Wikimedia:Woche 9/2017

In der Wikimedia Woche 9/2017 sind unter anderem eine Projektvorstellung aus dem Fellow-Programm und das Protokoll der 1. Klausur des 5. Präsidiums von Wikimedia Deutschland zu finden. Außerdem erschien die erste Ausgabe des Wikimedia Education Newsletters im Jahr 2017 und es gibt viele Neuigkeiten aus dem Bereich Technik.

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„Wikipedia spielt..“ im Lokal K

Ein lokaler Raum, zwei Tage und unendlich viele Spiele. Ein Beitrag von Achim Raschka und Chiara Weiß.

Nach einem etwas umständlichen Weg vom Hotel ins Lokal K, der beinahe mit Orientierungslosigkeit im beschaulichen Köln geendet hätte, konnten wir die Hackländerstraße doch rechtzeitig erreichen.

Organisator Achim und zwei weitere Teilnehmende hatten bereits um Punkt 11 Uhr die erste Spielerunde begonnen und bildeten das Empfangskomitee; nach und nach trudelten weitere Menschen ein und am Nachmittag war der Raum mit etwa 20 Leuten gut gefüllt.

Man fühlt sich direkt wohl im Lokal K. Die Sitzecke lädt zum Entspannen ein, es gibt eine Menge Bücher – mit einer besonders großen Auswahl an Käsefachliteratur –, und in der Küche bekommt man Kaffee, der, falls Achim ihn kocht, einen „drei Tage lang wach hält“ (so Micha, der Admin der Facebook-Gruppe „Brettspiele(n) in Köln“ und Mitorganisator der Kölner Spieletreffen).

Und schon befanden wir uns mitten zwischen neuen Leuten, Spielen, Regeln, Verständnisfragen, ratlosen und erklärenden Gesichtern, Gewinnen und Verlieren. Über beide Tage verteilt herrschte ein reges Kommen und Gehen, alle Neuankömmlinge wurden mit einem fröhlichen Hallo aus der Runde begrüßt und gesellten sich einfach dazu.

Mal spielten alle als große Gruppe, mal zu zweit; manche Spiele wurden gleich wieder weggelegt, andere hatten nach 20 Jahren im Regal ihr Comeback. Klassiker wie das Kneipenwürfelspiel Bluff oder das Hochhausspiel Manhattan kamen ebenso auf den Tisch wie Neuheiten der letzten Jahre.

Am zweiten Tag wurde parallel zum kooperativen Robinson Crusoe, dem Räuberspiel Colt Express und dem Spiel Bezzerwizzer (ein Spiel, dessen Titel Wikipedianern einfach zusagen muss) dann sogar der Prototyp eines in der Entwicklung befindlichen Spiels aufgebaut: Der Dungeon-Crawler Operation C von Meg Griffin entführt die Spieler in ein Biowaffentestzentrum, wo sie und ihre Figuren von genmanipulierten Spinnen und Dinosauriern attackiert werden.

Seit kurzem trifft sich jeden Dienstag sowie jeweils an einem Wochenende im Monat eine Gruppe Spielebegeisterter im Lokal K. Aber es geht nicht nur darum, gemeinsam Spiele auszuprobieren.

Das Projekt Portal:Spiele/Wikipedia spielt … verfolgt das Ziel, eine Verbindung zwischen der Online-Community von Facebook und Wikipedia und dem realem Zusammentreffen dieser zwei bislang noch wenig zusammengewachsenen Welten zu schaffen und mittelfristig aus dem Kreis der Spielenden potenziell interessierte Neu-Autor*innen zu gewinnen.

Geplant ist erstmal ein Heranführen von bislang nicht oder nur wenig mit Wikipedia konfrontierten Spieler*innen an die Wikipedia-Welt und vice versa. In der Wikipedia sollen Neuanlagen und Erweiterungen entstehen, Artikel sollen aktualisiert und die Bebilderung (soweit dies möglich ist) verbessert werden. Auch die Verlinkung zu Wikidata und externen Seiten ist Teil des Programms.

