Wikimedia:Woche 47/2017

Die 47. Ausgabe der Wikimedia:Woche 2017 berichtet über die Berufung von Peter Dewald und Dr. Gabriele Theren in das Präsidium von Wikimedia Deutschland, die Ergebnisse der Evaluationsumfrage der WikiCon 2017, den ersten Beitrag zur Wikipedia aus dem All und den Einsatz von Wikimedia Deutschland gegen die Einführung von Upload-Filtern im Rahmen der EU-Urheberrechtsreform.

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Suchanfragen leicht gemacht – Eine spezialisierte Suchmaske für die Wikipedia

Die neue Wikipedia-Suchmaske mit Infoboxen zur erweiterten Suche. Bild: Johanna Strodt (WMDE), Advanced Search DE info popups, CC BY-SA 4.0.

Die Suche in der Wikipedia bietet viele Möglichkeiten um das Wissen aus über 2 Millionen Artikeln, zahlreichen Spezialseiten, Unterseiten und Kategorien auffindbar zu machen. Sowohl neuen als auch erfahrenen Autorinnen und Autoren aber auch Lesenden sind die verschiedenen Such-Parameter häufig aber gar nicht bekannt. Um das zu ändern und die erweiterte Suche für alle verständlich und nutzbar zu machen, hat die Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland in Zusammenarbeit mit der Community nun eine neue Suchmaske entwickelt, die ab heute in der deutsch- und arabischsprachigen Wikipedia als neue Beta-Funktion zur Verfügung steht: Damit kann man nun ganz einfach differenzierte Suchanfragen durchführen, ohne besondere Ausdrücke (Keywords oder Suchoperatoren) zu kennen.

Mit der neuen Funktion kann man nun noch gezielter nach Wörtern im Titel oder dem Artikeltext suchen, oder Seiten anzeigen lassen, die eine bestimmte Vorlage verwenden. Auch nach Dateityp und Spezial- und Hilfeseiten kann man so auf einen Blick suchen. Die Info-Pop-Ups neben jeder Suchleiste – abrufbar über das ⓘ-Symbol – erklären außerdem, wie man auch über die reguläre Suche die gewünschten Parameter einstellen kann.

Wie genau die neue erweiterte Suche aussehen soll, wurde im vergangenen Jahr auf mehreren Workshops mit aktiven Ehrenamtlichen aus den Wikimedia-Projekten, unter anderem in Köln und München, diskutiert und ausgearbeitet. Dabei sind zahlreiche Ideen und Anregungen entstanden, die die Weiterentwicklung der neuen Oberfläche vorangebracht haben.

Das Beta-Feature steht ab sofort allen eingeloggten Wikipedia-Nutzenden zur Verfügung und wird in den kommenden Wochen und Monaten noch weiter ausgebaut. Wer die erweiterte Suchoberfläche ausprobieren möchte, kann sie ab sofort unter dem Reiter “Beta” in der Leiste am oberen Bildrand auswählen. Neugierig auf die Suche, aber noch nicht bei Wikipedia eingeloggt? Hier kann man sich ein eigenes Wikipedia-Benutzerkonto anlegen.
 
 

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Wir wachsen: Peter Dewald und Dr. Gabriele Theren verstärken das Präsidium von Wikimedia Deutschland

Peter Dewald
Bild: René Zieger CC BY-SA 4.0

Zum ersten Mal sind zwei Präsidiumsmitglieder von Wikimedia Deutschland berufen (kooptiert) worden. Ab sofort bringen Peter Dewald und Dr. Gabriele Theren ihre Erfahrung und Perspektiven in die Arbeit des Präsidiums des Vereins ein. Die beiden freuen sich auf ihre ehrenamtliche Mitarbeit für Freies Wissen.

Bei Personenwahlen wie der Wahl des Präsidiums durch unsere Mitgliederversammlung spielen ganz unterschiedliche Aspekte eine Rolle. In einer Kooptation liegen große Chancen, die Kompetenzen des von den Mitgliedern gewählten Präsidiums zu ergänzen und mit neuen Perspektiven zu bereichern. Deswegen hat die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland im November 2015 beschlossen, dem Präsidium die Möglichkeit zur Kooptation einzuräumen, um gezielt Kompetenzen hinzufügen zu können und die Diversität des Gremiums zu fördern.

