Wikimedia:Woche 51/2016

Die Wikimedia:Woche 51/2016 ist die letzte Ausgabe dieses Jahres. Darin geht es unter anderem um ein neues Förderprogramm von Wikimedia Deutschland zur Gebührenerstattung von Anfragen nach Informationsfreiheitsgesetz. Außerdem wurden die Ergebnisse der diesjährigen internationalen Umfrage zu den technischen Wünschen der Communitys und eine Langversion des Wikipedia-to-the-Moon-Films veröffentlicht. Zudem verlinkt ist die letzte Ausgabe der vorerst leider eingestellten „Wochennotitz“ mit Aktuellem aus der OpenStreetMap-Welt.

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Wikimedia Deutschland und Open Knowledge Foundation ermöglichen Zugang zu amtlichen Informationen ohne Gebühren

Bild: Stadtarchiv in Hall in Tirol von Eduard von Grützner (1846–1925), gemeinfrei

120 Euro für einen Datenbankabzug, 80 Euro für Kopien historischer Dokumente oder 250 Euro für eine Liste der Geschenke an die Staatssekretäre? Wer Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) an deutsche Behörden stellt, muss Auskünfte mitunter fürstlich bezahlen. Bis zu 500 Euro können Bundesbehörden nach der Gebührenordnung des IFG pro Anfrage berechnen, Landesbehörden teilweise noch mehr. Dem Gesetz nach sollen die Gebühren allerdings nicht abschreckend sein: Damit „der Informationszugang wirksam in Anspruch genommen werden“ kann, sollen zum Beispiel einfache Anfragen kostenfrei bleiben.

In der Praxis schrecken Gebühren aber trotzdem ab. Nicht nur, weil sie oft zu hoch angesetzt werden, sondern auch, weil kaum jemand Hunderte Euro für die Arbeit von Behörden bezahlen will oder kann, die ohnehin schon durch Steuergelder finanziert worden sind. 75 Prozent aller Anfragen, für die Gebühren angesetzt werden, werden zurückgezogen – vor allem Auskunftsersuchen bei Jobcentern oder Schulen.

Das ist in Europa einmalig: In keinem anderen Land werden regelmäßig Gebühren für Auskünfte verlangt. Vor allem Menschen ohne hohes Einkommen sind damit de facto vom Zugang zu staatlichen Informationen ausgeschlossen.

Das ändern wir jetzt! Über Wikimedia Deutschland kann man sich diese Gebühren nun in einem Pilotprogramm mit einem formlosen Antrag erstatten lassen, sofern die Informationen für die Wikipedia, Wikidata oder andere Wikimedia-Projekte relevant sind und anschließend dort eingepflegt werden. Dazu steht zunächst ein Budget in Höhe von 5.000 Euro bereit. Genaueres zum Ablauf steht hier. Durch die Veröffentlichung auf FragDenStaat, einem Portal der Open Knowledge Foundation, können Informationen, die der Öffentlichkeit gehören, auch gesammelt von der Öffentlichkeit gefunden werden. Auf diese Weise lassen sie sich auch für Wikipedia-Artikel nutzen, anders als wenn nur Einzelpersonen per Post informiert werden.

Wir setzen uns damit für einen gerechten Zugang zu Wissen ein, der niemanden diskriminiert. Das ist mit einer klaren Forderung verbunden: Der deutsche Staat muss Gebühren für Auskünfte auch auf dem Papier abschaffen. Das bisherige System ist ineffektiv, ungerecht und entspricht nicht den Anforderungen an eine moderne Verwaltung.
Gebühren, die zu hoch sind oder rechtswidrig erhoben werden, zum Beispiel Auslagen, werden nicht übernommen. Eine Richtlinie, wann Gebühren zu hoch sind, bietet diese Verordnung. Hier ist der einzige Weg, gegen die Gebührenentscheidung Widerspruch einzureichen. Der kostet gewöhnlich 30 Euro – und kann nach vorheriger Rücksprache auch von Wikimedia Deutschland finanziert werden.

