VoxPopuli.csv (Gebt die Daten frei, liebe Kommission)

Am 5. März endete die Konsultation der Europäischen Kommission zur Reform des Urheberrechts, an der sich nach letzter Zählung 11.117 (juristische und natürliche) Personen beteiligt haben, darunter auch die Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland. Innerhalb der Kommission findet nun die Auswertung der Antworten auf die insgesamt 80 Fragen statt, am Ende wird es eine Auswertung und ein Weissbuch zu Handlungsoptionen im Bereich Urheberrecht geben. Wikimedia Deutschland und andere NGOs haben bei der für die Konsultation federführenden Generaldirektion für den Binnenmarkt angeregt, die Rohdaten der Konsultationsantworten so schnell wie möglich als Open Data-Paket zur Verfügung zu stellen, um ebenfalls Auswertungen vornehmen zu können. In einer ersten Reaktion kam von der Generaldirektion eine Zusage, dies umzusetzen:

Heute hat Copyright for Creativity, eine bunte Koalition aus europäischen Bürgerrechtsorganisationen, Wissenschaftlern und insbesondere Bibliothekaren in einem offenen Brief an Präsident Barroso und Kommissiar Barnier nachgelegt und die Forderung nach einer zeitnahen Veröffentlichung aller Einsendungen (die nicht der zulässigen vertraulichen Konsultationsteilnahme unterliegen) bekräftigt.

Wer in der Zwischenzeit schon einen Einblick über die breit gefächerten Meinungen der Konsultationsteilnehmer erlangen möchte, kann sich mit einer punktgenauen Google-Anfrage behelfen. Diese Auswahl ist nicht repräsentativ und deckt bislang nur einen kleinen Anteil der Einreichungen ab, die zusätzlich auch schon an anderer Stelle veröffentlicht wurden. Es ist kein Ersatz für den frühzeitigen Zugang zu den eigentlichen Konsultationseinreichungen.

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Europe goes OER! Welchen Weg geht Deutschland?

Eine Veranstaltung von Wikimedia Deutschland in Kooperation mit dem Internet & Gesellschaft Collaboratory mit Jöran Muuß-Merholz und Professor Fred Mulder am 3. April 2014.

Wie „open“ sind deutsche Schulen? Bild: Rupert Ganzer CC-BY-SA 2.0 via flickr.com

Die Debatte um Freie Lehr- und Lernmaterialien intensiviert sich. Unter der Überschrift Open Educational Resources (OER) erscheinen fortlaufend neue Publikationen in Form von Broschüren oder Handreichungen. Die erste deutsche OER-Konferenz im Herbst 2013 zeigte die vielfältigen Akteurinnen und Akteure, Auseinandersetzungen und Aktivitäten. Dennoch scheint Deutschland den Anschluss zu verpassen, wenn man die Aktivitäten anderer europäischer Länder als Maßstab nimmt.

Für uns Grund genug, eine aktuelle Bestandsaufnahme zu OER vorzunehmen. Wir laden Sie herzlich am 3. April um 18:30 Uhr ein, mit uns gemeinsam einen Blick auf den aktuellen Stand der Entwicklungen in Deutschland und Europa zu werfen.

Datum: 3. April 2014

Uhrzeit: ab 18:30 Uhr

Ort: Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23/24, 10963 Berlin

Anmeldung: Hier

Eintritt: Frei

Livestream: Ihr könnt die Veranstaltung hier live mitverfolgen: http://youtu.be/T98zGYVS26M

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MS Offene Wissenschaft – Digital Unterwegs für Freies Wissen

Als offizieller Partner des Wissenschaftsjahres 2014 zum Thema Digitale Gesellschaft ist Wikimedia Deutschland in Kooperation mit der Open Knowledge Foundation Deutschland mit einem Exponat auf der MS Wissenschaft beteiligt, deren Austellung dieses Jahr den Titel Digital Unterwegs trägt. Beide Organisationen wollen damit auf die Bedeutsamkeit von Freien Inhalten in der Wissenschaft, aber auch im Alltag aufmerksam machen. Dies ist ein Gastbeitrag von Daniel Mietchen, Wissenschaftler am Museum für Naturkunde in Berlin und aktiver Wikimedianer, der die Konzeption des Exponates begleitet.

