Bericht aus der Geschäftsstelle Februar 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,
auch im relativ kurzen Monat Februar ist eine Menge geschehen:

Schulprojekt

Die Mitte Dezember bzw. mit der ersten Veranstaltung Ende Januar (siehe letzten Monatsbericht) begonnene neue Phase im Rahmen der Partnerschaft mit der Initiative D21 fand diesen Monat ihre Fortsetzung. Auf zwei mehrtägigen Veranstaltungen in Berlin/Brandenburg bzw. in Darmstadt wurden Lehrer, Schulleiter sowie z.B. Vertreter von Medienzentren aus vier Bundesländern konzentriert in die Wikipedia und ihre Mechanismen zur Qualitätssicherung eingeführt. Anschließend wurden Wege zur Integration der Wikipedia und weiterer Wikimedia-Projekte (Commons/ Wikisource/ MediaWiki) in den Unterricht diskutiert.

Mit diesen beiden Veranstaltungen endete die Staffel der Veranstaltungen von Wikimedia Deutschland im Rahmen der Initiative D21. Im Rahmen der dort geknüpften Kontakte mit Vertretern aus den Bundesländern wird es aber zu Folgeveranstaltungen kommen. Bereits fest vereinbart für April/Mai ist eine Reihe von sechs Veranstaltungen in Brandenburg in Zusammenarbeit mit dem dortigen Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Für September fest verabredet wurde eine Veranstaltung in Berlin, bei der Schüler einer Oberstufe darauf vorbereitet werden sollen, Schüler der Mittel- bzw. Unterstufe zu schulen.

Generation 50+

Nachdem wir eine grundsätzliche Förderzusage im Rahmen des EU-Programms „IKT 2020 – Forschung für Innovationen“ bekommen haben, war Elvira Schmidt als verantwortliche Projektmanagerin im Januar mit der damit verbundenen Bürokratie beschäftigt: Beim für uns zuständigen Projektträger müssen detaillierte Nachweise erbracht werden, Projektbeschreibungen eingereicht, Kalkulationen erstellt werden und vieles, vieles mehr. Dies wird in der ersten Märzhälfte abgeschlossen sein, so dass wir dann mit der konkreten inhaltlichen Arbeitsplanung für die nächsten Monate beginnen können.

Wikimedia Conference

Vom 14. bis 18. April werden sich Mediawiki-Entwickler, Vertreter der Wikimedia Chapter und das Board of Trustees der Wikimedia Foundation in Berlin treffen. Hierfür läuft aktuell die Vorbereitung auf Hochtouren – mit Lodewijk Gelauff  haben wir einen für die Chapter-Koordination und die Programmplanung Verantwortlichen gewinnen können, wir gucken uns Räume an, planen das Rahmenprogramm und vieles mehr.

Zugang zu Freien Inhalten

Anfang Februar war Mathias in Luxemburg auf dem Treffen von COMMUNIA, einem Netzwerk zu Fragen der Public Domain. COMMUNIA ist auch Herausgeber des Public Domain Manifesto. Eine Nachlese dazu gibt es von Ulrike Elteste

Vom 25. bis zum 27. Februar war Mathias Teilnehmer der Konferenz „Vom Nachschlagewerk zum Informationssystem„, veranstaltet durch Bayerische Staatsbibliothek und Historische Kommission an der Bayerischen Akademie der Wissenschaft. Das Timing der Konferenz passte zu dem Start der Volltextanzeige von Allgemeiner Deutscher Biographie (ADB) und Neuer Deutscher Biographie (NDB bis Band 22). Die gemeinfreien Anteile aus der ADB gibt es übrigens auch bei Wikisource. Schwerpunkt des Vortrages von Mathias war der Einsatz von Normdaten in Wikipedia, aber auch die Erstellung von PND-Regelkonformen Daten aus Wikipedia heraus (Projekt „PeEnDe„)

Unter anderem als Resultat auf das Feedback von der Konferenz (Alle Nachschlagewerke haben ihre Personen PND-verschlagwortet und alle fragen sich, wie man jetzt einfach gegeneinander automatisiert verlinken kann zu gleichen Personen) wurde eine schon länger zirkulierende Idee umgesetzt und veröffentlicht – dazu riesiger Dank an Apper für die Arbeit. Die Idee hört auf den Namen BEACON und ist hier beschrieben, zusammen mit Beispiellinks. Die grundsätzliche Idee ist, deutlich einfacher auf andere Ressourcen im Netz verlinken zu können, die Inhalte zu einer bestimmten Person die über PND eindeutig identifiziert ist, anzubieten; Und zwar genau nur dann, wenn es auch wirklich zu dieser Person etwas gibt.

Themen in den Medien

Die meisten Presseanfragen im Februar konzentrierten sich auf folgende drei Themen:

  1. Der Start des neuen Projektes Docupedia – ein Medienexperiment für zeithistorische Forschung, das einen Platz zwischen gedruckten Fachzeitschriften und der Wikipedia einnehmen will.
  2. Die 2-Millionen-Dollar Spende von Google an die Wikimedia Foundation – hierzu kamen zahlreiche Anfragen, da die Botschaft zunächst über Twitter und nicht durch eine Pressemitteilung der Foundation bekannt wurde.
  3. Wikipedia – nach wie vor kommen Fragen zur Qualität und Verlässlichkeit, aber auch die Strukturen und Arbeitsweisen innerhalb des Projektes haben einen hohen Erklärungsbedarf.

Es wird deutlich, dass bei Medienvertretern das Interesse an Wikimedia Deutschland wächst und die Aufgaben, Positionen und Aktivitäten des Vereins sowie die Beziehung zwischen Verein und Community  zunehmend hinterfragt werden.

Am Sonntag, den 28.2. lief bei zdf/3sat ab 16.30 ein Beitrag über Wikimedia und Wikipedia, Weitere Sendetermine: Montag, 1.3.: 07:00 Uhr (3sat) und Donnerstag, 4.3.: 13:30 Uhr (ZDF Infokanal).