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Wikimedia:Woche 50/2016

In der Wikimedia:Woche 50/2016 gibt es einen Aufruf für ehrenamtliche Mitglieder internationalen Wikimedia-Ombudskommission, Marcus Cyron berichtet über ein Jahr Zusammenarbeit von Wikipedianern mit einem Sonderforschungsbereich der Universität Heidelberg, und es gibt Links zu zwei neuen Folgen des Wikistammtisch-Podcasts von Sebastian Wallroth.

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Gemeinsamer Workshop zu Wikidata von Code for Germany und Wikimedia Deutschland in Ulm

Dieser Beitrag erscheint auch auf dem Blog von Code for Germany.

Wikidata, das ist die frei bearbeitbare Wissens-Datenbank, von Freiwilligen gepflegt und entwickelt bei Wikimedia Deutschland. Wikidata unterstützt unter anderem die Wikipedia, kann aber auch für zahlreiche andere Projekte und Anwendungen verwendet werden. Die Daten in Wikidata sind offen, und können von jedem und jeder eingefügt, verlinkt und geprüft, und gleichzeitig von allen benutzt werden. Das sind zum Beispiel Geburtsdaten, Informationen über die Höhe von Gebäuden, über Politikerinnen oder auch aus der Wissenschaft. Perfekt, um von den Open Knowledge Labs stärker in ihre Arbeit und Projekte mit eingebunden zu werden.

Deswegen haben sich Wikimedia und die OK Labs zusammengetan, um in einem Workshop Wikidata besser kennen zu lernen. Ausgerichtet wurde der Workshop von Wikimedia und alle Labs waren eingeladen. Mit 40 Teilnehmerinnen waren wir zu Gast im Verschwörhaus, dem jüngst gegründeten Treffpunkt für digitale Initiativen in der Stadt Ulm – initiiert von Stefan Kaufmann, der auch das OK Lab in Ulm gegründet hat.

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Ein Jahr Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich 933 an der Universität Heidelberg

Ein Beitrag von Marcus Cyron

Im Jahr 2016 wurde Wikipedia 15 Jahre als. Seit nun über 10 Jahren sucht die Wikipedia-Community den Kontakt mit akademischen Institutionen: mit Universitäten, Akademien und mit GLAM, also Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen. Mal funktioniert das besser, mal schlechter. Verschiedenste Modelle wurden probiert. Gemeinsame Tagungen, Fortbildungen, Schul- und Universitätsprojekte. Vielfach ist Interesse und großes Engagement von beiden Seiten vorhanden, denn nur so kann diese Zusammenarbeit funktionieren. Von einer überaus gut funktionierenden Kooperation möchte ich rückblickend auf das Jahr 2016 an dieser Stelle berichten. Weiterlesen »

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Wiki Loves Monuments 2016: Mehr als 39.000 Fotos von deutschen Bau- und Kulturdenkmalen bereichern die Wikimedia-Projekte

In diesem Gastbeitrag schaut Sandro Halank auf das erfolgreiche Wiki-loves-Monuments-Jahr zurück.

Es ist bereits zu einer besonderen Tradition geworden, dass ehrenamtliche Wikipedianerinnen und Wikipedianer im „Denkmalmonat“ September den Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments veranstalten.

Erstmals 2010 in den Niederlanden ausgetragen ist dieser einzigartige Wettbewerb – die Organisation und Juryaufgaben werden von Ehrenamtlichen wahrgenommen, und alle Interessierten können mitmachen – mittlerweile laut Guiness Buch der Rekorde der weltweit größte Fotowettbewerb. International haben 2016 rund 10.700 Fotografinnen und Fotografen mehr als 275.000 Bilder von Bau- und Kulturdenkmalen aus 42 Ländern hochgeladen und damit zur Bebilderung insbesondere der Wikipedia beigetragen. Allein in Deutschland haben sich 884 Ehrenamtliche mit mehr als 39.000 Bildern beteiligt und damit dafür gesorgt, dass Deutschland im internationalen Vergleich die meisten Wettbewerbsbilder aufweisen kann. 

