Latet enim veritas, sed nihil pretiosius veritate #ZDFcheck

Die Wahrheit ist verborgen, aber nichts ist schöner denn die Wahrheit. Hinter uns liegt eine aufregende Woche der re:publica in Berlin samt einstündiger Paneldiskussion zum Projekt ZDFCheck (wir berichteten darüber). Die re:publica-Veranstalter haben in Windeseile den Mitschnitt dieser Diskussion auf Youtube und unter die Lizenz Creative Commons CC BY-SA 3.0 gestellt, von dort erfolgte dann auch der Upload auf Wikimedia Commons.

Ab heute ist der zdfcheck.zdf.de mit einem ersten Faktencheck-Angebot online und die Einladung an die Netz-Community zur Beteilung an der Recherche steht.

Ebenfalls heute beginnt der „Wikipedian in Residence“ seine Arbeit im Rahmen des Online-Angebots des ZDF. Nach dem Abschluss der Bewerbergespräche freuen wir uns, Tim Moritz Hector vorstellen zu dürfen. Tim ist Student der Politologie und Kommunikationswissenschaft in Münster und seit 2007 Wikipedianer, von 2008 bis 2012 als Admin. Seit 2012 ist er außerdem für das Referentennetzwerk tätig.

Presseschau:

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Wikimedia:Woche 19/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags – aufgrund des Feiertags ausnahmsweise diese Woche am Freitag – in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

= Wikimedia:Woche 19/2013 =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Neues aus dem Transition Team

Jan-Bart de Vreede, Mitglied des Board of Trustees der Wikimedia Foundation, berichtet auf der Mailingliste wikimedia-l von Neuigkeiten aus dem sog. Transition Team. Auf Meta befinden sich nun ein erster Zeitplan für den Übergang der Geschäftsführung, eine Sammlung der häufigsten Fragen (FAQ) zu dem Thema sowie eine Liste von möglichen Kontakten und Multiplikatoren, die helfen könnten, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Sue Gardner zu finden. Gerade bei der „Connectors List“ bittet de Vreede um Mithilfe!

Bericht über Bildungsarbeit von WMDE

Der Bereich Bildung und Wissen von Wikimedia Deutschland hat einen Bericht über die Bildungsprojekte von 2010 bis 2012 veröffentlicht.

Kompetenzbereich des Ombudsmann-Kommission

Die Ombudsmann-Kommission bittet um Kommentare:

Berichte

Wikimedia Deutschland, Monatsbericht April

Wikimedia Frankreich, Monatsbericht April (bisher nur auf Französisch)

Projekte und Initiativen

CfP für Evaluations-Workshop

Sarah Stierch ruft im Blog der Wikimedia Foundation zur Teilnahme am „Program Evaluation and Design workshop“ in Budapest auf. Die Teilnehmer sollen dabei erlernen, wie Projekte und Programme sinnvoll evaluiert werden können.

Eine Vision für Wikisource

Andrea Zanni und David Cuenca berichten im Blog der Wikimedia Foundation über den Start ihres Projektes „Wikisource vision“, das die Entwicklung des Schwesterprojekte fördern möchte. Das Projekt hatte im letzten Monat eine Förderung aus „Individual Grant Program“ der Foundation erhalten.

Rückblick auf GLAM-Wiki

David Cybulska gibt im Blog von Wikimedia UK einen Rückblick auf die vergangene Konferenz „GLAM-Wiki 2013“ in London.

Rückblick auf den Iconathon

Vibha Bamba gibt in einem Beitrag im Blog der Wikimedia Foundation einen Rückblick auf den Iconathon Anfang April, bei dem es darum ging neue (freie) Icons zu erschaffen.

Wikipedia wieder mit gesperrten Seiten in Russland

Wie Tomasz Kozlowski auf der Mailingliste wikimedia-l schreibt, ist Wikipedia wieder verstärkt unter der Beobachtung seitens russischer Behörden. Derzeit sind 15 Artikel (13 aus der russischsprachigen und 2 aus der englischsprachigen Sprachversion) zum Thema Drogen und Suizid gesperrt.