Der aktuelle Beitrag auf 3sat/neues war mit knapp 15 Minuten für einen Fernsehbeitrag schon ein langer Beitrag. Hierfür wurden mehr als drei Stunden in der Geschäftsstelle gedreht und ausführliche Gespräche mit Pavel Richter, Henriette Fiebig und mir geführt. Neben den Dreharbeiten bei Wikimedia Deutschland wurde auch Benutzerin: Wisewomen  ausführlich interviewt – rund 2 Stunden nahm das in Anspruch. Zusätzlich konnten wir Sebastian Moleski als Studiogast in das Programm einbinden – er reiste am Vorabend nach Mainz und war einen gesamten Vormittag mit den Dreharbeiten beschäftigt. Viel Recherche-, Organisations- und Koordinationsarbeit mit einem (hoffentlich) zufriedenstellenden Ergebnis.

Für die Redaktion standen zunächst die Themen Krise und Relevanz im Mittelpunkt. Durch intensive Vorgespräche haben wir versucht, die Komplexität des Projekts darzustellen und das Negative etwas zu entschärfen. Obwohl diese Tätigkeit in einem Beitrag kaum zu sehen ist, nimmt es viel Zeit in Anspruch als Interviewpartner zur Verfügung zu stehen, Hintergrundinformationen zu liefern und Redakteuren die Idee und Funktionsweise der Wikipedia zu erläutern. Dass wir keinen Einfluss haben auf die Wortwahl eines Moderators bzw. Redakteurs versteht sich von selbst und so schleichen sich auch immer mal Begriffe und Formulierungen ein, die nicht von uns kommen und uns auch nicht gefallen. Mich interessiert an einem Beitrag vor allem, dass er allgemeinverständlich das Projekt erklärt, über die Arbeit der Freiwilligen aufklärt und Menschen erreicht, die Wikipedia nutzen, aber die Hintergründe noch nicht kennen.

An diesem Beispiel wollte ich einen kleinen Einblick geben, wie ein Teil der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit abläuft und wie wir nicht nur Anfragen beantworten sondern gemeinsam mit Redakteuren Themen aufbereiten. Um die Arbeit im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit weiter zu erläutern, werde ich zukünftig an weiteren Medienbeispielen meine Arbeit veranschaulichen.

Den Beitrag und die begleitende Internetseite findet sich hier bzw. hier.

Medienkooperationen

Die Medienplattform comeunited.com hat im Februar ein Interview mit mir geführt und wir konnte im Rahmen der redaktionellen Arbeit auch eine Spendenanzeige und Spendenbanner platzieren.

Wikimedium No.1

Die Fertigstellung, die Distribution und die Bearbeitungen der Reaktionen auf die neue Ausgabe der Vereinszeitung fiel in die erste Februarwoche. Wieder gab es viel Lob aber auch Verbesserungsvorschläge für Inhalte und Gestaltung. Wir werden sehen, was wir davon umsetzen können. (Alle bislang publizierten Ausgaben finden sich hier) . Erstmals haben wir die Vereinszeitung auch auf wikipedia.de in einer Infobox angekündigt und weitere Projektvorstellungen und Themen für die Präsentation auf dieser Seite sind in Arbeit.

Quartalsplanung

In Anlehnung an den Kompass 2020 sind, wie bereits berichtet, neben dem Tagesgeschäft für den  Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Ausbau von Medienkooperationen vorgesehen: Kontakt zu verschiedenen Medien wurde aufgenommen und Catrin hat mit verschiedenen potentiellen Medienpartnern gesprochen, Ideen für die Nutzung von Wikipedia-Inhalten vorgestellt und Termine mit entsprechenden Redaktionen werden im März stattfinden.

Weiterhin ist es Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit Informationsbroschüren für zunächst 3 Wikimedia-Projekte (Commons, Wikisource, Wikiversity) zu erstellen. Im Februar wurden dazu Factsheets erarbeitet, Projektbeschreibungen skizziert und erste Layouts entwickelt.

Mitarbeitersuche abgeschlossen

Im Februar wurden die letzten Interviews geführt und ich bin sehr froh, dass wir mit Nicole Ebber und Till Mletzko zwei neue Mitarbeiter haben. Die Stelle zur Betreuung der internen IT ist jedoch leider noch nicht besetzt.

Spendenquittungen

Die überaus erfolgreiche Herbstkampagne 2009 bringt stets die Aufgabe mit sich, die entsprechenden Spendenquittungen rauszuschicken (dieses Jahr mehr als 1400). Wir haben in diesem Jahr erstmals einen Mitgliedsantrag für den Verein beigelegt und auf die Möglichkeit einer Fördermitgliedschaft hingewiesen. Wir werden sehen, welche Rückläufer wir diesbezüglich haben.

Soweit der Bericht aus der Geschäftsstelle für Februar 2010. Der nächste Bericht erscheint am Montag, den 5. April 2010.

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Zwei neue Kollegen

Nicole Ebber (Foto: Simon Bierwald)

Ich freue mich sehr, dass Wikimedia Deutschland zum 1. März Verstärkung in der Geschäftsstelle in Berlin erhält: Nicole Ebber wird als Projektmanagerin für den Verein arbeiten und Till Mletzko wird sich um das Fundraising kümmern.

Auch wenn sie (noch?) keine Wikipedianerin ist, ein Neuling in der Bewegung des Freien Wissens ist sie wahrlich nicht: 2007 hat Nicole ihr Studium der Informationswirtschaft mit einer Diplomarbeit zum Thema „Creative Commons Lizenzen: Chancen und Risiken für das Management von Non-Governmental Organisations“ abgeschlossen. Danach arbeitete sie für die mixxt GmbH in Bonn, wo sie den Bereich Community Management und Marketing betreute. Parallel engagierte sich Nicole für die Organisation mehrere BarCamps, des atom&bits Camp und des openeverything. Mit ihrer Leidenschaft für die Idee des Freien Wissens und ihrer mehrjährigen Erfahrung in der programatischen und organisatorischen Umsetzung von Projekten ist sie genau die richtige für den Verein. Aktuell steht die Organisation der Wikimedia Conference im April an, es folgen Zedler, Schulprojekt und eine Reihe weiterer wichtiger Projekte, die Nicole verantwortlich betreuen wird.

