschsprachigen Wikipedia auch als Versionsblätterer bekannt. Die Extension läuft auf der deutschsprachigen, hebräischen und arabischen Wikipedia als anschaltbares Beta-Feature.

Neu begonnen wurden Vorarbeiten zu Benachrichtigungen bei Erwähnungen (notifications on mentions). Dieses Feature wird uns noch einige Zeit beschäftigen.

Wikidata

Bei Wikidata bestimmten Arbeiten zu strukturierten Daten für Commons den Monat Juli. Besonders stolz sind wir darüber, dass wir erste vorzeigbare Ergebnisse auf einem Demo-System zur Verfügung stellen können. Die Arbeit befindet sich noch einem sehr frühen Stadium und ist weit davon entfernt, auf Commons eingesetzt werden zu können, aber erste Einblicke sind jetzt schon möglich.

Eine umfangreiche Erklärung zum Demo-System für strukturierte Daten auf Commons findet sich in der Ankündigung auf Wikimedia Commons.

 

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Wikimedia:Woche 30/2016

Zum Nachlesen sind in der Wikimedia:Woche 30/2016 vom Board of Trustees die letzten beiden Sitzungsprotokolle und von Wikimedia Deutschland der Halbjahresbericht sowie ein Bericht zur Wikimedia Conference zu finden. Außerdem steht nun fest, ob die Wikimania weiterhin jährlich oder, wie zuletzt in der Diskussion, nur noch alle zwei Jahre stattfinden wird. Eine App des freien Reiseführers Wikivoyage ist neuerdings für Android erhältlich und die deutschsprachige Wikipedia-Community diskutiert über eine Umgestaltung der Hauptseite. Weiterlesen »

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Neues aus der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland: Juni 2016

Monatlich stellen wir einige Ergebnisse der Arbeit in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland vor. Die Zusammenstellung führt eine Auswahl von fertiggestellten oder neu begonnenen Arbeiten auf.

Veranstaltungen

Im Juni waren einige Entwicklerinnen und Entwickler unterwegs, um Vorträge zu halten oder technische Unterstützung zu geben. Zu der von uns besuchten Gulaschprogrammiernacht und dem HPI-Hackathon gab es an dieser Stelle auch Blogbeiträge: Zur Gulaschprogrammiernacht, zum Hackathon HackHPI in Potsdam.

Wikimania

Die Wikimania in Italien war im Juni die wichtigste Veranstaltung für die Software-Entwicklung. Hier gab es Diskussionen zur Technik und Arbeit an neuen Features auf dem Hackathon:

Und sonst?

Die Oberfläche für den Wikidata Query Service hat viele neue Änderungen erfahren. Visualisierungen für Ergebnisse können jetzt auch als HTML-Snippet außerhalb (etwa auf eigenen Webseiten) eingebunden werden. Testen läßt sich dies mit der stetig wachsenden Anzahl an Beispiel-Queries, etwa der nach den Päpsten mit mit den meisten Kindern.

 

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Geförderte Projekte aus den Communitys im Juni 2016

Geförderte Projekte aus den Communitys im Juni 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im Juni 16 Veranstaltungen auf der Agenda. Darunter Veranstaltungen wie Rock im Park und Rock am Ring. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl dort stattgefundener Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

Seit Juni: Denkmal PF

Denkmal PF bezeichnet einen lokalen Fotowettbewerb rund um das kulturelle Erbe der Stadt Pforzheim. Von Juni bis September finden hierbei verschiedene öffentliche Fototouren mit anschließendem Wikipedia-Stammtisch statt. Partnerorganisationen sind neben Wikimedia Deutschland das Stadtwiki Pforzheim-Enz und das Kulturamt der Stadt Pforzheim (Denkmalpflege/Stadtlabor).

Druck- und Transportkosten Refugee Phrasebook

Wikimedia Deutschland unterstützte das auf Wikibooks gehostete Refugee Phrasebook bereits während der Entstehungsphase und fördert nun den Druck und Transport zu Hilfsinitativen und Flüchtlingscamps in Deutschland. Der Druck soll zwischen Juni und Oktober stattfinden, nach einem Workshop mit Flüchtlingsvertretern.