Dr. Gabriele Theren
Bild: René Ziegler, CC BY-SA 4.0

„Um die Idee eines sich verbreitenden freien Zugangs zu Wissen mit unterstützen zu können, möchte ich gerne auch praktisch daran mitarbeiten, wie unabhängig von sozialer Schicht, Bildung, Einkommen, Geschlecht, Beeinträchtigungen oder anderen Faktoren allen Wissensdurstigen diese Chance als gelebter Inklusion eingeräumt werden kann.“ sagt Gabriele Theren. Als Juristin, ausgebildete Mediatorin und Leiterin der Abteilung Soziales und Arbeitsschutz im Ministerium für Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt möchte sie ihre Erfahrungen mit Behörden, zivilgesellschaftlichen und anderen Organisationen einbringen.

Peter Dewald hat 35 Jahre Erfahrung als Führungskraft bei Apple und dem Softwarekonzern Sage, war Mitglied im Hauptvorstand des IT-Branchenverbands Bitkom und ist ehrenamtlich engagiert. Ihn reizt „eine Tätigkeit im Präsidium von Wikimedia Deutschland, da dieser Verein innerhalb weniger Jahre die Basis für den freien Zugang zu einem unglaublich umfangreichen Wissen von Millionen von Menschen im breitesten Sinne geschaffen hat. Ich denke, dass ich hier Erfahrungen aus meiner langjährigen Tätigkeit als Geschäftsführer in großen internationalen IT-Unternehmen einbringen kann, um die Entwicklung verschiedener Initiativen wie auch des Vereins selbst voranzutreiben.“

Im nächsten Jahr sind die weitere Beschäftigung mit der Zukunft von Wikimedia Deutschland – strategisch und finanziell – wichtige Baustellen. Darum haben wir ein Profil entworfen, das Kompetenzen für genau diese Themen mitbringt. Beide Punkte wurden im September in ein entsprechendes Suchprofil gegossen wurden. Direkt im Anschluss wurde per Blogbeitrag aber auch per E-Mail an unsere Vereinsmitglieder dazu aufgerufen, sich zu bewerben oder auf mögliche Kandidatinnen und Kandidaten aufmerksam zu machen. Die Reaktion war überwältigend: Rund 60 Bewerbungen, Interessensbekundungen und Empfehlungen sind eingegangen. Darunter waren sehr viele beeindruckende Profile aus ganz unterschiedlichen Bereichen voller Leidenschaft für Freies Wissen. Das hat uns wieder einmal gezeigt, wie groß der Schatz unserer Mitglieder ist und dass wir ihre Erfahrungen und Kompetenzen in Zukunft mehr einbinden wollen.

Für die Sichtung aller Bewerbungen und Empfehlungen, das Einholen weiterer Informationen und die anschließenden Gespräche haben wir uns viel Zeit genommen und es uns nicht leicht gemacht. Am 19. November war es dann endlich so weit: Auf unserer Präsidiumssitzung haben wir uns für Peter und Gabriele entschieden und diese berufen. Sie sind damit Mitglieder des aktuellen 5. Präsidiums von Wikimedia Deutschland und bis zur nächsten Präsidiumswahl in etwa einem Jahr im Amt.

Beide sind begeistert von Freiem Wissen. Für Peter ist „Wissen die Voraussetzung für Wohlstand, aber für viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen nur begrenzt verfügbar. Daher ist Freies Wissen ein wesentliches Element in der Ertüchtigung aller Menschen, Wohlstand zu schaffen und daran zu partizipieren. Daran möchte ich gerne mitwirken.“

Gabriele ergänzt: „Als noch völlig analog sozialisierter Mensch und damals begeisterter Brockhaus-Stöberer bin ich von der Möglichkeit, auf einen derartig gewaltigen Wissensfundus zugreifen zu können absolut fasziniert. Ich hätte mir nie träumen lassen, mich je einmal in einer derart gigantischen Bibliothek bewegen zu dürfen und wünsche mir von Herzen, dass diese Möglichkeit vielen und immer mehr Menschen offen steht.“

Mit Gabriele Theren und Peter Dewald stoßen damit nicht nur zwei Personen mit Strategie- und Finanzerfahrung zu uns, sondern auch zwei ganz neue Perspektiven auf Wikimedia. Wir werden von ihren Kenntnissen und Sichtweisen lernen können und ich bin sicher, dass sie die Arbeit des Vereins bereichern werden. Ich freue mich sehr darauf, die Arbeit für Freies Wissen nun gemeinsam mit unseren beiden „Neuen“ fortzusetzen.

