Q167545: Wikidata celebrated its third birthday

 Wikidata celebrated its third birthday on October 29th. The project went online in 2012 and a lot has happened ever since.

Coincidentally, the birthday also happened along with the project being awarded a prize from Land der Ideen, so so a proper party for volunteers and everyone involved with the project was in order.

There was cake and silly birthday hats, but above all this was an occassion to look at the past, present, and future.

Denny Vrandečić and Eric Möller used a video message to talk about the genesis and development of Wikidata.

Community members Magnus Manske and Marteen Dammers talked about their work for Wikidata in GLAM and science. And Lydia Pintscher not only looked backed to a successful year behind us, but also gave us a peek into the future that lies ahead for the project.

In order to experience Wikidata there was a little exhibition of projects that use it: From Histropedia which visualizes timelines to Ask Platypus, a project that parses questions about the knowledge of the world according to Wikidata using natural language.

No birthday would be complete without presents. Especially the software developers had worked hard to improve parts of Wikidata for this special date. To give you just two examples:

  • https://www.wikidata.org/wiki/Special:Nearby shows nearby items in Wikidata and invites you to improve structured data knowledge in your neighborhood
  • A machine learning model called  ORES helps to identify vandalism with artificial intelligence and can be used as a tool for administrators

These are only two new features released for the birthday party. There is much, much more to come for the Wikidata project next year and we’ll talk about it in length in another post.

Wikidata has data in its name. However — this was more than obvious at the birthday party — it’s about more than just cold numbers. As in all collaborative projects, people are at the core of it all. Those behind or around Wikidata have love in their hearts for something that may at first sound as abstract as „structured data for Wikimedia projects and beyond“.

Upon exiting the party, guests could add themselves on a board and leave a tiny love letter to Wikidata . „I love Wikidata because… with machine-readable data, machines can do the heavy lifting for me“ one guest wrote. The last three years were all about building a foundation for machine-readable data. Let the heavy lifting begin in all the years to come. Q167545!

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Q167545: Wikidata feierte den dritten Geburtstag

Am 29. Oktober feierte Wikidata seinen dritten Geburtstag. 2012 wurde das Projekt online geschaltet, seitdem ist viel passiert.

Neben dem Geburtstag gab es auch die Preisverleihung vom Wettbewerb Land der Ideen an Wikidata, so dass es nahe lag, eine große Party für die Freiwilligen und anderen am Projekt Beteiligten zu veranstalten.

Es gab Kuchen und Geburtstagshüte, aber vor allem die Möglichkeit, in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu blicken.

In einem gemeinsamem Talk per Videonachricht aus den USA sprachen Denny Vrandečić und Eric Möller über die Entstehung und Entwicklung von Wikidata.

Die Community-Mitglieder Magnus Manske und Marteen Dammers erzählten etwas zu ihrer Arbeit an Wikidata für GLAM und Wissenschaft. Von Lydia Pintscher gab es außerdem neben einen Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr auch einen Ausblick auf die Zukunft.

Um Wikidata selbst erfahrbar zu machen, gab es eine kleine Ausstellung von Projekten, die Wikidata benutzen: Von Histropedia mit Zeitstrahl-Visualisierungen bis zu Ask Platypus, einem Projekt, das mit Wikidata Fragen zum Wissen der Welt in natürlicher Sprache versteht.

Zu einem Geburtstag gehören natürlich auch Geschenke. Bei Wikidata hatten sich insbesondere Entwicklerinnen und Entwickler ins Zeug gelegt, um Wikidata zu verbessern.  Um nur zwei Beispiel zu nennen:

  • Mit https://www.wikidata.org/wiki/Special:Nearby zeigt Wikidata Objekte in der näheren Umgebung an und lädt zum Ergänzen von strukturiertem Wissen in der Nachbarschaft ein
  • Mit einem Machine-Learning-Model namens ORES kann eine künstliche Intelligenz Vandalismus erkennen und Administratoren bei Bedarf Hilfe leisten.

Dies sind aber nur zwei von vielen kleinen Neuerungen, die extra für den Geburtstag veröffentlicht wurden. Weitere Umwälzungen im Projekt Wikidata stehen im nächsten Jahr bevor und sollen in einem weiteren Beitrag vorgestellt werden.

Wikidata trägt die Daten im Namen, aber es geht — das wurde auf der Geburtstagsparty deutlich — um weit mehr als kalte Daten. Menschen stehen wie bei allen kollaborativen Projekten im Mittelpunkt. Die Menschen hinter und Wikidata oder um das Projekt herum tragen Liebe im Herzen für etwas, was sich zunächst so abstrakt anhört wie „strukturierte Daten für Wikimedia-Projekte und darüber hinaus“.