MS Wissenschaft 2014“, Wissenschaft im Dialog, CC BY 3.0

Bei Hochwasser ist es für Anwohner, Kommunen und die Katastrophenschutzorganisationen wichtig, regelmäßig aktualisierte Pegelstände einsehen zu können, wie hier für Dresden. Zu Pegelspitzenzeiten besteht auch erhöhter Bedarf an teils sehr detaillierten Modellrechnungen, die zum Beispiel mögliche Deichbrüche einkalkulieren, um Hilfsmaßnahmen vorbereiten, trainieren und durchführen zu können. Bei Pegelspitzen gemessene Durchflusswerte wiederum dienen als Anhaltspunkte für langfristige Planungen hinsichtlich des Hochwasserschutzes wie den Bau oder Rückbau von Dämmen.

Da all dies so offensichtlich nützlich ist, liegt es nahe, dass mit öffentlichen Geldern erhobene Daten – ob zu Verwaltungs-, Verkehrs- oder Wissenschaftszwecken – routinemäßig öffentlich verfügbar sein sollten. Das ist bisher allerdings kaum der Fall, und insbesondere echtzeit-nah veröffentlichte Daten sind eine Ausnahme. Noch seltener sind Datensätze frei nachnutzbar – zum Beispiel, um Pegelstände mit Niederschlagsmessungen oder Immobilien- mit Verkehrsdaten zu kombinieren.

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Wikimedia:Woche 03/2014

Willkommen zur dritten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn ihr über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stoßt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasst einen Hinweis in der nächsten Woche! Ihr könnt entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn ihr Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen habt, meldet euch gerne in den Kommentaren.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 3/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Lyzzy über das was sie antreibt

Lyzzy erläutert in ihrem Blog, warum sie sich die Mitarbeit im Board eigentlich antut und was an dieser Tätigkeit Freude machen kann.

Offizielle Ernennung der WMF-Kuratoriumsmitglieder durch ihre Partnerorganisationen gestartet

Auf dem Meta-Wiki ist die Kandidaturseite für Kuratoriumskandidatinnen und Kandidaten online gegangen, die durch Partnerorganisationen der WMF ernannt werden.

Alice Wiegand bloggt über die Rolle ehrenamtlicher Aufsichtsgremien in Wikimedia-Organisationen

Alice Wiegand bloggt im WMF-Blog über die Rolle und interne Struktur ehrenamtlicher Aufsichts- und Kontrollgremien in Wikimedia-Organisationen und die Rolle des Board Governance Committees der WMF.

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Monster unterm Bett? Wir kümmern uns lieber um die im Urheberrecht

Prof. Dr. Katharina de la Durantaye, Foto: Katja Ullrich (WMDE) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Warum darf ein Foto des Eiffelturms nur verbreitet werden, wenn es tagsüber aufgenommen wurde? Warum prangt auf den Digitalisaten jahrhundertealter Bücher ein ©-Symbol der einscannenden Bibliothek? Warum ist dieses Video in meinem Land leider nicht verfügbar? Diesen und anderen Fragen widmet sich die neue WMDE-Veranstaltungsreihe „Monsters of Law„. Wir möchten uns gemeinsam mit Wikipedianerinnen, Wikipedianern und Fachleuten juristischen Themengebieten nähern, die für die Wikimedia-Projekte relevant sind: Urheberrecht, Datenschutz, Haftungsrecht und allem, wo sich sonst noch “Monsters of Law” verstecken.
Immer mehr Menschen stoßen heute in ihrer Arbeit in verschiedenen Gebieten auf Fragestellungen, die auch versierte Juristinnen und Juristen nicht ad hoc beantworten können. Viele Bereiche, gerade im Urheberrecht, sind derart komplex und individuell abhängig von vielen verschiedenen Aspekten gestaltet, dass kaum jemand bereit ist, sich damit auseinanderzusetzen, geschweige denn, alternative Lösungen zu diskutieren. Gerade dies wäre jedoch nötig, um ein modernes, praxisorientiertes Urheberrecht mitzugestalten.

Die Wissenschaftsschranke – oder: Was darf ich morgen in der Uni kopieren?

