WissensWert – Berichte aus den Projekten IV

Vor drei Wochen haben wir die zweite Runde unseres Ideenwettbewerbes WissensWert gestartet. Noch bis zum 17. November habt ihr Zeit, eure Anträge für die Förderung einzureichen und bis zu 5.000 Euro Unterstützung zu erhalten. Als Anregung für neue Bewerber eignen sich auch die Projekte, die im letzten Jahr zu den Gewinnern zählten. Wir berichten regelmäßig über deren Fortschritt, hier kommt nun der vierte Teil.

Die Betreuung und Begleitung der Projekte haben verschiedene Mitarbeiter bei uns übernommen, sie stehen den Projektpartnern als Ansprechpartner bei allen Fragen und Wünschen zur Verfügung und unterstützen bei der Bekanntmachung der Projekte und Ergebnisse. Diese Dokumentation soll dabei für die Projektpartner keine lästige Pflicht sein, sondern die Chance, ihr Projekt einer größeren Zielgruppe und Öffentlichkeit vorzustellen, neue Kontakte im Bereich Freies Wissen zu knüpfen und darüber Anregungen zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Projekte erhalten.

1 Freies Wissen als Hörbarer Podcast

Projektpartnerin: Tabitha Hammer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt ist abgeschlossen. Tabitha hat das Studio fertig eingerichtet und in Betrieb genommen. Das Tonstudio ist übrigens mobil und kann für die Erstellung freier Inhalte ausgeliehen werden. Tabitha freut sich über Anfragen und Kontakt, egal ob ihr das Studio in Köln oder die mobile Version bei euch vor Ort benutzen möchtet.

8 Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte.

Projektpartner: Jan-Christoph Borchardt
Begleitung bei Wikimedia: Mathias Schindler
Status: Das Projekt Libre Projects befindet sich bereits in der Umsetzung. Ein Blick auf die hübsche Webseite lohnt sich, mittlerweile listet sie 143 freie Webdienste und Alternativen auf. Geordnet sind sie nach den Kategorien Social, Tools, News, Travel, Games, Multimedia, Knowledge, Text, Audio, Video, Graphics, Publishing, Development, Science und Organization.

40 Luftbilder für OpenStreetMap

Projektpartner: Marc Gehling
Begleitung bei Wikimedia: Boris Marinov
Status: Das Projekt befindet sich in der Umsetzung. Marc schreibt:

Die Bilder stehen jetzt drei Monate bereit. In der Community wird die gute Auflösung und Lagegenauigkeit der Bilder geschätzt. Inzwischen sind 100.000 Änderungen in der OpenStreetMap-Datenbank gemacht worden. Drei OSM-Stammtische haben sich gemeldet und werden einen eigenen Bildserver für die lokale Community betreiben. Daneben laufen erste Tests für einen Luftbild-Proxy, der ein leichtere Nutzung der Bilder erlauben würde.

48 Motivationsfilm für Creative Commons

Projektpartner: Amadeus Wittwer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt ist abgeschlossen, der Film wurde veröffentlicht. Mehr dazu im Blogpost: WissensWert-Gewinner veröffentlichen Motivationsfilm für Creative Commons.

59 Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services

Projektpartnerin: Annette Thurow
Begleitung bei Wikimedia: Nicole Ebber
Status:Das Projekt soll nun in Kooperation und durch weitere Förderung von der Universität Paderborn umgesetzt werden, das Fördergeld wird dann zur Anstellung eines Werkstudenten eingesetzt.

60 WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen

Projektpartner: Werner Jansen, Ahmet Emre Acar
Begleitung bei Wikimedia: Sebastian Sooth
Status: Das Projektteam hat Prototypen für die Präsentation der Videos entwickelt und bereitet weiterhin die technische Umsetzung vor.

63 Public Domain Projekt

Projektpartner: Carl Flisch, Philippe Perreaux
Begleitung bei Wikimedia: Denis Barthel
Status:Angekommen! Nach fast einem halben Jahr ist er nun aus Japan eingetroffen, der handgefertigte Laserplattenspieler für das Schweizer Public-Domain-Projekt. Das PD-Projekt ist eins der letzten Projekte des WissensWert 2010, das die Arbeit aufnimmt und startet auch gleich durch: Der Plattenspieler wurde nicht nur auf das liebesvollste entpackt, wie man im “Unpacking Video” sehen kann, sondern auch gleich genutzt – die Stücke, die man im “Soundtrack” hört, sind die ersten Digitalisate des Projekts. Ihnen wird in der kommenden Zeit noch viel weiteres Material auf die Commons folgen und somit natürlich von großem Nutzen für Wikipedia und Co sein.

Unpacking video from pdproject on Vimeo.

68 WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten

Projektpartner: Andreas Bietenbeck
Begleitung bei Wikimedia: Daniel Kinzler
Status:Das Projekte befindet sich noch nicht in der Umsetzung.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Bewertungen, Durchschnitt: 3,57 von 5)
Loading...Loading...

Wissen und Macht – Die neue Freiheit im Internet?

Technikmuseum (Foto: Sir James, CC-BY-SA 2.0)

Wie verändert das Internet Bildung, Politik und Wirtschaft? Welche Chancen bietet es, demokratische Verhältnisse und Freiheit für alle Menschen zu erreichen? Welche Risiken verbinden sich mit der globalen Vernetzung? Diesen Fragen widmet sich das Symposium “www.wissen-und-macht.com – Die neue Freiheit im Internet?“, das im Deutschen Technikmuseum Berlin vom 10. bis 11. November 2011 stattfindet. Wikimedia Deutschland ist Medienpartner der Veranstaltung.

Web-Experten, Blogger sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildungsinstitutionen werden sich in drei thematischen Sitzungen austauschen. Eröffnet wird das Symposium mit dem Blick auf das Internet als Bildungs- und Wissensinstrument. Pavel Richter hält eine Keynote-Rede über Wikipedia und die Möglichkeiten, gemeinschaftlich zum Wissen der Welt beizutragen. In diesem Zusammenhang erörtet die Vizepräsidentin der deutschen UNESCO-Kommission, Dr. Verena Metze-Mangold, die gesellschaftlichen Veränderungen durch das Konzept der Wissensgesellschaft.

Der zweite Teilbereich des Symposiums betrachtet das Internet als politisches Instrument, unter anderem im Rückblick auf den Arabischen Frühling. Im dritten Teilbereich geht es um das Internet als Medium für Werbung und seine Rolle als Wirtschaftsinstrument.

Anmeldungen sind noch möglich!

Termin
10. und 11. November 2011

Veranstaltungsort
Deutsches Technikmuseum
Trebbiner Straße 9
10963 Berlin

Eintritt
6 Euro pro Tag, ermäßigt 3,50 Euro

Details zum Programm sind zu finden unter www.wissen-und-macht.com. Hashtag der Veranstaltung ist #wissen2011. Laufende Informationen gibt es über den offiziellen Twitter-Account der Veranstaltung. Folgt einfach @wissenundmacht.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Bewertungen, Durchschnitt: 1,80 von 5)
Loading...Loading...

Archäologie und Politik – und ein bischen Wikipedia

Und da dachte ich im September, ich hätte alle wichtigen Veranstaltungen des Jahres hinter mir. Aber wie schon im September verschaffte mir erneut die Gerda Henkel Stiftung einen “Außeneinsatz”. Ich war eingeladen zur “Gerda Henkel Vorlesung”, die mit Hermann Parzinger der wohl hochrangigste deutsche Kulturbeamte hielt. Thema war “Archäologie und Politik. Eine Wissenschaft und ihr Weg zum kulturpolitischen ‘Global Player'”. Hier sprach der vormalige Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts und heutiger Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nicht zuletzt auch aus eigener Erfahrung von den politischen Dimensionen der Archäologie in Vergangenheit, Gegenwart und ein wenig auch der Zukunft.