Am Ausgang der Party konnten sich Besucherinnen und Besucher auf einer Tafel verewigen, indem sie eine kleine Liebeserklärung an Wikidata hinterließen. „I love Wikidata because… with machine-readable data, machines can do the heavy lifting for me“ schrieb ein Party-Gast dort. In den letzten drei Jahren hat Wikidata die Grundlagen für eine Menge maschinenlesbarer Daten gelegt. Wir sind gespannt auf das heavy lifting in den nächsten Jahren. Q167545!

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WMDE bietet auch für eine WikiCon 2016 Unterstützung an

Festsaal auf der WikiCon 2015 in Dresden Foto: Mr N, CC-BY-SA 4.0

Nach der WikiCon ist vor der WikiCon und den Wünschen aus der Wikipedia-Community entsprechend, möchte Wikimedia Deutschland die Organisation der WikiCon im Jahr 2016 gerne wieder unterstützen. Ebenso möchten sich auch WMAT und WMCH gerne erneut beteiligen.

Konzeptionell hatten sich in den vergangenen Punkten folgende Punkte bewährt:

  • Die WikiCon versteht sich als eine Veranstaltung aus der Community für die Community. Dabei bietet Wikimedia Deutschland organisatorische Unterstützung an.
  • Grundlegend für die Planung und Durchführung einer WikiCon ist ein lokales Freiwilligen-Team, das sich in der Region auskennt und örtliche Institutionen mit einbindet.
  • Die Veranstaltung findet im Herbst statt.

Konkret übernimmt Wikimedia Deutschland gerne die Logistik, beispielsweise bei der Suche nach einer Location, der Buchung der Hotels und bietet Unterstützung bei der Projektplanung an.

Damit genügend Zeit für eine gemeinsame Vorbereitung besteht, bedarf es zunächst Interessensbekundungen aus der Community, gerne bereits im November. Dazu ist noch kein ausgearbeitetes Konzept erforderlich, sondern zunächst der Wunsch und Wille, gemeinsam mit einer Gruppe die WikiCon 2016 zu organisieren und auszurichten.

Weitere Informationen dazu finden sich in der Wikipedia.

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Free Knowledge Game Jam: Freies Wissen zum Spielen

Am 24. und 25. Oktober veranstaltete Wikimedia Deutschland in Partnerschaft mit dem Computerspielemuseum Berlin eine Game Jam zum Thema Freies Wissen: die Free Knowledge Game Jam. Eine Game Jam ist ein Hackathon, bei der Entwicklerinnen und Entwickler in kleinen Gruppen den Prototypen eines Spiels erstellen. Dafür haben sie 24 Stunden Zeit, um interaktive Spiel-Kunst zu Freien Wissen unter freier Lizenz entwickeln. Aufgerufen waren Artists, Coder und Designer von Computerspielen.

Das besondere an der Free Knowledge Game Jam war, dass jedes Spiel einen Aspekt von Freiem Wissen enthalten musste. Ob Artikel von Wikipedia, Daten von Wikidata, Bilder von Commons oder freie Daten von Coding Da Vinci zum Einsatz kamen oder ganz anders mit dem Begriff Freies Wissen umgegangen wurde, war den Teilnehmenden selbst überlassen.

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Wikimedia:Woche 42/2015

Themen der aktuellen Wikimedia:Woche sind unter anderem die Möglichkeit zur Kandidatur als ehrenamtlicher Kassenprüfer bei Wikimedia Deutschland, die abgewiesene Klage der Wikimedia Foundation in erster Instanz gegen die NSA und die Suche von Wikimedia Schweden nach einer neuen Geschäftssführung. Außerdem läuft derzeit der 5. Schreibwettbewerb in der alemannischsprachigen Wikipedia.

Die Wikimedia:Woche gratuliert Wikidata ganz herzlich zu seinem dritten Geburtstag! Weiterlesen »

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Monsters of Law: „10 populäre Irrtümer über freie Software.“

Nicht erschrecken! Rechtliche Fragen bei Monsters of Law. Foto: By Gerrard St monster mural, by Aviva West, [CC BY-SA 2.0]

Die Veranstaltungsreihe Monsters of Law wurde von Wikimedia Deutschland ins Leben gerufen, um sich juristischen Fragen rund um Freies Wissen und seinen Rahmenbedingungen anzunehmen.

Dr. Till Jaeger, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, spricht am 19. November bei Wikimedia Deutschland über das Lizenzmodell freier Software.


