Kulturaffin und weitgereist: Lilli Iliev verstärkt Bereich Politik & Gesellschaft

Lilli Iliev, Bild: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0

Wir freuen uns sehr, Lilli Iliev als neue Mitarbeiterin bei Wikimedia Deutschland e.V. zu begrüßen. Um unsere Kooperationen im kulturellen Sektor und den Kontakt zum Politikbetrieb weiter auszubauen, wird Lilli zukünftig als Projektassistentin den Bereich Politik & Gesellschaft unterstützen. Zusammen mit Barbara Fischer wird sie die GLAM-Aktivitäten betreuen und sich etwa durch Recherchen und redaktionelle Tätigkeiten beim Ausbau der politischen Kontakte im Inlands- und EU-Kontext beteiligen.

Lilli ist Absolventin der Studiengänge Kulturwissenschaften und Literatur-Ästhetik-Philosophie. Sechs Jahre lang arbeitete sie als persönliche Assistentin der Vorsitzenden des Kulturausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus.

Zuletzt war sie bei irights.lab Kultur an der Organisation der Konferenz „Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“ beteiligt, die im Oktober 2012 in Kooperation u.a. mit Wikimedia Deutschland e.V. stattfand. Durch ihre langjährige Tätigkeit im kulturpolitischen Bereich sowie durch verschiedene Praktika, etwa im Goethe-Institut Sofia und in der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft in Moskau, hat Lilli einen guten Überblick über die Breite der Kulturlandschaft und kennt die Arbeitsweisen unterschiedlicher Kulturinstitutionen. Über deren Perspektive auf die Free-Culture-Bewegung sagt sie:

Die Skepsis vieler etablierter Kulturinstitutionen gegenüber einer digitalen Öffnung ist häufig  größer als die Wahrnehmung der sich bietenden Chancen, die sich durch sie auch für die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des eigenen Hauses bieten.

Wer mit Lilli direkt in Kontakt treten möchte, kann dies lilli.iliev@wikimedia.de tun.

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Reisestipendien für die Wikimania 2013 in Hong Kong

Allmählich rückt sie wieder heran, die Wikimania. Diesmal findet sie vom 7.–11. August in Hong Kong statt, hier treffen sich die Communitys der Wikimedia-Projekte aus der ganzen Welt und ihre Freunde und Gäste. Wie jedes Jahr ist sie Gelegenheit zur Begegnung, zum Austausch von Ideen und Erfahrungen und nicht zuletzt ermöglicht sie die Entwicklung neuer Initiativen für die Projekte.

Aber Hong Kong ist weit – und um eine geographisch möglichst vielfältige Konferenz zu ermöglichen, wird wie in den Vorjahren ein globales Stipendienprogramm angeboten. Wikimedia Deutschland beteiligt sich an diesem Programm mit 20 Vollstipendien für Teilnehmende mit Wohnsitz in Deutschland im Wert von jeweils 1.500 Euro*.

Als Stipendiaten seid Ihr Botschafter für die Communitys und täglich vor Ort. Ihr berichtet von den Ereignissen und transportiert Ideen, während und nach der Wikimania.

Was sind deine Höhepunkte der Wikimania? Welche Impulse und Einsichten hast du gewonnen? Hast du eine besonders anregende Person in Hong Kong getroffen? Welche Idee hat dich am meisten beeindruckt? Was ist das erste, was du gerne umgesetzt sähest in der deutschsprachigen Wikimedia-Welt?

Hierfür stehen vielfältige Kommunikationswege und Formate zur Verfügung, ob im Kurier, dem Wikimedia-Blog oder anderen Online-Medien, ob als Interview oder klassischer Bericht, als Video oder Fotoserie.

Bewerbungen werden bis zum 22. Februar 2013 angenommen; bitte nutzt dafür das offizielle Formular des Stipendienprogramms. Antworten auf häufige Fragen zum Programm findet ihr in den FAQs, darüber hinaus könnt ihr euch gerne hier in den Kommentaren oder direkt per Mail an uns wenden.

* Dieser Festbetrag finanziert Flug, Unterkunft, Versicherung, Verpflegung und Eintrittskarte. Wir folgen bei der Vergabe den Empfehlungen des Scholarship Committees. Alle Stipendiaten verpflichten sich, an allen Tagen an der Konferenz teilzunehmen.

 

Update (30.01.2013.): Zusätzlich zu den 20 Stipendien für Teilnehmende aus Deutschland stellen wir weitere 10.000 Euro für internationale Stipendiaten zur Verfügung.