Till Mletzko (Foto: privat)

Till hat an der FU Berlin Politikwissenschaft studiert und dann mehrere Jahre als Autor und Analyst für das Zentrum für internationale Friedenseinsätze gearbeitet. Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Bedeutung des Fundraisings immer wichtiger, so dass Till sich entschloss, eine sechsmonatige Vollzeit-Ausbildung zum Projektmanager Fundraising zu absolvieren. Im Anschluss arbeitete er bei der German Toilet Organization e.V., die sich für die sanitäre Grundversorgung in Entwicklungsländern engagiert. Hier konnte er erste praktische Fundraising-Erfahrungen sammeln. Till wird zunächst in Teilzeit für den Verein arbeiten und die Schwerpunkte auf die Betreuung unserer bestehenden Spender, die Gewinnung neuer Spenden sowie die Verbesserung unserer technischen Infrastruktur in diesem Bereich legen.

Ich freue mich, Nicole und Till bei Wikimedia Deutschland begrüßen zu können. Bitte unterstützt sie bei der Einarbeitung, helft Ihnen bei ihrer Arbeit und sprecht sie an, wenn Ihr Ideen, Fragen oder Anregungen habt.

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Konferenzräume im April in Berlin gesucht

Liebe Freunde des Freien Wissens,

Wikimedia Deutschland e.V. ist auch in diesem Jahr Gastgeber der Wikimedia Conference, einem Treffen von Wikimedia Entwicklern, Vertretern der Chapter aus 27 Ländern und Mitarbeitern der Wikimedia Foundation. Außerdem trifft sich das Board of Trustees ebenfalls zu einer regulären Sitzung. Das alles findet im Zeitraum 14. bis 18. April 2010 in Berlin statt.

Für diese Veranstaltung suchen wir passende Räumlichkeiten: Platz für bis zu 120 Leute, mindestens ein großer Raum (ca. 80 Leute) und zwei bis drei Nebenräume (mindestens für je 20 Leute).  Die Räume sollten zentral liegen und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein.

Für alle Angebote, Ideen, Hinweise wären wir sehr dankbar (office(a)wikimedia.de oder per Telefon unter 030-21915826-0) .

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Neues Jahr – neue Wikimedium

Die erste Wikimedium in diesem Jahr startet durch mit Beiträgen zum Thema Ziele und Maßnahmen für Wikimedia und die Projekte. Im letzten Jahr wurde schon viel darüber gesprochen und weil wir das Thema so wichtig finden, widmen wir uns ausführlich dem Kompass 2020 und dem Haushaltsplan 2010. Aber es geht in dieser Ausgabe natürlich nicht nur um Vorstands-  und Vereinsarbeit. Wir haben zusammengetragen, was in der Wikipedia-Community passiert und berichten über die großartigen Aktionen und Erfolge anderer Wikimedia-Chapter weltweit. Besonders wichtig ist es uns natürlich auch, die Schwesterprojekte der Wikipedia bekannter (und vielleicht auch größer) zu machen, aus diesem Grund findet sich in dieser Ausgabe ein Beitrag zu Wikisource. Zukünftig sollen weitere Wikimedia-Projekte vorgestellt werden und der Kontakt zu den Communities würde uns sehr dabei helfen. Wer also Interesse hat, dass auch die kleinen Schwestern der Wikipedia mal im ‚Rampenlicht‘ stehen, der wende sich bitte direkt an mich unter catrin.schoneville@wikimedia.de oder redaktion@wikimedium.de. Die Vereinszeitung wird vierteljährlich erscheinen und um auch weiterhin über eine bunte Mischung an Themen berichten zu können, sind Anregungen und Ideen generell immer herzlich willkommen. Außerdem gibt es die Vereinszeitung auch in gedruckter Form und wir versenden Exemplare ob für Wikipedia-Stammtische, für Veranstaltungen und Meetings,  Kooperationspartner, Unis und Bibliotheken oder zur Verbreitung im privaten oder beruflichen Umfeld. Keine Scheu, je mehr Zeitungen ‚unterwegs‘ sind  desto besser. Bitte wendet Euch für Bestellungen an henriette.fiebig@wikimedia.de

Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen zur ersten Ausgabe 2010 und wünsche viel Spaß beim Lesen.

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Bericht aus der Geschäftsstelle Dezember 2009 / Januar 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,

der Dezember stand für uns in der Geschäftsstelle ganz im Zeichen der Verleihung der Zedler-Medaille am 8. Dezember in Frankfurt und der Spendenkampagne 2009 / 2010, über die hier bereits ausführlich berichtet wurde.

Nach dem Jahreswechsel waren wir natürlich auch nicht untätig, daher im Folgenden die wichtigsten Dinge aus dem Januar:

Stellenausschreibungen

Über den Blog, die Mailingliste und eine Reihe von Stellenportalen sucht Wikimedia Deutschland seit Ende Dezember drei neue Mitarbeiter: Einen Projektmanager, einen Fundraiser und einen Betreuer für die interne IT. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist sind mehr als 130 Bewerbungen bei uns eingegangen, der Sichtung der Unterlagen und die entsprechenden Gespräche dauern noch an. Ich bin zuversichtlich, dass wir alle drei Stellen werden besetzen können.

Wikimedia Conference

Wikimedia Deutschland wird auch im Jahr 2010 Gastgeber der Wikimedia Conference sein und hat Vertreter aller Chapter nach Berlin eingeladen. Das Programm wird noch im Detail besprochen, aber ähnlich wie im Jahr 2009 wird es auch 2010 ein Treffen der Wikimedia-Entwickler geben, das Board of Trustees der Wikimedia Foundation wird eine Sitzung in Berlin abhalten und Vertreter aus den Chaptern werden sich zum Gedankenaustausch treffen. Stattfinden wird das ganze vom 14.-15. April 2010 (Developer Meet-Up) und 16.-18. April 2010 (Chapters Meeting). Wir sind aktuell auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten (für ca. 100 Personen, innerhalb des S-Bahn-Rings gelegen, mit flexiblen Räumlichkeiten – wer da eine Idee hat, wende sich bitte direkt an die Geschäftsstelle oder in den Kommentaren.) Im Januar sind die entsprechenden Vorbereitungen angelaufen.

