Archiv für 2009



Stream und Chat für die Podiumsdiskussion heute abend

Wie bereits angekündigt, wird die Podiumsdiskussion “Relevanz in der Diskussion – Was kommt eigentlich in die Wikipedia und was nicht?” heute abend mittels eine Live-Video-Streams übertragen. Zum Stream geht es hier lang.

Zugleich freuen wir uns, wenn sich auch die Zuschauer ausserhalb der Geschäftsräume an der Diskussion beteiligen. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Via Chat. Wir nutzen hierzu das freenode-IRC-Netzwerk. Bitte wählt als Server irc.freenode.net und geht dann in den Kanal #wikimedia-de-podium irc://irc.freenode.net/#wikimedia-de-podium

2. Via Twitter: Bitte verwendet hierzu den Hashtag #WMDE

Update (13:34 Uhr): Beginn der Veranstaltung ist heute, 18:00 Uhr.

Wir haben so eine Offline-/Online-Diskussion auch noch nicht gemacht und sind sehr gespannt, wie der Abend verläuft.

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Bericht aus der Geschäftsstelle (Oktober 2009)

Liebe Freunde des Freien Wissens,

es folgt der Bericht der Geschäftsstelle für den Oktober 2009:

Kompass 2020

Nachdem der Vorstand seine Arbeit fertig hatte und 41 strategische Ziele für die kommenden fünf Jahre festgelegt hat, begann die Arbeit für uns in der Geschäftsstelle. Wir müssen bis zur kommenden Vorstandsklausur (14./15. November bei Berlin) zu möglichst vielen dieser Ziele konkrete Maßnahmen und Aktivitäten entwickeln, jeweils mit einem Zeithorizont von 10 bis 25 Monaten, je nach Ziel. Um hier eine gewisse Vergleichbarkeit zu ermöglichen, habe ich eine einfache Ergebnismatrix entwickelt, in der die Maßnahmen, die wichtigsten Aktivitäten, Verantwortlichkeiten, Aufwände, Kennzahlen und Ergebnisse festgehalten werden. Dann haben wir, analog zu den Vorstandsressorts, Arbeitsgruppen gebildet, die jeweils von einem Mitarbeiter der Geschäftsstelle geleitet werden:

  • PR & Öffentlichkeitsarbeit: Catrin Schoneville
  • Usability & Technik: Daniel Kinzler
  • Gesellschaftliche Mitbestimmung: Mathias Schindler
  • Qualität: Denis Barthel
  • Freiwilligenförderung: Henriette Fiebig

Wie die einzelnen Vorstandsressorts in ihren Aufrufen schon geschrieben haben, stehen und fallen diese Arbeitsgruppen mit der Beteiligung durch Vereinsmitglieder, Community und alle Freunde des Freien Wissens. Hier war das Feedback sehr verschieden, an einigen AGs nehmen eine Menge Leute regen Anteil und beteiligen sich mit Ideen, Kritik, Vorschlägen und Feedback. In anderen Bereichen könnte diese Rückmeldung noch intensiver sein.

Daher hier nochmals die Bitte und der Aufruf: Beteiligt Euch an den Arbeitsgruppen! Es sind die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen, die die Arbeit der Geschäftsstelle zu einem wesentlichen Anteil im nächsten Jahr bestimmen werden. Und auch über die GS hinaus wird vieles, was im Verein passiert, sich aus diesen Maßnahmen und Aktivitäten ergeben.
Solltet Ihr aktuell keine Zeit haben oder Euch erst die ersten Ergebnisse angucken wollen, dann habt Ihr auch die Möglichkeit, Euch später zu beteiligen. Diese Arbeitsgruppen gehen nicht nach der Vorstandsklausur auseinander, sondern werden als Beratungsgremien auch weiterhin bestehen bleiben. Die Arbeit an der Strategie des Vereins und an den Schwerpunkten unserer Aktivitäten geht kontinuierlich voran – und die AGs sind eine gute Möglichkeit für alle Mitglieder und Interessierte, sich aktiv einzumischen. Also, schickt bitte einfach eine kurze Mail an die oben angeführten AG-Leiter und meldet Euer Interesse an.