Die Gewinner von Wiki loves Monuments 2016 bei der Preisverleihung am 25.11.2016.

Eine weitere Besonderheit des Wettbewerbs ist, dass von den hochgeladenen Bildern nicht nur die Wikimedia-Projekte profitieren, sondern auch die Allgemeinheit. Jedes einzelne Bild steht, wie alle in der Wikipedia verwendeten Bilder, unter einer freien Lizenz und kann von allen weiterverwendet werden: sei es für den privaten Blog, die Website der Gemeinde oder eine große Tageszeitung. Besonders einfach lassen sich Lizenzhinweise für die kostenfreie Verwendung der Bilder mit dem Lizenzhinweisgenerator erstellen.

Die hochgeladenen Bilder von deutschen Bau- und Kulturdenkmalen wurden in einem ersten Schritt von mehr als 100 Engagierten im Rahmen der Vorjury begutachtet und mehr als 300.000-mal bewertet. Der Vorjury oblag es für jedes Bild eine Bewertung von einem bis fünf Sternen zu vergeben. Die besten 1.041 Fotos – mit einer Bewertung mit mindestens 3,0 Sternen – wurden anschließend der Hauptjury, bestehend aus Ehrenamtlichen der Wikimedia-Projekte sowie externen Experten, vorgelegt. Diese bestimmte die Top 100 des Wettbewerbs und vergab zwei Sonderpreise für besondere 360°-Panoramabilder, sogenannte Kugelpanoramen. Die diesjährigen Siegerfotos sind in der Wikipedia zu finden. Weiterlesen »

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Geförderte Projekte aus den Communitys im November 2016

Die folgende Liste zeigt eine Übersicht ausgewählter umgesetzter Aktivitäten, sowie regelmäßige Veranstaltungen, die von den Communitys organisiert wurden und mit Unterstützung durch das Team Ideenförderung im vergangenen Monat stattgefunden haben. Wer eigene Ideen und Projekte für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung freier Inhalte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland umsetzen möchte, findet weitere Informationen unter Wikipedia:Förderung.

Festivalsommer

Beim Festivalsommer standen im letzten Monat sechs Veranstaltungen auf der Agenda. Der vollständige Festivalplan ist in der Wikipedia zu finden.

Lokales

Ein Überblick über Aktivitäten lokaler Wikipedia-Communitys ist über Wikipedia:Lokales abrufbar. Einige Gruppen hinter den lokalen Räumen führen außerdem Blogs, über die eine Auswahl der dort stattgefundenen Veranstaltungen und Aktionen nachgelesen werden kann:

1.11.: Workshop: Videodreh mit dem Smartphone

Am 1. November veranstaltete der Heimatverein Lesum in Kooperation mit BremenpediA einen Workshop von und mit Matthias Süßen. Im Vortrag genannte Links, Hinweise auf Apps und weitere Informationen sind im Blog von Matthias Süßen zu finden. (basierend auf einem Text von Quarz, CC-by-sa 3.0)

4.11.: Sonderausstellung Klassische Archäologie der Uni Heidelberg

Seit einem Jahr gibt es eine immer intensiver werdende Zusammenarbeit mit dem SFB 933 Materiale Textkulturen der DFG an der Universität Heidelberg und darin involvierte Institutionen. Nach der GLAM-on-Tour-Station Anfang Oktober in Heidelberg soll dieses Projekt weiter am Leben gehalten werden. So wurden von dem Seminar für Klassische Archäologie zu dessen 150jährigem Jubiläum Vertreter der Wikipedia eingeladen. Marcus Cyron besuchte die Veranstaltung als Wikipedia-Community-Mitglied. (basierend auf einem Text von Marcus Cyron, CC-by-sa 3.0)

4.11.: 4 Jahre Wikidata

Wikidata wurde am 30. Oktober vier Jahre alt, was Anlass für eine Geburtstagsfeier in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland war und die Möglichkeit bot, sich mit international aktiven Wikidata-Nutzern auszutauschen.