Die Premiere der Reihe fand am 20. Februar in den neuen Büroräumen von Wikimedia Deutschland statt, als Referentin zum Thema „Die Wissenschaftsschranke – Freies Wissen für die Wissenschaft?“  hatten wir das große Glück, Prof. Dr. Katharina de la Durantaye zu gewinnen, Juniorprofessorin für Bürgerliches Recht und Rechtsvergleichung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Urheberrecht sind Ausnahmen von der Regel vorgesehen, dass der Urheber allein entscheidet, was mit seinem Werk geschieht. Für den Wissenschafts- und Forschungsbereich gibt es hierfür sogenannte Schrankenregelungen, die etwa vorgeben, welcher Anteil an Material in Lehrveranstaltungen an Universitäten zugänglich gemacht werden kann. Im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung wurde die Einführung einer Wissenschaftsschranke nun festgeschrieben. Gespannt warten wir jetzt darauf, wie diese ausgestaltet werden sollte, welche bisherigen einzelnen Schranken sie ablösen soll und ob sie das auch noch im Rahmen der bisherigen Urheberrechts-Richtlinie der Europäischen Union schafft.

Die von Katharina de la Durantaye vorgestellte Studie zeigte interessante Formulierungsvorschläge und Varianten, die mehr Flexibilität und größere Spielräume im Wissenschaftsbereich einräumen könnte, ohne die von der EU-Urheberrechtsrichtlinie vorgegebenen Grenzen zu verlassen. Besonderes Augenmerk galt dabei der Vereinheitlichung der Sprache und der Verwendung gleicher Begriffe für gleiche Sachverhalte. Unser Konzept für den Abend sah einen dreißigminütigen Vortrag und eine ebensolange Diskussionsrunde vor.

Foto: Katja Ullrich (WMDE) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Der zweite Teil dieser Planung konnte erfolgreich gesprengt werden. “Das Wissen ist doch da! Das ist doch schon frei, es muss nur verbreitet werden!” ruft es aus dem Publikum, als die Aufmerksamkeit

vom Wortlaut einer solchen Schranke auf die Interessen der Akteure, beispielsweise der wissenschaftlichen Buchverlage, wandert. Das Publikum, größtenteils Fachleute, diskutierte qualifiziert und lebhaft die Formulierungsvorschäge. Nicht alle Teilnehmenden waren bereit, sich von den  eng gesetzten Grenzen der InfoSoc-Richtlinie behindern zu lassen. Anstatt eine Wissenschaftsschranke mit dem bestehenden Urheberrecht in Einklang zu bringen, müsse man die Feder am Schrankenkatalog auf europäischer Ebene ansetzen – was angesichts der sich abzeichnenden Novelle dieser Richtlinie durchaus eine lohnenswerte politische Strategie sein kann. Im Anschluss an die teils hochdetaillierte Diskussion gingen die Gespräche bei Wein und Brezeln bis in den späten Abend weiter.

1 Monster down, 20983 to go.

Unmittelbar nach der Veranstaltung haben wir die ersten positiven Rückmeldungen sowie Tipps für weitere Themen und Wünsche für die kommenden Veranstaltungen erhalten. Wir werden als erstes den Wunsch nach einer Videodokumentation umsetzen, um auch interessierten Nicht-Berlinerinnen und Berlinern die Monster-Veranstaltungen in Zukunft nicht vorzuenthalten.

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Monatsbericht Februar 2014

TEAM COMMUNITYS

Förderprogramme

Zu Beginn des Monats wurden die Ergebnisse des Workshops Förderrichtlinien vorgestellt. Die neuen Richtlinien wurden in einem transparenten Prozess von der Community erarbeitet. Sie dienen nicht als detailgenaues Regelwerk, sondern bilden einen Rahmen, innerhalb dessen sich Ideen möglichst frei und produktiv entfalten können.

In der ersten Februarwoche fand das Foto- und Autorenprojekt Wiki loves parliaments mit 50 Teilnehmern aus acht europäischen Ländern im Europäischen Parlament statt. Wikimedia Deutschland förderte die Teilnehmer aus Deutschland mit dem Verleih von Technik, Kostenübernahmen für deutschsprachige Community-Mitglieder und der Community-Versicherung. Dabei entstanden Fotoaufnahmen von 319 Mitgliedern des Europaparlaments, sowie von Mitgliedern der Kommission. Von Montag bis Donnerstag wurde an drei Blitzstationen und mehreren Autorenplätzen täglich 13 Stunden gearbeitet.