Neu angelegt wurden im Zuge des Projekts bisher bereits 27 Artikel zu Spielen, 11 zu Spieleautor*innen und ein Artikel zu einem Spielkartenverlag, weitere Artikel und Artikelerweiterungen sind in Planung. Auf Wikidata wurde zudem das Wikiproject Board Games gestartet, um die Datenbankeinträge zu pflegen und zu harmonisieren.
Neben den Treffen in Köln findet „Wikipedia spielt …“ auch in den lokalen Räumen in Hamburg und München statt, in Berlin ist es in Planung und wird wohl in den nächsten Wochen Fahrt aufnehmen.

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Reproduzierbare Webseiten für alle – Ein Projektbericht aus dem Fellow-Programm Freies Wissen

Veranstaltungshinweis:
„Wissenschaft offen gestalten – Open Science in der Praxis“
Am 10. März präsentieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Fellow-Programms Freies Wissen in Berlin ihre Projekte und diskutieren über ihre Erfahrungen mit Open Science in der Praxis. Mehr Informationen zur Veranstaltung sind hier zu finden.

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag berichtet der Stipendiat Ruben C. Arslan über seine Forschung, die er im Rahmen des Fellow-Programms durchführt. 

In meiner wissenschaftlichen Arbeit bemühe ich mich, so offen wie möglich zu sein. Leider arbeite ich mit Daten, die ich nicht ausreichend de-identifizieren kann, um sie zu teilen (sprich komische Sextagebücher) und Daten, bei denen mir die Entscheidung schlicht nicht obliegt (sprich die Stammbäume aller Schweden seit 1950). Um diesen peinlichen Mangel an Offenheit zu kompensieren habe ich versucht, andere Methoden zu entwickeln, um meine Arbeit transparent zu machen. Nach ein paar Fehlschlägen (niemand wollte sich meinen Rstudio-Speedrun-Twitch-Kanal ansehen), habe ich einen Weg gefunden, der für mich bisher passabel funktioniert hat. Jetzt denke ich, es könnte sogar für Forscher interessant sein, die nichts zu kompensieren haben.

Und zwar habe ich versucht, nicht nur meinen statistischen Code zu teilen, sondern auch sicherzustellen, dass er leicht zugänglich ist, indem ich ihn in eine reproduzierbare Website verwandle. Weiterlesen »

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Ladies That FOSS — Welcoming 35 women coders into the FOSS movement and that was just the beginning

German summary: Ladies That FOSS war ein Hackathon gerichtet an Frauen, die Interesse an Freier und Open Source Software (FOSS) haben, aber noch nicht an konkreten Projekten beteiligt sind.

by Julia Schuetze

Ladies That FOSS was an open source hackathon by Wikimedia Deutschland e.V. in October 2016 continuing as a meetup starting from March 15th 2017.

In October 2016 Wikimedia Deutschland e.V. held its first hackathon aimed at women and nonbinary coders who are interested in Free and Open Source Software. The majority of them had one thing in common: they have never contributed to the FOSS world but were eager to find out what all the fuss in FOSS is about. Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 8/2017

In der Wikimedia:Woche 8/2017 wird unter anderem auf diverse neue Stellen bei Wikimedia Deutschland sowie den nächsten Community-Workshop hingewiesen sowie Einblicke in die Community gewähren unter anderem Berichte zu Fotoaktionen im Sportbereich sowie der Berlinale; evaluiert wurden die von Wikimedia Deutschland erstellten Mitmach-Videos und auch ein internationaler Newsletter beschäftigt sich mit dem Thema. Besonderes Highlight ist die Ankündigung der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA), ihre Inhalte unter einer Freien Lizenz zu veröffentlichen.

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Gerichtsurteile als Menschenwerk: Zum Editionsprojekt „Die Namen der Justiz“

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. In diesem Gastbeitrag stellt der Stipendiat Hanjo Hamann sein Projekt vor, welches er im Rahmen des Fellow-Programms durchführt. 

