Wikimedia auf dem Fundraising Kongress 2012

Was haben Sasha Lobo, Reinhold Messner und Jimmy Wales gemeinsam? Diese Frage habe ich mir gestellt, bevor ich als Referent den Deutschen Fundraising Kongress 2012 in Berlin besuchte. Der Fundraising Kongress ist das alljährliche Treffen der deutschen Fundraising-Szene und dieses Jahr kamen mehr als 750 Teilnehmer in das andel´s Hotel in Berlin zusammen. Ich war zum dritten Mal in Folge als Referent eingeladen, um über unsere Spendenkampagne zu berichten (der diesjähriges Vortrag war ein Konzentrat meiner Präsentation auf dem Online-Fundraising-Kongress im Januar). Bei meinen Vorträgen merke ich vor allem zwei Sachen: 1. Selbst unter Fundraisern kennen nicht alle die erfolgreichste Online-Spendenkampagne in Deutschland (unsere) 2. Wir sind mit unserer testorientierten und transparenten Vorgehensweise schon einzigartig.

Doch meine Aufgabe bei der Veranstaltung war natürlich nicht nur das Referieren, sondern besonders auch das Vernetzen und Lernen. Und lernen können wir noch viel. Denn während z.B. Greenpeace ein ausgereiftes und stringentes Story-Telling vorweisen kann, sind wir als vergleichsweise junge Bewegung noch auf der Suche. Welche Art von Geschichte funktioniert für unser Fundraising am besten? Welche Geschichten möchten unsere Leser und Spender hören? Auf dem Kongress spreche ich mit Agenturen und anderen Organisationen und besuche die wenigen Veranstaltungen zum Story-Telling, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Was wir jedoch schon jetzt wissen: mit Hilfe des Testens werden wir unsere Art des Geschichtenerzählens irgendwann herausfinden. Dafür benötigen wir jedoch mehr Geschichten von den Menschen hinter Wikipedia. Und deshalb seid ihr gefragt. Warum engagiert ihr euch für Wikipedia und Freies Wissen? Warum ist Wikipedia unterstützenswert? Was verbindet euch mit Wikipedia? Diese Fragen möchte ich euch stellen. Klingt interessant? Unter till.mletzko@wikimedia.de könnt ihr mich erreichen.

Was haben nun die drei anfangs erwähnten Personen gemeinsam? Nun, sie sind Helden (zumindest in den Augen vieler Menschen)! Sie sind Helden, genauso wie die Greenpeace-Mitarbeiter in den Schlauchbooten oder die Mitarbeiter vor Ort von Ärzte ohne Grenzen und genauso wie die vielen tausende Freiwilligen, die Wikipedia erstellen und jeden Tag etwas besser machen. Genauso wie ihr.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Bewertungen, Durchschnitt: 1,80 von 5)
Loading...Loading...

Wikimedia:Woche 18/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (18/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

Foundation und Vereine

NEUER VORSTAND BEI WIKIMEDIA NORWEGEN

Die Mitgliederversammlung von Wikimedia Norge hat am 26.04.2012 einen neuen Vorstand gewählt, der sich auch kurz in englischer Sprache vorstellt:

WIKIMEDIA SERBIEN

Die serbische Länderorganisation hat eine Reihe von Satzungsbeschlüssen und Richtlinien zur Professionalisierung veröffentlicht.

MONATSBERICHTE

Wikimedia Schweden hat die Monatsberichte für das erste Quartal 2012 veröffentlicht:
Wikimedia Deutschland hat den Monatsbericht für April veröffentlicht:

WIKIMEDIA FOUNDATION UND HARVARD

Die Wikimedia Foundation und die Harvard University haben ein Stellenangebot für einen sogenannten Fellow im Wissenschaftsbereich ausgelobt. Ziel des einjährigen Projektes ist es, Wikipedia-Artikel zu verbessern. Alle Informationen zum Stellenangebot:

Projekte und Initiativen

NEUE MITGLIEDER IM COMMUNITY-PROJEKTBUDGET (CPB)

Im April fanden die Wahlen sowohl der Vereins- als auch der Community-Vertreter für das CPB statt. Für die Community wurden die Benutzer Atomiccocktail, Marcela und Hubertl gewählt. Die Vereinsvertreter sind Rainer Braun, Veronika Rüther-Weiß und Jürgen Friedrich.

WIKIMANIA 2013

Das jährliche internationale Treffen von Wikimedia-Aktiven findet 2013 in Hong Kong statt. Eine Auswahljury vergab die Veranstaltung, nachdem sich insgesamt fünf Städte beworben hatten. Nicht in die Endrunde der Entscheidung schafften es Bristol, Neapel und Surakarta. Der zweite Finalist neben Hong Kong war London.

