Anja Jentzsch joins the Wikidata team

(Die deutsche Version dieses Eintrags ist hier.)

The Wikidata team has a new member. We’re thrilled to have Anja Jentzsch join the team as a software engineer. She will focus on quality assurance and the deployment process. This means she will will focus the team on quality and help with everything that is needed to get Wikidata up and running.

Anja, what brought you to Wikidata?

Having worked on DBpedia and the Web of Data since 2008, I am very interested in Wikidata as the new structured data hub on the Web. In 2011 I attended the Wikimedia Data Summit to discuss (together with the Wikimedia Foundation, Freebase and possible sponsors) the possibility of a data wiki for Wikipedia. This later lead to Wikidata. The last project I was working on ended and I am more than excited to join the Wikidata team.

You’re also active in DBpedia. Can you tell us a bit about that?

DBpedia is the Linked Data version of Wikipedia and was one of the first data sets on the Web of Data. It is being published since 2008 by Freie Universität Berlin and Universität Leipzig in cooperation with OpenLink Software. What it basically does is take information out of the Wikipedia articles and publishes it as structured data for third parties to work with. By now there is a huge coverage of mappings from Wikipedia templates to the DBpedia ontology for 24 Wikipedias.

(For more information about the relation between DBpedia and Wikidata see these notes.)

What will be your task in the Wikidata project?

I am one of the software developers and am mainly responsible for quality assurance and release management. So my main tasks will be to improve the overall test coverage and process as well as pushing the three Wikidata deployment phases forward.

What are you looking forward to most for when Wikidata is finished?

I am looking forward to the reception of Wikidata amongst Wikipedia editors. I am excited about all the data-driven projects and tools that will be possible. But I am even more excited about the possibilities of improving the editing process and data consumption in Wikipedia.

Welcome, Anja!

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Anja Jentzsch kommt zum Wikidata Team

Das Wikidata Team hat ein neues Mitglied. Wir freuen uns riesig, dass Anja Jentzsch das Team als Software Entwicklerin unterstützt. Sie wird sich auf Qualitätssicherung und die Inbetriebnahme von Wikidata konzentrieren. Das heißt sie wird die Aufmerksamkeit des Teams auf Qualität lenken und wird mit allem helfen das nötig ist um Wikidata aufzusetzen und zum Laufen zu bringen.

Anja, was bringt dich zu Wikidata?

Da ich seit 2008 an DBpedia und dem Web of Data arbeite, bin ich natürlich sehr an Wikidata interessiert als neues Drehkreuz für strukturierte Daten im Netz. 2011 habe ich am Wikimedia Data Summit teilgenommen um (zusammen mit der Wikimedia Foundation, Freebase und potenziellen Sponsoren) die Möglichkeit eines Datenwikis für Wikipedia zu diskutieren. Dies führte später zu Wikidata. Da mein letztes Projekt endete bin ich begeistert jetzt Teil des Wikidata Teams zu sein.

Du bist auch bei DBpedia aktiv. Kannst du uns ein wenig mehr dazu erzählen?

DBpedia ist die Linked Data Version von Wikipedia und war eines der ersten Datensätze im Web of Data. Es wird seit 2008 von der Freien Universität Berlin und der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit OpenLink Software veröffentlicht. Was es macht, ist im Prinzip Informationen aus Wikipedia Artikeln ziehen und diese als strukturierte Daten für Dritte zur Nutzung zu veröffentlichen. Mittlerweile ist die Abdeckung sehr gut mit einer Zuordnung von Wikipedia Vorlagen zur DBpedias Ontologie für 24 Wikipedien.

(Mehr Informationen zur Beziehung von DBpedia und Wikidata gibt es hier.)

Was ist deine Aufgabe im Wikidata Projekt?

Ich bin eine der Software Entwicklerinnen und hauptsächlich verantwortlich für Qualitätssicherung und Releasemanagement. Meine Hauptaufgabe wird es also sein, die Testabdeckung und -prozesse zu verbessern und die drei Wikidata Veröffentlichungsphasen voranzutreiben.

Worauf freust du dich am meisten wenn Wikidata fertig ist?

Ich freue mich darauf zu sehen wie Wikidata von den Wikipedianern angenommen wird. Ich bin begeistert von den datenbasierten Projekten und Werkzeugen die dann möglich sein werden. Aber ich freue mich noch mehr über all die Möglichkeiten wie das Editieren und die Datennutzung in Wikipedia verbessert werden können.

Willkommen, Anja!