Ralf Roletschek, CC-BY-3.0 via Wikimedia Commons

Im Rahmen des von Wikimedia Deutschland geförderten Landtagsprojekts wurden am 19. und 20. Februar ebenfalls freie Foto- und Videoaufnahmen von Politikern, diesmal im rheinland-pfälzischen Landtag, aufgenommen und anschließend auf Commons zur Verfügung gestellt.

Am 22. und 23. Februar trafen sich Fotografen des Festivalsommers zu einem Workshop in Essen. Wikimedia Deutschland übernahm die Kosten für Räume und Verpflegung und erstattete auf Anfrage die Reisekosten der Teilnehmer.

Absolut sehenswert: Zur Sprengung des AfE-Turms in Frankfurt am Main, bekam ein Freiwilliger eine spezielle Kamera zur Verfügung gestellt, mit der eine freie Aufzeichnung in Zeitlupe aufgenommen werden konnte.

Neben sechs Literaturstipendien und drei eLitstip-Verlängerungen, wurden im Februar auch Software-Stipendien an sechs aktive Wikimedia Commons-Fotografen für spezielle Bildbearbeitungssoftware vergeben. Weiterlesen »

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Die letzten Stunden der Urheberrechtskonsultation

Am morgigen 5. März endet die (inzwischen verlängerte) Frist zur Beantwortung der 80 Fragen der Generaldirektion für den Binnenmarkt der Europäischen Kommission zur Überarbeitung des Urheberrechts. Nach unseren letzten Informationen haben bereits 8000 Personen und Verbände von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Auf einem Briefing der Kommission in Berlin Ende Februar hat Kerstin Jorna, die Vertreterin der Generaldirektion Binnenmarkt für das Thema Urheberrecht, den weiteren Fahrplan dargestellt. Die Auswertung der Antworten auf die Konsultation werde einige Monate in Anspruch nehmen. Im Juni (also nach den Wahlen zum Europäischen Parlament) soll dann ein sogenanntes Weißbuch zur Urheberrechtsreform veröffentlicht werden, das die Grundlage für die weiteren gesetzgeberischen Beratungen bilden soll.

Die Fragen in der Konsultation haben es in sich und decken das komplette Spektrum des Urheberrechts in der Europäischen Union ab. Eine Änderung könnte dramatische Auswirkungen auf die Arbeitsgrundlage für das Publizieren im Internet haben, beispielsweise bei (Frage 11), der Einführung eines Genehmigungsvorbehaltes für das Verlinken urheberrechtlich geschützer Werke im Internet.

Wikimedia Deutschland hat sich mit anderen Chaptern an dieser Konsultation beteiligt und seine Antworten über das Tool youcan.fixcopyright der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt, das die Beteiligung an dieser Konsultation erheblich vereinfacht. Auf den Meta-Wiki-Seiten von Wikimedia fand eine gemeinsame Arbeit an Antworten für die Konsultation statt.

Nach unserer aktuellen Einschätzung wird eine Überarbeitung der sogenannten „InfoSoc-Richtlinie“ ein größeres Projekt für die kommende Legislaturperiode des europäischen Parlaments 2014-2019 werden. Die Ergebnisse der Konsultation stellen dafür einen wichtigen Baustein dar und wir laden alle Personen und Verbände ein, sich ebenfalls, wenn nicht schon längst geschehen, an der Konsultation zu beteiligen. Dies ist auch auf deutsch möglich, z.B. bei fixcopyright.eu oder copywrongs.eu.

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10 Jahre Wikipedia-Schreibwettbewerb

Der Artikel „Braunbär“ gewann den Vierten Schreibwettbewerb. Foto: Jean-noël Lafargue, FAL

Autorinnen und Autoren der Wikipedia beginnen jetzt, ihre Stifte anzuspitzen, die Bücher herauszulegen und die Datenbanken mit den wichtigen Informationen herauszusuchen. Morgen beginnt der 20. Schreibwettbewerb der deutschsprachigen Wikipedia. Bei diesem Wettbewerb zeichnet eine Wikipedia-interne Jury den besten inhaltlichen Textbeitrag zur Wikipedia aus, welcher zwischen heute und dem 31. März in der Wikipedia entstehen wird.