This month in GLAM April 2013

Wikimedia Research Newsletter

Technik

Neue Entwicklungen bei Sprachlinks

Runa Bhattacharjee des Wikimedia Language Engineering-Team berichtet im Blog der Wikimedia Foundation über die neuen Entwicklungen für die Sprachlinks (im Vector-Design auf der linken Seite) für Wikipedia.

Notifications in der englischsprachigen Wikipedia

Oliver Keyes, Community Liaison, Product Development bei der WMF, schreibt über die Reaktionen auf und die Philosophie hinter Echo, dem neuen Benachrichtigungssystem, das gerade in der englischsprachigen Wikipedia eingeführt wurde: „Why are you turning Wikipedia into Facebook?“

Neuer UX-Chef bei der Wikimedia Foundation

Erik Moeller, Chef der Abteilung für Engineering and Product Development der Foundation, stellt auf der Mailingliste wikimedia-l den neuen Verantwortlichen für das Team der User Experience, Jared Zimmerman, vor.

Tool-Umgebung von Wikidata

Magnus Manske beschreibt im Blog von Wikimedia Deutschland die umfangreiche Auswahl an bereits bestehenden (und zu entwickelnden) Tools für Wikidata.

Wikimedia Engineering Report April

Diskussion

ZDF-Faktencheck

Zur Kooperation zwischen Wikimedia Deutschland und dem ZDF gibt es jetzt eine FAQ in der Wikipedia.

Auf der re:publica wurde das Projekt vorgestellt. Eine Videoaufzeichnung findet sich auf YouTube.

Presse und Websites

Juristischer Aufsatz zum Persönlichkeitsrecht

In der Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht (ZUM) 5/2013 erschien ein Aufsatz „Persönlichkeitsschutz durch Selbstregulierung in der Wikipedia“, der die juristischen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten für Betroffene beschreibt:

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Bildungsarbeit bei Wikimedia Deutschland – Eine kritische Reflexion

Der Bereich „Bildung und Wissen“ entstand Anfang 2012, um die Bildungs- und Wissensarbeit von Wikimedia Deutschland zu bündeln und zu professionalisieren, die Reichweite der Angebote zu erhöhen, neue Formate zu entwicklen und innovative Themenfelder zu besetzen. Im Rahmen dieser Zusammenführung wurden alle bisherigen Bildungsaktivitäten ausgewertet: dazu gehörten Aktivitäten mit Frauen, an Schulen, an Hochschulen und mit Älteren Menschen. Ziel des vorliegenden Berichts ist eine kritische Reflexion der bisherigen Aktivitäten und daraus resultierenden Schlussfolgerungen:

Strukturen: Zielgruppenorientierung, begleitende Strukturen und neue Angebotsformen

Qualitätssicherung: Etablierung von Qualitätssicherungsmechanismen auf den unterschiedlichen Ebenen

Ehrenamtliches Engagement: Zusammenspiel von Freiwilligkeit und strukturierter Bildungsarbeit

Materialentwicklung: Entwicklung professioneller Materialien für unterschiedlichste Kontexte

Kooperationen: Einbindung von Partnern in die konzeptionelle Arbeit und langfrsitige Zusammenarbeit

Inhaltliche Schlussfolgerungen: Möglichkeiten der Partizipation, Themen, Wiki-Kommunikation

Die gewonnen Ergebnisse sind eine selbstkritische Bilanzierung von Stärken und Schwächen der bisherigen Arbeit. Damit bildet der Bericht die Basis für Entscheidungen in Organisationsentwicklungsprozessen und dient der Weiterentwicklung der Bildungsarbeit von Wikimedia Deutschland. Wir danken allen, die an diesem Bericht mitgewirkt haben!

Und hier geht’s zum Bericht. Rückfragen und Anmerkungen gerne an uns per E-Mail.

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Die Tool-Umgebung von Wikidata

Der folgende Beitrag ist ein Gastbeitrag von Magnus Manske, aktiver Toolentwickler rund um Wikidata und Autor der Software aus der später MediaWiki wurde.