Öffentlichkeitsarbeit & PR

Relevanzdebatte

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Dezember war noch immer geprägt von den Themen Relevanz und Qualität in der Wikipedia. Durch die zahlreichen Beiträge (Blogs, Online-Medien usw.) wuchs auch das Interesse bei ‚klassischen Medien‘. Und es galt darüber zu informieren wie Wikipedia und ihre freie Autoren-Gemeinschaft funktioniert. Einige Interviews mit Wikipedianern  wurden aus diesem Anlass von Catrin koordiniert und die Redaktionen hierzu mit detaillierten Informationen unterstützt.

Spendenkampagne – Meilenstein – Jahresrückblick

Im Dezember tickten die Uhren schon schneller und die Vorbereitungen für den Jahresrückblick und den Count Down zur Spendenkampagne und dem 1.000.000sten Wikipedia-Eintrag liefen: Die Medien wurden versorgt mit Zahlen & Daten (Rankings, Nutzerzahlen, Highlights des Jahres etc.). Die Pressemitteilungen zum millionsten Artikel und dem Ende der Spendenkampagne wurden vorbereitet und Anfragen der Presse über Weihnachten koordiniert (eine Auswahl an Medienberichten gibt es unter wikimedia.de/pressespiegel und noch mehr hat der Pressespiegel in der Wikipedia).    

Medienkooperationen

Wie bereits DRadio Wissen regelmäßig Wikipedia-Inhalte in das Programm einbaut , so sollen solche Kooperationen im ersten Quartal 2010 ausgebaut werden. Ein Ideenpapier mit Themenvorschlägen für Medienpartner wurde zunächst erstellt und wird Anfang des Jahres mit möglichen Redaktionen besprochen. Catrin hat sich hierfür zunächst Print-Medien und Radiosender vorgenommen.

Weihnachtskarte

Freunde, Vereinsmitglieder und Spender haben auch in diesem Jahr eine Weihnachtskarte bekommen. Der Versand konnte kurz vor Weihnachten dank der studentischen Hilfskräfte an zwei Tagen durchgeführt werden. Der Aufwand hat sich gelohnt – ein Vielfaches der eingesetzten Kosten konnte über unmittelbare Spenden wieder eingenommen werden.

Testimonials für Spendenbanner

Die Vorbereitungen für die Testimonial-Kampagne, bei dem uns Prominente aus Wirtschaft, Kultur, Medien und Gesellschaft  ihr Gesicht und ein Statement ‚leihen‘, um auf wikipedia.de Spenden zu gewinnen, wurde verschoben – da Jimmy Wales Aufruf so erfolgreich war.  Weitere Anfragen bei möglichen Persönlichkeiten laufen und die bereits bestehenden Partner wurden informiert. Ein neuer Start der Kampagne wird im ersten Quartal festgelegt.

Zedler-Verleihung

Im Dezember lief die Planung, Durchführung und Nachbereitung der Zedler Preisverleihung und es gab bereits Ansätze und Gespräche für die Zedler Veranstaltung in 2010. Durch die Kooperation mit dem Verlag Spektrum der Wissenschaft ist eine weitere Idee der Zusammenarbeit entstanden, die gemeinsam mit dem Blog des Verlages www.scilogs.de noch im ersten Quartal 2010 realisiert werden soll. Inhaltlich wird die Kooperation – u.a. ein gemeinsamer Workshop –  mit Mathias Schindler koordiniert. Mehr dazu im nächsten Monatsbericht.

Wikimedium No.1

Die erste Ausgabe der Vereinszeitung Wikimedium in 2010 ist im Druck und erscheint in den nächsten Tagen. Hierfür wurden im Januar Themen recherchiert und erarbeitet, Texte geschrieben, Bildmaterial gesucht und Ideen und Anfragen koordiniert.  In der nächsten Woche erscheint die Wikimedium und wie immer gilt: Mitarbeit, Anregungen und Ideen sind herzlich willkommen entweder bei mir catrin.schoneville@wikimedia.de oder über redaktion@wikimedium.de melden. Übrigens die nächste Wikimedium gibt es pünktlich zur Mitgliederversammlung Anfang Mai.

Literaturstipendium

Im Literaturstipendium war der Dezember ein Monat der Anträge. Insbesondere das Ende November neu eingeführte Literaturstipendium im Bereich Chemie löste viele Anfragen aus, aber auch im Bereich Geschichte rührte sich einiges. Allerdings konnte leider nicht jede Anfrage bejaht werden. Im Rückblick kann man ein erfolgreiches zweites Jahr des Literaturstipendiums schauen: Am 31. Dezember 2009 hatten bereits über 750 Artikel vom Literaturstipendium profitiert (Ende 2008: ~270), dazu kamen als Sahnehäubchen über 30 Artikel aus der Kooperation mit BioOne.

MediaWiki in Unternehmen

Denis Barthel vertrat den Verein bei einer Veranstaltung in Frankfurt, bei der es um die Nutzung von MediaWiki in Unternehmen ging. Über reinen Erfahrungsaustausch hinaus zeichneten
sich hier Ansätze zu Kollaborationen ab, die gegebenenfalls auch für freie Projekte nützlich sein könnten.