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Föderalismus ist, wenn es sechzehnmal mehr Gelegenheiten gibt, etwas richtig zu machen

Die Larmoyanz unter deutschen Netzaktivisten ist derzeit unüberhörbar. Nichts gehe so richtig voran, weil im Bund eine Koalition regiert, die sich aufgrund geteilter Verantwortlichkeiten und ordnungspolitischer Differenzen gegenseitig blockiere. Und wenn etwas passiere, dann seien dies grundsätzlich Schritte in die falsche Richtung. Die Aufreger des Sommers waren das ungeliebte Leistungsschutzrecht für Presseverleger, der anhaltende Streit um die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung sowie das handstreichartig beschlossene Meldegesetz, das die kommerzielle Verwendung personenbezogener Daten erleichtert. Wer jammern will, der wird es nicht schwer haben, dieses Jammern zu begründen.

Wer „mit der Gesamtsituation unzufrieden“ ist, neigt aber mitunter dazu, die vielen kleinen und etwas größeren Fortschritte zu übersehen, die quer durch die Republik stattfinden und durch ihre Wirkung und Vorbildfunktion über die jeweiligen Landesgrenzen hinaus mithelfen, Zugang und Verbreitung von Daten, Informationen und Wissen zu befördern. Wir stellen drei unterschiedlich fortgeschrittene Projekte aus drei Bundesländern vor:

  • Die schwarz-rot, bzw. rot geführten Bundesländer Berlin und Hamburg bemühen sich gemeinsam über eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Telemediengesetzes mit dem Ziel, den rechtssicheren Betrieb von WLAN-Hotspots, z.B. für Cafébetreiber zu ermöglichen. Es finden bereits Diskussionen darüber statt, ob der gewählte Weg ausreichend ist, dieses – einhellig begrüßte – Ziel zu erreichen.
  • Die neu-, bzw. wiedergewählte Landesregierung in Nordrhein-Westfalen arbeitet auf der Grundlage eines Koalitionsvertrages, der sich mehrfach positiv zu Open Data und Open Government ausspricht. Die Fraktionen von SPD und Grünen in NRW haben nun in einem Entschließungsantrag (Drucksache 16/811 vom 4. September 2012) erste etwas konkretere Vorschläge gemacht, wie der Weg zu einer offenen Form des Regierungshandels beschritten werden soll.
  • Wie mächtig die landespolitische Initiative sein kann, zeigt der Erfolg von Hamburger Bürgern und Vereinen, sich auf dem Wege der Volksgesetzgebung für ein Transparenzgesetz stark zu machen. Diese Initiative wurde vom Parlament übernommen und mit den Stimmen aller Fraktionen entstand nun das HmbTG, des Hamburgischen Transparenzgesetzes (Inkraftreten ist am 6. Oktober 2012 mit einer zweijährigen Übergangsphase). Das Transparenzgesetz ist der bisher weitreichendste Hebel, Vorgänge in der öffentlichen Verwaltung und Daseinsvorsorge öffentlich zu machen und kann als Blaupause für andere Bundesländer oder die Bundesebene gelten. Wikimedia Deutschland ist darum auch stolzer Gastgeber für das erste Vernetzungstreffen der Berliner Zivilgesellschaft für die Arbeit an einem Transparenzgesetz für die Hauptstadt.

Diese Liste ist selbstverständlich unvollständig. Wir, der Bereich Politik und Gesellschaft, freuen uns über alle sachdienlichen Hinweise auf laufende Gesetzgebungsverfahren und andere Initiativen in den Bundesländern, die Möglichkeiten zur Partizipation, Erstellung und Verbreitung von Inhalten zu mehren. Schreibt uns bitte oder kommentiert.

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WikiCon – Ein Kompliment

Es gibt bequemere Freizeitbeschäftigungen, als sich monatelang der Vorbereitung und Durchführung einer dreitägigen Konferenz für über 200 Gäste zu widmen. Die ehrenamtlichen Organisatoren der WikiConvention 2012 haben es trotzdem gemacht. Es lässt sich nicht oft genug betonen, wie dankenswert ihre Mühen sind. Jeder kann sich ausmalen, wie viel Stress im Vorfeld aufkommt, dann noch mehr auf der Zielgeraden, nicht zu vergessen, dass die Teilnehmer am besten gar nichts von all dem merken sollen. Bei Wikimedia Deutschland organisieren wir regelmäßig Veranstaltungen, und dem Team der Freiwilligen bei der WikiConvention kann ich, auch im Namen aller Mitarbeiter, nur ein großes Kompliment aussprechen!