Wikidata ist das jüngste Kind der Wikimedia-Familie und dient hauptsächlich als „Commons für Faktoide“, also als zentrales Archiv für die Schlüsseldaten der Wikipedia-Themen sowie für die Links zwischen den zahlreichen Sprachausgaben. Derzeitig umfasst Wikidata schon über 10 Mio. Items, mehr als jede Sprachausgabe von Wikipedia (momentan existieren 4,2 Mio. Einträge in der enlischsprachigen Wikipedia). Und obwohl Wikidata – genau wie Commons auch – hauptsächlich der Unterstützung von Wikipedia und ihren Schwesterprojekten dient, bietet es einen wesentlichen Mehrwert: Wikidata stellt maschinenlesbare, vernetzte Daten über Millionen von Themen in vielen Sprachen über eine Standard-Schnittstelle (API) bereit.

Von den bescheidenen Anfängen der Erforschung künstlicher Intelligenz über heutige Anwendungen wie Google Knowledge Graph und Wolfram Alpha bis hin zu zukünftigen Systemen wie „intelligenten“ User Agents oder (wer weiß?) der Singularität – ein derart strukturierter Datenbestand gilt schon lange als der „Heilige Gral“ der Computerwissenschaft.

Der Umfang einer solchen Datensammlung kann allerdings beängstigend sein. Während einige Unternehmen über genügend Mittel verfügen, um derartige Projekte zu finanzieren, haben andere Gruppen (wie etwa DBpedia) versucht, sich die in Wikipedia gespeicherten und frei zugänglichen Daten zunutze zu machen. Aber Wikidatas Mix aus Bearbeitungen von Menschen und Bots sorgt zusammen mit dem umfangreichen Wissensbestand von Wikipedia und einer Reihe innovativer Funktionen, wie z. B. mehrere Eigenschaftstypen, Quellenanmerkung und Qualifizierern, für einen Qualitätssprung im „Web of Knowledge“. Und mittlerweile gibt es einige Tools, die sich dieser Funktionen bedienen und das Potenzial des Web of „Knowledge“ erschließen. Eine relativ vollständige Liste dieser Tools gibt es hier.

Das Prinzip von Wikidata


Stammbaum von Johann Seabastian Bach

Für ein sehr anschauliches Beispiel für solch ein Tool schau dir Mozart an. Das Tool ermöglicht nicht nur eine bloße Erfassung und Darstellung der Daten, sondern es „versteht“, dass dieses Item eine Person ist, und fragt zusätzliche, personenspezifische Items wie etwa Verwandte ab. Darüber hinaus zeigt es personenspezifische Informationen, wie z. B. Normdaten, die sich nicht auf andere Items beziehen. Mozarts Kompositionen werden aufgelistet und können auf der Seite wiedergegeben werden, wenn sie als Datei in Commons vorliegen. Bis zu einem gewissen Grad können auch die Sprachinformationen in Wikidata genutzt werden, sodass dieselbe Seite (größtenteils) auf Deutsch aufgerufen werden kann.

Anstatt nur nach den direkten Verwandten zu suchen, kann ein Tool auch eine „Kette“ von bestimmten Eigenschaften zwischen Items verfolgen und einen „Item-Cluster“ – wie etwa einen Stammbaum (hübscher und umfangreicher Stammbaum von Mozart) – erzeugen. Der Stammbaum um John F. Kennedy herum enthält mehr als 10.000 Menschen. Auf ähnliche Weise kann ein Tool taxonomische Verbindungen zwischen Arten bis hin zu den Ursprüngen verfolgen und daraus einen vollständigen Lebensbaum (Achtung: riesige Seite!) erzeugen.

Diese Tools zeigen, dass Wikidata, obwohl es noch in den Kinderschuhen steckt, mit einem recht mäßigen Programmierungsaufwand komplexe Ergebnisse erzeugen kann. Eine futuristischere Demonstration der Möglichkeiten bietet das sprechende Wiri (Google Chrome empfohlen).

