Wikimedia:Woche 9/2014

Willkommen zur neuten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 9/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Protokoll des WMF-Kuratoriumsmeetings vom Januar 2014

Die Wikimedia Foundation hat die Mitschrift des Kuratorumstreffens vom Januar 2014 veröffentlicht.

Protokoll der WMDE-Präsidiumstelefonkonferenz vom 8. April 2014

Wikimedia Deutschland hat das Protokoll der Telefonkonferenz des Präsidiums vom 8. April veröffentlicht.

Wikimedia Israel stellt “Community Coordinator” ein

Wie Michal Lester, Geschäftsführerin von Wikimedia Israel auf der Mailingliste wikimedia-l berichtet, hat das israelische Wikimedia-Chapter den Wikipedianer Chen Spector als “Community Coordinator” eingestellt. Chen hat seine Arbeit zum 1. April aufgenommen.

Community-Review der FDC-Anträge

Noch bis zum 30. April können Interessierte Kommentare zu den vier Anträgen an das Funds Dissemination Committee hinterlassen und dem FDC somit helfen, die Anträge zu bewerten. Aktuell liegen Anträge vom Centre for Internet and Society, der Wikimedia Foundation, Wikimédia France und Wikimedia Norge vor.

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Freie Bildungsmaterialien: “Es geht am Ende nur miteinander”

“Europe goes OER. Welchen Weg geht Deutschland?” – Freie Bildungsmaterialien waren am 3. April das Thema des Abends in der Wikimedia Geschäftsstelle. V.l.n.r: Prof. Fred Mulder, Nina Lindlahr, Jöran Muuß-Merholz.  Foto von Sebastian Horndasch, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Am 3. April stellten wir bei Wikimedia Deutschland die Frage: Europe goes OER – und welchen Weg geht Deutschland? Auf der gut besuchten Veranstaltung diskutierten Fred Mulder und Jöran Muuß-Merholz über den Stand von Freien Bildungsmaterialien in Deutschland und international. Mehrere Blogs berichteten über die Veranstaltung. Eine zusammenfassende Presseschau.

Vor knapp 50 Interessierten stellte zunächst Jöran Muuß-Merholz die zweite Auflage des OER-Whitepapers vor, das er im Auftrag des Internet & Gesellschaft Collaboratory gemeinsam mit Felix Schaumburg geschrieben hatte (hier die Präsentation). Im Anschluss sprach Fred Mulder, Professor für Open Educational Resources an der Open Universiteit der Niederlande, über die Situation von OER in ganz Europa (hier die Präsentation). Eine Reihe von Bloggenden schrieben ihre Gedanken zu der Veranstaltung nieder.

OER: Ein diffuser Begriff?

Ole Winterman von der Bertelsmann Stiftung setzte sich in einem Blogartikel zu der Veranstaltung zunächst mit dem Begriff Open Educational Resources auseinander.

“Der Begriff der OER ist nach wie vor sehr diffus und zudem auch noch nicht adäquat ins Deutsche übersetzt worden. Diese Diffusität ist ein Indikator dafür, dass nach wie vor kein besseres konsensuales Verständnis der Materie vorliegt, obgleich das Thema inzwischen nicht mehr neu ist. Diese Unübersichtlichkeit ist zu einem gewissen Teil den vielen Perspektiven der unterschiedlichen Stakeholder geschuldet, deren Bandbreite vom Lehrer an der dörflichen Grundschule bis hin zu multinationalen Versuchen, aus OER eine tragfähige Social Business Modell zu entwickeln, reicht.”

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Wikimedia:Woche 8/2014

Willkommen zur achten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

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Wikimedia:Woche 8/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

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Foundation und Organisationen

Protokoll und Blogbeitrag zum Boardtraining-Workshops

Das Protokoll des Boardtraining-Workshops, der vor ein paar Wochen in London stattfand, ist online. Im WMDE-Blog hat Tim Moritz Hector einen Rückblick verfasst.