Schulprojekt

Mit dem Besuch des Vortreffens der Initiative D21 am 18.12. begann Wikimedia Deutschland eine neue Phase des Schulprojekts. Die Partnerschaft mit der Initiative D21 bietet Wikimedia Deutschland die Möglichkeit, die Anliegen des Schulprojektes wie geplant verstärkt an Multiplikatoren heranzutragen. Die Vorbereitungen für die erste Veranstaltung der Initiative D21 in Berlin am 22. und 23. Januar prägten dann auch den Jahresanfang. In zwei rund vierstündigen Modulen wurden rund 20 Lehrer, Schulleiter und Schulmedienberater in die Wikipedia und ihre Mechanismen eingeführt, um im Abschluß gemeinsam Wege zu überlegen, wie man Wikimedia-Projekte nicht nur passiv als Nachschlagewerk verwenden, sondern sie aktiv im Unterricht nutzen kann. Das Feedback auf beide Veranstaltungen war sehr positiv.

Community

Wir hatten schon im letzten November die Idee einen gemeinsamen Workshop für Leute aus dem Support-Team und dem Mentorenprogramm zu veranstalten. Da wir mehr oder weniger zufällig noch eine Reservierung für die passende Anzahl von Betten auf der Burg Hoheneck bei Ipsheim soz. auf Vorrat hatten, war der Plan schnell gefasst und der Workshop sollte dort stattfinden. Leider fanden sich aber nicht genug Teilnehmer, so dass wir den Workshop relativ kurzfristig wieder absagen mußten. Der Plan besteht aber weiter, denn bei beiden Teams waren es nicht die Unlust einander und die jeweilige Arbeit kennenzulernen, sondern Terminprobleme und teilweise auch die Länge der Anreise, die die potentiellen Teilnehmer von einer Zusage abhielten. Die Idee eines gemeinsamen Workshops ist also mitnichten gestorben! Ganz im Gegenteil: Wir gehen die Sache sehr bald mit mehr Vorlauf und mit einer Planung von Grund auf durch beide Teams noch einmal neu an.

Wikisource

Im Oktober 2009 beauftragt, durch Kalamitäten in der UB Darmstadt arg verzögert, waren die Mitarbeiter von Wikisource dann rasend schnell: Kaum waren die Scans angeliefert, wurde der transkribierte Text der Novelle „Die Judenbuche – Ein Sittengemälde aus dem gebirgichten Westfalen“ von Annette von Droste-Hülshoff bereits Anfang Januar auf Wikisource eingestellt. Der Text der Ausgabe von 1842, der erstmalig im „Cotta’schen Morgenblatt für gebildete Leser“ erschien, ist hier für den geneigten Leser (und vielleicht auch Helfer, die Spaß am Korrekturlesen haben!) zu finden.
Kurz – und jahreszeitlich passend – vor Weihnachten beantragt, wurde das Projekt zu der wohl bekanntesten Erzählung von Charles Dickens „Der Weihnachtsabend“ bereits Mitte Januar abgeschlossen. Die Transkription der Erzählung in einer Übersetzung von Julius Seybt aus dem Jahr 1877 findet sich auf Wikisource hier.
Neu im Portfolio der Bestellungen sind die „Fantasiestücke in Callot’s Manier“ von E.T.A. Hoffmann aus dem Jahr 1819, die wir im Januar in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar angefordert haben.

Deutsche Digitale Bibliothek

Ende Januar war Mathias Schindler zusammen mit Patrick Danowski auf Einladung des Fraunhofer Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in St. Augustin bei einer Anhörung zur Anforderungsanalyse für den Aufbau einer „Deutschen Digitalen Bibliothek“ (DDB) als Beitrag zum EU-Projekt Europeana. Ziel der DDB ist es, deutsches digitalisiertes Kulturgut im Internet an einer zentralen Stelle zu präsentieren und durchsuchbar zu machen. Nach den Erfahrungen mit Europeana haben wir hierzu eher gemischte Gefühle, da bisher wenig Wert auf Gemeinfreiheit, Wiederverwendbarkeit und leider auch die eigentliche Digitalisierung von Kulturgut gelegt wird.

Aus dem Maschinenraum

Der Dezember stand im Zeichen der Spendenkampagne, und auch von technischer Seite gab es da eine Menge zu tun: Wir haben ein neues Design des Spendenformulars und des Spendentickers implementiert, das Spenden-Backend verbessert und viele kleine Verbesserungen durchgeführt. Im Januar stand dann die oben bereits angesprochene Auswahl des Mitarbeiters für die interne IT im Fokus.

Soweit der Bericht aus der Geschäftsstelle für Dezember / Januar 2010. Der nächste Bericht erscheint am Montag, den 1. März 2010.

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Bessere Betreuung für den Toolserver

Der Toolserver hat jetzt einen hauptamtlichen Admin:  Wikimedia Deutschland hat River Tarnell ab dem 1. Februar mit der Betreuung und Wartung des Toolservers beauftragt. River hat den Toolserver mit aufgebaut und war stets sehr aktiv dort. Aber wenn man so etwas in der Freizeit macht, ist nicht immer Zeit für alles, dann bleibt schon mal was liegen. Dies führte in der Vergangenheit immer wieder zu Ausfällen des Servers. Das soll mit dem Auftrag an River nun verbessert werden. Zusätzliche Absprachen über das Vorgehen in Notfällen sorgen dafür, das der Toolserver in Zukunft zu mindestens 99% verfügbar sein wird.

Die Verpflichtung eines hauptamtlichen Admins wird auch die ehrenamtlichen Administratoren und Mitarbeiter des Toolservers von nervigen Routineaufgaben entlasten, um die sich in Zukunft River kümmern wird. Ehrenamtliche Mitarbeit wird auch weiterhin eine der tragenden Säulen eines erfolgreichen und produktiven Toolservers sein.

Wir danken allen Mitarbeitern für den großartigen Einsatz bislang, und freuen uns auf eine noch bessere Zusammenarbeit in Zukunft!

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Der Vorstand stellt sich euren Fragen – Vorstandschat am 4. Februar 2010, 20 Uhr

Um die Kommunikation zwischen Vorstand und Mitgliedern wie der Community allgemein zu verbessern, möchten wir mit diesem Jahr eine Tradition wieder aufleben lassen, die es vor ein paar Jahren schon einmal gab: den Vorstandschat. Wir stellen uns regelmäßig euren Fragen – online und direkt.

