Wiki Loves Monuments: Die Preisträger des deutschen Wettbewerbs

Am Wochenende tagte die Jury aus Wikipedianern und dem Chefredakteur des Deutschen Architektenblatts, Roland Stimpel, um die Preisträgerinnen und Preisträger des Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments zu bestimmen. Ausgewählt wurden 100 Bilder. Verschiedene Sponsoren und Wikimedia Deutschland ermöglichen es, dass alle platzierten Bilder mit Preisen ausgezeichnet werden können.

Darüber hinaus wird ein Sonderpreis für das beste Foto jedes Bundeslandes vergeben. Besonders erfreulich ist, dass unter den Gewinnern so viele neue Nutzer zu finden sind, die vor dem 1. September nicht auf Commons angemeldet waren (hier im Beitrag mit Neu! gekennzeichnet).

Und hier sind die ersten 10 Plätze, die gleichzeitig den deutschen Beitrag zum europäischen Wettbewerb darstellen. Die nächstplatzierten Bilder finden sich alle auf der Wikipedia-Projektseite zu Wiki Loves Monuments:

1. Platz und Landessieger Baden-Württemberg: Memorino mit Anhäuser Mauer

2. Platz: Mr Marc (Neu!) mit Halle II des Herschelbads in Mannheim

3. Platz und Landessieger Bayern: Gras-Ober mit Feldkapelle bei Filzbuch, Gemarkung Beuerbach

4. Platz und Landessieger Nordrhein-Westfalen: Wiegels mit Kreuz auf Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen

5. Platz und Landessieger Berlin: Honigdachs (Neu!) mit Flughafen Berlin-Tempelhof

6. Platz: Carschten mit Egelsbergmühle bei Krefeld

7. Platz und Landessieger Thüringen: Jwaller (Neu!) mit Warttürmchen im Park Hohenrode in Neuhausen

8. Platz: Detpurroc (Neu!) mit Schloss Köpenick

9. Platz: Wiegels mit Garagenanlage in Düsseldorf-Unterbilk

10. Platz und Landessieger Sachsen-Anhalt: Stepro mit Denkmalgeschützte Häuser in der Altstadt von Osterwieck

Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner und ein riesengroßes Dankeschön an die Organisatoren des Wettbewerbes – allen voran Elke und Kilian – sowie an die fleißige Jury. Das war wirkliche eine tolle und beeindruckende Aktion!

Bisher haben übrigens auch Schweden, Polen und Portugal ihre Gewinnerbilder veröffentlicht. Und nun sind wir gespannt, wie die europäische Jury entscheidet. Stay tuned!

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Wikipedia im Unterricht – kollaborativ auf Wikibooks

Lehrer nutzen Wikipedia, Schüler nutzen Wikipedia. Wie kann man noch sinnvoller mit dieser Ressource umgehen und was kann man durch sie, darüber und damit lernen? Das Wikipedia-Schulprojekt begleitet Lehrer und Schüler seit Jahren im Umgang mit diesen Fragen und berät sie zu kompetentem und kritischem Umgang mit Wikipedia und aktiver Teilhabe. Im Laufe der Jahre wurde oft der Wunsch nach einer eigenständigen Handreichung mit Arbeitsmaterialien für den Unterricht geäußert, es gibt den deutlichen Wunsch vieler Lehrer, Wikipedia noch stärker in den Unterricht einzubinden. Leider existiert aber kaum brauchbares praxisbezogenes Material für eine adäquate Aufarbeitung.