Neben der Planung für die kommenden Jahre steht auch noch etwas ganz konkretes auf der Agenda des Kompass 2020: Der Haushaltsplan 2010. Diesen werde ich, basierend auf den Vorschläge aus den AGs, ebenfalls für die Vorstandklausur Mitte November vorbereiten.

Selbstverständlich wird es nach der Vorstandsklausur auch einen detaillierten Bericht über die Arbeit der AGs geben.

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Hearing in Brüssel: Wir bauen uns ein Waisenhaus

Am 26. Oktober hatte die Europäische Kommission (EC) zu einem öffentlichen Hearing über “Orphan Works” eingeladen. Dies steht in einer Reihe mit dem “Grünbuch“, an dem sich auch Wikimedia Deutschland und einige andere Schwesterchapter beteiligt hatten.
Für Wikimedia Deutschland war dieses Hearing eine gute Gelegenheit, vor Ort Eindrücke über solche Hearings zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und zu sehen, wie wir unsere Interessen an geeigneter Stelle vorbringen können.

Orphan Works sind – und da verlasse ich bereits den Konsens über die Definition – Werke, die zwar noch urheberrechtlich geschützt sind, deren Rechteinhaber jedoch nicht ausfindig zu machen sind – zumindest nicht mit vertretbarem Aufwand. Praktische Relevanz haben diese Waisenkinder vor allem seit der Massendigitalisierung durch Bibliotheken.

Während bei gemeinfreien Werken die Lage halbwegs eindeutig ist und bei den noch verlegten Titeln ein Rechteinhaber einfach greifbar ist, gibt es im Zeitraum zwischen 1870 und 1970 eine große Anzahl an Werken, bei denen wir einfach davon ausgehen müssen, dass die Urheber noch nicht 70 Jahre tot sind und irgendjemand Nutzungsrechte hat – ob er oder sie davon weiß oder nicht. Faktisch ist deshalb das 20. Jahrhundert der effizienten Massendigitalisierung entzogen.

Die Europäische Kommission hat mit Europeana selbst ein Projekt am Start, dass durch diese Situation stark betroffen ist. Sie überlegt jetzt, ob und wie eine europaweite gesetzliche Regelung aussehen könnte, die Waisenkinder wieder für die Allgemeinheit zugänglich macht.

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Relevanz in der Diskussion – Was kommt eigentlich in die Wikipedia und was nicht?

Wie bereits kurz angekündigt laden wir interessierte Wikipedianer, Blogger, Journalisten und generell alle Freunde des Freien Wissens zu einer Podiumsdiskussion zum Thema “Relevanz in der Diskussion – Was kommt eigentlich in die Wikipedia und was nicht?” nach Berlin ein.

Auf dem Podium sitzen:

Moderator ist Pavel Richter, der Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland.

Die Debatte ist in den letzten Tagen und Wochen sehr breit geführt worden; ganz offensichtlich gibt es einen enormen Bedarf auch ausserhalb der Wikipedia, die Richtung des Projekts zu diskutieren. Als gemeinnütziger Verein freut sich Wikimedia Deutschland, die Plattform für einen regen Meinungsaustausch zu bieten. Die Einladung haben wir spontan ausgesprochen und sind sehr gespannt auf die Resonanz. Die Podiumsteilnehmer werden zu Beginn ihre Sicht auf die aktuelle Diskussion darlegen. Das Publikum kann sich ebenfalls vor Ort oder Online via Chat und Twitter beteiligen. Wir freuen uns auf eine spannende und offene Diskussion.

