Wissenswertes von einer Mitgliederversammlung

Am Sonntag hatte Jürgen ja schon die wichtigsten Informationen zur Vorstandswahl auf der Mitgliederversammlung auf diesem Blog und Marcus am Montag im Wikipedia Kurier verkündet. Dies möchte ich heute ein wenig vertiefen und insbesondere auf die beschlossenen Satzungsänderungen und Anträge eingehen.

Zu Beginn aber ein wenig Statistik (Dank an Henriette für die Zusammenstellung): Anwesend auf der Mitgliederversammlung waren insgesamt 60 Mitglieder, davon waren 52 mehr oder minder aktive Wikipedianer. Briefwahlunterlagen haben 46 Mitglieder angefordert, wovon 35 form- und fristgerecht zurückgesandt wurden und damit in die Auszählung einbezogen werden konnten. Zu den Workshops am Sonntag waren rund 40 Mitglieder anwesend. Angesicht der sehr geringen Zahlen von Mitgliedern die sich vorab in die Listen eingetragen haben, ist das sehr erfreulich und ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse der Arbeitsgruppen, die sicherlich in Bälde veröffentlicht werden.

Nun aber zu den Beschlüssen der Mitgliederversammlung. Zuerst wurde die Wahlordnung durch die Mitgliederversammlung beschlossen. Bis auf einige Änderungen und Ergänzungen, z. B. dass Mitarbeiter des Vereins nicht Mitglied der Zählkommission sein dürfen, wurde der Entwurf unverändert übernommen und die beschlossene Wahlordnung bereits auf dieser Mitgliederversammlung angewendet.

Alle drei Satzungsänderungsanträge wurden vom Vorstand eingebracht, von denen zwei die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit fanden. Angenommen wurden die Anträge zur Stärkung der finanziellen Handlungsmöglichkeiten, sprich die Änderung des durch die Mitgliederversammlung zu genehmigenden Kreditrahmens, und der Antrag zur Beschlussfassung innerhalb des Vorstandes. Nicht angenommen wurde der Antrag zur Änderung der Nachrückregelung innerhalb des Vorstandes.

Welche Auswirkungen haben die beiden beschlossenen Satzungsänderungen für die Arbeit des Vereins? Um ein klein wenig mit Radio Jerewan zu antworten: Im Prinzip keine.

Die Änderung der durch die Mitgliederversammlung genehmigungspflichtigen Darlehen ist nur eine Anpassung an die Realitäten und wird hoffentlich niemals in Anspruch genommen. Im Gegensatz zum Antrag im letzten Jahr, der eine ebenfalls fixe, wenn auch stark erhöhte Grenze vorsah, ist die Grenze nun abhängig von den Einnahmen des Vereins und damit zukunftsfähig. Die Höhe von Darlehen die nun ohne Genehmigung der Mitgliederversammlung aufgenommen werden dürfen, passt sich nun automatisch der jeweiligen finanziellen Lage des Vereins an, nach oben aber eben auch nach unten. Im Extremfall könnte die Grenze sogar unter die alte Grenze von 2.000 Euro fallen. Die Satzungsänderung ist natürlich kein Freibrief für irgendwelche finanziellen Abenteuer auf Kreditbasis, sondern soll natürlich nur dazu dienen kurzfristige finanzielle Engpässe oder andere Ausnahmesituationen zu überbrücken. Um dies zu unterstreichen wird die Geschäftsordnung des Vorstandes ergänzt, um genau zu regeln in welchen Fällen und wie die neue Regelung in der Satzung genutzt werden darf.

Die zweite Satzungsänderung betrifft die interne Beschlussfassung und Arbeit des Vorstandes hat also wenig bis keine Auswirkungen nach außen, war aber aus Gründen der rechtlichen Sicherheit notwendig geworden. Eine kurze Zusammenfassung: Der neue §10a der Satzung enthält die Regelungen des nun gestrichenen §10 Abs. 4 über die Beschlüsse des Vorstandes in einer etwas besser lesbaren Form. Hinzu kommen die Regelungen, dass Abstimmungen in Form von Umlaufbeschlüssen im Vorstandswiki und bei Telefonkonferenzen durchgeführt werden könne, plus einiger technischer Vorschriften. Es gab ein wenig Kritik, dass die vorgeschlagenen und beschlossenen Regelungen etwas zu kleinteilig geworden sind. Wir haben hier einen Vorschlag des den Verein beratenden Juristen übernommen, um Rechtssicherheit herzustellen. Eventuell ist auch möglich die Regelungen in den nächsten Jahren zu straffen und zu verallgemeinern.

Für die weitere Entwicklung des Vereins wesentlich wichtiger, als die eher technischen Satzungsänderungen, sind aber die weiteren Anträge, die von der Mitgliederversammlung angenommen wurden.

Neben der Wahlordnung wurden vier Anträge angenommen: die Geschäftsordnung des Vorstandes, die strategische Planung des Vereins (Kompass 2020), die Neubildung einer AG Verantwortungsstruktur und die Regelungen dass Vorstandsmitglieder nicht Angestellte des Vereins sein können.