Das möchten wir ändern. Es gilt demnach, hochwertige Arbeitsmaterialien für die Unterrichtsgestaltung zu und mit Wikipedia zu entwickeln. Wikimedia Deutschland beginnt zu diesem Zweck nun eine enge Zusammenarbeit mit Lehrern, Lehrbuchautoren, Wikipedianern und Medienpädagogen. Passend zum Thema soll dieser Prozess natürlich auch offen für weitere Teilnehmer sein: Beim Schwesterprojekt Wikibooks, einer Plattform für freie Lehr-, Sach- und Fachbücher, werden ab jetzt kollaborativ die Lehrtexte und Arbeitsaufgaben erarbeitet und unterschiedliche Blickwinkel mit in die inhaltliche Arbeit einfließen.
Die Gliederung zum Buch “Wikipedia in der Schule – Arbeitsmaterialien für Lehrer” findet sich bereits hier im “Regal Schule”. Bis Ende November wird nun auf Wikibooks an den Inhalten gearbeitet. Wenn du Lust hast mitzuarbeiten: komm dazu und schreibe mit. Wir freuen uns über deine Unterstützung!

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WissensWert 2011: Bis zu 5.000 Euro für mutige Projekte


Nach dem schönen Erfolg unseres Experimentes im letzten Jahr öffnen wir heute die zweite Runde des Ideenwettbewerbes WissensWert. Wir stellen ausgewählten Initiativen kurzfristig und unbürokratisch Mittel in Höhe von 500 € bis zu 5.000 € zur Verfügung. Seid mutig und beteiligt Euch an unserem Wettbewerb! Wir können Euch mit einer Fördersumme helfen, aus mutigen Ideen außergewöhnliche Projekte zu machen.

Seid mutig!

Wir fördern wieder Ideen, die mit den Zielen von Wikimedia Deutschland übereinstimmen. Dabei prämieren wir keine Ideen nur der guten Idee wegen, sondern stellen ausgewählten Menschen oder Gruppen Geld zur Verfügung, damit sie ihre Projektideen selber in die Tat umsetzen können. Überrascht uns mit Euren Vorschlägen zur Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freien Wissens. Überzeugt uns von Eurem Vorhaben, den Zugang zu Wissen und Bildung zu fördern! Präsentiert uns Eure Projekte zu Freien Inhalten, Freien Lizenzen oder Freier Software.

Macht alle mit!

Alle können mitmachen! Alle, die eine Idee haben, die zu uns passt und nur darauf wartet, von ihr oder ihm in die Tat umgesetzt zu werden. Wir sprechen damit ausdrücklich nicht nur die Wikipedia- und Wikimedia-Community an – Vertreter der Free-Culture-Bewegung, Baustler und Creative-Commons-Fans, Freundinnen von OpenStreetMap, vom offenen Web und offenen Daten, Freier Software und Freien Netzen sind ebenso aufgerufen, ihre Ideen bei uns einzureichen.

Eure Ideen sind uns was wert

Bis zum 17. 24. November 2011 hab Ihr Zeit, Eure überzeugende Projektidee bei uns einzureichen. Neben der offiziellen Jury aus Wikipedianern, Wikimedianern und Vertretern der Bewegung bekommt auch die Öffentlichkeit eine Stimme: Wir werden die Ideen zur öffentlichen Abstimmung auf der Website bereit stellen.

So geht’s:

Teilnahmebedingungen, Bewertungskriterien und das Bewerbungsformular findet ihr auf der WissensWert-Seite. Fragen beantworten wir gerne unter ideen@wikimedia.de. Und nun los! Raus aus der Schublade mit der Idee, rein in unser Bewerbungsformular! Wir freuen uns auf zahlreiche tolle Einreichungen.

Sagt’s weiter!

Wir zählen bei der Bekanntmachung unseres Wettbewerbes übrigens auf Eure Unterstützung: Erzählt Euren Freundinnen, Kollegen, Musen, Wirten und Partnerinnen von der tollen Möglichkeit dieser Förderung. Damit das Ganze auch hübsch wird, haben wir ein paar Banner zum Einbinden auf Eure Wikis, Blogs und Social Networks gebastelt. Danke!