Monsters of Law:

„10 populäre Irrtümer über freie Software.“

Referent: Dr. Till Jaeger, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht
Wann: Donnerstag, 19.11., 18 Uhr, (Einlass 17:30 Uhr)
Wo: Wikimedia Deutschland e.V., Tempelhofer Ufer 23-24, Berlin


Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, uns an diesem Tag ab 18 Uhr zu besuchen. Dem Format der Reihe entsprechend wird der Abend aus drei Teilen bestehen, einem Vortrag unseres Referenten, einer Frage- und Diskussionsrunde und einem informelleren Teil mit Getränken.

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Wir suchen: Vier Kassenprüfer/innen

Wikimedia Deutschland e.V. sucht ab November 2015

 

Vier ehrenamtliche Kassenprüfer/innen

 

Wikimedia Deutschland ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Förderung Freien Wissens einsetzt. Wir unterstützen Projekte zur Erstellung, Förderung und Verbreitung freier Inhalte. Eines der bedeutendsten Projekte ist Wikipedia, die freie Online-Enzyklopädie. 2004 gegründet, hat der Verein einen großen Wachstumsprozess durchlaufen und umfasst heute über 24 000 Mitglieder und eine hauptamtliche Geschäftsstelle mit mehr als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Für 2016 plant der Verein mit einem Jahresbudget von über sechs Millionen Euro und wirbt dafür in der Öffentlichkeit um Spenden.

Die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland e.V. wählt ein ehrenamtliches Leitungs- und Kontrollgremium, das Präsidium, das den hauptamtlichen geschäftsführenden Vorstand in seiner Arbeit beaufsichtigt. Die korrekte Mittelverwendung des Vereins überprüfen zusätzlich zu einer externen Wirtschafsprüfung jährlich vier ehrenamtliche Kassenprüfer/innen. Auf Grundlage des Jahresabschlusses prüfen die Kassenprüfer/innen die Rechnungsbelege sowie deren ordnungsgemäße Verbuchung. Dabei haben sie insbesondere die satzungsgemäße und steuerlich korrekte Mittelverwendung festzustellen.

Für die 17. Mitgliederversammlung am 28. November 2015 in Berlin werden engagierte Vereinsmitglieder gesucht, die Verantwortung für diese verantwortungsvolle Aufgabe im Vereins übernehmen möchten und sich hierfür zur Wahl stellen.

Du hast Interesse? Dann hast du noch bis zum 30.10.2015 die Möglichkeit, dich als Kassenprüfer/in von Wikimedia Deutschland e.V. zu bewerben! Für eine Kandidatur musst Du lediglich dieses Formular ausfüllen und unterschrieben bis zum 30. Oktober an eine der darin angegebenen Adressen schicken. Um dich bei den Wählerinnen und Wählern bekannt zu machen, solltest Du zusätzlich noch eine kurze Selbstvorstellung verfassen und bis zum 06.11.2015 an mv@wikimedia.de senden. Nähere Informationen sind in den FAQ zur Wahl der Kassenprüfer/innen zu finden.

Wir freuen uns auf Kandidatinnen und Kandidaten!

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Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 06): „All of Open Access on a stick“, oder: Wie überwinden wir die Open-Silos?

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft. Im sechsten Teil unserer Beitragsserie schreibt Lambert Hellerder sich im Open Science Lab der TIB Hannover mit kollaborativen Arbeitsweisen in der digitalen Wissenschaft beschäftigt, über die mögliche Rolle der Wikipedia als „Brücke“ zwischen verschiedenen existierenden Open Access-Repositorien.


Forschungsergebnisse Open Access zu publizieren ist in den letzten Jahren immer selbstverständlicher geworden. Auf diese Weise ist quasi eine virtuelle Allmende entstanden – sichtbar vor allem durch einige sehr große fachliche Repositories wie PubMed Central (PMC) und arXiv. Verschiedene Player versuchen in der letzten Zeit immer wieder, die große verstreute Open Access-Almende auf einem Rechner zusammen zu bringen. Aus vielen Gründen wäre das nützlich – doch die bisherigen Ansätze haben einige Grenzen. Ich möchte in diesem Beitrag beschreiben, wie und warum sich in der Wikipedia gerade eine nachhaltige und partizipative Lösung dieser Herausforderung entwickeln könnte.

Der Begriff „Open Silo“ – ein Widerspruch in sich?

Der auf den ersten Blick widersprüchliche Begriff „Open Silo“ entstand im Frühjahr 2015 im Umfeld der Open Knowledge Open Education Working Group (vgl. auch diese ausführlichere Mailinglisten-Diskussion im Anschluß). Mir begegnete dieses Wort erstmals bei der OAI9-Konferenz in Genf, ebenfalls im Frühjahr 2015. Daniel Mietchen stellte dort die These auf, dass Wikipedia-Projekte wie Wikimedia Commons und Wikisource heute benötigt werden, um Brücken zwischen den „Open Silos“ zu bauen, die heute vielerorts entstehen. Ich nehme an, das stimmt. Und ich vermute, dass dies ein – bisher allzu leicht übersehener – Punkt ist, an dem die Öffnung des gesamten, aktuellen wissenschaftlichen Wissens als öffentliches Gut, langfristig von der Wikipedia profitieren kann und sollte.

