Videos, Folien und visuelle Dokumentation der Academy und Zedler-Verleihung sind Online!

Wikipedia als Wissenschaftskommunikation - Anna Lena Schiller CC-BY-SA

Daheimgebliebene konnten unsere Veranstaltung am 19. und 20. November ja gemütlich per Livestream verfolgen, jetzt sind auch die Videomitschnitte online! Alle Vorträge vom Freitag, die in der Aula stattfanden, stehen auf Commons zum Anschauen, Downloaden, Weitergeben und Remixen zur Verfügung. Ihr findet dort:

Videos der Wikipedia Academy, 19.11.2010

Videos der Zedler-Verleihung, 19.11.2010

Danke an Matthias Eller für die einwandfreie Qualität im Livestream und in den Videos!

Mehr Offenheit, bitte! – Anna Lena Schiller CC-BY-SA

Visuelle Dokumentation

Zum ersten Mal wurde unsere Veranstaltung in diesem Jahr von der visuellen Dokumentatorin und grafischen Protokollantin Anna Lena Schiller begleitet. Anna Lena hat drei der Vorträge mitgezeichnet und die Gedanken der Referenten und Diskussionteilnehmer „in Form gebracht“. Und um direkt weiteren Nachfragen zuvor zu kommen: Selbstverständlich stehen die Ergebnisse unter einer Freien Lizenz (CC-BY-SA) zur freien Verwendung zur Verfügung! Dokumentiert wurden der Vortrag von David Ludwig und Cornelius Puschmann sowie die Podiumsdiskussion zur Zedler-Medaille.

Zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang auch ein Blick in den Flickr-Stream von Fräulein Schiller, in dem sich auch noch einzelne Ausschnitte der Dokumentation finden. Vielen Dank für die schöne Arbeit!

Energien des Wissens – Anna Lena Schiller CC-BY-SA

 

Vortragsfolien, Ergebnisse, Fotos und Liveblogging

Die meisten Referenten haben mittlerweile auch ihre Vortragsfolien (nicht nur Folien, auch Wikis und sogar eine prezi!) zur Verfügung gestellt und in der Programmübersicht verlinkt. Zum Nachklicken und nachlesen ist also auch genügend Material vorhanden.

Auf der Wikipedia-Projektseite findet sich nun auch die Übersicht der eingereichten Artikel und Bilder. Die Preise wurden mittlerweile an die Gewinner verschickt und das Preisgeld überwiesen.

Raimond Spekking und Elke Wetzig sowie die Mainzer Akademie haben die Zedler-Verleihung fotografisch begleitet und ein Teil ihrer Bilder steht auf Commons ebenfalls zur Verwendung bereit. Bei der Gelegenheit konnten übrigens auch wieder einige bisher nicht bebilderte Wikipedia-Personenartikel ergänzt werden, wie z.B. der Artikel über Stefan Hradil zeigt.

Wer es ganz genau wissen möchte, der seien noch die Liveblogging-Beiträge von Dirk Ingo Franke ans Herz gelegt. Hier wurde fleißig mitgeschrieben und mit persönlicher Note garniert: Academy Freitag, Zedler-Verleihung, Academy Samstag und Rückblick/Ausblick. Die Livelogs werden übrigens von unten nach oben gelesen!

Darüber hinaus hat sich auf unserer Mailingliste eine recht interessante Diskussion zur Zukunft von Zedler und Academy entwickelt, die wir Anfang nächsten Jahres aufnehmen und gemeinsam mit Community und Partnern diskutieren werden. Danke an alle Beteiligten! Ihr wart spitze!

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Workshop des Support-Teams

Draußen klirrende Kälte, drinnen rauchende Köpfe (Foto © Nolispanmo / Wikimedia Commons / CC-BY-3.0)

Der Verein Wikimedia Deutschland veranstaltete am Wochenende vom 3. bis zum 5. Dezember 2010 am südöstlichen Rand von Berlin einen Workshop für das Wikipedia-Support-Team zu den Themenbereichen Persönlichkeitsrecht und Recht am eigenen Bild.

Da Biografie-Artikel über lebende Personen in der Wikipedia oft zu intensivem und unangenehmen E-Mail-Austausch der Betroffenen mit dem Support-Team führen, war es notwendig, die Richtlinien (siehe auch hier) so zu überarbeiten, dass die Autoren wissen, woran sie bei Anlage und Bearbeitung von Personenartikeln denken müssen. Die Rechtsanwälte Julian Höppner und Thorsten Feldmann von der Kanzlei JBB hielten zu diesen Themen ein umfangreiches Referat, das den über 20 Teilnehmern des Workshop-Wochenendes Grundlagen und Feinheiten der rechtlichen Situation an Hand von konkreten Fällen nahebrachte. Diese Fälle aus dem Schriftverkehr des Support-Teams betrafen Wikipedia-Biografieartikel über lebende Personen, in denen Tatsachenbehauptungen von den Dargestellten selbst als falsch, ehrenrührig oder irrelevant aufgefasst werden, verbunden mit der Forderung, dass die entsprechenden Passagen oder auch komplette Artikel grundlegend verändert oder gelöscht werden. Diskutiert wurde außerdem über das Persönlichkeitsrecht Verstorbener und über Bilder, die zwar eine korrekte Freigabe mit Urheberangabe und Lizenz aufweisen, bei denen aber die Einwilligung der abgebildeten Personen nicht vorhanden oder nicht glaubhaft ist. Ein besonderes Augenmerk richteten die Workshop-Teilnehmer dabei auf Fotos, auf denen Kinder zu sehen sind. Weitere Themen des Workshops war die Gewichtung von Kritikabschnitten in Biografieartikeln, Verfahrensweisen im Umgang mit Autoren und den Betroffenen, sowie technische Aspekte des OTRS-Systems.

Abschließende persönliche Meinung zum Workshop aus der Sicht des Verfassers: Es war eine äußerst konstruktive Veranstaltung, die sehr konzentriert und effektiv komplizierte Zusammenhänge und Inhalte für die Mitarbeiter des Support-Teams verständlich machte. Eine perfekte Organisation seitens des Vereins und eine gute Arbeitsatmosphäre trugen mit zu dem Erfolg bei.

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Bericht aus der Geschäftsstelle November 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,
hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für November 2010.