Da dieser Beitrag nun doch schon wesentlich länger geworden ist als ursprünglich geplant und die Zeit auch etwas fortgeschritten, werde ich morgen meine kleine Betrachtung der Ergebnisse der Mitgliederversammlung fortsetzen und die oben genannten Beschlüsse erläutern und analysieren.

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Zwei Verlängerungen, kein Elfmeterschießen!

Nach zweimaliger Verlängerung der Sitzungsdauer war es geschafft: Wikimedia Deutschland e.V. hat einen neuen Vorstand.

Wenig Veränderungen gibt es im BGB-Vorstand, hier wurden Sebastian Moleski als 1. Vorsitzender, Alice Wiegand als 2. Vorsitzende und Jürgen Lüdeke als Schriftführer bestätigt. Neu hinzugekommen ist Jens Leschmann als Schatzmeister.

Bei den Beisitzern wurden Maria Schiewe, Michail Jungierek und Harald Krichel für eine weitere Amtszeit gewählt, neu in der Runde sind Delphine Ménard und Ulli Purwin.

Auf der knapp 11-stündigen Sitzung wurden außerdem zwei Satzungsänderungen beschlossen, neue Kassenprüfer gewählt und es wurde über insgesamt 13 sonstige Anträge entschieden.

Ein herzliches Dankeschön an die beiden Versammlungsleiter, Arne und Raimond, die 5 fleißigen Mitglieder der Zählkommission, die beiden Protokollanten und an alle Mitglieder, die auch nach 10 Stunden Sitzung nicht zu müde waren, um ihren Stimmenblock in die Höhe zu halten.

Nachtrag, zugleich Notiz an mich: „Du sollst am frühen Morgen nach einer langen und anstregenden Mitgliederversammlung keine Blogbeiträge schreiben!“. Warum? Weil man beim Danksagen bestimmt einen – oder wie in diesem Fall gleich mehrere – vergisst. Daher auch dieser Nachtrag: Ich möchte den Mitarbeitern von WMDE ganz herzlich für die gelungene Organisation der Versammlung danken und bitte gleichzeitig um Vergebung, daß ich Euch vergessen habe.

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Wahlprüfsteine Landtagswahl NRW 2010

Ich habe heute die Wahlprüfsteine und die Antwort der Parteien zur Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen online gestellt.

Wahlprüfsteine sind ein an sich sehr schönes Instrument im politischen Diskurs: Man stellt möglichst sinnige und gerne auch präzise Fragen an kandidierende Parteien im politischen Wahlkampf zu den eigenen Themen und veröffentlicht die Antworten für jedermann zum Nachschlagen. Es ist dabei möglich, auf eine eigene öffentliche Bewertung der Antworten zu verzichten und dies dem Wähler zu überlassen, ob und wie er seine Wahlentscheidung auf die Antworten stützt. Wikimedia Deutschland wählt ebenfalls diesen Weg.

Wikimedia Deutschland hat Anfang April die Fragen an alle in NRW kandidierenden Parteien verschickt und wir sind über die Quote der Rückmeldungen (darunter alle Parteien, die nach dem derzeitigen Stand der veröffentlichten Umfragen Chancen auf Einzug in den Landtag haben) sehr zufrieden. Wir laden jeden – vor allem jeden Wähler in NRW – dazu ein, sich die Wahlprüfsteine und die Antworten der Parteien anzusehen, zu twittern, bloggen und zu kommentieren.

2011 wird es mindestens sechs Wahlen auf Landesebene in Deutschland geben und Wikimedia Deutschland hat vor, die Reihe der Wahlprüfsteine fortzusetzen. Hierbei sind wir als Verein auf Hilfe durch unsere Mitglieder und Menschen mit einem Interesse an Medien-, Kultur- und Netzpolitik, insbesondere Urheberrecht angewiesen, präzise und länderspezifische Fragen zu formulieren. Bundespolitische Fragen sind natürlich auch zulässig, da über den Bundesrat eine Landesregierung hier Einfluss ausüben kann.

Auf dem Workshop Lobbying zur Mitgliederversammlung 2010 werde ich darum gerne mit Interessierten an einer erfolgreichen Fortführung der Wahlprüfsteine für das kommende Wahljahr basteln.

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Bericht aus der Geschäftsstelle April 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,

Wikimedia Conference

Die Wikimedia Conference, die vom 14. bis 18. April in Berlin stattfand, hat die Aktivitäten der Geschäftsstelle in diesem Monat dominiert. Als Gastgeber der Veranstaltung, an der über 120 Menschen aus über 30 Ländern teilgenommen haben, war Wikimedia Deutschland für die gesamte Organisation zuständig.

Nicole widmete sich auch im April ganz und gar der Planung, Durchführung und Nachbereitung der Wikimedia Conference. In der ersten Aprilwoche wurden z.B. die Informationsmaterialien für die Teilnehmer zusammengestellt, die technische und kulinarische Versorgung gesichert und die Pläne für den Ablauf der Veranstaltung konkretisiert. Nach mehreren Telefonaten und unzähligen Mails mit dem Auswärtigen Amt und den deutschen Botschaften vor Ort waren zum Wochenende hin endlich fast alle erforderlichen Visa erteilt und zugestellt und für die Chaptervertreter waren Flüge und Unterkünfte gebucht. Am Dienstagabend fiel dann der Startschuss und die ersten Entwickler wurden willkommen geheißen auf dem Hostelboot, welches in den nächsten 5 Tagen immer wieder Anlaufpunkt für abendliches Beisammensein und gemeinschaftliche Unternehmungen sein sollte.