Wie so oft bei derartigen Veranstaltungen war der Vortrag zwar sehr interessant und gerade auch für mich von großem Interesse, doch noch Interessanter waren die vielen Gespräche rund um die Veranstaltung. Vor allem unterhielten ich und Lyzzy, die mich begleitete, mit Vertretern der Stiftung. Für L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung wird Lyzzy beispielsweise demnächst als Interviewpartner zur Verfügung stehen. Insgesamt wurde einmal mehr deutlich, daß die Mitarbeiter der Stiftung ehrliches Interesse an der Wikipedia und ihren Mitarbeitern haben. Vielleicht erwächst daraus ja noch die eine oder andere Zusammenarbeit.

Ein persönlicher Höhepunkt war für mich natürlich das Gespräch mit Uwe Walter, der in seinem Blog Antike und Abendland vor Wikipedia trifft Altertum einen sehr wohlwollenden Beitrag verfasst hatte. Sehr spannend waren seine Sichtweisen zum Paradigmenwechsel in seinem Fach, das nach seiner Meinung schon zu starken Veränderungen geführt hat. Und das durchaus nicht zum Schlechtesten.

Am folgenden Tag nutzte ich die Gelegenheiten, die sich mir boten. Zunächst besuchte ich in Bonn das Ägyptische Museum der Universität Bonn sowie das Akademische Kunstmuseum, die Antikensammlung der Universität Bonn. Am Abend folgte die Teilnahme am Kölner Stammtisch, meinem immer noch liebsten Stammtisch im Wikimedia-Universum. Neben dem Treffen mit vielen lieben alten Bekannten konnte ich auch endlich die Legende, das “Phantom” ;) Tsor kennen lernen. Der Sonnabend brachte noch eine Arbeitssession bei Elya und Raymond, bei der wir das weitere Vorgehen bei den GLAM-Projekten in der deutschsprachigen Wikipedia besprachen. Abschluss meiner “Dienstreise” war der Besuch des Museum August Kestner in Hannover, das praktischerweise an meinem Rückweg lag. Dort war der vorletzte Tag der Sonderausstellung Lost! Die Ägypten-Sammlung und ihre (Kriegs-)Verluste, die ich mir nicht entgehen lassen wollte, immerhin konnte ich den Kurator Christian E. Loeben bei “Wikipedia trifft Altertum” kennen lernen.

Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Dinge man in so wenig Zeit tun kann.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (14 Bewertungen, Durchschnitt: 2,29 von 5)
Loading...Loading...

GLAM in der Wikipedia

Irgendwie begann es im Herbst 2007 mit der Zusammenarbeit von Wikimedia Deutschland mit dem Bundesarchiv. Die Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Wikipedia beziehungsweise den Mitarbeitern der Wikipedia wurde auf eine neue Ebene gehoben. und das Schöne – dabei profitierte nicht nur die Wikipedia. Weitere Projekte folgten, so mit der Deutschen Fotothek oder dem Tropenmuseum Amsterdam. In anderen Ländern ging man andere Wege. So wurde im Juni 2010 der Australier Liam Wyatt “Wikipedian in Residence”, also wikipedianischer Mitarbeiter des British Museum in London. Seitdem konnten diverse weitere Projekte durchgeführt werden, insbesondere sind sicher Zusammenarbeiten mit dem Château de Versailles, der British Library, dem Israel Museum, Jerusalem, dem Museum of Modern Art oder der Smithsonian Institution zu nennen. Mittlerweile wurden Projekte unter dem Label “GLAM” auf drei Kontinenten durchgeführt. GLAM steht dabei für “Galleries”, “Libraries”, “Archives” und “Museums”.

Im DACH-Raum, Deutschland, Österreich und der Schweiz, hinken wir der internationalen Entwicklung mittlerweile etwas hinterher. Um diesem Umstand etwas aktiver entgegen zu treten, gibt es seit gestern in der deutschsprachigen Wikipedia ein GLAM-Projekt, das neben den Vereinen Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich und Wikimedia CH als zentraler Anlaufpunkt sowohl für Interessierte in den Projekten wie auch für Interessierte aus Museen, Archiven und so weiter dienen soll. Packen wir es zusammen an!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (11 Bewertungen, Durchschnitt: 3,64 von 5)
Loading...Loading...

Workshops und Sue Gardner auf der Mitgliederversammlung

Am Wochenende vom 19./20. November 2011 findet in Hannover die 9. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Der erste Tag konzentriert sich dabei auf die vereinsinternen Themen Wirtschaftsplan 2012, Wahlen und Anträge. Dieser Teil ist nur für Mitglieder.

Am zweiten Tag stehen die Wikimedia-Projekte klar im Fokus. Alle, die sich für Freies Wissen interessieren und zur Wikipedia, Commons und den weiteren Wikimeida-Projekten beitragen oder beitragen möchten, sind herzlich eingeladen. Es wird zu verschiedenen Themen Workshops geben, darunter welche zum „Lizenzdickicht auf Commons”, „Die Geschäftsstelle stellt sich vor”, das „Life, the Universe and Everything” und vieles mehr.

Für den Nachmittag des zweiten Tages wird Sue Gardner, die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, für eine ausführliche Diskussion mit der deutschen Wikimedia-Community zur Verfügung stehen. Neben dem brennende Thema Bildfilter und die Beziehung zwischen der Wikimedia Foundation und der deutschen Wikipedia-Community stehen auch der Rückgang an aktiven Autoren in der Wikipedia und warum es so wenige Frauen unter den Autoren gibt auf der Themenliste.

Veranstaltungsdetails

Ort: Buhmann-Schule, Prinzenstr. 2, 30159 Hannover, http://www.buhmann.de

Ablauf

  • 10:00 bis 12:00 Uhr: Workshops
  • 12:00 bis 13:00 Uhr: Mittagessen mit Sue Gardner und weiteren Mitarbeitern der Wikimedia Foundation
  • 13:00 bis 15:00 Uhr: Fragen & Antworten mit Sue Gardner zum Bildfilter, Autoren-Schwund und Frauen-Förderung

Es wird auf jeden Fall eine Simultanübersetzung Deutsch – Englisch – Deutsch geben, so dass jeder an der Diskussion teilnehmen kann. Weiterhin wird es einen Live-Stream über das Internet geben, wobei hier eine Simultanübersetzung nicht garantiert werden kann.

Um auch allen, die nicht vor Ort in Hannover sein können, die Möglichkeit zu geben, sich mit Fragen an der Diskussion zu beteiligen, haben wir in der Wikipedia einen Bereich eingerichtet um Fragen zu sammeln.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (8 Bewertungen, Durchschnitt: 3,88 von 5)
Loading...Loading...

Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Oktober 2011

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Netzpolitisches Katerfrühstück

Am 1. Oktober diskutierten auf Einladung von Wikimedia Deutschland fünf Vertreter der Berliner Parteien zum Ausgang der Abgeordnetenhauswahlen und den Konsequenzen für die Netzpolitik. Zu diesem Zeitpunkt ging man noch mehrheitlich von der Fortsetzung von Sondierungs- und Koalitionsgesprächen zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen aus.

Fachgespräch Urheberrecht

Mathias nahm für Wikimedia Deutschland an einem Fachgespräch zum Thema Urheberrecht im Deutschen Bundestag teil, das von der Linksfraktion veranstaltet wurde. In Einzelreferaten und Diskussionsrunden wurde einmal quer durch das Spektrum dessen geritten, was gerade in Sachen Urheberrecht am Köcheln ist. Unabdingbares Zweitveröffentlichungsrecht (zur mittelbaren Förderung von Open-Access), Verwaiste Werke, Presseverlegerleistungsschutzrecht und Verwertungsmöglichkeiten. Eine glückliche Hand besaßen die Veranstalter bei der Auswahl von Matthias Spielkamp als Impulsreferatsgeber. Der entsprechende Text ist online verfügbar und lesenswert.