ERINNERUNGSPOST

Die Wikimedia Foundation berichtet von einem Test, um Wikipedia-Autoren wieder zum Bearbeiten von Artikeln zu motivieren, die augenscheinlich inaktiv geworden sind. Dazu wurden solche Autoren per persönlicher E-Mail kontaktiert und ermutigt, wieder aktiv zu werden. Die Erfolgsrate in diesem Test lag bei fünf Prozent. Ausführliche Informationen gibt es hier:

WIKICUP

Im Blog der Wikimedia Foundation wird der Artikelwettbewerb WikiCup ausführlich vorgestellt. Nach dem englischsprachigen Vorbild läuft in diesem Jahr erstmalig ein deutschsprachiges Pendant. Im Folgenden Links zum Blogbericht und zum aktuellen deutschen Wettbewerb.

Studien und Statistik

WIKIMEDIA FOUNDATION: RESEARCH NEWSLETTER

Dieses Mal im monatlichen Newsletter zu wissenschaftlichen Arbeiten rund um Freies Wissen: Zwei Forscher belegen, dass ideelle Auszeichnungen für sehr aktive Beitragende zu Wikipedia deren Produktivität erheblich erhöhen. Außerdem kommt eine Studie zu dem Schluss, dass Wikitionary als Projekt konkurrenzfähig gegenüber traditionellen Lexika sei. Ein weiteres der zahlreichen Themen des Newsletters ist eine Erhebung, nach der etwa jeder vierte Artikel in der englischsprachigen Wikipeida mit einem Überarbeitungshinweis (im weitesten Sinn) versehen ist. Alle Details finden sich im entsprechenden Blogposting:

EDITIERVERHALTEN

Eine weitere Studie ergibt, dass die Tätigkeiten, die freiwillige Helfer am häufigsten in Wikipedia ausüben, kleinere Bearbeitungen an Artikeln oder das Verbessern und Erstellen neuer Artikel sind. Bearbeitungen außerhalb des Artikelnamensraums sind seltener. Im Vergleich der umfangreichen englischen und deutschen Sprachversionen von Wikipedia mit kleineren Versionen zeigt sich, dass in Letzteren der Anteil an Übersetzungsarbeiten weitaus größer ist.

AUTORENSTUDIE

Die Wikimedia Foundation hat eine Nachfolgestudie zu der im April 2011 erschienenen Studie über rückläufige Autorenzahlen für Wikipedia veröffentlicht. Demnach hat es bis zum Erfassungszeitraum Dezember keine größeren Entwicklungen gegenüber den früheren Ergebnissen gegeben. Nach wie vor sind 90 Prozent aller Beitragenden Männer. Ein neuer Fakt: Fast jeder zweite Bearbeiter der englischsprachigen Wikipedia gibt in der Studie an, dass eine andere Sprachversion sein eigentlicher Schwerpunkt sein würde.

Technik

WIKIDATA

Lydia Pintscher vom Wikidata-Team hat kritische Reaktionen und Rückfragen in den ersten vier Wochen des neuen Wikimedia-Projekts gesichtet und in einem zweisprachigen Blogposting gesammelt kommentiert und beantwortet:

BEI ÄNDERUNGEN: E-MAIL!

Seit dem 28. April 2012 ist es in allen Wikimedia-Projekten möglich, sich über Änderungen an Seiten, die man auf seiner Beobachtungsliste hat, per E-Mail benachrichtigen zu lassen. Das Feature ist in allen Wikimedia-Projekten aktiviert worden. Man kann es in den Konteneinstellungen für die E-Mail einschalten.

Termine

WIKIMEDIA CHAPTERS ASSOCIATION: JETZT KANDIDIEREN!

Die Wikimedia Chapters Association hat den Zweck, die gemeinsamen Interessen der Länderorganisationen zu vertreten, Standards für Aktivitäten vor Ort zu etablieren und durchzusetzen, den Austausch von Erfahrungen, Ideen und Wissen innerhalb der Bewegung zu stärken, die Vereine in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen sowie gemeinsame Programme und Projekte zu entwickeln. Bewerbungen sind bis zum 20. Mai möglich. Genauere Infomationen über Voraussetzungen und Formalitäten unter

FOTOWORKSHOP WIEN

Am 6. Mai 2012 findet der erste Wikipedia-Fotoworkshop von Wikimedia Österreich statt. Eingeladen sind alle Interessierten zu einem ganztägigen Workshop, bei dem gemeinsam mit einem Profifotografen die Fotokünste verbessert werden können.

WAHLEN ZUM SCHIEDSGERICHT

Die Wahl zum elften Schiedsgericht findet statt. Zuerst werden vom 1. bis zum 7. Mai 2012 Kandidaten gesucht. Die Abstimmung findet vom 8. bis zum 21. Mai 2012 statt. Es werden fünf Personen für ein Jahr ins Schiedsgericht gewählt.