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Die Server der Wikimedia Foundation ziehen um

Wikimedia-Server
Lizenz: Helpameout, CC-BY-SA 3.0

Diese Woche werden die Server der Wikimedia Foundation in ein neues Datencenter nach Ashburn im US-Bundesstaat Virginia umziehen. Durch diesen Umzug sollen alle Seiten der Wikimedia-Projekte, vor allem Wikipedia, leistungsfähiger und zuverlässiger werden.

Die Techniker der Wikimedia Foundation bereiten diesen Umzug seit Langem vor. So sollen die technischen Einschränkung, die der Umzug mit sich bringt, minimiert werden. Nichtsdestotrotz sind Ausfälle möglich. Es wird erwartet, dass sich die Wikimedia-Projekte zwischenzeitlich nur im Lesemodus befinden werden oder nicht erreichbar sein könnten.

Die Wikimedia Foundation plant derzeit, die Migration vom 22. bis 24. Januar jeweils zwischen 18 und 2 Uhr durchzuführen.

Seit 2004 werden die Server aller Wikimedia-Seiten in Tampa, Florida betrieben. Davor standen einige Server auch in San Diego, Kalifornien. Ashburn in Virginia ist das dritte und neueste Datencenter, das die Wikimedia-Seiten betreibt.

Ursprünglich wurde Tampa ausgewählt, weil es nah am Heimatort von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales war und er zu dieser Zeit noch mehr in die technischen Abläufe von Wikipedia eingebunden war. 2009 begann das Technikteam der Wikimedia Foundation nach einem neuen Standort zu suchen, der eine bessere Datenverbindung bietet. Da Ashburn sich in der Umgebung von Washington, D.C. befindet, bietet es eine schnelle und zuverlässige Datenverbindung nach Tampa. Außerdem gibt es in Virginia weniger Hurrikane.

Ab der nächsten Woche werden alle Bearbeitungen, die an Wikipedia vorgenommen werden, auf den Servern in Ashburn verarbeitet. Die Wikimedia-Seiten werden dann wieder voll funktionstüchtig sein. Das alte Datencenter in Tampa wird allerdings beibehalten und dient als Ausfallsicherung für Notfälle: Die Server werden sich im Standby-Modus befinden und einspringen, wenn es in Ashburn zu Stromausfällen kommt. Die Einstellungen und Daten der beiden Standorte werden synchronisiert, so dass es bei technischen Problemen keine merklichen Störungen geben sollte.

Die gemeinnützige Wikimedia Foundation betreibt derzeit ungefähr 885 Server und verarbeitet monatlich ca. 20 Milliarden Seitenaufrufe. Dies ist ausschließlich durch Spenden möglich.

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Synchronisation von Wikipedia-Inhalten – Einladung zum CoSyne-Präsentationstag

Am 1. Februar findet in Amsterdam der CoSyne-Präsentationstag statt. An diesem Tag werden die Ergebnisse des CoSyne Projekts, einzelne Teilkomponenten der Analyse- und Übersetzungsprozesse, sowie das Demosystem vorgestellt werden.
Wir präsentieren in diesem Kontext auch unsere Arbeiten im RENDER-Projekt und besprechen mögliche Verknüpfung unserer Ergebnisse und Entwicklungen. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.

CoSyne ist ein spannendes Forschungsprojekt mit Wikimedia Niederlande als Partner. Dabei geht es um multilinguale Sychronisation von Informationen in Wikis. Das System nutzt dabei Sprachverarbeitungstechnologien und maschinelle Übersetzungsmethoden um fehlende Informationen zu erkennen und Vorschläge zur Ergänzung zu geben. Dieses Video gibt einen Einblick in das Projekt.

Wikimedia Niederlande hat sich kurzfristig bereit erklärt, vier deutschsprachigen Wikipedianern die Anreise und Übernachtungskosten zu sponsern. Bei Interesse meldet euch bitte bei uns unter angelika.muehlbauer@wikimedia.de. Bitte stellt in eurer Anfrage kurz dar, warum ihr gerne daran teilnehmen möchtet. Wir stellen dann den Kontakt zu WMNL für euch her.