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Fellow-Programm Freies Wissen: Webinar zu Citizen Science am 06. Dezember

Erkenntnis kommt durch teilen! Im Rahmen des Fellow-Programms finden mehrere Webinare zu Aspekten Offener Wissenschaft statt, an denen neben den Programmbeteiligten auch andere Interessierte teilnehmen können. Bild: Ralf Rebmann, Auftaktveranstaltung Fellow-Programm Freies Wissen 2017 177, CC BY-SA 4.0

Das Fellow-Programm Freies Wissen ist eine Initiative von Wikimedia Deutschland, dem Stifterverband und der VolkswagenStiftung, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Offener Wissenschaft zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. Am 06. Dezember findet das zweite von mehreren Webinaren zu verschiedenen Aspekten Offener Wissenschaft statt, die von den wissenschaftlichen Partnern des Programms angeboten werden.

Im zweiten Programmjahr des Fellow-Programms konnten mehrere wissenschaftliche Institutionen dafür gewonnen werden, sich als Partner im Programm zu engagieren. Über die Laufzeit des Programms werden sie für die Programmteilnehmenden ihre Expertise zu verschiedenen Aspekten Offener Wissenschaft im Rahmen von Webinaren einbringen, an denen neben den Fellows auch weitere Interessierte kostenlos teilnehmen können. Die Webinarreihe startete am heutigen Mittwoch mit einem Webinar zum Thema „Open Peer Review“, das von der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen angeboten wurde.  Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 46/2017

Die Wikimedia:Woche 46/2017 berichtet über die Empfehlungen des Funds Dissemination Committee der Wikimedia Foundation und den Endspurt beim Fotowettbewerb Wiki Science Competetition.

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Öffentlich finanzierte Daten sollten frei zugänglich sein! Aufruf zur Beteiligung an Konsultation zur Public-Sector-Information-Richtlinie

Die Europäische Kommission lädt zur Konsultation. Foto: Sébastien Bertrand, CC BY 2.0

Ein Beitrag von Dimitar Dimitrov, Koordinator für EU-Politik und der “Free Knowledge Advocacy Group EU”.

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation über die mögliche Reform der so genannten PSI-Richtlinie (nach dem englischen Titel „Re-use of Public Sector Information“) eingeleitet. Diese Richtlinie soll die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors regeln. Ziel ist es, öffentliche und öffentlich finanzierte Daten möglichst unbürokratisch zugänglich zu machen.
Wikimedia hat einen Leitfaden für die Beteiligung an der Konsultation (EN) geschrieben. Wir möchten alle dazu aufrufen, sich auf diesem Weg an der Konsultation zu beteiligen, die mehr Zugang zu öffentlichen Informationen haben möchten oder glauben, dass öffentliche Informationen frei zugänglich sein sollten. Die Beteiligung ist bis zum 12. Dezember 2017 möglich.

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Von der Frosch- in die Vogelperspektive: Bei Networks & Politics wurde über nationale Digitalpolitik vs. Internet Governance diskutiert

Wolfgang Kleinwächter, Max Hösl, Geraldine de Bastion, Bernd Fiedler. Foto: Dominik Theis (WMDE), CC BY-SA 4.0

Ein Beitrag von Dominik Theis, der ein Praktikum im Bereich Politik & Recht absolviert.

Zwischen Internet Governance und nationaler Digitalpolitik: Geraldine de Bastion, internationale Politikberaterin, Prof. em. Dr. Wolfgang Kleinwächter, Kommunikationswissenschaftler und Internet-Governance-Experte und Maximilian Hösl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der WZB Projektgruppe „Politikfeld Internet“, stellten sich am 14. November bei Wikimedia Deutschland in der Reihe Networks & Politics der Frage, ob und wie eine Politik des digitalen Zeitalters noch national gedacht werden kann. Das Video der Veranstaltung ist online.