Workshop zu Open Government/Open Innovation in Landesvertretung NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen ist im bundesweiten Vergleich sehr ambitioniert, was die Erforschung und Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft angeht. Ein eigens dafür eingerichtetes Cluster bringt regelmäßig Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um den Wissenstransfer zwischen Verwaltung, Politik und Marktteilnehmern zu befördern. Bei einem Workshop in Berlin, an dem Jan für Wikimedia Deutschland teilnahm, ging es um Strategien der Öffnung und Kollaboration, die in vielen Web-Projekten wie Wikipedia zwar angelegt sind, den staatlichen Sektor aber teilweise noch vor Herausforderungen stellen. Neben den größten Hindernissen für die Nutzung öffentlicher Daten (Zugang, Usability, Pflegebedürftigkeit) wurden auch konkrete Empfehlungen für neue Kooperationswege (z.B. Residenzmodelle in der Verwaltung) diskutiert.

Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) – a.k.a “Google-Institut”

In Berlin beging man mit ca. 400 geladenen Gästen die feierliche Gründung des “Alexander von Humboldt Instituts Internet und Gesellschaft”, das sich finanziert durch Google, der transdisziplinären Forschung zu rechtlichen, technologischen und soziologischen Aspekten der Digitalisierung widmen soll. Wikimedia Deutschland ist Teil des Kuratoriums, das eine beratende Funktion übernimmt. Im Anschluss an die Einweihung folgte ein mehrtägiger Kongress zu den Themen Internet und Gesellschaft, bei der auch Daniel Kinzler über WikiData berichtete. Zu den interessantesten Beiträgen gehörte auch ein längerer Beitrag von Leonhard Dobusch zum Thema “The Digital Public Domain: Relevance and Regulation”.

Metadaten-Anreicherung Wikipedia/PND/dpa

Im Oktober startete auf dem Toolserver ein kleines Experiment mit einem von der Nachrichtenagentur dpa zur Verfügung gestellten Auszug von Meldungen (der komplette Monat Mai 2010 der 12 Landesdienste). Hier können in den Meldungen (die noch nicht unter einer Freien Lizenz stehen) enthaltenen Namen von natürlichen Personen getaggt werden. In einem kommenden Schritt erfolgt der Abgleich dieser Namen mit den Personendaten aus der deutschsprachigen Wikipedia und der Personennamendatei (PND) aus der Deutschen Nationalbibliothek. Ganz herzlichen Dank an Apper, Magnus und alle anderen Helfer bei dem Tagging-Experiment. Weitere Informationen hier.

Internet-Konferenz der Friedrich-Naumann Stiftung und Konrad-Adenauer-Stiftung

In einer ganztätigen Veranstaltung der parteinahen Stiftungen FNS und KAS zu den Themen der Internet-Enquete-Kommission (EIDG), an der Jan und Mathias teilnahmen, wurde von liberal-konservativer Seite zum ersten Mal ein größerer inhaltlicher Aufschlag zu netzpolitischen Themen unternommen. Dabei zeigte sich, dass die anwesenden Fachpolitiker aus CDU und FDP durch die Betonung gemeinsamer Anliegen die Annäherung zur Aktivisten-Community suchten, obwohl gerade in jüngster Zeit – etwa durch die Vorstöße der Unionspolitiker Hans-Peter Uhl und Siegfried Kauder, die Affäre um den Staatstrojaner sowie die Frontstellung bei regulatorischen Schlüsselthemen wie der Netzneutralität – die Gräben eher vertieft wurden.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die vierte und letzte Ausgabe unserer Vereinszeitung wird zur Mitgliederversammlung am 19.11. in Hannover erscheinen. Damit wird sie einen Monat früher als üblich veröffentlicht. Im Oktober wurden Themen für die Wikimedium gesammelt, externe Autoren für Beiträge angesprochen und Texte erstellt. Anlässlich der Mitgliederversammlung haben wir vier zusätzliche Seiten konzipiert, auf denen die Aufgaben, Unterstützungsmöglichkeiten und vor allem auch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle ausführlich vorgestellt werden. Die Zahl der abonnierten Exemplare liegt bei 2.500 Stück, darüber hinaus nehmen Bibliotheken, Museen oder andere Institutionen, zu denen wir Kontakt aufnehmen, regelmäßig weitere Exemplare ab. Für weitere Ideen und Vorschläge zur Verteilung bitte eine E-Mail an redaktion@wikimedium.de.

In diesem Zusammenhang gibt es noch eine Neuerung. Ab der nächsten Ausgabe erhält die Wikimedium eine ISSN-Kennzeichnung. Diese “Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke” ist das Pendant zur ISBN bei Büchern und dient der eindeutigen Identifizierung.

Pressemitteilungen

Im Oktober haben wir zwei Pressemitteilungen veröffentlicht. Die Mitteilung zum Meilenstein von 20 Millionen Wikipedia-Artikeln weltweit führte zu deutschlandweiter Berichterstattung in 144 Print-/Onlinezeitungen. Den Löwenanteil von exakt 100 Darstellungen in lokalen wie überregionalen Medien führte die dpa-Meldung vom 25. Oktober herbei. Ein Ausschnitt der Berichterstattung ist wie immer im Pressespiegel des Vereins nachzulesen. Zur besseren Übersicht sind dort ähnliche Berichte beziehungsweise Abdrucke von Agenturmeldungen nur ein Mal verlinkt. Vollständigkeit streben wir hier nicht an, im Unterschied beispielsweise zum Wikipedia-Pressespiegel.

Die Pressemitteilung zur zweiten Runde des Ideenwettbewerbs WissensWert erschien am 26. Oktober und führte bislang zu drei Veröffentlichungen. Schwerpunkt der Pressearbeit mit erneuter Mitteilung wird allerdings erst der Zeitraum um die Bekanntgabe der Wettbewerbsergebnisse sein. Auf verschiedene Anfragen hin haben wir übrigens das Logo des Wettbewerbs zum Start der zweiten Runde leicht überarbeitet und versucht die Geschlechtertypisierung der Icons etwas abzuschwächen.

Als Nachreichung zur Presseberichterstattung über Wiki Loves Monuments im Folgenden eine kurze Übersicht: Die unten stehende Grafik beschreibt deutschsprachige Presseerwähnungen für die Monate Juli bis Oktober 2011. Im September sind 33 Berichte dokumentiert, für den Oktober 11. Letztere sind allesamt ab der 43. Kalenderwoche veröffentlicht worden, in Zusammenhang mit der Erwähnung der deutschen Gewinnerfotos in der Pressemitteilung zu 20 Millionen Artikeln. Zur Farbverteilung: In jedem Monat stehen die Farbsäulen von links nach rechts für Medien nach Reichweite (steigend). Lediglich das Tiefblau am jeweils rechten Rand steht für “undefiniert”. Zur Evaluation der Pressearbeit ein schönes Tool, das wir noch bis Ende des Jahres testen dürfen.Grafik: Meltwater News

 

Eine zusammengefasste Auswahl befindet sich im schon erwähnten Pressespiegel des Vereins. An dieser Stelle nochmals Gratulation an das erfolgreiche Team der Freiwilligen, die dieses Projekt realisiert haben!

Pressegespräche / Medienkooperationen

Im Rahmen der Bucherscheinung und der geplanten Lesungen gab es zahlreiche Anfragen (siehe Pressespiegel). Ausgelöst durch die Stellenanzeigen, interessierten sich einige Medien auch bereits für das geplante WikiData-Projekt (darunter heise.de, taz, dapd). Auch diese Berichte finden sich im Pressespiegel.

Ein Treffen mit Wikipedianern und der Berliner Morgenpost/Welt ist in Vorbereitung.  Es soll ein Austausch zwischen Redakteuren und Wikipedianern stattfinden, der in zwei Richtungen gehen könnte: Über den Berlin-Artikel in Wikipedia (eine Reportage darüber ist geplant) und über die Verwendung von Wikipedia in Redaktionen.

