Wikimedia:Woche 5/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung offzieller Ankündigungen und Hinweise der Wikimedia Foundation und der lokalen Wikimedia-Organisationen. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird im Etherpad der Wikimedia:Woche gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

=Wikimedia:Woche (5/2012)=

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

 

Quellen dieser Ausgabe:

 

Beitragende: Anneke Wolf, Jürgen Fenn, Michael Jahn, Catrin Schoneville

==Foundation & Vereine==

WMDE VERÖFFENTLICHT PAPIER ZU DEN FUNDRAISING-VORSCHLÄGEN VON SUE GARDNER

In Bezug auf Sue Gardners Vorschläge zum Fundraising hat Wikimedia Deutschland einen umfangreichen Diskussionsbeitrag unter dem Titel “Wikimedias Kultur des Teilens: Anmerkungen zu
gemeinsamen Zielen, lokalisiertem Fundraising und globalem Handeln” auf Meta veröffentlicht.
Der Text, der auf Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Arabisch, Spanisch und Portugiesisch im Meta-Wiki eingestellt wurde, wendet sich gegen die Vorschläge Sue Gardners, das Spendenwesen bei der Stiftung zu zentralisieren. Es werden eine Reihe von Gründen angegeben, warum zentralisiertes Fundraising aus dem Ausland in Deutschland nicht sinnvoll ist. Betont wird darüber hinaus, dass lokale Besonderheiten jeweils auch für andere Länder gelten. Wikimedia Deutschland setzt sich deshalb weiterhin für eine dezentrale Organisation des Fundraisers ein und wirbt für die Umsetzung des Subsidiaritätsprinzips.

TAGESORDNUNG DES TREFFENS DES BOARD OF TRUSTEES

Am 3. und 4. Februar trifft sich das Board of Trustees in San Fransisco. Eine Tagesordung ist online verfügbar. Die Diskussion über die Neuordnung des Fundraising und der Verteilung der Mittel auf Foundation und Chapter ist für beide Tage angesetzt.

WAHL IN DAS BOARD OF TRUSTEES DER WMF

Zwei Sitze im Board werden durch Chapterwahl vergeben. Auf einer dafür eingerichteten Meta-Wiki-Seite wurden Details und der Zeitplan für die aktuelle Wahl veröffentlicht.

HALBJAHRESBERICHT WMF GLOBAL DEVELOPMENT TEAM

Das Global Development Team der Wikimedia Foundation hat einen Halbjahresbericht veröffentlicht. Er ist zu umfangreich, um hier einzelne Themen kurz zusammenzufassen. Ein kurzer allgemeiner Kommentar: Beim Ziel, 2 Mrd. Seitenaufrufe im Mobilbereich zu schaffen, liegt die Foundation im Zeitplan. Bei der gesteigerten Autorenbeteiligung liegt sie dagegen etwas zurück.

WIKIMEDIA IN TUNESIEN

Das Global Development Team der Wikimedia Foundation hat eine Toru durch arabische Länder mit einem Besuch in Tunesien begonnen. Auf dem Programm standen Treffen mit Communitymitgliedern, dem Forschungsministerium und der Nationalbibliothek Tunesiens.

RESEARCH NEWSLETTER

Der monatliche Research Newsletter der Wikimedia Foundation wurde veröffentlicht. Darin unter anderem: Wie Administratoren die Sprache von Nicht-Administratoren beinflussen und wie die politische Ausrichtung in Wikipedia von Links nach Rechts driftet:

WIKIMEDIA DEUTSCHLAND: VEREINSZEITUNG

Ab sofort können Gastautoren Beiträge für die Wikimedium direkt auf einer Unterseite des Vereins im WP-Namensraum einstellen. Der Redaktionsprozess ist damit bis zur Schlussredaktion öffentlich. Wer nur die Zeitung beim Entstehen beobachten will oder Fragen bzw. Anregungen hat, ist natürlich auch willkommen!

==Studien und Statistik==

WIKIPEDIA-NUTZERFREUNDLICHKEIT

In einer Autorenumfrage bat die Wikimedia Foundation Nutzer, Wikipedia mit anderen großen Webseiten wie Facebook, CNN und anderen zu vergleichen. Es ging um das Interface sowie Seitennavigation. Demnach schnitt Wikipedia sehr gut ab:

==Technik==

GEWINNER DER CODE-CHALLENGE

Die Wikimedia Foundation hat die Gewinner des Programmierwettbewerbs bekannt gegeben, der im Oktober 2011 startete. Es gibt drei Kategorien. In der Kategorie “Mobiles” gewann der Entwickler einer Android-App (Upload to Wikimedia Commons), mit der auf SD-Karten gespeicherte Bilder über die Teilen-Funktion direkt auf Wikimedia Commons hochgeladen werden können- In der Kategorie erhielt ein Skript den ersten Preis, das die meistbearbeiteten Artikel (und Unterabschnitte!) innerhalb eines gewählten Zeitraums einblendet. In der Kategorie “Slideshow” gewann ein, nun ja, “Slideshow-Skript”. Es öffnet einen Leuchtkasten mit allen Bildern eines Artikels, mit dem die Bilder zusammenhängend durchgeblättert werden können.

TESTPLATTFORM AUF WIKIMEDIA LABS

Anstatt neue MediaWiki-Versionen auf eigens eingerichteten Wikis zu testen, sollen Testerweiterungen in Zukunft als Beta-Versionen auf Wikimedia Labs eingerichtet werden. Die Wikimedia Foundation lädt freiwillige Helfer zum Mitmachen ein.

==Projekte und Initiativen==

JOHN F. KENNEDY-AUDIOAUFNAHMEN

Dominic McDevitt-Parks ist Wikipedia in Residence am US-Nationalarchiv (NARA). Im Foundationblog berichtet er, dass NARA wiederentdeckte Audioaufnahmen der Regierung vom Tag der Kennedy-Ermordung veröffentlicht hat, …und zwar (auch) auf Wikimedia Commons.

GLAM

Verschiedene GLAM-Aktive haben in der letzten Woche über einen gemeinsamen Twitteraccount für GLAM-Belange diskutiert. Hier eine Folgeempfehlung:

==Termine==

WMF OFFICE-HOURS

Am 10. Februar umd 19 Uhr findet eine Office-Hour mit der Rechtsabteilung der Wikimedia Foundation statt. Die Themen im einzelnen werden noch bekanntgegeben:
  • IRC: #wikimedia-office auf Freenode.net.
Am 21. Februar, dem Internationalen Tag der Muttersprache, findet um 19 Uhr ein Chat des Localisation Teams statt.
  • IRC: #wikimedia-office auf Freenode.net.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Projekte und Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Dezember/Januar

POLITIK UND GESELLSCHAFT

SOPA, der Blackout und die Folgen

Die u.a. durch den Wikipedia-Blackout gestoppten Gesetzesentwürfe SOPA und PIPA erhitzten im Januar die Gemüter: Eine Woche nach dem Blackout fühlten sich Dr. Günter Krings, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Ansgar Heveling, der Unions-Berichterstatter für das Urheberrecht im Rechtsausschuss und im Ausschuss für Kultur und Medien, dazu bemüßigt, den Angriff auf die Freiheit des Internets zu loben. Bei der Begründung bezogen sie sich allerdings vor allem auf die spektakuläre Festnahme von Kim Schmitz: “Der Fall Megaupload macht deutlich, dass wir einen klaren Rechtsrahmen im Internet brauchen, so wie es in der realen Welt selbstverständlich ist.”

Mit dieser Variation der oft gehörten Behauptung, das Internet sei ein rechtsfreier Raum, ließen es die beiden Unionspolitiker allerdings nicht bewenden. Im selben Atemzug rückten sie Wikipedia in die Nähe von Filehostern und “geldgierigen Internetkriminellen”. Offenkundig war ihnen entgangen, dass die Wikimedia Foundation im Vorfeld des Protests differenzierte Argumente zu möglichen Kollateralschäden der amerikanischen Gesetztesinitiativen für die Freiheit des Internets vorgebracht hatte. Als unmittelbare Reaktion hat Wikimedia Deutschland gegenüber den beiden Autoren in einem Schreiben deutlich gemacht, dass Wikipedia als ein Bildungsprojekt verstanden werden muss, das sich bis auf den letzten Punkt an geltendes Urheberrecht hält und gewissenhaft Rechteklärung betreibt, um seinen Nachnutzern genau die Freiheiten auch tatsächlich einzuräumen, die im Lizenzmodell der Texte und Bilder von Wikipedia formuliert sind.

Im Hinblick auf die künftigen Auseinandersetzungen über Internet Governance hat Yochai Benkler, Keynote-Speaker auf der letzten Wikimania in Haifa, in einer brillanten Analyse die herausgehobene Rolle der freien Online-Enzyklopädie betont: “Wikipedia represents a moral force that no commercial site can ever hope to replicate.”

ACTA: Auswirkungen auf Wikipedia bislang kaum abschätzbar

Bereits seit 2008 wird das Handelsabkommen ACTA (Anti-Counterfeiting and Trade Agreement) verhandelt, das u.a. zum Ziel hat, internationale Standards gegen Verletzungen von Marken- und Urheberrechten zu harmonisieren. Die Verhandlungen von 39 Staaten waren bis zur finalen Fassung des Dokuments so geheim, dass es dazu so gut wie keine öffentliche Kommentierung gab. Bislang gibt es noch keine offizielle Folgenabschätzung für die Erstellung und Verbreitung Freien Wissens seitens der Wikimedia Foundation, aber ein Beitrag auf Meta dürfte als eine Vorstufe dazu gelten. Näheres zum Hintergrund von ACTA und der Formierung des Protests schrieb Jan Engelmann bereits gestern im Blog.