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Wikimedia:Woche 3/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (3/2013) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

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Die Gesichter hinter den Zahlen – ein Rückblick auf die Spendenkampagne 2012

Die Zahlen

Es ist ein starker Strom kontinuierlicher Unterstützung: Alle 20 Sekunden über einen Zeitraum von 49 Tagen – so häufig floss im Durchschnitt eine Spende während der vergangenen Herbstkampagne. Trotz einer Verringerung der Kampagnendauer um 3 Tage konnten wir das Ergebnis des Vorjahres um 32% steigern: 5.273.374 Euro wurden in den letzten Wochen für Wikipedia und Freies Wissen gespendet. Die Online-Enzyklopädie wird von vielen Schultern getragen: von den Tausenden Autoren und von Menschen, die Freies Wissen mit einer Spende unterstützen. In der Spendenkampagne 2012 waren es so viele wie noch nie zuvor.

Wir bedanken uns bei den 233.813 Menschen, die dies ermöglicht haben.

Denn so viele Menschen waren es, die zwischen dem 13. November und dem 31. Dezember 2012 in Deutschland Wikipedia mit einer Spende unterstützt haben – im Vergleich zu 160.000 Spendern im Vorjahr. Die Durchschnittsspende betrug 22,50 Euro. Somit sind es nicht Großspender, die für die Unabhängigkeit der Wikimedia-Projekte sorgen, sondern die vielen Menschen, die mit einem kleinen Beitrag Wikipedia etwas zurückgeben.

Ganz besonders freut uns die Bereitschaft vieler Leser, uns regelmäßig zu unterstützen. Auch dieses Mal konnten wir die Anzahl der periodischen Spender um fast 50% zum Vorjahr steigern. Insgesamt haben sich während der Kampagne über 7.300 Menschen zu einer regelmäßigen Unterstützung entschieden.

Neben der Bitte um Unterstützung in Form einer Spende, fragten wir während der Kampagne gezielt nach einer Mitgliedschaft für Wikimedia Deutschland. Spender konnten direkt im Anschluss an die getätigte Zahlung ein Onlineformular ausfüllen, um Mitglied im Verein zu werden. Dieser vereinfachte Aufnahmeprozess war ein durchschlagender Erfolg. Wir konnten insgesamt 2.376 neue Mitglieder gewinnen. Innerhalb nur weniger Wochen gelang es uns, die Anzahl der Mitglieder bei Wikimedia Deutschland nahezu zu verdoppeln.

Die Kampagne

Trotz all der gründlichen Vorbereitung bedeutet die Spendenkampagne für das Team Fundraising den Eintritt in einen Ausnahmezustand. Ab dem Augenblick, in dem die Spendenbanner in der Wikipedia geschaltet werden, erhalten wir stündlich unzählige E-Mails und das Telefon läuft heiß. Deshalb verstärkten wir vor wenigen Wochen unser Team personell. Nun wissen wir, dass es sich ausgezahlt hat. Wir konnten die fast 100 E-Mails pro Kampagnentag (4.267 insgesamt) zeitnah beantworten, so dass wir zum ersten Mal mit Ende der Kampagne auch alle Anfragen beantwortet hatten.

Die Verstärkung des Teams ermöglichte außerdem, dass wir uns noch stärker um die Optimierung der Kampagne durch intensives Gestalten und Testen bemühen konnten – fast 70 Tests führten wir vor und während der Kampagne durch. Ein wichtiger Aspekt einer zeitlich begrenzten Kampagne ist, das richtige Banner oder den richtigen Aufruf zur richtigen Zeit zu schalten. Mit Hilfe von A/B-Tests waren wir in der Lage, der Kampagne immer wieder neue Richtungen vorzugeben. Dies war umso wichtiger, weil wir dieses Mal sehr viele unterschiedliche Bannerlayouts ausprobierten. Fotos, Farben, Texte, Positionierung: Häufig entscheiden nur Kleinigkeiten über den Erfolg eines Banners. Die stärkere Fokussierung auf diese Elemente resultierte schließlich in vielen verschiedenen Bannerentwürfen. Wer Interesse an den Testergebnissen hat, kann sich hier einen umfassenden Überblick verschaffen.

