Wiki Loves Monuments – “Vergesst nicht die Steine!”

Endspurt! Die letzte Woche für Wiki Loves Monuments 2012 (WLM) läuft. Noch bis zum Sonntag, den 30. September, werden in der ganzen Welt Fotos von Denkmälern für Wikipedia im internationalen Wettbewerb gemacht. Hier im Blog berichten einige der ehrenamtlichen Fotografen von ihren Erlebnissen. Der regionale Wettbewerbsteil „Wiki Loves Monuments in Wuppertal“ wurde vom Wikipedia-Autor Atamari ins Leben gerufen. Ziel ist es, Wiki Loves Monuments in der bergischen Großstadt bekannt machen. Wie es ist, in der Freizeit so ein ehrenamtliches Projekt zu planen und durchzuführen, berichtet Atamari. Ein ermutigender Aufruf für alle, die im nächsten Jahr vielleicht auch ein regionales WLM-Projekt starten wollen:

Die Untere Denkmalbehörde von Wuppertal hat rund 4500 Bauwerke als Denkmäler ausgewiesen. Mit dieser Zahl wird sie in Nordrhein-Westfalen nur von Köln übertroffen. In den beiden Zentren Barmen und Elberfeld sind kriegsbedingt nur wenige alte Gebäude erhalten geblieben, und das Verständnis für den Denkmalschutz erwachte in dieser Stadt erst Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre.

Als der Organisator von Wiki Loves Monuments in Wuppertal meine ich, dass man die Wuppertaler Bürger mobilisieren sollte, die Stadt bei diesem Wettbewerb gut zu präsentieren. Eine Aktionsseite in der Wikipedia und eine eigene Facebook-Seite waren relativ schnell erstellt. Schwieriger war es, Mitstreiter zu finden und den Rahmen der Aktionen im September genau zu definieren. Kurz vor dem Monatswechsel zum September hatte ich eine entsprechende Mitteilung des Wettbewerbs an die lokalen Medien verteilt. Ein Onlinemedium hatte dies umgehend am nächsten Tag veröffentlicht und die Wuppertaler Rundschau, ein Anzeigenblatt mit einer Auflage von mehr als 350.000, dann kurz vor dem nächsten Wochenende auf der Seite 3.

„200 Jahre Allee“, der passende Rahmen für Wiki Loves Monuments. (Foto: Nicola, CC-BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

In Wuppertal wurde am Wochenende des 8./9. September mit einem Straßenfest „200 Jahre Allee“ ganz groß der Geburtstag der Friedrich-Engels-Allee gefeiert. In dieser Straße im Wuppertaler Stadtteil Unterbarmen kam auch Friedrich Engels zu Welt, der thematisch in das Fest mit einbezogen wurde. Am Sonntag, dem 9. September 2012, gleichzeitig Tag des Denkmals, fand die Teilveranstaltung des 5. Wuppertaler Geschichtsfest im Hof des Gebäudeensembles des Museums für Frühindustrialisierung und Engels-Hauses statt. Hier hatten wir, also die Vertreter der Wikipedia, auch einen Stand.

Durch den Mitarbeiter des Historischen Zentrums Reiner Rhefus, der einen Teil der Gesamtplanung des Straßenfest „200 Jahre Allee“ beitrug, wurde uns die Teilnahme an ermöglicht. Dieses Geschichtsfest war eine Veranstaltung, an dem sich zahlreiche Wuppertaler Geschichts- und Bürgervereine beteiligt hatten. Beispielhaft ist hier die Bleichergruppe des Langerfelder Bürgervereins zu erwähnen, die mehrmals am Tag das Handwerk des Garnbleichens aus der Frühen Neuzeit demonstrierte. Herr Rhefus organisierte einen Pavillon inklusive zweier Stehtische für uns mit: Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bei ihm noch mal herzlich danken.

Am Sonntagmorgen schmückte ich den Stand. Ich hatte mich mit drei Bildern aus Wiki Loves Monuments 2011 vorbereitet, die ich als Poster in einem Fotolabor entwickeln ließ. Weiter hatte ich zahlreiche Wikipedia- und WLM-Logos in DIN-A3-Größe und andere Blätter in der gleichen Größe mitgebracht. Mithilfe weiterer Wikipedianer konnte der Pavillon in einen attraktiven Zustand gebracht werden.

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Urheberrecht in der Medienbranche

Wer als Medienschaffender arbeitet, kommt mit dem Urheberrecht in Kontakt.
Als Autor geschützter Werke, die andere nutzen wollen, als Nutzer von Werken anderer oder durch die Berichterstattung über urheberrechtliche Themen.