Haushaltsplan

Die Erstellung des WIrtschaftsplans für das Jahr 2011 spielte für alle Mitarbeiter des Vereins im November eine zentrale Rolle. Wir erarbeiteten in kleinen Gruppen und in einem eintägigen Workshop unsere Vorschläge und Projektideen für das kommende Jahr, stimmten die Schwerpunkte zwischen den einzelnen Bereichen ab, machten uns Gedanken zu Budgets und Zeitplänen. Auf der Vorstandsklausur Ende November wurde der Entwurf dem Vorstand vorgestellt, diskutiert und angepasst. Neu ist in diesem Jahr, dass der Haushaltplan auch noch durch eine Phase der öffentlichen Diskussion geht – hiermit wollen wir die Einbindung der Mitglieder und der Community in diesen wichtigen Prozess verbessern. Alle Informationen zum Plan sowie die Möglichkeit zur Diskussion finden sich im Wikimedia Forum.

Gesellschaft für technische Zusammenarbeit – gtz

Am 11. November war ich in Frankfurt bei der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, die mich zu einem “WikiDay” eingeladen hatte. Die gtz verwendet eine Reihe von eigenen Wikis zur besseren internen Kommunikation und zur Projektarbeit – für die rund 80 Teilnehmer war besonders die internationale Dimension der Wikimedia-Projekte von Interesse. So stellte ich die Strategie der Wikimedia Foundation für die Förderung Freien Wissens in Entwicklungs- und Schwellenländern vor und warb um die Zusammenarbeit zwischen Entwicklungshilfeorganisationen und Wikimedia Deutschland. Ich hoffe, das sich in Zukunft interessante Projekte ergeben, um Freie Inhalte auch ausserhalb der Industrieländern zugänglich zu machen.

Dialog Internet

Am 4. November gab die Familienministerin Schröder den Startschuss für die “Dialog Internet”-Webseite, in der es primär um Kinder- und Jugendschutz im Internet gehen soll. Mathias hat an der Auftaktveranstaltung teilgenommen. In künftigen Treffen soll es um Fragestellungen aus den beiden Bereichen “Chancen” und “Risiken” gehen, wobei “Risiken” nur zu einem kleineren Teil das Risiko meint, durch handwerklich schlechte Jugendschutzregeln den Betrieb von guten Webseiten in Deutschland zu verunmöglichen.

Konferenz Digital Heritage

vom 8. bis 13 November fand in Lemesos die Konferenz über das Digitale Kulturerbe statt, mit starker Präsenz der Forschungsprojekte unter dem Dach von Europeana und den Europeana-Schwestern. Mathias hielt dort die Keynote zum Thema “Der Datengarten” mit einem Plädoyer für die Verwendung Freier Lizenzen und CC0 bei Datenbanken.

Netzpolitischer Kongress

Die Bundestagsfraktion der Grünen im Bundestag organisierte am 12. und 13. November den netzpolitischen Kongress im Paul-Löbe-Haus, mit einem Schwerpunkt im Urheberrecht. Besonders erfrischend war die Rede der designierten BVerfG-Richterin Baer, deren Nominierung einige Tage vorher bekanntgegeben wurde und deren Inhalt und Vortragsstil sich wohltuend von dem der Grünen-Spitzenkandidatin Künast und dem Bundesdatenschutzbeauftragten abhob.

GLAM-Wiki UK

Unsere Schwesterorganisation Wikimedia UK veranstaltete am 26. und 27. November die GLAM-WIKI-Konferenz, um Vertreter kultureller Einrichtungen und Wikimedia an einen Tisch (bzw. in einen Saal) zu bekommen, in diesem Fall das British Museum in London. Die Teilnehmerschaft war ungefähr hälftig und mit Sue Gardner, Jimmy Wales, Cory Doctorow und Jill Cousins hochkarätig besucht. Besonders erwähnenswert war die Teilnahme von Tom Morgan von der National Portrait Gallery, die ja noch vor einem Jahr durch die Androhung juristischer Schritte gegen einen Wikipedianer ihre unterschiedliche Auffassung zur Gemeinfreiheit alter Werke bekräftigt hatte. Tom sprach in seinem Vortrag “Wikipedia and the National Portrait Gallery – a bad first date?” von Gemeinsamkeiten und möglichen künftigen Wegen und Voraussetzungen der Zusammenarbeit. Mathias hielt dort einen Vortrag über die Zusammenarbeit zwischen GLAMs und Wikipedia, insbesondere über technische Methoden der Verknüpfung von Inhalten.

Aus dem Maschinenraum

Im Bereich Technik ging es im November fast ausschließlich um die Spendenkampagne. Die dafür angemieteten Server funktionieren gut und haben auch dem ersten Ansturm problemlos Stand gehalten. Nachdem die Kampagne schon in vollem gange war, war aber noch einiges nachzubessern – unter anderem ist es nun möglich, per Kreditkarte zu spenden, und wir haben jetzt einen besseren Mechanismus zur Bekämpfung von Spam- und Quatsch-Spenden.

Wikimedium

Die vierte und für dieses Jahr letzte Ausgabe der Vereinszeitung ‚Wikimedium‘ ist rechtzeitig zur Wikipedia Academy/Zedler Preisverleihung fertig geworden und kann hier als pdf runtergeladen oder kostenlos bei Wikimedia Deutschland abonniert werden.
Neben den Inhalten sind die Bewerbung (z.B. in der Featurebox auf wikipedia.de) und die Distribution weiterhin entscheidend. Knapp 300 neue Abonnenten kamen seit der vorherigen Ausgabe hinzu. Aber WMDE braucht auch weiterhin die Unterstützung von allen, um die Zeitung weiter zu verbreiten. Ideen und Unterstützung sind jederzeit herzlich willkommen! Bitte wendet euch an catrin.schoneville@wikimedia.de.

Informationsbroschüren für Wikimedia-Projekte

Die ersten neuen Informationsbroschüren sind im November fertiggestellt. Das 1×1 wie auch die Broschüre zu Wikiversity wurden bereits bei der Wikipedia Academy verteilt und bekamen sehr positive Reaktionen. Die Informationsmaterialien für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikibooks sind (weiterhin) in Bearbeitung. Benötigtes Informationsmaterial kann in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Buchprojekte

Die inhaltliche Konzeption des Wikipedia-Buchs ist so weit fortgeschritten, dass ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis vorliegt. Zugleich ist ein Aufruf an die Community gegangen, dessen Ziel es ist, Geschichten und Anekdoten mit Bezug zu Wikipedia zusammenzutragen. Für diesen Teil des Projekts wurde Marcus Cyron hinzugezogen, der die Zusammenarbeit mit der Community betreut. Im Dezember soll eine Projektseite eingerichtet werden, so dass alle Interessenten Ideen, Anregungen oder Kritik einbringen können.