Der Nachfragen wegen: Zur Zeit läuft neben WissensWert auch noch die Antragsrunde für das Community-Projektbudget (CPB). WissensWert unterscheidet sich vom CPB vor allem dadurch, das hier Anträge bis zu 5.000 Euro eingereicht werden können; das CPB ist für größere Projekte, die mehr als 5.000 Euro benötigen, eingerichtet. Mit WissensWert sprechen wir außerdem gezielt Menschen und Initiativen außerhalb des Wikimedia-Universums an, während sich das CPB vordringlich an Community-Mitglieder richtet.

Update:Infos zum Publikumspreis, zur Verlängerung und dem Herzchenbonus.

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Vorstands-Chat Nummer Sieben – 18. Oktober 2011, 20 Uhr

Der Vorstand von Wikimedia Deutschland lädt zum IRC-Chat. Die angekündigten Themen sind der Wirtschaftsplan 2012 und die Mitgliederversammlung. Wer darüber nachdenkt, selbst zu kandidieren oder gern mehr über die Arbeit im Vorstand wissen will, sollte einfach vorbeischauen und mit dem Vorstand sprechen.

Der Chat findet am Dienstag, den 18. Oktober 2011, im IRC-Channel #wikimedia-de statt. Beginn ist 20 Uhr.

Wie man am Chat teilnehmen kann, ist unter Vorstands-Chat auf der Vereinswebsite zu finden. Noch keine Erfahrung mit dem Chatten per IRC? Gar kein Problem: Eine kurze Einführung gibt es im Wikipedia-Artikel Wikipedia:Chat!

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Bis Freitag, 14.10. 23:59 Uhr Deine Idee fürs Community-Projektbudget vorschlagen

Du hast eine gute Idee zur Förderung Freien Wissens mit besonderem Schwerpunkt auf den Wikimedia-Projekten? Du kannst diese Idee selber oder im Team umsetzen, benötigst aber noch konkrete finanzielle Unterstützung? Dann melde Dich jetzt mit Deiner Idee an und stelle bis Ende Oktober einen Antrag für die zweite Runde im Community-Projektbudget.

Die aktuelle Antragsrunde läuft noch bis Ende Oktober. Um mit Deiner Idee zur Förderung Freien Wissens in den Wikimedia-Projekten in die Auswahlrunde zu kommen, kannst Du Dich bis Freitag, 14.10. 23:59 Uhr in die Antragsliste eintragen lassen. Schicke dazu einfach eine Mail an cpb@wikimedia.de mit einen Projektnamen und Deinem Namen als Antragsteller. Bis zum Freitag, 28.10. 23:59 Uhr hast Du dann Zeit, uns Deinen Antrag zu schicken. Das Antragsmuster und die Förderrichtlinien findest Du auf der CPB-Projektseite. Natürlich bedeutet eine Eintragung in die Antragsliste nicht, dass Du einen Antrag einreichen musst. Allerdings können Anträge, die nicht bis zum 14.10. in der Antragsliste angemeldet wurden, in dieser Runde nicht berücksichtigt werden.

Gefördert werden aus dem Community-Projektbudget Initiativen für Freies Wissen mit Schwerpunkt auf Wikimedia-Projekten, die zur Umsetzung 5000 € und mehr benötigen.

Wiki Loves Monuments Mittelhessen, Fotoflüge, ein Workshop zu bibliographisch-archivalischem Wissen, Filmvorlesungen und ein Projekt zur Entwicklung von Maßnahmen  zur Gewinnung von Frauen als Mitarbeiterinnen für Wikimedia-Projekte sind die Projekte, die in der ersten Runde aus 36 Einreichungen ausgewählt wurden und nun umgesetzt werden. Hier sind die Kurzbeschreibungen, weiterführende Links und die jeweiligen Fördersummen zu finden.

Die Vergabe der Fördergelder wird von einem ehrenamtlichen Ausschuss vorgeschlagen, der – neben dem Schatzmeister des Vereins – zur Hälfte aus Vereinsmitgliedern und zur Hälfte aus der Community gewählt wurde.

Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung: cpb@wikimedia.de oder Olaf Kosinsky (Schatzmeister WMDE und CPB-Ausschuss), Sebastian Sooth (Ansprechpartner in der Geschäftsstelle).

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Mein Praktikum bei Wiki… was?!

»Du machst ein Praktikum bei Wikipedia? Dann kannst du doch bestimmt mal schnell den Eintrag unseres Instituts “verbessern”!«

Solche und ähnliche Forderungen habe ich vor, während und sicherlich auch nach Ende meines Praktikums wohl am häufigsten bekommen. Unwissenden Bekannten und Verwandten dann zu erklären, dass man zum Bearbeiten a) nicht bei Wikimedia arbeiten muss und man sich dabei b) an bestimmte Regeln halten muss, auch das gehörte zu den Aufgaben meines zweieinhalb monatigen Praktikums in der Berliner Geschäftsstelle.

Einen Schwerpunkt meiner Arbeit bildete die WikiConvention in Nürnberg, bei der ich die freiwilligen Organisatoren an vielen Punkten unterstützte und es für mich auch die Gelegenheit gab, den ein oder die andere Wikipedianerin persönlich kennenzulernen. Auch bei der Vorbereitung und Durchführung von Wiki Loves Monuments unterstützte ich das Orga-Team durch Produktion von Werbematerial und Akquise von Sponsoren für die Preise.

Besonders gut gefallen hat mir der persönliche Austausch mit den anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Geschäftsstelle. In der offenen und kreativen Arbeitsatmosphäre war es spannend, auch in die Projektbereiche Politik und Gesellschaft, sowie die Bildungsarbeit hereinzuschnuppern und Ideen auszutauschen. An der Stelle sei auch die generelle Einstellung gegenüber Praktikanten einmal lobend erwähnt: Durch das fördernde und fordernde Miteinander auf der einen und angemessener finanzieller Vergütung auf der anderen Seite, bekam ich das Gefühl wertgeschätzt zu sein und nicht nur für vermeintliche “Praktikantenjobs” eingespannt zu werden. Das klingt zwar selbstverständlich, ist es aber in dem Bereich leider keineswegs.

Abgerundet wurden meine Aufgaben durch einige Routinetätigkeiten in der Büroassistenz, wie Protokolle schreiben, neue Mitglieder willkommen heißen oder dem oftmals recht unterhaltsamen “Telefondienst”. Daraus ein paar Zitate:

  • »Nein, tut mir Leid: Ich weiß auch nicht, warum sich Windräder gleichen Typs am gleichen Ort manchmal unterschiedlich schnell drehen.«
  • »Die Mitarbeit in der Wikipedia ist allen Menschen möglich, aber bezahlte Redakteure suchen wir zurzeit und auch grundsätzlich nicht.«
  • »Wen wollen Sie sprechen? Den Fernsehfuchs? Ich glaub’ da sind Sie falsch verbunden!«

Doch diese Anrufe zeigen im Grunde nur, dass es immer noch viele Menschen gibt, die nicht genau wissen, was Wikipedia ist und wie genau die Inhalte dahin kommen, wo sie für jede und jeden frei zugänglich sind. Und so konnte ich auch den ein oder die andere über die Funktionsweise aufklären und damit gleich ein Stück Öffentlichkeitsarbeit leisten.

Und: Ich bin sicher, dass der Artikel der Brandt School auch ohne mein manipulatives Dazutun auf gutem Niveau bleibt.

Tschüss und bis bald!
Simon

Im Namen des ganzen Wikimedia-Teams ein herzliches Dankeschön an Simon und Khesrau für ihre gute Arbeit. Sollte der Beitrag euer Interesse geweckt haben: Wir suchen laufend Unterstützung!