Die „Objektivität“ des Rechts…

Veranstaltungshinweis: „Wissenschaft offen gestalten – Open Science in der Praxis“ 
Am 10. März 2017 präsentieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Fellow-Programms Freies Wissen in Berlin ihre Projekte und diskutieren über ihre Erfahrungen mit Open Science in der Praxis. Mehr Informationen zur Veranstaltung sind hier zu finden.

Unter deutschen Juristen gilt es als unfein, Fachtexte in der ersten Person zu verfassen. Wer es versucht, bekommt schnell zu hören, er möge doch die „Egoismen“ tilgen. Denn „das Recht“ soll in größtmöglicher Objektivität ohne eigene Anteilnahme gesprochen und geschrieben werden. Das Persönliche tritt dagegen zurück, Entscheidungen treffen also „der“ Bundesgerichtshof und „das“ Bundesverfassungsgericht, nicht die darin versammelten Richter. Und was „der Bundesgerichtshof“ entscheidet, gilt im Zweifel auch noch weit über die Amtszeit der beteiligten Richter hinaus.

Zu welch dramatischen Verwerfungen das führen kann, zeigt nun der Tübinger Rechtshistoriker Jan Thiessen in einem neuen Buch mit dem unscheinbaren Titel „Der Ausschluss aus der GmbH“ [1]. Anders als das nüchterne Thema nahelegt – und diese Dissonanz ist sicher gewollt – geht es darin ausschließlich um das allzu Menschliche in der deutschen Justiz. Thiessen zeigt nämlich, wie eine scheinbar sachlich begründete Rechtsansicht, die heute allgemein anerkannt ist, alles andere als sachlich begann: Sie wurde von Richtern mit einem bestimmten sozialen Hintergrund 1942 entwickelt, um einen bestimmten (nämlich jüdischen) Unternehmer zu benachteiligen. Thiessen hat die Geschichte dieses Gerichtsprozesses und der daran beteiligten Personen gründlich recherchiert und plastisch dargestellt, wie ein ideologisch motiviertes Unrecht gerade dank seiner Ent-Menschlichung in das Rechtsdenken nachfolgender Juristengenerationen einsickern und seinen ideologischen Kontext weit überleben konnte. So wird aus dem scheinbar neutralen Urteil „des Reichsgerichts“ mit dem blassen Aktenzeichen „II 67/41“ und der nichtssagenden Fundstelle „RGZ 169, 330“ wieder eine packende und lehrreiche Geschichte über menschliche Schicksale, über die heftigen Konflikte „des Rechts“ in besonderen politischen Machtverhältnissen, und über den Einfluss und die Verantwortung einzelner Richterpersönlichkeiten.

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Mehr Weltraum für Wikipedia

Die Europäische Weltraumorganisation hat eine neue Open Access Policy angekündigt: künftig veröffentlicht die ESA ihre Inhalte unter Creative-Commons-Lizenzen. Das bedeutet, nicht nur Wikipedia, sondern wir alle haben bald mehr Zugang zu Freiem Wissen über das Weltall.

Schon bevor die Europäische Weltraumorganisation ESA 1975 gegründet wurde, verfolgten Millionen Menschen auf der ganzen Welt die erste bemannte Mondlandung live vor ihren Fernsehern. Das öffentliche Interesse an der Erforschung des Weltalls und der Raumfahrt ist auch heute noch ungebremst – die Informationskanäle aber nicht mehr dieselben wie noch vor 40 Jahren. Mit ihrer Open Access Strategie will die ESA die Raumforschung nun zugänglicher gestalten. Jeder Internetbenutzer und jede Internetbenutzerin, aber auch Wissenschaft und Wirtschaft, können künftig frei auf das Bild-, Video- und Datenmaterial der ESA zugreifen und es unter Einhaltung der Lizenzbestimmungen sogar für eigene Zwecke nutzen.