Bereits erwähnt wurde die geplante Zusammenarbeit mit dem Deutschen Technikmuseum. Hier fanden zahlreiche Gespräche statt und bei der Veranstaltung Wissen und Macht ist Wikimedia Deutschland Partner. Keynote Speaker am 10.11. ist Pavel Richter. Weiteres Thema mit dem Technikmuseum ist ein ‘Wikipedian in Residence’. Hierzu laufen derzeit die Gespräche noch.

Informationsmaterial

Nach der ersten Ausgabe unseres wöchentlichen Newsletters Wikimedia:Woche am 29. September haben wir im Oktober vier weitere Ausgaben verschickt. Kommunikationsweg sind die beiden Mailinglisten vereinde-l@lists.wikimedia.org und wikide-l@lists.wikimedia.org. Die Wikimedia:Woche erscheint immer donnerstags. Ziel ist eine Zusammenfassung offizieller Bekanntgaben, Berichte und Kommentare der Wikimedia Foundation und der Ländervertretungen. Von Community-Seite wird der Newsletter im Wikipedia:Kurier verlinkt. Alle erschienenen Ausgaben werden außerdem auf der entsprechenden Wikipedia-Seite archiviert. Jeder Interessierte ist übrigens herzlich eingeladen, bei der Sammlung von Themen für die jeweils nächste Ausgabe mitzumachen. Dafür einfach offizielle Neuigkeiten mit Links in dieses Etherpad zur Wikimedia:Woche legen.

Vorhandenes Informationsmaterial wurde nachgedruckt. In der Schlussredaktion ist aktuell die Broschüre zu Wikisource. Geplante Fertigstellung ist im November.

Wikipedia-Buch

Die Arbeit rund um das Wikipedia-Buch konzentrierte sich im letzten Monat auf die Frankfurter Buchmesse, auf der wir am 12. und 15. Oktober präsent waren. Am Eröffnungstag stellte Jimmy Wales das Wikipedia-Buch auf einer Pressekonferenz vor und wir organisierten zahlreiche Pressetermine (darunter ORF, BR, Zeit online). Einige Ergebnisse seines Einsatzes für das Buch sind im Pressespiegel einzusehen. Am 15. Oktober, dem ersten Publikumstag, standen Catrin und David Ludwig bei einem Interview auf dem Blauen Sofa Rede und Antwort. Das kontroverse Gespräch zog zahlreiche Interessierte an und endete mit einer Leseempfehlung. Danach waren mehrere Wikipedianer am Stand unseres Verlagspartners Hoffmann und Campe anwesend, gaben Interviews, beantworteten Fragen und informierten die Messebesucher über das Wikipedia-Buch und das Projekt an sich. Wie überaus wichtig ihre Bemühungen waren, spiegelt sich in der entsprechenden Presseberichterstattung wieder und wurde zudem fotografisch festgehalten. Am 27. Oktober fand außerdem die erste Buchlesung in Kassel statt. Vor über 30 Besuchern lasen und diskutierten Tobias Lutzi, Kerstie Nebelsiek, Ralf Roletschek und Boris über das Buch und viele spannende Facetten von Wikipedia. Es gab zahlreiche Fragen aus dem Publikum und am Ende wurde sogar für Wikipedia gespendet. In Vorbereitung ist die nächste Lesung in der SLUB in Dresden am 9.11.2011. Die Lesungen werden durch Presseinformationen und -Einladungen an lokale Medien begleitet und Catrin koordiniert einzelne Interviews mit Wikipedianern vor Ort. Zur Bewerbung der Lesungen wurde ein Plakat entworfen. Unterstützung bei lokalen Veranstaltung ist herzlich willkommen!

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

In Berlin hängen dank der Pro-bono-Unterstützung durch Leo Burnett u.a. am Hackeschen Markt Plakate, die auf die Initiative aufmerksam machen. Die aktuelle Wired hat das Thema ‘Wikipedia als Weltkulturerbeauch aufgegriffen. Mit der BTU Cottbus haben wir zum neuen Semester ein Studentenprojekt gestartet, in dem es u.a. um genau dieses Zusammenspiel von Wikipedia und Weltkulturerbe geht.

BILDUNGSPROJEKTE

Wikimedia Deutschland freut sich in diesem Jahr das EduCamp, vom 18. bis zum 20.11.2011 unter dem Motto “Neue Lernkulturen fördern und vernetzen” in Bielefeld, zu unterstützen. Kollaboratives Arbeiten und die Förderung eines Austausches unter neuen Lernansätzen sind für Wikimedia Deutschland wichtige Schritte in Richtung partizipativer Bildungsansätze. Wir freuen uns daher auf das Camp und natürlich auf die unter einer freien Lizenz erscheinenden Abschlussergebnisse.

Schulprojekt

In diesem Monat war das Wikipedia-Schulprojekt durch gezielte Ansprache von lokalen Redaktionen in der öffentlichen Wahrnehmung sehr präsent. Unser Referent Kilian Kluge wurde bei einem Einsatz begleitet und im Anschluss zu seiner Arbeit als Wikipedia-Referent interviewt. Die Berichterstattung fand unter anderem in der Berliner Morgenpost, dem Handelsblatt und weiteren Zeitungen Erwähnung. Zur Berichterstattung siehe das Medienecho auf der Schulprojekt-Homepage.

Das Schulprojekt hatte außerdem Gelegenheit sowohl im Rahmen einer Veranstaltung des Landesmedienzentrums Stuttgart als auch des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz zum Einsatz zu kommen. Insgesamt gab es in diesem Monat 18 Veranstaltungen. Darunter eine Schulung von Medienpädagogen, 12 Schülerworkshops und 5 Lehrerschulungen. Das Projekt kann in diesem Jahr somit mittlerweile auf über 60 Workshops zurückblicken. Auf dem Bildungskongress “Lernen bewegt” der Frankfurter Buchmesse konnten darüber hinaus weitere Kontakte geknüpft werden.

Arbeitsmaterial für Lehrer

Wikipedia ist Thema bei Schülern und Lehrern, daher hat es sich Wikimedia Deutschland nun zur Aufgabe gemacht ein Arbeitsbuch für Lehrer zu entwickeln. Natürlich unter Freier Lizenz und in kollaborativer Arbeitsweise. Nach intensiven Diskussionen im Vorfeld bezüglich der Gliederung hat nun am 11. Oktober auf wikibooks die gemeinschaftliche Erarbeitung von praxisorientierten Arbeitsmaterialien zu Wikipedia für den Unterricht, unter dem Titel “Wikipedia in der Schule”, begonnen.

Jeder, der Ideen und Erfahrungen zum Einsatz von Wikipedia im Unterricht hat, ist herzlich dazu eingeladen, sich in den nächsten Wochen in die Erarbeitung der Inhalte einzubringen. Diese Phase auf wikibooks wird noch bis Ende November laufen und soll dann in eine Redaktionsphase zur Erstellung von Printmaterial überleiten. Wenn Ihr noch unsicher seid, wie Ihr mitarbeiten könnt, dann lest euch die Hilfeseite durch und schreibt am besten direkt an den Inhalten mit!

“Wikipedia Ambassador”

Vor dem Hintergrund des international erfolgreichen Campus Ambassador Programs der Wikimedia Foundation beginnen Denis Barthel und Elly Köpf derzeit mit der Umsetzung in eine deutschsprachige Variante.

Das Schreiben von Wikipedia-Artikeln wird hier als neue Methode zur Erbringung von Studienleistungen etabliert: auf Basis des im Seminar erlernten Stoffes werden Enzyklopädie-Beiträge anstelle normaler Hausarbeiten verfasst. Die Studierenden sind hochmotiviert, da sie sich in einem modernen, positiv besetzten Kontext bewegen. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf Studienleistungen und Lernklima aus. Die Methode etabliert sich zunehmend international, so in Kanada, Brasilien und Indien. In Deutschland hat der Einsatz von Wikipedia in der universitären Lehre bisher nicht Einzug gehalten, zahlreiche Einzelprojekte illustrieren hier aber die Übertragbarkeit.

