Wikimedia:Woche 11/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung offzieller Ankündigungen und Hinweise der Wikimedia Foundation und der lokalen Wikimedia-Organisationen. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird im Etherpad der Wikimedia:Woche gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (11/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
Beitragende: Jürgen Fenn, Anneke Wolf, Phillip Wilke, Catrin Schoneville

Foundation & Vereine

MONATSBERICHT DER FOUNDATION FEBRUAR 2012

Die Wikimedia Foundation hat den Bericht über ihre Aktivitäten im Februar 2012 veröffentlicht.

ABSCHLIEßENDE EMPFEHLUNG SUE GARDNERS AN DAS BOARD

Die abschließenden Empfehlungen Sue Gardners an das Board of Trustees der Wikimedia Foundation zur Neuordnung des Fundraisers sind am 11. März 2012 ins Meta-Wiki gestellt worden. Die Vorschläge unterscheiden sich trotz aller Diskussionen, die vorausgegangen waren, nicht wesentlich von der ursprünglichen Fassung.
Sue Gardner erläuterte ihre Vorschläge in einer „Office hour“ („Sprechstunde“) auf Freenode. Sie sei weiterhin der Ansicht, das Fundraising solle zentral und weltweit von der Wikimedia Foundation durchgeführt werden. Sollte sich der Vorstand der Stiftung dem aber nicht anschließen, so schlage sie stattdessen vor, für einen Zeitraum von drei Jahren, also bis 2015, weiter zu machen wie bisher, um aufgrund der bis dahin gemachten Erfahrungen dann erneut über die Frage zu beraten. Diesen Zeitraum halte sie für angemessen, um sich von den bisherigen Auseinandersetzungen wieder zu lösen und gemeinsam nach vorn schauen zu können.
Der Stiftungsvorstand ist derweil uneins; ein Teil neigt dazu, Sue Gardners Vorschläge zu unterstützen, während andere Vorstandsmitglieder die bisherige Regelung zum Fundraiser beibehalten möchten.

DISKUSSION UM CHAPTERS’ COUNCIL

Im Meta-Wiki ist eine umfangreiche und lebhafte Diskussion um die Gründung des Chapters’ Council im Gange. Dabei soll es sich um einen Verband der Fördervereine handeln, der deren Interessen gegenüber der Wikimedia Foundation gemeinsam vertritt, insbesondere bei der Diskussion um die Reform der Finanzverfassung der Wikimedia-Bewegung. Die Idee eines Chapters’ Council war zuerst bei der Wikimania 2011 in Haifa diskutiert und dann beim Financial Meeting wieder aufgegriffen worden, das Mitte Februar 2012 in Paris stattgefunden hatte.
Derzeit werden mehrere Gründungschartas diskutiert, insbesondere sind die Rechtsform und der Sitz dieses „Vereins der Vereine“ bisher noch unklar. Einigen sich dem derzeitigen Zeitplan zufolge bis zum 25. März 2012 mindestens 12 Vereine auf einen der Entwürfe, soll es bei der Wikimedia Conference, die vom 30. März bis 1. April 2012 in Berlin stattfindet, zur Gründung kommen. Das Präsidium von Wikimedia Deutschland hat sich einstimmig für die Gründung eines Chapters’ Council ausgesprochen.
Ziko van Dijk (WMNL) hat einen Versuch gemacht, die Entwicklung der internationalen Wikimedia-Bewegung zu veranschaulichen, er freut sich über weitere Anregungen:

NEUE MITGLIEDER IM CHAPTERS COMMITTEE

Das Chapters Committee hat fünf neue Mitglieder mit Stimmrecht ernannt (Galileo Vidoni, Lodewijk Gelauff, Maria Sefidari, Bengt Oberger und Tomasz Kozłowski). Außerdem wurde Delphine Ménard zum „non-voting adviser“ (Beraterin ohne Stimmrecht) ernannt. Die weiteren (und bisherigen) Mitglieder des Ausschusses sind Damian Finol, Ray Saintonge, Sebastian Moleski, Jeromy-Yu Chan und dem Vorsitzenden Bence Damokos. Ausgeschieden sind Nathan Carter, Austin Hair und Vladimir Medeyko.

Projekte und Initiativen

WMDE: PROJEKTMITARBEITERIN FÜR WIKIDATA STELLT SICH VOR

Lydia Pintscher wird zukünftig die Rolle einer Mitarbeiterin für „Community Communications“ im Projekt Wikidata ausfüllen. Lydia hat langjährige Erfahrungen mit Community-Arbeit innerhalb von Open-Source-Projekten. Eine ausführliche Vorstellung findet sich hier:

KIWIX LÄUFT AUCH UNTER SUGAR

Der Wikipedia-Offline-Reader Kiwix wurde auf die Desktop-Umgebung Sugar portiert und kann somit auch auf den Laptops eingesetzt werden, die mit der Initiative ”One laptop per child” vor allem im Bildungsektor in Entwicklungsländern eingesetzt werden.

WIKITV PLANT ERSTEN BEITRAG

WikiTV plant, nach den Interviews von den WikiConvention 2011 seinen ersten eigenen Beitrag bei der Wikimedia Conference Ende März/Anfang April in Berlin zu produzieren.

FREIE ACCOUNTS ZU HIGHBEAM RESEARCH FÜR WIKIPEDIA-AUTOREN

Die Suchmaschine HighBeam Research stellt in Zusammenarbeit mit der Wikimedia Foundation freie Zugänge für ein Jahr für Wikipedia-Autoren zur Verfügung. Die Website bietet Zugriff auf über 80 Millionen Artikel aus 6.500 Publikationen, von denen die meisten nicht frei im Netz verfügbar sind: Zeitungsarchive und wissenschaftliche Zeitschriften aus den letzten 25 Jahren. Die Accounts werden ab Anfang April 2012 verteilt. Bisher wurden die zuständigen Wiki-Projekte in der englischen Wikipedia informiert. Wer sich bewerben möchte, möge sich bitte hier eintragen. Alle Wikipedianer, die seit mindestens einem Jahr mitarbeiten und die mindestens 1.000 Bearbeitungen vorgenommen haben, werden bei der Verteilung berücksichtigt. Die Zusammenarbeit wurde nach dem Vorbild der Vergabe von Zugängen zur Datenbank Credo Reference gestaltet, die vor etwa einem Jahr erfolgt war.

PHOTOKINA

Auf Initiative von Freiwilligen aus Wikipedia und Commons soll es einen Wikipedia-Stand auf der Photokina, der weltweit größten Fotomesse, vom 18. bis 23. September 2012 in Köln geben. Unter dem Projektnamen “Wikikina – Wikipedianer auf der Photokina 2012″ sollen professionelle Bildredakteure und Hobbyfotografen über die Bild- und Mitmachangebote auf Wikipedia und Wikimedia Commons informiert werden und für die Veröffentlichung unter freien Lizenzen begeistert werden. Geplante Themen sind:

* Scan- und Uploadstation
* Wikimedia Commons + Tricks & Helferlein
* Wiki Loves Monuments
* Geotagging
* GLAM
* Landtagsprojekte
* QR-Codes
* OTRS
* Enzyklopädische Fotografie & Bildbearbeitung
* Lizenzmodelle & Commons für Bildredakteure

Weitere Infos:
*http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Wikikina

Technik

WMF-DOMAINS SIND UMGEZOGEN

Am 9. März 2012 wurde der Umzug sämtlicher Domains der Wikimedia Foundation von GoDaddy zu MarkMonitor vollendet. Jimmy Wales hatte den Weggang von GoDaddy als Domainverwalter im Dezember 2011 auf Twitter angekündigt, nachdem das Unternehmen die SOPA-Gesetzgebung unterstützt hatte. Der Umzug verlief reibungslos; es gab keine Unterbrechungen bei den Wikimedia-Projekten.

Presse

Mit Spannung wurde der Spiegel-Online Artikel von Marvin Oppong innerhalb der Coummunity erwartet. Doch all die Aufregung, die sich vor allem in regen Diskussionen im Kurier entlud, war umsonst. Oppong konnte „überraschenderweise“ keine Bezahlung von Wikipedia-Autoren aufdecken. Die investigative Recherche des freien Journalisten brachte lediglich eine Kritik an der  Kommunikationsabteilung der Daimler AG hervor.

Geschichte der Enzyklopädien

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass die Encyclopædia Britannica diese Woche bekanntgegeben hat, es werde 244 Jahre nach der ersten Auflage keine gedruckte Ausgabe mehr geben. Die Britannica werde von nun an nur noch in digitaler Form erscheinen. Dieser Schritt wurde in der Presse weithin mit dem Erfolg von Wikipedia in Verbindung gebracht.