Dieses Item bearbeiten

Diejenigen, die bereits freiwillig an Wikimedia-Projekten mitgewirkt haben, wird es nicht überraschen, dass auch für Wikidata immer mehr Tools zum Editieren zur Verfügung stehen. Einige dieser Tools verfügen über eine Doppelfunktion zur Abfrage von Wikidata und Anzeige der Ergebnisse einerseits, und zum Aufzeigen noch ausstehender „To-dos“ andererseits. Bei einem Blick auf die Aufteilung der Genres von Fernsehserien auf Wikidata wird schnell erkennbar, dass weit mehr als die Hälfte überhaupt keinem Gerne zugewiesen ist. (Tipp: Klicke in dem Tortendiagramm auf ein Tortenstück, um die zugehörigen Items anzuzeigen. Kannst du Lost irgendeinem Genre zuordnen?).

Bei der Bearbeitung in Wikidata wird ein Item normalerweise durch Suche nach seinem Namen verlinkt. Schlechte Karten hat man aber, wenn man nach „John Taylor“ sucht, denn im Moment gibt es 52 Items mit dem Namen, aber ohne verwertbaren Beschreibungen dazu. Will man alle Items finden, die dasselbe Label verwenden, hilft der Terminator weiter. Dieses Tool stellt außerdem eine täglich aktualisierte Liste mit Items bereit, die denselben Titel, aber keine Beschreibung aufweisen.

Auf ähnliche Weise lassen sich Items nach Wikipedia-Kategorie suchen. Wer einen komplexeren Filter benötigt, sein eigenes Tool schreiben möchte oder nach einer Lösung zur Arbeitserleichterung sucht, kann ein Tool verwenden, das zum Beispiel Opern ohne Librettist findet (zur Änderung der Anfrage muss allerdings die URL bearbeitet werden).

Zusätzlich existieren viele Tools auf JavaScript-Basis, mit denen direkt in Wikidata gearbeitet werden kann. Ob man nun alle Sprachlinks oder die komplette Taxonomie aller Arten mit einem einzelnen Klick importieren, das gegenwärtige Item als weibliche Fußballspielerin aus Bosnien festlegen oder Eigenschaften eines Items auf alle Items in derselben Wikipedia-Kategorie übertragen möchte – für all diese Aufgaben stehen Tools zur Verfügung.

Und das ist erst der Anfang

Während die meisten dieser Tools zwar kaum mehr als Demos sind oder hauptsächlich Wikidata und seinen Editoren dienen, zeigen sie doch das außerordentliche Potenzial dieses Projekts. Es kann sein, dass auf Wikidata nicht sehr viel über den Erzherzog Ernst von Österreich zu erfahren ist, aber immerhin mehr als unter dem Eintrag in der englischsprachigen Wikipedia über ihn (der nämlich nicht existiert). Vielleicht reichen die Informationen aber aus, um einen Stub-Artikel zu schreiben. Und je mehr Daten hinzugefügt werden, je mehr Datentypen (Datum, Ort usw.) bereitgestellt werden und je effektiver sind die Möglichkeiten zur Abfrage von Wikidata, bin ich mir sicher, dass in naher Zukunft etliche und viel erstaunlichere Tools geschrieben werden – es sei denn, die Singularität schreibt sie für uns.

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The Wikidata tool ecosystem

(Die deutsche Version dieses Artikels ist hier.)

The following is a guest post by Magnus Manske, active tool developer around Wikidata and author of the software that later evolved into MediaWiki.

Wikidata is the youngest child of the Wikimedia family. Its main purpose is to serve as a „Commons for factoids“, a central repository for key data about the topics on, and links between, the hundreds of language editions of Wikipedia. At time of writing, Wikidata already contains about 10 million items, more than any edition of Wikipedia (English Wikipedia currently has 4.2 million entries). But while, as with Commons, its central purpose is to serve Wikipedia and its sister projects, Wikidata has significant value beyond that; namely, it offers machine-readable, interlinked data about millions of topics in many languages via a standardized interface (API).

Such a structured data repository has long been a „holy grail“ in computer science, since the humble beginnings of research into artificial intelligence, to current applications like Google’s Knowledge Graph and Wolfram Alpha, and towards future systems like „intelligent“ user agents or (who knows?) the Singularity.