Gut 80 Entwickler aus aller Welt trafen sich, neben den angemeldeten Präsentationen gab es eine Vielzahl von spontanen Arbeitsgruppen und Gesprächsrunden. Die zwei wichtigsten Themen waren „User Experience“ und „Structured Data“:

Im Bereich „User Experience“, also die Benutzerfreundlichkeit beziehungsweise deren Verbesserung wurden die bisherigen Ergebnisse der „Usability Initiative“ präsentiert und ein Ausblick auf die Neuerungen gegeben, die uns in Kürze erwarten. Mittelfristige Ziele sind die Einführung eines Rich-Text Editors für Wiki-Inhalte, sowie die Verbesserung der Barrierefreiheit, insbesondere für Sehbehinderte. Außerdem wurde das Projekt zur Integration von interaktiven Karten von OpenStreetMap wiederbelebt.

Im Komplex „Structured Data“, der sich mit dem Einbinden, Pflegen und Exportieren von maschinenlesbaren Informationen befasst, wurde neben der Darstellung und Pflege solcher Daten in Wiki-Seiten über die Anbindung von externe „Daten-Wikis“ diskutiert, zum Beispiel für bibliographische Daten, wie sie die Open Knowledge Foundation gerade aufbaut.

Die Mitarbeiter der Wikimedia Foundation nutzten den Workshop auch, um organisatorischen Themen zu besprechen. Dabei ging es unter anderem darum, wie die Beiträge von freiwilligen Mitarbeitern besser genutzt werden und gleichzeitig die Qualität der MediaWiki-Software gewährleistet werden kann.

Am Donnerstag erreichten uns die ersten Meldungen über verspätete und dann auch komplett gestrichene Flüge. Einige Teilnehmer konnten die letzten Strecken noch per Bahn hinter sich bringen, für einige machte die Aschewolke die Anreise nach Berlin leider gänzlich unmöglich. Als sich im Laufe des Wochenendes dann herausstellte, dass alle Flüge bis auf weiteres ausfallen würden, machten sich zunächst etwas Ratlosigkeit und Unsicherheit breit. Glücklicherweise war die Solidarität mit den „Gestrandeten“ von Anfang an groß, Unterkünfte und Mitfahrgelegenheiten wurden angeboten, unser Reisebüro versorgte uns per Notdienst mit aktuellen Informationen zur Flugsituation und organisierte Bahntickets für die Teilnehmer aus Moskau, Kiev und Belgrad.

Leider konnten einige Chapter- und Foundationvertreter auf Grund der Flugausfälle nicht an der Chapters Conference ab Freitag teilnehmen; dies hinderte die verbliebenen Teilnehmer aber natürlich nicht daran, das Programm der Konferenz umzusetzen. Die Themen waren entsprechend vielfältig: Im Mittelpunkt des ersten Tages standen die ersten Ergebnisse des strategischen Planungsprozesses der Wikimedia Foundation. Sue Gardner, Geschäftsführerin der Stiftung, stellte die wesentlichen Eckpunkte vor, die auf großes Interesse von Seiten der Chaptervertreter stieß.

Der weitere Verlauf des Treffens stand ganz im Zeichen der Entwicklung der regionalen Chapter und ihrer Rolle in der Erstellung und Verbreitung freier Inhalte. Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit den Themen „Professionalisierung“, „Outreach“, der Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, sowie der Zusammenarbeit von Chaptern mit anderen Organisationen, hauptsächlich mit kulturellen Institutionen. Wer sich ausführlich über die Diskussionen und Ergebnisse informieren möchte, der findet die vorläufige Dokumentation zu den einzelnen Themen hier.

Mit dem Sonntag war die Arbeit aber noch nicht vorbei, mussten doch gut 20 in Berlin gestrandete Wikimedianer betreut werden: Die Verlängerung der Visa verlief glücklicherweise unkompliziert und schnell und am Montagmittag brachten wir alle „Gestrandeten“ gemeinsam in einem Hotel in der Nähe der Geschäftsstelle unter. Dort konnten wir sie täglich mit neuen Statusupdates versorgen, halfen bei der Orientierung in der Stadt und standen ihnen für Fragen und Sorgen zur Seite. Positiver Nebeneffekt war, dass die Geschäftsstelle in der Woche Anlaufpunkt für viele internationale Gäste war und sich somit auch die Gelegenheit für inhaltlichen Austausch bot. Als Mitte der Woche endlich die neuen Flugdaten feststanden war die Freude über die bevorstehende Heimreise groß. Seit einer Woche sind nun alle Teilnehmer zurück in ihrer Heimat, die Tage in Berlin werden ihnen sicherlich als besonderes Ereignis in Erinnerung bleiben.