Die ESA ist dabei nicht die erste Weltraumorganisation, die ihre Inhalte unter freien Lizenzen zur Verfügung stellt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt  (DLR) stellte auf Initiative von Wikimedia Deutschland bereits 2012 seine Lizenzierungspolitik um. Inhalte der NASA, wie zum Beispiel Satelliten- und Teleskopaufnahmen, sind automatisch gemeinfrei. Die ESA verpflichtet sich nun, eigene Inhalte unter einer Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 IGO zu veröffentlichen. Um Inhalte unter dieser Lizenz nachzunutzen zu können, muss lediglich ein vollständiger Lizenzhinweis angegeben werden. Unter anderem können neueste Erkenntnisse aus der Raumfahrt und begleitendes Bildmaterial damit einfacher in die Wikipedia übernommen und so einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

Schon seit 2004 engagieren sich Freiwillige aus Wikimedia-Projekten dafür, die ESA von einer freien Lizensierung ihrer Bildmaterialien zu überzeugen. 2014 hatte die Europäische Raumfahrtorganisation daraufhin bereits Bilder von der Rosetta-Mission unter Creative-Commons-Lizenzen zur Verfügung gestellt.

 

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Wikimedia:Woche 7/2017

In der Wikimedia:Woche 7/2017 sind viele spannende Termine zu finden, darunter eine Schatzsuche im Stuttgarter Stadtarchiv, eine Infoveranstaltung zur EU-Urheberrechtsreform und ein Edit-a-thon zur Open-Kultur. Außerdem können Gebühren für Behördenanfragen jetzt auch in Österreich übernommen werden und zur Lösung von Bearbeitungskonflikten wird ab sofort eine neue und bessere technische Funktion angeboten. Die deutschsprachige Wikipedia-Community diskutiert derzeit über die Nutzung von Bildern abmahnender Fotografen und startete hierzu ein Meinungsbild.

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Mach mit: Videos für den leichteren Einstieg bei Wikipedia

Wikipedia lesen ist für Viele ganz alltäglich. Dass aber alle auch mitschreiben und ihr Wissen einbringen können, ist oft nicht bekannt. Wichtig ist uns als Wikimedia Deutschland daher, schon zum Einstieg zu zeigen, dass Editieren in der Wikipedia Spaß macht. Durch Gespräche mit der Community sowie Erfahrungen aus dem Movement gehen wir davon aus, dass neue Autoren und Autorinnen mit dem Einsatz von Bewegtbild besser an die Hand genommen werden können. Im 4. Quartal 2016 haben wir daher drei verschiedene Videoformate produziert, die Neuautorinnen und -autoren auf verschiedenen Ebenen die Wikipedia näher bringen sollen.

 

Gemeinsam mit dem netzpolitischen Künstler Alexander Lehmann entstand dieses Attention-Desire-Action-Video (kurz ADA). Es ist ein humorvolles und niedrigschwelliges Video, das zeigt: „Cool! Bei der Wikipedia kann ich mitmachen!“. Es soll den Leserinnen und Leser der Wikipedia verdeutlichen, dass und wie sie sich aktiv beteiligen können. Für das Video wurde ein eigener Illustrationsstil entwickelt, der auch auf flankierenden Produkten eingesetzt werden kann. Das Video eignet sich gut, um außerhalb der Projekt- und Organisationswebseiten Aufmerksamkeit für Wikipedia und Wikimedia zu generieren.

 

 

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Wikimedia:Woche 6/2017

In der Wikimedia:Woche 6/2017 geht es unter anderem um die Aberkennung des Chapter-Status von Wikimedia Hong Kong und die Beteiligung der Wikimedia Foundation an der Klage gegen die Einwanderungsverordnung des amerikanischen Präsidenten Trump. Außerdem werden aktuell Mitglieder sowohl für das Programmteam der Wikimania als auch für das Wahlkomittee der Foundation-Wahlen gesucht und die Tool-Labs-Teams der WMF zu dem Bereich Wikimedia Cloud Services zusammengeführt.

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