Gerade Wikipedia steht nun eigentlich für das Prinzip, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Darum geht es beim gemeinsamen Arbeiten. Da aber auch in der Wikipedia hin und wieder einzelne Autoren mit hervorgehobenem Dank bedacht werden, tue ich das an dieser Stelle einfach einmal mit Manuel Schneider aus dem Organisationsteam. Wie schon beschrieben haben alle freiwilligen Helfer bei den Gästen fantastischen Eindruck hinterlassen. Manuel sagte als Ideengeber für eine WikiConvention in Dornbirn nicht nur mutig, dass er die gute Erfahrung der ersten WikiCon in Nürnberg weiterführen möchte, er hat das Projekt mit großer Überzeugung dann auch tatsächlich vorangetrieben. Und Danke auch für die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern in der Geschäftsstelle – jederzeit wieder!

Vielen Dank Manuel und vielen Dank an alle Helfer für eine tolle Veranstaltung! Wikimedia Deutschland steht selbstverständlich gerne für Unterstützung einer WikiCon 2013 zur Verfügung.

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Monatsbericht August 2012

Am Wochenende zum Monatswechsel fand die WikiConvention 2012 in Dornbirn statt. Hier gesammelte Blogberichte dazu. Wikimedia Deutschland war mit Mitarbeitern vor Ort. Näheres darüber wird im kommenden Monatsbericht ausgeführt.

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Leistungsschutzrecht vom Kabinett beschlossen

Das Sommerloch im politischen Berlin wurde unter anderem durch die anhaltenden Querelen um das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverleger überbrückt. Nachdem der zweite Entwurf die gewerbliche Nutzung von Text-Snippets durch Suchmaschinen gebührenpflichtig machen wollte, schließt der dritte, vom Bundeskabinett am 29. August verabschiedete Entwurf auch News-Aggregatoren ein. Für Wikipedia ist – entgegen der begründeten Sorge, die man angesichts der frühen, teils abenteuerlichen Planspiele haben musste – kein direkter Schaden mehr zu befürchten, außer der möglichen Verknappung von journalistischen Referenzquellen. Laut Begründungsteil des Gesetzesentwurfs “werden Dienste nicht erfasst, die die verlegerische Leistung auf andere Weise nutzen, z. B. indem sie dem Internet-Nutzer aufgrund eigener Wertung eine Auswahl von Presseerzeugnissen anzeigen.” Dessen ungeachtet ist das ganze Vorhaben weiterhin ordnungspolitisch äußerst fragwürdig und wird, wenn es denn so Gesetz wird, vermutlich zu jahrelanger Rechtsunsicherheit führen.

Verwaiste Werke: Stellungnahme und Q+A

Verwaiste Werke sind Werke, deren Urheber und Rechteinhaber nicht gefragt werden können, ob und unter welchen Bedingungen sie mit der Nutzung ihrer Werke einverstanden sind, da sie entweder nicht ermittelbar oder nicht auffindbar sind. Bei Werken mit vielen Mit-Urhebern, wie zum Beispiel Filmen, ist die Situation besonders kompliziert. Vor einigen Monaten entstand auf europäischer Ebene deshalb ein neuer Vorschlag für eine zukünftige “Richtlinie über die zulässige Nutzung verwaister Werke”. Im Juli 2012 schickte das Bundesministerium der Justiz (BMJ) an seinen Verteiler der am Urheberrecht interessierten Kreise eine Aufforderung zur Stellungnahme über vier konkrete Fragen zur Umsetzung einer solchen Richtlinie in nationales Recht. Die vollständige Antwort von Wikimedia Deutschland haben wir online gestellt. Als Ergänzung haben wir ein Positionspapier und ein Q+A zu diesem etwas sperrigen Thema erarbeitet, die beide demnächst auf die Webseite gestellt werden.

Konferenz “Zugang gestalten” nimmt Form an

Das Dilemma der digitalen Verfügbarmachung kulturellen Erbes beschreibt Paul Klimpel so: “Im Alltag von Museen, Archiven und anderen Gedächtnisinstitutionen wird häufig bereits auf die Nutzung von Werken verzichtet, wenn die Recherche der Rechteinhaber zwar möglich wäre, aber befürchtet wird, dies sei mit größerem Aufwand verbunden.” Die von ihm initiierte Konferenz “Zugang gestalten”, unter anderem in Kooperation mit WMDE, Open Knowledge Foundation und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, soll am 22. und 23. Oktober 2012 im Jüdischen Museum in Berlin die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten beim Zugang zum kulturellen Erbe aufzeigen. Weitere Infos dazu demnächst im Blog.

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GLAM & QRpedia im Museum für Hamburgische Geschichte

Ein Gastbeitrag von Peter Weis zum Workshop im Museum für Hamburgische Geschichte im August 2012, gefördert von Wikimedia Deutschland.

