Wikimedia:Woche 36/2017

 

Die Wikimedia:Woche 36/2017: Die Alpha-Phase zur Planung 2018 geht zu Ende; Wikimedia Mazedonien wird der Chapterstatus aberkannt und die Wiki-Loves-Monuments-Vorjury startet. Es wird die Frage gestellt, warum eBay nicht mehr als Fotoquelle genutzt wird und detektor.fm berichtet über die Zukunft der Wikipedia. Zur Wikimedia:Woche 36/2017 geht es hier.

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1 Frage – 1 Antwort. Was sagen Netz-Insider zur Entwicklung aktueller digitalpolitischer Themen?

Spezial zur Bundestagswahl 2017 – Wohin steuert die Politik zur Förderung des Freien Wissens?

Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl schauen wir uns in der Blogbeitrag-Serie „Spezial zur Bundestagswahl“ die Wahlprogramme der Parteien, Antworten auf unsere Wahlprüfsteine und Ansichten von Netz-Insidern zur politischen Gestaltung (oder Verwaltung) des Freien Wissens an.

Teil 1 – Communities und Zivilgesellschaft

Julia Kloiber spricht auf der re:publica. By re:publica from Germany, CC BY 2.0

Julia Kloiber
…arbeitet als Projektleiterin bei der Open Knowledge Foundation. Sie hat in den letzten Jahren eine Reihe von Community-Projekten umgesetzt, darunter Code for Germany, ein Civic Tech Netzwerk, das Anwendungen aus offenen Daten entwickelt.

WMDE: Open-Source-Bewegung, Freifunk oder Wikipedia: Digitale Gemeinschaftsprojekte, die Alternativen zum Eigentumsdenken aufzeigen, stehen hinsichtlich Ressourcen, Durchhaltewillen und die Dominanz großer Unternehmen immer wieder unter Druck. Wie können communitybasierte Projekte nachhaltig funktionieren?

Julia Kloiber: Communitybasierte Projekte funktionieren am besten, wenn sie sich auf viele Schultern verteilen. Gerade im Bereich des digitalen Ehrenamts ist es wichtig, die Last von Aufgaben und Verantwortung nicht auf einer einzelnen Person ruhen zu lassen. Für die Nachhaltigkeit von Teams gilt auch der Grundsatz, dass eine Vielfalt an Hintergründen und Skills zu einer besseren Zusammenarbeit beiträgt.

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Wir fragen die Bundesregierung nach Upload-Filtern und Grundrechten

Seit fast einem Jahr läuft in Brüssel und in vielen Ländern der Europäischen Union eine rege Debatte über ein bestimmtes EU-Gesetzgebungsvorhaben: Es soll eine neue Urheberrechtsrichtlinie zum Digitalen Binnenmarkt geben. Bei uns im Blog und anderswo ist das Schlagwort dann meist “EU-Urheberrechtsreform”. Die Regierungen von sechs EU-Mitgliedsstaaten haben sich nun an den Juristischen Dienst gewandt mit der Frage, ob die in den Vorschlägen enthaltene Upload-Filter-Pflicht mit den Grundrechten der EU vereinbar sei. Deutschland scheint sich dagegen eher zurückzuhalten, obwohl man sich hierzulande gern als Wahrer von Grundrechten gibt. Wikimedia Deutschland hat daher nun den Bundesjustizminister gefragt, wie die Bundesregierung die vorgeschlagene Upload-Filter-Pflicht in Bezug auf Grundrechte einschätzt.

Konkret soll eine der Regelungen in Artikel 13 der Richtlinie, so zumindest der ursprüngliche Vorschlag der EU-Kommission, eine Pflicht zum Einsatz von Upload-Filtern schaffen. Alle Betreibenden von Online-Plattformen wären dann verpflichtet, durch “geeignete Maßnahmen” sicherzustellen, dass urheberrechtlich geschütztes Material nur mit Zustimmung der jeweiligen Rechteinhaber bei ihnen online erscheinen kann. Im Einsatz sind solche Systeme bereits unter anderem bei YouTube. Vor allem Musik- und Filmproduktionsfirmen melden Werke bei YouTube an und können bestimmen, ob die Uploads dieser Werke blockiert oder die Firmen an den YouTube-Werbeschaltungen rund um diese Werke beteiligt werden.