Termine

BUCHLESUNG “ALLES ÜBER WIKIPEDIA”

16. März, 18 Uhr, „Alles über Wikipedia“-Lesung zur Leipziger Buchmesse in der DZB (Deutsche Zentralbücherei für Blinde) mit den Wikipedia-Benutzern Southpark, DerHexer, WiseWoman und Schlesinger.

WMF-OFFICE-HOUR

Am 22. März 2012 findet eine Office-Hour zum New-Page-Triage-Projekt statt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Qualität von neuen Artikeln in Wikipedia zu verbessern und die Eingangskontrolle zu erleichtern.

Jobangebote

Auf Initiative der Wikipedia-Autoren-Community unterstützt Wikimedia Deutschland das in Planung befindliche Projekt „Wikipedia im Landtag“. Für eine sechsmonatige Planungsphase wird ein Mitarbeiter auf Werkvertragsbasis gesucht. Inhalt des Werkvertrags ist die vorbereitende Kontaktaufnahme mit 13 Landtagen. Dabei soll das Projekt grundsätzlich vorgestellt werden.
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Community Communications für Wikidata

Wikimedia Deutschland hat wieder Großes vor in den nächsten Monaten und es freut mich unheimlich ein Teil davon sein zu dürfen. Ich habe gerade angefangen für Wikimedia Deutschland zu arbeiten und wollte mich kurz vorstellen. Ich bin Lydia und meine Aufgabe wird es sein sicherzustellen, dass eure Stimmen im Wikidata Projekt gehört werden. Wikidata liegt mir am Herzen und mir ist es wichtig, dass wir dieses Projekt gemeinsam erfolgreich machen.

Viele von euch kennen mich wahrscheinlich noch nicht, deshalb ein paar Infos zu mir vorab: In den letzten Jahren habe ich Informatik an der Uni Karlsruhe studiert. Dort habe ich unter anderem an einem Programm zur Planung von roboterunterstützten Laser-OPs am menschlichen Schädel gearbeitet. Meine Diplomarbeit habe ich zum Thema transparente und kollaborative Entwicklung Freier Software geschrieben. In den letzten Jahren habe ich meine Freizeit mit Community Arbeit für KDE verbracht. Unter anderem habe ich bei KDE die Mentorenprogramme geleitet, eine Community Arbeitsgruppe mitgegründet, bin im Vorstand des KDE e.V. und sorge allgemein dafür, dass alles rund läuft. In dieser Position habe ich auch andere Projekte wie zum Beispiel Kubuntu, VLC/VideoLan und openSUSE zu Community Fragen beraten. Vor Kurzem habe ich ein freies Buch veröffentlicht, das es einfacher machen soll in einem Freien Software Projekt Fuß zu fassen. Ihr kennt vielleicht 4 der Autoren durch Wikipedia. Im MediaWiki-Umfeld habe ich in den letzten 2 Jahren nebenberuflich für ontoprise die Entwicklercommunity von Semantic MediaWiki Plus aufgebaut und betreut und bin im Steering Committee des Vereins hinter Semantic MediaWiki. Leider hat mein Tag nur 24 Stunden (auch wenn einige das Gegenteil behaupten), weshalb sich meine Interaktion mit Wikipedia selbst bisher auf regelmäßige Nutzung beschränkte. (Danke für eure Arbeit!) Zum Glück wird sich das jetzt sehr schnell ändern. Ich hoffe, dass meine Erfahrung im Bereich Community Management und Transparenz von Organisationen der deutschen und weltweiten Wikipedia Community zugutekommt.

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich mich hauptsächlich beschäftigen mit:

  • Ideen/Sorgen/Wünsche aufnehmen die ihr jetzt für mich schon habt (Ich werde mir natürlich bereits geführte Diskussionen anschauen. Schickt mir aber bitte Links zu euren Beiträgen falls ihr ganz sichergehen wollt, dass ich sie sehe.)
  •  einige von euch persönlich treffen zB bei einem Stammtisch (Sagt hallo, wenn ihr in Karlsruhe oder Berlin und Umgebung seid. Vor ein paar Tagen war ich schon beim Stammtisch in Karlsruhe.)
  • den Rest des Teams vorstellen, sofern noch nicht bekannt
  • helfen das Projekt etwas verständlicher zu machen
  • dafür sorgen, dass es einfach für euch ist auf dem Laufenden zu bleiben was im Projekt passiert und geplant ist und mitzumachen
  • Ideen/Sorgen/Wünsche etwas strukturierter zusammen mit euch sammeln und aufarbeiten

Im weiteren Verlauf des Projekts wird es viele Entscheidungen geben, die die Community gemeinsam treffen muss. Ich werde da sein um das zu unterstützen.

Falls ihr Fragen habt lasst es mich bitte wissen. Ich werde auf der deutschen und englischen Wikipedia, im IRC, XMPP, Skype und co erreichbar sein. Für Wikidata gibt es eine Mailingliste auf der ihr euch eintragen könnt und den IRC Kanal #wikimedia-wikidata auf freenode.

 

Cheers

Lydia, die sich freut mich euch zusammenarbeiten zu dürfen

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Bildung und Wissen – Das Referententreffen

vom 2.-4.3.2012 fand im evangelischen Tagungszentrum Hofgeismar bei Kassel das traditionelle Referententreffen statt. Aber etwas war neu: Erstmals trafen sich in entspannter Atmosphäre und gut gelaunt die Referenten/innen aller Bildungsprogramme des Bereichs Bildung und Wissen, also ”Silberwissen’‘, ”Wikipedia macht Schule” und ”Wikipedia Hochschulprogramm’‘. Neben dem gemeinsamen Austausch der Erfahrungen ging es darum, Gemeinsamkeiten zu erleben und so das Bewußtsein zu verstärken, Teil eines größeren Bereichs Bildung und Wissen zu sein.

Die Themen


Wikimedia Commons: emma7stern CC-BY-SA 3.0 *

Nach dem gegenseitigen Vorstellen und Kennenlernen erläuterten die Projektleiter/innen das Konzept “Mitmachen”: zu motivieren, bereichsübergreifend das Ziel der Autorengewinnung voranzutreiben und Wege zu finden, diese dauerhaft in die Wikipedia einzubinden. In der anschließenden Diskussion entbrannte daraus ein teilweise durchaus emotionaler Meinungsaustausch über Umgangsformen in der Wikipedia und den nicht zu übersehenden sogenannten ”Gender – Gap”, also das unausgeglichene Verhältnis zwischen Männern und Frauen in der Wikipedia-Autorenschaft.

Eine wichtige Komponente der Autor/innen-gewinnung sind Workshops, die das Mitarbeiten in der Wikipedia lehren. Eine Referentin berichtete von ihrem Einführungsvortrag beim Deutschen Frauenring in Kiel. Aufgeschreckt durch die niedrige Frauenquote und die Dürftigkeit von Artikeln im Bereich der Frauenvereine zeigten sich die Teilnehmerinnen vor Ort motiviert, ihr Wissen im Rahmen eines folgenden Workshops einzubringen. Die folgenden Berichte aus der Praxis wurden sachlich, aber durchaus leidenschaftlich diskutiert.

Am zweiten und dritten Tag lag der Schwerpunkt auf der Frage, wie wir “Mitmachen!” in die unterschiedlichen Veranstaltungsformen integrieren können. Übereinstimmend wurde es als das Wichtigste gesehen, den Spaß an der Mitarbeit zu vermitteln und ihn erfahrbar zu machen. Immer das Ziel vor Augen, die Wikipedia attraktiv für neue Autoren/innen zu machen, angesichts des unübersehbaren Autorenschwunds. Die Aufgabe, die Begeisterung zum “Mitmachen” zu wecken, wurde zum Ende mit einem Zitat – in etwas abgewandelter Form – treffend zusammengefasst:

“Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre (…) die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.”

Antoine de Saint-Exupery (Werk: Die Stadt in der Wüste / Citadelle)

Auch die Frage, wie wir realistische und pragmatische Lösungsmöglichkeiten für die Unterstützung der in den Programmen gewonnenen Neuautor/innen finden können, prägte das Camp. Von kurzfristigen Rückfragemöglichkeiten für Workshopteilnehmer bis hin zu langfristigen Modellen, die gemeinsam mit der Community weiterentwickelt werden müssen, reichte dabei das Spektrum. Es ist ein Anfang gemacht! Die Referent/innen arbeiteten teilweise bis spät in die Nacht und nutzen jede Gelegenheit, um sich über die Programme und Erfahrungen auszutauschen.