Dabei beschäftigt mich – jedenfalls in diesem Blogposting – noch nicht einmal die Frage nach möglichen Brücken zwischen Open Access und offenen digitalen Ressourcen anderer Domänen, wie etwa Open Educational Resources oder Open Government Data. Ich will hier zunächst einmal tatsächlich nur von Brücken innerhalb von Open Access im engeren Sinne reden, also den frei zugänglichen Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung. Wer sich mit der Landschaft der Open Access-Repositories und -Aggregatoren auskennt, kann die nächsten beiden Abschnitte überspringen und weiterlesen bei „Von der virtuellen Open Access-Allmende zur vollständigen Open Access–Sammlung auf einem Rechner“.

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Wikimedia:Woche 41/2015

Berichte zur Wikimedia Foundation, Wiki Education Foundation und Wikimania 2015, die Gewinner von Wiki Loves Monuments Deutschland und Wiki Loves Earth International und die Einladungen zum dritten Wikidata-Geburtstag sind nur einige Highlights, die euch mit Grüßen aus San Francisco erreichen. Viel Freude beim Lesen! Weiterlesen »

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Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 05): Wikipedia als Instrument der Wissenschaftskommunikation

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft. Im fünften Teil unserer Reihe haben wir mit Prof. Dr. Patrick Franke, Islamwissenschaftler an der Universität Bamberg, über sein Engagement in der Wikipedia gesprochen.


Herr Prof. Dr. Franke, sie sind seit einigen Jahren in der deutschsprachigen Wikipedia aktiv. Was genau machen Sie dort schwerpunktmäßig?

Prof. Dr. Franke: Ich bin hauptsächlich im Themenbereich Islam aktiv und bemühe mich darum, durch eine stärkere wissenschaftliche Fundierung die Qualität der islambezogenen Informationen in der Wikipedia nachhaltig zu verbessern. Ziel ist der Aufbau eines neuen umfassenden und zuverlässigen Nachschlagewerks zum Islam, das in die deutschsprachige Wikipedia integriert ist, die technischen Möglichkeiten dieses Mediums nutzt und sowohl für ein allgemeines Publikum als auch für ein Fachpublikum interessant ist. Insgesamt umfasst das Projekt mehrere Teilbereiche: die Anlage von neuen Artikeln und den Ausbau von bereits bestehenden Artikeln im Islam-Bereich, die Ergänzung von islambezogenen Informationen in Artikeln zu allgemeineren Themen, die Ordnung des islambezogenen Wissens in der WP durch Pflege des Islam-Portals und des Kategoriensystems und die Beratung anderer WikipedianerInnen, die Beiträge zu islambezogenen Themen leisten. Das Projekt ist auf meiner Benutzerseite dokumentiert. Dort nenne ich in einem „Mission Statement“ auch die Gründe für mein Engagement in der WP.

Wie sind Sie dazu gekommen, Ihre wissenschaftlichen Fachkenntnisse in Wikipedia einzubringen?

Prof. Dr. Franke: Es hat bei mir angefangen, wie bei vielen anderen WikipedianerInnen auch. Ich sah einen Artikel zu einem Thema, mit dem ich mich gut auskenne, und hatte das Gefühl, dass dieser doch sehr ergänzungs- und verbesserungsbedürftig ist. Insbesondere ärgerte mich, dass die neuere Forschung zum Thema (einschließlich meiner eigenen Dissertation) gar nicht zur Kenntnis genommen wurde. Ich habe mich dann langsam an das Medium herangetastet, meine ersten Edits bei dem Artikel gemacht und erfreut registriert, dass meine Beiträge per Sichtung angenommen wurden. Ich habe den Artikel dann vollständig ausgebaut und im Umfeld noch ein paar andere Artikel angelegt. Das war mein erster Versuchsballon. Als ich dann im Frühjahr 2013 mein erstes Forschungsfreisemester antrat und zur gleichen Zeit aktive Sichterrechte erhielt, weitete ich meine Aktivität in der Wikipedia aus. Mir ging es darum, die Grenzen des Mediums auszutesten, zu schauen, wie weit ich gehen kann. Das Ganze war sehr experimentell angelegt. Ich wollte auch den „sozialen Raum“ Wikipedia erkunden. Da meine Erfahrungen während dieser Zeit durchweg positiv waren, habe ich nach dem Ende des Forschungssemesters meine Aktivität in der WP fortgesetzt.

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