Das Problem: Die Upload-Filtersysteme können weder erkennen, ob ein Werk gemäß einer urheberrechtlichen Ausnahme (genannt Schranke) auch ohne Zustimmung der Rechteinhaber erscheinen darf, etwa als Zitat innerhalb eines Erklärvideos, noch ob es aufgrund des Grundrechts der Meinungsfreiheit erscheinen darf, z.B. als Parodie. Das jeweils einzuschätzen, würde eine Abwägungs- und Bewertungsleistung erfordern, die keine künstliche Intelligenz bislang beherrscht und die auch rechtlich nicht durch Automaten durchgeführt werden darf, sondern aus gutem Grund dem Justizsystem vorbehalten ist.

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Das war Netzpolitik! Jetzt zum Nachschauen: EU-Urheberrechtsreform, Offene Wissenschaft und Partizipation in Brüssel

Plädoyer für aktives Engagement für digitale Rechte: „Das ist Netzpolitik!“ 2017 Foto: Jason Krüger, CC-BY-SA 4.0

Die 4. „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz am vergangenen Freitag startete wütend. Markus Beckedahl, Chefredakteur von netzpolitik.org, zählte auf, welche Themen die Bundesregierung netzpolitisch im letzten Jahr verschlafen hat.

Die Große Koalition betreibt Raubbau an unseren Grundrechten. Markus Beckedahl

Die Abschaltung der linken Plattform Indymedia, die Ausweitung des Einsatzes von Staatstrojanern, die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung und zuletzt die massenhafte Sammlung von Daten beim Bundeskriminalamt zeigen, dass Datenschützerinnen und Aktivisten weiterhin eher damit zu tun haben, Schlimmeres zu verhindern, statt ein freies Netz aktiv und mit allen Akteuren und Institutionen zu gestalten.

Netzpolitisches Weiterbildungsprogramm

Julia Reda (EU-Parlament) und Alexander Sander (digiges) diskutieren über zivilgesellschaftliche Interessenvertretung in Brüssel. Foto: Jason Krüger, CC-BY-SA 4.0

Wie das in der Praxis geht, zeigten die 33 Speakerinnen und Speaker der Konferenz.

Alle Beiträge sind jetzt als Videos abrufbar und als netzpolitisches Weiterbildungsprogramm sehr zu empfehlen. Für Wikimedia Deutschland sprachen Julia Reda, Gregor Hagedorn und Kirsten Fiedler zu folgenden Themen:

Autokraten ein Vorbild sein? Wie die EU über das Urheberrecht die Netzzensur zur Pflicht machen könnte

  • Julia Reda, Vizepräsidentin der Gruppe Grüne/EFA im Europäischen Parlament, gab einen aktuellen Einblick in die laufenden Gespräche rund um Vorschlag von Jetzt-Finanzkommissar Günther Oettinger, alle Plattformen, die User Generated Content beherbergen, zu automatischem Filtern zu verpflichten.
  • Video des Vortrags

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Wikimedia:Woche 35/2017

Die Wikimedia:Woche 35/2017 heißt mal wieder neue Gesichter bei Wikimedia Deutschland willkommen und weist auf offene Stellen bei Wikimedia Deutschland hin. Morgen beginnt die WikiCon 2017 in Leipzig, zum Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments ist ein Video erschienen und der Digital-O-Mat hat ein Community-Update erhalten. Zur Wikimedia:Woche 35/2017 geht es hier.

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#OpenGLAM? – Bitte warten Sie …

Spezial zur Bundestagswahl 2017 – Wohin steuert die Politik zur Förderung des Freien Wissens?

Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl schauen wir uns in der Blogbeitrag-Serie „Spezial zur Bundestagswahl“ die Wahlprogramme der Parteien, Antworten auf unsere Wahlprüfsteine und Ansichten von Netz-Insidern zur politischen Gestaltung (oder Verwaltung) des Freien Wissens an.