6.–8.11.: Messe Schriftgut

Wikipedia-Aktive vertraten die freie Enzyklopädie mit einem Stand auf der Messe schriftgut in Dresden, um die eigene Arbeit im Dialog zu beleuchten und in Gesprächen über die Erstellungsweisen der Texte zu berichten. (basierend auf einem Text von Conny, CC-by-sa 3.0)

12.11.: Denkmalmesse Leipzig

Auf der Denkmalmesse Leipzig konnten Vertreterinnnen und Vertreter der Wikimedia-Community aus verschiedenen Bundesländern die Ergebnisse ihrer Projektarbeit vorstellen und über ihre Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit den zuständigen Einrichtungen der Denkmalpflege berichten. (basierend auf einem Text von Dr. Bernd Gross, CC-by-sa 3.0)

Überraschend durften sie außerdem die Goldmedaille für die besondere Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements entgegennehmen. Die Medaille wird an Standbetreibende vergeben, die herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa erbracht haben. Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 49/2016

In der Wikimedia:Woche 49/2016 ist ein schöner Film zur Übergabe der Disc zu finden, auf der Wikipedia-Inhalte zum Mond geflogen werden. Außerdem gab es einen Vorstandswechsel bei Wikimedia Deutschland. Wer wissen möchte in welcher Region die nächste WikiCon stattfinden wird, sollte ebenfalls einen Blick in die vorliegende Ausgabe werfen.

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Abraham Taherivand wird Interimsvorstand

Liebe Vereinsinteressierte,

Foto von Silke Ababneh, bearbeitet von Valerie Schandl (WMDE), CC-BY-SA 4.0

am vergangenen Samstag habe ich euch informiert, dass Christian Rickerts zum Staatssekretär ernannt wird, wenn sich der neue Berliner Senat wie geplant konstituiert. Dies ist nun geschehen: Seit heute ist Christian Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie und Betriebe und hat sein Vorstandsamt bei Wikimedia Deutschland niedergelegt.

So rasant die Entwicklungen seit der letzten Woche waren, so sehr freuen wir uns seitens des Präsidiums, dass wir schnell eine wirklich sehr gute Nachfolgelösung gefunden haben: Ich freue mich sehr, dass Abraham Taherivand sich bereit erklärt hat, das Vorstandsamt zunächst zu übernehmen! Er ist vom Präsidium zum Vorstand des Vereins bestellt worden und ab heute im Amt.

Abraham ist seit März 2012 bei Wikimedia Deutschland tätig. Er leitet mit dem Bereich Software-Entwicklung aktuell die personell und finanziell größte Organisationseinheit. In seinen bisherigen Rollen als Vertreter des Vorstandes, als Sprecher der Übergangskommission zur letzten Vorstandssuche und als ehemaliger Vorsitzender des Betriebsrates hat Abraham bewiesen, dass er jederzeit im Sinne der Gesamtorganisation handelt und entscheiden kann.

Die gefundene Lösung mit Abraham ermöglicht uns, mit der nötigen Ruhe und wohlüberlegt die nächsten Schritte anzugehen. Am 28./29. Januar wird sich das Präsidium zu seiner ersten Klausurtagung treffen und dort alle Fragen rund um die permanente Besetzung der Vorstandsposition besprechen. Anschließend werden wir euch zeitnah über die Ergebnisse und das weitere Vorgehen informieren. Abraham steht uns bis dahin und auch darüber hinaus als Vorstand zur Verfügung. Er hat die vollen Rechte und Pflichten des Vorstands und wird auch die Abteilung Software-Entwicklung bis auf weiteres leiten.

Christian, an dich noch einmal ein großes Danke für deine Arbeit bei uns. Herzlichen Glückwunsch und einen guten Start in der Politik. Abraham, ich freue mich auf die weitere, enge Zusammenarbeit mit dir!