Nach einer Konzeptionsphase hat die Ansprache von Universitäten, die bereits Interesse angemeldet hatten, und die Planung eines Kick-Off-Meetings begonnen. Noch nicht ganz sicher ist der Titel des Programms, “Wikipedia Ambassador” ist nur ein Arbeitstitel. Habt ihr eine gute Idee zum Titel? Dann schickt uns eine Mail an campus@wikimedia.de, falls es überzeugt, gibt es ein Exemplar des Wikipedia-Buchs! Aber auch für eure Beiträge, Gedanken und Anregungen zum Programm selbst an die gleiche Adresse sind wir euch dankbar.

Silberwissen / TAO

DGPT goes Wikipedia – das war der Titel eines gemeinsamen Wochenendseminars der Deutschen Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte und Wikimedia Deutschland. 14 Postgeschichtler hörten nicht nur interessiert zu, diskutierten und fragten sondern unternahmen mit Unterstützung der Referenten in diesen beiden Tagen gleich ihre ersten Schritte in der Wikipedia. Ein Dankeschön an Dr. Wolfgang Töpfer (Vorstand DGPT) für die sehr gute Vorbereitung und an die Referenten Jürgen, Lienhard und Mario für ihren Einsatz.

In einer Beratung zwischen Catrin, Elvira und Frank Leyhausen (Deutsche Seniorenliga) wurden gemeinsam die nächsten Schritte der Zusammenarbeit festgelegt. Die Deutsche Seniorenliga wird ihr breites Netzwerk nutzen, um das Projekt Silberwissen in der für uns interessanten Zielgruppe bekannt zu machen. Ausserdem konnte Kontakt zum Verband der Volkshochschulen in NRW hergestellt werden. Unser Angebot zu einer Einführungveranstaltung und zwei Wikipedia-Workshops stieß auf Interesse. Die ersten Rückfragen für das neue Semester 2012 erreichten uns bereits.

Für das nächste Treffen der TAO-Partner in Bern im November, bereitet Elvira gemeinsam mit unserem Partner an der Universität Ulm die Ergebnisse des ersten Projektjahres auf.

FUNDRAISING

Die Herbstkampagne steht kurz bevor und das Fundraising hat sich fast ausschließlich mit den Vorbereitungen befasst. Im Oktober wurde die neue Spendenseite live geschaltet. Mit der neuen Version können wir erheblich besser testen, in dem wir beispielsweise unterschiedliche Varianten von Spendenseiten erstellen. Dieses haben wir in den letzten Wochen auch vier mal gemacht. Die Ergebnisse findet ihr hier. Bevor die Kampagne in der zweiten November-Woche beginnt, werden noch zwei Tests durchgeführt. Während der Kampagne werden verstärkt persönliche Aufrufe getestet. Wie immer seid ihr herzlich dazu eingeladen, euch zu beteiligen. Hier erfahrt ihr mehr.

Dazu wird an der konzeptionellen Durchführung der Kampagne gearbeitet. Wann versenden wir Mailings, wie sprechen wir unsere Zielgruppe an, was wollen wir wie kommunizieren? Der dritte wichtige Punkt betrifft die Einarbeitung in unsere neue Spendensoftware VEWA von Grün, die pünktlich zum Beginn der Kampagne voll einsatzfähig ist. Zudem hat Daniel Kinzler, technisch von Kai Nissen und organisatorisch durch Sebastian Sooth unterstützt, den Server für die diesjährige Spendenkampagne aufgesetzt.

Außerdem haben wir die Ergebnisanalyse der Spenderumfrage abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden bereits hier und hier veröffentlicht und sie erzeugen interessante Reaktionen. Derzeit werden die Ergebnisse ins Englische übersetzt, damit wir diese auch international präsentieren können. Habt ihr Fragen zur beginnenden Kampagne? Wollt ihr mithelfen? Wir können jede Hilfe gebrauchen: till.mletzko@wikimedia.de.

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

Community-Projektbudget

Bis 28.10. konnten Anträge für die zweite Runde des Community-Projektbudgets eingereicht werden. Von den 62 bis 14.10. angemeldeten Ideen wurden 33 als Antrag eingereicht. Sebastian Sooth hat den CPB-Ausschuss u.a. durch Beratung der Antragssteller und Verbreitung der Informationen über die Antragsmöglichkeiten unterstützt. Auch wenn die Antragsfrist für die aktuelle Runde damit vorbei ist, können Ideen für weitere Community-Projekte jederzeit in der Antragswerkstatt vorgestellt und diskutiert werden.

Bei den vier noch laufenden Projekten aus der ersten Förderrunde wurden die Antragsteller von Sebastian bei den Vorbereitungen von weiteren Fotoflüge und Vorarbeiten für geplante Workshops und Filmvorlesungen unterstützt.

Bilderschatz

Bilderschatz ist gestartet, ein neues Wikipedia-Förderprogramm. Es soll helfen, kurzfristig realisierbare und überschaubare Projekte zur Gewinnung von Bildern, Videos und Tönen für Wikimedia-Projekte zu unterstützen. Nähere Informationen dazu findet ihr unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:SCHATZ – wir freuen uns auf eure Ideen!

Literaturstipendium

Im Literaturstipendium konnte Gerrit im Oktober 10 weitere Anfragen bearbeiten, davon zwei im eLitstip. Die Erfolgsbilanz steht kurz vor der Schwelle von 2500 Artikeln  für das traditionelle Programm und bei deutlich über 250 im eLitstip, die mit Hilfe der angeschafften Bücher erstellt wurden. Für die Zukunft lassen diese Zahlen viel erwarten.

WissensWert

Nach Vorstellung und Diskussion des aktualisierten Wettbewerbskonzeptes mit der Community haben wir am 17. Oktober die zweite Bewerbungsrunde unseres Ideenwettbewerbes WissensWert ausgerufen. Im Rahmen von WissensWert stellt Wikimedia Deutschland Initiativen und Menschen, die mit ihren Ideen Freies Wissen fördern, bis zu 5.000 Euro für deren Umsetzung zur Verfügung. Das Besondere: Damit sprechen wir nicht nur Wikimedia-/Wikipedia-Projekte an, sondern alle, die sich für Freies Wissen, freie Lizenzen, freie Software, Open Data oder sonstige Baustelein einsetzen. Voraussetzung ist immer, dass alle Ergebnisse und Inhalte unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden und dass sich die Projekte mit den Zielen von Wikimedia Deutschland decken.

Die Jury ist wie im letzten Jahr gut besetzt, diesmal haben wir sieben Jurorinnen und Juroren an Bord: Daniel Dietrich (Open Knowledge Foundation), Benutzer:Eschenmoser (Wikipedia), Paula Marie Hildebrandt (Kuratorin im Projekt ÜBER LEBENSKUNST), Linus Neumann (Digitale Gesellschaft, netzpolitik.org), Delphine Ménard (Wikimedia Deutschland), Philipp Otto (irights.info) und Katrin Rönicke (Mädchenmannschaft, netzfeminismus.org).

Die Ausschreibung läuft bis zum 17. November 2011, bei Fragen und Anregungen steht euch Nicole Ebber gerne zur Verfügung.

Wiki Loves Monuments

Der Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments ist am 30. September mit 165.000 Bildern auf europäischer und knapp 30.000 auf deutscher Ebene erfolgreich zu Ende gegangen. Am vorletzten Oktoberwochenende traf sich – von Wikimedia Deutschland logistisch und finanziell unterstützt – die deutsche Jury in Berlin, um aus der Vielzahl der Bilder die besten 100 auszuwählen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, es sind wunderschöne Denkmalfotografien dabei – und das Beste: Sie alle stehen unter Freier Lizenz. Hier sind die Gewinner.