Offener Zugang zu kulturellem Erbe – Blick auf ausgewählte Wahlprogramme

Zieht eine digitale Kulturpolitik am 24.9. in den Bundestag ein? Lizenzhinweis: Jürgen Matern, Reichstag building Berlin view from west before sunset, CC BY-SA 3.0

IN WENIGER als drei Wochen sind Bundestagswahlen. Zeit für Versprechungen und Zukunftsszenarien. Kulturpolitik ist in Deutschland eine der letzten Bastionen der Länder. Wikimedia Deutschland setzt sich für die Förderung des Freien Wissens ein. Danach soll digitalisiertes Kulturgut – zumal wenn es bereits gemeinfrei ist – frei nachnutzbar sein, sowohl für die Verwendung in Wikimedia-Projekten wie Wikipedia, aber auch darüber hinaus. Dazu braucht es in den Institutionen: Finanzinvestitionen, Ressourcen für die Klärung rechtlicher Rahmenbedingungen, spezielles IT-Know-How und neue Arbeitsprozesse. Ohne Unterstützung der Bundespolitik ist das von den Ländern und in den Institutionen allein nicht zu stemmen. Daher haben wir uns die Parteiprogramme aller im Bundestag vertretenen Parteien sowie der aussichtsreicheren Aspiranten für den Bundestag angeschaut, ob und wie hier über die Zukunft des Kulturerbes im Sinne von #openGLAM nachgedacht wird. Wobei der englische Hashtag #openGLAM für eine weitestgehende offene Nachnutzung digitalisierter Kulturgüter aus den Archiven, Bibliotheken, Museen und Kunstsammlungen im Netz steht.

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„Urheberrecht: Ausreichend und zeitgemäß“ – So antworten die zur Bundestagswahl 2017 antretenden Parteien auf unsere Wahlprüfsteine

Spezial zur Bundestagswahl 2017 – Wohin steuert die Politik zur Förderung des Freien Wissens?

Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl schauen wir uns in der Blogbeitrag-Serie „Spezial zur Bundestagswahl“ die Wahlprogramme der Parteien, Antworten auf unsere Wahlprüfsteine und Ansichten von Netz-Insidern zur politischen Gestaltung (oder Verwaltung) des Freien Wissens an.

Das Bündnis Freie Bildung, der Digitale Gesellschaft e. V.,  Freifunk, die Free Software Foundation Europe, die Open Knowledge Foundation und Wikimedia Deutschland haben sich wieder zur Koalition Freies Wissen zusammengefunden, um anlässlich der bevorstehenden Wahl des Bundestages am 24. September einige Parteien zu befragen.

Dazu haben wir uns im Sommer 2017 an alle Parteien gewandt, die zur Bundestagswahl antreten und die in allen Umfragen seit letztem Jahr durchgängig die 5%-Schwelle überschritten haben.Die Parteien konnten dabei Stellung nehmen zu aktuellen Themen aus den Bereichen Freie Software, Offene Daten, Freies Wissen, Digitale Bildung und Grundrechten, sowie Zugang zum Digitalen Raum. Geantwortet haben Bündnis 90/Die Grünen, CDU, die Linke, FDP und SPD. Lediglich von der AfD haben wir keine Antwort bekommen.

Die Fragen haben wir versendet, da sich eine Auswertung der Wahlprogramme als für unsere digitalpolitischen Themen zu unkonkret erwiesen hat.  In diesem Beitrag nehmen wir die Antworten der Parteien auf die Fragen des Wikimedia Deutschland e. V. unter die Lupe. 

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Wir suchen: Bis zu zwei weitere Präsidiumsmitglieder mit Finanz- oder Strategieerfahrung

Wikimedia Deutschland e. V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

bis zu zwei Mitglieder für das
ehrenamtliche Aufsichtsgremium des Vereins (Präsidium)

um das von der Mitgliederversammlung gewählte siebenköpfige Gremium als kooptierte Mitglieder zu verstärken. Dadurch soll sichergestellt werden, dass im Präsidium alle benötigten Kompetenzen und Erfahrungen für die Ausübung der Aufgaben vorhanden sind.

Über das Präsidium von Wikimedia Deutschland

Das Präsidium ist das ehrenamtliche Leitungs- und Kontrollorgan des Vereins. Es wird zweijährlich von den Vereinsmitgliedern gewählt und besteht aktuell aus sieben Mitgliedern. Zurzeit amtiert das 5. Präsidium, das im November 2016 gewählt wurde.