The scale of any such data collection is a daunting one, and while some companies can afford to pour money into it, other groups, such as DBpedia, have tried to harvest the free-form data stored in Wikipedia. However, Wikidata’s mixture of human and bot editing, the knowledge of Wikipedia as a resource, and evolving features such as multiple property types, source annotation, and qualifiers add a new quality to the web of knowledge, and several tools have already sprung up to take advantage of these, and to demonstrate its potential. A fairly complete list is available.

Views on Wikidata


Family tree of Johann Seabastian Bach

For a straight-forward example of such a tool, have a look at Mozart. This tool does not merely pull and display data about an item; it „understands“ that this item is a person, and queries additional, person-specific items, such as relatives. It also shows person-specific information that does not refer to other items, such as Authority Control data. Mozart’s compositions are listed, and can be played right on the page, if a file exists on Commons. To a degree, it can also use the language information in Wikidata, so you can request the same page in German (mostly).

Instead of looking only for direct relatives, a tool can also follow a „chain“ of certain properties between items, and retrieve an „item cluster“, such as a genealogical tree (pretty and heavy-duty tree for Mozart). The Wikidata family tree around John F. Kennedy contains over 10.000 people at time of writing. In similar fashion, a tool can follow taxonomic connections between species up to their taxonomic roots, and generate an entire tree of life (warning: huge page!).

These tools demonstrate that even in its early stages, Wikidata allows to generate complex results with a fairly moderate amount of programming involved. For a more futuristic demo, talk to Wiri (Google Chrome recommended).

Edit this item

Unsurprisingly to anyone who has volunteered on Wikimedia projects before, tools to help with editing are also emerging. Some have the dual function of interrogating Wikidata and displaying results, while at the same time informing about „things to do“. If you look at the genre of television series on Wikidata, you will notice that over half of them have no genre assigned. (Hint: Click on the „piece of pie“ in the pie chart to see the items. Can you assign a genre to Lost?).

When editing Wikidata, one usually links to an item by looking for its name. Bad luck if you look for „John Taylor“, for there are currently 52 items with that name but no discerning description. If you want to find all items that use the same term, try the Terminator; it also has (daily updated) lists with items that have the same title but no description.

Similarly, you can look for items by Wikipedia category. If you want some more complex filter, or want to write your own tool and look for something to ease your workload, there is a tool that can find, say, Operas without a librettist (you will need to edit the URL to change the query, though).

There are also many JavaScript-based tools that work directly on Wikidata. A single click to import all language links or species taxonomy from Wikipedia, find authority control data, declare the current item to be a female football player from Bosnia, or apply the properties of the current item to all items in the same Wikipedia category — tools for all of these exist.

This is only the beginning

While most of these tools are little more than demos, or primarily serve Wikidata and its editors, they nicely showcase the potential of the project. There might not be much you can learn about Archduke Ernest of Austria from Wikidata, but it is more than you would get on English Wikipedia (no article). It might be enough information to write a stub article. And with more statements being added, more property types (dates, locations) emerging, and more powerful ways to query Wikidata, I am certain we will see many, and even more amazing tools being written in the near future. Unless the Singularity writes them for us.

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Monatsbericht April 2013

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Zur Bundestagswahl: Faktencheck mit ZDF und Phoenix

Wikimedia Deutschland unterstützt den bald startenden Online-Faktencheck der Sender ZDF und Phoenix zur Bundestagswahl. Wikipedianer werden über WMDE angesprochen, sich aktiv am Faktencheck zu beteiligen. Dafür stellt WMDE einen Wikipedian in Residence als Botschafter zwischen dem Vorhaben der Sender und der Community ein. Das Projekt ist ein erster Schritt hin zu freien Inhalten von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Bis jemals eine CC-BY-SA-lizenzierte Tagesschau über die Bildschirme flimmern wird, werden vorraussichtlich noch viele Initiativen nötig sein; kein Grund jedoch, nicht schon im Kleinen anzufangen. Das dem Faktencheck zugrunde liegende Arbeitsprinzip übernimmt die erprobten Redaktionsanweisungen aus einem bekannten Enzyklopädieprojekt: Jeder kann mitmachen, Aussagen sind neutral und belegt und die Versionsgeschichte ist stets nachvollziehbar. Die für diese Webseite des ZDF erstellten Inhalte werden unter einer freien Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, jede(r) kann damit diese Inhalte weiternutzen.