Besonders erfreulich ist, dass unter den Gewinnern so viele neue Nutzer zu finden sind, die vor dem 1. September nicht auf Commons angemeldet waren. Bemerkenswert ist außerdem, dass der elfte Platz an einen Fotografen aus der Partnergemeinde Wennigsen geht. Wennigsen arbeitet mit Wikimedia Deutschland zusammen an weiteren Aktivitäten zum Thema “Wikipedia und Gemeinden”. Der zwölfte Platz geht an einen Teilnehmer von WLM Mittelhessen, einem durch das Community-Projektbudget vom Verein geförderten Projekt. Herzlichen Glückwunsch!

Nun gilt es, die Preise zu versenden und dann gespannt auf das Ergebnis der europäischen Jury zu warten. Mal schauen, wie viele der deutschen Bilder unter den besten zehn sein werden!

Im Vorlauf des GLAMcamps in Amsterdam wird am 1. Dezember ein Evaluations-Treffen der Ansprechpartner aus allen beteiligten Chapter stattfinden, an dem Nicole teilnehmen wird. Hier wird es um Rückblick, Dokumentation und Ausblick auf das nächste Jahr gehen.

Toolserver

Für den Toolserver wurde Marlen Caemmerer als Interims-Admin gefunden, um Daniel Baur und Daniel Kinzler bei der Toolserver-Pflege zu unterstützen. Aktuell wird die Hardware aktualisiert, um mehr Platz zu haben. In Kürze startet eine Ausschreibung für einen weiteren bezahlten Toolserver-Admin, für das IT-Management ist seit Oktober Sebastian Sooth zuständig und hilft gerne bei konkreten Anfragen.

CommunitySpace

Obwohl der Berliner CommunitySpace noch nicht steht, häufen sich die Anfragen aus anderen Städten. Sebastian Sooth hatte hier u.a. in Hannover interessante Gespräche mit der Leibnitz-Bibliothek. In Berlin sind wir weiterhin auf der Suche und in Verhandlungen.

Zedler-Preis 2012

Das neue Konzept für den Zedler-Preis wurde weiter ausgearbeitet, der Zeitplan verschiebt sich allerdings weiter nach hinten. Über alle Änderungen hält Nicole euch über die Projektseite auf dem Laufenden.

Support-Team

Wenig öffentlich wahrgenommen aber für die Wikipedia von elementarer Bedeutung ist das Support-Team, das Bild-Permissions ebenso bearbeitet wie Änderungswünsche, Beschwerden und Anwaltsschreiben. Am 21.-23. Oktober fand der diesjährige Workshop des Support-Teams statt, dieses Mal im Friedensdorf International in Oberhausen. Schwerpunkt des Workshops war schriftliches Beschwerdemanagement. In einer halbtägigen Seminareinheit hatten die Team-Mitglieder die Möglichkeit, ihre Fertigkeiten in schriftlicher Kommunikation zu verfeinern und zu lernen, typische Fehler zu vermeiden.

Participation Grants

Mit den Participation Grants wurde ein neues, gemeinsam mit der Wikimedia Foundation entwickeltes Förderprogramm vorgestellt, mit dem Wikipedianern in dessen Heimatländern es kein ressourcenstarkes Chapter gibt, die Teilnahme an für ihre Mitarbeit relevanten Konferenzen und Ereignissen ermöglicht wird. Für Wikipedianer aus den deutschsprachigen Ländern ändert sich jedoch nichts. Sie können ggf. Unterstützungen direkt von WMDE (Community-Budget), Wikimedia Österreich oder Wikimedia Schweiz beantragen.

WISSENSCHAFT

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER wurden im Oktober die Dokumente zu den Arbeitspaketen erstellt und ein projektinternes Review durchgeführt. Diese Berichte wurden nun auf der Projektseite veröffentlicht und befinden sich aktuell im Review-Prozess der EU. Das erste Projektjahr ist am 30. September zu Ende gegangen. Aus diesem Grund beschäftigten wir uns im Oktober intensiv mit den Vorarbeiten zur Erstellung des Jahresfinanzberichts, den wir Anfang November fertigstellen müssen. Darin legen wir der EU dar, wie und wofür wir die Gelder im ersten Projektjahr ausgeben haben.

Zur Überprüfung der inhaltlichen Entwicklung, findet am Ende jedes Projektjahres ein Review-Treffen vor der EU statt. Das diesjährige Treffen wird vom 29.11. bis zum 01.12. in Luxemburg abgehalten Dort werden alle Partner die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres dem zuständigen EU-Vertreter und zwei externen Sachverständigen vorstellen. Diese Kommission wird bei diesem Treffen prüfen, ob die im Projektantrag geplanten Arbeiten angemessen und zielorientiert umgesetzt wurden. Um eine angemessene Präsentation sicherzustellen, begannen die Vorbereitungen für dieses Treffen bereits Ende Oktober.

Neben diesen organisatorischen Aufgaben, fanden auch genauere Absprachen zur technischen Architektur des Gesamtprojekts statt. Dabei definierten wir, welche Anforderungen die von den anderen Projektpartnern für die Wikimedia Fallstudie entwickelten Tools erfüllen müssen. Darüber hinaus haben wir damit begonnen erste Entwürfe für ein Wikipedia-Werkzeug zu erstellen, das die für Wikipedia-Artikel berechneten Qualitätskriterien in geeigneter Weise darstellen wird.

Wikipedia Academy 2012

Wie im letzten Bericht angekündigt haben wir in diesem Monat weitere Gespräche über die Neuausrichtung der Wikipedia Academy 2012 geführt und erste Kandidaten für das Programme Committee angesprochen. In Vorbereitung auf die Veranstaltung im nächsten Jahr laden wir das Committee noch Ende 2011 zu einem Workshop nach Berlin ein. Die Wikipedia-Projektseite ist auf dem aktuellen Stand und dort nehmen wir gern Vorschläge und Anregungen zum neuen Format entgegen. Ansprechpartnerinnen bei uns sind Nicole, Denis und Angelika.

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Mitarbeiter

Seit Anfang Oktober unterstützen Johannes Schrader (Fundraising-Bereich) und Undine Plümper (PR-Bereich) als Praktikanten die Arbeit der Geschäftsstelle. Im Bereich Technik ist Kai Nissen als Webentwickler dabei.

Stellenausschreibungen

Auf der Webseite von Wikimedia Deutschland finden sich aktuell u.a. spannende Stellen-Ausschreibungen zum Wikidata-Projekt.

Haushaltsplanung 2012

Im September war Wikimedia Deutschland zur Diskussion des Haushaltsplans auf Tour. Das Feedback dazu wurde in die Fassung des Wirtschaftsplans 2012 eingearbeitet, die auf der kommenden Mitgliederversammlung am 19. November 2011 in Hannover vom Vorstand zur Abstimmung gestellt wird.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (12 Bewertungen, Durchschnitt: 4,33 von 5)
Loading...Loading...

Weiterentwicklung des Internetauftritts von Wikimedia Deutschland

In den letzten Monaten ist aus der wenig beachteten Webseite von Wikimedia Deutschland eine Seite mit tausenden von Besuchern wöchentlich geworden. Die Seite wurde angereichert mit vielen Informationen über die Aktivitäten des Vereins und besonders die Ankündigungen zur Vereinszeitung und Buchveröffentlichung führten zur steigenden Zahl der Besucher auf wikimedia.de. Doch mehr Informationen bedeuten nicht zwangsläufig, auch informativer zu sein. Leicht zu finden waren und sind die Informationen noch nicht. Aus diesem Grund ist nun ein neues Feature auf der Webseite von Wikimedia Deutschland zu finden. Erstmals sind die Aktivitäten des Vereins in einer Übersicht dargestellt. Dadurch ist es nicht nur einfacher, den aktuellen Stand dieser Aktivitäten zu überprüfen – es ist vielmehr möglich, sich gezielt über bestimmte Aspekte zu informieren, wie beispielsweise die Möglichkeiten zur Community-Einbindung, dem Zeitrahmen, oder den genauen Ansprechpartnern. Der direkte Link zur Übersicht der Aktivitäten ist unter dem Menüpunkt “Informieren” in der Navigationsleiste unserer Webseite zu finden.