Fragen an die “Affiliate-selected” WMF-Kuratoriumskandidaten // Wahl ist eröffnet

Auf der Wikimedia Conference wird es zu einer Fragerunde an die Kandidaten für das WMF-Board kommen, die von Chaptern und affiliated Organisations (hier: Amical) ernannt werden. Interessierte können Fragen dazu auf Mta vorschlagen oder an Chris Keating mailen. Das Wahlverfahren ist bis zum 31. Mai 2014 geöffnet.

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Mit Wikimedia Deutschland “Into the Wild”: Fünf “re:publica-Stipendien”

re:publica 14 – INTO THE WILD

Die in Berlin stattfindende Konferenz re:publica dürfte mittlerweile fast allen bekannt sein, die sich für Themen rund um die Digitale Gesellschaft interessieren. Wikimedia Deutschland ist Kooperationspartner der diesjährigen Konferenz, die unter dem vielversprechenden Motto “Into the Wild” steht. Vom 6. bis 8. Mai werden wir mit einem Stand und einer Überraschunginstallation auf der re:publica präsent sein.
Lust auch dabei zu sein und die Diskussionen rund um die Zukunft des Netzes mitzugestalten? Dann bist du hier genau richtig. Wikimedia Deutschland vergibt fünf re:publica-Stipendien an diejenigen, die sich für Freies Wissen, Freie Software oder Freie Kultur engagieren. Egal ob du an den Wikimedia-Projekten arbeitest, dich für freie Lizenzen einsetzt oder die Open Street Map mitgestaltest – bewirb dich!

Ein Stipendium beinhaltet ein Eintritts-Ticket für alle drei Tage der re:publica sowie die Erstattung der ggf. anfallenden Anfahrtskosten (Hin – und Rückfahrt) aus Deutschland nach der Reisekostenordnung von Wikimedia Deutschland und nach Vorlage der Belege.

Was musst du tun, um eins der Stipendien zu ergattern? Schreib einfach eine E-Mail an republica@wikimedia.de mit dem Betreff: “re:publica-Stipendium” und schildere uns bitte kurz und formlos, wie du dich für Freies Wissen engagierst und warum du in diesem Zusammenhang die re:publica besuchen möchtest. Du musst aber schnell sein, da wir die Stipendien nach dem Prinzip: “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst” vergeben. Die ersten fünf dürfen sich dann auf die re:publica freuen.

Und noch eine Erinnerung: Am 5. Mai, einen Tag vor Beginn der re:publica, erarbeiten wir gemeinsam in den offenen Räumen von Wikimedia Deutschland (Tempelhofer Ufer 23/24 in Berlin Kreuzberg) Unterrichtsmaterialien zum Thema Digitale Gesellschaft. Dabei probieren wir ein neues Format aus: Den OER-Sprint. Mehr Infos zum Wer, Wann und Was findet ihr im passenden Blogpost, und für die Ungeduldigen: Hier geht es direkt zum Anmeldeformular.

Aktualisierung: Alle fünf Stipendien wurden vergeben!

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13. Wikipedia-Süddeutschland-Treffen in Regensburg

Foto: Ireas, CC-BY-SA 3.0

Von Geolina und Nicolas Rück

In Regensburg kamen am vergangenen Wochenende zum 13. Mal Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus dem Süddeutschen Raum und Zugereiste von Hamburg bis Wien und Berlin bis Aachen zusammen. Auf dem mehrtägigen Treffen konnten ebenso neue Kontakte geknüpft wie alte, meist sehr lieb gewonnene Bekanntschaften wiedergetroffen, aber vor allem auch neue Projektideen oder anstehende Aktivitäten geplant, diskutiert und vorangetrieben werden. Beispielsweise der im Mai und Juni erstmalig in Deutschland stattfindende Fotowettbewerb Wiki Loves Earth oder der kürzlich eingereichte Förderantrag zu den Wikipedianischen Landpartien, der einen großen Zuspruch erhielt und viele überraschende Ideen hervorbrachte. Selbstverständlich nutzten die ambitionierten Enzyklopädistinnen und Enzyklopädisten die Zeit ebenso um gemeinsam die Denkmal-und Stolpersteinlisten der Stadt abzuarbeiten, fehlende Fotos für das freie Medienarchiv Commons aufzunehmen und die weitere Artikelarbeit zu den regionalen Themen vorzubereiten.