Wir nehmen mit

Im Rahmen des Camps entstanden eine Reihe guter Ergebnisse, die die Zukunft von Bildung und Wissen bei Wikimedia Deutschland nachhaltig prägen werden. Besonders die Fantasie und die realistische Einschätzung der Referent/innen war beeindruckend! Zudem hat sich das Prinzip, dass erfahrene Referent/innen den Neulingen ihre Kenntnisse mit auf den Weg geben und neue Referent/innen ihre Ideen in die Arbeit mit einfließen lassen, bewährt. Im Nachklang zeigt sich in diesem Treffen malwieder: je unterschiedlicher die Blickwinkel auf ein Thema, desto besser und ausgereifter am Ende das Ergebnis. Danke an alle Anwesenden!

Wer Anmerkungen und Ideen hat, Lust hat, sich als Referent/in am Netzwerk zu beteiligen, oder wer Interesse an einen solchen Workshop hat, der wende sich gerne an: bildung@wikimedia.de

 

ein gemeinsamer Text von Schlesinger, Elly Köpf und Denis Barthel

 

* http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

 

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Wikimedia:Woche 10/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung offzieller Ankündigungen und Hinweise der Wikimedia Foundation und der lokalen Wikimedia-Organisationen. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird im Etherpad der Wikimedia:Woche gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

=Wikimedia:Woche (10/2012)=

  • Beitragende: Anneke Wolf, Jürgen Fenn, Martin Rulsch, Michael Jahn

 

Foundation & Vereine

VORSTANDSWAHLEN DER WIKIMEDIA FOUNDATION

Im Juni 2012 enden die Amtszeiten zweier Mitglieder des Stiftungsrates der Wikimedia Foundation. Im Meta-Wiki sind die Selbstdarstellungen aller Kandidaten für die Neubesetzung veröffentlicht:
Bis zum 15. März werden Fragen an die Kandidaten hier gesammelt:
Wikimedia Deutschland kann zwei Stimmen im Rahmen dieser Wahl vergeben. Als Vorsitzender des Präsidiums hat Sebastian Moleski eine Seite im Forum-Wiki des Vereins eingerichtet, auf der sich über die Stimmvergabe an die möglichen Kandidaten ausgetauscht werden kann. (Anmeldung erforderlich)

BILDFILTER AUF EIS

Phoebe Ayers hat auf Nachfrage in der Foundation-l-Mailingliste geantwortet, die Entwicklung des Bildfilters für „umstrittene Inhalte“ auf Wikimedia Commons sei mit Zustimmung des Stiftungsvorstands vorübergehend auf Eis gelegt worden, weil angesichts der Finanzdiskussion zwischen der Stiftung und den Fördervereinen derzeit Wichtigeres zu tun sei. Der Stiftungsvorstand werde zudem demnächst darüber beschließen, ob die ursprüngliche Entscheidung zur Entwicklung des Filters aufrecht erhalten werden soll oder nicht.

STELLUNGNAHMEN ZUR FINANZDISKUSSION

Sue Gardner hat kürzlich einige Wikimedia-Länderorganisationen um die Beantwortung einzelner Fragen zur Durchführung der zukünftigen Spendenkampagnen und zur Spendenverteilung abgegeben. Es antworteten öffentlich:

Wikimédia France:

WMFR möchte den Fundraiser 2012 selbst durchführen. Das Subsidiaritätsprinzip diene am besten den Interessen der Wikimedia-Bewegung. Die Durchführung durch das lokale Chapter sei billiger als durch die Stiftung. Vor allem aber sei es nur so möglich, die Beziehung zu den Spendern angemessen zu pflegen und die Steuerbegünstigung für die Spenden zu erhalten.

Wikimedia UK:

WMUK bestätigte in einem eigenen Statement, dass sie die derzeitigen Pläne für Fundraising durch Länderorganisationen für zielführend hält.

Wikimedia Deutschland:

WMDE antwortete mit Bezug auf die umfassende Argumentation im Papier “Wikimedia’s Culture of Sharing”. Zusätzlich wurde erneut auf die Vorteile des Subsidiaritätsprinzips eingegangen und darauf, dass nicht Spenden, sondern Spender im Mittelpunkt der Organisationsentwicklung stehen müssen.

MONATSBERICHTE

Wikimedia Schweden hat den Monatsbericht für Februar veröffentlicht:
Wikimedia Ungarn hat den Monatsbericht für November 2011 veröffentlicht

Projekte und Initiativen

WÜNSCH DIR WAS VON DER WIKIMEDIA FOUNDATION!

Die Wikimedia Foundation erkundigt sich in einer Online-Umfrage nach den Wünschen der Community: Welche Unterstützung wünschen sich Wikimedianer von der Foundation? Im Meta-Wiki gibt es dazu eine frei ergänzbare Wunschliste. Literaturstipendien, Reisekostenerstattung, die Ausleihe von Hilfsmitteln und Rechtsschutz für Wikipedianer werden in der Umfrage bisher angeführt. Die Liste kann aber ergänzt werden.

TEESTUBE

Die Wikimedia Foundation hat eine Pilotprojekt namens “Wikipedia Teahouse” gestartet. Mitarbeiter der WMF und freiwillige Gastgeber stehen auf der gleichnamigen Seite in der englischen Wikipedia-Sprachversion neuen Autoren als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung.

WIKIWORLDDAYS

Benutzer Pharos von Wikimedia NYC hat eine Übersicht für internationale Wikimedia-/Wikipedia-Aktionen angelegt, die als Anlaufstelle für globale Veranstaltungen dienen soll:

Technik

WMF-ENTWICKLERBERICHT FEBRUAR 2012

Der Entwicklerbericht für Februar ist erschienen. Darin unter anderem zur schwierigen Entwicklung der Swift-Infrastruktur, zum anhaltenden Erfolg der Wikipedia-App, zur Einführung von MediaWiki 1.19 in den meisten Wikimedia-Wikis und zur Vorbereitung von Subversion zu git.
*Zur ausführlichen Liste der Änderungen in MediaWiki 1.19 siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Projektneuheiten

WEBFONTS

Im Blog der Wikimedia Foundation berichten Entwickler über die Aufgabe, insbesondere für Wikisource Fonts bereitzustellen, die den teilweisen sehr alten Originaltexten vom Schriftbild ähnlich sind.

Termine

Wikimedianerinnen, die am ersten WikiWomenCamp in Buenos Aires, Argentinien, vom 23. bis 25. Mai 2012 teilnehmen möchten, können sich bis zum 18. März 2012 im Meta-Wiki um Reisestipendien von Wikimedia Deutschland bewerben.
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Stipendien für das WikiWomenCamp in Buenos Aires

2012 findet das erste WikiWomenCamp in Buenos Aires, Argentinien statt. Vom 23. bis 25. Mai treffen sich Frauen der weltweiten Wikimedia-Bewegung, um Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und neue Ideen rund um das Thema Gender-Gap zu entwickeln. Ziel ist es, einen Austausch auf internationaler Ebene möglich zu machen. Um mitmachen zu können, musst du keine Wiki-Expertin sein. An vorderster Stellte steht die Lust, das Camp aktiv mitzugestalten und das Interesse, auch danach Ideen in die Wikipedia-Welt einzubringen.

Der Countdown auf der Website der Organisatorinnen zeigt: Noch 78 Tage bis zum WikiWomenCamp! Zeit also, die Vorbereitungen in die Wege zu leiten.

Wikimedia Deutschland e.V. unterstützt das WikiWomenCamp mit Reisestipendien. Wir laden alle Frauen herzlichst ein, sich bis zum 18. März 2012 UPDATE: 25. März 2012 im Meta-Wiki zu bewerben! (Die Frist ist so knapp gesetzt, damit die Stipendiatinnen genügend Zeit für die Vorbereitung auf die Konferenz haben.)

Die Kurzbewerbung sollte darauf eingehen, in welcher Form du in Projekten der Wikimedia oder Wikipedia involviert bist und wie du zum Gelingen des Camps beitragen möchtest. Alle Ideen sind willkommen!

Das Stipendium deckt die Reise- und Unterkunftskosten. Stipendiatinnen verpflichten sich, für die komplette Dauer der Konferenz anwesend zu sein, und spätestens vier Wochen nach der Konferenz einen Bericht über ihre Teilnahme einzureichen.

Fragen zur Stipendienausschreibung könnt ihr gerne an mich richten: Julia.Kloppenburg@wikimedia.de.