WMF: IRC-SPRECHSTUNDEN

Eine der nächsten Chat-Sprechstunde der Wikimedia Foundation wird vom Team abgehalten, das für den Blog der Foundation zuständig ist. Termin ist Mittwoch, der 9. Mai, 20 Uhr (deutscher Zeit). Bereits am Freitag, den 4. Mai, gibt es zwei weitere Sprechstunden. Alle Termin hier:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Monatsbericht April 2012

Politik und Gesellschaft

Wikipedian in Residence

Ein Wikipedian in Residence ist ein ehrenamtlicher Wikipedia-Aktiver, der für einen bestimmten Zeitraum an kulturellen Einrichtungen als Schnittstelle zwischen den Häusern und der freien Enzyklopädie tätig ist. Im April wurde eine Zusammenarbeit der Stiftung Stadtmuseum Berlin und Wikimedia Deutschland unter Dach und Fach gebracht, die einen Wikipedian in Residence bei der Stiftung einsetzen soll. Das Stellenprofil für die Aufgabe findet sich hier. Den Anknüpfungspunkt für die Arbeit des Wikipedian in Residence bietet die aktuelle Ausstellung der Sitftung, BERLINmacher. Hintergrundinformationen sind in einem bereits veröffentlichten Blogbericht nachzulesen.

Kulturpartnerschaften

Seit April ist Barbara Fischer Teil des Teams der Wikimedia-Geschäftsstelle. Als Kuratorin für Kulturpartnerschaften hat sie die Aufgabe, die deutschsprachige GLAM-Community zu unterstützen und unter anderem die Vorbereitungen für den internationalen Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments 2012 mitzugestalten. Eine persönliche Vorstellung gibt es hier. Das Organisationsteam von Wiki Loves Monuments traf Barbara bereits bei einem Kennenlern-Workshop im Anschluss an Wikimedia Deutschlands Mitgliederversammlung in Berlin.

Bildung und Wissen

Hochschulprogramm

Alle Dozenten des im März gestarteten Hochschulprogramms wurden im April geschult. Die eigentliche Arbeit mit Wikipedia beginnt in den Kursen des neuen Semesters. Wer nachverfolgen möchte, welche Artikel in den Veranstaltungen der sechs Hochschulen dieser Pilotphase bearbeitet werden, kann das direkt über die Wikipedia-Seite des Programms tun. Fragen rund um das Thema beantwortet das Team von Bildung und Wissen gerne unter campus@wikimedia.de.

Wikipedia macht Schule

Elly Köpf nahm im April an einer Rostocker Tagung für Lehrer aus dem IT-Bereich teil. Unerwartet, aber sehr willkommen, waren zahlreiche Nachfragen der Lehrer zum Projekt Wikidata. Die Haupterkenntnis bezüglich Wikipedia: Lehrmaterial zur freien Enzyklopädie wird dringend gesucht. Abhilfe wird das Buch Wikipedia in der Schule – Arbeitsmaterialien für Lehrer schaffen, das kollaborativ auf Wikibooks entsteht. Wer noch beitragen möchte, ist hier mehr als willkommen!

Silberwissen

Im Rahmen des Projekts Silberwissen fanden im April fünf Workshops statt, darunter eine zweitägige Folgeveranstaltung mit der Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte im Kommunikationsmuseum in Berlin. Einen Rückblick gibt es im Wikimedia-Forum.

Zur Zeit erhält das Team Bildung und Wissen zahlreiche Anfragen nach Workshops, die das Bearbeiten von Wikipedia betreffen. Das ist großartig! Wer sich dafür interessiert, aber sich weder dem Hochschulprogramm, Silberwissen oder dem Schulprogramm zuordnen kann, ist beim Bereich Bildung und Wissen selbstverständlich genauso richtig. Eine E-Mail an bildung@wikimedia.de genügt.

Freiwilligenförderung / Community-Beziehungen

Wikimedia Conference 2012

Vom 30. März bis 1. April organisierte Wikimedia Deutschland in Berlin die jährliche Konferenz für Vertreter der mittlerweile 40 Wikimedia-Länderorganisationen. Im April erfolgte die organisatorische Nachbereitung. Ein inhaltlicher Rückblick ist hier zu finden.

Mitgliederversammlung und mehr

Am  21. April 2012 fand in Berlin die zehnte Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Die Geschäftsstelle  organisierte nicht nur die Veranstaltung selbst, sondern auch verschiedene Angebote rund um den Termin. Dazu gehörte ein Tag der Offenen Tür in den neuen Büroräumlichkeiten des Vereins, am Freitag vor der Mitgliederversammlung. Viele Neugierige nutzten das Angebot und kamen ab 16 Uhr in die Obentrautstraße 72, um sich über die Arbeit der Geschäftsstelle zu informieren. Besonders erfreuliches Fazit: Es kamen nicht nur einige neue Gesichter, es wurden auch gezielt Mitarbeiter der einzelnen Bereich zu inhaltlichen Fragen angesprochen.