Der erste Chat findet diesen Donnerstag um 20 Uhr im IRC-Channel #wikimedia-de statt. Als thematischen Aufhänger wollen wir uns die Pläne für das Jahr 2010 vornehmen, werden aber unsere Antworten nicht darauf beschränken, wenn ihr auch Fragen zu anderen Themen habt. Dieses Mal werden unser Beisitzer Michail Jungierek (Ressort Öffentlichkeit) und ich für euch da sein. Ich freue mich auf eure zahlreiche Teilnahme.

P.S. Wer noch nie etwas mit IRC zu tun hatte, findet auf der Wikipedia-Chat-Seite Anleitungen und Hinweise.

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Q2009/4: Der Vorstand – das unbekannte Wesen

„Was macht denn eigentlich der Vorstand?“ ist eine Frage, die ich in persönlichen Gesprächen höre und die auch immer mal wieder in Kommentaren und Mails auftaucht. Mindestens zwei Varianten sind dabei besonders häufig: Der Wunsch nach einer Reaktion des Vorstands ist eine davon, Nachfragen über die Vorstandsarbeit, ihre Inhalte und Organisation eine andere. Auf die erste kann nur situationsabhängig reagiert werden; die letzte möchten wir bewusst aufgreifen und euch in Form von regelmäßigen Quartalsberichten Einblick in die Vorstandsarbeit geben.

Mit jedem neuen Quartal wird es einen Rückblick auf das vergangene Vierteljahr geben. Daher beginnen wir mit dem Bericht für das vierte Quartal 2009, kurz Q2009/4. Das meiste ist mit Erscheinen des Quartalsberichts bereits bekannt. Wenn es Auswirkungen auf die Geschäftsstelle hat oder dort inhaltlich angesiedelt ist, wurden die Themen bereits von Pavel aufgegriffen, in anderen Fällen gab es schon separate Meldungen von Vorstandsmitgliedern.

Wir wollen versuchen, euch in diesen Berichten über unsere Arbeit zu informieren und dabei auch einige grundsätzliche Fragen zum Vorstand zu klären, sozusagen im guten Sinne ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.

Hier also die Zusammenfassung von Oktober bis Dezember 2009:

Oktober

Die Arbeiten am Kompass 2020 waren ein Schwerpunkt der Vorstandsarbeit im Oktober. Auf Meta, angekündigt durch separate Blogbeiträge, wurden die strategischen Kernziele der fünf Vorstandsressorts Freiwilligenförderung, Lobbying, Public Relations, Qualität und Usability/Technik veröffentlicht.

Zwei Telefonkonferenzen dienten der Abstimmung offener Fragen und dem Austausch von aktuellen Informationen. Wir nutzen diese Form des Treffens regelmäßig alle zwei Wochen. Nur wenn tatsächlich kein aktueller Beratungsbedarf besteht, fällt eine Telefonkonferenz aus. Pavel nimmt an den Konferenzen regelmäßig in informierender und beratender Funktion teil. Im Oktober war Schwerpunkt der Telefonkonferenzen die anstehende Spendenkampagne. Es ging hauptsächlich um den Ablauf, begleitende Maßnahmen und notwendige Arbeiten, die vorab mit dem Vorstand abgestimmt wurden. Weitere Themen waren die Fortschritte der eingesetzten Planungsteams und die Vorbereitung der Vorstandsklausur im November.

November

Im November fanden zwei Telefonkonferenzen und die Klausur in der Mitte des Monats statt. Großes Thema der Klausur war die Weiterentwicklung des Kompass 2020, hierbei besonders die Festlegung der Maßnahmen für 2010. Sebastian hat dies in seinem Beitrag zur Klausur erläutert, Pavels Beitrag zum Haushaltsplan macht den Überblick über die Inhalte der Klausurtagung rund. In den Telefonkonferenzen berieten wir über die Anfang November stattgefundene Podiumsdiskussion, die technische Umsetzung eines Vereins-Forums und Personalangelegenheiten.

Einstimmig fassten wir den Beschluss, uns an der Open-Access-Petition zu beteiligen und diese ausdrücklich zu unterstützen.

Dezember

Anfang Dezember fand in Frankfurt am Main die Verleihung der Zedler-Medaille statt. Redner der Veranstaltung waren aus dem Vorstand Sebastian und Philipp.

Die letzte Telefonkonferenz des Jahres beschäftigte sich mit wieder mit Personalangelegenheiten und den Fortschritten bei der Untersuchung des Vereins-Forums. Das Jahr endete ruhig und mit der Überschreitung der 1.000.000-Artikel-Marke in der deutschsprachigen Wikipedia.

Das Quartal in Zahlen: eine Klausur, fünf Telefonkonferenzen, insgesamt sieben Beschlüsse und leider durch Jennys Rücktritt ein Verkleinerung des Vorstands auf 9 Mitglieder
Das Quartal ohne Zahlen: viel Textarbeit, erträglich lange Telefonate, konstruktive Diskussionen

Aus dem Nähkästchen: Interne Kommunikation

Die Kommunikation im Vorstand findet auf drei Ebenen statt. Wie weiter oben schon angerissen, sind die zweiwöchentlich stattfindenden Telefonkonferenzen für den Vorstand ein wichtiges Mittel, sich auszutauschen und kurzfristige Beschlüsse zu fassen. Hier besteht die Möglichkeit, aktuelle Themen aufzugreifen, alle auf einen Informationsstand zu bringen und gleichzeitig direkte Entgegnungen und Diskussionen zu erlauben. Das funktioniert in einer so großen Gruppe allerdings nur mit einer gewissen Gesprächsdisziplin und ich bin immer wieder fasziniert, dass dies tatsächlich so gut klappt, konstruktive Diskussionen ermöglicht und zu umsetzbaren Ergebnissen führt.