Juristische Beratung in neuer Aufstellung

Ähnlich wie die Wikimedia Foundation erhält auch der deutsche Förderverein regelmäßig Anwaltspost, mit der zumeist äußerungsrechtliche oder persönlichkeitsrechtliche Bedenken zu bestimmten Inhalten der Wikipedia vorgebracht werden. Dort, wo das OTRS-Team nicht mehr mit Erläuterungen zu den internen Regularien und Prozeduren weiterhelfen kann, kommt unsere langjährige Anwaltskanzlei JBB ins Spiel. Mit Ansgar Koreng, u.a. Autor der Studie “Zensur im Internet. Der verfassungsrechtliche Schutz der digitalen Massenkommunikation” und Betreiber eines Jura-Blogs, verfügen wir nun über einen neuen Kollegen, der im Zusammenspiel mit Jan Engelmann versucht, Fallbearbeitungen möglichst effizient zu managen, vor allem für betroffene Autoren, die z.B. direkt abgemahnt werden. Die Mailadresse legal@wikimedia.de ist eigens dafür eingerichtet worden, Anfragen aus dem OTRS-Team oder der Autoren-Community aufzunehmen.

Wikipedian in Residence vor Ausschreibung

Ein lange geplantes Vorhaben kommt wohl endlich zu seiner Umsetzung: die temporäre Anstellung eines Wikipedianers in einem Museum, um dort als Berater, Facilitator und als personelle Schnittstelle zwischen der kuratorischen Pflege der Inhalte sowie ihrer Anreicherung und Nachnutzung im internationalen Kontext der Wikimedia-Projekte zu agieren. Gegenwärtig verhandeln wir mit vier Berliner Institutionen um eine möglichst zeitnahe Ausschreibung. Näheres dazu demnächst im Blog.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die vierte und letzte Ausgabe 2011 unserer kostenlosen Vereinszeitung erschien bereits im November, zur Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland. Die erste Ausgabe 2012 erscheint im März. Im Januar erfolgten die ersten redaktionellen Vorbereitungen. Nach nunmehr 11 Ausgaben und drei Jahren Wikimedium haben wir uns die Zeit genommen, einmal Bilanz zu ziehen. Einerseits liegen wir bei einer Auflage von 5000 und mittlerweile knapp 3.000 abonnierten Exemplaren der Zeitung und können uns freuen, regelmäßig Beiträge von Freiwilligen veröffentlichen zu können. Tatsächlich liegt das Verhältnis von ehrenamtlichen Autoren aus den Wikimedia-Projekten und Mitarbeitern der WMDE-Geschäftsstelle jetzt in etwa bei 50:50. Andererseits wollen wir die Auflage auf 10.000 steigern, die Zeitung noch besser machen und es vor allem noch leichter machen, sich zu beteiligen. Darum soll die Wikimedium einige Layoutänderungen und eine klarere Struktur bekommen. Außerdem gibt es ab sofort einen Anlaufpunkt für Interessierte und alle, die gerne etwas in der Wikimedium veröffentlichen wollen, direkt in der Wikipedia. Wir freuen uns über Gastautoren!

Natürlich sind Catrin und Michael für Anfragen, Themenvorschläge und Texte nach wie vor auch über redaktion@wikimedia.de erreichbar!

Pressemitteilungen

Über den Zeitraum des Jahreswechsel veröffentlichten wir vier Pressemitteilungen. Den Beginn im Dezember machte eine Mitteilung über die Gewinner der zweiten Runde unseres Ideenwettbewerbs WissensWert. Teil der presseseitigen Begleitung der Fundraisingkampagne war im Anschluss eine Meldung zum Zwischenstand der Spenden kurz vor Weihnachten. Nachdem die Wikimedia Foundation ihre Kampagne zum 1. Januar 2012 für beendet erklärte, erfolgte vier Tage später mit Dankesbannern in der deutschsprachigen Wikipedia und einer eigenen Pressemitteilung der Abschluss durch Wikimedia Deutschland.  Der Effekt der beiden zeitversetzten Impulse an die Medien war eine verlängerte Berichterstattung. Während zu Beginn der ersten Kalenderwoche über Agenturmeldungen und Online-/Printzeitungen das internationale Kampagnenende im Fokus stand, rief die WMDE-Meldung über das erreichte Spendenziel in Deutschland mit über 160.000 Spenden eine zweite Welle zum Ende der Woche hervor. Eine Auswahl der Berichte findet sich im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland.

Die Wikimedia Foundation begleitete die 24-stündige Sperre der englischsprachigen Wikipedia am 18. Januar mit technischer Unterstützung und Pressekoordinierung. Nachdem kurz vor Beginn der geplanten Sperrung auch die Art der Maßnahmen in anderen Wikipedia-Communitys festgelegt wurde, veröffentlichte Wikimedia Deutschland eine Pressemitteilung zum Hintergrund des Protests gegen SOPA/PIPA. Am Vortag des 18. Januar und in den folgenden Tagen stand das Bürotelefon dank Nachfragen der Presse praktisch nicht still.

Alle unsere Pressemitteilungen sind zu finden unter: http://wikimedia.de/wiki/Pressemitteilungen

Pressegespräche / Presseanfragen

Zahlreiche Presseanfragen wurden im Dezember und Januar bearbeitet. Neben den bereits erwähnten Themen Herbstkampagne 2011 und Presseinformation rund um SOPA gab es unter anderem auch größere Nachfragen zur Testversion des Visuellen Editors, der von der Wikimedia Foundation veröffentlicht worden ist. Eine Auswahl der resultierenden Berichtserstattung haben wir ebenfalls in unserem Pressespiegel zusammengetragen.

Informationsmaterial

Insbesondere durch die Aktivitäten des Referentennetzwerks (Schulen, Senioren) werden Informationsbroschüren wie das Wikipedia-Einmaleins oder Infoflyer zum Projekt Silberwissen verstärkt nachgefragt. Im Januar hat es darum eine Aufstockung unseres Materials gegeben. Die Ansprache möglicher Interessierter über unseren Kooperationspartner Deutsche Seniorenliga e.V. hat in den letzten Wochen zur Workshopnachfrage durch mehr als ein Dutzend Volkshochschulen geführt. Noch im Dezember produzierten wir darüber hinaus eine Weihnachtskarte, die an die Vereinsmitglieder verschickt wurde.
Im Januar begannen Vorarbeiten für die Herstellung des Tätigkeitsberichts von Wikimedia Deutschland für das Jahr 2011. Dabei ging es zunächst um das Konzept und die Darstellung. Wir bedanken uns für die zahlreichen Anregungen! Die Tätigkeitsberichte der letzten Jahre sind gesammelt auf unserer Webseite zu finden.

Wikipedia-Buch

Am 15. Dezember fand eine weitere Lesung von “Alles über Wikipedia” statt, dieses Mal in Dortmund. An dieser Stelle möchten wir herzlich Britta Parbel danken, die mit viel Engagement vor Ort die Lesung vorbereitet und begleitet hat. In Planung ist eine weitere Lesung in Leipzig (“Leipzig liest”) in Kooperation mit der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde. Die Veranstaltung ist geplant für den 16.03.2012, Beginn:18.00 Uhr, Ort: Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB), Gustav-Adolf-Straße 7 in Leipzig. Weitere Informationen dazu folgen.

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

Inzwischen wurden über 67.900 bestätigte Mitzeichnungen auf der Petitionsseite abgegeben. 2012 ist das Jubiläumsjahr “40 Jahre Weltkulturerbekonvention”. Wir planen, eine Übergabe der Unterschriften an die UNESCO dazu passend zu gestalten, Sebastian Sooth ist der Ansprechpartner dafür.

BILDUNGSPROJEKTE

Wikipedia macht Schule

Im Programm Wikipedia macht Schule gab es im Dezember noch vier Workshops an Schulen. Diese informierten über den Umgang mit Wikipedia. Die Bilanz für das Jahr zeigte, dass die Nachfrage für Lehrerschulungen deutlich gestiegen ist und Wikipedia in diesem Kontext immer stärker im Bereich der Onlinerecherche wahrgenommen wird. Daher sind wir nun ins Jahr 2012 mit einem Fokus auf Lehrerschulungen gestartet. Seit Anfang des Jahres gingen bei uns bereits über 15 Anfragen ein und vier Workshops wurden bereits realisiert. Das  Programm spricht sich herum! Im Januar haben bereits die Planungen des nächsten Referentenworkshops Anfang März begonnen. Wir suchen für 2012 weiterhin Referenten, besonders aus der Mitte Deutschlands! Hier gehts zur Ausschreibung.

Hochschulprogramm

Im Sommersemester 2012 wird Wikimedia Deutschland das “Hochschulprogramm” starten, in dem es darum geht, mit Studenten verschiedener Hochschulen im Rahmen von Seminaren Artikel für Wikipedia zu erstellen. Anfang Dezember trafen sich dazu Elly und Denis mit Vertretern von vier Unis, um über eine mögliche Teilnahme am Hochschulprogramm im Sommersemester zu sprechen. Kurz darauf fand die Schulung der Referenten für das Hochschulprogramm statt. Dazu trafen sich am 17.-18.12.2012 zehn Referenten zu einem Orientierungsworkshop in Köln. Hierbei wurde ein exemplarischer Fahrplan für das Semester erarbeitet und gemeinsam eine Struktur zur Begleitung der Vertreter der Hochschulen erarbeitet. Anfang Februar werden sich nun die Vertreter der teilnehmenden Hochschulen mit den Referenten zusammenfinden und ihre Arbeit beginnen.

Silberwissen / TAO

Im Dezember 2011 trafen sich Wikipedianer aus Berlin und Projektleiterin Elvira zu einem Stammtisch zum Thema Silberwissen. Diskussionen, Vorschläge und Ideen beschäftigten sich u. a. mit der Berichterstattung über das Projekt und mit dem Bedarf an anschaulichem und leicht verständlichem Material für Wikipedia-Einsteiger.

Mit der Anna-Seghers-Bibliothek in Berlin wurde eine Zusammenarbeit für das 1. Quartal 2012 vereinbart. Geplant sind ein Einführungsvortrag und zwei Workshops in der Bibliothek.
Aus der Zusammenarbeit mit dem Volkshochschulverband NRW und der Deutschen Seniorenliga ergaben sich weitere Anfragen von Volkshochschulen und erstmals auch von Seniorenbeiräten.

Im Januar 2012 nahm Elvira Gespräche mit der Initiative „ERFAHRUNG-TEILEN“ in Hannover auf. Die bisher durchgeführten Schulungen belegten das Interesse der Senioren an Wikipedia. Eine Zusammenarbeit für die nächsten Monate ist geplant.

