PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im Dezember, steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht ausgewählter Projekte. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in einem gesonderten Blogbeitrag.

Fotoprojekte

Mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland fanden drei größere Fotoprojekte statt: Am 14. November waren Wikipedianer bei der Stadtverordnetenversammlung Büdingen zu Gast. Am darauf folgenden Tag wurden Aufnahmen von der Freilegung eines slawischen Burgwalls am Schweriner Schloss gemacht. Vom 21. bis 23. November wurde auf der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen fotografiert.

Welche Ergebnisse der Festivalsommer im Jahr 2014 erzielt hat, welche Ausgaben dabei zusammen kamen und auf wie vielen Festivals die Fotografen insgesamt fotografiert haben, lässt sich in der umfangreichen Evaluierung von Achim Raschka nachlesen.

Weitere Community-Aktivitäten

Im gesamten Bundesgebiet wurden zahlreiche selbstorganisierte Treffen und Exkursionen von Wikipedia-Stammtischen abgehalten. Mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland trafen sich im November die Stammtische Thüringen, Münster, Bremen, Braunschweig, Ruhrgebiet, Nordhessen und Süddeutschland.

Der Wikipedia-Editorinnenkreis Women edit feierte am 5. November sein zweijähriges Bestehen. Einmal monatlich treffen sich Autorinnen und an Wikipedia interessierte Frauen in Berlin zum gemeinsamen Austausch und dem Bearbeiten von Artikeln.

Der etwa zweimonatlich stattfindende Wikipedianische Salon bot bereits zum 7. Mal Raum für spannende und unterhaltsame Diskussionen und Gespräche. Diesmal über Creative Commons: Innerhalb und außerhalb der Wikipedia. Zu Gast war Leonhard Dobusch von netzpolitik.org.

Wikimedia und Freiwillige aus der Commons- und der Wikipedia-Community präsentierten das Projekt Wiki loves monuments vom 22. bis 24. November auf der Denkmalmesse Leipzig. Ein ausführlicher Bericht ist in diesem Blogbeitrag zu finden.

Die Jury des 21. Schreibwettbewerbs der Wikipedia tagte am 1. November im Lokal K in Köln. Nachdem der Wettbewerb zunächst Anlaufschwierigkeiten hatte, kamen zuletzt wieder großartige Ergebnisse zustande. Wikimedia beteiligte sich an dem Wettbewerb mit der Vergabe von Sachpreisen.

Am Wochenende vom 8. bis 9. November trafen sich zwölf Commons-Aktive zum Lightroom-Workshop in Cuxhaven, der sich insbesondere an Anfänger richtete.

Zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterentwicklung des Projekts WikiLab Hamburg förderte Wikimedia Deutschland die Teilnahme an der Konferenz Zugang gestalten, die am 13. und 14. November in Berlin statt fand.

In Berlin findet seit 2013 monatlich das Offene Editieren statt, also das gemeinsame Bearbeiten der Wikipedia im Real Life. Das Konzept wurde bereits im Lokal K in Köln und weiteren Städten übernommen und fand nun am 14. November auch erstmals in Stuttgart statt. Gefördert wurde das Treffen von Wikimedia Deutschland mit der Bereitstellung von Technik und einer Veranstalter- und Haftpflicht-Versicherung.

PROGRAMM INSTITUTIONEN

Digitale Kompetenzen

Am 17.11.2014 fand die fünfte und letzte Veranstaltung der Reihe Digitale Kompetenzen statt. Die im Rahmen des Wissenschaftsjahr 2014 durchgeführte Veranstaltungsreihe wurde an diesem Abend von unserem Medienpartner werkstatt.bdp.de begleitet. Mehr als 50 Teilnehmende und über 30 Gäste im Livestream wollten sich mit Axel Krommer (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Simon Köhl (Serlo) und Prof. Dr. phil. Ilona Buchem (Beuth Hochschule für Technik Berlin) zum Thema “Digital selber lernen – Wie gehen wir mit verändertem Lernverhalten um?” austauschen. Nach kurzen Impulsvorträgen der drei Podiumsgäste entstand eine anregende Diskussion, die zwar nicht immer unbedingt kontrovers, doch überaus erkenntnisreich für die Teilnehmenden war, wie das Twitter-Feedback mutmaßen lässt: Digitale Medien haben zwar Einzug in Lernumgebungen gefunden, aber besonders in formalen Kontexten wie Schule hat sich die Didaktik noch kaum weiterentwickelt. Wer die Veranstaltung verpasst hat, dem steht die Aufzeichnung im Netz zur Verfügung. Eine kurze Videodokumentation der werkstatt.bdp.de folgt in Kürze.