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Wikimedia:Woche 18/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

= Wikimedia:Woche (18/2013) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

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Tätigkeitsbericht: Was haben wir 2012 erreicht?

Das lässt sich jetzt nachlesen in unserem gerade erschienen Bericht für 2012. Wie jedes Jahr legen wir mit dem Tätigkeitsbericht Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ab. Der Jahresbericht informiert über die wichtigsten Projekte und Zahlen in 2012 sowie die vielfältigen Aufgaben von Wikimedia Deutschland, und ist eine der wichtigsten Informationsquellen für unsere Mitglieder, Spender, die Communitys – und natürlich das Finanzamt. In diesem Jahr haben wir neben der gedruckten Version nicht nur eine PDF-Datei online gestellt, sondern zum ersten Mal auch eine Wiki-Version. In den letzten Jahren haben wir viel über die Leistung der Community, die internationale Bewegung  und unsere einzelnen Projekte berichtet und damit ein umfangreiches Werk mit viel Hintergrundinformationen zum Verein und den Projekten geliefert. Für Viele zu detailliert, zu lang und zu umfangreich.

In der jetzt vorliegenden Ausgabe des Tätigkeitsberichts 2012 haben wir auf detaillierte Projekt- und Maßnahmenbeschreibungen weitgehend verzichtet und damit auch erfreulicherweise den Umfang reduziert. Das macht den neuen Tätigkeitsbericht lesefreundlicher und setzt ganz klar einen Fokus auf den Finanzteil. Durch Monatsberichte der Geschäftsstelle, aber auch die Wikimedia:Woche und  den neu eingeführten Quartalsbericht garantieren wir darüber hinaus eine kontinuierliche Berichterstattung unterjährig und informieren über einzelne Projekte und Maßnahmen. Und nicht zuletzt dient auch der Vorstandsbericht im Rahmen der Mitgliederversammlung dazu, Einblicke in das große Ganze zu geben.

Wir werden in diesem Jahr in Ergänzung dazu an einer separaten Darstellung des Vereins und der Wikimedia-Bewegung arbeiten und im Rahmen eines Relaunch unserer Webseite auch eine Broschüre über uns und unsere Arbeit veröffentlichen.

Im Tätigkeitsbericht 2012 ist der Finanzteil wesentlich detaillierter dargestellt – und damit hoffentlich auch verständlicher und nachvollziehbarer. Der Bericht bietet eine Zusammenfassung unsere Strategie, der Tätigkeiten und berichtet über Ziele, die wir erreicht haben oder noch erreichen wollen. Ein Blick auf 2013 rundet das Bild ab und zeigt unsere Ziele für das laufende Jahr. Der Tätigkeitsbericht kann übrigens auch als gedruckte Version bei uns bestellt werden: Einfach eine email an press-de@wikimedia.de schicken.

Wir sind gut aufgestellt, um uns zuverlässig für Freies Wissen einzusetzen und ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns dabei unterstützen.

 

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#OERde13 – OER-Konferenz 2013 – Call For Participation gestartet!

Die OER-Konferenz 2013 von Wikimedia Deutschland wird deutschsprachige Akteure rund um das Thema Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsmaterialien, zusammenbringen.  Sie setzt sich zusammen aus Fachkonferenz und Barcamp und bietet den Teilnehmenden eine großartige Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen. Partner sind die Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Creative Commons Deutschland und das Collaboratory. Außerdem unterstützen viele OER-Plattformen die Konferenz. Dafür sagen wir schon jetzt: Danke!

Heute hat der Call for Participation begonnen! Bis zum 23.6.2013 sind  nun Einreichungen möglich und erwünscht!  Wir möchten Sie daher herzlich dazu einladen, sich am Call for Participation zu beteiligen und Ihre Themen und Projekte aus dem Themenfeld „Freie Bildungsmaterialien für Deutschland“ einzureichen.