Vertretern des Bildungsträgers „Arbeit und Leben“ in Bremen und engagierten Senioren stellte Elvira das Projekt „Silberwissen“ ebenfalls vor. Die Möglichkeit, an Wikipedia mitwirken zu können, fand positive Resonanz. Für den Herbst sind die ersten Veranstaltungen vorgesehen.

FUNDRAISING

Herbstkampagne

Mit Rückenwind ins neue Jahr – die Spendenkampagne erzielte ein beeindruckendes Ergebnis: 3,8 Millionen Euro Spendensumme, über 160.000 Spender in nur 52 Tagen. Noch nie war die Kampagne so erfolgreich und so kurz. Kein Wunder also, dass der Fundraiser unsere Arbeit im Dezember und bis ins neue Jahr hinein dominierte. Während im November vor allem verschiedene Banner von Jimmy die Seiten von Wikipedia zierten, gelang es im zweiten Monat die Kampagne vielfältiger und hoffentlich interessanter und informativer zu gestalten. Mit Aufrufen von Brandon Harris und Ryan Kaldari kamen Programmierer der Foundation zu Wort, mit Susan Hewitt die Stimme einer Autorin der Wikipedia. Besonders gefreut hat uns der Aufruf Katrin Rönickes, eine Wikipedia-Spenderin. Ihr Text ist der erste aus Deutschland kommende Aufruf, der ebenso erfolgreich ist, wie die von professionellen Story-Tellern geschriebenen Aufrufe der WMF.  Neben Katrin erhielten wir großartige Unterstützung von weiteren AutorInnen und SpenderInnen, die persönliche Aufrufe schrieben. Eine stichhaltige Evaluation und eine sichere Entscheidungshilfe bei der Wahl von Aufrufen sowie bei der Verbesserung der Spendenseite in Layout und Usability lieferte extensives Testen. Dieses begleitete uns fast täglich während des gesamten Kampagnenverlaufs. Vor allem mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse schafften wir es, das Spenden-Tal vor Weihnachten zu verlassen, mit neuen Text-Bannern eine enorm erfolgreiche Phase zwischen den Feiertagen einzuleiten und die Kampagne am 5.1. mit dem Dankesbanner abzuschließen. Als Zeichen der Anerkennung und als Dankeschön schalteten wir jedoch zuvor einen Tag lang sämtliche Aufrufe von Freiwilligen, die wir während der Kampagne nicht gezeigt hatten.

Doch nicht nur das Testen hat uns stark beschäftigt. Insgesamt über 5.000 E-Mails, hunderte von Telefonanrufen, Briefen und Faxen mit den unterschiedlichsten Wünschen und Anfragen erreichten uns im Laufe der Kampagne. Nicht nur beim Spendenwachstum gab es also Rekorde! Mit dem Erfolg erhöhen sich die Anforderungen an den Service. Dies zeigt, dass die Herbstkampagne auch eines der größten Wikimedia-Öffentlichkeitskampagnen ist. Durch die Kampagne erreichen wir nicht nur Spender, sondern generell eine Vielzahl von an Wikipedia interessierten Menschen, die die Aufrufe lesen. Mit Hilfe der Aufrufe und durch die umfangreiche Beantwortung der eingehenden Flut von E-Mails und Anrufen konnten wir so manches Vorurteil und manche Fehlinformation bereinigen.

Eine ausführliche Analyse und Auswertung der Spendenkampagne werden wir im Laufe der nächsten Wochen veröffentlichen.

… und danach

Insbesondere das systematische Testen der Banner und Aufrufe ist der Grund für den erfolgreichen Kampagnenabschluss. Diesen Ansatz stellte Till im Januar auf der Online-Fundaising Konferenz „Fundraising 2.0“ in einer Keynote vor und weckte damit das Interesse der ungefähr 200 Zuhörer. Auf derselben Veranstaltung führten wir als Team einen gut besuchten Workshop zum gleichen Thema durch. Die Präsentation unserer Kampagne stand auch im Zentrum eines weiteren Vortrags von Till auf dem Infotag von Grün, jener Software-Agentur, die die von uns verwendete Spenden-Software nicht nur herstellt, sondern auch unseren Bedürfnissen angepasst hat. Beide Präsentationen werden in Kürze auf Commons verfügbar sein.

Pünktlich zum Ende der Kampagne veröffentlichte Sue Garder ihren Vorschlag zur Weiterentwicklung der Wikimedia-Bewegung. In den letzten Wochen hat die Geschäftsstelle an einer Stellungnahme und Positionierung zu dem Entwurf von Sue gearbeitet. An der Ausarbeitung eines Alternativmodells durch eine Arbeitsgruppe innerhalb der Geschäftsstelle war der Bereich Fundraising intensiv beteiligt.

Und, last but not least, eine erfreuliche Nachricht noch zum Schluss: Johannes Schrader, während der letzten drei Monate Praktikant im Bereich Fundraising, wird uns als Projektassistent erhalten bleiben und das Fundraising-Team verstärken.

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

Community-Projektbudget (CPB)

Kurz vor Weihnachten tagte der Community-Projektbudget-Ausschuss in Hannover. An zwei Tagen wurden viele spannende Anträge präsentiert und diskutiert. Sebastian Sooth aus der Geschäftsstelle unterstützte den Ausschuss bei seinem Treffen. Mitte Januar hat der Ausschuss seinen Bericht an das Präsidium geschickt. In Kürze werden die Projekte der 2. Runde bekanntgegeben.

Community-Budget

Im Dezember wurde in mehreren Treffen mit dem Museum für Hamburgische Geschichte kräftig für den Einsatz von QRpedia getrommelt, so auch mit Andy Mabbett aus Birmingham, der in der Wiki-Welt einer der aktivsten Protagonisten dieser Verknpüfung von Ausstellung und Wikipedia ist.
Im Gegenzug besuchte Alice Wiegand vom deutschsprachigen Support-Team am 7./8. Januar London, um dort bei einem Workshop mit englischen OTRS-lern über die Erfahrungen des deutschen Teams zu sprechen.
Aus dem Community-Budget wurde im Januar das erste Treffen der Wikipedia-Kartenwerkstatt in Berlin-Spandau unterstützt. Die Kartografen nahmen an der internationalen Tagung News – Infographics – Maps am 12. Januar statt, woran sich ein Treffen und am nächsten Tag ein Besuch in der Wikimedia-Geschäftsstelle anschloss.
Reichlich nachgefragt waren die gemeinsam mit der Wikimedia Foundation vergebenen Participation Grants. Deren Zielsetzung wurde zwischen WMF und WMDE zwischenzeitlich präziser gefasst: Gefördert werden damit Teilnahmen von Wikimedia-Aktiven bei externen relevanten Events, wobei eine wichtige Zielsetzung ist, dass von der Förderung die Gewinnung neuer Autoren zu erwarten ist. Eine Übersicht über die vergebenen Förderungen findet sich im Meta-Wiki in der Kategorie “Participation Grants funded in FY 2011-12
Seit Anfang Dezember vergibt Wikimedia zudem E-Mail-Adressen an Projektmitarbeiter, wobei wenig überraschend die @wikipedia.de-Adressen mit Abstand am beliebtesten sind. Aber auch Wikibooks.de- und wikisource.de-Adressen werden nachgefrage (und natürlich auch vergeben).
Mit dem Technikpool wurde zudem im Dezember der Verleih von technischer Ausrüstung zur Erstellung von Inhalten auf eine neue Grundlage gestellt. Zur Möglichkeit, Geräte aus dem Bestand von Wikimedia Deutschland zu leihen kommt nun die Möglichkeit einer Ausleihe anderer Geräte aus dem Bestand externer Verleiher auf Wikimedia-Kosten. Damit erweitert sich die Auswahl an verfügbarer Technik.

Literaturstipendium

Im Januar konnten nicht nur 13 neue Förderungen zugesagt werden, sondern es erfolgte auch die Budgetierung und Zielsetzung des Literaturstipendiums für 2012. Da wir in einem Fall feststellen mussten, dass nicht jeder Anbieter von elektronischen Ressourcen mit Wikimedia zusammenarbeiten möchte, arbeiten wir an einer Argumentation, warum es für Verlage gut ist, Wikipedia-Autoren Quellen zugänglich zu machen. Die Vorteile (z. B. die prominente Zitation, ggf. mit Verlinkung auf den viel besuchten Wikipedia-Seiten) halten manche für einen nicht hinreichenden Ausgleich zur befürchteten Gefahr, dass Texte kopiert werden oder Konkurrenz zwischen Wikipedia und kommerziellen Datenbankanbietern entsteht.

WissensWert

Anfang Dezember fand die Jurysitzung zur Bewertung der WissensWert-Einreichungen statt, und so konnte Nicole am 15. Dezember die Gewinnerprojekte bekannt geben. Fünf Projekte werden im ersten Halbjahr 2012 von uns mit jeweils ca. 5.000 Euro ausgestattet und bei der Umsetzung begleitet. Die Gewinner stammen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, wie die Projekttitel zeigen: Open-Access-Medienimporter für Wikimedia Commons, Zeitreise in OpenStreetMap – oder: OSM in der 4. Dimension, CC PLAY – Spiel die Commons, Open (Citizen) Science durch mehr öffentlich verfügbare Genotypisierungen und Barrierefreie YouTube OER-Videos.

Die ersten Projektvereinbarungen wurden bereits unterschrieben und die Fördersummen an die Projektpartner überwiesen. In den nächsten Wochen erscheint hier auch der erste Bericht zum jeweiligen Projektstand. Im Zuge der Planung für 2012 überlegen wir, wie es mit WissensWert weitergehen soll, ob wir uns z.B. auf einen bestimmten Themenbereich fokussieren oder aus WissensWert ein kontinuierliches Förderprogramm machen möchten. Für alle Fragen steht euch Nicole gerne zur Verfügung.

Wiki Loves Monuments

In Absprache mit dem europäischen Organisationsteam haben Catrin und Micha mit unserer Grafikerin einen Kalender der Gewinnerbilder entworfen, der in den nächsten Tagen in der Geschäftsstelle eintreffen müsste.