Zugang gestalten

Am 13. und 14. November war Wikimedia Deutschland zum 4. Mal Partner bei der internationalen Konferenz “Zugang gestalten”. Fast 500 Konferenzteilnehmende diskutieren über die Chancen der Digitalisierung von kulturellen Gütern. Wikimedia Deutschland war im Rahmen der Konferenz federführend für den Konferenzteil “Kulturerbe 3.0 – Digitale Weiternutzung” und für die Besetzung der Werkschau verantwortlich. Informationen über die Referenten oder die vorgestellten Projekte (z.B. Coding da Vinci und die Datentankstelle) sind in einem Blogbeitrag zusammengefasst. Einen kurzen Überblick über die Konferenz bieten auch der Konferenztrailer und die fotografische Dokumentation.

GLAM on Tour

Wie bereits im letzten Monatsbericht angekündigt, haben wir auf unserer letzten GLAM on Tour Station (GLAM=galleries, libraries, archives, museums) in diesem Jahr in Brilon einen Film drehen lassen. Ziel des Films ist es, Wikipedianern und GLAM/Wissenschaftsinstitutionen einen lebendigen Eindruck von diesem Veranstaltungsformat zu vermitteln. Wir möchten beide Zielgruppen motivieren, selbst eine GLAM on Tour Station auszurichten. Zur Erleichterung des Verständnisses haben wir den Namen des Format auch leicht abgewandelt, so auch der Titel des Films: Wikipedia on GLAM Tour. (Der Film wird in KW 49 veröffentlicht.)

Commons/GLAM/Wikidata-Hackathon in Amsterdam

Vom 14. bis zum 16. November fand in Amsterdam ein kleinerer Hackathon zum Thema GLAM-Aktivitäten und Wikidata statt. Fotos wurden auf dem Event natürlich auch gemacht.

Ein Wochenende lang hackten Entwicklerinnen und Entwickler zusammen GLAM-Aktiven und dem Wikidata-Team. Ein Ergebnis unter vielen war die Anwendung „Sum of all Paintings” zur Visualisierung von Gemälden und zugehörigen strukturierten Daten in Wikidata:

Sum of all Paintings: http://sum.bykr.org/

PROGRAMM RAHMENBEDINGUNGEN

Bündnis Freie Bildung

Das Bündnis Freie Bildung traf sich am 24.11. zum dritten Mal mit Expertinnen und Experten, die sich für freie Bildungsressourcen einsetzen, um gemeinsam politische Handlungsempfehlungen zu Open Educational Resources (OER=freie Bildungsmaterialien) zu erarbeiten. Ziel war es, konkrete Vorschläge für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Medien hinsichtlich der Anwendung von OER in der Praxis zu formulieren.

Mit dem Verein Serlo und der Free Software Foundation Europe ist das Bündnis darüber hinaus um zwei Partnerorganisationen gewachsen. Organisationen und Institutionen können in Form einer Partnerschaft Teil des Bündnisses werden. Privatpersonen können das Bündnis unterstützen. Mehr zum Thema hier: Mitgliedschaft bei Bündnis Freie Bildung.

Best Practice OER

Mit “Best Practice OER – Policy Making” fand am 5. November der zweite und letzte Teil der Veranstaltungsreihe “Best Practice OER” statt, die in Kooperation mit der Technologiestiftung Berlin verlief. Mit dabei war unter anderem der Staatssekretär für Bildung des Landes Berlin Mark Rackles (SPD), der über das Potential von OER in der Schulbildung sprach. Etwa25 Besucherinnen und Besucher waren anwesend, den Livestream verfogten knapp 50 Personen. Hier das Video der Veranstaltung.

