Wikimedia:Woche 49/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche 49/2013 =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Foundation (WMF) erwirkt Urteil am OLG Stuttgart

In einem Blogpost feiert die WMF ein Gerichtsurteil des OLG Stuttgart als Sieg für die Meinungsfreiheit, in dem es um umstrittene Äußerungen in einem Personenartikel der deutschsprachigen Wikipedia ging. Der Kläger hatte auf die Entfernung gleich mehrerer Passagen bestanden, von denen das Gericht jedoch nur einen Teil als unzulässig wertete. Die Behauptung der WMF, erstmals sei damit auch das Haftungsprivileg von Wikimedia als Host Provider von einem deutschen Gericht gerichtlich bestätigt worden, ist insofern nur halb zutreffend, als Wikimedia Deutschland (WMDE) ähnliche Grundsatzurteile bereits in der Vergangenheit – etwa am LG Köln 2008 oder am LG Hamburg 2010 – erwirkt hat. Im Hinblick auf den deutschen Rechtsraum wird für den rechtsicheren Betrieb der Wikipedia die Frage spannend werden, inwieweit das Prinzip der Störerhaftung, die der BGH in seinem Blogspot-Urteil vom 25.10.2011 mit „zumutbaren Prüfpflichten“ verband, in Zukunft ausgestaltet wird. Im schwarz-roten Koaltionsvertrag finden sich dazu nur vage Ankündigungen.

Wikimedia Deutschland wählt neues Präsidium Weiterlesen »

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Niemand hat die Absicht, einen Selbstläufer zu entwickeln: PSI-Hearing in Luxemburg

Am 26. Juni 2013 wurde die Richtlinie 2003/98/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. November 2003 über die Weiterverarbeitung von Informationen des öffentlichen Sektors (Freunde sagen dazu PSI-Richtlinie) geändert. Die neue Richtlinie muss spätestens bis Juli 2015 in nationales Recht der EU-Mitgliedsstaaten überführt werden. Ziel dieser Richtlinie ist es, die Informationen des Öffentlichen Sektors weiterverwendbar zu machen – sowohl für gewerbliche als auch für nichtgewerbliche Zwecke. Mit den Änderungen der Richtlinie im Jahr 2013 gibt es nun auch spezielle Vorgaben zur Wahl offener, maschinenlesbarer Formate und die Verwendung von Portalen für die proaktive Bereitstellung dieser Informationen.

Am 25. November fand in Luxemburg eine Anhörung der Europäischen Kommission zu einigen Fragen der Umsetzung dieser Richtlinie statt, an der Dimitar Dimitrov, Wikimedias Mann in Brüssel, und Mathias Schindler von Wikimedia Deutschland teilgenommen haben. Zeitgleich endete eine Konsultation der Kommission, in der um Stellungnahmen durch die Öffentlichkeit gebeten wurde, insbesondere was die Verwendung von Standardlizenzen (z.B. Creative Commons) betraf. Die Ergebnisse dieser Konsultation sind noch nicht veröffentlicht, es wurden auf dem Hearing in Luxemburg einzelne Vorabergebnisse herumgereicht.

Die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht ist eine Chance für die freie Nachnutzbarkeit staatlicher Werke, denn die PSI-Richtlinie definiert nur die Mindestanforderungen. Jeder Nationalstaat kann anwendungsfreundlichere Regelungen schaffen, die über die Anforderungen der Richtlinie hinausgehen. Zweitens gibt es einige Begriffe in der Richtlinie, die erst noch mit Leben gefüllt werden müssen: Was genau sind offene Formate, ab wann genau ist ein Format maschinenlesbar (und ja, Artikel 2 Absatz 6 und 7 helfen nur bedingt bei der Begriffsklärung). Nach Artikel 6 PSI-Richtlinie sind die zulässigen Gebühren auf die durch die Reproduktion, Bereitstellung und Weiterverbreitung verursachten Grenzkosten beschränkt. Nahezu alle Experten gehen davon aus, dass diese Formulierung in der Praxis bei einer Internetbereitstellung dazu führen wird, dass Gebühren insgesamt unzulässig sind oder sie so gering sein werden, dass es betriebswirtschaftlich unsinnig wäre, sie einzufordern.