Undine hat sich in den letzten Wochen um den Versand der Preise an die Gewinner gekümmert. Da nicht alle Teilnehmer die Wikipedia-E-Mailfunktion aktiviert hatten, zog sich die Kontaktaufnahme sehr lange hinaus. (Alle Gewinner, die bisher noch keine Nachricht erhalten haben, wenden sich bitte an Nicole.)

Die Planungen für den diesjährigen Wettbewerb sind auf internationaler Ebene bereits angelaufen, und auch in Deutschland gibt es erste Interessenten, die den Wettbewerb gerne als Partner unterstützen möchten.

Zedler-Preis 2012

Mit dem Zedler-Preis für Freies Wissen zeichnet Wikimedia Deutschland Personen, Gruppen oder Projekte aus, die sich 2011 ganz besonders für Freies Wissen engagiert haben. In ausführlichen Gesprächen mit Vertretern der Community, innerhalb der Geschäftsstelle und mit anderen Akteuren aus dem Bereich Freien Wissens haben wir dieses neue Konzept erarbeitet, das sich ganz klar vom ursprünglichen Artikelwettbewerb abkehrt. Im November baten wir um Vorschläge für Jurymitglieder und Artikel bzw. Projekte für potentielle Preisträger. Die Jurywahl unter den Wikipedianern wurde bereits Anfang Januar entschieden, alle Ergebnisse finden sich auf der Jury-Projektseite. Bis Ende Januar wurden außerdem Vorschläge für externe Juroren und Partner gesammelt, die Ansprache dieser ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

Für die drei Kategorien Artikel des Jahres, Communtiy-Projekt des Jahres und externes (Wissens-)Projekt des Jahres sind jeweils zwischen 30 und 40 Kandidatenvorschläge gemacht worden, die bis Ende März von der Jury bewertet werden. Es gibt auch schon erste Überlegungen zum Rahmen und Umfang der Preisverleihung, die im Mai in Berlin stattfinden wird, wir werden dazu in nächster Zeit noch Feedback und Wünsche von Community und Partnern einholen.

Nicole ist Ansprechpartnerin bei allen Fragen rund um Zedler, Catrin unterstützt bei der Ansprache von Partnern und externen Juroren.

Frauen und Wikipedia

Julia Kloppenburg, die uns bisher als Büroassistenz unterstützt hat, wird ab Mitte Februar als Projektassistentin den Bereich Frauen und Wikipedia betreuen.

Im Dezember und Januar trafen sich Catrin, Johannes, Julia und Nicole mit Katrin Rönicke, um erste Ideen für die Arbeit an unserem Ziel “Ende 2012 partizipieren 50% mehr Frauen an der deutschsprachigen Wikipedia und den Aktivitäten von WMDE im Vergleich zum Vorjahr.” zu sammeln und Maßnahmen zu entwickeln. Katrin, die vielen von euch sicherlich von den Bannern der Spendenkampagne bekannt ist, hat außerdem den HuffPost-Text von Sarah Stierch ins deutsche übersetzt: SOPA Blackout: Warum Wikipedia Frauen braucht. Erste Anfragen von möglichen Kooperationspartnern (Fraueninitiativen, Frauenverbände etc.) erreichten Catrin aufgrund eines Artikels in der letzten Wikimedium und einige Vorgespräche wurden von ihr im Januar geführt.

Wir planen zusätzlich, uns am WikiWomanCamp in Buenos Aires zu beteiligen; in welcher Form und in welchem Ausmaß und wie Stipendien vergeben werden, klären wir in den nächsten Wochen.

Toolserver

Die Toolserver-Admins Daniel Baur und Marlen Caemmerer waren Mitte Januar im Amsterdamer Rechenzentrum des Toolservers und haben vor Ort eine Menge Wartungsarbeiten durchgeführt und den ersten Teil der im Dezember bestellten Hardware eingebaut. Leider konnten durch einen Lieferengpass noch nicht alle Teile, die zur Speicherplatzerweiterung benötigt werden, eingebaut werden. Sebastian Sooth hat sich dafür um die Zuschüsse der unterstützenden Chapter und die Abwicklung der Hardware-Bestellung gekümmert.

CommunitySpace

Zur Vorbereitung möglicher Räumlichkeiten für den lang erwarteten CommunitySpace in Berlin haben wir im Dezember und Januar intensive Verhandlungen mit Vermietern und möglichen Partnern geführt. Und auch zur Unterstützung lokaler Arbeit haben wir weiter mit möglichen Partnern gesprochen. Interessenten am Mitgestalten von CommunitySpace-Räumen können sich direkt an Sebastian Sooth wenden.

 

Vereinsentwicklung

Wikimedia Conference 2012

Vom 29. März bis 1. April 2012 ist Wikimedia Deutschland zum vierten Mal Gastgeber der Wikimedia Conference in Berlin. Bei der Veranstaltung treffen sich Vertreter der internationalen Wikimedia Chapter, um über Strategie, Zusammenarbeit und Professionalisierung der Ländervertretungen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem trifft sich das Board of Trustees, das oberste Entscheidungsgremium der Wikimedia Foundation, zur seiner regulären Sitzung.

Nicole übernimmt zum dritten Mal die Organisation der Veranstaltung, für die Programmkoordination sowie die Kommunikation mit den Chaptern ist in diesem Jahr Harel Cain von Wikimedia Israel verantwortlich.

Wir haben die Einladung an 41 (!) Chapter versendet, Projektpläne geschmiedet, die Registrierung eröffnet, ein Hostel ist bereits gefunden, erste Anfragen an Caterer und Moderatorinnen wurden angestoßen.

Um die Konferenz herum wird es für interessierte Wikipedianer sicherlich auch wieder die Chance geben, die internationalen Gäste zu treffen. Alle Anfragen zur Wikimedia Conference nimmt Nicole unter conference@wikimedia.de entgegen.

Wikipedia Hackathon in San Francisco

Zwischen dem 20. und 23. Januar fand in San Francisco ein “Hackathon” statt, ein Workshop für Softwareentwickler, bei dem es darum ging, gemeinsam an neuen Features zu arbeiten und interessierten Entwicklern die Arbeit an und mit MediaWiki näher zu bringen. Daniel Kinzler von Wikimedia Deutschland nahm am Hackathon teil und nutzte die Reise außerdem, um die Arbeit am Wikidata-Projekt mit der Wikimedia Foundation zu koordinieren. So konnten unter anderem die Abläufe für den Test und die Integration der neuen Software in die Wikimedia-Landschaft geklärt und diverse Detailfragen zur Umsetzung besprochen werden.

Einen ausführlichen Rückblick auf den Hackathon hat Daniel hier im Blog veröffentlicht.

Mitgliedschaft

Mit dem Jahreswechsel rutschte die Zahl der Vereinsmitglieder wieder unter die Marke von 1300, da satzungsgemäß die 47 Austritte des Jahres 2011 zum 31. Dezember wirksam wurden. Damit hatte der Verein am 1. Januar 1272 Mitglieder. Im Zuge der Spendenkampagne 2011-12 ist jedoch eine große Zahl von neuen Aufnahmegesuchen eingegangen, bis Mitte Januar waren dies 56, sodass dieser Effekt wieder mehr als ausgeglichen ist.

WISSENSCHAFT

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER nahmen Mathias und Angelika am 01.12.2011 am Review-Treffen vor der Europäischen Kommision in Luxemburg teil (Blogbeitrag). Dort stellten wir unsere Arbeiten und erste Entwürfe geplanter Unterstützungswerkzeuge für die Leser und Autoren der Wikipedia vor. Die Präsentationsfolien dazu sind unter Commons sowie Slideshare abrufbar. Die bereits vor Ort von den Reviewern geäußerte positive Einschätzung zur Entwicklung des Projekts wurde in einem schriftlichen Bericht bestätigt. Darüberhinaus erteilten die Gutachter einige Vorschläge zur Optimierung der weiteren Zusammenarbeit aller Partner innerhalb des Projekts. Der vollständige Bericht hat einen Vertraulichkeitsstatus, kann also von uns leider nicht veröffentlicht werden.

Am 26. und 27. Januar trafen sich Vertreter aller Projektpartner in Innsbruck (beim Partner STI). Anselm und Angelika nahmen daran teil. Großes Thema dabei war natürlich das Gutachten des Review-Meetings und die daraus resultierenden Aufgaben.
Ein ausführlicher Bericht zum Treffen in Innsbruck und unseren aktuellen Arbeiten folgt in den nächsten Tagen.

Fragen oder Anregungen könnt ihr gerne an render@wikimedia.de bzw. Angelika direkt richten.

Wikipedia Academy 2012

In Kooperation mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und der Freien Universität Berlin veranstaltet Wikimedia Deutschland vom 29. Juni bis 1. Juli 2012 die “Wikipedia Academy 2012: Research and Free Knowledge.” in Berlin (Blogbeitrag).

Nicole, Angelika und Denis haben sich am 12. Dezember zum ersten Mal mit dem Organisationskommitee, einer Gruppe von Menschen unterschiedlichster Wissenschaftsbereiche, erfahrenen Organisatoren wissenschaftlicher Konferenzen und Wikipedianern mit wissenschaftlichem Hintergrund getroffen, um die Veranstaltung zu konzipieren. Aufgabe dieses Komitees ist, relevante Themengebiete zu identifizieren, geeignete Formate der Veranstaltung auszuarbeiten und potenzielle Sprecher sowie weitere Partner an Bord zu holen.

Am 17. Januar haben wir den Call for Papers veröffentlicht, zu dem wir bis 31. März alle einladen, die zu den konferenzrelevanten Themen wie Wikipedia Analytics, Wikipedia Global, Diversity/Gendergap oder “Research on Users of and Contributors to Wikipedia” beitragen können.

Zur Zeit stellen wir ein akademisches Programmkomitee zusammen, welches die Einreichungen begutachten wird. Knapp 40 Personen haben bereits zugesagt, die Liste wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. Am 14. Februar trifft sich das Organisationskomitee, um über die Formate der Veranstaltung zu entscheiden. Bei Anregungen, Themenvorschlägen, Tipps zu relevanten Forscherinnen und Forschern erreicht ihr uns unter academy@wikimedia.de.