Foto: Geolina, CC-BY-SA 3.0

Wikimedia Deutschland und die Teilnehmer des traditionellen Treffens möchten an dieser Stelle besonders den freiwilligen Veranstaltenden des Treffens für die großartige und sehr umfangreiche Organisation danken. Neben vorbereiteten Listen und Koordinaten wurde auch ein Fotorätsel angeboten, das große Freude und Begeisterung hervorrief und die Teilnehmer spielerisch in die kleinsten Gassen und Winkel der Stadt führte. Darüber hinaus geht der Dank an alle Teilnehmenden, die zu dem gelungenen Treffen beigetragen haben und daran arbeiten, die bestehenden Lücken zu der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Stadt in der Freien Enzyklopädie Wikipedia zu schließen.

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GLAM Arbeit – Was bedeutet das eigentlich?

Ein Versuch einer Erklärung

Es gibt unendlich viel Wissen, aber frei zugänglich ist bisher nur ein Bruchteil. Dieses in den Kultur- und Gedächtnisinstitutionen zu entdecken, für die Zugänglichkeit zu werben und es u.a. für die Wikimedia-Projekte zu erschließen, darum geht es in der GLAM-Arbeit. Die englische Abkürzung “GLAM” meint Kunstsammlungen, Bibliotheken, Archiven und Museen, d.h. Gedächtnis-Institutionen im Kulturbereich. Das Akronym wird überall dort eingesetzt, wo der Kulturbereich in die digitale Welt eintritt.

Seit zwei Jahren gibt es bei Wikimedia Deutschland (WMDE) den GLAM-Bereich. Zeit für eine etwas längere Zwischenbilanz. Im Zentrum der GLAM-Arbeit steht der Vermittlungsgedanke. Die Institutionen stehen auf der einen Seite. Auf der anderen Seite stehen alle Wikimedia-Projekte, alias Wikiversum, und die Freiwilligen, die sie tragen. Meine Arbeit betrachte ich als Angebot, Brücken von der einen in die andere Welt zu schlagen. Aus der Sicht der GLAM-Einrichtungen sind die Wikimedia-Projekte eine spannende Plattform, um ihre Inhalte, ihre Arbeit und ihr Wissen in der Welt bekannter zu machen. Das Ziel der Wikimedia-Projekte ist es, Freies Wissen zu schaffen, das möglichst vielen Menschen einfach zugänglich und nachnutzbar ist. Wie diese Zielvorstellungen harmonieren?

Das Wikiversum auf der einen Seite

Auf dem GLAM-Treffen in Bremen. Bild von Jürgen Howaldt (Own work) [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Das Wikiversum ist eine Welt des ehrenamtlichen Engagement von vielen Individuen. Wikipedianer machen Wissen über die Artikel in der Wikipedia frei zugänglich. Sie erschließen in ihrer Freizeit publiziertes Material und formen es in kooperativer Arbeit in enzyklopädische Wikipedia-Einträge um. Bereichert wird ihre Arbeit durch das Medien-Archiv Wikimedia Commons. Vor allem Bilddateien werden gern genutzt, um Wikipedia-Artikel zu illustrieren. Oft sind es Werke von Fotografen, die ihre eigenen Aufnahmen hochladen, aber auch Abbildungen von gemeinfreien Kunstwerken oder autorisierte Abbildungen von urheberrechtlich geschützten Werken formen das inzwischen über 20 Millionen Dateien umfassende Wikimedia Commons-Archiv. Alle Wikimedia-Projekte leben aus dem gemeinschaftlichen Engagement von Menschen, die sich für die Vision des Freien Wissens einsetzen. Dieses konstante und überwiegend ehrenamtliche Engagement hat die Wikipedia als Ganzes auf weltweit Platz 6 der am häufigsten aufgesuchten Websites gebracht. Eine enorme Leistung, die Begehrlichkeiten weckt und Verantwortung mit sich bringt. Das allein ist aber noch nicht Freies Wissen. Wirklich frei wird es erst, indem Leser und Betrachter zu aktiven Nutzern werden. Sie können aufgrund der im Wikiversum verwendeten Freien Lizenzen, selber mitmachen. Sie können das Wissen weiterverwenden, indem sie es für ihre Bedarfe umformen. Ja, sogar Geld damit verdienen, wenn sie können oder wollen.