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Monatsbericht Februar 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

ACTA und die Folgen

Die bundesweiten Demonstrationen am 11. Februar haben das internationale Anti-Piraterieabkommen ACTA endgültig ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Es zeigte sich, dass insbesondere die Geheimverhandlungen und die konsequente Ausklammerung einer Verbraucherschutzperspektive viele Menschen vor den Kopf stoßen. Wie bereits im Blog berichtet, beteiligten auch wir uns mit einem Redebeitrag an der zentralen Kundgebung in Berlin. In einem weiteren Statement für die Online-Präsenz der Tagesschau kritisierten wir an ACTA vor allem den damit verbundenen Chilling Effect: “Wir sorgen uns um die sozialen und kulturellen Folgen von Eingriffen auf dem kurzen Dienstweg. Denn Gesetze haben Strahlkraft, sie beeinflussen das Handeln von Nutzern nicht erst dann, wenn im eigenen Briefkasten die erste Abmahnung liegt.”

Angesichts der breiten öffentlichen Diskussion hat die EU-Kommission den Vertragstext dem Europäische Gerichtshof (EuGH) zur Begutachtung vorgelegt. Da dieses Verfahren – das erste seiner Art nach dem Lissabon-Vertrag – möglicherweise dauern kann, ist der ursprünglich avisierte Fahrplan für die Ratifizierung damit hinfällig. Eine interessante Pointe könnte nach Ansicht von Beobachtern darin liegen, dass ein Begriff wie “Freiheit des Internets” durch den EuGH erstmals in seinem Gehalt und seiner Reichweite definiert werden müsste, um überhaupt einen Maßstab für die mögliche Einschränkung von Grundrechten durch ACTA abgeben zu können.

Gebührengelder und Nutzungsfreiheiten

Der Gesprächskreis zu urheberrechtlichen Themen im Rahmen des Berliner Co:llaboratory stellte seine Sitzung am 21. Februar ganz unter das Thema “Die Unternutzung öffentlich finanzierter Werke”. Diese wird vor allem deshalb als Problem empfunden, weil sie den selbstgewählten Anspruch, im 21. Jahrhundert endlich “Wissensgesellschaft” bzw. “Bildungsrepublik” zu sein, systematisch untergräbt. Wie Jan Engelmann in einem kurzen Inputreferat ausführte, hat sie häufig etwas mit Nichtwissen (über das Vorhandensein, den urheberrechtlichen Status von Werken), Nichtkönnen (mangelnde Ressourcen zur Erfassung und ggfs. Freigabe) oder auch Nichtwollen (aus Trägheit oder institutionellem Egoismus) zu tun.

There is something in the air: DLR gibt Bilder unter Creative Commons-Lizenz heraus

Nicht immer sind Inhaltebefreiungsmaßnahmen so atemberaubend schnell wie bei den israelischen Streitkräften im letzten Jahr. Ende Feburar hat die Kommunikationsabteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt bekanntgegeben, dass sie nach Rücksprache mit dem Justiziariat wo immer möglich Creative-Commons-Lizenzen (solche, die für die Nutzung in Wikipedia geeignet sind) verwenden werden. Dies ist vor allem immer dann möglich, wenn das DLR alleinige Nutzungsrechte an Bildmaterial hält. Zwischen der ersten Anfrage von Wikimedia Deutschland und dieser Bekanntgabe liegen fast 2 ½ Jahre. Blogbeitrag und Pressemitteilung dazu von uns hier.

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die redaktionellen Inhalte wurde festgelegt und die Artikel liegen bereits größtenteils vor. Die neue Projektseite  in der Wikipedia hat zwar noch nicht die erhoffte Aufmerksamkeit, dennoch haben sich einige Autoren gemeldet und Ideen für Beiträge eingestellt.  Erscheinungstermin ist Mitte / Ende März.

Tätigkeitsbericht 2011

Im April wird unser Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011 veröffentlicht. In den letzten Wochen wurde die 40-seitige Broschüre konzipiert, redaktionell mit Texten und Daten vorbereitet und abgestimmt. Wie die Tätigkeitsberichte der letzten Jahre wird auch der aktuelle Bericht als Druckausgabe und online zur Verfügung stehen. Eine englische Zusammenfassung ist ebenfalls geplant. Eine Übersicht der Berichte 2004-2010 gibt es auf der WMDE-Webseite.

Wikipedia-Buch

Am 16. März, 18.00 Uhr, wird eine Lesung aus dem Buch “Alles über Wikipedia” im Rahmen der Leipziger Buchmesse in der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) stattfinden. Zugesagt haben die Autoren Schlesinger, MarcusCyron, WiseWoman, Daniel Mietchen und Poetrist Kheshrau. Anfragen bezüglich weiterer Lesungen, Buchexemplare etc. bitte per E-Mail an Catrin Schoneville.

BILDUNG UND WISSEN

Der Monat Februar war im Bereich Bildung und Wissen sehr ereignisreich: nicht nur personell (durch den Teamzuwachs) sondern auch inhaltlich.

Hochschulprogramm

Das Hochschulprogramm geht im Sommersemester mit sechs Veranstaltungen an fünf Hochschulen (München, Marburg, Stuttgart, Potsdam, Halle-Wittenberg) an den Start. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Geschichtswissenschaft, von der Archäologie bis hin zur Sportgeschichte. In der kommenden Zeit werden die universitären Lehrkräfte von den Referenten, erfahrenen Wikipedia-Autoren, soweit geschult, dass sie ihre Studenten in der Artikelarbeit unterweisen können.

Schulprojekt

Wikipedia macht Schule” konnte den Fokus auf Lehrerschulungen in diesem Monat mit 5 Lehrerschulungen fortführen. Neben den Workshops wird nun damit begonnen, Pilotprojekte zu konzipieren, die Aufschluss über die Umsetzbarkeit der inhaltlichen Arbeit im Unterricht für Lehrer geben sollen.

Silberwissen

Im Programm Silberwissen wurden Einführungsvorträge in der Anna-Seghers-Bibliothek in Berlin und am Sitz der Gesellschaft für Erdkunde ebenfalls in Berlin gehalten. Während beider Veranstaltungen gab es lebhafte Diskussionen. Am 26. Februar beteiligte sich Elvira Schmidt gemeinsam mit den Chronisten aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark an der Geschichtsbörse in Potsdam. Während des landesweiten Treffens von Geschichts- und Heimatvereinen konnten Interessenten für die nächsten Workshops in Berlin und im Land Brandenburg gewonnen werden. Anfragen zu Vorträgen und Workshops über  die Mitarbeit bei Wikipedia kamen von Seniorenuniversitäten bzw. anderen Seniorenbildungsträgern. Insbesondere aus dem Raum Stuttgart gab es mehrfache Nachfragen. Hier sind die ersten Termine vereinbart. Festlegungen der ersten Termine gibt es auch mit der Initiative „Erfahrung-Teilen“ in Hannover. Erarbeitet und abgeschickt wurden außerdem die Berichte zum Stand des EU-Projekts TAO.

Wir freuen uns darüber, bei dem Referententreffen der Bildungsprogramme vom 2.-4.März drei neue Bewerber für das Referentennetzwerk begrüßen zu dürfen. Bei diesem Treffen werden wir erstmals programmübergreifend zusammenarbeiten, Synergien ermöglichen. Damit spiegelt sich auch hier die inhaltliche Weiterentwicklung des Bereiches wider.

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Die AdminCon 2012

“Admin werden ist nicht schwer, Admin sein dagegen sehr” – dieser Vortrag von Alice Wigand bei der WikiCon 2011 in Nürnberg ist nicht ohne Folgen geblieben. Aus ihm entstand die Idee eines Treffens der Wikipedia-Administratoren, organisiert durch die Community und unterstützt von Wikimedia Deutschland und Österreich in Form der “AdminCon”. Am 1-3. Juni 2012 findet in der Tagungsstätte Kloster St. Gertrudis in Hadersleben im Harz ein Wochenendworkshop statt, der sich mit Rolle, Selbstverständnis und Aufgaben von Administratoren in der deutschsprachigen Wikipedia auseinandersetzt. Eingeladen sind Admins wie Nicht-Admins, die am Thema interessiert sind. Alle Details zu Planung, Programm und Anmeldung finden sich auf den Projektseiten in der Wikipedia.

Zedler-Preis 2012

Die Jury für den Zedler-Preis steht nun fest. Nach der Wahl der Jurymitglieder aus Wikipedianern haben wir im Februar viele externe Fachleute angesprochen und für die Jury gewinnen können. Eine ausführliche Vorstellung der Jurorinnen und Juroren findet sich im Blog. Nun hat die Jury bis Mitte April Zeit, die Vorschläge zu sichten und dann Nominierte und Gewinner zu bestimmen. Ansprechpartnerin rund um den Zedler-Preis ist Nicole Ebber.