Bereits Ende 2010 begannen die ersten Gespräche mit dem Museum für Hamburgische Geschichte ob einer möglichen GLAM-Kooperation zusammen mit der örtlichen Community und dem Museum.
Wenn von GLAM-Kooperationen (Galleries, Libraries, Archives and Museums) die Rede ist, ist die Zusammenarbeit von kulturellen Gedächtnisinstitutionen und Wikimedianern gemeint. Viele der freiwilligen Autoren haben berufliche oder private Verbindungen zu Institutionen und nutzen diese bereits seit langer Zeit um etwa die eigene Artikel- oder Bilderarbeit in der Wikipedia oder auf Wikimedia Commons zu verbessern. In Deutschland findet der Begriff und das Konzept hinter GLAM erst seit kurzem Verwendung, bekommt aber immer mehr Zulauf.

Die Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte, die erste deutsche GLAM-Kooperation, ist durch eine ähnliche Zusammenarbeit mit dem Tropenmuseum in den Niederlanden inspiriert. Wichtigstes Ziel ist es eine Brücke zwischen Institution und Community zu schlagen, sowie das Verständnis für freies Wissen und die Herausforderungen von GLAM-Institutionen im digitalen Zeitalter auf beiden Seiten zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, fand 24. – 26. August dieses Jahr zum zweiten Mal ein Workshop im Museum für Hamburgische Geschichte statt.

Absicht für diesen Workshop war es, die bestehende Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte auszubauen, indem Artikel und Bilder für ein QRpedia Projekt im Haus geschaffen werden. Für die teilnehmenden Wikimedianer sollte am Workshop die Möglichkeit des gemeinsamen Arbeitens und Erfahrungsaustauschs rund um die Themen Photographie, Artikelarbeit und Hamburg im Allgemeinen geschaffen werden. Ein Workshop lebt von der aktiven Mitarbeit der Community: ohne die vielen freiwilligen Autoren, Photographen und sonstig Mitwirkenden wäre dieses Projekt nicht durchführbar gewesen.

„Im Gebet beim Laubhüttenfest“ von Paula Gans. Fotografiert auf dem 2. Hamburger Workshop von Peter Weis.


Der Workshop selbst bot für die Teilnehmer sehr viele Freiräume. Neben den klar formulierten Zielen für das QRpedia Projekt, Photobitten aus der Community und einzelnen Anfragen, gab es kein festgezurrtes Programm. Selbstständigkeit und Initiative sind Teil des Konzeptes und ermöglichten den Teilnehmern einen individuellen Zugang zur Austellung und den Inhalten des Museum für Hamburgische Geschichte. Die organisatorischen Eckpunkte des Workshops in Verbindung mit einer freien Zeitgestaltung haben dazu geführt, dass die Atmosphäre wesentlich entspannter war und die Teilnehmer intensiv an ihrem Projekt im Rahmen des Workshops arbeiten konnten. Neben der Photographie in der Ausstellung und von ausgewählten Objekten aus der Sammlung des Museums konnten auch die Autoren dank eines bereitgestellten Handapparates an ersten Artikeln arbeiten.

Das QRpedia Projekt im Museum für Hamburgische Geschichte ist zunächst ein Pilotprojekt und dreht sich rund um die im Museum verbauten architektonischen Elemente aus ganz Hamburg. Einige dieser Elemente haben aufgrund des Hamburger Brandes von 1842 oder städtebaulichen Veränderungen ihren Eingang in das Museum gefunden und sind dort seit Beginn verbaut. Neben Portalen, Säulen findet man auch ganze Decken, die jetzt im Museum für Hamburgische Geschichte verbaut sind. Im Rahmen des Workshops wurde die Vorbereitung für die Installation der QRpedia QRcodes geleistet: erste Artikel wurden geschrieben, Bilder der Objekte wurden erstellt und die technischen Bedingungen vor Ort überprüft. Die Vorbereitung für die Installation der QRcodes ist also in vollem Gange.

Nach diesem ereignisreichen Wochenende können wir mit einer soliden Bilanz aufwarten, die die Erwartungen in einigen Punkten übertrifft: 25 neue Artikel auf Englisch, Deutsch und Katalanisch, 163 neue Bilder, etliche Detailanpassungen, sowie Wartungsarbeiten und ein neuer Wikimedianer. 16 Wikimedianer vor Ort und eine handvoll spanischer Wikimedianer, rund um Benutzer:Kippelboy, die nach dem Workshop anfingen alle bisher geschriebenen Artikel auf Katalanisch zu übersetzen, machten dies möglich. Selbstverständlich gibt es für’s nächste Mal auch Nachsteuerungsbedarf, den wir hier dokumentiert haben. Neben unseren Gästen von der Hamburger Kunsthalle, Freelens und Kulturwerk West konnten auch eingefleischte Wikimedianer, sowie die teilnehmenden Mitarbeiter des Museums für Hamburgische Geschichte einen besseren Einblick in die Arbeit der Community, die Kooperation mit dem Museum an sich und das System QRpedia gewinnen.