Für das Präsidium
Tim Moritz Hector
Präsidiumsvorsitzender

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Aus Ideen werden Projekte werden Ergebnisse werden Ideen

 

Rückblick auf das erste WikiLibrary Barcamp “Bibliotheken im Netz – Digitale Agenda!?” (#BINDA) in Dresden. Eine Gemeinschaftsaktion vom Deutschen Bibliotheksverband Netzwerk Bibliothek, der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek und Wikimedia Deutschland.

@lambo twittert auf dem ersten WikiLibrary Barcamp unter dem hashtag #BINDA (screenshot)

 

Draußen herrschte frostige Kälte – genau das richtige Wetter um über die vielen Weihnachtsmärkte Dresdens zu schlendern – doch über sechzig Bibliothekarinnen, Wikipedianerinnen, Bibliothekare und Wikipedianer kamen lieber in den großen Vortragssaal der SLUB, wie die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek liebevoll genannt wird. Sie trafen sich, um gemeinsam zu überlegen, zu debattieren und einander zu begeistern künftig noch mehr miteinander zu tun.

Dreimal traten aus dem Kreis der Teilnehmenden Menschen auf die Bühne. Im so genannten Sechzig-Sekunden-Wahnsinn (One-Minute-Madness) warben sie um die Gunst für ihre Themen. Das Angebot war vielfältig: “Was brauchen Bibliotheken als Co-Workingspaces?” von @isarmatrose (Café Sankt Oberholz) oder “Was können wir mit digitalisierten historischen Tourenbücher für Radfahrer machen?” fragte Jens Bemme (SLUB). A.Wagner (Wikisourcejaner) stellte das Wikimedia-Projekt Wikisource vor. Felistoria (Wikipedianerin) und Tanja Erdmenger (Münchner Stadtbibliothek) machten spontan eine Session gemeinsam über digitale Teilhabe in Bibliotheken am Beispiel der Hamburger Wikipedia Sprechstunde.  Brücke (Wikipedianer) lud ein zum Wettbewerb “Wiki loves Books”. @kippelboy aus Barcelona und ich warben für die internationale Kampagne #1Lib1Ref – aka 1 Bibliothekar / 1 Literaturangabe – mit deren Hilfe Bibliothekarinnen und ihre männlichen Kollegen eingeladen sind, Wikipedia-Einträge mit fehlenden Belegen zu verbessern. Ich kann hier leider nicht alle Sessions listen, denn fast 20 Session fanden an diesem 3. Dezember statt. Alles wurde gemeinschaftlich dokumentiert. So kann man auf der Projektseite zu den einzelnen Sessions die digitalen Mitschriften (etherpads genannt) finden, nachlesen und ggf. noch ergänzen.

Der stellvertretende Generaldirektor persönlich, Dr. Achim Bonte,  öffnete für uns die Schatzkammer der SLUB, um der Begeisterung für die Einrichtung Bibliothek neue Nahrung zu geben. Futuristischer ging es im Makerspace – die Werkstatt mit den 3D-Druckern –  auf der anderen Straßenseite zu und vollends historisch wurde es in der dritten Führung zu 800 Jahren Kreuzchor, mit der uns die engagierten Mitarbeiter der SLUB das #BINDA-Barcamp verwöhnten. In der letzten Runde des Tages trug der kongeniale Moderator Stephan Bartholmei (Deutsche Digitale Bibliothek) die Ergebnisse zusammen. Hier nachzulesen.

Eine tolle Sache fanden alle. Denn am Ende ließen die Veranstalter abstimmen: Soll es im nächsten Jahr wieder ein WikiLibrary Barcamp geben? Der orangefarbene Saal der SLUB ergrünte durch die vielen hochgehaltenen Stimmkarten sichtlich. Das heißt: Ja, Wikimedia Deutschland, Netzwerk Bibliothek und SLUB denken in den kommenden Wochen nach wie wo wann und was – ein zweites WikiLibrary Barcamp soll sein.

Gern auch Deine Ideen für ein 2. WikiLibrary Barcamp unten in die Kommentare schreiben.

Fotodokumentation

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