Mit einer Woche Verzögerung wurden nun die letzten Abrechnungen gemacht, die Dokumentation wird weiter vervollständigt, die Zufriedenheitsumfrage ausgewertet und abschließende Berichte folgen ebenfalls.

Themen in den Medien

Einige Presseanfragen im April beschäftigten sich mit dem Gerichtsurteil des Hamburger Landgerichts, in dem festgestellt wurde, dass Wikimedia Deutschland keine Störerhaftung für Inhalte der Wikipedia  trägt. Aber nur wenige Online-Medien haben das Thema aufgegriffen und die Rückfragen betrafen fast ausschließlich die Foundation. Wir haben als Geschäftstelle diese Anfragen koordiniert.

Der ein milliardste Edit und die Entwicklung des Artikels zum Vulkanausbruch waren uns eine Pressemitteilung wert, die einige Medien aufgegriffen oder wörtlich übernommen haben.

Pressekonferenz

Im Rahmen der Wikimedia-Konferenz wurde für den 16. April eine Pressekonferenz organisiert. Die Inhalte wurden mit Teilnehmern der Foundation, des Kuratoriums und Jimmy Wales abgestimmt und vorbereitet. Redaktionen wurden per Telefon und E-mail eingeladen und im Vorfeld Interviews mit Pavel Richter durchgeführt.  Leider konnten Jimmy und Mitglieder des Kuratoriums aufgrund des Vulkanausbruchs nicht an der Pressekonferenz teilnehmen – es mussten Interviews abgesagt werden, Themen und Ablauf der Konferenz geändert bzw. angepasst werden. An der Pressekonferenz nahmen teil:  Sue Gardner Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, Jan-Bart de Vreede, 2. Vorsitzender des Kuratoriums und Sebastian Moleski. Unter den Presseteilnehmern waren u.a. ddp, rbb Abendschau, heise online und Deutschlandfunk.
Eine Zusammenstellung der Presseresonanz und Pressethemen mit denen sich Catrin im April beschäftigt hat, finden sich im Pressespiegel von Wikipedia und des Vereins.

Wikimedium & Co.

Die Erstellung der Wikimedium, darunter die Themenauswahl, Recherche, Texterstellung und -bearbeitung, Layoutentwicklung und Produktion hat im April einige Zeit in Anspruch genommen. Die neue Ausgabe wird in den nächsten Tagen erscheinen. Dadurch sind leider die Informationsbroschüren für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikiversity nicht weiter bearbeitet worden. Die Weiterentwicklung der Layouts und der Inhalte wird im Mai fortgesetzt.

Wissen im Clipformat

Es fanden einige Termine mit Medienpartnern und TV-Produktionen statt, um die Ideen zur Einbindung von Wikipedia-Inhalten in Zeitungs- Radio- und Fernsehformate zu erörtern und weiter zu entwickeln.  Die Produktionsfirma von Galileo und anderen Wissensmagazinen (z.B. Spiegel-TV)  hat Interesse bekundet, ein Pilotprojekt zu starten und Wikipedia-Wissen im Clipformat zu erstellen. Weitere Gespräche finden im Mai statt.

Im April gab es eine dreitägige Pilotphase der Wikipedia ‚Schon-gewusst-Clips‘ im Fahrgastfernsehen der Berliner U-Bahnen. Die positive Reaktion hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und nach Klärung der Quellen- und Lizenzangaben wird das Projekt im Mai starten können.

Mitglieder

Im Laufe des Aprils haben wir 11 Mitgliedsanträge und eine Kündigung erhalten. Damit stieg die Zahl der Mitglieder von Wikimedia Deutschland auf 575 Mitglieder.
Die Vorbereitungen zur Mitgliederversammlung (sie findet am 8. und 9. Mai 2010 in Berlin statt) laufen wie geplant: Am 22. April haben wir die Briefwahlunterlagen verschickt. Inzwischen sollte jeder, der die Unterlagen fristgerecht bei uns angefordert hatte, diese auch bekommen haben. Wenn die Unterlagen nicht bei euch eingetroffen sind, schickt uns bitte umgehend eine Mail an mv2010(at)wikimedia.de, damit wir die Unterlagen nachsenden können.

Wie angekündigt bieten wir am Sonntag, den 9. Mai von 10:30 Uhr bis 15:00 Uhr verschiedene Workshops zu den Vorstands-Ressorts an. Zusätzlich gibt es einen Workshop zum Thema „Fundraising“ und einen zum Thema „Veranstaltungen 2010 (Academy & Zedler)“. Ziel ist es, mit den Mitgliedern zusammen die weitere Jahresplanung zu diskutieren, neue Ideen zu entwickeln und einen kontinuierlichen Austausch zwischen Geschäftsstelle und Mitgliedern zu starten. Wir bitten um zahlreiche Teilnahme an den Workshops, für die ihr euch auf der Planungsseite eintragen könnt.

Unsere ganz große Bitte: Meldet euch – gern auch unter Vorbehalt – mit einer kurzen Mail an mv2010(at)wikimedia.de für die Mitgliederversammlung an, denn die Versorgung mit Speis und Trank, Mobiliar und den nötigen Unterlagen für die Abstimmungen ist an die Zahl der Teilnehmer gebunden und wir möchten weder mit leeren Händen dastehen, noch hungrige und durstige Teilnehmer erleben.