3.6.: 10 Jahre WikiProjekt Bremen

Das WikiProjekt Bremen feierte sein zehnjähriges Bestehen und nahm dies zum Anlass für einen außergewöhnlichen Ausflug.

3.–5.6.: GLAM on Tour: Landesmuseum Württemberg 2016

GLAM on Tour war auf Station im Landesmuseum Baden-Württemberg, wobei zahlreiche neue Bilder und Artikel für die Wikimedia-Projekte entstanden und ausgearbeitet worden sind. Details sind auf einer Dokumentationsseite zusammengetragen worden.

7.6.: Technikpool-Workshop

Über den Technikpool von Wikimedia Deutschland werden Freiwilligen Geräte bereit gestellt, um deren ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen. Diese Geräte wurden großteils auf Initiative der Freiwilligen angeschafft und werden zum Teil durch die Community und zum Teil durch WMDE verwaltet und versendet. Zwei mit dem Technikpool vertraute Wikipedianer waren im Juni in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland zu Gast, um die Geräteliste auf den aktuellen Stand zu bringen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen kleinen Einführungskurs zu spezieller Technik zu geben.

11.6.: Fotoprojekt Lyrikmarkt Berlin

Die Wikipedianerin Kritzolina war mit der Kamera auf dem Lyrikmarkt, um dort Fotoaufnahmen der Autorinnen und Autoren für das freie Medienarchiv Commons und die Wikipedia zu machen. Die Bilder wurden in einer Kategorie auf Commons gesammelt. Wikimedia Deutschland unterstützte das Vorhaben mit dem Verleih einer Kamera und Reisekostenerstattungen. Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 29/2016

In der Wikimedia:Woche 29/2016 finden sich drei Stellenausschreibungen von Wikimedia Deutschland. Zudem sucht Dimi Dimitrov, Wikimedian in Brussels und Koordinator der Free Knowledge Advocacy Group EU, neue Hospitantinnen und Hospitanten. In der neuen Podcast-Reihe „Wikistammtisch“ kommen freiwillige Wikipedia-Aktive zu Wort und in Brasilien gibt es erstmals einen Wikipedian in Residence. Außerdem neu: Der Versionsblätterer zur Anzeige aller Bearbeitungskommentare im Diff kommt! Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 28/2016

Die Wikimedia:Woche 28/2016 verweist auf eine Fragerunde an die Kandidierenden für das Funds Dissemination Committee und das Protokoll der 5. Präsidiumsklausur von Wikimedia Deutschland. Außerdem werden derzeit drei Mitglieder für das Simple Annual Plan Grants Committee gesucht. Auch neu in dieser Woche: Die ersten Gewinnerbilder einzelner nationaler Wiki-Loves-Earth-Wettbewerbe stehen fest und Leonhard Dobusch ist neues Mitglied im ZDF-Fernsehrat und möchte dort daran arbeiten, Inhalte der öffentlich Rechtlichen für die Wikipedia nutzbar zu machen. Weiterlesen »

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From Damascus to Berlin: A very special internship at Wikimedia Deutschland

German summary: Alaa Mustafa hat gerade 6 Wochen Praktikum in der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland hinter sich. Der syrische IT-Spezialist flüchtete letzten Sommer vor dem Bürgerkrieg in Syrien nach Deutschland. Während er auf die Mühlen der Bürokratie wartete, bewarb er sich um ein Praktikum bei der Entwicklung von Wikidata. Wir haben ihn zum Ende seines Praktikums zu seinen Erfahrungen befragt. Das Interview fand auf Englisch statt, der Sprache, die Alaa auch in der täglichen Arbeit bei Wikimedia Deutschland benutzte.

Alaa Mustafa just finished six weeks of an internship at the software development department at Wikimedia Deutschland. The Syrian IT specialist came to Germany last summer, fleeing from the war. While he was stuck in bureaucracy, he applied for an internship to become part of the Wikidata team. We asked him about his experience at Wikimedia Deutschland in a short interview as his internship came to an end.

Can you tell me something about your background?