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Internationale Zusammenarbeit im Wikiversum – Eindrücke vom „Boards training workshop“

(Fast) alle Teilnehmenden des Boards Trainings Workshops versammelt.

Vom 28. Februar bis 2. März trafen sich ca. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Wikimedia-Chapters – den nationalen Wikimedia-Vertretungen – zu einem internationalen Workshop in London. Die Angereisten waren Mitglieder der jeweiligen „Boards“, also der Präsidien, Vorstände und anderen Leitungs- und Aufsichtsgremien ihrer Organisationen. Sie erhielten hier die Gelegenheit eines Trainings zu den Herausforderungen ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Steffen Prößdorf, Tim Moritz Hector und – als Mitorganisator der Veranstaltung – Markus Glaser nahmen als Mitglieder des Präsidiums von Wikimedia Deutschland teil.

Wie leitet man einen gemeinnützigen Verein? Welche Aufgaben haben wir als Aufsichts- und Kontrollgremien und welche haben wir nicht? Wie definieren wir das Verhältnis zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen? Wie führt man eigentlich eine gute Strategieplanung durch?

Diese und viele andere Fragen konnten auf dem zweitägigen Workshop zwar wohl kaum geklärt, aber aufgeworfen und ausführlich diskutiert werden. Ein offenes Gespräch und Vertraulichkeit der Diskussionsbeiträge waren sehr wichtig für alle Teilnehmenden und es entstand so schnell eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mit externer Hilfe von Mike Hudson, der als im Non-profit-Bereich erfahrener Unternehmensberater Wikimedia UK durch schwierige Situationen begleitet hat, näherten wir uns der Frage nach „Good Governance“ – also der Frage nach gutem Führungs- und Regierungshandeln – in Non-Profit-Organisationen (NPOs). Sehr konkret konnten wir hier Tipps bekommen, die sich in anderen gemeinnützigen Organisationen bewährt haben.

Ebenfalls Expertise lieferten Dariusz Jemilniak, der Vorsitzende des Spendenvergabekomitees (FDC) der Wikimedia Foundation, und Jessie Wild, Mitarbeiterin der Wikimedia Foundation im Evaluationsteam, die Modelle für Evaluation und strategische Planung vorstellten. Diese wurden anschließend ebenfalls im Gruppengespräch auf die Situationen in den jeweiligen Ländern bezogen.

Wir bekamen von Kira Krämer und Nicole Ebber einen ersten Einblick in die Erkenntnisse aus dem von Wikimedia Deutschland durchgeführten Chapters Dialogue – einem weltweiten Projekt zur Erforschung der Ziele, Beziehungen und Verantwortlichkeiten in den verschiedenen Organisationen der Wikimedia-Welt– und eine weitere sehr spannende Sitzung drehte sich um Erfahrungen mit „Burn-out“ und Arbeits- und Zeitmanagement von Boardmitgliedern, in der sehr ehrlich Möglichkeiten aber auch Grenzen professionellen Ehrenamts aufgezeigt werden konnten.

Mit nach Hause nehmen konnten alle ein aufgefrischtes Bewusstsein für Probleme in ihren jeweiligen Boards, neue Perspektiven, Strategien und Lösungsansätze zur Bewältigung dieser und darüber hinaus beispielhafte Modelle für Strategieplanung und Evaluation der Tätigkeiten des Vereins.