Wiki Loves Monuments 2012

Die Vorbereitungen zu Wiki Loves Monuments 2012 laufen auf Hochtouren, in Deutschland wie auch weltweit. Für den deutschen Teil des Bilderwettbewerbs hat [[Benutzer:Brücke-Osteuropa]] ein Kick-off-Seminar organisiert, das unterstützt von Wikimedia Deutschland am 30.-31. März in Dresden stattfinden wird. Wikimedia hat ein Zimmerkontingent für auswärtige Teilnehmer reserviert. Reisekosten werden auf dem üblichen Weg erstattet. Ansprechpartner ist Johannes Rohr.

WikiWomenCamp 2012

Wikimedia Deutschland plant die Vergabe von Stipendien für das WikiWomenCamp in Buenos Aires, Argentinien (23. – 25. Mai). Das Camp möchte Frauen der internationalen Wikimedia-Bewegung ein internationales Forum bieten, um Themen rund um die Gender Gap-Diskussion. Der Februar war geprägt durch den Austausch mit den Organisatorinnen zu Themen wie Kostenschätzung, Logistik und Auswahlprozedere. Mehr Infos zu dem Verfahren der Stipendienvergabe werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben. Bei Fragen, Anregungen und Ideen wendet euch bitte an Julia Kloppenburg.

Community-Projektbudget 2. Runde

Die Ergebnisse der zweiten Förderrunde des Community-Projektbudgets wurden im Februar veröffentlicht. Aus 62 Ideen wurden 30 eingereichte Anträge. Aus diesen wurden vom Community-Projektbudget-Ausschuss nach eingehender Prüfung und Beratung sechs Projekte mit einem Gesamtbudget von 123.420 Euro zur Förderung ausgewählt. Sebastian Sooth aus der Geschäftsstelle unterstützt die Arbeit des Ausschusses und hat alle Antragsteller informiert.

Toolserver

Im Amsterdamer Rechenzentrum des Toolservers haben die Toolserver-Admins Daniel Baur und Marlen Caemmerer im Februar weitere notwendige Wartungsarbeiten direkt vor Ort durchgeführt und die restliche Hardware zur Speicherplatzerweiterung eingebaut. Unterstützt bei der Organisation der Arbeiten wird das Toolserver-Team von Sebastian Sooth.

Community Space

Die Verhandlungen mit Vermietern und möglichen Partnern für die Räumlichkeiten des CommunitySpace und der WMDE-Geschäftsstelle in Berlin gingen auch im Februar weiter. Sebastian Sooth freut sich über Interessenten, die Lust haben, diese Räumlichkeiten mitzugestalten und zu unterstützen – ob in Berlin oder in anderen Orten.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER arbeiteten wir im Februar an der Fertigstellung eines Toolkits, das verschiedene Wikipedia-Analysewerkzeuge in gebündelter Weise darstellt. Diese Werkzeuge werden im Rahmen des Projekts von uns bzw. unseren Projektpartnern erstellt. Mit diesem zentralen Zugriffsort wollen wir interessierte Nutzer einladen die aktuellen und zukünftigen Werkzeuge auszuprobieren, zu testen und zu kommentieren. Die Veröffentlichung auf dem Toolserver wird in den nächsten Tagen erfolgen.
Außerdem arbeiteten wir, gemeinsam mit Projekt-Kollegen vom Karlsruher Institute für Technologie (KIT) und dem Inštitut Jožef Stefan (JSI),  an einer Einreichung für die WebScience 2012. In dieser stellen wir das Toolkit und seine Funktionalitäten näher vor.

Weitere Fragen und Anregungen gerne an Angelika Adam oder an render@wikimedia.de.

Wikipedia Academy 2012

Mitte Februar fand der zweite Vorbereitungsworkshop für die Wikipedia Academy statt. Das Organisationskomitee hat dabei – gemeinsam mit Nicole, Angelika und Denis – erste Ideen für Programmpunkte und Formate gesammelt, potenzielle Referenten identifiziert und weitere logistische und inhaltliche Rahmenbedingungen besprochen. Das akademische Programmkomitee ist nun ebenfalls vollständig: Wir konnten 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den Reviewprozess der eingereichten Vorträge gewinnen. Der ‘Call for Papers’ läuft noch bis Ende März und wir freuen uns auf rege Beteiligung! Zur Zeit überarbeiten wir die Webseite und lassen ein Logo entwerfen. Alle Fragen und Anregungen gerne an Nicole Ebber oder academy@wikimedia.de.

VEREINSENTWICKLUNG

Wikimedia Conference 2012

Nicole Ebber war im Februar hauptsächlich mit der Vorbereitung der Wikimedia Conference beschäftigt. Zur Unterstützung bei allen logistischen Aufgaben konnten wir Danny B. (Benutzername) von Wikimedia Tschechien gewinnen. Harel Cain (Wikimedia Israel) kümmert sich derweil darum, dass alle eingeladenen Chapter je zwei Repräsentanten nach Berlin senden und stellt das Programm zusammen. Neben Flugbuchungen, Zimmerreservierungen, Catering und Technikanfragen gilt es vor allem auch, die vielen Anfragen und Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu beantworten. Alle Fragen und Ideen zur Wikimedia Conference nimmt Nicole unter conference@wikimedia.de entgegen.

Mitgliedschaft

Im Laufe des Februars hat Wikimedia 56 neue Mitglieder aufgenommen, davon 30 aktive und 26 Fördermitglieder. Damit hat Wikimedia Deutschland 1328 Mitglieder, davon 371 Förder- und und 957 aktive Mitglieder. Fünf Mitglieder haben im Februar ihren Austritt erklärt. In der Nachfolge des Fundraisers 2012 ist bei Wikimedia zudem eine große Zahl an Aufnahmeanträgen eingegangen, die derzeit abgearbeitet werden. Die Umstellung der Mitgliederverwaltung auf ein neues, effizienteres System ist derzeit in Vorbereitung.

FUNDRAISING

Die Herbstkampagne liegt zwar schon eine gefühlte Ewigkeit zurück, für das Fundraising ist sie jedoch noch sehr präsent. Denn im Februar bereiteten wir wie immer den Versand der Zuwendungsbescheinigungen vor. Nicht nur während der Kampagne gab es Rekorde zu vermelden: Wir gehen von rund 70.000 Empfängern aus, mehr als doppelt so viele wie im letzten Jahr! Erst wenn der Versand Anfang März abgeschlossen ist, ist auch für uns die Kampagne 2011/12 vorbei. Dazu haben wir in den letzten Wochen sämtliche Daten aufbereitet und Testgruppen konzipiert. Wie letztes Jahr wollen mit den Spenden-Quittungen viele neue Mitglieder gewinnen.

Desweiteren hält uns die internationale Diskussion rund um das  Fundraising auf Trab. Nach der Erarbeitung unseres Positionspapiers “Wikimedia’s culture of sharing” Ende Januar haben wir für das Finance Meeting in Paris Mitte Februar Argumente und Fakten zusammengetragen, um unsere Position auf diesem so wichtigen Treffen zu verdeutlichen. Wir sind weiterhin der festen Überzeugung, dass lokales Fundraising effektiver und den Bedürfnissen der Spender am ehesten entsprechen kann.

Da die beiden Aufgabenbereiche sehr zeitintensiv waren, verzögert sich leider der umfassende Abschlussreport der Kampagne. Dieser wird in Kürze nachgereicht. Als Vorgeschmack können wir an dieser Stelle den Report von Wikimedia Frankreich empfehlen.

 

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Interessante Termine im März

* 16. März, Leipzig: ‘Leipzig liest‘, Autoren lesen aus dem Buch ‘Alles über Wikipedia’

* 16.-18. März, Nürnberg: 10. Fotoworkshop

* 30.-31. März, Dresden: Kick-off-Meeting Wiki Loves Monuments Deutschland 2012

* 29.03.-01.04., Berlin: Wikimedia Conference

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Wikimedia:Woche 9/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung offzieller Ankündigungen und Hinweise der Wikimedia Foundation und der lokalen Wikimedia-Organisationen. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird im Etherpad der Wikimedia:Woche gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

=Wikimedia:Woche (9/2012)=

  • Beitragende: Anneke Wolf, Alice Wiegand, Michael Jahn, Catrin Schoneville

 

Foundation & Vereine

HALBJAHRESBERICHT DER WIKIMEDIA FOUNDATION

Mitarbeiter der Wikimedia Foundation haben einen Arbeitsbericht veröffentlicht, den sie in Form einer Präsentation dem Board of Trustees der Foundation vorgestellt haben.

WIKIMEDIA FOUNDATION UND TELENOR

Nach der Kooperation mit dem Mobilfunkanbierter Orange hat die Wikimedia Foundation eine offizielle Partnerschaft mit dem Unternehmen Telenor angekündigt. Für vorerst sieben asiatische und südeuropäische Länder bietet Telenor für deren Kunden künftig tariflosen Zugang zu Wikipedia an.