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Italienische Wikipedia im Streik

Die italienische Wikipedia-Community ist in diesen Tagen einen Schritt gegangen, der so in der 10-jährigen Geschichte der freien Enzyklopädie einmalig ist. Seit gestern Abend  ist die italienische Version der größten Wissenssammlung der Menschheit für Leser nicht mehr erreichbar – die Inhalte sind vorübergehend versteckt. Stattdessen erklärt ein Brief die Gründe für dieses Vorgehen. Ursache dafür ist der Paragraph 29 eines italienischen Gesetzesentwurfs, den das italienische Parlament zurzeit debattiert. Dieser enthält eine Verpflichtung für Webseiten, innerhalb von 48 Stunden kommentarlos jegliche Korrektur am Inhalt vorzunehmen, die der Antragsteller im Interesse seiner Reputation fordert. Unerfreulicherweise verlangt dieses Gesetz keine Evaluation durch eine unabhängige dritte Person.

Die ehrenamtlichen Wikipedia-Autoren haben in den letzten 10 Jahren in Gemeinschaftsarbeit eine neutrale, frei lizenzierte und vor allem unabhängige Wissensquelle erstellt. Relevanzkriterien, Löschanträge, Änderungen in Artikeln und Umgang mit Persönlichkeitsrechtsverletzungen werden öffentlich diskutiert. Durch Quellennachweise, Belege und die Einhaltung eines neutralen Standpunkts wird die Qualität der Artikel gesichert.  Wikipedia hat eine Reihe von Mechanismen etabliert, über die Sorgen und Beschwerden von Einzelpersonen oder Organisationen gesammelt und gelöst werden. Das jetzige System zur Entfernung falscher Informationen ist erprobt und belastbar. Diese bewährten Arbeitsmethoden sind nun durch eine mögliche Gesetzesänderung in Italien in Frage gestellt und damit werden die Grundprinzipien der freien Enzyklopädie missachtet.

Seit Bestehen des Online-Lexikons haben Wikipedia-Benutzer auf Nachfrage hin jede Art von Inhalt überprüft, der für jemanden nachteilig sein könnte, ohne dabei auf die Neutralität und Unabhängigkeit des Projektes verzichten zu müssen. Eine Korrektur ohne Recht auf Diskussion und Überprüfung der Inhalte veröffentlichen zu müssen, würde zu einer inakzeptablen Einschränkung der Freiheit und Unabhängigkeit von Wikipedia führen.

Als gemeinnütziger Verein zur Förderung Freien Wissens setzt sich Wikimedia Deutschland nicht nur für den freien Zugang zu Wissen ein, sondern fördert und unterstützt auch die Erstellung und Verbreitung von Freiem Wissen. Wikimedia Deutschland ist nicht an redaktionellen Prozessen beteiligt und mischt sich auch nicht in die gewachsenen Strukturen und das komplexe Regelwerk von Wikipedia ein. Die aktuelle Diskussion über den Gesetzesentwurf in Italien widerspricht jedoch unseren Grundsätzen und der Mission der Förderung Freien Wissens.

Die italienische Autoren-Gemeinschaft hat sich für eine drastische Reaktion entschieden, die nicht nur auf Zuspruch stößt. Vielleicht hätte es andere Maßnahmen gegeben, um auf die Probleme aufmerksam zu machen. Aber die Entscheidung, Wikipedia für geplante 48 Stunden nicht verfügbar zu machen, ist zumindest sehr wirkungsvoll. Es geht hier um ein grundsätzliches Problem im Umgang mit Freiem Wissen, Neutralität und Meinungsfreiheit. Dies zeigen auch die zahlreichen Medienberichte, Online-Unterstützer weltweit und Solidaritätserklärungen.

Wikimedia Deutschland steht an der Seite der Freiwilligen aus Italien, die gegen den „Kill-Blog“ genannten Gesetzesentwurf protestieren. Dieses Gesetz würde die Arbeit von Projekten wie Wikipedia behindern: offene, ehrenamtliche und gemeinschaftliche Orte, die dem Teilen von Wissen gewidmet sind. Ganz zu schweigen von der Einschränkung der Möglichkeit für alle Internet-Benutzer, sich an demokratischen Vorgängen zu beteiligen und ihr Recht auf freie Rede auszuüben.