Am Wochenende trafen sich in Mainz junge Medienschaffende beim JugendMedienEvent. Zum Podium mit dem Titel “Ist meins auch deins?” wurde ich eingeladen um über das Thema Urheberrecht zu sprechen. Mit dabei waren der Stellvertretende Justitiar des ZDF, Gregor Wichert und Kilian Trotier, Redakteur im Feuilleton der ZEIT. Moderiert wurde das Panel von Philipp Sümmermann.

Wie zu erwarten war, wurden dabei viele unterschiedliche Themen angesprochen: von der  Kulturflatrate und die Rolle von Verwertungsgesellschaften bis hin zur Frage, ob wir ein ganz neues Urheberrecht brauchen.

Die kritischsten Fragen kamen dabei von die jungen Medienschaffenden, die auch schon jede Menge eigene Erfahrungen mit dem Urheberrecht einbringen konnten.

Besonders Interessant war die Diskussion darüber, unter welchen Bedingungen die öffentlich rechtlichen Sender mehr Inhalte unter freie Lizenzen stellen könnten. Gregor Wichert betonte dabei, dass er sich eine größere Verbreitung der Inhalte durchaus wünsche, jedoch ein Problem in der Rechteklärung sähe, die dadurch noch komplizierter würde.

Lea Sophie Preusser hat einen schönen Bericht über das Podium geschrieben.

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GLAMcamp London: Zwei Tage in der größten Bibliothek der Welt

Am 15. und 16. September fand in der British Library in London das GLAMcamp 2012 statt. Aus Deutschland reisten Peter Weis, Daniel Mietchen (Wikimedian in Residence on Open Science, Open Knowledge Foundation Deutschland) und Kilian Kluge (Wikipedian in Residence bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Wikimedia Deutschland) in die britische Hauptstadt.


Die British Library ist mit mehr als 15 Millionen Sammlungsobjekten die größte Bibliothek der Welt

Photograph by Mike Peel (mikepeel.net), CC-BY-SA 2.5

Das GLAMcamp fand als Ersatz für eine GLAM-Konferenz statt, die ursprünglich zu diesem Termin geplant war, im Sommer allerdings auf April 2013 verschoben wurde. Das Camp diente zwar auch der Vorbereitung dieser Konferenz, im Mittelpunkt stand aber der interne Austausch der Community.

So kamen etwa 35 GLAM-Aktivisten aus den USA und Europa in London zusammen, darunter insbesondere auch viele „Wikipedians in Residence“, die zurzeit in einer kulturellen Einrichtung aktiv sind. Die Summe an Erfahrungen und Expertise, die in London zusammenkam, war außergewöhnlich, so dass um das Tagungsprogramm herum immer wieder spannende und vor allem für die Beteiligten lehrreiche Gespräche entstanden.

Das Conference Center der British Library (die mit Andrew Gray selbst einen „Wikipedian in Residence“ beschäftigt) erwies sich als hervorragender Veranstaltungsort, nicht nur durch die ideale Lage im Herzen der britischen Hauptstadt. Die Gruppe konnte sich flexibel auf drei Tagungsräume und ein großes Foyer verteilen, die technische Ausstattung und besonders die zahlreichen im Boden eingelassenen Steckdosen ließen keine Wünsche offen.

Wo steht die GLAM-Community?

Nach der Begrüßung durch Ashley Van Haeften, Mitglied des Boards von Wikimedia UK, und der Ankündigung, dass es im Rahmen des Tagungsprogramms keine Präsentationen und Projektberichte geben werde, ging es direkt mit einer Runde „Lightning Talks“ los. Thema war beispielsweise der Mangel an Audiomaterial in der Wikipedia, fast gänzlich fehlen etwa Höreindrücke von Orten („Wie hört es sich Mittwochmorgen am Piccadilly Circus an?“), Verkehrsmitteln oder Tieren. Insbesondere für Sehbehinderte und Blinde wären solche Ergänzungen zum Text äußerst wertvoll.

Nach diesem Einstieg teilte sich die Gruppe, um in kleinerer Runde inhaltlich zu arbeiten. Ein Diskussionsthema war hierbei die Frage, was eine internationale GLAM-Organisation, also ein imaginärer Dachverband der GLAM-aktiven Wikipedianer, leisten sollte. Dieses Brainstorming brachte schnell die Stärken und Schwächen der jetzigen „GLAM-Bewegung“ zutage. So ist zwar der interne Austausch gut organisiert, aber es fehlt an zentralen Anlauf- und Beratungsstellen sowohl für Wikipedianer als auch für kulturelle Einrichtungen. Gewünscht wurde beispielsweise ein „GLAM-Callcenter“, das bei kleineren Problemen selbst Unterstützung bieten und andernfalls an die richtigen Ansprechpartner verweisen kann.

Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit den unzähligen Aktionsformen, die im GLAM-Bereich genutzt werden und versuchte, diese auf möglichst greifbare, grundlegende Konzepte zu reduzieren. Zahlreiche Veranstaltungen haben beispielsweise zum Ziel, in einer konzertierten Aktion vor Ort eine Stadt oder Region zu dokumentieren, ein ähnliches Konzept wurde sowohl im Zusammenhang mit Wiki Loves Monuments als auch mit Museen schon erfolgreich umgesetzt. In London wurde nun versucht, aus den zahlreichen Erfahrungen die wesentlichen Schritte zu extrahieren und zu möglichst übersichtlichen Anleitungen zusammenzustellen. Diese Arbeit soll fortgesetzt werden, als Musterbeispiel sei hier auf das Edit-a-thon How-to verwiesen.

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Der Jahresplan 2013 von Wikimedia Deutschland

Liebe Freunde des Freien Wissens,

“Die Communitys stehen im Mittelpunkt”
“Diversität des Wissens stärken”
“Freies Wissen in der Gesellschaft verankern”

Das sind die drei Leitmotive, die die Arbeit von Wikimedia Deutschland im Jahr 2013 bestimmen sollen. Sie haben uns, den hauptamtlichen Mitarbeitern des Vereins, dem Vorstand und den Mitgliedern des Präsidiums in den vergangenen Wochen als Richtschnur für die Erstellung des Jahresplans 2013 gedient. Was wollen wir, was will Wikimedia Deutschland im kommenden Jahr erreichen und machen? Wo liegen die Schwerpunkte unserer Arbeit, was sind unsere Ziele, welche Mittel stehen uns dafür zur Verfügung und wie wollen wir sie einsetzen?

Ergebnis dieses Prozesses ist der Jahresplan 2013, den wir gerade veröffentlich haben. Zu finden ist er im Forum des Vereins.

Im Mittelpunkt stehen vier Ziele, die wir uns für das Jahr 2013 gesetzt haben:

Ziel 1: Wikimedia Deutschland macht die Zusammenarbeit in und mit den Communitys dauerhaft einfacher und besser.
Ziel 2: Wikimedia Deutschland stärkt die Diversität des Wissens in den Wikimedia-Projekten.
Ziel 3: Wikimedia Deutschland ermöglicht es Lesern, ihre Perspektive in die Wikimedia-Projekte einzubringen.
Ziel 4: Wikimedia Deutschland verankert mit neuen Kooperationen das Konzept Freien Wissens auf breiterer Ebene.

Wie wir diese Ziele erreichen wollen, welche konkreten Veränderungen wir anstreben, welche Mittel und dafür zur Verfügung stehen und wie wir diese einsetzen wollen – dazu mehr im Jahresplan 2013.

Doch das ist erst ein Anfang – der Anfang einer hoffentlich intensiven Diskussion über diese Ziele 2013. Denn der Plan ist keineswegs fertig. Er kann und soll sich noch ändern -  wenn Ihr es wollt. Denn Wikimedia Deutschland geht auch bei der Jahresplanung einen völlig neuen Weg: Der Plan wird der Mitgliederversammlung des Vereins am 24. November zur Abstimmung vorgelegt, und bis dahin kann Jeder Ideen, Anregungen, Kritik und Änderungswünsche anbringen. Wie das genau geht ist ganz einfach, und wird am Anfang des Plans genau erklärt. Wer schon weiß wie es geht, findet die entsprechende Diskussionsseite auf Meta.

Und wer gerne vor Ort über die Planung 2013 sprechen möchtet, findet dazu auch Gelegenheit in den kommenden Tagen im Rahmen des Wikimedia Forum: Am Sonntag in Hamburg, am Montag in Frankfurt am Main, Dienstags in Köln, Mittwoch in München und Donnerstag in Berlin. Informationen zu Zeiten und Orten stehen hier: http://blog.wikimedia.de/2012/09/10/wikimedia-foren-zum-jahresplan/

Ich freue mich auf einen regen Austausch, spannende Diskussionen und tolle Vorschläge!

Pavel Richter
Vorstand
Wikimedia Deutschland e.V.