REVIEW DER FELLOWSHIP-IDEEN

Es sind eine Reihe von Ideen für Fellowships bei der WMF eingegangen. Nun sollen sie begutachtet, kritisiert und bewertet werden. Die WMF ist daran interessiert, auch Freiwillige in diesen Prozess einzubeziehen und erklärt das Prozedere auf:

UMFRAGE ZUR PRIORISIERUNG DER FINANZMITTELVERTEILUNG

Die Wikimedia Foundation bereitet eine Umfrage zur Mittelverteilung vor, um festzustellen, an welchen Stellen neben dem reinen Betrieb der Infrastruktur die Communitys Spendengelder einsetzen möchten und an welchen nicht. Die Umfrage wird derzeit in viele Sprachen übersetzt.

WIKIMEDIA SCHWEDEN

Die Länderorganisation in Schweden hat am 25. Februar einen neuen Vorstand gewählt. Einzelheiten vorerst nur auf Schwedisch:

IBEROCOOP CONFERENCE 2012

Die gemeinschaftliche Konferenz der lateinamerikanischen Wikimedia-Organisation wird 2012 von Wikimedia Chile organisiert und findet in Santiago statt. Um die Organisation hatten sich außerdem noch Mexiko sowie Brasilien beworben.

Studien und Statistik

WIKIMEDIA RESEARCH NEWSLETTER

Der Wikimedia Research Newsletter für Februar 2012 ist erschienen. Darunter unter anderem die Bedeutung des ersten Edits und das Verhältnis von Gender und Konflikt-Aversion.
Neue Recherchen zum Thema Gendergap, die auf der CSCW Conference in Seattle vorgestellt wurden:

Projekte und Initiativen

MEMORY MIT COMMONS

Wikimedia CR hat einen kurzen Erfahrungsbericht über ein Memory-Spiel mit Motiven des WikiProjekts “Protected Areas” veröffentlicht. Das Spiel soll zugleich über Wikimedia Commons und geschützte Naturorte informieren, …und Spaß machen. Es ist als PDF verfügbar. WMCR hat außerdem 1.000 Exemplare produzieren lassen, um sie an Partner und öffentliche Personen zu verteilen.

ZEDLER-PREIS 2012: DIE JURY STELLT SICH VOR

Im Mai 2012 wird das erste Mal der Nachfolger der Zedler-Medaille, der „Zedler-Preis für Freies Wissen 2012“ verliehen. Jetzt stehen die 15 Jurymitglieder fest.

KICK-OFF-SEMINAR FÜR WIKI LOVES MONUMENTS 2012

In Dresden wird am 30. und 31. März ein Seminar stattfinden, das den Startschuss für den diesjährigen (weltweiten) Fotowettbewerb gibt. Es soll ein Organisationsteam zusammengestellt werden, das den Wettbewerb in Deutschland umsetzt. Gäste aus anderen Ländern sind auch gerne gesehen.

DEUTSCHES ZENTRUM FÜR LUFT- UND RAUMFAHRT

Dank einer Initiative von WMDE stellt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt eigene Bilder ab sofort unter freie Lizenz:

Termine

LEIPZIGER BUCHMESSE

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse findet am 16. März, 18.00 Uhr, in der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) eine Lesung aus dem Buch ‘Alles über Wikipedia’ statt.
Ort:
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)
Gustav-Adolf-Straße 7
04105 Leipzig
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Mit Freien Lizenzen auf Wolke Sieben

Im Mai 2009 habe ich eine Anfrage an die Betreiber der Bilddatenbank des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gestellt, in der ich um ein Gespräch zur Verwendung von Creative Commons-Lizenzen für das DLR-Bildmaterial bat. Ein Tag später kam eine positive Antwortemail und einige Tage später nahm ich an einer Telefonkonferenz mit Vertretern des DLR teil. Wir sprachen über Lizenzen, Bilder, Sichtbarkeit von Inhalten und auch darüber, wie prominent Bildmaterial der NASA dank der sehr freizügigen Lizenzpolitik der US-Regierung auf Wikipedia vertreten ist.

Seitdem gab es hin und wieder Austausch über den Stand bei der Lizenzfrage und es ist mir heute eine sehr große Freude, auf ein Blogposting des DLR verlinken zu können, in dem die neue und bereits implementierte Lizenzpolitik für Bildmaterial erklärt wird. Das DLR erklärt dort sehr ausführlich einzelne Schritte bei der juristischen Prüfung der Freigabepraxis und die eingeleiteten Schritte bei der Umetikettierung bereits publizierter Bilder.

Moskau aus 500 Kilometern Höhe, Quelle: DLR, TerraSAR-X/TanDEM-X, Lizenz Creative Commons CC-by 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

Besonders schön ist die in der Regel sehr hohe Auflösung der Bilder auf dlr.de. Für alle, die jetzt davon träumen, die unter Creative Commons cc-by 3.0 freigegebenen Bilder z.B. auf Wikimedia Commons hochzuladen, daher die Bitte, die jeweils hohe Auflösung zu nehmen und mitgelieferte Beschreibungen nach Möglichkeit zu erhalten. Wir werden in der kommenden Zeit prüfen, wie ein eleganter Massenupload von DLR-Bildmaterial unter Freier Lizenz auf Wikimedia Commons aussehen kann. Bei so viel Licht gibt es auch ein wenig Schatten, viele Bilder sind Gemeinschaftsproduktionen mit anderen Einrichtungen, z.B. der ESA. Hier kann das DLR nicht eigenständig über eine Freigabe unter CC-by entscheiden, die Bilder sind darum für uns vorerst nicht einsetzbar. Auch hier hat das DLR richtig gute Arbeit geleistet und weist klar aus, wann Bilder freigegeben werden konnten und wann dies erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann

Apropos ESA, hier laufen seit 2004 hin und wieder Gespräche zwischen Vertretern der Raumfahrtagentur und Wikimedianern.

Freie Lizenzen für Bilder, Videos und Texte kultureller oder wissenschaftlicher Einrichtungen, insbesondere solchen mit Förderung durch die Öffentlichkeit, sind in der Regel ein Gewinn für alle Beteiligten. Die Allgemeinheit erhält besseren Zugang für und Zugriff auf Inhalte, deren Erstellung sie bereits bezahlt hat. Die jeweilige Einrichtung profitiert von der besseren Sichtbarkeit ihrer Arbeit und Projekte wie Wikipedia erhalten die Möglichkeit, komplexe Sachverhalte anschaulich und ansehnlich zu präsentieren. Freie Luftbilder und Satellitenaufnahmen ermöglichen unseren Kollegen bei OpenStreetMap, das beste Kartenwerk und Geoinformationssystem der Menschheitsgeschichte zu erstellen.

Wir bei Wikimedia Deutschland rufen daher regelmäßig Kultur- und Forschungseinrichtungen dazu auf, die Ergebnisse ihrer Arbeit der Allgemeinheit unter Lizenzbedingungen verfügbar zu machen, die die freie Nachnutzung erlauben. Das sind bevorzugt Creative Commons CC-by-sa, CC-by und CC Zero. Das Beispiel DLR empfehlen wir zur Nachahmung und danken allen, die es möglich gemacht haben.

Über das gesamte Jahr 2012 durch wird “Inhaltebefreiung” einer der Schwerpunkte von Wikimedia Deutschland e.V. sein, wir setzen damit den von der Mitgliederversammlung des Vereins beschlossenen Wirtschaftsplan um.

 

Nachtrag

Wikimedia Deutschlands Pressemitteilung zur veränderten Lizenzierungspraxis des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ist auf unserer Webseite zu finden. (Nachtrag MJ)

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Accessibility-Studie für Wikipedia

Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts Third Age Online (TAO) hat die Stiftung “Zugang für alle” (ZfA) eine Zugänglichkeitsstudie für die deutschsprachige Wikipedia durchgeführt. Grundlage für die Studie waren die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, die von der Web Accessibility Initiative (WAI) empfohlen werden. Damit liegt erstmals ein umfassender Bericht für das Projekt Wikipedia vor, der die Einschränkungen der Zugänglichkeit nach WCAG 2.0 thematisiert. Der Bericht wurde von der Stiftung ZfA ins Englische übersetzt, unter eine freie Lizenz gestellt und der Wikimedia Foundation zur Verfügung gestellt. Da gerade unter dem Codenamen “Athena” eine neue Oberfläche für MediaWiki entwickelt wird, sollte so früh wie möglich auf die Einhaltung der Richtlinien geachtet werden.