Besonders bedeutsam war dieser Workshop als eine der ersten Veranstaltungen, bei denen international „best practices“ und „lessons learned“ geteilt worden sind. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern war es wichtig, diesen Dialog auch zu anderen Themenfeldern, mit anderen Akteuren und im Rahmen anderer Formate aufrecht zu erhalten, sich regelmäßig über die Herausforderungen, denen sie in ihrer lokalen Arbeit begegnen, auszutauschen und diesen Workshop als Modell für internationale Zusammenarbeit zu betrachten.

Das Protokoll und weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich auf Meta, dem Koordinationswiki der Wikimedia-Bewegung.

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Cynthia Ashley-Nelson (Cindamuse)

Von Carlos Colina, Bence Damokos, für das Wikimedia Affiliations Committee:

Mit großem Bedauern müssen wir bestätigen, dass Cynthia Ashley-Nelson (Benutzer:Cindamuse) am Freitag, den 11. April, verstorben ist. Unsere Gedanken sind bei Cynthias Familie, Freunden und der internationalen Wikimedia-Community.

Cynthia wurde am 10. April zur Stellvertretenden Vorsitzenden des Affiliations Committee gewählt. Sie war nach Berlin gereist, um am jährlichen Treffen des Komitees während der Wikimedia Conference teilzunehmen. Als langjährige Wikipedia-Autorin und Expertin in Organisationsentwicklung mit mehr als 25 Jahren Erfahrung bereicherte Cynthia die Bewegung für Freies Wissen auf vielfältige Weise mit ihrer Zeit, Leidenschaft und mit ihren Kenntnissen. Cynthia unterstützte mit großem Engagement das Global Education Program der Wikimedia Foundation und Lösungsversuche rund um den Gender Gap in Wikipedia.

In der kurzen Zeit seit Januar, die Cindy mit uns im Affiliations Committee war, lernten wir ihre Gedanken, Einblicke und Erfahrungen sehr schätzen. Diese gemeinsamen Monate haben gezeigt, was für ein überaus wertvolles und engagiertes Mitglied das Komitee in ihr hatte, was letztlich zu ihrer Wahl als Stellvertretende Vorsitzende geführt hat.

Wir sind in tiefer Trauer, wie jeder, der nach Berlin gekommen ist, um an der Wikimedia Conference teilzunehmen. Cynthias Tod ist ein großer Verlust für alle in der Wikimedia-Bewegung. Heute Morgen sind die Teilnehmer der Konferenz zusammengekommen, um gemeinsam zu trauern und über den Verlust von Cynthia zu sprechen. Wir haben uns entschlossen, dass es allen Teilnehmern der Wikimedia Conference freisteht, sowohl weiter über die Zukunft dieser Bewegung sprechen zu können, die Cynthia so viel bedeutet hat, als auch die Zeit hier mit Erinnerungen und guten Gedanken an sie zu verbringen. Wir werden Cynthia sehr vermissen.

Auf Cynthias Wikipedia-Benutzerseite können Beileid ausgesprochen und Erinnerungen geteilt werden.

Im Namen des gesamten Affiliations Committee und den weiteren Community-Mitgliedern, die hier in Berlin zusammengekommen sind:

 

Carlos Colina,
Chair, Wikimedia Affiliations Committee

Bence Damokos,
Outgoing chair, Wikimedia Affiliations Committee

 

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Wissenschaftler diskutieren Science 2.0 in Hamburg

Dies ist ein Gastbeitrag von Daniel Mietchen, Wissenschaftler am Museum für Naturkunde in Berlin und aktiver Wikimedianer. Beruflich und privat befasst er sich mit Open Science und Open Acess und hat anlässlich einer Konferenz zum Thema “Science 2.0” in Hamburg einen Wikimedia-Workshop gegeben.