Der Wikipedia-interne Schreibwettbewerb ist ein zentrales Ereignis im Kalender der Wikipedianerinnen und Wikipedianer. Zweimal im Jahr richten sich die Augen der Community auf diesen Wettbewerb. Die Themenauswahl ist dabei frei und die Themen der bisherigen Gewinnerartikel deckten ein breites Spektrum, vom Braunbär über die karolinigische Buchmalerei bis hin zum französischen Fußballverein Stade Reims, ab.

Dabei ist der Schreibwettbewerb ein Mikrokosmos der Wikipedia, in dem es um gute Artikel und enzyklopädisches Schreiben, aber auch um Geschichten, soziale Dynamiken und inhaltliche Grundsatzfragen der Wikipedia geht.

10 Jahre Triumphe und Tränen, Artikel und Ansichten

Der Schreibwettbewerb der Wikipedia entstand in Anlehnung an den Schrijfwedstrijd der niederländischen Wikipedia. Benutzer Achim Raschka legte am 5. September 2004 die erste Seite innerhalb der Wikipedia an, die zu einem Schreibwettbewerb aufrief. Insgesamt kandidierten bei diesem ersten Schreibwettbewerb 44 Artikel. Die damals fünfköpfige Jury wählte den Artikel über das Kloster Lehnin von Benutzer Lienhard Schulz zum Sieger.

Der Schreibwettbewerb traf einen Nerv innerhalb der Community und sorgte dort für hohe Aufmerksamkeit. In einigen Jahren kandidierten über 120 Artikel, von denen ein größerer Anteil nach dem Wettbewerb als “exzellent” oder “lesenswert” ausgezeichnet wurde, welche damit zu den besten 0,3% aller Wikipedia-Artikel gehörte. Nie werden in der Wikipedia so viele Artikel mit dem lesenswert- oder exzellent-Status versehen, wie in den Monaten nach Ende des Schreibwettbewerbs.

Die Auswahl der Sieger wurde dabei noch nie von der Gemeinschaft der Wikipedia-Aktiven getroffen, sondern jedes Jahr ist es eine Jury aus Wikipedianerinnen und Wikipedianern, die diese Auswahl trifft. Im Jahre 2006, beim fünften Schreibwettbewerb, gelingt es das erste mal diese Jury zu einem Livetreffen an einem Ort zusammenzubringen. Die Übernahme der anfallenden Reisekosten zu diesem Jurytreffen war auch eine der allerersten direkten Communityförderungen, die der damals noch junge und kleine Verein Wikimedia Deutschland übernahm. Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 02/2014

Willkommen zur zweiten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn ihr über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stoßt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasst einen Hinweis in der Woche! Ihr könnt entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn ihr Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen habt, meldet euch gerne in den Kommentaren.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 02/2014

Foundation und Organisationen

Alice Wiegand bloggt über ihre erneute WMF-Kuratoriumskandidatur

Alice Wiegand, derzeit Mitglied im Kuratorium der Wikimedia Foundation, bloggt auf dem Weg zu einer erneuten Kandidatur und beantwortet 16 Fragen des WMDE-Präsidiums.

Wikipedianer kommt bei Unruhen in der Ukraine ums Leben

Der zwanzigjährige Igor Kostenko, Wikipedianer und Freiwilliger von Wikimedia Ukraine, ist bei den Unruhen auf dem Kiewer Maidán ums Leben gekommen. Wikimedia Ukraine hat dazu einen Blogbeitrag veröffentlicht.

Protokoll der Präsidiumsklausur von Wikimedia Deutschland

Das Präsidium von Wikimedia Deutschland hat das Protokoll seiner Klausur vom 1./2. Februar 2014 veröffentlicht.

Neuer Community-Manager bei Wikimedia Österreich

Wikimedia Österreich stellt zum 1. März 2014 mit Raimund Liebert einen neuen Community-Manager ein.