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Open Knowledge in Action: Es gibt noch viel zu tun …

GLAMbora report aus Helsinki: Man trifft sich in einem gepflegten Konferenzraum. Das Ambiente ist deutlich angenehmer gestylt als an vergleichbaren Orten in Berlin oder Dornbirn. Helsinki feiert seinen 200. Geburtstag und sich als Welthauptstadt des Designs. Davon profitierten die Besucher des Welt ersten Open Knowledge Festivals. Etwa dreißig Teilnehmer trafen sich zum Teilevent „Building Cultural Commons“ zu Gast bei der finnischen Stiftung Sitra . Neben finnischen Open-Access-Aktivisten und Vertretern von Kultureinrichtungen (nachfolgend GLAMs nach dem englischen Akronym für Galeries, Libraries, Archives and Museums) waren US-amerikanische und europäische Open-Data-Akteure da. Präsentationen wurden gezeigt, ein Etherpad zusammengeschrieben und eifrig diskutiert. Aber was bleibt?

Paul Keller von Kennisland machte in seinem Vortrag deutlich, wie schwierig die Zusammenarbeit mit GLAMs bis heute ist. Das zentrale Problem ist die oft schwierige Rechtslage. Wir alle sprechen mit den Kultureinrichtungen über die digitale Öffnung, aber sie sind nur selten tatsächlich die Lizenzeigentümer der Kulturschätze, die sie horten. Und selbst, wenn sie die Sachwalter von gemeinfreien Erbstücken sind, dann fällt es ihnen sehr schwer, auf ihre bisherige Souveränität als Doyen zu verzichten. Viele möchten die Kontrolle über die Interpretation und Verfügung ungern mit dem „Unbekannten“ im Netz teilen. Trotz der Fortschritte, die erzielt wurden, bleibe noch viel zu tun, klagt Keller. Sein Credo von mehr Austausch über Fallbeispiele und mehr konzertierte Lobbyarbeit die Lizenzrechtsfragen betreffend zog sich wie ein roter Faden durch die kommenden Sessions.

Auch Harry Verwayen von Europeana schilderte anhand des bald schon sprichwörtlichen Beispiels des inzwischen gelben Milchmädchens von Vermeer zwar die guten Fortschritte beim freien Zugang zu den Metadaten der GLAMs. Wissenschaftler und Laien können so schneller die Orte finden, an denen die Quellen gelagert werden, nach denen sie suchen. Nur müssten jetzt die nächsten Schritte unternommen werden, um diese Veröffentlichung für alle stärker nutzbar zu machen. Wie Keller sah auch er Wikipedia und ihre Schwesterprojekte als ein Vorbild, dessen Potenziale aber noch auszuweiten seien.

Auch die nachfolgenden Beiträge zeigten: Wir, die Open-Data-Akteure, müssen stärker und kontinuierlicher zusammenarbeiten, wenn wir tatsächlich das kulturelle Erbe in das digitale Zeitalter mitnehmen wollen. Dafür brauchen wir noch mehr Vermittler, die verständnisvoll zwischen beiden Welten– der der GLAMs und der der Netzaktivisten – vermitteln. Wir brauchen mehr Ideen und Geschäftsmodelle, die das digitalisierte Kulturerbe lebendig werden lassen. Ein Beispiel ist die Verlinkung von Metadaten der Deutschen Nationalbibliothek über die Personennamensdatei zu Wikipedia-Artikeln. Ein anderes die App eines Reiseführer-Verlages, die dem User denkmalgeschützte Bauwerke in seinem Umfeld anzeigt, diese mit ggf. vorhandenem Wikipedia-Artikel verlinkt und gleichzeitig den User einlädt, sein Foto des Denkmals auf Wikimedia Commons hochzuladen. Zur Entwicklung solcher und ähnlicher kreativer Geschäftsmodelle müssen Entwickler und Kultureinrichtungen aber enger vernetzt werden. Wir könnten als gemeinnützige Organisationen mit Brücken in die Freiwilligenarbeit diesen Dialog befördern. Und Michael Edson von der US-Smithsonian Institution forderte die Kultureinrichtungen auf, die dafür nötigen Ressourcen durch Umschichtung freizumachen. Die Organisatoren des Festivals für den GLAM-Bereich, Sam Leon und Joris Pekel von der Open Knowledge Foundation, haben es dankenswerter Weise übernommen, alle engagierten Mitstreiter u.a. zu nachfolgenden Arbeitskreisen einzuladen:

* Lobbyarbeit für Urheberrechtsliberalisierung und Verwaiste Werke

* Dokumentation der Fallbeispiele

* Verbesserte Erforschung der Bedarfe der GLAM (Screening)

* Ideen für Veranstaltungsformate für mehr Vernetzung

Wer weiß, vielleicht machen wir zusammen in Brüssel eine WG auf und nennen sie Commune ouverte 3.0. Dort feiern wir mit den Kulturleuten GLAMouröse Liberationparties. So machen es doch die Wirtschaftslobbyisten! Wäre nicht das schlechteste Ergebnis einer ganztägigen Session im regnerischen Helsinki.