Eine Besonderheit sind Einrichtungen des kulturellen Sektors, die von der Grenzkostenrechnung ausgenommen sind, aber immerhin ihre Kostenrechnung offenlegen müssen, nach der sie die Nachnutzung erlauben. Auch hier gibt es noch keine Einigung bei der Frage, wie eine solche transparente, objektive und nachprüfbare Kostenrechnung aussehen mag. Auf der Anhörung erhielten wir die Gelegenheit, im Rahmen einer „Intervention“ auf die derzeitge Kostensituation und die derzeitigen verschwindend geringen Einnahmen bei der Nachnutzung staatlicher Werke hinzuwiesen. Dies ist insbesondere deshalb relevant, weil Artikel 6 Absatz 2 a öffentliche Stellen privilegiert, zu deren Auftrag das Erzielen von Einnahmen gehört. Unseren Zahlen nach ist so etwas in Deutschland flächendeckend nicht der Fall.

Wikimedia Deutschland wird diesen Konsultationsprozess und die Umsetzung der PSI-Richtlinie in nationales Recht aktiv begleiten. Wir sehen hier große Chancen für die Verbesserung der Gesamtsituation: Staatliche Werke sollen frei nachnutzbar werden, die PSI-Richtlinie kann dazu einen wichtigen Beitrag liefern.

 

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Dualität im Denken – Auf welche Barrieren der digitale Zugang zu kulturellem Erbe trifft

“Gäbe es keine öffentlichen Museen, keine Archive und Bibliotheken, die Verantwortung übernehmen für unser kulturelles Erbe, die mit viel Einsatz die Zeugnisse unseres kulturellen Schaffens bewahrt hätten und bewahren, wäre unsere Welt heute sehr viel ärmer.” Paul Klimpel, ehemaliger Geschäfstführer des Netzwerkes Mediatheken und heute Leiter des iRights.Lab Kultur, muss sich zu einer solchen Emphase nicht umständlich durchringen. Aus eigener Erfahrung weiß er, wie die Aufgabenvielfalt und der Anpassungsdruck den Gedächtnisinstitutionen gegenwärtig zusetzt. Da scheint es durchaus geboten, auch einmal Respekt und Dank zu zollen.

Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe zu übernehmen – das war zum dritten Mal das Motto der jährlich stattfindenden Konferenzreihe “Zugang gestalten” im Jüdischen Museum Berlin. Dass das kulturelle Erbe in einer höchst digitalen Zeit nicht bewahrt, sondern auch für möglichst viele Menschen einfach zugänglich gemacht werden muss, darüber waren sich sicher alle der mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig. Wie dieser Zugang aussehen könnte, was er im Idealfall leisten soll und wofür er genutzt werden kann, darüber sollte auf der zweitägigen Veranstaltung diskutiert werden. Dazu waren 24 Referentinnen und Referenten aus den verschiedensten Bereichen geladen: aus der Museumswelt, der Rechtsberatung, Vertreter von kommerziellen Diensten und aus der Zivilgesellschaft.

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Brainstorming über Vielfalt in der Wikipedia – Gedanken zum Thema Edit-a-thons

Dies ist ein Gastbeitrag von John Andersson, Projektmanager bei Wikimedia Sverige (Schweden), der an der Wikimedia Diversity Conference 2013 in Berlin teilgenommen und dort über thematische Edit-a-thons referierte. Dieser Beitrag ist aus dem Englischen übersetzt und wurde auch im Blog der Wikimedia Foundation veröffentlicht (dort auf englisch, schwedisch und deutsch).

 

Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit, im Rahmen einer Kooperation von  Wikimedia Sverige und Europeana, mit der wir neue Kooperationen eingehen und unsere Erfahrungen mit GLAMs und zwischen den Chaptern austauschen, an der Wikimedia Diversity Conference in Berlin teilzunehmen.