Zwei- bis dreimal im Jahr finden Klausuren statt. Sie sind wesentlicher Bestandteil der Vorstandsarbeit und, obwohl dies für einzelne Mitglieder immer mit langen Reisewegen verbunden ist, ein aus unserer Sicht unverzichtbarer Teil der Vorstandsarbeit. Das direkte Gespräch miteinander vereinfacht und präzisiert die Kommunikation. Viele Dinge lassen sich deutlich einfacher auf den Punkt bringen, wenn man gemeinsam an einem Tisch sitzt, das gilt umsomehr mehr, wenn unterschiedliche Meinungen vertreten werden. Die Klausuren bieten den erforderlichen zeitlichen und auch organisatorischen Rahmen, um komplexe Fragestellungen zu erörtern und grundlegende Entscheidungen zu treffen. Sie sind über die Dauer eines Wochenendes ausgelegt. Die Anreise erfolgt am Freitagabend, die Abreise am Sonntag im Laufe des Nachmittags. Die Beratungen werden im Regelfall durch vorbereitete Präsentationen oder Drucksachen eingeleitet und ermöglichen so eine zielgerichtete Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema.

Vermutlich nicht wirklich überraschend werden neben den Telefonkonferenzen und direkten Gesprächen auf Klausuren noch unterschiedliche Online-Plattformen genutzt. Ein geschlossenes Wiki dient der Vorbereitung und Dokumentation gefasster Beschlüsse. Hier finden auch grundsätzliche Überlegungen zu Organisations- oder Personalfragen einen Platz. Eine ebenfalls geschlossene Mailingliste wird gerne genutzt, um aktuelle Informationen zu verteilen oder um sich zwischen den Telefonkonferenzen auszutauschen. Viele der Vorstandsmitglieder sind darüber hinaus im Chat oder über Skype erreichbar und natürlich gibt es auch einfach mal ein kurzes Telefonat miteinander.

Soviel für dieses Mal im ersten Quartalsbericht. Worüber möchtet ihr mehr erfahren, was ist zuviel, was fehlt noch? Bitte teilt uns eure Wünsche mit, damit wir sie in den kommenden Quartalsberichten berücksichtigen können. Euer Informationsbedürfnis ist die Messlatte für die nächsten Berichte.

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Der Haushaltsplan 2010

Liebe Freunde des Freien Wissen,

bereits in meinem „Fazit der Herbstkampagne 2009 / 2010“ hatte ich einen Beitrag zum Haushaltsplan 2010 angekündigt.

Nach 2009 stellt Wikimedia Deutschland einen solchen Plan in 2010 zum zweiten Mal auf. Er dient dazu, die erwarteten Einnahmen den geplanten Ausgaben gegenüberzustellen. Beides bestimmt im wesentlichen die Aktivitäten des Vereins. Der Haushaltsplan wird vom Geschäftsführer auf der Grundlage des Kompass 2020 und der Rahmenvorgaben des Vorstandes und unter maßgeblicher Mitarbeit der Mitarbeiter der Geschäftsstelle aufgestellt. Danach wird er dem Vorstand vorgestellt, dort diskutiert, gegebenenfalls geändert oder ergänzt und dann schließlich verabschiedet. Der Haushaltsplan ist bindend – alle Ein- und Ausgaben im Jahr 2010 müssen sich im vorgegebenen Rahmen bewegen. Abweichungen oder Ergänzungen bedürfen eines Nachtragsplans, der ebenfalls vom Vorstand genehmigt werden muss. So ist sichergestellt, dass die Schwerpunkte und die wesentlichen Aktivitäten vom Vorstand bestimmt werden.

Für den Geschäftsführer ist der Plan das wesentliche Mittel zur Planung der Jahresaktivitäten und des Personalbedarfs. Zugleich wird der Plan in Zukunft monatlich mit dem tatsächlichen Ist-Stand abgeglichen und dem Vorstand vorgelegt, um jederzeit Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.

Nicht sehr überraschend teilt sich der Plan in zwei Abschnitte: Einnahmen und Ausgaben

Einnahmen

Die Einnahmen teilen sich in vier große Bereiche auf:

Spenden: Dies umfasst natürlich die jährliche Spendenkampagne im November und Dezember; es ist aber ein erklärtes Ziel von mir, die Einnahmen über das Jahr deutlich stetiger zu gestalten und damit die Abhängigkeit von diesen beiden Monaten zum Jahresende zu reduzieren. Aus diesem Grund suchen wir auch gerade einen Fundraiser. Insgesamt planen wir mit Spendeneinnahmen in 2010 in Höhe von 850.000 €.

Mitgliedsbeiträge: Derzeit hat der Verein etwas über 500 Mitglieder, die jeweils einen Beitrag von mindestens 12,00 € im Jahr bezahlen. Es ist unser Ziel, diese Anzahl der Mitglieder deutlich zu steigern und insbesondere mehr Fördermitglieder zu gewinnen. 24.000 € sind hierfür als Einnahmen in 2010 eingeplant.

Fördermittel:  Auch im Bereich der Unterstützung durch Stiftungen, Bundes- oder Landesbehörden, die Europäische Union und Zuwendungen aus der Wirtschaft wollen wir deutlich zulegen. 138.000 € sind unser Ziel für dieses Jahr.

Technikspenden: Wir planen, Unternehmenssponsoren zu finden, die insbesondere den Ausbau und Betrieb der Squid-Server in Amsterdam mit 75.000 € unterstützen.

Zusammen mit dem in 2010 zu verwendenden Überschuss aus der Spendenkampagne im Dezember 2009 in Höhe von rund 216.000 € verfügt Wikimedia Deutschland somit über geplante Mittel in Höhe von 1.303.000 €  in 2010.

Ausgaben

Hier sind zwei wesentliche Bereiche zu unterscheiden: Die projektbezogenen Ausgaben und die Kosten der Verwaltung.

Projektausgaben

Technik: In 2010 planen wir knapp unter 190.000 € für den Toolserver und die Squids in Amsterdam auszugeben. Ebenfalls in dieser Summe sind eine Reihe von Softwareprojekten und Maßnahmen im Bereich „Usability & Technik“ des Kompass 2020 enthalten.