Themen in den Medien

Im November haben wir zwei Pressemitteilungen herausgegeben. Neben der Erstellung und Versand der Pressemitteilungen begleitend zum Fundraiser 2010 und der Verleihung der Zedler-Medaille, sind derzeit in Vorbereitung eine Pressemitteilung zum Ideenwettbewerb WissensWert (Versand Anfang Dezember) und zur kommenden Bildspende der Lindauer Nobelpreisträger-Treffen. Aktuell laufen noch die Abstimmung mit dortiger Kommunikation und Achim Raschka (Vorstandsreferent Qualität).
Beispiele dazu aus der Berichterstattung zur Zedler-Preisverleihung:

Darüber hinaus gab es Presseanfragen, die wir unterstützt haben:

Gesprochene Wikipedia

Die Auswertung der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) steht zwar noch aus, aber Catrin hat im November einige Telefonate mit Direktion und Pressestelle der DZB geführt u.a. auch um dieses Thema für die Jahresplanung 2011 mit aufzunehmen. Laut DZB war das Einsprechen der Artikel des Tages mit einem enormen Zeit- und Personalaufwand verbunden, den die DZB so nicht kalkuliert hatte. Dennoch zeigten sich der Erfolg des Pilotprojektes nicht nur in der großen Anzahl von Presseberichten (ca. 30-40 Medien berichteten über die Kooperation) sondern auch in der signifikanten Steigerung der Seitenaufrufe der DZB Webseite. Durch die Bewerbung in der Infobox auf wikipedia.de konnten diese Zugriffe direkt auf Wikipedia zurückgeführt werden.
Generell war der Aufwand für die DZB sehr hoch und nicht alle Artikel eigneten sich für die Vertonung. Hier wurden angemerkt: Länge, Thema und auch Verlinkungen und Tabellen, die nicht mit gesprochen wurden. Ein Kriterienkatalog zur Auswahl der Artikel könnte hier hilfreich sein. Anfang des nächsten Jahres werden wir uns mit Vertretern der DZB treffen und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit weiter erörtern. Weiteres Feedback wird es zusammengefasst nach einem Termin mit der DZB geben.

Social Camp Berlin

Das dritte Social Camp Berlin lud NGOs zum Erfahrungsaustausch über Öffentlichkeitsarbeit in Sozialen Netzwerke ein. Wie wird eine Online-Kampagne erfolgreich geführt? Welche Kommunikationskanäle funktionieren für wen und unter welchen Bedingungen? Um diese Kernfragen kreisten die Diskussionen über Facebook, Twitter, Youtube und Co. Es gab reichlich Gelegenheit, die Herangehensweise von Wikimedia Deutschland an diese Themen mit anderen gemeinnützigen Institutionen abzugleichen und über Entwicklungstrends zu sprechen.

Literaturstipendium

Im Literaturstipendium war der Monat mit 2 weiteren Vergaben ruhig, ein Titel zur Geschichte der Eisenbahn in den USA war allerdings „LitStip-Premiere“ für das Portal Bahn. Bemerkenswert jedoch die Entwicklung der Artikelzahlen: Dauerte es für die ersten 1000 Artikel des Programms von 2007 bis zum Mai 2010, ist die 1500-Artikel-Marke bereits im November 2010 gefallen.

Drumbeat

Unter dem Motto „Learning, Freedom And The Web“ fand vom 3. bis 5. November in Barcelona das Mozilla-Drumbeat-Festival statt. Gemeinsam mit der Wikimedia Foundation und spanischen und katalanischen Wikipedianern war auch Wikimedia Deutschland als Co-Gastgeber der „Wikimedia Lounge“ vor Ort. Es wurden Projekte und Konzepte sowohl aus den Communities wie auch von seiten der Wikimedianer vorgestellt, die um das Themenfeld Bildung und Lernen in und mit Wikipedia (aber auch anderen Wikimedia-Projekten) kreisten.

Der Austausch untereinander war ebenso anregend wie die Veranstaltung selbst, die Gespräche und Diskussionen brachten nützliche Hinweise für das weitere Arbeiten von Wikimedia Deutschland im Bildungsbereich. Die wichtigste Erkenntnis ist: es gilt, deutlich weitere Zielgruppen als bisher mit einem Konzept anzusprechen, das zugleich die vorhandenen Bemühungen stärker miteinander integriert. Eine entsprechende Neuausrichtung ist hier sicher anzudenken.

Autorenumfrage 2011

Auf der Academy stellte Manuel Merz (TU Ilmenau) im Rahmen seines Vortrages „Wer editiert warum in Wikipedia?“ die teils durchaus überraschenden Ergebnisse seiner Umfrage aus dem Jahre 2009 vor. Zugleich gab er einen Ausblick auf die gemeinsam mit Wikimedia Deutschland und der Wikimedia Foundation geplante Autorenumfrage 2011 – hier sollen u.a. die einzelnen Rollen, Professionen und Altersgruppen genauer untersucht werden. Anders als bei vielen Umfragen ist hier auch ein klares Ziel, am Ende aus den Resultaten Vorschläge und Empfehlungen zu formulieren – Diskussionsstoff für Community und Verein gleichermassen.

Seit einigen Wochen laufen erste Vorbereitungen dazu, aktuell beginnt die Pretest-Phase. Ende Januar dann soll es soweit sein, dass die Umfrage live geht – wir bitten euch jetzt schon um eure rege Beteiligung. Erste Informationen dazu findet ihr unter wikipediaforschung.de.

Schulprojekt

Das Schulprojekt gewann nach dem zweiten Treffen der Referenten im Essener Unperfekthaus an Fahrt. Das gemeinschaftlich fertiggestellte Unterrichts- und Informationsmaterial wurde in ersten Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet eingesetzt – das Feedback ist gut, Lehrer und Schüler äußern sich positiv über die Erfahrungen. Nach einer letzten grafischen Aufarbeitung werden Curriculum und Präsentationen unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0) freigegeben und stehen so allen Interessierten zur Verfügung.

Auch die Öffentlichkeit nimmt Kenntnis von dem Projekt: Presseberichte über das Programm in Fachzeitschriften wie b:sl und Log-In tragen ebenso zur Kenntnis bei wie Berichte in regionalen Tageszeitungen nach Veranstaltungen. Persönliche Begegnungen wie bei Schulleiter-Tagungen und GMK-Tagung ermöglichen direkte Kontakte, aber auch über persönliche Anschreiben und Mailings erfahren Schulen von uns. Interessierte Bildungseinrichtungen sind aufgerufen, unsere Referenten einzuladen, Anfragen nehmen wir unter schule@wikimedia.de laufend entgegen.