Menschen aus aller Welt kamen in Berlin zusammen, um gemeinsam zu überlegen, wie man die Vielfalt in unseren Projekten steigern kann, Bild von Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Bei dieser hervorragend organisierten Veranstaltung (Chapeau WMDE,  WMF,  WMUK und WMNL für die harte Arbeit!) hielt ich eine kurze Präsentation mit anschließendem Workshop zum Thema thematische Edit-a-thons und wie wir, die Wikimedia-Bewegung, diese nutzen können, um die Partizipation bislang unterrepräsentierter Gruppen in der Wikipedia zu fördern. Wir haben in Schweden bereits drei solcher Events durchgeführt, bei denen wir uns darauf konzentriert haben, gezielt Frauen dazu zu motivieren, mitzumachen. Dabei wurden Artikel über Themen wie Frauengeschichte, Wissenschaftlerinnen oder Mode verfasst. Solche thematischen Edit-a-thons unterscheiden sich von „normalen“ Edit-a-thons, die keinen spezifischen thematischen Schwerpunkt haben, dahingehend, dass man innerhalb kurzer Zeit viel qualitativ hochwertigen Inhalt in eher „schwachen“ Themenfeldern in der Wikipedia generieren kann. Weiterlesen »

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Gratulation! Das neue Präsidium von Wikimedia Deutschland (und mehr)

Am 30. November fand in Berlin die 13. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Auf der Tagesordnung standen neben der Verabschiedung des Jahresplans 2013, der Entscheidung über die Zukunft des früheren Community-Projektbudgets und weiterer Themen vor allem die Wahl des ehrenamtlichen Präsidiums. Nach einem Jahr Amtszeit des gesamten Gremiums blickte Ralf Liebau als Vorsitzender auf das Erreichte zurück. Details hierzu, zu einzelnen Kandidaten und Ergebnissen, zu allen Anträgen sowie zu Beschlüssen, werden im kommenden Protokoll der Versammlung nachzulesen sein. In diesem Beitrag geht es zunächst um alte Bekannte und neue Köpfe. Ein herzlicher Glückwunsch an das gewählte Präsidium:

Vorsitzender

  • Nikolas Becker

Stellvertretende Vorsitzende

  • Anja Ebersbach
  • Tim Moritz Hector

Schatzmeister

  • Steffen Prößdorf

Beisitzer

  • Jürgen Friedrich
  • Markus Glaser
  • Sebastian Wallroth
  • Ralf Bösch
  • Robin Tech
  • Jens Best

Nikolas Becker folgt damit Ralf Liebau als Vorsitzender nach, der wie die Beisitzer Martin Rulsch und Manuela Kanneberg sowie die Stellvertretende Vorsitzende Delphine Ménard nicht erneut zur Wahl antrat. Diesen Vier, die wie alle Mitglieder des vorangegangenen Präsidiums auf der Veranstaltung verabschiedet wurden, sei auch an dieser Stelle noch einmal besonders für Ihr Engagement im letzten Jahr gedankt!

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Monatsbericht November 2013

Wie zu Beginn jedes neuen Monats folgt hier eine gemeinschaftlich erstellte Zusammenfassung der Aktivitäten von Wikimedia Deutschland. Am vergangenen Samstag, den 30.11., fand in Berlin außerdem die 13. Mitgliederversammlung des Vereins statt. Auf dem Programm stand unter anderem die turnusgemäße Wahl des Präsidiums. In den nächsten Tagen folgt ein Rückblick auf die Veranstaltung und Details zur Wahl sowie zu weiteren Themen. Hier nur in Kürze der Glückwunsch an alle Gewählten: Zum Vorsitzenden des Präsidiums wurde Nikolas Becker gewählt, seine Stellvertreter sind Anja Ebersbach und Tim Moritz Hector. Als Schatzmeister wurde Steffen Prößdorf bestätigt, ebenso die Kassenprüfer Olaf Kosinsky, Daniel Baur, Holger Motzkau und Thomas Goldammer. Die sechs Beisitzer des Präsidiums sind Jürgen Friedrich, Markus Glaser, Sebastian Wallroth, Ralf Bösch, Robin Tech und Jens Best. Herzlichen Glückwunsch! Ergebnisse und Weiteres folgt wie gesagt.

Michael Jahn

TEAM COMMUNITYS

Förderprogramme

Die wohl größte ehrenamtliche Veranstaltung im November, die WikiCon in Karlsruhe, durfte Wikimedia Deutschland organisatorisch und finanziell mit unterstützen. Rund 200 Aktive der Wikimedia-Projekte und weiterer Projekte Freien Wissens, allen voran der Wikipedia, trafen sich in Karlsruhe. Neun der 46 festen Workshops, denen ein Barcamp folgte, wurden unter Beteiligung von Angestellten von Wikimedia Deutschland zusammen mit Community-Mitgliedern durchgeführt.