Diese Überarbeitung fügt sich nahtlos in die allmähliche Erneuerung unserer diversen Internet-Auftritte ein, die seit Ende 2010 laufen. So schön eine echter “Relaunch” der Vereins-Webseite oder des Blogs gewesen wären, haben wir uns für eine Weiterentwicklung mit Bedacht entschieden. Auf diese Weise können wir die vielen verstreuten Seiten mit Bezug zur Arbeit von Wikimedia Deutschland besser berücksichtigen und zugleich unserem Informationsauftrag weiterhin kontinuierlich nachkommen. Als erster Schritt dieser Strategie wurde im Dezember letzten Jahres die neue Webseite auf Wiki-Basis eingerichtet. Seither werden die Webseiten-Inhalte überarbeitet, aktualisiert und ergänzt. Nachdem im Bereich “Erleben” viele unserer Aktivitäten mit eigenen Projektseiten zu finden sind, folgt in den nächsten Monaten der Ausbau des bisher etwas vernachlässigten Bereichs “Mitmachen”.

Der Wikipedia-Namensraum

Nach einem Hinweis aus der Community haben wir im Mai den Auftritt von Wikimedia Deutschland im deutschsprachigen Wikipedia-Namensraum überarbeitet. Die Seite Wikimedia Deutschland e.V. wurde ursprünglich von der Community angelegt, aber war inzwischen nicht mehr aktuell. Wie ein Wikipedia-Autor auf der dazugehörigen Diskussionsseite treffend anmerkte, handelt es sich dabei quasi um die “Benutzerseite” von Wikimedia Deutschland. Und angesichts der besseren personellen Ausstattung des Vereins ist es nun möglich, diese Seite durch die Geschäftsstelle zu pflegen. Ohne die Mithilfe von engagierten Community-Mitgliedern wäre diese Überarbeitung dennoch nicht möglich gewesen –  der beherzte Einsatz von Benutzer:DrTrigon ermöglichte die Automatisierung der Blog-Beiträge für die Beobachtungsliste, wodurch ihre Aktualität nunmehr sichergestellt ist – danke DrTrigon! Diese Neuerung ist jedoch nur ein erster Schritt, denn wir planen für die nächste Zeit weitere Features. So möchten wir z.B. die Seiten zur Öffentlichkeitsarbeit im Wikipedia-Namensraum aktualisieren und verbessern. Vorschläge dazu sind wie immer überaus willkommen!

Blog mit neuen Unterseiten

Seit Juni erfolgte darüber hinaus eine Überarbeitung des Vereins-Blogs. Etwas mehr Übersicht in der Navigation, eine bessere Suchfunktion und eine konsistente Einbindung in die Vereins-Webseite waren die ersten Maßnahmen. Zudem wurde eine Neu-Kategorisierung der alten Inhalte notwendig, um die Gliederungsstruktur verbessern zu können. Nach Vorbild des Blogs der Wikimedia Foundation gibt es zudem eine separate Darstellung aller Community-Beiträge. Weiterhin wurden Gliederung, Übersichtlichkeit und Aktualität der Monatsberichte verbessert und eine neue Seite mit Highlights eingerichtet.

Bitte helft uns, noch besser zu werden und sendet weitere Verbesserungsvorschläge oder Kritik direkt an catrin.schoneville@wikimedia.de!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (11 Bewertungen, Durchschnitt: 3,91 von 5)
Loading...Loading...

Participation Grants – Wikimedia Foundation und WMDE stellen gemeinsames Förderprogramm vor

Was macht ein Wikimedianer aus Bangladesh, wenn er an einer Wikimedia-Konferenz in Indien teilnehmen will und die Reisekosten nicht aus eigener Tasche finanzieren kann? Bis gestern war die Antwort auf diese Frage schwierig, doch seit heute lautet sie: Er beantragt einen “Participation Grant”.

Die Participation Grants sind ein neues Förderinstrument, das die Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland in den letzten Monaten gemeinsam entwickelt haben. Sie sollen genau solche Wikimedia-Aktiven ansprechen, in deren Heimatländern es bislang kein Wikimedia-Chapter mit ausreichenden Ressourcen gibt. Gefördert werden v.a. Teilnahmen an Workshops, Seminaren und Konferenzen, bei denen ein konkreter Nutzen für die Wikimedia-Projekte zu erwarten ist. Die Abwicklung soll schnell und unbürokratisch erfolgen. Förderentscheidungen und Berichte werden auf dem Meta-Wiki dokumentiert.

In seiner ersten Skype-Sitzung am 26. Oktober bewilligte das Participation Grants Committee die ersten zwei Förderanträge. Nicht zufällig ging es dabei um die Teilnahme zweier Wikipedianer und Mitgründer des jüngst gegründeten Chapters Wikimedia Bangladesh an der Wikimedia Conference India, die vom 18. bis zum 20. November und damit parallel zur Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland in der Millionenmetropole Mumbai stattfinden wird. Das Hauptanliegen der Anträge ist die Weiterentwicklung der bengalischsprachigen Wikipedia. Bengalisch, das Amtsprache in Bangladesh und einigen Bundesstaaten Indiens ist, wird von etwa 230 Millionen Menschen gesprochen. Die bengalische Wikipedia hat jedoch bisher erst 22.000 Artikel. Während auf 100 Deutsch-Sprecher statistisch 1,0636 Wikipedia-Artikel kommen, entfallen auf 100 Bengalisch-Muttersprachler gerade einmal 0,0097 Artikel.

Bereits vor dem offiziellen Start des Participation Grant-Programms wurde eine erste Förderentscheidung getroffen. Unterstützt wurde die Teilnahme von  [[User:とある白い猫]] an einem Workshop in Amsterdam zur Erkennung von Plagiarismus und Vandalismus. Selbst arbeitet er an einem Tool zur automatisierten Erkennung von Vandalismus in der Wikipedia. Über seine Konferenzteilnahme hat er einen ausführlichen Bericht in englischer Sprache erstellt.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (8 Bewertungen, Durchschnitt: 3,00 von 5)
Loading...Loading...

Hückeswagen: Geocaching im Dienst für Freies Wissen

Norbert Bangert aus Hückeswagen hat uns freundlicherweise diesen Bericht von der Geocaching-Aktion vom vergangenen Wochenende zur Verfügung gestellt. In Hückeswagen wird der NRW-Tag 2013 stattfinden. In Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland und der deutschsprachigen Community plant die Gemeinde, dort ein Navigationssystem für Sehenswürdigkeiten anzubieten, das sich aus der deutschsprachigen Wikipedia speist.

Zunächst eine kurze Erklärung, was Geocaching überhaupt ist, zitiert aus – na? – Wikipedia.

Geocaching (von griechisch γη, geo „Erde“ und englisch cache „geheimes Lager“ (gesprochen: [‘dʒiːoʊ̯kæʃɪŋ], in Deutschland zumeist [‘geːokɛʃɪŋ])), auch GPS-Schnitzeljagd genannt, ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Die Verstecke („Geocaches“, kurz „Caches“) werden anhand geografischer Koordinaten im World Wide Web veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Mit genauen Landkarten ist auch die Suche ohne GPS-Empfänger möglich.

Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene kleine Tauschgegenstände befinden. Jeder Besucher trägt sich in das Logbuch ein, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund wird im Internet auf der zugehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker oder „Owner“ (englisch „Eigentümer“) – die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen.