Am 26. und 27. März fand in Hamburg eine Konferenz zum Thema “Science 2.0” statt, ausgerichtet vom gleichnamigen Leibniz-Forschungsverbund “Science 2.0”, in welchem Wikimedia Deutschland Mitglied ist. Ziel des Forschungsverbundes ist es, zu erforschen, wie die Verfügbarkeit und Nutzung von Web 2.0-Technologien und -Netzwerken das Umfeld und die Arbeitsabläufe von Wissenschaftlern verändern, und Wikimedia Deutschland bringt sich dabei vor allem mit Beiträgen zu Freiem Wissen ein.

Im Vorfeld der Tagung fand vom 24.-25. März ein Doktoranden-Symposium und am 25. ein Wikimedia-Workshop statt, den ich leitete. In diesem Workshop ging es darum, die Teilnehmer sowohl mit allgemeinen Wikimedia-Prinzipien als auch Unterschieden zwischen den einzelnen Projekten und Sprachversionen vertraut zu machen, ihnen grundlegende Fertigkeiten für eigene Beiträge zu vermitteln und Wikimedia-Projekte im Kontext von Science 2.0-Aktivitäten einzuordnen. Ich denke, das ist gelungen.

Die Konferenz selbst wurde am 26. nach einleitenden Worten von Prof. Klaus Tochtermann, dem Sprecher des Forschungsverbunds, durch eine Video-Botschaft von EU-Kommissarin Neelie Kroes eingestimmt, worin sie die Bedeutung digitaler Technologien und die Möglichkeiten offener Wissenschaft unterstrich:

Neelie Kroes: Open digital science. Lizenz: CC BY 2.0

 

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Wikisource: ein Projekt wird 30.000

Das Wikisource-Logo

Wikisource ist eines der Projekte der Wikimedia Foundation und damit eines der Schwesterprojekte der Wikipedia. Wikisource ist eine Sammlung von Quellentexten, die entweder urheberrechtsfrei sind oder unter einer freien Lizenz stehen. Das deutschsprachigen Wikisource hat vor kurzem die Schwelle von 30.000 gesammelten Quellentexten überwunden.

Der Wikisource-Aktive Konrad Stein hat anlässlich dieses Meilensteines eines Artikel im Wikipedia-Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der deutschsprachigen Wikipedia geschrieben. Wir freuen uns, diesen Text leicht redaktionell angepasst, hier veröffentlichen zu können.

Das Logo ist Programm: Ein Eisberg, man sieht die Spitze, „doch das im Schatten sieht man nicht“ (jedenfalls nicht gleich). Die Rede ist von Wikisource. Was ist Wikisource? Wenn Wikipedia das Lexikon der Welt ist, so ist Wikisource die Bibliothek der Welt (und de.wikisource.org die Bibliothek der deutschsprachigen Welt). Hier geht es nicht um schnelle, verlässliche Informationen über ein Wissensgebiet, hier geht es um sichere, verlässliche Texte zu diesem Wissensgebiet! Verlässlichkeit und Relevanz sind die Leitplanken von Wikisource.

Um ein Beispiel zu geben: Grimms Märchen. Wikisource gibt nicht einfach nur den Text von Grimms Märchen, sondern gibt alle Kinder- und Hausmärchen in allen Fassungen aller Auflagen von der ersten 1. Auflage 1812/15 bis zur 7. Auflage 1857 (Lebenszeit der Grimms). Hier kann jeder einsteigen: der Märchenliebhaber, dem die Erinnerung verblasst, bis zum Forschenden, der es auf Punkt und Komma genau braucht.

Apropos Verlässlichkeit: Bei Wikisource wird bis auf Punkt und Komma genau wiedergegeben, was die großen (und kleineren) Geister der Weltgeschichte über die Welt und ihre Geschichte gedacht – und vor allem: geschrieben – haben. Um das klar zu sagen: Jeder kann den Ursprung und das Ergebnis miteinander vergleichen. Rechts ist das Original zu sehen, links die Übertragung. Und wer einen Fehler findet: her damit! Im Unterschied zu den akademischen Druckwerken, verbessert sich WS täglich, stündlich… Weiterlesen »

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