Für das von Freiwilligen im Rahmen der WikiCon durchgeführte Motivationsprojekt 2013, zur Ehrung von Wikipedianern, die sich im Bereich Motivations- und Anerkennungskultur verdient gemacht haben, werden vom Team Communitys Buchpreise an insgesamt 14 Gewinner versendet.

Direkt im Anschluss fand das Landtagsprojekt Nordrhein-Westfalen statt. Die Ergebnisse der nachhaltigen Fotografierveranstaltung sind auf Wikimedia Commons zu finden und bald auf der Wikipedia-Ergebnisliste zu sehen.

Für den in Deutschland komplett von Freiwilligen organisierten weltgrößten Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments hat Wikimedia Deutschland die 100 Preisträger mit Sachpreisen ausgezeichnet. Für Wiki Loves Monuments Sachsen wurden die drei Hauptpreise ausgelobt.

Bereits vorher tagte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland die Jury des 19. Schreibwettbewerbs. Auch hier wurde ein Preis ausgelobt: ein Sprachkurs in Portugiesisch.

Der SPD-Bundesparteitag wurde, unterstützt durch den Verein, dokumentiert, ebenso der Parteitag der CSU in München.

Bereits in den ersten Tagen des Novembers wurden Fotoexkursion und Schreibwerkstatt in der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften gefördert.

Mit dem Offenen Editieren fand am 28. November die erste Veranstaltung in den neuen Räumen von Wikimedia Deutschland am Tempelhofer Ufer 23-24 statt.

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Liveblog: Zugang Gestalten – Tag 2

Guten Morgen. Ich begrüße Euch zum zweiten Tag der Konferenz Zugang gestalten. Paul Klimpel begrüßt das Publikum im Saal und an den Empfangsgeräten.

Das erste Eröffnungsstatement des Morgens hält Pavel Richter, den Lesern des Blogs als Vorstand von Wikimedia Deutschland bekannt.

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Wikimedia:Woche 48/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.
 
Kürzlich haben wir auf der WikiCon in Karlsruhe Feedback zur Gestaltung und zum Umfang der Wikimedia:Woche eingeholt. Eine Anregung war, aufgrund der Länge die Unterkategorie „Berichte“ wegzulassen. Diesen Vorschlag haben wir bereits in dieser Ausgabe umgesetzt. Gern möchten wir euch aufrufen, uns weiteres Feedback zur Wikimedia:Woche zu geben. Wie können wir die Wikimedia:Woche besser gestalten? Welche Inhalte findet ihr gut, welche kann man weglassen, was würdet ihr euch (zusätzlich) noch wünschen, bzw. was fehlt euch? Auf eure Ideen, Anregungen und Vorschläge sind wir gespannt.
 
Wir freuen uns außerdem auf eure Themen für die nächste Wikimedia:Woche, die ihr, wie immer, hier eintragen könnt!

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche 48/2013 =

Empfehlungen des Funds Dissemination Committee (FDC) an das Kuratorium der Wikimedia Foundation (WMF) für die erste Runde 2013-2014 veröffentlicht

Das FDC hat seine Empfehlungen an das Kuratorium (Board of Trustees) der WMF am vergangenen Wochenende veröffentlicht. Elf Wikimedia zugehörige Organisationen haben in der ersten Runde Gelder über das FDC beantragt. Das Kuratorium wird nun bis zum 01. Januar 2014 eine endgültige Entscheidung über die Zuteilung der Mittel treffen.

Anerkennung Wikisource Community als Wikimedia-Nutzergruppe

Die Wikisource Community wurde als Wikimedia-Nutzergruppe (englisch: user group) anerkannt. Ihr Ziel ist es, die Wikisource-Community bei der internationalen Kommunikation zu unterstützen, dazu zählen Outreach-Aktivitäten zu externen Gruppen, die Koordiation der Entwicklung von Software Tools und die Unterstützung beim Fundraising nach Bedarf der Mitglieder. Sie ist damit die siebte, anerkannte Wikimedia-Nutzergruppe.