WMUK sucht Technical Programme Manager

Wikimedia UK sucht einen Technical Programme Manager für sechs Monate: Aufgaben sind neben dem Betrieb der MediaWiki-Software des Chapters vor allem der Aufbau eines Entwicklerteams und der Ausbau einer führenden Stellung des Chapters innerhalb der MediaWiki-Community.

Wikimedia Conference: Programmübersicht veröffentlicht

Im April treffen sich Vertreterinnen und Vertreter von Wikimedia Organisationen (Foundation, Chapter, Thematische Organisationen und Usergroups) und Gremien in Berlin, um über Struktur, Organisation und Zukunft des Wikimedia-Universums zu diskutieren. Das Programmteam hat nun eine aktualisierte Version der Programmübersicht veröffentlicht.

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Das Schlaue Buch

Die Open Knowledge Foundation UK hat über die vergangenen Monate ein Open Education Handbook erstellt – im Rahmen einer Reihe von Book Sprints, einem komplett kollaborativen Arbeitsprozess. Auch Wikimedia Deutschland hat beim Sprint mitgearbeitet. Fertig ist das Buch noch nicht, es lässt sich jedoch bereits gut lesen. Und im Netz kann es nicht nur bestaunt, sondern auch weiter bearbeitet werden.

Bei so manchem Sprint ist der Weg das eigentliche Ziel. Bild: Ed Schipul CC-BY-SA 2.0 via flickr.com

In einem Book Sprint erstellt ein Team innerhalb von drei bis fünf Tagen kollaborativ ein Buch. Klingt schwer möglich? Mitnichten! Mehrere erfolgreiche Beispiele zeigen, dass es geht, so zum Beispiel das frei lizensierte L3T – Lehrbuch für Lehren und Lernen mit neuen Technologien, das 2013 in einem Book Sprint runderneuert wurde. Und über dessen Runderneuerung ebenfalls ein Buch geschrieben wurde. Letzteres steht allerdings unter der nicht-freien CC-BY-NC-ND-Lizenz, die weder Bearbeitung noch kommerzielle Weiterverbreitung erlaubt.

Ein anderes aktuelles Projekt ist das Handbuch Gemeinsam Forschen und Publizieren mit dem Netz, das im März im Rahmen der CeBit entstehen soll. Beteiligt sind in erster Linie Angehörige des Leibniz-Forschungsverbunds Science 2.0.

“Book Marathon” – der lange Sprint zum Open Education Handbook

Momentan entsteht in einer Serie von Book Sprints ein Open Education Handbook. Leitende Organisation ist die Open Knowledge Foundation. Ziel ist, ein umfassendes Handbuch zu schaffen, das sich in erster Linie (aber nicht ausschließlich) mit Freien Bildungsmaterialien beschäftigt. Einer der Book Sprints fand im November 2013 in Kooperation mit Wikimedia Deutschland in Berlin statt. Mit dabei: Etwa 25 Teilnehmende aus Großbritannien, Indien, Polen, den Niederlanden und Deutschland. Hier berichtet die Open Knowledge Foundation in ihrem Blog über den Sprint.

Dabei wäre das Wort “Marathon” passender: Der Prozess läuft bereits seit September 2013 und ist bis zum Oktober 2014 geplant. Bis zum ersten fertigen Buch wird also noch viel Wasser die Spree hinabfließen. Der Vorteil dabei ist allerdings, dass so eine große Zahl an Personen an dem Buch mitwirken kann. Dabei ist es nicht einmal nötig, zu einem der Sprints zu erscheinen: Wer an dem Buch weiter arbeiten möchte, kann dies hier einfach online tun.

Das Buch wird mit der Open-Source-Plattform Booktype erstellt. Und: Es steht unter der CC-BY 3.0-Lizenz und ist damit frei lizensiert. Das heißt: Alle können das Buch weiter verwenden und bearbeiten, solange sie Autorenname(n), Quelle und Lizenz nennen. Mehr Einschränkungen gibt es nicht.

Das Buch ist noch lange nicht fertig, auch wenn bereits sehr viele Inhalte zusammen gekommen sind – hier das bisherige Ergebnis. Und die Arbeit geht weiter: Zuletzt wurde eine portugiesische Version des Buches in Angriff genommen.

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