Die Themen für die Einreichung sind:

  • OER in Gesellschaft und Politik
  • OER in anderen Ländern
  • OER in Praxis, Projekten und Forschung
  • OER – Anleitungen, Tipps & Tricks
  • OER – Qualität und Zugänglichkeit
  • OER – Finanzierung und Rahmenbedingungen

Einen besonderen Fokus legen wir dabei auf die Bedeutung von OER für den deutschsprachigen Bildungsbereich, Qualitätssicherung und Finanzierungsmodelle.

Ausführlicheres zu den Themen und Hinweise zur Einreichung finden Sie hier:

http://wikimedia.de/wiki/OERde13

 

Und alles nochmal in Kurz:

Call for Participation – OER- Konferenz 2013 – Freie Bildungsmaterialien für Deutschland
14.-15.9.2013| Berlin

Website: http://wikimedia.de/wiki/OERde13
Hinweise zur Einreichung und Anmeldeformular (ebenda)

 

Mehr Infos?

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Die 1000 Perspektiven der „Education Program leader“: Bericht vom Bildungsworkshop in Mailand

Dies ist ein Gastbeitrag von Tim Moritz Hector, der am Bildungsworkshop in Mailand teilgenommen hat. Vielen Dank, Tim!

Mit dem Ziel, eine globale Vernetzung unter allen Wikimedia-Gruppen herzustellen, die sich mit Wikipedia im Bildungsbereich beschäftigen, lockte uns der groß angelegte Education Program Leaders Workshop im Vorfeld der Wikimedia Conference nach Mailand. So fanden Cornelia Trefflich und ich – im Auftrag von Wikimedia Deutschland – unseren Weg nach Milano um daran teilzunehmen und uns zu vernetzen. Der Plan war, eine weltweite Community von Projektleitern und -gruppen aufzubauen, um untereinander Erfahrungen und Wissen im Aufbau und in der Durchführung von Projekten im Bildungsbereich austauschen zu können.

By Ezalvarenga, CC-BY-3.0 via Wikimedia Commons

Die Agenda war anspruchsvoll und vollgepackt und dementsprechend hoch auch die Erwartungen an den Workshop, sollte er doch über Erfahrungen, den Austausch über neue Wege und die Nutzbarmachung für andere Chapter gesprochen werden. Denkbar waren zum Beispiel die Einrichtung eines Newsletters oder sogar gezieltes Chapter-to-Chapter-Coaching. Im Anschluss daran sollte sich das Nachmittagsprogramm den Zielen, dem Erfolg und dessen Messung widmen. 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dieser Einladung gefolgt.

Unterschiedliche Phasen und Stadien…

Schon eingangs, trotz der – streng mit dem Eggtimer gestoppten – fünfminütigen Präsentationsrunden wurde schnell offensichtlich, dass jedes teilnehmende Chapter sich in einer völlig anderen (Entwicklungs-)Phase seiner Bildungsbestrebungen befindet. Das war auch das erste Zwischenfazit: Unheimlich viele Perspektiven treffen hier aufeinander, einziger gemeinsamer Nenner: Alles hat irgendwie mit Wikipedia und Bildung zu tun, die Erwartungen der Involvierten an den Workshop und an die Zielgruppen sind jedoch völlig verschieden. Besonders stark unterscheiden sich die Perspektiven der jeweils Beteiligten: Ergebnisse, die die Wikimedia Foundation oder ein Chapter von einem Projekt erwartet, decken sich längst nicht immer mit denen, die die beteiligten Projektteilnehmenden, Lehrenden oder Studierenden sich erhoffen. Prinzipiell müssen wir berücksichtigen, dass es auch Bildungsprogramme vollkommen ohne Beteiligung eines Chapters geben kann.

Klar wurde in der Vorstellungsrunde jedoch, dass wir, Wikimedia Deutschland, eines der erfahrensten Chapter im Bildungsbereich sind. Nach der Vorstellungsrunde war Thema, wie die gegenseitige Unterstützung der Chapter und die der Wikimedia Foundation aussehen kann. Durch die sehr unterschiedlichen Stadien, in denen sich die Programme aber derzeit befinden, und auch durch die unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten, ist eine Vergleichbarkeit und ein Austausch eine große Herausforderung. Die Wikimedia Foundation wird künftig ihre Rolle auch etwas anders definieren, mit den Chaptern auf Augenhöhe agieren und stärker als „Partner“ fungieren.