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Gerrit Holz, der seit Mai 2009 als Werkstudent bei Wikimedia arbeitet, bleibt der Geschäftsstelle erfreulicherweise auch weiter erhalten. Gerrit unterstützt in seiner neuen Rolle als Projektassistent ab dem 01.01.2012 zu gleichen Teilen das Literaturstipendium sowie das RENDER-Projekt. Undine Plümper hat Mitte Januar ihr Praktikum bei Wikimedia Deutschland beendet und widmet sich ihrem Studienabschluss. Wir drücken die Daumen! Praktikanten werden auch weiterhin für die Vereinsarbeit gesucht.

Zur weiteren Planung der auf der Mitgliederversammlung beschlossenen Ziele für die Vereinsarbeit 2012, haben die Mitarbeiter der Geschäftsstelle am letzten Wochenende im Januar einen gemeinsamen Workshop durchgeführt. Hierzu werden wir in den nächsten Tagen einen Bericht veröffentlichen.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...Loading...

Hacken in San Francisco

Zwischen dem 20. und 23. Januar durfte ich in San Francisco am “Wikipedia Hackathon” teilnehmen, einem Workshop für Softwareentwickler, bei dem es darum ging, gemeinsam an neuen Features zu arbeiten und interessierten Neulingen die Arbeit an und mit MediaWiki näher zu bringen. Besonders im Vordergrund stand dabei die Entwicklung von “Apps” für Smartphones: Die Wikimedia Foundation hat kürzlich die Offizielle Wikipedia-App für die Android-Plattform vorgestellt, mit der Wikipedia-Artikel bequem auf dem Telefon gelesen werden können. Nun wurden die gesammelten Erfahrungen mit der Entwicklergemeinde geteilt, neue Funktionen (wie “zufällige Seite”) hinzugefügt und Ideen für weitere Anwendungen entwickelt. Das gab auch mir die Gelegenheit, mit der Programmierung von Android-Telefonen zu experimentieren.

Den Preis für die beste Neuentwicklung während des Hackathons gewann ein Projekt, dass zwar für Handys gedacht ist, aber ganz ohne Smartphone-Funktionen auskommt: per SMS kann ein Wikipedia-Artikel angefragt werden, der dann von einem Dienst vorgelesen wird. Der Preis ist eine Reise für zwei Mitgleider des Siegerteams: sie dürfen zu einem weiteren Wikimedia-Event irgendwo auf der Welt fahren — vermutlich zum nächsten Hackathon, nämlich dem, den Wikimedia Deutschland voraussichtlich im Frühjahr veranstalten wird.

Zwischen all den spannenden Gesprächen mit erfahrenen und auch ganz neuen MediaWiki-Entwicklern fand ich noch Zeit für meinen eigenen kleinen “Hack”: MediaWiki soll in Zukunft neben Wiki-Links auch die HTML-Syntax für Links zulassen. Das ist wichtig, um Metadaten wie zum Beispiel Bildlizenzen mit Hilfe von Mechanismen wie HTML5 Microdata oder RDFa maschinenlesbar in Wikiseiten einbinden zu können.

Den Aufenthalt in San Francisco konnte ich außerdem nutzen, um die Arbeit am Wikidata-Projekt mit der Wikimedia Foundation zu koordinieren. So konnte unter anderem die Abläufe für den Test und die Integration der neuen Software in die Wikimedia-Landschaft geklärt und diverse Detailfragen zur Umsetzung besprochen werden. Diskutiert haben wir zum Beispiel, ob und wie sich Änderungen an zentral gespeicherten Datensätzen auf Beobachtungslisten in den einzelnen Wikipedias niederschlagen sollen.

Es war gut, Wikidata bei den Mitarbeitern der Wikimedia Foundation bekannter zu machen, und es war schön, die Unterstützung und Begeisterung für das Projekt zu spüren. Es gibt noch viel zu tun für Wikidata, aber es scheint, als sei alles auf dem besten Wege.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

ACTA in Aktion: Unschärfe als Prinzip [Update]

Bereits seit 2008 wird ACTA (Anti-Counterfeiting and Trade Agreement, auf deutsch ungefähr: “Handelsabkommen zur Abwehr von Fälschungen”) verhandelt, das u.a. zum Ziel hat, internationale Standards gegen Verletzungen von Marken- und Urheberrechten zu harmonisieren. Es geht um das “Policing” von Immaterialgütern, seien es nun digitale Musikstücke, Patente auf Medikamente oder Saatgüter. Die Verhandlungen von 39 Staaten waren bis zur finalen Fassung des Dokuments so geheim, dass es dazu so gut wie keine öffentliche Kommentierung gab. So blieb das Blog von Michael Geist, wo auch die verschiedenen Entwurfsstadien des Vertragstexts geleakt wurden, lange Zeit die wichtigste Informationsquelle. Mittlerweile skandalisieren zahlreiche NGOs und Wissenschaftler das Abkommen bzw. den Weg dorthin. Selbst der zuständige EU-Berichterstatter Kader Arif warf, entnervt über die außergewöhnliche Intransparenz des Verfahrens, jüngst die Brocken hin. Nicht nur die Wikipedia-Gemeinde fragt sich: Was steht eigentlich in diesem offensichtlich brisanten, multilateralen Vertrag?

Tja. Das größte Problem mit ACTA ist, dass der Vertragstext mit seinen schwammigen Formulierungen kaum richtig zu greifen ist. Man kann viel hineinlesen oder auch wenig. Vorerst ist eine Sache der Interpretation (oder aber der intimen Kenntnis der entsprechenden Verhandlungsprotokolle, die nie offiziell veröffentlicht wurden), ob das Abkommen nun auf der bekannten Klaviatur der restriktiven Maßnahmen bei z.B. Urheberrechtsverletzungen spielt oder ein völlig neues Niveau der Rechtedurchsetzung gleichsam “auf dem kurzen Dienstweg” etablieren will. Offensichtlich ist aber, dass ACTA die Access Provider stärker in die Mitverantwortung nehmen will, ihr Haftungsprivileg soll fallen. Zwar werden im Art. 27 vorsorglich “principles such as freedom of expression, fair process, and privacy“ genannt. Letztlich wird es jedoch stark darauf ankommen, ob diese Prinzipien bei der konkreten Umsetzung in EU-Recht oder nationales Recht auch Anwendung finden.

Eine besonders kritische Analyse legte La Quadratur Du Net vor. Die netzpolitische NGO nennt ACTA schlicht  “eine globale Blaupause für repressive Gesetze ähnlich wie SOPA.” Nach ihrer Einschätzung geht es bei dem Abkommen im Kern um eine Privatisierung der Rechtsdurchsetzung. Demnach sollen Internet Service Provider künftig zu einer Kooperation mit den Content-Industrien verpflichtet werden, um den Datenverkehr auf Internet-Plattformen proaktiv zu überwachen und ggfs. zivil- oder strafrechtliche Ansprüche zu ermöglichen. Eine richterliche Anordnung (wie bei der in Deutschland noch heiß diskutierten Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung) wird nach Art. 12 von ACTA dazu nicht mehr erforderlich sein, d.h. Maßnahmen wie z.B. die Sperrung inkriminierter Seiten können ohne vorherige Anhörung der Betroffenen angewandt werden. Dazu kommt: Um Rechtsverstöße überhaupt konsequent ahnden zu können, würden im schlimmsten Fall Filtertechniken bis hin zu “deep packet inspection” zum Einsatz kommen. Folgt man diesem düsteren Szenario, wäre dies in der Tat das Ende des zugangsoffenen Internets bzw. eine völlige Abkehr vom Prinzip der Netzneutralität, an der auch “User Generated Content”-Projekten wie Wikipedia gelegen sein sollte.

Zumindest etwas klarer als die Umsetzung von ACTA ist das verbleibende Zeitfenster, das bis zum endgültigen Inkrafttreten des Abkommens bleibt. ACTA muss bis 2013 von mindestens sechs Verhandlungspartnern ratifiziert werden. Die Unterschrift unter den Vertragstext von 22 EU-Mitgliedsstaaten (Ausnahmen bildeten z.B. Deutschland und die Niederlande) am 26. Januar 2012 bedeutete zunächst einmal nur die formale Zustimmung über den Gehalt und Regelungsrahmen des Abkommens. Eine rechtlich bindende Wirkung hatte dieser deklaratorische Akt noch nicht. Erst nach einem erfolgreichen Ratifizierungsprozess in den Mitgliedsstaaten kann die Umsetzung in nationale Gesetzgebung erfolgen. Nun kommt es auf das Europaparlament an, in dem bei ACTA das “International Trade Committee” (INTA) federführend ist. Bei der nächsten Sitzung des Gremiums (29. Februar) wird voraussichtlich eine Empfehlung der Obleute erarbeitet, an die sich die Fraktionsgemeinschaften weitestgehend halten dürften. Eine endgültige Abstimmung aller EP-Abgeordneten über die Ratifizierung ist nach derzeitigem Stand Mitte Juni möglich. Für den 11. Februar ist – nach dem Vorbild der polnischen Massenproteste – ein bundesweiter Aktionstag angekündigt. Eine internationale Petition gegen ACTA kann hier unterzeichnet werden.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 4,83 von 5)
Loading...Loading...

QRpedia im Museum für Hamburgische Geschichte

Von: [[Benutzer:Peter Weis]]1)

QR-Erfahrung

Nachdem Spiegel Online im Oktober 2011 ein Gespräch mit [[Benutzer:Peter Weis]]  führte, wurde das Interesse des Museums für Hamburgische Geschichte am Thema QR-Codes erneut geweckt.

Erfahrungen aus dem Children’s Museum in Indianapolis, der Fundació Miró und dem Derby Museum haben gezeigt, was die eckigen Codes von QRpedia für Institutionen leisten können. So erzielte das Children’s Museum in Indianapolis mit nur 4 installierten Codes 3350 Aufrufe (Juni – Dezember 2011).