Zum Technischen: Es wird mit 90% Sicherheit einen Audio-Livestream geben (der Link folgt), ebenso einen IRC-Chat (im freenode-IRC-Netzwerk auf dem Server irc.freenode.net (Raum folgt noch)-  irc://irc.freenode.net/) und Fragen können auch gerne via Twitter gestellt werden (#WMDE).

Die Veranstaltung findet am 5. November 2009 um 18:00 Uhr in den Vereinsräumen von Wikimedia Deutschland, Eisenacher Str. 2, 10777 Berlin statt. Aus Platzgründen ist eine Anmeldung dringend erforderlich: Schickt bitte bis zum 3. November eine Mail an podium@wikimedia.de . Habt dafür Verständnis, dass nur teilnehmen kann, wer eine Teilnahmebestätigung  von uns per Mail bis 4. November erhalten hat.

Pressevertreter bitten wir, sich unter catrin.schoneville@wikimedia.de anzumelden.

Update (2.11.09, 19:30 Uhr): Es haben sich bis heute Abend 42 Leute angemeldet, dazu kommen noch die Podiumsteilnehmer und die Angestellten des Vereins. Damit haben wir die Kapazität unserer Räumlichkeiten  erreicht. Weitere Anmeldungen sind daher leider nicht mehr möglich. Alle, die sich bisher angemeldet haben, bekommen  morgen eine Bestätigungsmail. Und bitte kommt nicht unangemeldet – wir haben keinen Platz mehr und können Euch wirklich nicht reinlassen. Zum Trost gibt es aber einen Live-V ideo-Feed (ja, sogar mit Ton!). Details dazu folgen hier schnellstmöglich.

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In memoriam

Ich bin selten sprachlos – gestern abend, als ich erfuhr, dass die Wikipedia einen ihrer fleißigsten Autoren verloren hat, war ich es.

Bradypus fand im Juni 2004 zur Wikipedia und bereits sein zweiter Edit war ein kompletter, neuer Artikel: Ameisenbeutler. Noch am 20. Oktober bereicherte er den Artikelbestand mit drei Raubtier-Artikeln: Flachkopf-Kusimanse, Angola-Kusimanse und Kongo-Kusimanse.

Bradypus war knapp 2000 Tage in der Wikipedia als Autor aktiv, einer der produktivsten Autoren der Redaktion Biologie, gewann 2006 mit seinem Artikel über den Braunbär den Schreibwettbewerb und mit seinem Artikel über die Ceratopsidae 2008 die Zedler-Medaille.

Lieber Bradypus, Danke für Alles – in Deinen Werken lebst du fort!

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Werbepause

Wir unterbrechen nun die laufende Berichterstattung in diesem Blog für eine kleine Werbeunterbrechung.

So oder so ähnlich kennen wir die Ankündigung von Werbung in unserem Leben und meist nimmt man die Fernbedienung zur Hand oder hört einfach weg. Aber keine Angst, wir fangen nicht wirklich an Werbung zu schalten.

Werbung nervt häufig, aber selbst die besten Ideen und Projekte brauchen ein wenig Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Denn von selbst werden Menschen und Organisationen kaum zur Überzeugung gelangen, dass Freies Wissens und Freie Inhalte sinnvoll und wertvoll sind.

Hinzu kommt, dass wir den Menschen, welche die Wikimedia-Projekte tagtäglich nutzen, erklären wollen, wer eigentlich hinter all den Inhalten steckt und wer diese in ehrenamtlicher Arbeit geschaffen hat. Und wie man an den aktuellen Diskussionen sieht, ist es dringend notwendig, viel mehr zu erklären und zu kommunizieren, was die Ziele der einzelnen Wikimedia-Projekte sind, wie die Prozesse im Hintergrund ablaufen, die zu den Inhalten (oder deren Löschung) führen und wie man die Inhalte mit einem kritischen Blick nutzt.