Als Wege der Zusammenarbeit wurden unter anderem ein Newsletter und eine recht neue Mailingliste vorgestellt. Personell haben wir eine Überschneidung von Engagierten in den GLAM-Projekten und in den Bildungsprojekten festgestellt und für sehr fruchtbar befunden.

…unterschiedliche Zielgruppen…

In der Mittagspause ergab sich zunächst ein interessantes Gespräch mit Rod Dunican, (Global Education Program Director bei der Wikimedia Foundation) von der Wikimedia Foundation, der auch den Workshop moderierte. Er bestärkte nochmal unsere Annahme, dass demografische Kriterien häufig nicht ausreichen, um eine Zielgruppe von einzelnen Aktivitäten oder Programmen zu definieren; vielmehr konfrontierte er uns mit der Frage nach dem Prototypen eines Wiki(p/m)edianers, den es anzusprechen gelte. Im Gespräch mit anderen Teilnehmenden stellte sich zunehmend heraus, dass nur wenige Chapter überhaupt in Erwägung gezogen hatten, mit Älteren zu arbeiten und neben uns, dem polnischen und dem schweizerischen Chapter alle diesen Ansatz wieder verworfen hatten.

…und unterschiedliche Ziele:

By Ezalvarenga CC-BY-3.0 via Wikimedia Commons

Nach dem Mittagessen war dann die Hauptfrage, welche Ziele die einzelnen Gruppen mit ihren Programmen verfolgten und wie sich die jeweiligen Erfolge in der Umsetzung dieser messbar machen lässt. Wir waren höchst überrascht von der Vielzahl der Ziele: Nicht nur die Autorengewinnung oder die Steigerung von Diversität, sondern auch die Aufklärung über Wikipedia und ganz unterschiedliche Herangehensweisen wurden genannt. Deutlich unterschieden werden musste dabei zwischen dem reinen Gewinnen von „Inhalten“, ggf. über den Umweg der Autorengewinnung, und unserem Ansatz, dem Gewinnen von „Mitmachern“ in jeder Hinsicht. Für erstere Zielsetzung wurde von der WMF eine neue Extension geschaffen, die für KursleiterInnen und TeilnehmerInnen eine standardisierte Umgebung bietet. Um den erzielten Erfolg abzuschätzen, lassen sich mit der Extension einfache quanitiative Maße ausgeben (wie die erzeugte Textmenge), die von den Kursen um ein qualitatives Peer-Review ergänzt werden sollen.

Es bleiben gemeinsame zentrale Fragen

Eine der zentralen Fragen war schließlich: Können wir überhaupt irgendjemandem beibringen „Wiki(p/m)edianer“ zu werden, oder können wir lediglich die Fähigkeiten, die es dazu braucht, unterrichten? Wie müssen wir auch unsere quantitativen Ansprüche an einen Workshop definieren, wenn wir von Letzterem ausgehen? Und letztlich führte uns das zu der grundlegenden Überlegung, ob überhaupt alle Aktivitäten tatsächlich im Kontext von „Education“ oder ob nicht manche viel mehr im Kontext von „Community outreach“ zu sehen sind: Hier sollte die Verzahnung nach Ansicht der Teilnehmenden noch verstärkt werden.

Zum Abschluss wurde ein neues Treffen auf der Wikimania in Hong Kong vereinbart. Der Workshop hat uns den Blick für unterschiedliche Perspektiven und Rollen geschärft, die Wikimedia Foundation noch stärker als Austauschpartner in den Fokus gerückt und uns zudem einen Blick auf die großen, langfristigen Fragen in der Entwicklung der Bildungsprorgramme werfen lassen, der zukünftig in die Planungen des Bereichs Bildung und Wissen einfließen kann.

 

Im Blog der Wikimedia Foundation ist ebenfalls ein Rückblick auf den Workshop erschienen: Education program leaders gather to share experiences. Ansprechpartnerinnen bei uns sind Cornelia Trefflich und Elly Köpf

 

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