Wenn neue Referenten zu uns stoßen, freut uns das natürlich besonders – so haben wir diesen Monat Verstärkung bekommen, hoffen aber, dass die nächsten bald folgen. Was ist mit dir? Schon mal über eine Mitarbeit im Projekt nachgedacht?

Mitglieder

Im November 2010 erhielten wir 16 Mitgliedsanträge; davon haben 7 die aktive und 9 die Fördermitgliedschaft beantragt. Bedauerlicherweise erhielten wir auch 6 Kündigungen. Der Verein zählt damit Ende November 488 aktive (=Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 167 Fördermitglieder (=finanzielle Unterstützung des Vereins); mithin insgesamt 655 Mitglieder zuzgl. eines Ehrenmitglieds.

Alle Mitglieder, die in Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wohnen, haben in der letzten November-Woche eine Einladung zum Wikimedia-Forum – einer neuen Veranstaltungsreihe für Wikimedia e. V.-Mitglieder – erhalten. In Köln und Berlin laden wir ins Museum Ludwig bzw. die Saarländische Galerie ein.

Das Wikimedia-Forum ist als zwanglose Veranstaltung für alle Mitglieder, ihre Freunde und/oder ihre Familie geplant und wird nach und nach in allen größeren Bundesländern angeboten bzw. durchgeführt. Wir möchten euch dort die Gelegenheit zum Austausch zwischen Mitgliedern und dem Vorstand geben und freuen uns darauf euch persönlich kennenzulernen! Im Mitgliederforum gibt es schon eine angeregte Diskussion zu diesen Veranstaltungen.

Fundraising

Das Fundraising drehte sich verständlicherweise den gesamten November alleine um den Fundraiser. Bis zum Start des Fundraisers am 12. November wurden die Spendenseiten grundsätzlich überarbeitet. Es wurde eine Kampagnenseite erstellt, die den Ansprüchen einer modernen Fundraising-Spendenseite entspricht. Neben den Spendenseiten wurde auch unsere Spenderdatenbank erweitert, was die Bearbeitung der Spenden sehr stark vereinfacht hat. Ganz besonders gefreut hat uns, dass sehr viel mehr Menschen „ihre Geschichte“ erzählen, was wir durch ein paar gezielte Fragen angeregt haben.

Trotz der oder vielleicht auch wegen der Überarbeitungen waren wir überwältigt von der großen Spendenbereitschaft. Ein Grund war sicherlich Einblenden des Jimmy-Wales-Anschreiben schon zu Beginn der Kampagne. Doch auch die Überarbeitung der Spendenseiten führte zu einem verstärkten Spendenaufkommen. Innerhalb weniger Tagen erhielt unser Fundraiser Till mehrere Hundert Emails. Und ebenso das Spendenaufkommen war überwältigend. Innerhalb weniger Tage kamen mehrere hundert Tausend Euro zusammen. Genauere Zahlen werden Mitte Dezember im Blog veröffentlicht. Wir hoffen, bis dahin noch ein paar weitere spannende Neuigkeiten präsentieren zu können. Ihr könnt gespannt sein. Eins können wir jedoch jetzt schon verraten: dies ist mit Abstand der für Wikimedia Deutschland bisher erfolgreichste Fundraiser überhaupt.

Wikipedia Academy 2010

Am 19.und 20. November fand die Wikipedia Academy in der Frankfurter Goethe-Universität statt. Wikimedia Deutschland hatte Wikipedianer, Wissenschaftler und interessierte Praktiker eingeladen, zum Thema „Energie des Wissens – was Wissen schafft, bewegt“ miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein ausführlicher Bericht dazu findet sich im Wikimedia-Blog.

Das vielfältige Programm stieß bei den Teilnehmern auf reges Interesse, die von Wikipedianern und Wissenschaftler vorgetragenen Thesen und Ergebnisse lösten spannende Diskussionen aus, die sicherlich nach Abschluss der Veranstaltung weiter geführt werden.

Leider ist nur etwa die Hälfte der zur Veranstaltung angemeldeten Personen erschienen und die Quote der externen Wissenschaftler, die zum ersten Mal in Berührung mit der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten kamen, war recht niedrig. Das mag zum einen daran liegen, dass das Programm erst kurz vor der Veranstaltung in finaler Version veröffentlicht wurde und zuvor „nur“ die Workshop- und Vortragsthemen in einem offenen Rahmen zusammengetragen wurden. Zum anderen zeigt uns die Resonanz erneut, dass noch viel Aufklärungs- und Informationsarbeit zu leisten ist. Wichtig ist dabei vor allem, dass wir weitere Multiplikatoren mit Kontakten in die Wissenschaftsszene identifizieren und Netzwerkaufbau und -pflege verstärken müssen.

Verleihung der Zedler-Medaille 2010

Am 19. November haben wir zum vierten Mal die Zedler-Medaille verliehen. Gemeinsam mit der Mainzer Akademie der Wissenschaft und der Literatur sowie dem Heidelberger Verlag Spektrum der Wissenschaft luden wir zur Preisverleihung in die historische Aula der Goethe Universität in Frankfurt am Main ein.

Eine Jury aus Wissenschaftlern und Wikipedia-Autoren hat in diesem Jahr zwei Preisträger im Artikelwettbewerb gekürt. Im Bereich Naturwissenschaften wurde der Artikel „Besselsche Elemente“ von Jürgen Erbs ausgezeichnet. Im Bereich Geisteswissenschaften ging die Zedler-Medaille an Tobias Lutzi für den Artikel „Dagobert Duck“. Erstmals wurde die Auszeichnung auch für herausragende Bebilderung von Wikipedia-Artikeln vergeben. Die Jury prämierte das Bild einer Raupenfliege zum Thema „Focus stacking“ von Muhammad Mahdi Karim. Ein ausführlicher Bericht dazu findet sich im Wikimedia-Blog.

WissensWert

Am 31.11. um Mitternacht endete die Bewertungsphase für unseren Ideenwettbewerb WissensWert. Die Jury hat ihre Bewertung abgegeben und die Öffentlichkeit hat uns mit 1340 Stimmen wirklich gezeigt, wie sehr ihr freies Wissens am Herzen liegt und wie viel Aufmerksamkeit dieses Projekt erzeugt hat. Wir zählen gerade die Stimmen aus und werden die „Gewinner“, also diejenigen, die bis zu 5.000 Euro für die Umsetzung ihrer Projektidee erhalten, am 6. Dezember bekannt geben.