Wikisource

Wie bereits im letzten Monatsbericht erwähnt, hatten wir ein Digitalisat des Schwäbisch Gmünder Passionsspiels bestellt, das inzwischen nicht nur angekommen ist, sondern auch schon den zweiten Korrekturgang durchlaufen hat. Es steht für jeden interessierten Leser auf Wikisource zur Verfügung.

Nach fast einem Dreivierteljahr Wartezeit sind auch die Digitalisate aus einer Serie von Chroniken über Dörfer aus der Zittauer Umgebung eingetroffen, die in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts von Gotthelf Traugott Eckarth verfasst wurden. Die Arbeit an diesen Texten wird demnächst beginnen.

Mit der neuesten Bestellung aus der Staatsbibliothek zu Berlin werden wir endlich eine Lücke schließen: Die Digitalisierung des bisher noch fehlenden Bandes 2 der 3. Auflage der großen Ausgabe der „Kinder- und Hausmärchen” der Brüder Grimm aus dem Jahr 1837 wurde von uns beauftragt.

Community

Im April haben wir folgende Veranstaltungen und Workshops von Community-Mitgliedern mit Reise- und Tagungskosten unterstützt: Den von Ralf und Prolineserver koordinierten Photoworkshop, der vom 2. bis 5. April 2010 in Nyköping/Schweden stattfand und das von Martin Bahmann organisierte Treffen der Jury des 12. Schreibwettbewerbs, die sich am 30. April/1. Mai in Geisenheim bei Mainz traf.
Wikipedia-Artikel um eine Multimedia-Komponente zu erweitern, war Anliegen eines weiteren geförderten Projektes: Am 11. April wurde im Rahmen des 65. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald einen Tag lang filmisch und fotografisch unter der Leitung von JCS dokumentiert; Film und Bilder sollen später auf den Wikimedia Commons eingestellt werden.

Collaboratory

Auf Initiative von Google Deutschland gibt es nun ein „Collaboratory„, also eine Art Runder Tisch von Netzpolitisch interessierten Menschen, an der von unserer Seite Mathias und ich teilgenommen haben (die weiteren Teilnehmer finden sich hier. Erste größere Handlung ist eine derzeit noch laufende Umfrage zur Innovationskultur in Deutschland, an der man sich hier beteiligen kann.

Generation 50+

Hier gibt es gute Nachrichten: Auf unseren im März zur Vorprüfung geschickten Antragsentwurf, erhielten wir im April die Ergebnisse des Vorchecks. Inhaltliche Nacharbeiten sind nicht mehr erforderlich. Einige formale Punkte sind noch zu ergänzen. Sie sind einfach zu lösen. In der Frage aller letztendlich beteiligten Projektpartner benötigen wir die Unterstützung des Schweizer Projektleiters.

Wie geht es da weiter? Unsere Aufgaben werden wir kurzfristig abarbeiten. Der Projektstart hängt im Wesentlichen von den Schweizer Partnern ab, und ist noch immer nicht endgültig geklärt. Deshalb haben wir uns entschlossen, parallel einen Förderantrag bei einer Stiftung zu stellen. Er wird sich vom internationalen Verbundvorhaben in wesentlichen Schwerpunkten unterscheiden. Die Arbeiten daran haben bereits begonnen.

Schulprojekt

Wie im letzten Monat berichtet, ergaben sich anhand der Workshops der letzten Monate in der Initiative D21 einige Folgeveranstaltungen, die ersten Termine davon fanden in diesem Monat in Brandenburg statt. In Kooperation mit dem brandenburgischen Bildungsministerium wurden in Gransee bzw. Eberswalde jeweils rund 30 Lehrer von Schulen aus dem ganzen Bundesland im Zusammenhang mit der Einführung interaktiver Tafeln auch in den Grundlagen der Wikipedia sowie ihren qualitätssichernden Strukturen unterwiesen. Die Veranstaltungsreihe wird im Mai mit vier weiteren Terminen in Brandenburg sowie einer Veranstaltung in Rheinland-Pfalz fortgesetzt. Zugleich beginnen wir -etwas verzögert- mit der Planung für den bereits im letzten Monatsbericht angesprochenen Ausbau des Schulprojekts. Ende Juli wird Wikimedia Deutschland einen mehrtägigen Workshop veranstalten, bei dem wir Freiwillige aus den Reihen der Wikipedia als Referenten schulen und mit Ihnen Inhalte für Veranstaltungen erarbeiten wollen. Mitte Mai folgen dazu im Blog nähere Informationen, wer also Interesse hat, als Referent zu wirken, sollte das Datum im Hinterkopf behalten.

Literaturstipendium

Im Wikipedia-Literaturstipendium konnten auch diesen Monat wieder einige Anträge entgegengenommen bzw. teils auch schon erfüllt werden. Die regelmäßige Aktualisierung der Statistik, also der Frage, in wie vielen Artikeln Literaturstipendien bisher zum Zuge kamen, weist übrigens darauf hin, dass geschätzt im Mai oder Juni der 1000. Stipendiumsartikel geschrieben wird. Ein schöner Erfolg des Programms, für den wir uns bei allen Autoren herzlich bedanken wollen.