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10 Jahre Wikipedia – jetzt 10 Karten für die Frankfurter Buchmesse gewinnen!

Anlässlich der Veröffentlichung des Buches “Alles über Wikipedia – und die Menschen hinter der größten Enzyklopädie der Welt” verlost Wikimedia Deutschland 10 Wochenendkarten für die Frankfurter Buchmesse. Die Karten ermöglichen es Euch am 15. und 16. Oktober 2011 die weltweit größte Buchmesse zu besuchen.

Zur Vorstellung des Wikipedia-Buches wird Jimmy Wales bereits am 12. Oktober auf der Pressekonferenz von Hoffmann und Campe (13.30 bis 15 Uhr) über Wikipedia sprechen. Am 15. Oktober spricht Catrin von 10 bis 10:30 Uhr auf dem Blauen Sofa in Halle 5.1/6.1 mit Wolfgang Hagen vom DeutschlandRadio über das Buch. Es stehen außerdem mehrere Wikipedianer am Stand von Hoffmann und Campe in Halle 3.0, Stand B 123 für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Folgende Wikipedianer werden auf der Frankfurter Buchmesse anzutreffen sein:

Jonathan Horstmann (10 bis 12 Uhr) studiert die Fächer Religionsphilosophie, Soziologie und Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Bei Wikipedia arbeitet er seit 2006 mit und kümmert sich dort vorzugsweise um den Ausbau und die Verbesserung bereits bestehender Artikel zu kulturellen und gesellschaftlichen Themen.

Britta Parbel (11 bis 13 Uhr), seit 2005 in der Wikipedia aktiv, ist vielseitig interessiert. In Ortsartikeln, Artikeln zur lokalen Geschichte, Kunstartikeln und als Helferlein im Wartungsbereich tätig.

Ralf Roletschek (12 bis 14 Uhr) ist seit 2003 in der Wikipedia tätig und war von 2006 bis 2008 Administrator. Er ist gelernter Tischler und Bauingenieur. Fotografie lernte er ab 1978 bei Günter Rinnhofer. Seit 1998 ist er Dozent an verschiedenen Bildungseinrichtungen. Auf Wikipedia (und Commons) hat er bislang über 10 000 eigene Bilder hochgeladen.

David Ludwig (14 bis 16 Uhr) ist Philosoph und Wissenschaftshistoriker am Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt Universität zu Berlin. Seit 2005 engagiert er sich in der Wikipedia und schreibt dort Artikel zur Wissenschaftstheorie, Geschichte der Humanwissenschaften und Philosophie des Geistes.

Jan-Herm Janßen (15 bis 17 Uhr) fand wegen des fehlerhaften »von« im Lemma zu Heinrich Cotta im Oktober 2005 zu Wikipedia. Bis 1998 studierte er Forstwissenschaften in Göttingen und arbeitet gegenwärtig bei einem Verlag. Neben dem weiten Gebiet »Wald und Forst« im Besonderen sowie biologischökologischen Themen im Allgemeinen befasst er sich noch mit Literatur, Film, Musik und mit kirchlich-religiösen Themen.

Thomas Wozniak (16 bis 18 Uhr) hat Geschichte und Geographie an der Universität Köln studiert und ist seit Dezember 2003 auf Wikipedia angemeldet. Zum Schwerpunkt seiner Beiträge sind persönlich besuchte Welterbestätten der UN ESCO geworden.

Um an der Verlosung teilzunehmen, sendet uns bitte eine E-Mail an publikationen@wikimedia.de mit dem Betreff “Buchmesse”. Die Absender der ersten zehn E-Mails erhalten jeweils eine Karte als PDF zum selbst ausdrucken.