Wer Interesse an der Arbeit der Hamburger Wiki Community hat, kann sich auf Wikipedia:Hamburg über den nächsten Stammtisch informieren oder eine Nachricht hinterlassen. Informationen über GLAM gibt es auf Wikipedia:GLAM (deutsch) oder auf wikimedia.outreach (englisch). Details über die Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte können auch per Mail oder Twitter angefragt werden.

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Einfach machen! – Wofür steht die WikiCon?

Weniger zaudern, mehr machen. Dieses Motto fiel oft in den Veranstaltungen der gestern zu Ende gegangenen WikiConvention 2012. Die ehrenamtlichen Organisatoren riefen dann auch schon zu Bewerbungen für die WikiCon 2013 auf, bevor überhaupt die Abschlussrede in Dornbirn gehalten wurde. Aber was ist eigentlich das Fazit dieses Jahres? Welche Auswirkungen kann das Treffen der mehr als 200 Teilnehmer auf die Wikimedia-Projekte haben? Und woran lässt sich das sehen?

Vielfalt

Auffällig war, wie sich die Mitglieder der verschiedenen Communitys in den einzelnen Veranstaltungen immer wieder gegenseitig bewusst machten, dass Vielfalt und ein einladendes Arbeitsklima eben mehr sind als ein freundliches Angebot an neue (wie erfahrene) Helfer. Vielmehr entscheiden diese Faktoren ganz wesentlich darüber, wie Wikipedia und die Schwesterprojekte sich in Zukunft entwickeln werden. Entsprechend ging es in den Diskussionen gar nicht darum, ob größere Vielfalt der Beteiligten und besseres Miteinander wichtig sind, sondern wie das erreicht werden kann. Das ist ein deutliches konkretes Zeichen.

Rollen und Brüche

Dazu ein Beispiel: Am Sonntag trafen sich Wikipedia-Administratoren in einem Seminarraum, um sich über das persönliche Arbeitstreffen zu informieren, das in diesem Jahr stattfand. Es war das erste seiner Art, weil nach viel Zögern drei Admins einfach „machten“. Der Rückblick auf der WikiConvention brach nun gleich auf mehreren Ebenen mit gewohnten Ansichten: Ganz davon abgesehen, dass alle drei Organisatoren der so genannten AdminConvention Frauen sind, saßen hier im Saal etwa 20 ehrenamtliche Wikipedia-Bearbeiter – so wie in allen anderen Workshops und Vorträgen auch. Es waren die gleichen Gesichter, die in den anderen Veranstaltungen zu sehen waren und die sich an den dortigen Diskussionen beteiligten. Nach ihrer administrativen Funktion fragte dort niemand. Eine eigentlich triviale Bemerkung, die aber zeigt, dass die oft gehörte Trennung in „Autoren“ und „Admins“ in die Irre führt. Nicht nur, dass Administratoren selbstverständlich auch Artikel verbessern, schreiben oder sich Bildern widmen. Sie kommen auch nicht aus einem luftleeren Raum. Tatsächlich werden sie von den Nicht-Administratoren aus dem eigenen Kreis gewählt, weil sie als besonders qualifiziert erachtet werden, zusätzliche administrative Aufgaben zu übernehmen. Die Gruppe hier in Dornbirn zog aus dem Vortrag zur AdminConvention den Schluss, eine Folgeveranstaltung als Workshop zu machen, um besseren Austausch, bessere Erreichbarkeit und schnellere, transparentere Hilfe anbieten zu können.

Miteinander reden

Eine regelrechte Quadratur des Rollenbruchs fand in einem der letzten Workshops statt. Hier waren Vertreter der Zielgruppe anwesend, über die an diesem Wochenende alle redeten: Neulinge. Ein erfahrener Wikipedianer beantwortete hier Fragen neuer Helfer. Dabei ist er nicht nur langjähriger Ehrenamtlicher im Projekt, sondern auch Mitglied im Referentennetzwerk von Wikimedia Deutschland. Und Administrator. Nicht, dass die neugierigen Zuhörer das interessiert hätte, denn sie wollten Antworten auf ihre Fragen. Wie melde ich mich an? Warum sollte ich das tun? Wo finde ich Einführungen? Als sie gebeten wurden, ihre Themen auf kleine Karteikarten zu schreiben, taten sie das sofort und so emsig, dass die Stiftgeräusche jede Schulklausur vor Neid hätte erblassen lassen.

Schnell und direkt, das sind Aspekte die sich inhaltlich wie ein roter Faden durch die WikiConvention 2012 gezogen haben. Da passt es ins Gesamtbild, dass die Organisatoren parallel zu den letzten Veranstaltungen ein offenes Dokument anlegten, aus dem die Teilnehmer eine gemeinsame Erklärung machten. Wer etwas erklärt, hat etwas zu sagen. Noch ein konkretes Zeichen für den Erfolg der letzten drei Tage.