Der Erfolg der Kampagne hing vor allem mit einem Banner zusammen: dem Faktenbanner. Während in der letzten Kampagne die persönlichen Aufrufe dominierten, wurde in dieser Kampagne mit dem Faktenbanner eine andere Art der Kommunikation gewählt. Anders als beim persönlichen Aufruf, mit dem wir zunächst großes Interesse erzeugen konnten und dann die Spendenüberzeugung erst auf der Spendenseite erfolgte, holte das Faktenbanner die Leser direkt in der Wikipedia ab. Im Faktenbanner werden für viele Leser relevante Fakten erwähnt, die belegen, warum Wikipedia mit einer Spende unterstützt werden sollte. Nicht nur wurden so die Leser direkt auf der Hauptseite der Wikipedia von einer Spende überzeugt, man konnte mit Hilfe eines Spendenformulars die Spende auch gleich “vor Ort” tätigen. Denn fast alle Banner während dieser Kampagne klappen direkt auf Wikipedia auf.

Das neue Faktenbanner in Kombination mit dem verkürzten Spendenprozess war einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg der Kampagne. Doch auch Fakten brauchen Geschichten. Es war daher sehr wichtig, im aufgeklappten Banner eine persönliche Geschichte zu präsentieren. Vor der Kampagne hatten wir ein Ziel formuliert: einen Aufruf zu schreiben, der es mit dem bisher erfolgreichsten Aufruf der vergangenen Spendenkampagnen aufnehmen konnte, dem vom Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.

Die Gesichter

Die vergangenen Spendenkampagnen waren vor allem durch das Gesicht des Gründers der Online-Enzyklopädie geprägt. Uns schwebte jedoch eine Kampagne vor, die die unterschiedlichsten Perspektiven auf Wikipedia zeigt. Denn eines ist klar: Ohne die fantastische Arbeit der vielen Freiwilligen wäre Wikipedia nicht da, wo sie jetzt ist. Den Geschichten dieser Menschen mehr Raum zu geben, das wollten wir während der Spendenkampagne 2012 erreichen. Deshalb haben wir schon früh begonnen, zahlreiche Interviews mit Wikipedia-Autoren, Spendern und Wikimedia-Mitarbeitern zu führen. Daraus verfassten wir für die Kampagne insgesamt 15 ganz unterschiedliche persönliche Aufrufe. Damit konnten wir die Anzahl der Gesichter für die Kampagne mehr als verdoppeln. Im letzten Jahr zeigten wir sechs Aufrufe, die wir jedoch größtenteils von der Wikimedia Foundation übernahmen. Natürlich war es unser Ziel einen Aufruf zu kreieren, der ebenso erfolgreich ist wie jener von Jimmy Wales. Mit dem Wikipedia-Autor Dr. Peter Cueppers ist uns dies gelungen – einem 86-jährigen, engagierten Autor, der erst vor wenigen Jahren angefangen hat zu editieren.
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Wikivoyage – Offizieller Start als Wikimedia-Projekt

Die freie Enzyklopädie ist gestern 12 Jahre alt geworden und hat zugleich eine neue Schwester bekommen: Passend zum  Jubiläum hat die Wikimedia Foundation als Betreiberin aller Wikimedia-Projekte den freien Reiseführer Wikivoyage offiziell als neuestes Projekt in die Familie aufgenommen. Wir haben dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht und gratulieren den ehrenamtlichen Autoren (jene, die es schon gibt und allen, die noch kommen werden) herzlich!

Das offizielle Logo von Wikivoyage, von F l a n k e r, Yiyi; © & ™ Wikimedia Foundation, Inc.

Um im Sprachbild zu bleiben, unter dem Dach der Wikimedia-Bewegung ist seit 2001 eine echte Großfamilie herangewachsen. Alle Projekte teilen Wikipedias zentrale Merkmale: Jeder kann mitmachen und alle Inhalte stehen unter einer freien Lizenz, so dass sie bearbeitet, geteilt sowie frei weiterverwendet werden können. Im Fall von Wikipedia haben Tausende Ehrenamliche in der ganzen Welt bislang 24 Millionen Artikel erstellt, verbessert und kategorisiert. Ihr Erfolg ist, dass freies Enzyklopädie-Wissen heute in vielen Ländern im besten Sinne alltäglich geworden ist. Nachdem erst mit Wikidata und nun Wikivoyage in kurzer Zeit gleich zwei neue Projekte zu begrüßen sind, zeichnet sich ganz allgemein der Mehrwert des Freien Wissens wieder ein Stück deutlicher ab: Es geht um Vielfalt.

Am Anfang war eine Enzyklopädie. Heute gibt es eine Enzyklopädie, ein Medienarchiv, ein Nachrichten-Portal, ein Wörterbuch, eine Lehrplattform, eine Zitatsammlung, eine Quellensammlung, eine Bibliothek, eine Datenbank, …und nun einen Reiseführer. Alle diese Projekte sind weltweit in vielen Sprachen verfügbar. Wer hätte das vor 12 Jahren erwartet?