Der erste QR-Code im Museum für Hamburgische Geschichte IMG 1607 original
Der erste QR-Code im Museum für Hamburgische Geschichte IMG 1607 original

Für  GLAM-Institutionen sind Zahlen, die Erfolg oder Misserfolg von Kooperationen darstellen, zentral für die Entscheidungsfindung. Auch für den Aufbau von Austellungsflächen oder die Konzeption von Räumlichkeiten ergeben sich dadurch neue Ansätze. Getreu dem Motto “Was interessant ist, wird gescannt”, kann eine GLAM-Institution einschätzen, welche Bereiche für die Besucher besonders interessant sind und stark frequentiert werden.

Treffen vom 08. Dezember 2011

Für das Museum für Hamburgische Geschichte, das seit Dezember 2010 Teil einer GLAM-Kooperation ist, bietet sich in QR-Codes die Möglichkeit die Vermittlung Freien Wissens auf eine neuartige Weise zu unterstützen und einen Vorstoß in Richtung neue Medien zu wagen.

Der Vollglasüberdachte Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte. Demnächst mit QR-Code?
Der Vollglasüberdachte Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte. Demnächst mit QR-Code?

Am 08. Dezember 2011 konnte [[User:pigsonthewing]] zusammen mit [[User:Peter Weis]] im Museum für Hamburgische Geschichte vorsprechen, um Inhalte rund um das Thema QRpedia zu präsentieren und Möglichkeiten für die Einbindung in das hauseigene Konzept aufzuzeigen. Mit Unterstützung durch Wikimedia Deutschland war es möglich, dass User:pigsonthewing so kurzfristig nach dem GLAMcamp in Amsterdam am Treffen in Hamburg teilnehmen konnte.

QRcodes sind in der bisherigen Anwendung immer zusätzlich zu bestehenden Maßnahmen genutzt wurden. Neben Audioguides, Infotafeln und Broschüren soll es auch Museen geben, die ihren Besuchern Tablet-Computer für die Dauer des Besuches an die Hand geben, um die Ausstellung zu Erkunden. QR-Codes dienen also bisher zur Unterstützung bestehender Systeme. Anhand der Praxisbeispiele aus anderen Ländern, ließ sich gut einschätzen welche Schwächen und Stärken das System aufweist.

 Die Fundació Miró macht's vor: Infotafeln mit integrierten QR-Codes.
Die Fundació Miró macht's vor: Infotafeln mit integrierten QR-Codes.

Bei geringen Lichtverhältnissen, mangelndem Empfang oder gar einem abgenutzten QR-Code funktioniert das System nicht. Auch Artikel zu den teils sehr speziellen Themen der Institutionen müssen erst geschrieben werden. Die Edit-A-Thons aus anderen Häusern weisen auch hier den Weg. Zusammen mit der lokalen Wikipedia-Gemeinde wird meist in der Institution an Artikeln gearbeitet, die dann von der globalen Gemeinde in eine Vielzahl von Sprachen übersetzt werden können.

Vor allem die technische Umsetzung war für die Anwesenden von Interesse. QRcodes können prinzipiell mit jedem Drucker erstellt werden und auf vorhandene Infotafeln aufgeklebt, oder neben Objekte in Schaukästen gepinnt werden. Um die Haltbarkeit der Codes zu erhöhen, kann man entweder zum Laminiergerät greifen oder direkt Infotafeln erstellen, die mit den schwarzen Quadraten bestückt sind. Am Ende vor allem eine Frage des Geldbeutels und des Cooperate Designs.

Am Ende des Treffens konnten viele Fragen beantwortet werden, aber mindestens genauso viele Fragen ergaben sich durch die neuen Eindrücke. Die Winterpause wurden auf beiden Seiten genutzt, um eine Evaluierung durchzuführen und sich im neuen Jahr zu einem zweiten Treffen zusammenzufinden.

Teilnehmer des Treffens waren:

  • Prof. Dr. Lisa Kosok, (Direktorin, Museum für Hamburgische Geschichte)
  • Dr. Klaus Gier (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Altonaer Museum)
  • Wilfried Müller (Neue Medien, Museum für Hamburgische Geschichte)
  • Bettina Beermann (PR und Marketing, Museum für Hamburgische Geschichte)
  • Beate Trede (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Helms-Museum)
  • Martina Fritz (Wissenschaftliche Volontärin, Museum für Hamburgische Geschichte)
  • User:pigsonthewing
  • User:Peter Weis

Treffen vom 27. Januar 2012

Am 27. Januar fand nach dem Jahreswechsel ein zweites Treffen statt, um QR-Codes im Museum für Hamburgische Geschichte zu realisieren. Gemeinsam mit Martina Fritz und [[User:Peter Weis]] wurden potentielle Objekte des Museums erkundet und die zuvor ermittelten Probleme in der Praxis getestet. Dicke Mauern sind hinderlich für den Internetempfang des mobilen Endgerätes – Ausstellungsflächen im Keller oder im Zentrum des Gebäudes schieden also aus.

In den Blick gerieten vor allem die Objekte, die bisher nicht durch die eigentliche Ausstellung erfasst sind: Türen, Torbögen und andere architektonische, teil fest im Haus eingebaute, Elemente sollten in Zukunft via QR-Code zugänglich sein. Diese Objekte haben in der Regel keine eigenen Infotafeln und bleiben dem Besucher so verschlossen. Mit Hilfe von neuen Infotafeln die bereits QR-Codes enthalten, wäre es möglich beide Systeme zu verknüpfen. Die menschenlesbare, aber nur in wenigen Sprachen verfügbare Beschreibung und der maschinenlesbare QR-Code ermöglichen auch Besuchern ohne Gerät oder bei technischen Schwierigkeiten einen Zugriff auf die Information.

Im nächsten Schritt soll geprüft werden, was sich einerseits technisch, andererseits finanziell realisieren lässt.

Für den geneigten Leser:

1) Erstveröffentlichung im GLAM-Newsletter Januar 2012(Text leicht angepasst)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Wikimedia:Woche 4/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung offzieller Ankündigungen und Hinweise der Wikimedia Foundation und der lokalen Wikimedia-Organisationen. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird im Etherpad der Wikimedia:Woche gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

=Wikimedia:Woche (4/2012)=

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

 

Quellen dieser Ausgabe:

 

Beitragende: Anneke Wolf, Daniel Baur, Jürgen Fenn, Michael Jahn, Catrin Schoneville

==Foundation & International==

WMDE -PROTOKOLLE DES PRÄSIDIUMS

Das Protokoll der ersten Klausur des neu gewählten Präsidiums ist online (Anmeldung erforderlich)
Das Protokoll zum 2. Projekttreffen der AG Mitgliederversammlung ist ebenfalls veröffentlicht worden:
Ein Bericht über die bisherigen Aktivitäten des Präsidiums von Beisitzer Martin Rulsch:

KANDIDATEN FÜR WMF-CHAPTERS-KOMITEE GESUCHT

Das Chapters-Komitee, das im Wesentlichen für die Anerkennung neuer Chapter zuständig ist, sucht fünf neue Kandiaten:

LOBBYARBEIT GEGEN SOPA, PIPA, OPEN ACT

Die Wikimedia Foundation hat die Washingtoner Lobbyagentur ”Dow Lohnes Government Strategies” beauftragt, um auf das laufende Gesetzgebungsverfahren Einfluss zu nehmen, schrieb Politico bereits am 4. Januar 2012. Der Beitrag wurde erst jetzt auf der Mailingliste Foundation-l diskutiert.

WIKIMEDIA NIEDERLANDE

…hat den Monatsbericht für Dezember veröffentlicht. Über den folgenden Link sind auch alle weiteren Berichte erreichbar.

WIKIMEDIA FOUNDATION

Die Foundation verweist in einem Blogposting darauf, dass sie vom Magazin “Global” auf Platz eins einer Liste von 100 Non-Government-Oragnisationen gewählt wurde:

==Technik==

WIKIPEDIA KOSTENLOS MOBIL

Mobilfunknetzbetreiber Orange wird in 20 afrikanischen Ländern den Mobilfunkzugang zu Wikipedia kostenlos ermöglichen.

MEDIAWIKI

Bei der Darstellung von Versionsunterschieden in MediaWiki wurde mitunter Text gekennzeichnet, der sich nicht geändert hatte. Das führte zu einer sehr unübersichtlichen Darstellung. Dieser Bug ist nun behoben worden:

TOOLSERVER

Bei einem zweitägigem Besuch im Rechenzentrum in Amsterdam wurde diverse neue Hardware für den Toolserver eingebaut bzw. gewartet. Die Arbeiten konnten allerdings auf Grund von Lieferproblemen nicht beendet werden.

==Projekte und Initiativen==

GENDERGAP

Interessanter Beitrag und Diskussion, die zum Beteiligen einlädt:

==Termine==

WORKSHOP ZUR TRANSLATE-EXTENSION

Am 28. Januar findet um 21 Uhr deutscher Zeit ein Online-Workshop zur Übersetzungserweiterung von MediaWiki statt. Mehr Infos und Anmeldung:

SHE’S GEEKY

Fünfte  She’s Geeky Veranstaltung in San Francisco/Bay Area – 27.-29. Januar,  im Computer History Museum. Von diesem Event sagen die  Veranstalter:”This  is an unConference just for women geeks – geeks of  all kinds, in any  field – technology, science, math, engineering,  gaming, etc.”
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Countdown – Noch eine Woche: Jetzt Lieblingsartikel und -projekte für den Zedler-Preis vorschlagen!

Am 31. Januar endet die Vorschlagsfrist für Artikel und Projekte, die für den diesjährigen Zedler-Preis für Freies Wissen nominiert werden können.

Bisher sind in den drei Kategorien Wikipedia-Artikel des Jahres, Community-Projekt des Jahres und externes Projekt/Wissensprojekt sehr viele und schöne Vorschläge gemacht worden, jeweils 30 bis 40 pro Bereich. Das ist toll, es ist aber noch Platz für mehr!

Nominiert euch – Nominiert eure Favoriten

Es haben auch weniger bekannte Projekte und Artikel eine Chance, und niemand sollte sich zieren, nicht auch sein eigenes Projekt vorzuschlagen. Ausdrücklich erlauben – bzw. erwünschen! – wir auch Selbstnominierungen.