 

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Frauen und Männer in Rot

Vom 31.8. bis zum 2.9. empfängt die WikiConvention 2012 die ehrenamtlichen Helfer der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte in Dornbirn. Wikimedia Deutschland ist mit einem Team ebenfalls vor Ort. Hier im Blog blicken wir zurück auf die Veranstaltungstage.

 

Tag Zwei der WikiConvention im Vorarlberger Dornbirn. Es ist eine Sache zu betonen, dass die dreitägige Veranstaltung mit über 200 Teilnehmern von ehrenamtlichen Wikipedianern organisiert wird. Was das eigentlich bedeutet, ist eine ganz andere. Ein kleiner Zwischendank.

Mit ihren roten T-Shirts sind die Frauen und Männer von allen Hilfesuchenden schnell zu erkennen. Sie haben eine Antwort auf jede Frage, vom Internetzugang bis zum Hoteltransfer. Man könnte meinen, sie schüttelten ihre Unterstützung einfach aus der Hand. Tatsächlich liegen aber Monate der Planung hinter ihnen. Gerade in den letzten Wochen vor der WikiConvention dürfte sich der eine oder andere von ihnen gefragt haben: Ist das noch Hobby?

Der Punkt am Ehrenamt ist natürlich, dass die Arbeit gerne und freiwillig gemacht wird. Sicher. Warum wir finden, dass Ehrenamtlichkeit eine gute Sache ist, hat aber einen anderen Grund: Die Arbeit kommt etwas oder jemandem zu Gute. Und so besetzen die Organisatoren heute den ganzen Tag lang den Eingangsbereich der FH Vorarlberg, damit jeder Neuankömmling einchecken und die Veranstaltungsunterlagen in Empfang nehmen kann. Zeit, die zahlreichen Vorträge und Workshops selber zu besuchen, bleibt ihnen wenig oder überhaupt nicht.

Die WikiConvention ist für die Anderen. Unter dem Motto Gemeinschaft finden nacheinander Veranstaltungen, insbesondere zu Partnerschaften zwischen Wikipedia und kulturellen wie wissenschaftlichen Institutionen statt. Da könnte es theoretisch schnell akademisch werden, aber nicht mit Wikipedianern. So verweist der Referent auf ein Museum, dessen Name per Beamer aus der Wikipedia an die Wand geworfen wird. Weil der Name nicht mit einem Artikel verlinkt ist, wird kurzerhand das Publikum gebeten, das mal eben einzubinden. Weiter im Text.

Aha-Effekte und Diskussionen gibt es im Themenstrang Technik. Klingt trocken, ist aber äußerst lebhaft! Im gut besuchten Vortrag zu RENDER haben die meisten Zuhörer noch gar nichts vom Projekt gehört. Kaum erklärt die Referentin einzelne Tools, mit denen Leser und Bearbeiter Hinweise zur Qualität von Artikeln erhalten, muss sie das Plenum auch schon beim Philosophieren über technische Details bremsen.

Auch die gestrige Diskussion über verbessertes Arbeitsklima in der Wikipedia wird in mehreren Workshops engagiert fortgesetzt. Überhaupt finden noch viele Veranstaltungen mehr statt, aber es ging ja um die Frauen und Männer in Rot. Die sind nicht dabei. Während all das Gesagte passiert, übernehmen sie die Kinderbetreuung, kümmern sich um Garderobe und Taschen oder bieten ihre Hilfe bei der Drahtlosverbindung an, bevor der oder die Bedürftige überhaupt bemerkt, dass die nicht geht (mir passiert). Jemand von ihnen bringt mit seinem Auto auf Zuruf Teilnehmer zum Bahnhof. Kein Problem. Wenige Minuten später hält derselbe Helfer die Tür zur Mensa für die wartende Essensschlange auf – und zwar, bis der letzte Hungrige nach einer halben Stunde drinnen ist. Nachfragen, ob das nötig ist, werden lächelnd und mit der Selbstverpflichtung eines Schiffskapitäns abgewiegelt.

Nichts davon müssten die ehrenamtlichen Organisatoren tun, aber all das gehört für sie zu diesem Projekt. Wenn es von den Teilnehmern nicht viel Lob gibt, dann weil sie sich voll auf das Programm konzentrieren können. Ein größeres Lob gibt es für Organisatoren vielleicht nicht. Trotzdem natürlich: Vielen Dank für diesen zweiten Tag! Der Sonntag kann kommen.