Dies und noch eine Menge mehr gehört zur Arbeit des Ressorts “Public Relations” und ist natürlich Bestandteil der Ziele dieses Ressort für den Kompass 2020. Diese seien im Folgenden kurz aufgeführt:

  • Freies Wissen wird in nichtwissenschaftlichen Publikationen und Massenmedien thematisiert
  • Wikipedia bleibt die beliebteste Enzyklopädie in Deutschland
  • Wikimedia-Projekte werden in ihrem Bereich vor allen anderen genutzt
  • Wikipedia, Wikibooks, Wikisource, Wikiversity, Wiktionary und Wikinews werden als Wikimedia-Projekte verstanden
  • Öffentlich-rechtliche Medien veröffentlichen Produktionen unter einer freien Lizenz
  • Autoren/Verlage veröffentlichen gedruckte Bücher für das Massenpublikum unter einer freien Lizenz
  • Publikationen des Vereins sind ein anerkanntes Informationsmedium über Wikimedia-relevante Themen
  • Initiativen und Leistungen aus der Community werden vom Verein in der Außendarstellung unterstützt
  • Hochwertige Lehrmaterialien unter freier Lizenz werden veröffentlicht und genutzt
  • Kollaboratives Arbeiten über das Internet wird in der Schule genutzt und gefördert

Eine ausführlichere Erläuterung dieser Ziele für die nächsten fünf Jahre findet sich wie bei den anderen Ressorts im Meta-Wiki. Kommentiert, kritisiert und diskutiert dort unsere Ideen und Vorschläge. Wenn ihr Interesse daran habt, dass wir diese Ziele bis 2014 auch erreichen, dann seid ihr herzlich eingeladen, im Planungsteam für dieses Ressort mitzuarbeiten.

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Kein Mensch ist irrelevant?!

Aktuell wird in der Wikipedia, in vielen Blogs und auf Twitter über eine wichtige und immer wiederkehrende Frage diskutiert: Was ist Relevanz? Welche Personen sollen einen eigenen Wikipedia-Artikel haben, welche Organisationen, welche Ereignisse sind so wichtig, dass sie in einer Enzyklopädie Aufnahme finden sollten?

Auf der einen Seite gibt es die “Inklusionisten”, die grundsätzlich dafür sind, möglichst viele Themen in der Wikipedia mit einem eigenen Artikel zu behandeln, solange diese Artikel den Grundprinzipien entsprechen: Neutralität im Inhalt und im Stil, verständlich und informativ und mit Belegen versehen. Hier wird also nicht der Artikelgegenstand als Maßgabe für die Aufnahme genommen, sondern die Qualität des Artikels.

Die “Exklusionisten”  hingegen berufen sich bei der Frage, ob etwas einen eigenen Artikel haben sollte oder nicht, auch auf die Wikipedia:Relevanzkriterien. In diesem umfangreichen Kriterienkatalog hat sich die deutschsprachige Community für eine Vielzahl von Themen auf Kennzahlen oder Merkmale geeinigt, die die Relevanz eines Themas messbar machen sollen.

Die aktuelle Debatte, die sich an der Löschung des Artikels “Missbrauchsopfer gegen Internetsperren” (MOGIS) entfacht hat, zeigt aber auch etwas anderes: Es ist für jemanden ohne lange Erfahrung innerhalb der Wikipedia enorm schwierig, sich mit den dortigen Regeln und der Form der Diskussion Vertraut zu machen. Häufig reden die Parteien aneinander vorbei, Argumente für das Löschen werden als “Zensur” beschimpft, Argumente für das Behalten eines Artikels als “Selbstdarstellung” oder “Werbung”; gelegentlich entgleist die Diskussion auch völlig. Hier treffen unterschiedliche Erfahrungen und unterschiedliche Stile aufeinander – und es ist nicht immer leicht für Neulinge, sich da zurecht zu finden und die Nuancen einer solchen Diskussion zu erfassen. Zugleich ist es nicht immer einfach für erfahrenen Wikipedianer, sich auf die Sichtweise von “Externen” einzulassen. Missverständnisse sind programmiert.