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Eure Meinung ist gefragt

Seit vier Jahren erscheint die Vereinszeitung von Wikimedia Deutschland. Rund 3.000 Abonnenten erhalten die gedruckte Wikimedium regelmäßig per Post. Viele Leser beziehen sie als PDF-Version über unsere Webseite, den Vereinsblog, unseren Facebook- oder Twitter-Auftritt. Einiges hat sich in der letzten Zeit an der Wikimedium geändert. Was wir zukünftig noch verbessern können, möchten wir von euch wissen.

Die Wikimedium ist für euch!

Mit der Zeitung möchten wir euch über Themen rund um die Aktivitäten von Wikimedia Deutschland, die ehrenamtliche Arbeit an Wikipedia, Internationales und Freies Wissen auf dem Laufenden halten. Für die Weiterentwicklung der Zeitung ist eure Meinung der wichtigste Maßstab. Deshalb möchten wir euch bitten, an einer kurzen Umfrage teilzunehmen, die uns mehr über eure Wünsche und Bedürfnisse verraten soll. Es wäre schön, wenn ihr euch einen Moment Zeit dafür nehmt, damit ihr auch in Zukunft viel Spaß an der Wikimedium habt.

Ihr erreicht die Umfrage unter:

www.wmde.org/Meinungsumfrage

Mehr Vielfalt für Wikipedia

Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Ziel, bisher unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen, zum Beispiel Frauen oder ältere Menschen, zur Mitarbeit an der Enzyklopädie zu motivieren. Wikimedia Deutschlands neuer Bereichsleiter von Bildung und Wissen, Nils Weichert, erläutert dabei kurz, was mit dem Begriff Diversität gemeint ist und Sarah Stierch, Community-Fellow der Wikimedia Foundation, stellt das Teahouse vor, ein Projekt der englischsprachigen Wikipedia, das Neuautoren einen guten Einstieg in die Arbeit an Wikipedia bieten soll. Ein Rückblick auf die Wikimania, das weltweit größte Treffen der Wikipedia-Gemeinschaft, Interviews zum Thema kollaboratives Arbeiten und Spenden sind weitere Themen der aktuellen Ausgabe.

Wir wünschen euch viel Spaß mit der neuen Wikimedium und freuen uns über eure Teilnahme an der Umfrage.

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Wikimedia:Woche 38/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (38/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

Foundation und Vereine

MONATSBERICHTE

Der Monatsbericht der Wikimedia Foundation für August 2012 ist erschienen, wie immer auch in einer kürzeren zweiten Version:
Der Augustbericht von Wikimedia UK ist hier zu finden:

WIKIMEDIA UNITED STATES FEDERATION

Eine offene Diskussion zur Gründung einer Dachorganisation für alle US-Organisationen der Wikimedia-Bewegung findet derzeit im Meta-Wiki statt:

NAME FÜR DAS WIKIMEDIA-REISEFÜHRERPROJEKT GESUCHT

Eine Abstimmung soll die Namensfindung für das kommende Wikimedia-Reiseführerprojekt erleichtern und möglichst viele Community-Stimmen einholen.

MITGLIEDER DES FUNDS DISSEMINATION COMMITTEE

Die Mitglieder des Gremiums zur internationalen Mittelverteilung (Funds Dissemination Committee) stehen fest:

WIKIMEDIA DEUTSCHLAND: RÜCKTRITT

Beisitzer Dirk Franke trat am 17. September 2012 aus dem Präsidium des Vereins zurück, um frei von seinem Mandat einen Antrag beim Community-Projektbudget stellen zu können.

Projekte und Initiativen

ZUGÄNGE ZUR DATENBANK QUESTIA FÜR WIKIPEDIA-AUTOREN

Seit Mitte September steht ein weiteres Angebot für Wikipedianer bereit, die Recherchen in Online-Datenbanken für ihre Artikelarbeit durchführen möchten: In Zusammenarbeit mit dem Datenbankanbieter Questia werden insgesamt 1.000 Zugänge vergeben. In Questia stehen 77.000 englischsprachige Bücher sowie etwa 4 Millionen Artikel aus englischsprachigen Fachzeitschriften, Magazinen und Zeitungen zum Durchsuchen und zum Abruf im Volltext bereit, vor allem aus den Sozial- und Geisteswissenschaften (darunter allein 95 größere juristische Fachzeitschriften). In der englischen Wikipedia kann man sich auch weiterhin um einen eigenen Account bewerben — bei Interesse: Einfach in die dortige Liste unter “Apply here” eintragen. Voraussetzung für eine Vergabe ist eine mindestens einjährige Mitarbeit in Wikipedia und 1.000 Bearbeitungen. In der Bibliotheksrecherche gibt es eine Liste, in die sich Wikipedianer eintragen können, die bereit sind, für andere Wikipedia-Autoren auf Anfrage Recherchen in Werken durchzuführen, die in Questia enthalten sind.