Community: Die Unterstützung der Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Wikimedia-Projekte ist ein zentraler Aufgabenbereich des Vereins. Die Freiwilligenförderung, Community-Treffen, das Literaturstipendium, die Unterstützung von Veranstaltungen wie Skillshare, des Mentoren- und Supportteams sowie das Community-Budget schlagen mit insgesamt über 110.000 € zu Buche. Für die internationale Zusammenarbeit in Absprache mit der Wikimedia Foundation sind weitere 110.000 € im Plan vorgesehen.

Bildungs- und Projektarbeit: Die Gewinnung neuer Autoren (besonders aus Gruppen, die bisher unterrepräsentiert sind), die Aufklärung über die Wikipedia und Freies Wissen und die Vermittlung des verantwortlichen Umgangs mit beidem an Schüler sowie die Erstellung von Informationsmaterialien und die allgemeine Öffentlichkeitsarbeit machen einen Posten in Höhe von etwas mehr als 250.000 € aus. Mit weiteren 37.000 € werden die Befreiung von Inhalten, die politische Arbeit des Vereins sowie die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen finanziert. Und für die erneute Durchführung der Wikipedia Academy 2010 und die Verleihung der Zedler-Medaille stehen rund 40.000 € zur Verfügung.

Insgesamt gibt der Verein für die Projektarbeit knapp 740.000 € in diesem Jahr aus, was 74% des Gesamtbudgets ausmacht.

Werbe- und Verwaltungsausgaben

Ausgaben für die Verwaltung, also für den Betrieb der Geschäftsstelle, für die Gewinnung von Spendengeldern, für Buchhaltung, Beratung,  die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins und für die Vorstandarbeit sind kein Selbstzweck. Ein nicht unbedeutender Teil dieser Kosten kommt selbstverständlich direkt der Projektarbeit des Vereins zu Gute: Die Miete der Geschäftsstelle etwa wird anteilig auf die Projektkostenstellen umgelegt. Das gleiche gilt für das Gehalt des Geschäftsführers, der ja keine Verwaltungskraft ist, sondern auch aktiv bei den einzelnen Projekten tätig ist. Diese Kosten werden im Verhältnis 70:30 als Verwaltungs- bzw. Projektaufwendungen geplant. Insgesamt liegt der Anteil der Verwaltungskosten im Plan 2010 bei 26%, womit wir deutlich unter der z.B. vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen festgelegten Obergrenze von 35% Verwaltungskosten liegen.

Im einzelnen fallen an

  • für den Betrieb der Geschäftsstelle (Miete, Technik, Personalkosten (ohne Projektpersonal), Geschäftsführer, etc.) knapp 110.000 €.
  • für Mitgliederverwaltung, Fundraising, Beratung, Buchhaltung und Controlling Kosten in Höhe von 95.000 €
  • für die Öffentlichkeits- und Vorstandsarbeit des Vereins rund 53.000 €.

Wer von den geplanten Einnahmen (1.303.000 €) die Ausgaben (995.000 €) abzieht wird feststellen, dass der Verein das Jahr 2010 mit einem Überschuss in Höhe von gut 308.000 € abschließen wird. Dies ist schlicht das Geld, das wir während der nächsten Spendenkampagne zum Jahresende 2010 planen einzunehmen. Dies fließt in den Haushaltsplan 2011 wieder als Überschuss ein.

Ausblick

Der Haushaltsplan 2010 spiegelt die Ziele von Wikimedia Deutschland sehr genau wieder. Wir wollen deutlich wachsen, nicht als Selbstzweck, sondern um noch mehr und noch bessere Projekte zu fördern, die Technik weiter auszubauen, die Community noch besser zu unterstützen und Freies Wissen zu fördern und zu verbreiten. Konkret haben wir im Rahmen der Planung für 2010 einen ganzen Maßnahmenkatalog entwickelt, zu dem ich in den kommenden Tagen noch detailliert etwas schreiben werde.

Der wichtigste Posten steht dabei jedoch in keinem Haushaltsplan: die Unterstützung, Anregung, Kritik von all den ehrenamtlich in Wikimedia-Projekten tätigen Menschen. Bitte unterstützt uns damit auch im Jahr 2010.

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Fazit der Herbstkampagne 2009 / 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,

die Spendenkampagne 2009 / 2010 geht zu Ende und ich möchte Euch gerne direkt über das Ergebnis informieren. Um es kurz zu machen: Dies war die erfolgreichste Spendenkampagne in der Geschichte des Vereins! 19.847 Einzelspender gaben seit dem 12. November 2009 zusammen 614.391,76 €, durchschnittlich also 30,96 € pro Spender. Zum Vergleich: Während der Kampagne 2008 / 2009 gaben 9.183 Spender insgesamt 341.647,47 €.

Ich glaube, die deutliche Steigerung hat drei Gründe: Erstens wird die Wikipedia immer noch populärer, und mehr Nutzer bedeuten eben auch mehr potentielle Spender. Zweitens trägt die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins Früchte: Mehr Menschen wissen, dass alle Wikimedia-Projekte sich ausschließlich aus Spenden finanzieren. Und drittens haben wir die technische Infrastruktur verbessert, z.B. indem wir das Spendenformular angepasst haben.

Auch die Wikimedia Foundation freut sich über den erfolgreichsten Fundraiser ihrer Geschichte: Mehr als 8 Millionen US$ von über 230.000 Einzelspendern gingen im gleichen Zeitraum ein. Mehr Infos dazu in diesem Blogbeitrag von Rand Montoya und in der Presseerklärung der Foundation.

Die Gelder werden verwendet für Technik, Projekte und Personal. Dazu wird es, wie Sebastian in diesem Beitrag schon angekündigt hat, in Kürze von mir Detailinformationen zum Haushaltsplan 2010 geben.

Dieser Zuspruch ist Anerkennung für die Leistung der Community und des Vereins und zugleich Ansporn für die zukünftige Arbeit. Allen Spendern und Unterstützern daher ein herzliches:

Danke!

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