Wikimedia Conference

Die Vorbereitungen für die Wikimedia Conference 2011 laufen langsam an, zurzeit suchen wir nach einem geeigneten Veranstaltungsort für die Veranstaltung im März nächsten Jahres in Berlin. Anregungen nehmen wir gerne unter conference@wikimedia.de entgegen.

Wegen der Feiertage erscheint der nächste Monatsbericht erst am 7. Januar 2011.

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Noch ein Wikimedia-Forum?

Als wir Anfang Oktober das Diskussions-Forum des Vereins eröffnet hatten, war uns noch nicht bewusst, dass diese Online-Plattform, die geschaffen wurde, um Vereinsthemen mit Mitgliedern und interessierten zu diskutieren, schon bald Verwandtschaft in der wirklichen Welt erhält.

Nun ist es da: das Wikimedia-Forum für die persönlichen Gespräche.

Der Name ist Programm. In der Wikipedia steht unter dem Lemma Forum (Kultur), ein Forum sei „ein realer oder virtueller Ort, wo Meinungen untereinander ausgetauscht werden können, Fragen gestellt und beantwortet werden können.“ Und genau diese Idee möchten wir aufgreifen. Wir wissen, dass es etliche Vereinsmitglieder gibt, die nicht regelmäßig online sind, das Internet anders nutzen als wir und sich schon aus diesen Gründen nicht in einem Online-Diskussionsforum beteiligen. Wir möchten aber auch ihnen die Möglichkeit bieten, Fragen und Anregungen loszuwerden, sich über den Verein zu informieren und sich mit anderen Mitgliedern auszutauschen. Und wir möchten denen, die uns nur „online“ kennen, die Möglichkeit geben, die Menschen des Vereins – Vereinsmitglieder, Mitarbeiter, Vorstandsmitglieder – persönlich kennen zu lernen.

Wir starten im Dezember in Berlin und Köln und planen Veranstaltungen im Norden und im Süden Deutschlands für das nächste Jahr.

Vereinsmitglieder aus NRW und Berlin haben bereits eine schriftliche Einladung erhalten. Auf diesem Weg laden wir euch alle ein, an den Veranstaltungen teil zu nehmen.

In Berlin am Montag, den 13. Dezember 2010, 18.30 Uhr mit Jürgen Lüdeke
Saarländische Galerie – Europäisches Kunstforum e. V., Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin
Wenn Du teilnehmen möchtest, sende uns bitte eine E-Mail an wikimediaforum-berlin@wikimedia.de

In Köln am Dienstag, den 14. Dezember 2010, 18.00 Uhr mit Alice Wiegand
Café & Restaurant Ludwig im Museum, Heinrich-Böll-Platz, 550667 Köln
Ab 16:45 Uhr können Interessierte bereits an der Führung „Pop Art – vom Alltag zur Kunst“ durch das Museum Ludwig teilnehmen. (Die Führung fällt leider aus.)
Wenn du dabei sein möchtest, sende uns bitte eine E-Mail an wikimediaforum-nrw@wikimedia.de

Lernen wir uns kennen! Wir freuen uns darauf.

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WissensWert-Ergebnis: Wir unterstützen acht mutige Projekte!


Als wir im Sommer die Idee hatten, einen Wettbewerb zur Förderung von Freiem Wissen auszuschreiben, haben wir kaum mit einem so großen Ansturm gerechnet. Mit „WissensWert“ wagten wir am 16. September ein Experiment:

Wir investieren in mutige Ideen zur Förderung Freien Wissens und stellen ausgewählten Initiativen Mittel in Höhe von 500 € bis zu 5.000 € zur Verfügung. Seid mutig! Mit unserem Ideenwettbewerb WissensWert fördern wir Projekte, die mit unseren Zielen übereinstimmen. Ideen zur Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte. Ideen, die den Zugang zu Wissen und Bildung fördern. Ideen zu Freien Lizenzen und Freier Software. Wir können mit einer Fördersumme helfen, aus mutigen Ideen außergewöhnliche Projekte zu machen!

Jury und öffentliche Bewertung

Im Laufe der einmonatigen Bewerbungsfrist wurden 93 Ideen und Projektvorschläge bei uns eingereicht; ein tolles Ergebnis für diese erste Runde! Aus dieser Vielfalt die besten Ideen auszuwählen war Aufgabe der Jury: Leonhard Dobusch von der FU Berlin, der Wikipedia-Benutzer Eschenmoser, unser Vorstandsmitglied Jürgen Lüdeke, Philipp Otto von iRights.info und Elke Wetzig aus der Wikipedia-Community und langjähriges Vereinsmitglied. An dieser Stelle eine großes Dankeschön an die Jury für ihre Unterstützung!

Neben dieser Jury-Bewertung haben wir auch die Öffentlichkeit abstimmen lassen: Über das Abstimmungsformular wurden innerhalb von nur vier Woche 1340 Stimmen abgegeben – Wow! Alle Ideen stehen auch weiterhin zur Diskussion und Bewertung online. Auf den Diskussionsseiten können Fragen und Kommentare hinterlassen werden und den Einreichern bietet sich die Möglichkeit, mit der Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen.

Trommelwirbel: Die ausgewählten Projekte

Wir freuen uns, heute die acht Projekte vorstellen zu können, die von uns im kommenden Jahr finanziell unterstützt werden und gratulieren den Einreichern ganz herzlich:

Hier findet sich auch die entsprechende Pressemitteilung: Mutige Ideen für Freies Wissen Erfolgreiche Startrunde für Wikimedia Deutschlands ersten Ideenwettbewerb „WissensWert“

Zusätzlich zu diesen acht sind noch zwei weitere Ideen sehr gut bewertet worden, die allerdings vor Klärung wichtiger inhaltlicher Fragen noch keine Förderzusage bekommen. Mehr dazu im nächsten Jahr.

Parallel zu dieser Veröffentlichung haben wir auch die glücklichen Einreicher benachrichtigt. Die acht Projekte werden im kommenden Jahr von uns begleitet und wir werden euch laufend über den jeweiligen Stand der Dinge informieren. Dass die Projekte von uns unterstützt werden heißt nun nicht, dass wir einfach das jeweils im Budget aufgeführte Geld überweisen. Wir werden mit allen Einreichern ausführlich über die kommende Unterstützung und Umsetzung der Projekte sprechen und entsprechende Vereinbarungen ausarbeiten. Manche Förderung ist auch an bestimmte Voraussetzungen gebunden, die sicherstellen, dass Budget überlegt und mit unseren Zielen konform eingesetzt wird. Für uns steht immer im Vordergrund, dass es sich bei den Fördersummen um Spendengelder handelt, die wir zielgerichtet zur Förderung Freien Wissens einsetzen.