Wichtigste Voraussetzung für eine Auszeichnung ist, dass die Vorschläge einen Beitrag für Freien Wissens leisten. Freies Wissen bedeutet für uns dabei, dass Werke oder Arbeiten frei zugänglich sind und von jedem, zu jedem beliebigen Zweck, frei angewandt, kopiert, verbreitet und/oder modifiziert werden können. Diese Freiheit lässt sich z. B. mit der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA ausdrücken, die auch für alle Wikimedia- und Wikipedia-Inhalte verwendet wird.

Neben dem Vorschlag samt Namen und Link zum Projekt/Artikel sollte auch eine Begründung angegeben werden, was den Vorschlag so besonders macht und warum genau dieser eine Auszeichnung erhalten soll. Alternativ zum Vorschlag direkt auf der Projektseite bieten wir auch ein Formular an, das ihr auch ohne Kenntnisse der Wikisyntax bedienen könnt. Anonyme Einreichungen sind ebenfalls gestattet.

Also los, wir sind gespannt auf eure Favoriten! Wer oder was hat euch im letzten Jahr am meisten begeistert, inspiriert, überzeugt oder überrascht?

Juroren und Partner – wen möchtet ihr hier sehen?

Neben den inhaltlichen Vorschlägen werden auch noch Kandidaten für die externen Juroren sowie Partner und Schirmherren für den Zedler-Preis gesucht. Auch hier freuen wir uns über weitere Ideen.

Alle Fragen rund um den Zedler-Preis beantworte ich gerne auf der Diskussionseite oder per Mail an nicole.ebber@wikimedia.de. Ich freue mich auf Anregungen und Feedback und besonders darüber, wenn ihr euren Freunden, Kolleginnen, Nachbarn und Sozialen Netzwerken vom Zedler-Preis erzählt.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 4,75 von 5)
Loading...Loading...

Wikimedia:Woche 3/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung offzieller Ankündigungen und Hinweise der Wikimedia Foundation und ihrer Ländervertretungen. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird im Etherpad der Wikimedia:Woche gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

=Wikimedia:Woche (3/2012)=

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

 

Quellen dieser Ausgabe:

 

Beitragende: Anneke Wolf, Jürgen Fenn, Michael Jahn

==Foundation & Vereine==

PROTEST GEGEN SOPA UND PIPA

Die englischsprachige Wikipedia schloss sich den Protesten gegen den US-amerikanischen ”Stop Online Piracy Act” und den  PROTECTIP Act (PIPA) an.  Verschiedene Optionen für den Ausdruck des Protests wurden im Vorfeld  diskutiert. Sue Gardner erkundigte sich explizit nach Meinungen in der deutschsprachigen Community.
Die meisten Stimmen in der englischen Communityabstimmung erhielt der Vorschlag eines vollständigen 24-stündigen ”Blackouts”  der englischen Wikipedia am 18. Januar 2012 ab 6 Uhr morgens unserer  Zeit. In der deutschsprachigen Wikipedia und in einigen anderen  Sprachversionen wurden in dieser Zeit aus Solidarität sowie zur  Information über die Aktion Banner geschaltet.
Am Aktionstag beteiligten sich zahlreiche US-amerikanische Websites.

ÜBERSETZUNGEN DER EMPFEHLUNGEN VON SUE GARDNER ZUM FUNDRAISING

Jan Eissfeldt hat eine deutsche Übersetzung von Sue Gardners Empfehlungen an das Board of Trustees der Wikimedia Foundation  angefertigt:

PRINZIPIEN FÜR ZUKÜNFTIGE SPENDENKAMPAGNEN

Ting Chen hat zwischenzeitlich die „leitenden Prinzipien“ des Stiftungsvorstands für zukünftige Spendenkampagnen und für die Verteilung der dabei erzielten Einnahmen veröffentlicht. In den Prinzipien heißt es unter anderem, in erster Linie müßten die Kernaktivitäten der Projekte finanziert werden. Aber auch die dezentralen Aktivitäten der Chapter seien sicherzustellen. Außerdem müsse man den Spendern deutlich sagen, wofür ihr Geld verwendet werden wird, bevor sie an Wikimedia spenden. Der Gedanke der Transparenz wird mehrfach angeführt. Das Spendenaufkommen soll weiter gesteigert werden. Um die Unabhängigkeit der Foundation zu gewährleisten, strebe man weiterhin an, viele Kleinspenden zu erhalten. Da Wikimedia ein internationales Projekt ist, müssten die Spendenkampagnen den jeweils leichtestmöglichen Zufluss an Mitteln ermöglichen.

MONATSBERICHTE

Wikimedia Foundation: Die  Wikimedia-Highlights, eine Zusammenfassung des Monatsberichts der WMF, wurden für den Monat Dezember 2011 veröffentlicht. Eine deutsche Übersetzung ist ebenfalls verfügbar:
Der komplette Monatsbericht hier:
Wikimedia Schweden: …hat den Monatsbericht für November und Dezember 2011 veröffentlicht.
Wikimedia Israel: hat die Monatsberichte für Oktober bis Dezember 2011 veröffentlicht:

STIPENDIEN FÜR DIE WIKIMANIA 2012

Ab sofort können Bewerbungen für ein Stipendium zur Teilnahme an der Wikimania in Washington D.C. eingereicht werden. Bewerbungsschluss ist der 16. Februar 2012.
Wikimedia Österreich vergibt darüber hinaus weitere 10 Stipendien.
Informationen dazu hier:

==Technik==

MEDIAWIKI 1.19

Die Wikimedia Foundation kündigt die Veröffentlichung der neuen Version an und erklärt, in Zukunft kürzere Abstände zwischen Aktualisierungen anzustreben:

LANGUAGE SUPPORT TEAM

Im Foundation Blog weist das “Sprachen-Team” darauf hin, dass die 280 Sprachversionen von Wikipedia den Rahmen der Standard-Code-Datenbank für Sprachen sprengt. Deshalb brauchen Sie Hilfe bei einzelnen Implementierungsproblemen von Sprachen. Hier der Aufruf, Teil des “Language Support Teams” zu werden:

==Projekte und Initiativen==

12 MILLIONEN DATEIEN AUF WIKIMEDIA COMMONS

Auf Wikimedia Commons wurde am 12. Januar 2012 die zwölfmillionste Datei hochgeladen, eine Abbildung des Egyptian Building in Richmond, Virginia.

US-AMERIKANISCHES URHEBERRECHT VS. GEMEINFREIHEIT

Nach der Entscheidung des amerikanischen ”Supreme Court” im Fall ”Golan v. Holder” vom 18. Januar 2012 wird auf Wikimedia Commons und in Wikipedia diskutiert, ob generell Dateien auf Commons und Wikisource gelöscht werden sollten, die Werke zeigen, deren Veröffentlichung noch nicht 95 Jahre zurückliegt. Das deutsche Urheberrecht stellt auf ein anderes Kriterium ab. Demnach werden Werke 70 Jahre nach dem Tod des Werkschöpfers gemeinfrei. Für Konfliktfälle wurde erwogen, Medien von Commons auf die deutschsprachige Wikipedia zu übertragen.

==Termine==

WIKICON 2012

Der Termin für die WikiCon 2012 steht fest: Sie findet vom 31. August 2012 bis zum 2. September 2012 an der Fachhochschule Voralberg statt. Weitere Informationen finden sich unter:

CALL FOR PAPERS: WIKIPEDIA ACADEMY 2012

In Kooperation mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und der Freien Universität Berlin veranstaltet Wikimedia Deutschland vom 29. Juni bis 1. Juli 2012 in Berlin die “Wikipedia Academy 2012: Research and Free Knowledge.” Der Call for Papers läuft bis  zum 31. März und ist bewusst in englischer Sprache gehalten. Er richtet sich demnach an die internationale Wikipedia-Forschungscommunity. Konferenzsprache ist Englisch, in Ausnahmefällen werden auch deutschsprachige Einreichungen akzeptiert.

OFFICE HOURS

  • 20. Januar 2012, 20 Uhr MEZ, mit Howie Fung, Oliver Keyes, Fabrice Florin und Dario Taraborelli über das ”Article Feedback Tool”, version 5
  • 25. Januar 2012, 19 Uhr MEZ, mit dem ”Wikimedia Foundation localisation team” über die Lokalisation der Wikimedia-Projekte
  • IRC: #wikimedia-office auf Freenode.net.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 4,17 von 5)
Loading...Loading...

Call for Papers – Wikipedia Academy 2012: Research and Free Knowledge.

For an English version, see http://wir.okfn.org.

In Kooperation mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und der Freien Universität Berlin veranstaltet Wikimedia Deutschland vom 29. Juni bis 1. Juli 2012 die “Wikipedia Academy 2012: Research and Free Knowledge.” in Berlin.

Wie zuvor bereits angekündigt, verschieben wir den Fokus der Wikipedia Academy 2012 deutlicher in Richtung „Forschung und Wissenschaft um, in und mit Wikipedia und Freiem Wissen“. Die Academy soll Wikipedia-Forscher miteinander in Kontakt bringen, den Austausch anregen und Möglichkeiten neuer Zusammenarbeit und Interaktion schaffen.

Mit einem engagierten Organizing Committee haben wir Ende letzten Jahres den ersten Grundstein gelegt und uns auf Themen, potentielle Partner, Ziele und Zielgruppe geeinigt.