 

Orga-Team der WikiCon 2012
Michael Jahn, CC-BY-SA 3.0

 

 

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Als GLAM-Frau auf der WikiCon

Vom 31.8. bis zum 2.9. empfängt die WikiConvention 2012 die ehrenamtlichen Helfer der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte in Dornbirn. Wikimedia Deutschland ist mit einem Team ebenfalls vor Ort. Hier im Blog blicken wir zurück auf die Veranstaltungstage.

 

WikiCon ist so wieder eine Gelegenheit, wo ich mir wünsche, dass ich eine Art Oktopus sein könnte. Nur hätte ich nicht acht Arme, sondern acht Köpfe, um all die Infos aufzunehmen, die Anregungen zu verarbeiten, die mir geschenkt werden, und schließlich auch wieder Inputs zu geben. Ich bin hier in der Funktion als Kuratorin für Kulturpartnerschaften im Auftrag von Wikimedia Deutschland.

„Paid Editing“ (bezahlte Wikipedia-Bearbeitungen), eine Open Space-Session am Samstag Morgen, zeigt mir wie wichtig es ist, dass Diskussionen über unsere Haltung als Verein und Community sowohl breit geführt, aber schließlich auch dokumentiert werden. Denn als GLAM-Kuratorin möchte ich im Dialog mit den Institutionen eine klare Linie zu der Thematik präsentieren können.

Mir schien es zwei wesentliche Positionen zu geben: an dem einen Ende „Grundsätzlich werden Wikipedia Autoren, die Artikel gegen Bezahlung schreiben, gesperrt.“ und am anderen „So lange es sich um keinen PR Text handelt, ist doch alles gut“. Aus meiner persönlichen Erfahrung im Dialog mit Kultureinrichtungen kommt vielleicht neu hinzu, dass wir auf Grund der gewachsenen gesellschaftlichen Relevanz der Wikipedia insgesamt eine Verantwortung haben für die Güte der Artikel, und es daher freizügiger erlauben sollten, dass Betroffenen möglich ist, schlechte oder unausgewogene Artikel selbst ausgleichen zu können. Denn diese Arbeit kann nicht dem einzelnen freiwilligen Autor auferlegt werden.

Science in GLAM, eine Session mit Dr. Mietchen, entführte höchst motivierend in das spannende Aktionsfeld der Zusammenarbeit zwischen naturwissenschaftlichen Einrichtungen und Wikimedia. Hier bekam man so viele Anregungen dafür, was man noch machen kann, – von wegen „low hanging fruits“ – Blumenartikel fehlen für das QR-Code-Projekt im Botanischen Garten in Graz. Einrichtungen öffnen sich für Wikipedianer und bezahlen sie, siehe oben, um ihre Sammlung zu digitalisieren. Wäre das nicht etwas, was man selbst mal versuchen könnte, mit dem Museum oder der Forschungseinrichtung in meiner Nähe?

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WikiCon 2012 – Frog mi öbbis!

Vom 31.8. bis zum 2.9. empfängt die WikiConvention 2012 die ehrenamtlichen Helfer der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte in Dornbirn. Wikimedia Deutschland ist mit einem Team ebenfalls vor Ort. Hier im Blog blicken wir zurück auf die Veranstaltungstage.

 

Dornbirn grüßt mit Dialekt. “Frog mi öbbis” heißt, dass die ehrenamtlichen Helfer des Organisationsteams der WikiConvention gerne weiterhelfen. An Fragen wird es in den kommenden zwei Tagen sicher nicht mangeln, wenn die Teilnehmer des größten Community-Treffens gemeinsam über Wikipedia und ihre Arbeit diskutieren. Als inhaltlicher Startpunkt des heutigen Freitags diente eine Podiumsdiskussion über die Freiheit des Internets. Und die entwickelte sich ganz ähnlich wie ein guter Wikipedia-Artikel.

Braucht man das?

Verena Parzer-Epp (Avenir Suisse) und Roland Alton von der FH Vorarlberg diskutierten gemeinsam mit Wikimedia Deutschlands Vorstand Pavel Richter und Ting Chen aus dem Kuratorium der Wikimedia Foundation. Gleich zu Beginn: Fragen nach der Relevanz der Debatte, zumindest über Twitter. Gibt es denn jemanden, der gegen Freiheit im Internet ist? Ist das Thema nicht zu breit angelegt? Man könnte vom Hölzchen ins Stöckchen geraten oder, im Gegenteil, überhaupt nichts Konkretes sagen.