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Liveblog: Zugang Gestalten

Guten Morgen,

mein Name ist Mathias Schindler, ich bin Projektmanager bei Wikimedia Deutschland und habe heute die besondere Freude, von der Konferenz „Zugang gestalten!“ zu bloggen. Wer die volle Dosis Konferenz geniessen möchte, kommt um den Besuch  der Konferenz im Jüdischen Museum Berlin nicht umhin. Allen anderen ist die Teilnahme via Livestream nahegelegt.

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Deutschland soll digitales Kulturland werden*

Als wäre es so geplant gewesen. Pünktlich zum Beginn der Konferenz “Zugang gestalten”  morgen in Berlin, verabschieden die Regierungsparteien ihren Koalitionsvertrag und bekennen sich darin zur unbedingten Digitalisierung des Kulturellen Erbes, um es für die kommenden Generationen zu sichern: Deutschland soll digitales Kulturland werden  (dort S. 138ff). Was heißt das konkret für die Museen, Bilbliotheken und Archive? Was bedeutet das für Wikipedia und die anderen Wikimedia-Projekte? Wird künftig das gesamte kulturelle Erbe frei zugänglich sein?

Zugang ist nicht gleich Zugang

Morgen startet unter der Leitung von Paul Klimpel die Konferenz „Zugang gestalten“ im Jüdischen Museum in Berlin: #ke13.

Seit Monatsbeginn stehen auf  Wikimedia Commons 19 Mio. Dateien zur Verfügung. Diese Zahl übertrumpfte vor einigen Tagen das europäische Kulturportal EUROPEANA mit 30 Mio. Einträgen.  Es gibt da allerdings einen wesentlichen Unterschied: Die Dateien auf Wikimedia Commons sind dank einer konsequenten Lizenzpolitik frei zugänglich und nachnutzbar. Auf Wikimedia Commons werden überwiegend CC-BY und CC-BY-SA-Lizenzen verwendet. Sie gehören zu den nach OSI bzw. OKD zugelassenen freien Lizenzen. Jede Wikimedia-Commons-Datei, ob Foto-, Audio- und Videodatei oder ganze Schriftsätze können so in Büchern, Blogs oder anderen Publikationen wie auch der Wikipedia weiterverwandt werden, ohne dass der Benutzer sich die Genehmigung beim Urheber erst umständlich einholen muss. Wissen kann sich so viel rascher verbreiten. Deshalb tun wir es ja auch.

Ins Netz gegangen, aber noch nicht nass

Davon sind viele Kultur- und Gedächtnisinstitutionen (Kurzfom GLAM für Galleries, Liberaries, Archives and Museums) in Deutschland noch weit entfernt. Zwar hat die Digitalisierung der Bestände schon in vielen Häusern begonnen oder ist sogar schon im Wesentlichen abgeschlossen, aber jetzt stellt sich die Frage, wie mit den digitalisierten Werken umgegangen werden soll. Natürlich möchte man mit seinen Beständen an die Öffentlichkeit, aber gleichzeitig will man auch nicht die Kontrolle über sie verlieren. Wenn Interesse an den Beständen besteht, bedeutet das nicht auch, dass man mit ihnen Geld verdienen kann? Seit Jahrhunderten sammeln, forschen, bewahren und vermitteln die GLAM-Institutionen ihren Besuchern unser kulturelles Erbe. Haben wir als Besucher nicht oft den Eindruck, wenig mehr als gelitten zu sein? Dabei sind es unsere Steuermittel, die die Arbeit der Kultureinrichtungen erst ermöglichen. Jetzt könnten die Museen die Richtung umkehren. Das Museum kann zu jedem von uns nach Hause kommen: individuell, nach Bedarf und als Angebot mitzugestalten, quasi auf Besuch beim Besucher. Unser Beitrag auf der Konferenz ist eine Einladung: Kommt mit Euren Schätzen zu uns.

Nicht in Berlin und trotzdem live dabei

Die Konferenz wird live mitgeschnitten und übertragen. Der Link zum Livestream wird morgen auf der Startseite der Konferenz aktiviert sein. Unser “fliegender” Reporter Mathias Schindler (@presroi) kommentiert live auf dem Wikimedia Deutschland Blog das Geschehen. Unter dem Hashtag #ke13 kann man auf Twitter der Konferenz folgen. Wir wünschen allen analogen und digitalen Teilnehmern viel Spaß auf der Konferenz.

*Abgewandeltes Zitat aus dem Koalitionsvertrag (S.136)

 

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