In großen Teilen werden die Richtlinien bereits eingehalten. Im Abschlussbericht werden allerdings noch einige Punkte genannt, die einer Optimierung bedürfen. In Zusammenarbeit mit der Wikimedia Foundation und der Entwickler-Community wird Wikimedia Deutschland jetzt dafür sorgen, dass die Einschränkungen der Zugänglichkeit möglichst schnell behoben werden. Obwohl die Studie für die deutschsprachige Wikipedia durchgeführt wurde, wird die Behebung auch die Zugänglichkeit aller anderen Sprachversionen verbessern.

Die notwendigen Anpassungen beziehen sich überwiegend auf die Verwendung von Screenreadern und die Bedienung der Oberfläche mit der Tastatur. In den meisten Fällen können die Mängel durch eine Anpassung der MediaWiki-Software oder eine Überarbeitung der Skins behoben werden. Einige Punkte lassen sich jedoch lediglich durch die Erweiterung der Bearbeitungsrichtlinien verbessern.

Eine Zusammenfassung und der vollständige Bericht der Studie kann auf der Projektseite “Third Age Online” eingesehen werden.

Die aus diesem Bericht resultierenden Änderungen sind im Folgenden zusammengefasst:

  • Hinterlegen eines Standardwertes für die von Screenreadern vorgelesene Beschreibungen in eingebetteten Grafiken/Fotos
  • Korrekte Auszeichnung und strukturelle Anpassung von Überschriften zur besseren Orientierung von ScreenReader-Benutzern
  • Korrekte Verwendung von Linklisten
  • Weitgehenden Verzicht von Tabellen als Gestaltungshilfe
  • Anpassung der Infoboxen an die korrekte Verwendung von Tabellen
  • Überarbeitung der Navigationsleiste, um Kompatibilität mit Screen-Readern zu gewährleisten
  • Konsistente Auszeichnung externer Links für Screen-Reader
  • Hinzufügen der Schreibweise von Artikeln anderer Sprachversionen in der Sprache des Benutzers, vor allem bei Sprachen mit nichtlateinischer Schrift
  • Korrekte Auszeichnung von Eingabefeld-Beschriftungen und Pflichtfeldern in Formularen
  • Anpassung des Editors und des Audio-Players an Steuerungsmöglichkeiten per Tastatur
  • Bereitstellen eines Gadgets zur stärkeren Hervorhebung des Tastaturfokus
  • Anpassung der Definition von Schnellzugriffstasten gemäß der WCAG-Richtlinien

Folgende Punkte sind als weitere Bearbeitungsrichtlinien diskussionsbedürftig:

  • Stärkere Etablierung aussagekräftiger Bildbeschreibungen für eingebundene Grafiken/Fotos
  • Überschriftenstrukturierung und -auszeichnung auf Portalseiten
  • Auszeichnung von fremdsprachigen Teilen eines Artikels
  • Aufgreifen der Diskussion über die zusätzliche Sprachversion “Einfaches Deutsch”
  • Format und Auszeichnung von Datentabellen

Die Verwendung von sogenannten “Captchas” wurde im Bericht ebenfalls als Einschränkung in der Zugänglichkeit angemerkt. Die Diskussion darüber läuft auch schon seit einigen Jahren. Eine akzeptable Lösung, die sowohl automatisierte Zugänge verhindert als auch die Zugänglichkeit für Menschen mit Sehbehinderungen ermöglicht, wurde noch nicht gefunden.

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Zedler-Preis 2012: Die Jury stellt sich vor

Im Mai 2012 wird das erste Mal der Nachfolger der Zedler-Medaille, der „Zedler-Preis für Freies Wissen 2012“ verliehen. Jetzt stehen die 15 16 Jurymitglieder fest. Die insgesamt gut 100 Vorschläge in den Kategorien, „Wikipedia-Artikel des Jahres“, „Community-Projekt des Jahres“ und „Externes Wissensprojekt des Jahres“ werden von je vier bis sechs sieben Jurorinnen und Juroren aus der Wikipedia-Community, der Wissenschaft, dem Presse- und Kulturbetrieb sowie netzpolitischen Einrichtungen bewertet. Die Vertreterinnen und Vertreter aus der Community wurden in einer auf der deutschsprachigen Wikipedia veranstalteten Wahl ermittelt, externe Fachleute gezielt angesprochen. Hier werden sie kurz vorgestellt:

Update 1. März 2012: Für die Jury des Zedler-Preises konnte noch ein weiteres Mitglied gewonnen werden. Prof. Dr. Kurt Gärtner, bereits mehrmaliges Jurymitglied der Zedler-Medaille wird als über die Vergabe des Preises in Kategorie I “Wikipedia-Artikel des Jahres” mitbestimmen.

Kategorie I – „Wikipedia-Artikel des Jahres“

Astrid Herbold

Astrid Herbold ist Journalistin und freie Autorin. Die promovierte Germanistin veröffentlicht hauptsächlich Sachbücher und schreibt u.a. für Berliner Morgenpost, Zitty, Tagesspiegel und Zeit Online. 2009 veröffentliche sie im Droemer Verlag „Das große Rauschen – Die Lebenslügen der digitalen Gesellschaft“. Astrid Herbold lebt in Berlin und sagt: “Mir imponiert die Leidenschaft der Wikipedianer, die akribische Arbeit am Text, das Ringen um Qualitätsstandards – sowie der Anspruch, immer so präzise, aktuell und neutral wie möglich zu sein. Umso mehr freue ich mich, in diesem Jahr Mitglied der Zedler-Preis-Jury sein zu dürfen.”

Benutzerin:Elya

Elke Wetzig, 45 ist Frau und Nichtakademikerin – damit als leidenschaftliche Wikipedianerin in mindestens zwei der drei gängigen „Minderheitengruppen“. Im realen Leben macht sie in Köln „irgendwas mit Internet“, fotografiert und sammelt Bücher über Kölner Architektur und Denkmalpflege. Als Jurorin ist sie angetreten, weil „ich es wichtig finde, dass Wikipedia mehr Gesicht bekommt: Der Zedler-Preis holt die, für die Leser oft unsichtbaren, verdienten Autorinnen und Autoren ins Rampenlicht“.

Benutzer:Frank Schulenburg

Seit Februar 2005 ist Frank Schulenburg als Autor, seit 2005 als Administrator für Wikipedia tätig. Seine thematischen Schwerpunkte liegen auf der frühneuzeitlichen Wissenschafts- und Wirtschaftsgeschichte. Einer der über zwanzigtausend deutschsprachigen Artikel, die Frank bearbeitet hat handelt von Johann Heinrich Zedler, dem Namensgeber des Preises. Den Vorgängerwettbewerb Zedler-Medaille rief er mit ins Leben. Von Februar 2006 bis Juni 2008 war Frank Mitglied des Vorstandes von Wikimedia Deutschland e.V. Im März 2008 wechselte er zur Wikimedia Foundation in die USA und leitet dort seit 2011 das Global Education Programm.

Kurt Gärtner

Der promovierte und habilitierte Theologe und Germanist Kurt Gärtner wurde im südhessischen Hummetroth geboren. Seit dem Ende seiner Lehrtätigkeit im Jahre 2001 befasst er sich bei verschiedenen Forschungsprojekten an den Universitäten Trier und Marburg um die Sprache des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Außerdem ist Mitglied der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur.  Gärtner war bereits mehrfach Mitglied der Jury zur Verleihung der Zedler-Medaille.

Benutzer:Poupou l’quourouce

Am 4. Juni 2005 bearbeitete Poupou (der Name leitet sich aus einem Loriot-Sketch ab) ihren ersten Artikel in der Wikipedia: “Garten”.  Seither schreibt und bearbeitet Poupou hauptsächlich Artikel zu Alltagsgeschichte, Kunst und Kultur und übernimmt Admintätigkeiten in der Wikipedia.

Ralf Müller-Schmid

Ralf Müller-Schmid ist Wissenschaftsjournalist, Programmleiter von DRadio Wissen und Berufsblogger. An der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt promovierte er über die Theorie der Erfahrung. Praktische Erfahrung in den Medien hat er seit Mitte der Neunziger u.a. bei der ARD, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Neuer Zürcher Zeitung gesammelt. Damit seine zwei Kinder ihr schier unendliches Wissen über Harry Potter an die Nachwelt übergeben können, unterstützt er die Idee des Freien Wissens gerne.