Positionspapier Urheberrecht

Unser Positionspapier zur EU Urheberrechtsreform wurde von 33 Organisationen aus 18 europäischen Ländern unterschrieben. Dazu zählen 15 Wikimedia- und 5 OKFN-Chapter. Das Dokument ruft die EU dazu auf die Panoramafreiheit universell in Europa zu verankern und EU- finanzierte Werke allgemeinfrei zu machen.

Das Dokument wurde an Kommisison, Parlament und in Brüssel vertretene Industrieverbände und Unternehmen verteilt. Gleichzeitig wurde es auch in der Wikimedia-Welt breit annonciert (EN, DE, CZ, Advocacy Liste).

Als Reaktion darauf kam es zu direkten Gesprächen mit der Europäischen Kommission (Urheberrechtsabteilung, Juncker & Ansip Kabinette), dem Europäischen Parlament (Rechts- und Wirtschaftsausschüsse). Als zweiter Schritt finden Ende des Montas und Anfang Dezember Treffen mit Industrieverbänden (European Digital Media, Digital Europe, Association of Commercial Broadcasters, Movie Pictures Association of America) statt, um mögliche Gemeinsamkeiten zu suchen.

Es geht bei der Strategie darum das kleine Thema Panoramafreiheit im großen Meer der Urheberrechtsreform über Wasser zu halten und gleichzeitig nicht zum Ziel der Reformgegner zu machen.

Weiteres

Das ABC des Freien Wissens

Der fünfte Wikimedia-Salon drehte sich um das Erinnern und Vergessen im Netz. Von der juristischen Diskussion um das Recht auf Vergessenwerden wurde der Bogen zur Frage gespannt, woran sich das kollektive Gedächtnis in der Informationsgesellschaft festmacht und zukünftig orientieren wird. Markus Beckedahl, Journalist und netzpolitischer Aktivist (netzpolitik.org) führte mit einem Impulsvortrag ins Thema ein, die Autorin und Dramaturgin Dr. Peggy Mädler, (Labor für kontrafaktisches Denken) und der Kulturwissenschaftler Dr. Mathias Berek komplettierten das Podium. Moderiert wurde von Sabrina Apitz, Berliner Gazette, Modekünstler Stephan Hann stellte einen Entwurf aus recycelten Materialien aus. Das Video der Veranstaltung ist auf der Website des Salons abrufbar.

Leitfaden zu freien Lizenzen erschienen

Im Rahmen der Konferenz “Zugang gestalten” ist ein Leitfaden zur Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen erschienen. Der Leitfaden wurde von Medienrechtsanwalt Dr. Till Kreutzer verfasst und von der Deutschen UNESCO-Kommission, dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes NRW und Wikimedia Deutschland herausgegeben. Auf Meta-Wiki kann der Leitfaden online gelesen oder als PDF heruntergeladen werden.

Auszeichnung für Wikidata

Mit großem Stolz hat uns die Nominierung von Wikidata in zwei Kategorien der Open Data Awards des Open Data Institutes erfüllt: “Open Data Innovation Award celebrating open data used as a tool for innovation, in any sector” und “Open Data Publisher Award – celebrating high publishing standards and use of challenging data“. In der Kategorie Open Data Publisher gewann Wikidata den Preis und wurde ausgezeichnet.

Am 4. November waren Magnus Manske aus der Wikidata-Community und Lydia Pintscher, Product Manager von Wikidata und beschäftigt bei Wikimedia Deutschland, bei der Preisverleihung der Open Data Awards  im Museum of London. Es freut uns außerordentlich, dass Sir Nigel Shadbolt und Sir Tim Berners-Lee, die die Preise überreichten, gewürdigt haben, dass das Projekt von Anfang an “in the open” entwickelt wurde und dass Wikidata ein breites Spektrum an Themen abdeckt.

Personelles

Im November gab es keine personellen Veränderungen.