Sämtliche Wikimedia-Projekte arbeiten mit der freien MediaWiki-Software. Sie zeigen beispielhaft, dass wunderbare Anwendungen von Menschen durch Spaß, Engagment und viel Fleiß mit Leben befüllt werden – wenn sie auf einer guten Idee beruhen. Und die Idee hinter den Projekten für Freies Wissen ist offensichtlich gut und einfach: mitmachen, um hilfreiche Dinge mit Anderen zu teilen. Einfach so.

Als Wikipedia zehn Jahre alt wurde, hieß es: Wenn du Wikipedia heute magst, stell dir vor, wie es in zehn Jahre aussehen könnte. Zum 12. Geburtstag und dem Start von Wikivoyage stellt sich die reizvolle Frage, welche Projekte zur Verbreitung Freien Wissens wohl in den nächsten zwölf Jahren entstehen werden.

 

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Erste Schritte von Wikidata in der ungarischen Wikipedia

Wikidata, Wikimedias neues Projekt für strukturierte Daten, ist noch in der Entwicklung, doch heute machen wir einen weiteren Schritt, um es für alle Wikipedien und die Welt nutzbar zu machen. Heute haben wir die erste Phase von Wikidata in der ersten Wikipedia freigeschaltet: und zwar in der ungarischen Sprachversion.

Das Projekt bisher

Aufbau eines Wikidata Objekts

Wikidata ist in einem begrenzten Umfang seit Ende Oktober 2012 online. In der Zwischenzeit ist eine Menge passiert. Wichtige Community-Seiten wurden erstellt und umfangreich genutzt, Einführungs- und Hilfeseiten wurden geschrieben, Fehler behoben, neue Features entwickelt und natürlich wurden viele Objektseiten erstellt – über 2 Millionen sind es mittlerweile. Über 3 Millionen Änderungen wurden auf Wikidata seit Beginn des Projekts von aktuell über 500 aktiven Editoren vorgenommen. Die ersten Administratoren wurden gewählt und aktuell gibt es 68 von ihnen. Das alles ist viel mehr als wir, das Entwicklungsteam, uns erhofft hatten. Danke an alle, die sich daran beteiligen, Wikidata zu einem großartigen und nützlichen Projekt zu machen. Wir fühlen uns geehrt, eine Rolle dabei zu spielen.

In dieser ersten Phase ist es möglich, Objektseiten zu erstellen, Bezeichnungen, Beschreibungen und Aliasse in verschiedenen Sprachen hinzuzufügen und Wikipedia-Artikel zum selben Thema in verschiedenen Sprachen zu verlinken.

Was passiert jetzt?

Verbindungen zwischen Artikeln vor Wikidata

Verbindungen zwischen Artikeln mit Wikidata

Jetzt, da die Editoren (mit der Hilfe einiger Bots), all diese Links zu den zugehörigen Artikeln in den verschiedenen Wikipedien gesammelt haben, ist es an der Zeit, sie auch zu nutzen. Das beginnt heute in der ungarischen Wikipedia. Bisher wurde ein Wikipedia-Artikel mit einem Artikel zum gleichen Thema in einer anderen Wikipedia-Sprachversion verlinkt, indem ein spezieller Link im Wikitext des Artikels, Sprachlink genannt, hinzugefügt wurde. Das war für jeden Artikel in jeder Sprache notwendig. Diese Redundanz brachte viele Probleme mit sich. Ab heute wollen wir zu einem anderen System migrieren – einem in dem diese Links nur einmal in Wikidata gespeichert werden und jede Wikipedia ihre Sprachlinks von dort bekommt. Ab heute kommen die Sprachlinks auf der ungarischen Wikipedia von Wikidata. Die existierenden Sprachlinks im Wikitext werden weiterhin funktionieren bis ein Editor sich entscheidet, sie zu entfernen.

Die nächsten Schritte

In den nächsten Wochen planen wir, dieses Feature auf zwei weiteren Wikipedien anzuschalten, der hebräischen und der italienischen.
All diese Arbeit ist die Basis für die zweite Phase von Wikidata, an der wir parallel arbeiten und die anfängt Form anzunehmen. In der zweiten Phase geht es darum, solche Informationen zu speichern, die man üblicherweiße in Infoboxen findet. Das ist zum Beispiel die Einwohnerzahl eines Landes, die Länge eines Flusses oder das Geburtsdatum einer berühmten Person.