EDUWIKI: RÜCKBLICK

Cornelia Trefflich von Wikimedia Deutschland hat einen Bericht über die EduWiki-Konferenz an der University of Leicester, wo kürzlich über die Wikimedia-Projekte im Bildungskontext diskutiert wurde:

VERWAISTE WERKE: EU-RICHTLINIE

Am 13. September veröffentlichte das Europäische Parlament eine Richtlinie zu zulässigen Formen der Nutzung verwaister Werke. Eine kurze Einschätzung und die Einordnung in den Wikimedia-Kontext haben die Mitarbeiter des Bereichs Politik und Gesellschaft bei Wikimedia Deutschland im Vereinsblog veröffentlicht. Dort außerdem zu finden: ein Kurzdossier und ein Dokument mit Fragen und Antworten rund um das Thema verwaiste Werke.

Studien und Statistik

GENDER-VERTEILUNG IN WIKIPEDIA

Auf der Webseite ”themarysue.com” wird auf eine interaktive Visualisierung verwiesen, die zeigen soll, welche Wikipedia-Artikel von mehr weiblichen oder mehr männlichen Bearbeitern verändert wurden.

Technik

ANONYME SUCHDATEN ÖFFENTLICH

Die Wikimedia Foundation hat anonyme Suchdaten für Wikipedia und deren Schwesterprojekte unter CC0-Lizenz öffentlich zugänglich gemacht. Ziel ist es, damit technische Entwicklungen zu unterstützen, um beispielsweise Themen hervorzuheben, die in der Wikipedia nicht abgedeckt sind.

SERVERSPENDE

Die Wikimedia Foundation bietet einige ihrer Server, die durch neuere ersetzt und nicht mehr benötigt werden, als Spende für US-basierte Non-profit-Unternehmen an.

E-BOOKS AUS WIKIPEDIA EXPORTIEREN

Die Wikimedia Foundation hat eine neue Erweiterung angekündigt, mit der Artikel nach Wahl gesammelt und dann als E-Book exportiert werden können, so dass sie beispielsweise auf mobilen Endgeräten gelesen werden können.

Termine

VORSTELLUNG DES WMDE-JAHRESPLANS 2013

Vom 23. bis 27. September finden öffentliche Veranstaltungen in fünf deutschen Städten statt, auf denen der Entwurf des Jahresplans 2013 von Wikimedia Deutschland vorgestellt wird.
  • 23. September 2012: Hamburg, Intercity-Hotel, Paul-Nevermann-Platz 17, 22765 Hamburg, Nähe Bahnhof Altona (Zeit: 17:00–19:00 Uhr)
  • 24. September 2012: Frankfurt/Main, COSMOPOLITAN im Hauptbahnhof, (Zeit: 19:30–21:30 Uhr)
  • 25. September 2012: Köln, Seminarraum der Jugendherberge Deutz, Siegesstr. 5, 50679 Köln, Gegenüber Bahnhof Köln Deutz/Messe, (Zeit: 19:00–21:00 Uhr)
  • 26. September 2012: München, NH-Hotel Deutsche Kaiser, Arnulfstraße 2, 80335 München (Zeit: 18:00–20:00 Uhr)
  • 27. September 2012: Berlin, Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland, Obentrautstr. 72, 10963 Berlin (Zeit: 19:00–21:00 Uhr)
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Wiki Loves Monuments – Auto statt Denkmal

Kein Denkmal, aber eine denkwürdige Entdeckung für Wikipedia. (Foto: Pappnaas666, CC-BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

Wer kennt das nicht? Eigentlich sollte ja nur diese eine Sache in der Wikipedia nachgelesen werden, aber eine halbe Stunde später studiert man immer noch. Gesucht wurde vielleicht die Biografie eines Musikers, nach ein paar Klicks geht es nun plötzlich um das Sonnensystem. In der freien Enzyklopädie kommt man trotzdem nicht vom sprichwörtlichen Hölzchen aufs Stöckchen, eher von Tür zu Tür. Das gilt für die Leser, die gerne durch die mittlerweile 1,4 Millionen Artikel in deutscher Sprache stöbern, aber auch für die zahlreichen Artikelschreiber selbst. Manch einer beginnt durch Zufall einen Artikel, obwohl er ein ganz anderes Thema bearbeiten wollte. Und so kann es auch passieren, dass ein Teilnehmer von Wiki Loves Monuments 2012 ein Denkmal fotografieren will, dann aber mit dem Schnappschuss eines besonderen Autos nach Hause kommt:

Nach der hartnäckigen Entdeckung der Zirkelwand hier eine weitere Geschichte der ehrenamtlichen Helfer des größten Fotowettbewerbs der Welt.