Ulrich Johannes Schneider

Ulrich Johannes Schneider lehrt Kulturphilosophie an der Universität Leipzig und ist dort hauptberuflich Direktor der Universitätsbibliothek. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Wissensgeschichte und französische Philosophie. Er moderiert den Leipziger Wissenschaftstalk Thomasius-Club und ist auch sonst unterwegs, wissenschaftliche Themen vor einem breiteren Publikum zu diskutieren. Schneider: „Ich weiß, dass es nicht leicht ist, über komplexe Themen verständlich zu schreiben, und bewundere alle, die es versuchen.“

Kategorie II – „Community-Projekt des Jahres“

Benutzer:Achim Raschka

Wikipedianer seit 2003: Achim Raschka unterstützt die Wikipedia seit mehr als acht Jahren als Autor. In dieser Zeit hat er eine vierstellige Anzahl Artikel angelegt, dreistellig ist die Anzahl der von der Community ausgezeichneten Beiträge, die seiner Tastatur entsprungen sind. Raschka hat maßgeblich an der Einrichtung und Etablierung des Wikipedia-Schreibwettbewerbs und des WikiCups beigetragen. Für ihn ist die Wikipedia ein Ort, an dem viele Menschen miteinander an einer Enzyklopädie schreiben und damit das größte und beste Wissensprojekt schaffen, dass es je gab. Achim freut sich: „Projekte wie der Zedler-Preis machen die Wikipedia zu dem, was sie heute ist“.

Daniel Dietrich

Daniel Dietrich hat Politikwissenschaften, Medienwissenschaften und Informatik in Frankfurt und Berlin studierte. Bis Ende 2011 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin im Fachbereich Informatik und Gesellschaft beschäftigt. Daniel ist Vorsitzender der Open Knowledge Foundation Deutschland und arbeitet als Projektkoordinator der Open Definition und der Arbeitsgruppe zu Open Government Data. Außerdem gründete er mit Anderen das Open Data Network. Seit 2011 arbeitet er als Redakteur für die  European Public Sector Information Platform.

Martin Haase

Martin Haase studierte Romanistik sowie allgemeine und historisch-vergleichende Sprachwissenschaft. Seine Promotion handelt von Sprachkontakt und Sprachwandel im Baskenland, die Habilitation von der Dialektdynamik in Mittelitalien. Öffentlich in Erscheinung getreten ist er durch seine Funktion als Vorstandsmitglied des Chaos Computer Clubs. Daneben engagiert er sich für Open Source Projekte, ist Direktor des Deutschen Esperanto-Institutes, Wikipedia-Autor und ehemaliges Vorstandsmitglied des Wikimedia Deutschland e.V. Gemeinsam mit Kai Biermann erhielt er 2011 den Grimme Online Award in der Kategorie „Bildung und Wissen“ für das Blog neusprech.org.

Benutzer:TobiasKlaus

Tobias Klaus, alias toktok, hat in Bonn, Frankfurt am Main, Dublin, Durham (North Carolina, USA) und Bloomington (Indiana, USA) studiert. 2005 arbeitete er zusätzlich ehrenamtlich für sechs Monate als Lehrer für Ökologie an einer Highschool in Dehradun, Indien. Wikipedianer ist der viel bereiste Mann seit April 2006. Sein erster Artikel handelte von der Geschichte Somalias. Seitdem hat er etliche Beiträge vor allem in den Bereichen Philosophie und Ökologie bearbeitet.

Kategorie III – „Externes Wissensprojekt des Jahres“

Christian Siefkes

Christian Siefkes hat Informatik und Philosophie studiert und lebt als freiberuflicher Softwareentwickler und Autor in Berlin. Sein Interesse gilt allen Formen der commonbasierten Peer-Produktion, wie u.a. Wikipedia. Er beschäftigt sich damit, wie und unter welchen Umständen solche Produktion erfolgreich sind und wie auf ihrer Basis eine freie Gesellschaft entstehen kann, in der nicht Tauschen, sondern Teilen im Mittelpunkt steht. Darüber bloggt Siefkes auch auf dem Gemeinschaftsblog keimform.de. Christian erhofft sich vom Zedler-Preis, “dass das Renommee und die Erfahrungen der Wikipedia auch für die Förderung anderer vielversprechender Projekte, die sich der Produktion des Freien Wissens verschrieben haben, fruchtbar gemacht werden können.“

John Weitzmann

John Weitzmann ist Rechtswissenschaftler mit Schwerpunkt Urheber- und Medienrecht. Seit 2006 ist er einer der beiden Leiter von Creative Commons Deutschland, seit 2009 koordiniert er den deutschen Landesverbund mit den anderen europäischen Chaptern. Auf der Rechtshilfeplattform irights.info ist John in seiner Funktion als Anwalt engagiert. Zudem veröffentlicht er regelmäßig Fachbeiträge über Rechtsfragen, hauptsächlich im Bereich Open Access und Standardlizenzmodelle. Für die Sendung “Breitband“ im Deutschlandradio Kultur ist er als freier Mitarbeiter tätig. John ist zudem Mitglied des Online-Expertenkreises Internet & Gesellschaft Co:llaboratory, war an dem IT-Gipfel der Bundesregierung beteiligt und hat die Initiative gegen Leistungsschutzrechte mit aufgebaut.

Kathrin Passig

Kathrin Passig lebt als Sachbuchautorin und Publizistin in Berlin. Sie ist Mitgründerin der Zentralen Intelligenz Agentur, mit der sie das Blog riesenmaschine.de entwickelte, das 2006 den Grimme Online Award erhielt. Im gleichen Jahr gewann sie mit der Erzählung „Sie befinden sich hier“ den Ingeborg-Bachmann-Preis. Zuletzt erschien “Das neue Lexikon des Unwissens – Worauf es bisher keine Antwort gibt” (Rowohlt Berlin 2011, zusammen mit Aleks Scholz und Kai Schreiber), im Herbst 2012 erscheint “Internet – Segen oder Fluch” (Arbeitstitel, zusammen mit Sascha Lobo). Passig: “Ich freue mich über die Jury-Einladung, weil Freies Wissen Weltverbesserung ist und Weltverbesserung – neben Nagetieren – immer ein Hauptthema der Riesenmaschine war. Außerdem wäre das Recherchieren für Sachtexte ohne Freies Wissen ein noch viel mühsameres Geschäft.”

Benutzer:Marcus Cyron

Marcus Cyron hat auf der HU Berlin Geschichts- und Altertumswissenschaften studiert. Seit 2005 arbeitet er an der Wikipedia mit. Er kann bislang mehr als 160.000 Bearbeitungen vorweisen und hat über 5000 Artikel angelegt. Der in Rüdersdorf bei Berlin geborene 36-jährige ist vor allem in den Bereichen Altertum und Wintersport aktiv. 2008 wurde ihm die Zedler-Medaille im Bereich „Geisteswissenschaften“ für den Artikel „Schwarzfigurige Vasenmalerei“ verliehen. Marcus hat am Buch „Alles über Wikipedia“ mitgearbeitet und war einer der Organisatoren der Konferenz „Wikipedia trifft Altertum“.

Thorsten Schilling

Thorsten Schilling, seit Oktober 2000 Leiter des Fachbereichs Multimedia der Bundeszentrale für politische Bildung, brach sein Studium der Philosophie/Marxismus-Leninismus 1986 aus politischen Gründen ab. 1989 wurde der gebürtige Dresdner aus der DDR ausgewiesen. Auf der documenta X in Kassel organisierte der heute 51-jährige gemeinsam mit Anderen u.a. den Hybrid Workspace als temporäres Medienlabor. Schilling engagiert sich in verschiedenen Projekten für die Pflege der Medienkultur. An der Juryarbeit beteiligt er sich, weil „zum einen das Anliegen, ehrenamtliches Engagement im Bereich der Wissensvermittlung auszuzeichnen sehr gut zur Arbeit der Bundeszentrale passt und zum anderen, weil ich mir verspreche, bei der näheren Beschäftigung mit den Projekten auch Anregungen und Ideen kennenzulernen.“

Wie geht’s jetzt weiter?

Die Jurygruppen beginnen nun, sich über die Bewertungskriterien auszutauschen und haben dann bis Ende März Zeit, die Vorschläge zu begutachten und zu bewerten. Für die drei Preise gelten unterschiedlich Bewertungskriterien. Während die Kategorie „Artikel des Jahres“ einen lustigen und informativen Artikel der begeistert hat, auszeichnet, sollen bei den Projekt-Kategorien Erstellung, Verbesserung und Verbreitung des Freien Wissen als Bewertungsmaxime gelten. Grundvoraussetzung für alle Nominierungen ist die nachhaltige Verankerung der Idee des Freien Wissens in der Gesellschaft. Anfang April finden dann die Jurysitzungen statt, im Anschluss werden je Kategorie fünf Nominierungen bekannt gegeben. Auf einer großen Gala im Mai in Berlin werden schließlich die Sieger gekürt.

Alle Informationen zum Wettbewerb unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Zedler-Preis. Alle Fragen und Anregungen zum Wettbewerb nimmt Nicole Ebber gerne entgegen.

(Vielen Dank an Phillip für die Unterstützung bei der Recherche und das Zusammentragen der Juryinformationen!)

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