Unterwegs für Freies Wissen

Vom 13. bis 17. April fand in Denver, Colorado die „Museums and the Web„-Konferenz statt, die Konferenzleitung hatte hier Wikipedia einen sehr großen Platz eingeräumt und einen ganztätigen Workshop über Wikipedia im Kontext von Museen  gefördert, an dem auch diverse Wikipedianer und Wikimedianer (u.a. Phoebe Ayers, Samuel Klein, Erik Möller, Liam Whyatt und Mathias Schindler) teilnahmen. Der Workshop selbst war erfreulich gut besucht, einen umfangreichen Bericht wird es unter anderem in der Wikipedia Signpost dazu geben. Dank eines gewissen Vulkans war dann die Rückfahrt ein mittleres Abenteuer – analog zu den in Berlin gestrandeten Wikimedianern.

Am 26. April bis 29. April fand- veranstaltet durch die Universität Sao Paulo und das Kulturministerium Brasiliens das „International Symposium of Public Policies for Digital Collections“ statt, auf dem Mathias eingeladen ist, im Panel „Great Digitization Projects“ über die Kooperation mit dem Deutschen Bundesarchiv zu berichten. Die Teilnehmerauswahl ist hier sehr zugunsten Freier Inhalte aufgestellt, unter anderem mit Larry Lessig (Creative Commons, Brewster Kahle (Internet Archive), Beatriz Busaniche (Wikimedia Argentinien).

Wahlprüfsteine

Mitte April haben wir die Wahlprüfsteine zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen an die zugelassenen Listen verschickt. Die eintreffenden Antworten werden konsolidiert und gesammelt vor dem Wahltermin veröffentlicht.

Softwareprojekte

Daneben sind für den April auch Ergebnisse für zwei langfristige Software-Projekte zu vermelden: Erstens die Extension zur Anzeige von TIFF-Bildern, die von der Hallo Welt Medienwerkstadt entwickelt wurde, ist fertig. Die Erweiterung muss nun noch von den Server-Admins begutachtet werden, dann kann sie aktiviert werden. Zweitens WikiPics, eine multilinguale Suchmaschine für commons: hier kann man die (noch etwas langsame) Alpha-Version testen. In Kürze soll dann eine überarbeitete Version online gehen, die für den täglichen Einsatz für Commons genutzt werden kann.

Soweit unser Bericht für den April; der nächste Bericht aus der Geschäftsstelle erscheint am 31. Mai 2010.

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Barrierefreiheit international

Barrierefreiheit ist wie Usability eine internationale Angelegenheit. Daher nutzte ich die Chance, letzte Woche an der Entwicklerkonferenz teilzunehmen und das Thema ordentlich zu bewerben.

Erklärung von WAI-ARIA auf dem Flipchart; Foto: Raimond Spekking/cc-by-sa-3.0

Am Donnerstag Vormittag stellten Neil und Guillaume, Mitarbeiter der Usability-Initiative, den Prototypen für das Hochladen von Bildern vor. Frank warb um technische Mitarbeit. Während beide Vorträge nur je 15 Minuten dauerten, hatte ich mir eine halbe Stunde ergaunert. Die nutze ich, um WAI-ARIA vorzustellen, eine semantische Erweiterung für HTML. (Die Folien zu dem Vortrag findet ihr auf Meta.) WAI-ARIA allein macht unsere Projekte nicht barrierefrei, ganz klar, aber es ist ein wichtiger Schritt. Die Entwickler und Oberflächengestalter brauchen ein Verständnis von Barrierefreiheit, um sie vorab berücksichtigen zu können. Nichts ist dafür besser geeignet, als mit behinderten Nutzern zusammen zu arbeiten – oder wenigstens ihre Hilfsmittel in Aktion zu erleben. Daher bot ich spontan eine Demonstration für den Nachmittag an.

Screenreader und Braillezeile im Einsatz; Foto: Raimond Spekking/cc-by-sa-3.0

Prophylaktisch hatte ich eine Braillezeile mitgenommen, die reichlich fasziniert, wenn man sie das erste Mal berührt. Ich erklärte die Arbeitsweise von Blinden und die Funktionsweise der sogenannten Screenreader. Diese sammeln und bereiten Informationen auf und geben sie dann über die Sprachausgabe oder die Braillezeile aus. Erik Möller, stellvertretender Direktor der Wikimedia Foundation (WMF), war sehr interessiert und wir diskutierten eine Weile intensiv. Ich hoffe, ihn überzeugt zu haben, dass die Usability-Initiative unbedingt behinderte Nutzern einbeziehen muss. Ich konnte außerdem mit den Mitarbeitern der Usability-Initiative reden, zu denen vorher nur Kontakt per E-Mail bestand. Sie alle empfanden das Thema als wichtig und waren gewillt, Ratschlägen zu folgen.