My name is Alaa Mustafa. I was born in Damascus and I am 28 years old. First, I studied in an institute for computer engineering for two years. Then I moved to university and studied for four years, with a major in information technology. Actually, after graduation, I didn’t work in that field. Rather, I was working in a company which sold consumer electronics – pretty much like Media Markt or Saturn here. There I worked in sales, in marketing, and in the business development team.

And then you came to Germany?

Yes, I came to Germany last summer, one year ago.

And what made you apply for an internship at Wikimedia Deutschland?

I’m a newcomer here, so I was looking for ways to integrate – Germany is a new country for me. I searched on websites for jobs in English and there I came across Wikimedia Deutschland. I reached out, got an interview, and then Lydia (product manager of Wikidata) accepted me.

Right now, you’re still waiting for the bureaucracy to sort out everything. Are you allowed to work now?

I may work, but it took a long time to get an approval from the Ausländerbehörde. The Agentur für Arbeit supports me, but right now I’m not allowed to make money through my work.

All in all, did you like the few weeks that you spent with us?

I liked it very much. Back in Syria, I had already heard of Wikimedia, a big organization and a great source for knowledge. I only worked here a bit over a month, for 45 days, but I feel really proud that I was part of this organization.

Let’s talk a bit about what you did here as an intern. I understand that you mostly helped Lydia?

Actually, I was working as an assistent for Lydia. There are many things on Wikidata pages that take a lot of time that Lydia doesn’t always have to do herself – things like updates on events or new features, so I did that.

But I was also asked about the website from the point of view of a user – not as a developer, but as an ordinary user: how does the website look like when a user opens Wikidata for the first time. We talked about possible improvements to the interface. Our UX team at Wikimedia Deutschland is currently working on the user experience and I was able to support them.

Last week you invited your colleagues for Arabic food for dinner. How did that go?

I wanted to have an opportunity to talk to everyone personally. Here, in the office, we always talk about work, but having dinner together gave us a chance to get to know each other personally. It was a very friendly dinner and that evening made me very happy.

I cooked something called Hummus (حُمُّص‎‎) and some rice with chicken. Typical Arabic food – two kinds of Hummus and chicken rice. It’s delicious! But you need to learn how to eat it correctly: with your hands, using bread to scoop it up.

So many people from Syria are now in Germany, I think we’ll soon see high quality Syrian food over here. You can already find good Hummus around Hermannplatz, so it’s a start.

Would you say that there are huge cultural differences regarding the work you did in Damascus and the work here? Or is work in IT the same all over the world?

The management side is definitely different. In Syria, even if your manager is wrong, you should go with him.

Here I feel that everyone can discuss everything freely and is listened to. We have a daily standup meeting where everyone has a chance to say something. I was only here for a little more than a month and I could give an honest critique about aspects of the product and Lydia never told me that I shouldn’t criticize things – rather, she appreciated it and took it as input.

Yes, things are different here. Discussion is very much valued. That makes the work very motivating. Everyone can discuss everything with everyone and it’s a very friendly atmosphere.

Anything else you would like to say? What comes next for you?

I now feel that these 45 days were… how should I say… I’d call it my “golden days” in Germany.

Within the next 10 days, I will start learning German at a school. I already studied German on my own with books, so I’m in a good position, but I really should go to school and take a proper course. That will take about 6 months, 4 hours every day.

After that I will search for work. Let’s see if Wikimedia Deutschland will have openings. But in any case, I’m proud that I was part of this organization and I will always try to keep in touch with you.

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Wikimedia:Woche 27/2016

Der israelische Fernsehsender Channel 2 läd Videos auf Commons, WMUK veröffentlicht seinen Jahresbericht 2015-16 und WMDE den Jahreskompass für das kommende Jahr. Diese und weitere Themen finden sich in der Wikimedia:Woche 27/2017. Weiterlesen »

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Perspektivwechsel

 

Erkenntnisse aus dem internationalen Treffen der GLAM-Koordinatoren auf der Wikimania 2016