Danke! Weitermachen!

Herzlichen Dank an alle Einreicher, Juroren, Unterstützer, Weitersager und Mitdiskutierer! Ihr habt mit uns gemeinsam dieses erste Experiment zu einem ersten erfolgreichen Abschluss gebracht. Nun sind wir gespannt, wie sich die Projekte entwickeln werden und ob unsere Förderung Früchte trägt.

Auch den Einreichern, die in dieser Runde leer ausgegangen sind, wünschen wir alles Gute und ermutigen dazu, sich bei weiteren Runden erneut zu beteiligen. Nutzt die Zwischenzeit, weiter an euren Ideen zu arbeiten, am Konzept zu feilen oder das Budget realistischer zu planen! Einige der Ideen sind zwar in diesem frühen Stadium von uns noch nicht förderbar, bieten aber Potential und lassen sich weiter entwickeln. Auf ein neues WissensWert im nächsten Jahr!

Update: Hier finden sich nun auch die Ergebnisse von Community-Abstimmung und Jury-Bewertung.

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Das Wikipedia-Buch zum 10. Geburtstag: Autoren gesucht!

Mein Name ist Boris und als neuer Mitarbeiter bei Wikimedia Deutschland bin ich für die Erstellung eines Wikipedia-Buchs verantwortlich. Ich habe Politik- und Kommunikationswissenschaft in Dresden studiert. Bisher war ich im PR-Bereich sowie bei einer Unternehmungsberatung tätig. Mein Interesse an Wikipedia geht bis auf das Jahr 2003 zurück, wobei ich zuerst als Nutzer und später – wenn auch im kleinen Umfang – als Autor, die Vorzüge von Freiem Wissen kennen lernen konnte.

Zum Anlass des zehnjährigen Bestehens von Wikipedia möchte Wikimedia Deutschland 2011 ein Buch veröffentlichen. Das Buch soll einer breiten Öffentlichkeit das Wikipedia-Projekt und seine Community näher bringen. Vor allem für Nicht-Wikipedianer sollen die Grundidee, die Geschichte und Entwicklung sowie das Innenleben der größten Enzyklopädie der Welt vorgestellt und erklärt werden.

Hintergrund und Ablauf

Die einzelnen Abschnitte des Buchs werden von Wikipedia-Autoren als Wiki-Kollaboration geschrieben. Der langjährige und engagierte Wikipedianer Marcus Cyron ist federführend an der Entstehung des Buchs beteiligt. Er wird die Zusammenarbeit mit den anderen Wikipedia-Autoren koordinieren.

Da wir neben den harten Fakten auch die Gesicher bzw. Macher von Wikipedia zeigen wollen, möchten wir zahlreiche Stimmen aus der Community zu Wort kommen lassen. Und dazu ist eure Hilfe gefragt: Wir rufen euch – die Wikipedia-Autoren, Mitarbeiter und Nutzer – dazu auf, aus euren persönlichen Erfahrungen mit dem Projekt zu berichten!

Habt ihr etwas zur Entwicklung und dem erstaunlichen Erfolg von Wikipedia zu erzählen? Wolltet ihr schon immer über ein bestimmtes Erlebnis berichten, das im Zusammenhang mit eurer Mitarbeit am Projekt steht? Oder habt ihr spannende, kuriose, lustige und unerwartete Anekdoten aus dem Alltag eines Autors bzw. Administrators bei Wikipedia parat? Dann stellt uns doch diese Geschichten zur Verfügung, um eure Sicht auf die vergangenen 10 Jahre publik zu machen (ca. eine A4-Seite, mehrere Beiträge pro Person sind möglich)!

Wir können nicht versprechen, dass alle Beiträge ins Buch einfließen werden. Aber wir haben vor, besonders spannende Geschichten und Anekdoten, die es nicht ins Buch geschafft haben, im Umfeld der Veröffentlichung zugänglich zu machen. Das Buch soll unter einer Freien Lizenz erscheinen und ihr werdet – natürlich mit eurem Einverständnis – namentlich als Co-Autoren angeführt. Zudem planen wir Verlosungen von Büchern und eine Book-Release-Party mit allen Beteiligten.

Das menschliche Gesicht von Wikipedia

Um Wikipedia tatsächlich ein Gesicht zu verleihen, möchten wir außerdem eine „Autoren-Wand“ im Anhang des Buches unterbringen. Entstehen soll eine Collage aus Fotos mit knappen Angaben zu den Menschen hinter dem Projekt. Wer mag, kann uns also auch ein Foto schicken – zusammen mit einer kurzen Beschreibung der eigenen Schwerpunkte bei Wikipedia, einer Darstellung der Motivation zur Mitarbeit oder einfach nur ein paar Worten zur Person (ca. eine halbe A4-Seite).

Sowohl die Anekdoten, als auch die Fotos und Kurzvorstellungen können unter dem Wikipedia-Benutzernamen verfasst werden. Wir freuen uns auf eure Einsendungen und hoffen, dass ihr diese Gelegenheit dazu nutzt, den Nicht-Wikipedianern da draußen einen Einblick in eines der spannendsten Experimente menschlicher Zusammenarbeit zu ermöglichen!

Projektseite im Wikipedia-Autorenportal: 10 Jahre Wikipedia: Wikipedia-Buch

Einsendungen bitte bis zum 31.01.2011 per E-Mail an: boris.marinov@wikimedia.de

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Vorstandsklausur im Taunus

Steinbach im Taunus liegt im flachen Taunus. Obwohl ich seit fünf Jahren im Taunus wohne, hatte ich keine Ahnung, dass der Taunus so flach sein könnte. Der Vorstand kam genau zur gleichen Zeit wie der erste Schnee. Wir hatten uns in der Bildungsstätte Steinbach einquartiert. Wir waren fast alleine in diesem riesen Gebäude, zusammen mit alten Fahnen von Gewerkschaften (ich kann mich nur an die Steinarbeiter errinern…) und komischen Pappleuten, die dem Ganzen ein bisschen Leben gaben.

Erster Schnee heißt auch, dass es zu kalt war, um draußen zu bleiben, und es eigentlich ganz gemütlich war, im Tagesraum zu sitzen und zu arbeiten. Was wir auch reichlich gemacht haben.