Heute startet der Call for Papers, zu dem wir alle einladen, die zu den unten genannten Themen beitragen können. Der Call ist bewusst in englischer Sprache gehalten und richtet sich demnach an in die internationale Wikipedia-Forschungscommunity. Konferenzsprache ist Englisch, in Ausnahmefällen werden auch deutschsprachige Einreichungen akzeptiert. Unsere Themenschwerpunkte sind:

Wikipedia Analytics

  • Wikis and Wikipedia as a research tool
  • Analyzing Wikipedia as a source of “Big Data”
  • Assessing and measuring the quality of Wikipedia articles

Wikipedia Global

  • Relations and Differences between different Wikipedia language versions
  • Differences between and critique of free/open knowledge ideologies
  • Regional studies of Wikipedia and free knowledge with global lessons

Sharing Cultures and Practices

  • Sharing culture(s) in Wikipedia and other projects of commons-based peer production
  • Incentives, innovation and community dynamics in open collaborative peer production
  • Wiki theory and wiki practices

Research on Users of and Contributors to Wikipedia

  • Diversity among users of and contributors to Wikipedia (e.g. Gendergap)
  • Influencing participation by adapting user interfaces in open collaborative settings
  • Using information visualization as information instrument to users and contributors

Economic and Regulatory Aspects of Free Knowledge

  • Economic, regulatory and societal implications of (increased) access to free knowledge
  • Different Modes of Governance: Emergence of Order and Coordination in Wikipedia
  • The role of licensing decisions for Wikipedia and other collaborative forms of knowledge production

Die Academy ist offen für alle an Forschung zu Wikipedia und Freiem Wissen Interessierten. Wir möchten dabei besonders auch junge Doktoranden und Nachwuchsforscher einladen, sich mit einer Einreichung am Call for Papers zu beteiligen.

Es wird verschiedene Formate wie Podiumsdiskussionen, traditionellen Paper Sessions, Lightning Talks, Posterpräsentationen und Science Fair geben, über die wir uns im Rahmen der Programmplanung abstimmen werden.

Der Call for Papers läuft bis zum 31. März, dann sichtet ein noch zu benennendes “Academic Program Committee” die Papers. Wir nehmen gerne Vorschläge für potentielle Kandidaten aus den oben genannten Forschungsgebieten entgegen.

Einreichungen aus der Community sind herzlich willkommen, wir freuen uns auch, wenn ihr den Call for Papers in euren akademischen Netzwerken verbreitet.

Alle Informationen finden sich im Veranstaltungswiki, gemeinsam mit Angelika Adam und Denis Barthel übernehme ich den organisatorischen Part für Wikimedia Deutschland. Bei Fragen zur Wikipedia Academy erreicht ihr uns unter academy@wikimedia.de.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 4,33 von 5)
Loading...Loading...

Wikimedia:Woche 2/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung offzieller Ankündigungen und Hinweise der Wikimedia Foundation und ihrer Ländervertretungen. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird im Etherpad der Wikimedia:Woche gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

=Wikimedia:Woche (2/2012)=

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

 

Quellen dieser Ausgabe:

 

Beitragende: Anneke Wolf, Martina Nolte, Delphine Ménard, Jürgen Fenn, Michael Jahn

==Foundation & Vereine==

ZUR STELLUNG DER FÖRDERVEREINE IN DER WIKIMEDIA-BEWEGUNG

Die Geschäftsführerin der Wikimedia-Foundation, Sue Gardner,  stellt im Auftrag des Kuratoriums (‘Board of Trustees) im Meta-Wiki vier Empfehlungen für ein grundlegend neues Verhältnis zwischen der Foundation und den Fördervereinen (Chapters) vor, das insbesondere die globale Spendenverteilung betrifft. Durch die Neuregelung würde sich aber darüber hinaus auch die Struktur der Wikimedia-Bewegung insgesamt nachhaltig ändern. Der Vorschlag hat zu einer umfangreichen und lebhaften Diskussion in Wikipedia, auf mehreren Mailinglisten und im Meta-Wiki geführt.
Im Einzelnen sieht der Entwurf folgende Neuerungen vor:
  • Die jährlichen Fundraiser-Kampagnen sollen komplett von der Foundation durchgeführt werden.
  • Die Chapter können aber darüber hinaus auf anderen Wegen eigene Spenden außerhalb der Wikimedia-Wikis einwerben.
  • Die Stiftung vergibt auf Antrag Fördermittel (”Grants”) an Vereine, Gruppen und Einzelpersonen weltweit, um die Community und die Ziele der Wikimedia Foundation zu fördern.
  • Über die Vergabe der Fördermittel soll ein neu zu schaffendes Gremium, das ”Funding Allocations Committee” (FAC), entscheiden.
Die Schlussfassung des Vorschlags soll dem Kuratorium am 3. Februar 2012 vorgelegt werden. Wikimedia Deutschland prüft den Entwurf eingehend und bereitet eine Stellungnahme hierzu vor.

WIKIMEDIA OUTREACH

Der Entwurf für das Campus-Ambassador-Programm an zwei Universitäten in Kairo (siehe Wikimedia:Woche 1/2012) ist veröffentlicht worden. Mit dem Pilot-Programm soll umfassend erprobt werden, ob das Ambassador-Programm der Wikimedia Foundation an ägyptischen Hochschulen mit Erfolg umgesetzt werden kann. Die Studenten werden Artikel zur arabischen Wikipedia beitragen.

WIKIMEDIA SPANIEN

Die Monatsberichte von Oktober bis Dezember 2011 wurden veröffentlicht.

WIKIMEDIA FRANKREICH

(Redaktioneller Hinweis: Danke an Delphine Ménard für eine deutsche Zusammenfassung der französischen Beiträge.)
In Guyane (in Cayenne) fand eine Veranstaltung der ”Délégation générale à la langue française et aux langues de France” (regionale Delegation zur französischen Sprache und zu den Sprachen Frankreichs) statt, um sich darüber Gedanken zu machen, wie man mit den Sprachen französischer Überseegebieten umgeht. Wikimédia France wurde eingeladen und hat einen Bericht über den Status dieser Sprachen in den Wikimedia-Projekten vorgestellt. Außerdem wurde ein Autoren-Workshop abgehalten.
Die Veranstaltung hatte das Ziel, Empfehlungen an den Kultusminister über Mehrsprachigkeit in den französischen Überseegebieten zu präsentieren. In den Empfehlungen gab es – im Bereich Digital – einen ausdrücklichen Bezug auf die Wikipedia–/Wikimedia-Projekte. Sie wurden als essenzieller Träger von Sprachen und Kultur bezeichnet.

WIKIMEDIA ESTLAND

Wikimedia Estland hat einen Buchscanner angeschafft, um gemeinfreie Werke zu digitalisieren.

WIKIMEDIA FOUNDATION & BRASILIEN

Auf der Suche nach einem Leiter für Programmentwicklung in Brasilien führte Barry Newstead gemeinsam mit Wikipedianern Bewerbungsgespräche in Brasilien durch. Näheres zum Auswahlprozess und zum Stellenprofil:

WIKIMEDIA AUSTRALIEN

In Zusammenarbeit mit dem Paralympischen Komitee Australiens veranstaltet Wikimedia Australien einen Artikelwettbewerb. Zwei Gewinnern wird ermöglicht, die Paralympischen Spiele 2012 in London vor Ort für Wikimedia Commons, Wikinews und Wikipedia zu begleiten.

==Technik==

WMF-ENTWICKLERBERICHT DEZEMBER 2011

Der Entwicklerbericht für Dezember ist erschienen. Darin unter anderem der Prototyp des Visuellen Editors, eine neue Version des Article-Feedback-Tools und die Veröffentlichung von WebFonts. Weitere Themen: HTTPS-Unterstützung für den mobilen Zugriff auf Wikipedia oder die Möglichkeit, eine Lizenzvorauswahl im Upload Wizard für Wikimedia Commons festlegen zu können.

MEDIAWIKI-ROADMAP 2012

Der Wikipedia Signpost blickt voraus auf Entwicklungen bei MediaWiki, die aus der neu veröffentlichten Roadmap ersichtlich sind. Während die Entwicklung der Erweiterung LiquidThreads faktisch zum Stillstand gekommen ist, liegt der Schwerpunkt des Ausbaus in den nächsten Monaten auf der Erleichterung des Zugangs zu Wikipedia von mobilen Endgeräten aus. Es wird eine Wikipedia-App für Android geben, außerdem soll ”Wikipedia Zero”, eine “Light”-Version der Wikipedia-Oberfläche für den mobilen Einsatz, bei ”Orange Tunisia” getestet werden. ”Mobile-friendly editing” soll im März aktiviert werden, während Benutzer in Asien und Afrika ohne vollwertigen Zugang zum Internet auf Wikipedia mit SMS und USSD zugreifen werden können.
Die MediaWiki-Entwicklung selbst wird von Subversion zu Git wechseln.

LOCALISATION TEAM

Die Übersetzungs-Erweiterung für MediaWiki wurde um Funktionen ergänzt, die den aktuellen Status von Übersetzungen anzeigen. Soll soll vermieden werden, dass Zeitaufwand in weitestgehend fertig übersetzte Textpassagen investiert wird.

==Projekte und Initiativen==

MEILENSTEIN AUF WIKISOURCE

Am 4. Januar 2012 wurde auf der deutschsprachigen Wikisource ein neuer Meilenstein erreicht: Der Artikel “Aus alter Zeit” aus der Gartenlaube des Jahres 1874 ist das Werk mit der Nummer 24.000.

ZEDLERPREIS

Die Wahl der Jury aus Wikipedianern für den Zedlerpreis für Freies Wissen ist abgeschlossen. Hier gibt es die Gewählten:

==Termine==

WMF-OFFICE HOURS

Am 12. Januar 2012 um 23.30 Uhr findet eine Office-Hour mit Sue Gardner statt. Das Thema ist derzeit noch offen.
Am 13. Januar 2012 findet um 20.00 Uhr eine Office-Hour mit Howie Fung, Oliver Keyes, Fabrice Florin und Dario Taraborelli um Article-Feedback-Tool, Version 5, statt
*IRC: #wikimedia-office auf Freenode.net.
*Webchat: http://webchat.freenode.net/ Channel: #wikimedia-office

OPEN KNOWLEDGE MEETUP BERLIN

Die Open Knowledge Foundation Deutschland startet ein neues regelmäßiges  Treffen für alle, die sich für Open Knowledge und Open Data interessieren. Immer am zweiten Dienstag eines Monats in Berlin, ab 18 Uhr.

TECHNIK-TERMINE

21.-22. Januar 2012: San Francisco Hackathon
10.-12. Februar 2012: Pune Hackathon (Indien)
10.-12. Februar 2012: GLAMcamp Washington, DC
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Bewertungen, Durchschnitt: 4,43 von 5)
Loading...Loading...

Empfehle diese Seite