Mitmachen

Wikidata ist ein neues Projekt und das ist deine Chance es mitzugestalten. Es gibt viele Wege mitzumachen. Diese Seite erklärt, wie man sich als Editor, Entwickler, Übersetzer und mehr beteiligen kann.

Auf dem Laufenden bleiben

Der beste Weg, über alle Neuigkeiten rund um Wikidata informiert zu bleiben, ist unser wöchentlicher Newsletter.

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First steps of Wikidata in the Hungarian Wikipedia

(Die deutsche Version dieses Artikels ist hier.)

Wikidata, Wikimedia’s new project for structured data, is still in development but today we are taking another step towards bringing it to all Wikipedias and the world. Today we have enabled the first phase of Wikidata on the first Wikipedia: the Hungarian Wikipedia.

The project so far

Layout of a Wikidata item

Wikidata has been online in a limited state since the end of October 2012. Since then a lot has happened. Important community pages have been created and used extensively, introductory and help pages have been written, bugs fixed, new features developed and of course a lot of item pages have been created – over 2 million by now. Over 3 million edits were done since the start of Wikidata by currently over 500 active editors. The first administrators have also been voted on and there are currently 68 of them. All this is much more than we, the development team, had hoped for. Thank you to everyone who is taking part in making Wikidata an amazing and useful project. We feel humbled to play a role in it.

In this first phase it is possible to create item pages, give them labels, descriptions and aliases in different languages and add links to the Wikipedia articles on the topic in various languages.

What happens now?

Language link connections between articles before Wikidata

Language link connections between articles with Wikidata

Now that the editors (with the help of a few bots) have collected all these links to articles on the various Wikipedias it is time to make use of them. This starts on the Hungarian Wikipedia today. So far linking between an article in one language edition of Wikipedia to an article on the same topic in another language edition of Wikipedia happened by adding a special link in the wikitext of the article, called a language link. This had to happen in each article in each language. This redundancy caused a lot of issues. Starting today we want to move to a different system – one where all these links are just stored once in Wikidata and each Wikipedia gets its language links from there. Starting today on the Hungarian Wikipedia language links are coming from Wikidata. The existing language links in the wikitext will continue to work until an editor decides to remove them.

The next steps

Over the next weeks we plan to enable this feature on two more Wikipedias that have requested it, the Hebrew and Italian Wikipedia.
All this work is the basis for the second phase of Wikidata that we are working on in parallel and that is starting to take shape. Phase 2 is about storing information typically found in infoboxes like the number of inhabitants of a country, the length of a river or the date of birth of a famous person.

Contribute

Wikidata is a new project and this is your chance to help shape it. There are many ways to contribute. This page explains how to contribute as an editor, developer, translator and much more.

Staying up to date

The best way to keep informed about everything happening around Wikidata is our weekly newsletter.

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Vom “Schulbuch-O-Mat” zum Schulbuch

Vor zwei Monaten berichteten wir über ein Projekt, welches ein Biologie-Schulbuch für die 7./8. Klasse unter freier Lizenz erstellen wollte: Ein Schulbuch im Selbstversuch. Von Anfang an war dieses Projekt ein großes Vorhaben in der in Deutschland geführten Debatte um Open Educational Resources (OER), denn es geht darum, die Vision Freier Schulbücher anhand eines konkreten Beispiels in die Praxis umzusetzen.

In den letzten Tagen konnte das Projekt nun nochmal ordentlich an Spendengeldern zulegen, so dass sie kurz vor Ablauf der Frist nun die veranschlagte Summe von 10.000 € erreicht haben.

Wir gratulieren daher zu ihrem ersten Etappensieg!

Durch die vielen Spenden ist nun die „Initialzündung“ da, sodass die beiden Gründer, Heiko Przydhodnik und Hans Wedenig, nun mit der eigentlichen Arbeit beginnen können. Von der Erstellung von Inhalten über das Korrekturlesen bis zum Layout gibt es nun viel zu tun. In der nächsten Etappe kann man das Projekt vor allem inhaltlich unterstützen. Wer hieran Interesse hat, der kann sich direkt an das Projekt wenden. Weitere Informationen finden sich zudem hier.

Nun beginnt die eigentliche Arbeit. Wir wünschen den Gründern und ihren Helfern viel Erfolg und sind jetzt schon sehr gespannt auf das Ergebnis!

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