 

Da schlich ich doch um eine alte Wegekapelle in Köln Esch/Auweiler herum und wurde prompt von einem Anwohner angesprochen, was ich denn da machen würde. Also habe ich meinen Spruch brav aufgesagt, von wegen ein Bild von jedem Denkmal für die Wikipedia etc. Nein, ich dürfe die Kapelle nicht fotografieren, meinte er, …und ich hielt eine theatralische Brandrede dagegen. Nun machen in diesem frühen Stadium Unterhaltungen unter Rheinländern manchen Auswärtigen des Öfteren Angst und lassen sie schon nach dem Handy nesteln, um schneller den Notruf wählen zu können; aber weit gefehlt, denn “so simmer halt”. Das ist “normaaal”.

Wir haben uns wirklich klasse unterhalten und nun kommt es: Der Herr zeigte mir ungefragt seinen größten Schatz, welcher unter einer Plane im Hof verborgen war. Ein tiptop restaurierter Opel Typ 1397 von 1937! Und er ließ ihn für mich auch mal an. Was für ein Sound!

So kann es einem ergehen, beim Denkmalfotografieren für Wiki Loves Monuments!

Für Wiki Loves Monuments endet die Geschichte dieses Fotos hier, für Wikipedia beginnt sie erst. Im Austausch mit einem Wikipedianer aus dem Themenportal Auto und Motorrad wird erst die Anekdote geschildert, dann über den Typ des abgebildeten Opels diskutiert. Seitennotiz:

“Die horizontalen Sicken in den hinteren Kotflügeln könnten auf den Einfluss von Ford hindeuten.”

Schließlich der entscheidende Schritt: Zwei Anfragen bei Experten in der Wikipedia bestätigen, dass es sich um den Opel Typ 1397 handelt, von dem es bislang noch keine Fotos für Wikipedia gegeben hat. Prompt werden die Bilder der unverhofften Entdeckung in einer eigenen Bildersammlung zum passenden Artikel eingebunden. Diese so genannten Galerien werden im freien Medienarchiv Wikimedia Commons angelegt und sind in der Regel im Abschnitt “Weblinks” von Wikipedia-Artikeln anklickbar. Nachgucken lohnt sich!

 

Mitgemacht!

Selbst für Wiki Loves Monuments auf der Suche nach Denkmälern, die noch nicht in der Wikipedia abgebildet sind? Wir freuen uns, wenn Ihr Eure Geschichten hier im Blog teilen wollt. Eine kurze E-Mail an michael.jahn@wikimedia.de genügt!

Und natürlich: Noch bis zum 30. September kann jeder bei Wiki Loves Monuments mitmachen. Weitere Informationen gibt es auf der deutschsprachigen Wettbewerbsseite.

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Wiki Loves Monuments: Halbzeit mit 150.000 Bildern

Es gibt sie eben doch, die Zirkelwand in der Wilhelma. (Foto: Brücke-Osteuropa, CC0 1.0, via Wikimedia Commons)

In der Wikipedia steht, worin der Unterschied zwischen einem Bergfest und einer Halbzeit liegt. So oder so, der größte Fotowettbewerb der Welt geht in die zweite Hälfte. Noch bis zum Monatsende machen Ehrenamtliche bei Wiki Loves Monuments 2012 Fotos von Denkmälern, mit denen die Wikipedia bebildert werden kann. Bereits heute wurde die Zahl von 150.000 hochgeladenen Dateien erreicht. Offensichtlich kann die Rekordmarke aus dem vergangenen Jahr bis zum 30. September noch einmal übertroffen werden. Das ist schon jetzt ein toller Erfolg für die Aktion der Fotografen aus über 30 Ländern. Herzlichen Glückwunsch!

Wenig offensichtlich ist, wie viel Engagement eigentlich in diesen 150.000 Fotos liegt. Die Zahl ist so groß, dass sie weder vorstellbar ist noch richtig gewürdigt werden kann. In ganz Deutschland, europaweit und quer durch die Welt machen sich Menschen in ihrer Freizeit auf, um von Denkmal zu Denkmal zu ziehen. Manchmal finden sie nicht, was sie suchen. Manchmal kommt es ganz anders als geplant. Oft treffen sie andere Menschen, mit denen sie ins Gespräch kommen. Das ist, was hinter der ständig steigenden Zahl von Fotos steckt. In diesem Blogbeitrag teilen wir deshalb eine erste Geschichte von vielen, die Fotografen für Wiki Loves Monuments erleben, bevor ihre Arbeit zu einer von 150.000 und mehr Dateien wird. Weitere folgen in den nächsten Tagen.