Am Vorabend des diesjährigen Internet Governance Forums (IGF) Deutschland tauschten sich die drei Gäste darüber aus, welche Themen zurzeit im Vordergrund der digitalen Debatte stehen, wie Deutschland mit den Herausforderungen im digitalen Bereich umgeht und welche Vorteile ein Multi-Stakeholder-Ansatz in Hinblick auf die Schnelllebigkeit des Internets und der Digitalisierung haben könnte.

Forderungen der Jugend an das Internet Governance Forum

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Fellow-Programm Freies Wissen: Offenes Webinar zu Open Peer Review am 29. November

Erkenntnis kommt durch teilen! Im Rahmen des Fellow-Programms finden mehrere Webinare zu Aspekten Offener Wissenschaft statt, an denen neben den Programmbeteiligten auch andere Interessierte teilnehmen können. Bild: Ralf Rebmann, Auftaktveranstaltung Fellow-Programm Freies Wissen 2017 177, CC BY-SA 4.0

Das Fellow-Programm Freies Wissen ist eine Initiative von Wikimedia Deutschland, dem Stifterverband und der VolkswagenStiftung, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Offener Wissenschaft zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. Am 29.11. findet das erste von mehreren Webinaren zu verschiedenen Aspekten Offener Wissenschaft statt, die von den wissenschaftlichen Partnern des Programms angeboten werden.

Das Fellow-Programm bietet in seinem zweiten Programmjahr einige Neuerungen im Vergleich zum ersten Programmdurchlauf im vergangenen Jahr. So hat sich nicht nur die Zahl der Fellows und Mentoren verdoppelt, sondern es konnten auch mehrere wissenschaftliche Institutionen dafür gewonnen werden, sich als Partner im Programm zu engagieren. Über die Laufzeit des Programms werden sie für die Programmteilnehmenden ihre Expertise zu verschiedenen Aspekten Offener Wissenschaft im Rahmen von Webinaren einbringen, an denen neben den Fellows auch weitere Interessierte kostenlos teilnehmen können.

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#No(Upload)Filter – Bedrohen geplante Upload-Filter die Wikipedia?

Filtertüten-Verteilaktion beim SPD-Parteitag am 7.12.2017. Foto: Christian Schneider, CC BY-SA 4.0

Update: Wikimedia Deutschland hat ein Info-Papier zu Upload-Filtern zusammengestellt:
Infosheet #Nouploadfilter – Die gefilterte Wikipedia.


Auf Initiative der EU-Kommission wird in der Europäischen Union eine Reform des Urheberrechts vorangetrieben. Ein Knackpunkt ist die geplante Einführung so genannter Uploadfilter für alle Plattformen, die auf nutzergenerierten Inhalten beruhen. Sollten sie EU-weit vorgeschrieben werden, können auf communitygetriebene Projekte wie die Wikipedia große Probleme zukommen.

Zuletzt berichteten verschiedene Medien (u.a. hier), dass Wikipedia von Uploadfiltern existenziell bedroht sei. Wir beleuchten im Folgenden den Hintergrund der geplanten Regelung – und möchten gemeinsam weiterdiskutieren.

Was sind Uploadfilter und was sollen sie tun?

Uploadfilter können hochgeladene Dateien durchleuchten und den Upload blockieren, wenn sie zum Ergebnis kommen, dass es sich um urheberrechtlich geschütztes Material handelt. Sie tun dies mithilfe einer automatischen Erkennungssoftware durch einen Abgleich von Ähnlichkeit mit einer Datenbank. Urheberrechtlich geschützte Werke sollen so schlicht nicht mehr hochgeladen werden können.