Operative Kernziele und Maßnahmen

Warm ging es am Samstag früh los, nach einem gemeinsamen Abendessen am Tag vorher. Die Tagesordnung war, wie immer bei der Klausuren, voll. Diese fing mit Pavels Vorstellung der operativen Kernziele und Maßnahmen an. Der Prozess wurde in der Geschäftsstelle begonnen, wo alle Mitarbeiter sich zusammengesetzt hatten, um Ideen und Schwerpunkte für das Jahr 2011 zu entwickeln. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit wurde uns in der Form von einzelnen Projekte vorgestellt und den Zielen, die sie erreichen sollen. Wir haben da die üblichen Verdächtigen wie die Zedler-Medaille, das Support-Team-Treffen oder die Intensivierung des Schulprojekts und Silberwissens, aber auch ein paar spannende, ganz neue Ideen wie die Fortsetzung von WissensWert, das Projekt RENDER und eine Menge Projekte rund um das zehnjährige Jubiläum von Wikipedia. Diese werden am 15. Januar beginnen und das ganze Jahr hindurch laufen. Besonders interessant fand ich die Aussage, dass die Mitarbeiter dieses Jahr in ihrer Projektplanung auch die Aufgabe hatten, sich darüber Gedanken zu machen, wie Freiwillige sich an ihren Projekten beteiligen werden. Es ist hoch spannend zu bemerken, dass ohne Freiwillige irgendwie gar nichts geht, wenn wir wirklich erfolgreich werden wollen.

Haushaltplan

Der zweite Teil war voll Ziffern, als wir den Haushaltplan durchgegangen sind. Ich werde dazu nicht viel sagen, da Pavel in den nächsten Tagen das Ergebnis unserer Diskussionen veröffentlichen wird. Als Bemerkung will ich nur darauf hinweisen, dass es auch hochspannend ist, das Wachstum von unseren Vereinsfinanzen zu beobachten. Das Fundraising hat bis heute schon 50 % mehr als das vom letzten Jahr eingebracht … Was die Zukunft für uns bereit hält, ist noch unklar, aber trotzdem voll Möglichkeiten. Es ist auch ehrlich sehr schwierig, sich im November hinzusetzen und einen Haushaltsplan zu erarbeiten, wenn wir, im Gegenteil zu anderen Organisationen, die genauen Einahmen vom Jahr 2010 nur erahnen können. (Der Fundraiser ist nur halb durch und die Hälfte des Geldes, das wir virtuell „ausgegeben“ haben, ist noch theoretisch.)

Rechtsetzung

Wir haben dann darüber gesprochen, ob und wie Wikimedia Deutschland sich zur Rechtssetzung äußern sollte. Wir sind am Anfang unserer Überlegung, ob und wenn ja, dann wie, Wikimedia Deutschland die Klärung offener Rechtsfragen aktiv unterstützen sollte. Eine schwierige Frage, für die wir noch viel Zeit brauchen werden, um eine umfangreiche, aber auch sehr klare Position zu entwickeln, die im Sinne des Vereins und wichtiger, im Sinne freier Lizenzen sein kann.

Satzungsänderung und außerordentliche MV

Wir haben uns abschließend über die Satzungsänderungen unterhalten und über den Vorschlag der AG Verantwortungsstruktur diskutiert. Zunächst muss ich sagen, dass der Konsenz war, dass die AG einen sehr guten Job gemacht hat, die Fragen, die ihr gestellt wurden, zu beantworten. Dennoch haben wir ein paar Dinge besprochen, die aus unseren Erfahrung heraus vielleicht geklärt sein sollten. Diese werden wir im Forum vorschlagen. Wir brauchen aber viel mehr Feedback von unseren Mitglieder auf die bis jetzt vorgeschlagene Satzungsänderung, da die vorgesehenen Änderungen eine echte andere Struktur des Vereins schaffen werden.

Geschäftsführerbewertung und -vergütung

Am Sonntag haben wir mit den Ergebnissen der Arbeitsgruppe Geschäftsführung angefangen. Deren Auftrag war sich Gedanken darüber zu machen, welche Rahmenbedingungen man entwickeln könnte um die Vergütung des Geschäftsführer für jetzige und künftige Vorstände, sowohl als für den Geschäftsführer, nachvollziehbar zu machen.
Bei diesem Thema ist es extrem interessant festzustellen, dass – obwohl das Spektrum der Vergütung sowohl im öffentlichen Dienst als auch im privaten Sektor eher bekannt sind (Es gibt eine Menge von Dokumenten und Artikeln, die darüber berichten.) – für die Vergütung von Führungskräften im Non-Profit-Sektor keine ordentlichen Vergleichszahlen vorliegen, was eine zusätzliche Herausforderung für die Arbeitsgruppe bedeutet.

METIS

Am Sonntag hat Achim dem Vorstand eine Zusammenstellung von Fakten und Argumenten zum Thema METIS präsentiert. Eine sehr interessante SWOT-Analyse. Nach der Präsentation waren wir alle genauso gespalten wie vorher. In der Diskussion wurde deutlich, dass wir eine Entscheidung dazu nur gemeinsam mit der Community treffen können. Daher haben wir beschlossen, die Diskussion in der Wikipedia aufzugreifen, aktiv zu begleiten und bei Bedarf externe Fachleute und Know-How einzubinden. Das Thema ist viel zu komplex, um schnell eine Position zu entwickeln.

Beziehung Vorstand–Geschäftstelle

Das letzte Thema auf unserer Agenda was die Fortsetzung einer Diskussion, die wir schon auf der letzten Klausur angefangen haben: Wie man die Beziehung zwischen Geschäftsstelle und Vorstand am besten definiert. Die Rolle des Vorstands hat sich in den letzten Jahren stark geändert, während sich auch die Geschäftsstelle stark entwickelt hat. Wie gehen wir damit um? Wie stellen wir sicher, dass sowohl Vorstände und Mitarbeiter der Geschäftsstelle einen gemeinsamen Arbeitsgrund finden, was Frustration (auf beiden Seiten) verhindert, und Synergie fördert? Schon wieder ein langfristiges Thema, und auch spannend, da die Art und Weise kollaborativer Arbeit, die man in einem Wiki findet, nicht immer angemessen für Beziehungen im realen Leben ist.

Das war es. Der Schnee war am Sonntag wieder weg. Ich habe alle anderen auf dem S-Bahn-Gleis verabschiedet und habe mich wieder auf den Weg gemacht in meinen hügeligen Teil des Taunus.

(vielen Dank an Maria, Jürgen et al. für die grammatikalische Korrektur!)

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Konferenzräume für März 2011 in Berlin gesucht

Wikimedia Deutschland ist erfreulicherweise auch im nächsten Jahr wieder Gastgeberin der internationalen Wikimedia Conference, einem Treffen von MediaWiki-Entwicklern, Vertretern der Chapter aus 29 Ländern und Mitarbeitern der Wikimedia Foundation. Außerdem trifft sich das Board of Trustees ebenfalls zu einer regulären Sitzung.