 

Ein Wikipedianer auf der Suche nach der “Zirkelwand”:

Besonders spannend wird es für mich, wenn ich nach ungewöhnlichen Denkmalen suche, so zum Beispiel in den letzten Wochen in der Gegend von Pirna (Sachsen) nach einem bei königlicher Jagd genutzten “Trogbrunnen” im Walde von Graupa, nach einer “Pestplatte” im Wald von Hinterjessen, nach einem einzigartigen “Dampfschiff” auf der Elbe oder einer “Milchrampe” in Pratzschwitz. Am häufigsten fotografiert man ja Wohnhäuser, was ja auf die Dauer auch langweilig werden kann. In der Denkmalliste von Stuttgart fand ich neulich ein neues Objekt meiner Begierde. Dort ist verzeichnet: “‘Zirkelwand’ (Teil der Wilhelma)”. Also bewegte ich mich in einen der schönsten Zoos, die Deutschland hat und erkundigte mich bei der Einlasskontrolle nach jener denkmalgeschützten “Zirkelwand”. Der jüngere Mitarbeiter der Wilhelma antwortete, er habe davon noch nie etwas gehört. Der ältere Kollege, der schon 20 Jahre bei der Wilhelma arbeitet, musste auch passen. Aber er gab mir einen Tipp:

 “Schauen Sie doch mal bei Wikipedia nach.”

Da musste ich doch innerlich sehr lachen. Ich ging also – was die Zirkelwand betrifft – mit leeren Händen nach Hause und wollte mal googlen, um doch noch den Standort zu finden. Aber nur diese Stuttgarter Denkmalliste kennt dieses Objekt. Da sah ich ganz schön alt aus. Weil mir das aber keine Ruhe ließ, zog ich heute erneut in die Wilhelma und fand neben der geschützten Terrakotta-Wand eine andere bogenförmige Wand, die das Wilhelma-Theater rechts und links umgibt. Ich bin mir nun sicher, in wenigen Tagen werden Wikipedia / Commons und Google das Foto einer denkmalgeschützten “Zirkelwand” in ihrem Repertoire haben.

- (Anmerkung: geschafft, siehe Foto!)

 

Selbst für Wiki Loves Monuments auf der Suche nach Denkmälern, die noch nicht in der Wikipedia abgebildet sind? Wir freuen uns, wenn Ihr Eure Geschichten hier im Blog teilen wollt. Eine kurze E-Mail an michael.jahn@wikimedia.de genügt!

Und natürlich: Jeder kann bei Wiki Loves Monuments mitmachen. Weitere Informationen gibt es auf der deutschsprachigen Wettbewerbsseite.

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Geschlossene Gesellschaft: Fahrplandaten der Bahn weiterhin geschlossen

Der Anlass war da, der symbolbeladene rote Startknopf auch. Heute haben auf einer gemeinsamen Pressekonferenz die Firma Google und das Staatsunternehmen Deutsche Bahn die Integration der Bahn-Fahrplandaten in den Kartendienst Google Maps bekanntgegeben. Netzpolitik, Zeit Online, Spiegel Online und andere beschreiben diese Kooperation als überfällig und hinsichtlich der Bahn-Lizenzierungspraxis als bedauerlich. Tenor der Berichterstattung ist, wieso die Bahn zwar Google, aber nicht dem Rest des Internets die (Nach-)Nutzung der Fahrplandaten erlaubt. Wir haben letzte Woche ähnliches gefragt und dazu eine sehr unbefriedigende Antwort der Deutschen Bahn erhalten.

Aus technischer Sicht wäre die zusätzliche Weitergabe der Fahrplandaten an die Allgemeinheit oder an Projekte wie openplanB kein Problem, das verwendete Format GTFS ist für diesen Zweck hinreichend geeignet. Und betriebswirtschaftlich müsste es auch im Interesse der Bahn sein, auf möglichst vielen Wegen Kunden anzulocken, zumal Google für die Daten in dieser Kooperation keinen Cent zahlt und auch sonst keine Einnahmen aus dem Verkauf von Fahrplanmetadaten zu erwarten sind. Der schwarze Peter liegt hier eindeutig im Spielfeld des Staatskonzerns, die alle zaghaften Open-Data-Bemühungen der Bundesregierung konterkarieren. Wir haken nach.

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