Baudenkmal Marktstraße Hückeswagen. Foto: Norbert Bangert CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

„Wann wurde dieses Haus gebaut?“ „Seit wann und warum überhaupt steht das Denkmal auf dem Bahnhofsplatz?“ So oder ähnlich lauten die Fragen von Menschen, die mehr wissen wollen über die Stadt, in der sie wohnen. Helfen kann ein guter Stadtführer oder seit einigen Jahren auch Wikipedia. Hatten zur Entstehungszeit der Online-Enzyklopädie nur die größeren Städte ausführliche Artikel, gibt es mittlerweile für fast jede Gemeinde eine informative Beschreibung. Doch damit nicht genug: Denkmalfreunde in der Wikipedia haben sich zum Ziel gesetzt, jedes eingetragene Denkmal in Text oder Bildform für den Internetnutzer zugänglich zu machen. Ein Beispiel hierfür ist der Fotowettbewerb „Wiki loves momuments“ im September 2011.

Eine andere Idee hatte jüngst der Wikipedia-Benutzer Norbert Bangert aus Hückeswagen. Nachdem Wikimedia Deutschland e.V.– Verein zur Förderung Freien Wissens einen Kooperationsvertrag mit der Stadt Hückeswagen anlässlich des NRW-Tags 2013 unterzeichnet hatte, machten sich die Beteiligten auf die Suche nach Projekten, die bereits vor dem Stichtag in zwei Jahren Werbung für die Idee hinter der Wikipedia machen könnten. Eine davon konnte am Sonntag, 23. Oktober realisiert werden. Gemeinsam mit der Kolpingsfamilie Hückeswagen, dem Verein Bergische Zeitgeschichte (BZG) und der Werbeagentur Liedholz organisierte er eine Geocaching-Aktion, bei der die 15 Teilnehmer speziell die Hückeswagener Denkmäler anlaufen sollten. Natürlich bleiben die Stationen und selbstverständlich auch der Cache geheim, soll dieser doch bis zum NRW-Tag und auch darüber hinaus Bestand haben und Geocacher aus der Region in die Schloss-Stadt locken.

Doch warum steht der Geocache im Dienste von freiem Wissen? Alle in der Vorbereitung des Geocachs ermittelten Koordinaten sollen in die Wikipedia übertragen werden. Und nicht nur die: an einigen der Stationen hielten Mitglieder des Vereins Bergische Zeitgeschichte Vorträge zum Denkmal, diese sollen ebenfalls Bestandteil der Enzyklopädie werden. Wikimedia Deutschland stellte für den Aktionstag Infomaterial und Merchandising-Artikel bereit, und so sah man an diesem Tag oftmals Geocacher mit dem Aufdruck „Wissen ist Macht – macht mit“ und hübschen Wikipedia-Bleistiften durch Hückeswagen laufen. Norbert Bangert hofft nun, das durch die Aktion und die parallel laufende Öffentlichkeitsarbeit neue Schreiber für die Wikipedia gefunden werden. So bietet gerade die Liste der Hückeswagener Denkmäler in der Wikipedia einen idealen Ansatzpunkt.

Der Geocache wird in Kürze auch auf der öffentlichen Seite www.geocaching.com veröffentlicht werden. Um das Spiel nicht zu zerstören, werden Infos für Wikipedia Schritt für Schritt einfließen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Spender Umfrage 2011 – die Ergebnisse sind da!

Licht ins Dunkel – das sollte sie bringen, eine groß angelegte Umfrage unter unseren Spendern. Bisher wussten wir viel zu wenig über die Menschen, die mit Ihrem finanziellem Engagement Wikipedia unterstützen und sichern. Wer sind unsere Spender und welche Beziehung haben sie zu Wikipedia? Wie nutzen sie die größte Online-Enzyklopädie, was gefällt ihnen besonders an ihr und warum haben Sie gespendet? Antworten auf diese Fragen wollten wir mit unserer Umfrage erhalten. Nachdem die Umfrage im Juli für zwei Wochen online erreichbar war und zahlreiche Spender teilnahmen, liegen nun die Ergebnisse vor.

Über 4000 zufällig ausgewählte Unterstützer wurden zur Teilnahme eingeladen, zu der sich knapp 1400 Personen bereit erklärten. Das entspricht einer Quote von 33 Prozent und ist ein großartiges Ergebnis! Es zeigt die wunderbare Unterstützung, die wir von unseren Spendern erfahren.

Im alltäglichen Leben spielt Wikipedia für unsere Spender eine große Rolle. Viel häufiger als der durchschnittliche Nutzer des Internets besuchen die befragten Spender Wikipedia, wie ein Vergleich mit der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie zeigt. Ganze 36 Prozent nutzen Wikipedia täglich, 49 Prozent besuchen die digitale Enzyklopädie wöchentlich. Immerhin knapp ein Viertel der Befragten hat sogar schon einmal Inhalte erstellt. Wikipedianer sind eher nicht darunter – die große Mehrheit hat erst ein bis zwei Mal editiert.

Was gefällt den Spendern an Wikipedia? Gemeinnützigkeit und offener Zugang, Werbefreiheit und Nicht-Kommerzialität sind unter anderem Gründe, warum die Spender Wikipedia mögen und sie unterstützen. Auch verschiedene Projekte von Wikimedia Deutschland wurden in der Umfrage vorgestellt. Die Ergebnisse freuen uns sehr. Von den befragten Spendern werden diese als sehr unterstützenswert bewertet. Ob Schulprojekt, Beschaffung Freier Inhalte oder Barrierefreiheit beim Zugang zu Wissen – das Urteil der Befragten lautet: Prädikat fördernswert.

Aus der demographischen Analyse sticht eine Tatsache ins Auge, die weniger erfreulich ist: Nur 16 Prozent der befragten Spender sind weiblich. Dies überrascht, denn laut den Ergebnissen der ARD/ZDF-Onlinestudie liegt der Anteil von Wikipedia-Besuchern unter Männern lediglich um fünf Prozent höher als unter den weiblichen Nutzern. Hier sehen wir eine große Herausforderung – aber auch eine enorme Chance! In der in wenigen Wochen startenden Herbstkampagne wollen wir es schaffen, mehr Frauen von der Notwendigkeit einer Spende für Freies Wissen zu überzeugen.

Neben dem Geschlecht zeichnet die Mehrheit der Spender ein überdurchschnittliches Einkommen und ein hohes Bildungsniveau aus, sogar 12 Prozent der Teilnehmer besitzen eine Promotion. Das Durchschnittsalter liegt bei 48 Jahren. Unsere Spender sind folglich jünger als der “typische Spender” in Deutschland, der durchschnittlich um die 60 Jahre alt ist.

Überhaupt: Wikipedia bewegt sogar nicht spenden-affine Menschen dazu, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Immerhin 17 Prozent der Befragten haben in 2010 ausschließlich für Freies Wissen gespendet. Dass sie dennoch für die Online-Enzyklopädie spendeten, zeigt welch große Rolle sie in Ihrem Leben spielt. Doch ebenso für knapp die Hälfte der anderweitig spendenden Teilnehmer zählt die Unterstützung von Freiem Wissen zu den wichtigsten ihrer Spenden. Diese starke Unterstützung wird zudem daran deutlich, dass sich sogar fast 50 Prozent der Befragten die Einrichtung einer regelmäßigen Spende vorstellen können. Über diese Unterstützungsbereitschaft können wir nur dankbar sein!

Alle Ergebnisse zu nennen, würde hier den Rahmen sprengen. Noch viel mehr gibt es zu entdecken! Sämtliche Resultate haben wir auf Wikipedia veröffentlicht. Dort könnt ihr eine ausführliche Zusammenfassung lesen und die detaillierten Ergebnisse in einer Vielzahl an Tabellen und Grafiken direkt selbst nachvollziehen. Auch der Vergleich zu einer Spender-Studie der Wikimedia Foundation aus dem Jahr 2010 lohnt sich. Warum Menschen an Wikimedia Deutschland spenden und wieso die Umfrage wichtige Erkenntnisse auch außerhalb des Fundraising liefert – mehr erfahrt ihr hier.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (20 Bewertungen, Durchschnitt: 3,85 von 5)
Loading...Loading...

Empfehle diese Seite