Viel Glück! Wir freuen uns auf Euren Besuch am Stand von Hoffmann und Campe, wo die Gewinner der Verlosung außerdem ein Exemplar des Wikipedia-Buchs geschenkt bekommen.

Nachtrag: Die zehn Gewinner sind ermittelt, werden benachrichtigt und erhalten bis Ende der Woche ihre Karten per E-Mail zugesandt. Danke für die Teilnahme und viel Spaß auf der Frankfurter Buchmesse!

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Wirtschaftsplan 2012, Version 2.0

Soeben haben wir den aktualisierten Entwurf des Wirtschaftsplans 2012 veröffentlicht. Ihr könnt die PDF-Version sowie die Wiki-Version im Online-Forum einsehen und kommentieren.

Mit der Veröffentlichung des ersten Entwurfs unseres Wirtschaftsplans vor einigen Wochen haben wir zur aktiven Mitarbeit aufgerufen. Im Online-Forum haben sich viele Interessierte daran beteiligt und uns ihre Meinung gesagt, Fragen gestellt oder Vorschläge eingebracht. Darüber hinaus haben wir im September in fünf Städten Mitglieder und weitere Interessierte eingeladen, mit Vorstand und Geschäftsführung die Planung zu diskutieren. Alle diese Rückmeldungen wurden in die heute veröffentlichte zweite Version eingearbeitet (im neuen Dokument in grauer Schriftfarbe hervorgehoben).

Im Namen des Vorstands und aller Mitarbeiter möchte ich mich an dieser Stelle für das Interesse und die bisherige Mitarbeit bedanken. Selbstverständlich besteht auf der Diskussionsseite im Online-Forum weiterhin die Möglichkeit, unsere Planung zu kommentieren und Änderungen vorzuschlagen. Auch gibt es weiterhin unter plan2012@wikimedia.de eine E-Mail-Adresse für Rückmeldungen, Fragen und Anregungen.

Ich freue mich über weitere Ideen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge!

P.S. Der ausführliche Bericht zur Tour durch die fünf Städte kommt nächste Woche.

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Warum man sich im Präsidium engagieren sollte

Wikimedia Deutschland ist ein Verein, und wie (fast) jeder Verein hält auch Wikimedia Deutschland mindestens einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung ab. Unsere nächste, die 9. Mitgliederversammlung seit Vereinsgründung, findet am 19. November 2011 in Hannover statt und wird zwei große Themen auf der Tagesordnung haben: die Wahl des ersten Vereinspräsidiums sowie die Vorstellung und Beschlussfassung des Wirtschaftsplans 2012. In diesem Blogpost möchte ich ein wenig darauf eingehen, warum man sich im Präsidium engagieren sollte.

Was macht das Präsidium eigentlich? Nach der neuen Satzung, die zeitglich mit dieser Mitgliederversammlung in Kraft tritt, ist das Präsidium das ehrenamtliche Leitungs- und Kontrollorgan des Vereins. Dabei hat es vier primäre Aufgaben: die strategische Planung des Vereins fortzuschreiben, den hauptamtlichen geschäftsführenden Vorstand zu bestellen und abzuberufen sowie dessen Arbeit zu kontrollieren und den Mitgliedern gegenüber den Verein zu vertreten. Das heißt zum Beispiel, dass das Präsidium einmal im Jahr die Arbeit der Geschäftsführung umfassend bewertet und damit über die leistungsbezogenen Vergütungsbestandteile entscheidet. Ebenso werden in den Präsidiumssitzungen die strategischen Ziele des Vereins überprüft und angepasst. Und schließlich wird in regelmäßigen Telefonkonferenzen der Projektfortschritt besprochen und ggf. Änderungen an den unterjährigen Planungen vorgenommen.