Soweit der offizielle Teil. Die Konferenz bot mir Gelegenheit ungeplant zwei Leute zu treffen: Danny B. und Samuel Klein. Danny ist freiberuflicher Berater für Barrierefreiheit und für das Thema in der tschechischen Wikipedia aktiv. Leider schlafen auch dort lokale Initiativen nach einer Weile ein, weil es schlicht an Mitstreitern fehlt. (In unserem BIENE-Projekt ist es ebenfalls sehr ruhig.) Samuel, in Wikimedia-Projekten unter dem Kürzel SJ bekannt, gehört dem Stiftungsrat der WMF an und hat großes Interesse an Barrierefreiheit. Als Dreigespann verfassten wir einen Schlachtplan: Barrierefreiheit mit einem internationalen Team in der WMF verankern. Wir werden dazu das Usability-Wiki nutzen und diverse Seiten mit Vorschlägen erstellen. Dort soll außerdem die Arbeit von Interessierten gebündelt werden, um eine höhere Schlagkraft und Nachhaltigkeit zu erzielen.

Usability wurde erst mit dem Zuschuss der Stanton Foundation ein eigenes, wichtiges Thema. Ich hoffe nicht, dass dies für Barrierefreiheit ebenso gilt. Ich lade jeden Interessierten ein, sich zu engagieren: entweder lokal in unserem Planungsteam für Usability & Technik, innerhalb der einzelnen Projekte oder international im Usability-Wiki (dortige Anlaufstelle).

Nachtrag: Neil hat einen eineinhalb-minütigen Videoschnippsel online gestellt, auf dem die Braillezeile in Aktion zu sehen ist.

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Gutes Beispiel

Wikipedia ist zukünftig auch in Berliner U-Bahnen präsent. An diesem Wochenende startete das Pilotprojekt für Fahrgastfernsehen.  In Kooperation mit der Berliner Fenster GmbH, die für das Fahrgastfernsehen verantwortlich ist,  wurden  Clips entworfen, die ‚Schon gewußt‘ – Inhalte der Wikipedia Startseite nutzen und Wissens-Happen mit ca. 200 Zeichen auf  Monitoren in der U-Bahn präsentieren. Zusätzlich können wir das Medium für weitere Zwecke nutzen, wie zum Beispiel Informationen über andere Wikimedia Projekte und Spendenaufrufe.  Layouts und Gestaltung weiterer Inhalte sind derzeit in Arbeit. Offizieller Start ist Anfang Mai, dann werden auf  3768 Doppel-Screens in 1106 U-Bahn Zügen täglich etwa achtzig Mal Wikipedia-Spots laufen. Das bedeutet rund 1.5 Millionen Fahrgäste täglich, die das Programm verfolgen. Die Initiative zu diesem  Projekt ging von Juliana da Costa José aus und ich bin froh, dass wir die Idee endlich umsetzen konnten. Wenn es auch manchmal etwas länger dauert zeigt es, wie erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen Verein und  Community- und Vereinsmitglieder sein kann.

Das Fahrgastfernsehen in München ist bereits in Planung und wir hoffen, das wir das Projekt ausweiten können und in den nächsten Monaten in weiteren Städten  (auch an Bahnhöfen, Flughäfen etc. ) präsent sein werden. Wir halten Euch mit den weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden und freuen uns über weitere Anregungen.

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Der Vorstand chattet mal wieder – 3. Vorstandschat am 21. April 2010, 20 Uhr

In den letzten Tagen ist auf der Mailingliste des Vereins intensiv diskutiert worden und einer der längsten Threads in der Geschichte dieser Mailingliste entstanden. Leider ist dabei der ursprüngliche Anlass dieser Diskussion, die Ergebnisse der AG Verantwortungsstruktur, ein bisschen aus dem Blickfeld geraten.

Da aber die künftige Struktur des Vereins eine der wichtigsten Entscheidungen für die nächste Zeit sein dürfte, möchten wir dies nochmal aufgreifen und zum Thema des nächsten Vorstandschat am kommenden Mittwoch, den 21. April 2010 um 20:00 Uhr machen. Euren Fragen und der Diskussion rund um dieses Thema stellen sich diesmal Alice Wiegand und Michail Jungierek. Treffpunkt ist wie immer der Chat-Channel #wikimedia-de.

P.S. Da es deshalb ein paar Nachfragen gab: Der Vorstandschat dauert ca. eine Stunde und da auch Vorstandsmitglieder ein klein bisschen Privatleben gut gebrauchen können, ist es nicht weiter verwunderlich, wenn wir uns danach verabschieden.

P.P.S. Und wie immer auch der Hinweis für alle, die noch nie etwas mit Chat und IRC zu tun hatten. Ihr findet auf der Wikipedia-Chat-Seite entsprechende Anleitungen und Hinweise.

P.P.S. Die aktuell diskutierten Themen werden wir auch in Bälde zum Thema eines Vorstandschats machen.

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In Berlin gestrandete Wikipedianer brauchen Unterstützung!

Lieber Berliner Wikipedianer,

heute Nachmittag endet die Wikimedia-Conference und wir haben ca. 20  internationale Gäste, die vorerst in Berlin gestrandet sind.