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So war die 21. Mitgliederversammlung in Berlin

Blick ins Plenum (Elisabeth Mandl, CC-BY-SA 4.0)

 

Heute fand in Berlin die 21. Mitgliederversammlung unseres Vereins statt. Der Tag war zweigeteilt in die offizielle Versammlung mit formalen Punkten am Vormittag und in ein offenes Rahmenprogramm, in dem an vielen Stationen die Arbeit des Vereins im Detail kennengelernt werden konnte. Auf der Tagesordnung am Vormittag standen richtungsweisende Entscheidungen – mit Wahlen, dem Wirtschaftsplan 2018 und eine Positionierung zur langfristigen Zukunft der Wikimedia-Bewegung.

Wahlen und Beschlüsse

Die Welt dreht sich weiter. Im Jahr 2001 wurde Wikipedia gegründet. Das mag einerseits gar nicht lange her scheinen, andererseits ist viel passiert in 15, 16 Jahren. Das wurde gleich zu Anfang auf der Bühne deutlich, als mit alten Modem-Einwahltönen lautstark (und lange) das Geburtsjahr von Wikipedia ins Gedächtnis gerufen wurde. Wenn wir ebenso lang in die Zukunft blicken, welche Herausforderungen drängen sich für Wikipedia und Freies Wissen auf? Das war das erste Thema am Morgen der Mitgliederversammlung. Tim Moritz Hector und Abraham Taherivand skizzierten, was 1,2 Milliarden Gerätezugriffe auf Wikimedia-Projekte eigentlich im mobilen Zeitalter bedeuten. Unter anderem nämlich, dass Smartphones und Co. das schnelle Konsumieren von Inhalten vorantreiben, nicht unbedingt aber das Produzieren. Mitmachen und selber Wissen für Andere beitragen ist aber Kern freier Inhalte. Eine Herausforderung für die Zukunft aller Wikimedia-Projekte – und letztlich der Gesellschaft, wenn es um die Vielfalt des Wissens der Menschheit geht. Darum waren die Mitglieder von Wikimedia Deutschland später am Tag gefragt, per Beschluss eine strategische Ausrichtung für die internationale Bewegung zu unterstützen, die international bereits von knapp 80 der beinahe 120 Wikimedia-Gruppen und -Organisationen weltweit gezeichnet worden ist. Die Mitgliederversammlung beschloss in Berlin, dass Wikimedia Deutschland ebenfalls die gemeinsame Ausrichtung unterstützt.

Ein weiterer großer Punkt auf der Tagesordnung war der Wirtschaftsplan 2018.  Dieser wurde seit Mai entwickelt, seine Entstehung wurde unter anderem online dokumentiert und in verschiedenen Städten in Deutschland vorgestellt. Die Mitgliederversammlung beschloss mit dem Wirtschaftsplan heute die finanzielle Seite um Einnahmen und Ausgaben, die für die Umsetzung der Ziele des nächsten Jahres geplant sind.

Mit Sebastian Dürr und Daniel Reisener wurden zudem zwei neue Kassenprüfer für eine zweijährige Amtszeit gewählt. Wir sagen Herzlichen Glückwunsch!

 

Das “Haus des Freien Wissens”

Am Nachmittag wurde es wieder bunt: Das „Haus des Freien Wissens“ öffnete auf drei Etagen des Tagungswerks seine Türen. Und der Andrang war groß: Neben den Mitgliedern kamen auch viele weitere Interessierte, um sich an den verschiedenen Stationen über die abwechslungsreiche Arbeit von Wikimedia Deutschland zu informieren. Es gab viel zu entdecken: Im „Wikipedia-Testlabor“ konnten sich die Besucher zum Beispiel jede Menge Tipps und Tricks für die Wikipedia holen, es wurden die zehn Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs “Wiki Loves Monuments” gezeigt, außerdem gab es ein “Politisches Positionenraten”, einen User-Experience-Test und einen gemütlichen Videoraum mit Popcorn.

Großen Anklang fanden auch die beiden Einführungskurse in die Wikipedia und in das freie Medienarchiv Wikimedia Commons sowie unser erster Workshop zu den Beteiligungsmöglichkeiten für Mitglieder. Über den Tag verteilt waren heute rund 150 Mitglieder und Interessierte mit dabei.

Vielen Dank an alle, die diese 21. Mitgliederversammlung zu einem solch großen Erfolg gemacht haben.

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