Ihre Aufgaben

Gemäß der Satzung des Vereins obliegen dem Präsidium insbesondere die folgenden Aufgaben:

  • Bestellung und Abberufung des hauptamtlichen geschäftsführenden Vorstands
  • Aufsicht über die Arbeit des Vorstands
  • Fortschreibung der strategischen Ausrichtung des Vereins und Formulierung von Zielvorgaben für den Vorstand

Ihr Profil

Sie begeistern sich für freies Wissen und digitale Bildung und verfügen über Erfahrung und Kompetenzen in einem oder mehreren der folgenden Bereiche:

  • ehrenamtliche Gremienarbeit im gemeinnützigen Bereich,
  • Finanzen und Controlling,
  • Strategie- und Organisationsentwicklung,
  • ein umfangreiches persönliches Netzwerk.

Ihr Engagement und Ihre Zeitinvestition

Das Präsidium tagt in der Regel sechsmal im Jahr ein- bis zweitägigen Sitzungen. Daneben arbeiten Sie mit Ihren Präsidiums-Kolleginnen und Kollegen dezentral und eigenständig an Themen in Ausschüssen gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Vorstand. Die Kooptation gilt zunächst für die Amtszeit des amtierenden Präsidiums, also bis November 2018.

Weitere Informationen

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Franziska Heine ist neue Leiterin der Software-Entwicklung

Ich freue mich sehr, verkünden zu können, dass Franziska Heine ab dem 1. September 2017 die Leitung der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland übernimmt.

 

Matthias Bauer (flickr: Matthias Bauer), Franziska Heine, CC BY-SA 2.0

Franziska hat Mediengestaltung in Weimar studiert. Sie verfügt über langjährige Erfahrung im Produktmanagement und der Teamführung bei HERE Technologies (ehemals Nokia gate4 GmbH) und als Community Specialist bei EBay International AG. Ihre starke Verhandlungskompetenz hat sie in unterschiedlichsten Partner- und Kundenprojekten, auf Geschäftsführer-Ebene bewiesen. Auch in der Gestaltung und Durchführung von Softwareentwicklungsprozessen und strategischer Produktplanung sowie im Bereich Personalauswahl, Personalentwicklung verfügt sie über tiefgreifende Erfahrungen. Ihr politisches Engagement für freie Software und gegen Internetsperren (u. a. war sie Initiatorin der erfolgreichen Online-Petition gegen die 2009 geplante Regelung zu Sperrungen von Internetinhalten in Deutschland durch das Zugangserschwerungsgesetz) macht sie noch zusätzlich zu einer hervorragenden Ergänzung für unsere Organisation. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mir ihr.

 

„Was für eine einmalige Chance als Leiterin der Software Abteilung ein Teil der Wikimedia Community zu werden! Es ist beeindruckend zu sehen, was in den letzten Jahren von den Kolleg_innen der Softwareentwicklung und der Community mit Wikidata, dem Projekt Technische Wünsche und dem Fundraising Tech Team aufgebaut wurde. Ich freue mich darauf das Wissen, das ich mir in knapp 10 Jahren Softwareentwicklung angeeignet habe, in der Zukunft in den Dienst von Wikimedia Deutschland zu stellen.

 

Um das von Anfang an gemeinsam mit der Wikimedia Community zu tun, werde ich vom 08. bis 10. September in Leipzig bei der WikiCon dabei sein. Ich bin gespannt darauf euch und eure Ideen, Wünsche und Vorstellungen für die Zukunft von Freiem Wissen kennenzulernen und Wege zu finden, wie wir sie gemeinsam verwirklichen können.‟

Die Leitung der Software-Entwicklung war seit Ende Januar als permanente Funktion nicht mehr besetzt, da Abraham zum Vorstand berufen wurde. Er leitete den Bereich bis jetzt übergangsweise weiter.

 

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Wikimedia:Woche 34/2017

Die 34. Ausgabe der Wikimedia:Woche 2017 erscheint unter anderem mit folgenden Themen: der Start von Wiki Loves Monuments 2017, Exkursionen im Rahmen der WikiCon, der Digital-O-Mat ist online und der Versionsblätterer erhielt eine Überarbeitung. Zur Wikimedia:Woche 34/2017 geht es hier.

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