Die Unterbringung der Teilnehmer haben wir schon geregelt, gezahlt wird  diese von den Fluggesellschaften. Was wir Mitarbeiter von Wikimedia  Deutschland in den nächsten Tagen leider nicht leisten können, sind zwei Dinge:

  • Begleitung der Teilnehmer zur Ausländerbehörde, da deren Visa morgen (Montag, 19. April) auslaufen und verlängert werden müssen
  • Angebote zu Sightseeing und Abendgestaltung

Wir möchten euch daher um Unterstützung bitten: Es wäre großartig, wenn sich ein paar Leute finden würden, die die beiden  oben genannten Aktivitäten übernehmen könnten.

Zentraler Treffpunkt, um die Gäste abzuholen, ist das Motel One Berlin-Urania (An der Urania 12/14, Tiergarten, 10787 Berlin; ), das in 10 Minuten Laufweite von unserem Büro in der Eisenacher Str. 2 entfernt liegt. Momentan haben wir noch keine konkreten Zeitpläne ausgearbeitet, sicher ist aber, dass es ab morgen Vormittag losgeht – vor allem die Verlängerung der Visa ist natürlich dringlich!

Wenn ihr Zeit und Lust habt den Teilnehmern zu helfen und sie ein wenig zu betreuen, dann schreibt uns bitte eine E-Mail an die Adresse conference(at)wikimedia.de. Bitte gebt auch an, wann (Tag und Uhrzeit) ihr Zeit hättet; idealerweise gebt ihr uns auch eine Mobilrufnummer, damit wir die Aktivitäten schnell und reibungslos koordinieren können.

Besonders brauchen wir für *morgen früh* zwei Freiwillige, die Englisch sprechen und zwei Gruppen zur Ausländerbehörde und zu einer Botschaft begleiten. Die Teilnehmer müssen *morgen früh um 8:30 Uhr* in der Nähe der Oberbaumbrücke abgeholt werden. Insbesondere der Gang zur Ausländerbehörde dürfte etwas länger dauern, daher bitte Zeit einplanen. Wer das machen kann: Bitte eine kurze Mail an conference(at)wikimedia.de mit einer Rückrufnummer.

Jede weitere gute Idee darüber hinaus ist natürlich hochwillkommen! :)

Herzliche Grüße & Vielen Dank!

Pavel Richter
Geschäftsführer
Wikimedia Deutschland

Kurzes Update vom 19.04. (Nicole):

  • Die Verlängerung der Visa-Gültigkeiten war bei allen Betroffenen ohne Probleme und stundenlanges Warten möglich. Alle Visa wurden für mindestens sechs Tage verlängert.
  • Gegen Mittag haben wir alle Gäste ins Motel One an der Urania umgezogen, in Anbetracht der Umstände ist die Stimmung insgesamt recht entspannt.
  • Für Sightseeing-Angebote gibt es eine Seite auf Meta: Berlin activities for the stranded. Freiwillige können dort gerne Vorschläge einstellen und sich mit den Leuten aus dem Motel koordinieren.
  • Wann die ersten Teilnehmer Berlin per Flugzeug verlassen können ist weiterhin unklar. Aktuell gilt das Flugverbot bis Dienstag früh um 8 Uhr, kann aber auch danach weiter aufrecht erhalten bleiben. Wir sind in ständigem Kontakt mit allen Gestrandeten und halten sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Landgericht Hamburg entscheidet für Wikimedia Deutschland

Was im juristischen Sinne ein Störer bzw. eine Störerhaftung ist, liest man am besten in der Wikipedia nach. Kurz gesagt: Die Störerhaftung ist ein beliebtes Instrument, Personen und Unternehmen für Inhalte von anderen Leuten haftbar zu machen. Dies betrifft auch Wikimedia Deutschland. So wurden wir im vergangenen Jahr vor dem Landgericht Hamburg wegen eines Artikels der Online-Enzyklopädie verklagt. Erfolglos!

Das Landgericht Hamburg hat am 26. März 2010 die Klage gegen den Wikimedia Deutschland e.V. abgewiesen und dabei ausdrücklich eine Störerhaftung des Vereins für den betreffenden Inhalt der Wikipedia verneint. Die ausführliche Begründung und klare Entscheidung des für seine Strenge bekannten Landgerichts freut uns ganz besonders, da so zukünftige Versuche gegen Wikimedia vorzugehen, erschwert bestenfalls abgewendet werden können.

Wir danken den Anwälten der Kanzlei JBB, Julian Höppner und Thorsten Feldmann, die uns in diesem Rechtsstreit vertreten haben. Einen ausführlichen Beitrag dazu gibt es im Blog von Thorsten Feldmann.

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Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in NRW

Liebe Freunde des Freien Wissens,

bereits zur Bundestagswahl 2009 hatte Wikimedia Deutschland Wahlprüfsteine an die im Bundestag vertretenen Parteien verschickt. Wir setzen diese auch anlässlich der Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen vor: Heute haben alle vom Landeswahlleiter zur Wahl zugelassenen Parteien einen Fragenkatalog zugeschickt bekommen. Natürlich sind wir dieses Mal auf landesspezifische Problemfelder eingegangen. Den Wortlaut findet ihr hier (PDF).

Wir haben um Beantwortung bis zum 26. April gebeten und werden die eingegangenen Antworten ebenfalls hier im Blog veröffentlichen.

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