Rechts spielende Bambini, links lebhafte Fußballfans beim Achtelfinale der EM und dazwischen fast 20 hochkonzentrierte GLAM*-Koordinatoren der Wikimedia Bewegung. Wir befinden uns circa 900 Meter über dem Meeresspiegel in einer kleinen Bergstadt in der Lombardei (Italien). Für eine knappe Woche lebten mehr als 2000 Menschen in Esino Lario. Denn dort auf der Wikimania versammelten sich ca 1200 Mitglieder der weltweiten Wikimedia-Bewegung, um sich über neueste Trends auszutauschen und innovative Projekte vorzustellen. Aus Schweden, Estland, Finnland und England. Aus Spanien, Baskenland, Frankreich, Deutschland, Belgien, Niederlande, Schweiz, und vermutlich habe ich auch noch einige Länder in der Aufzählung vergessen, kamen viele derjenigen, die sich beruflich oder ehrenamtlich damit beschäftigen, für mehr #wikiGLAM in den Wikimedia-Projekten zu sorgen. Denn natürlich sind Gemälde, Archivalien, museale Objekte und Bücher – genauer ihre digitalen Derivate – von großer Bedeutung für alle Wikimedia-Projekte. Via Wikimedia-Commons sollen Bilder aus den GLAM-Sammlungen Wikipedia-Einträge veranschaulichen und attraktiver gestalten. Daten zum kulturellen Erbe aus den Museen und Archiven sollen Wikidata-Einträge vervollständigen. Buchscanns werden für den Ausbau von Wikisource gebraucht. Freiwillige und Funktionäre fackeln nicht lange, wenn eine Museumstür sich ihnen öffnet. Wir wissen, was wir wollen.

In einer Pariser Galerie: Der Wunsch sich das Schöne anzueignen. Photo von Valfex [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Die Blickrichtung tauschen

Aber nach circa fünf Jahren GLAM-Arbeit ist es Zeit sich zu fragen, wie können wir besser werden? Wie kann es uns gelingen, noch besser zusammenzuarbeiten? Wie können wir besser miteinander lernen? Es ist ein guter Moment diese Fragen zu stellen. Denn erst vor Kurzem hat die Trägerin aller Wikimedia-Projekte, die Wikimedia Foundation, Alex Stinson als Wiki-GLAM-Strategen eingestellt. Er wird uns in Zukunft dabei unterstützen und antreiben, Antworten auf die obigen Fragen zu finden.

Doch schon zwischen Bambini und Fußball wurde mir eines in Esino Lario ganz deutlich. Wir brauchen einen Perspektivwechsel. Und während ich noch die letzten Krümmel der Wikimania-Kekse genieße, möchte ich diesen Wechsel kurz skizzieren. Wir müssen uns in Zukunft noch stärker an den Bedarfen der GLAM-Institutionen orientieren. Nur so werden wir erreichen, was wir wollen. Da wir ja genau wissen, was wir brauchen, suchen wir nach den Möglichkeiten es zu bekommen. Denn wer gibt nicht gern, wenn er dabei gewinnt? Seit den Pionierzeiten von Wikipedia hat sich die Welt ein Stück weit verändert. Vielen Museumsdirektorinnen und Archivleitern, führenden Bibliothekarinnen und Kuratoren ist inzwischen klarer, die digitale Welt ist keine Parallele zur Realität, sondern ein Teil von ihr geworden. Sie wissen, dass ihre Besucher und vor allem ihr Nicht-Publikum jährlich mehr Zeit mit mobilen Computern verbringt und erwartet, im Netz möglichst personalisierte Angebote zu finden, die es weiter nutzen kann. Die Welt fände in der hohlen Hand Platz.** Ein Bild von der württembergischen Krone per Snapchat verändern, kommentieren und raus in den Orbit der digitalen Freundschaften schicken, eine App herunterladen, die mir beim Spaziergang durch Berlin, die Standorte zu Hans Baluscheks Gemälden anzeigt natürlich mit einer Ansicht des jeweiligen Gemäldes. Eine One-Minute-Skulptur von Erwin Wurm auf Twitter teilen, ein Foto vom Besuch einer Pariser Galerie oder Bilder einer Modeausstellung in einen Blogpost einbinden können. Das sind heute nicht nur für digital natives selbstverständliche Handlungen, wenn auch, wie wir gesehen haben, nicht immer als legal angesehene. Aber soll man solche Nachnutzungen überhaupt ermöglichen? Und wie macht man das? Weiterlesen »

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