Aufbauen

Das Podium tastet sich mit mehreren Ansätzen an eine Diskussion heran. Es lässt sich darüber reden, was Freiheit im Internet bedeutet, aber vor allem auch, wodurch sie bedroht wird. Die Podiumsteilnehmer wollen dabei nicht nur ihre Meinungen austauschen, sondern rufen die Zuhörer auf mitzuhelfen. Mehr Menschen, mehr Vorschläge und Stoßrichtungen – wie in einem Wikipedia-Artikel. Die Ideen lassen nicht auf sich warten. Im Publikum fordert jemand, dass die Wikimedia-Bewegung sich viel stärker für das Thema Urheberrecht engagieren müsse. Eine Debatte entsteht, sogar die Abschaffung jeglicher Schutzfristen wird gefordert. Plötzlich gibt es sehr konkreten Gesprächsstoff und viele Stimmen, die an diesem Beispiel das in den Mittelpunkt rücken können, was allen Anwesenden am Herz liegt – Wikipedia.

Strukturieren

Details des Urheberrechts können erwartungsgemäß nicht geklärt werden. Dafür werden zwei Dinge deutlich gesagt: Wikipedia fußt auf einem stabilen Urheberrechtsmodell, denn freie Lizenzen sind Teil des Urheberrechts. Und zweitens, wichtig ist neben dem Umgang mit Wikipedia-Inhalten vor allem auch der Umgang mit den Inhalten selbst und der Umgang zwischen denen, die sie erstellen.

Die Diskussion wird neu geordnet.

Mit ebenso engagierten Wortmeldungen wie zuvor sprechen Podium und Publikum über die gemeinschaftliche ehrenamtliche Arbeit in den Wikimedia-Projekten. Schnell wird klar, dass die Autoren, Korrektoren, Fotografen und vielen anderen Helfer hier nicht im sprichwörtlichen Elfenbeinturm sitzen. Bei der ersten Gelegenheit, die sich beim persönlichen Treffen in Dornbirn bietet, geht es nicht um den Lieblingsbeitrag oder interne Fragen, sondern um den Umgang mit Neulingen, um das Selbstverständnis des Projekts, um die Außenwirkung und die Zukunft. Selbstkritik wird gefordert, denn der Saal weiß, dass es vielleicht nie schwerer war als heute, in dem Projekt Fuß zu fassen, in dem jeder mitmachen kann. Woran liegt das?

Feinschliff

Der Artikel, also die Diskussion, geht in einen Review-Prozess. Allein die deutsche Sprachversion der Wikipedia hat bald 1,5 Millionen Artikel. Es braucht Mut, hier eine Lücke zu suchen und als neuer Helfer füllen zu wollen. Gleichzeitig haben die erfahrenen Bearbeiter erheblich mehr Arbeit damit, Qualität beizubehalten oder Vandalismus zu beseitigen. Neulinge, die sich ein Herz gefasst haben und in bestem Wissen ihre ersten Beiträge machen, finden ihre Arbeit dann vielleicht gelöscht, manchmal ohne Erklärung, manchmal ohne konstruktiven Kommentar. Ein Mitglied des Mentorenprogramms innerhalb der Wikipedia weist auf die bittere Ironie hin, dass nicht einmal unter diesen Helfern immer der Ton gewahrt bleibt, die extra neue Autoren bei ihren ersten Schritten begleiten. Ehrliche Selbstkritik.

Korrekturlesen

Das Gesagte wird rekapituliert. Kurz klingen einzelne Lösungsvorschläge an, die aber noch einmal grundsätzlich auf den entscheidenden Prüfstand gestellt werden. Ein Beispiel: Auf den Diskussionsseiten der Wikipedia wird miteinander geredet. Ist das bekannt genug? Welche Hilfsmittel gibt es, um das Arbeitsklima zu verbessern? Diese Fragen werden gestellt, münden aber in eine Erkenntnis, die verschiedentlich wiederholt wird: Technische Antworten lösen keine sozialen Probleme. Wir müssen mit uns selbst anfangen.

Nur kurz vor dem Ende der Diskussion fällt auf, dass sich diese Eröffnungsveranstaltung weit von ihrer Ausgangsfrage entfernt hat.

Speichern

Aus der Podiumsdiskussion über Freiheit im Internet ist nach 90 Minuten eine Grundsatzdiskussion geworden, die vielleicht wegweisend für die Workshops und Diskussionen der kommenden beiden WikiConvention-Tage ist. Und sie wurde angetrieben von Menschen, die nicht nur in ihrer Freizeit Wikipedia verbessern, sondern hier in Dornbirn zusätzlich und ebenfalls in ihrer Freizeit anreisen, um das Projekt für alle Anderen noch besser zu machen.

Um die Analogie zum Wikipedia-Artikel zu Ende zu bringen: So ist das oft mit der Zusammenarbeit. In den Anfangstagen der freien Enzyklopädie bestand der Artikel “Nordsee” aus einem Satz, in dem das Wort Meer auch noch falsch geschrieben war. Heute sieht er so aus.

 

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