Warum sollte man sich dafür nun engagieren? Während wir über die letzten Jahre die Mitgestaltungsmöglichkeiten aller Vereinsmitglieder und auch der Wikimedia-Community stetig ausgebaut haben, so steht weiterhin außer Frage, dass nur die Arbeit im Präsidium zu tiefgreifendem und insbesondere nachhaltigem Einfluss führt. Das Präsidium wird, wie der ehrenamtliche Vorstand bisher, aus Menschen bestehen, denen die Entwicklung des Vereins so wichtig ist, dass sie einen Teil ihrer Freizeit dafür opfern und gleichzeitig aber auch die damit verbundene Verantwortung übernehmen möchten. Das ist auch der Grund, warum man sich engagieren sollte: wem die weitere Entwicklung von Wikimedia Deutschland wichtig ist, wer sich gern mit Fragestellungen des „Großen Ganzen“ beschäftigt, wer Spaß daran hat, Leistungen zu bewerten, Planungen aufzustellen und mit Mitgliedern und der Community zu kommunizieren, wer sich für die Stärkung und den Ausbau des Vereins als der Förderer Freien Wissens schlechthin einsetzen möchte und wer für all das persönlich Verantwortung übernehmen möchte, für den ist ein Engagement im Präsidium geradezu Pflicht.

Warum sollte man sich dafür nun nicht engagieren? Einerseits ist der Gestaltungsraum der eigenen Arbeit im Präsidium sehr breit. Es gibt neben den „betitelten“ Positionen wie Vorsitzender, Stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister, die jeweils recht klare Aufgaben haben, auch bis zu sechs Beisitzerposten, die von jedem mit eigenem Leben gefüllt werden können. Andererseits gibt es aber aufgrund der genannten Kernaufgaben des Präsidiums auch Aktivitäten, für die ein Sitz im Präsidium weder notwendig, noch teilweise überhaupt hilfreich ist. Wenn du beispielsweise eigene Projektideen hast, die du gern umsetzen möchtest, wäre die Teilnahme am Community-Projektbudget ein wesentlich passenderes Engagement für dich. Wenn dich nur ein einziges Thema bewegt und du sonst wenig Interesse an der gesamten Bandbreite der Präsidiumsarbeit hast, ist es vielleicht besser, das Thema nach der Wahl als Antrag beim Präsidium einzureichen, mit ihm zu diskutieren und gegebenenfalls einen Beschluss herbeizuführen.

Hürde für einige ist nun vielleicht noch, nicht zu wissen, wer sonst noch kandidiert. Aus dem derzeitigen ehrenamtlichen Vorstand, der aktuell aus acht Mitgliedern besteht, werden bis auf Michail Jungierek, der zuletzt als Zweiter Vorsitzender tätig war, alle erneut kandidieren. Da das Präsidium insgesamt zehn Mitglieder haben wird, gibt es damit mindestens drei Sitze neu zu besetzen. Wie es einer gelebten Demokratie aber angemessen ist, wäre es hervorragend, wenn es insgesamt mehr als zehn Kandidaten gibt und die Mitglieder schließlich eine echte Wahl haben!

Was muss man tun um zu kandidieren? Nichts einfacher als das: füll das Formular aus und schick es ausgedruckt per Post, Fax oder E-Mail (mv2011@wikimedia.de) an den Verein. Frist für alle Kandidaturen ist der 18. Oktober 2011. Zusätzlich zum Formular kannst du auch eine Selbstvorstellung verfassen und sie an obige E-Mail-Adresse schicken. Sie wird dann vor der Mitgliederversammlung mit allen weiteren Unterlagen an die Mitglieder verschickt.

Weitere Details und Antworten zu vielen Fragen findet ihr in der FAQ. Selbstverständlich könnt ihr euch auch vertrauensvoll an jedes derzeitige, aber auch an ehemalige Vorstandsmitglieder wenden, wenn ihr mehr über die ehrenamtliche Arbeit im Präsidium wissen wollt.

Ich freue mich auf jede Menge engagierter Kandidaten!

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