Der Verein Wikimedia Deutschland, dessen Ziel die Förderung und Verbreitung Freien Wissens ist, möchte dabei helfen, diese Missverständnisse auszuräumen. Wir laden daher kurzfristig für den 5.11. um 18.00 Uhr (der Termin kann sich aber eventuell noch ändern) in die Räumlichkeiten des Vereins in Berlin ein, um mit Vertretern der einzelnen Positionen zu diskutieren. Dazu laden wir auch Online-Journalisten und Redakteure von Blogs ein, die selbst nichts mit der Wikipedia zu tun haben. Möglichst unterschiedliche Perspektiven und Argumentationen sollen bei diesem Gesprächstermin berücksichtigt werden. Selbstverständlich sind Zuschauer ebenfalls willkommen, die Diskussion wird offen sein. Das Programm wird gerade von uns zusammengestellt und in den kommenden Tagen hier veröffentlicht, Tipps und Hinweise sind auch hier stets willkommen: info@wikimedia.de

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Die beste aller möglichen Enzyklopädien?

Wikimedia Deutschland setzt sich seit Jahren dafür ein, die Qualität der Wikimediaprojekte zu verbessern, als Beispiele seien die Wikipedia Academies, die Literaturstipendien oder die gesichteten Versionen genannt. Die Überzeugung, dass es uns nicht nur darum gehen kann, dass die Inhalte auf den Wikimediaprojekten frei, sondern auch gut sind, spiegelt sich deswegen auch in einigen Punkten der Visionen wieder. Ich denke, dass Wikipedia das Potenzial hat, die beste aller vorstellbaren Enzyklopädie zu sein. Gleiches gilt für Wikibooks und Co. Dieser Gedanke wirft direkt einige Fragen auf: Was ist eigentlich gute Qualität und wie bewerten wir diese? Wie können wir die Erstellung von qualitativ hochwertigen Inhalten als Verein unterstützen? Wie kriegen wir Fachleute dazu, ihr Fachwissen beizutragen? In ihrer Freizeit? Die Beantwortung dieser Fragen ist Teil der folgenden Ziele, die in den nächsten fünf Jahren verwirklicht werden sollen:

  1. 20% der aktiven Autoren sind Wissenschaftler, die in ihrem Fachbereich tätig sind
  2. Jeder WP-Artikel hat einen für den Leser einfach zu erkennenden Qualitätsindikator
  3. Alle Themenbereiche werden effektiv von Redaktionen betreut
  4. Autoren haben die Kompetenz, effektiv zur Sammlung Freien Wissens beizutragen
  5. Die Qualität der Wikimedia-Inhalte wird bewertet
  6. Wikimedia-Projekte werden wissenschaftlich untersucht, die Ergebnisse fließen zur Verbesserung in die Projekte ein
  7. Jedes Wikimedia-Projekt wird mit einem klaren Profil wahrgenommen
  8. Rechtliche Rahmenbedingungen werden bei der Sammlung und Verbreitung Freien Wissens beachtet

Im Kompass 2020 findet ihr diese Ziele ausführlicher erklärt und habt die Gelegenheit, diese direkt zu kommentieren. Jetzt ist es an euch: Kommentiert unsere Ideen und Vorschläge. Wenn ihr Interesse daran habt, dass wir diese Ziele bis 2014 auch erreichen, dann meldet euch für das Planungsteam Qualität.

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Freiwillige vor!

Die im Januar 2001 gegründete Online-Enzyklopädie Wikipedia dürfte das ehrgeizigste Freiwilligen-Projekt der Welt sein. Gut 300.000 angemeldete Autoren arbeiten freiwillig und unentgeltlich an diesem Projekt mit, gut 7.000 Autoren an der deutschsprachigen Ausgabe. Hinzu kommen die Freiwilligen in den Wikipedia-Schwesterprojekten und natürlich auch diejenigen, die sich freiwillig in der Vereinsarbeit engagieren. Dieses „Heer von Freiwilligen“, seien es Autoren, Mitarbeiter des Support-Teams oder Vereinsmitglieder, sind wichtige Menschen, um die wir uns intensiv bemühen müssen.