Für diese Veranstaltungen sind wir zur Zeit auf der Suche nach geeigneten Räumen in Berlin und bitten um eure Unterstützung.

Hier die Eckdaten:

  • 23.-27. März 2011
  • Platz für 100 Personen
  • 1 großer Raum für alle, 3 kleinere Workshop-Räume für Gruppen von 15 bis 30 Personen
  • Raum für Catering und Empfang
  • Mobiliar, technische Infrastruktur und ausreichend Stromanschlüsse vorhanden
  • stabiles, zuverlässiges W-Lan
  • innerhalb des S-Bahnrings gelegen

Kennt ihr geeignete Veranstaltungsorte oder habt Kontakte zu Organisationen, die uns ihre Räume zur Verfügung stellen würden? Wir freuen uns über Angebote, Ideen und Hinweise, entweder hier im Blog oder per Mail an wmcon@wikimedia.de conference@wikimedia.de. Vielen Dank!

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Bei den Deutschen funktioniert sogar die Wikipedia!

Vor einiger Zeit habe ich eine Karte veröffentlicht, die anzeigt, in welchen Ländern Europas welche Wikipedia-Sprachversionen gelesen werden. Das Kreisdiagramm pro Land informiert also über die Anteile der Sprachversionen nach Seitenaufrufen.

Wikipedia-Karte Europas, nach Ländern und Sprachversionen
Wikipedia-Karte Europas, nach Ländern und Sprachversionen

Leider hat sich herausgestellt, dass das Wikimedia-Zahlenmaterial für diese Karte noch einen strukturellen Fehler innehatte. Da Aufrufe durch Suchbots (von Suchmaschinen) nicht herausgefiltert waren, und Suchbots meist in den USA beheimatet sind, erschien der Anteil des Englischen bzw. der USA in den Zahlen oftmals zu hoch. Eine bereinigte Karte würde allerdings auch kein wesentlich anderes Bild ergeben.

Und diesem Bild zufolge spielen in den einzelnen Ländern meist nur zwei Sprachen eine Rolle: die eigene Nationalsprache (farbig oder schwarz) und Englisch (dunkelrot). Die Europäer suchen also Informationen am liebsten in der eigenen Sprache auf, und wenn sie dort nicht fündig werden, dann gehen sie zur englischsprachigen Wikipedia. In einigen Ländern wie Griechenland und Island weist das Englische einen weit höheren Anteil auf als die eigene Sprache. Beispielsweise in Schweden und den Niederlanden kann sich die Nationalsprache nur mit Mühe gegen das Englische behaupten.

Die deutschsprachige Wikipedia hat ihre Leser, wie zu erwarten, vor allem in den DACH-Ländern: Deutschland, Österreich und die Schweiz, hinzu kommt Liechtenstein. Dort, vom schweizerischen Sonderfall abgesehen, ist Deutsch die eindeutig dominierende Sprache. Obwohl Deutsch in vielen Ländern Europas als Fremdsprache unterrichtet wird, sind die dortigen Seitenaufrufe jedoch marginal. Nirgendwo außerhalb der deutschsprachigen Länder kommt die deutschsprachige Wikipedia über einen Anteil von drei Prozent, meist ist es deutlich weniger.

“Die Deutschen können halt kein Englisch”, schrieb jemand in einer Diskussion in der niederländischsprachigen Wikipedia zu dieser Karte. Allerdings hätten sie die englischsprachige Wikipedia nicht nötig, weil ihre eigene “viel besser” sei. Ein anderer meinte, der Erfolg liege nicht nur daran, dass es viel mehr Deutsch- als Niederländischsprachige mit Internetanschluss gibt:

Dass die Deutschen genug an ihrer eigenen Sprachversion haben, verwundert übrigens diejenigen nicht, die sich die  Deutsche Sprachausgabe anschauen: diese Wikipedia hat eben total Hand und Fuß. Der einzige Nachteil ist, dass sie sehr allergisch auf Infoboxen reagieren und die in vielen Artikeln vermeiden wollen. Ansonsten haben sie über viele Gegenstände viel mehr Informationen als beispielsweise die englischsprachige, nur ist die Anzahl verschiedener Artikel in der englischsprachigen größer. Und alle Nebensächlichkeiten sind so durchdacht (Rechtschreibung, Format, Handhabung von Links und Weiterleitungen, Stil und Satzbau…). Die deutsche Gründlichkeit ist kein Märchen, das beweisen diese Zahlen auch.

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Das war die Wikipedia Academy 2010

Am vergangenen Wochenende fand die Wikipedia Academy in der Frankfurter Goethe-Universität statt. Wikimedia Deutschland hatte Wikipedianer, Wissenschaftler und interessierte Praktiker eingeladen, zum Thema „Energie des Wissens – was Wissen schafft, bewegt“ miteinander ins Gespräch zu kommen.

In der eindrucksvollen Atmosphäre der historischen Aula wurden wir durch die Vizepräsidentin der Universität, Prof. Dr. Maria-Roser Valenti, begrüßt:

Wir werden erfahren, was Wissenschaft bewegt und wie Wissen bewegt und wir werden erleben, dass Wissen Energie ist. Ich wünsche Ihnen recht viel davon in den nächsten zwei Tagen und inspirierende und informative Vorträge, Workshops und Gespräche. „Wer vorausschaut ist der Herr des Tages“ sagte Goethe. Wikipedianer haben vorausgeschaut, lassen Sie es uns gleich tun und gemeinsam an der Vision Freien Wissens arbeiten.

Pavel Richter hieß darauf hin die Teilnehmer im Namen von Wikimedia Deutschland Willkommen, gab einen Überblick über vergangene Academies und einen Ausblick auf die folgenden Vorträge und Workshops.

Schwerpunkte und Spannungsfelder

Inhaltlich bildeten sich während dieser beiden Tage verschiedene Schwerpunkte heraus. Im kurzen „Blick auf sich selbst“ eröffneten Vorstellungen der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte durch Jonathan Groß und Martin Rulsch externen Besuchern erste Einblicke in die Wikimedia-Welt. Im weiteren Blick präsentierte Manuel Merz von der TU Ilmenau erste Ergebnisse seiner Umfrage aus dem Jahr 2009 über die Autoren der Wikipedia, darunter auch einige durchaus überraschende Ergebnisse, insbesondere zur Altersstruktur und dem Bildungsgrad. Weiterlesen »

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