Im Rahmen des Ressorts Freiwilligenförderung haben wir uns daher überlegt, wie wir diese Menschen bei ihrem Engagement unterstützen können. Wie können wir mehr kontinuierlich mitarbeitende Autoren gewinnen? Wie können wir Fachautoren die Mitarbeit bei Wikipedia schmackhaft machen? Wie können wir bislang unterrepräsentierten Gesellschaftsgruppen einen Zugang zu den Wikimedia-Projekten verschaffen? Wie schaffen wir für ehrenamtliche Mitarbeiter ein gutes Arbeitsklima? Wie können wir den Verein Wikimedia Deutschland e. V. bekannter machen und die Vorteile einer Mitgliedschaft im Verein besser herausstellen? Was müssen wir tun, damit unsere freiwilligen Helfer gerne ihre Freizeit für Wikipedia, andere Wikimedia-Projekte, Vereinsarbeit oder Veranstaltungen des Vereins opfern?

Diese Fragen sind nicht leicht zu beantworten – wir haben es trotzdem versucht. Das Ergebnis sind die folgenden acht Ziele:

1. Mitarbeit in den Wikimedia-Projekten ist für Fachautoren attraktiv.
2. Die Autorenschaft spiegelt die Vielfältigkeit der Gesellschaft wider.
3. Autoren arbeiten kontinuierlich mit.
4. Engagement im Verein ist für aktive Mitglieder der Community besonders attraktiv.
5. Wikimedia-Support ist kompetent und wird geschätzt.
6. Der Verein hat eine breite Mitgliederbasis.
7. Freiwillige werden professionell und tatkräftig unterstützt.
8. Die Leistung Freiwilliger wird vom Verein gewürdigt.

Im Kompass 2020 findet ihr diese Ziele ausführlicher erklärt und habt die Gelegenheit, diese direkt zu kommentieren. Jetzt ist es an euch: Kommentiert unsere Ideen und Vorschläge. Wenn ihr Interesse daran habt, dass wir diese Ziele bis 2014 auch erreichen, dann meldet euch für das Planungsteam Freiwilligenförderung.

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Wikimedia: Jederzeit spielend leicht

»Es ist so dunkel, ich hör dich nicht.« Mein erstes Aufeinandertreffen mit Gehörlosen brachte mich zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken. Gegen welche Barrieren Blinde ankämpfen, damit hatte ich mich schon länger beschäftigt. Aber welche Schwierigkeiten Menschen mit Lernbehinderung oder mit motorischen Einschränkungen haben, wusste ich nicht. Das Gehörlose eine eigene Kultur haben, war mir unbekannt. Eines fasziniert mich dabei immer wieder: Wie das Internet von allen Menschen genutzt werden kann, um selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Um einzukaufen, zu plaudern, zu lernen. Selbstbestimmt tätig werden zu können, ist für Menschen mit Behinderungen wichtig.

Der unkomplizierte Zugang zu Informationen ist für uns alle essentiell und sorgt für eine schnelle Entwicklung unserer Gesellschaft. Wie schön, den exzellenten Artikel zum Kinderlied Drei Chinesen mit dem Kontrabass in Sekundenschnelle abrufen zu können, ohne erst eine Enzyklopädie in der Bibliothek ausleihen zu müssen. Noch erfreuter ist darüber meine blinde Freundin, die sich das Einscannen des Textes aus dem Buch sparen kann und keine sehende Hilfe benötigt. Enttäuscht ist dagegen mein gehörloser Bekannter, weil er kein Gebärdensprachvideo zu dem Artikel anschauen kann.

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