Am Sonntag nach der Mitgliederversammlung gab es Gelegenheit, mit deutschsprachigen Mitgliedern und Kandidaten für den Stiftungsrat der Wikimedia Foundation zu diskutieren. Außerdem bot das Wikidata-Team einen Workshop an und das internationale Organisationsteam von Wiki Loves Monuments 2012 traf sich ebenfalls.

Community-Projektbudget

Bei der im April abgehaltenen Wahl von Mitgliedern für den Ausschuss des Community-Projektbudgets unterstützte Wikimedia Deutschland organisatorisch. Die Wahl selbst wurde durch die Community durchgeführt und kann hier nachgelesen werden.

Forschung und Entwicklung

RENDER

Nachdem im März eine Reihe von Analysewerkzeugen im RENDER-Projekt veröffentlicht wurden (Toolkit), konnten im April Fein- und Nacharbeiten vorgenommen werden. Der Zweck des Toolkits ist es, die Vielfalt von Informationen in Wikipedia auswertbar zu machen. Um den Dialog mit Testnutzern einfacher zu machen, wurde eine Neuerung eingeführt: Künftig kann über ein Kontaktformular Feedback direkt aus dem Toolkit heraus an das RENDER-Team geschickt werden. Anregungen und Kritik sind überaus willkommen! Meinungen per E-Mail sind natürlich ebenfalls gerne gesehen, am besten unter render@wikimedia.de.

Das RENDER-Team ist außerdem auf der Suche nach einem Web-Entwickler und einem Software-Entwickler. Gerne weitersagen oder selbst bewerben!

Wikidata

Pünktlich zum Monatsbeginn konnte das frisch zusammengestellte Wikidata-Team seine Arbeit in den neuen Räumen der Geschäftsstelle aufnehmen. In den ersten vier Wochen der Entwicklung wurde unter anderem an der Fertigstellung eines Demosystems für Wikidata gearbeitet. In Kürze ist es einsatzbereit. Für Fragen rund um das Projekt steht das Team jederzeit gerne bereit. Im April wurden bereits zwei gut besuchte Chat-Sprechstunden angeboten, eine in Deutsch, die andere in Englisch. Die Protokolle zum Nachlesen gibt es hier, wo auch die jeweils kommenden Termine angekündigt werden. Ein schneller Weg für Fragen und Antworten ist auch die Mailingliste von Wikidata, die allen Interessierten offen steht.

Presse- / Öffentlichkeitsarbeit

Presseberichte

Im April konnten viele Pressebeiträge über das Wikidata-Projekt generiert werden, darunter unter anderem ein Tagesschau-Beitrag, der im Rahmen der Wikimedia Conference entstand. Eine Auswahl verschiedener Berichte findet sich im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland.

Wikimedium

Die erste Ausgabe 2012 unserer kostenlosen Vereinszeitung Wikimedium erschien ebenfalls im April. Struktur und Layout der Zeitung wurden überarbeitet, Näheres im entsprechenden Blogposting zur „Frühjahrskur“. Die Auflage der Wikimedium wurde mit der neuen Ausgabe von 5.000 auf 7.500 Stück erhöht. Allein über das kostenfreie Abonnement werden davon 3.000 Stück versendet. Wer mit einem eigenen Beitrag in der nächsten Wikimedium erscheinen möchte (Juni 2012), findet alle nötigen Informationen auf der gemeinsamen Redaktionsseite in der Wikipedia. Wir freuen uns über Mitschreiber!

Informationsmaterial

Der Umzug in die neue Geschäftsstelle und die Vorbereitungen zur re:publica 2012 waren wichtige Anlässe, um das gut nachgefragte Informationsmaterial des Vereins aufzustocken. Neben umfangreichen Nachbestellungen wurden auch eigens zweisprachige Flyer für Wikidata produziert sowie ein Flyer über die Grundprinzipien Freier Lizenzen. Einen Überblick über alle diese Produktionen bietet die Wikimedia-Webseite. In der Vorbereitung auf die re:publica selbst wurde ein Programm für den Stand von Wikimedia Deutschland erarbeitet. Zur Pressearbeit gehörte die Kontaktaufnahme mit Journalisten und die Organisation für Pressegespräche vor Ort. Alle Informationen zur Veranstaltung hier.

Fundraising

Im April konnten die noch ausstehenden Zuwendungsbescheinigungen für Spenden von Vereinsmitgliedern von Wikimedia Deutschland verschickt werden. Zusätzlich zogen die Daten aller rund 1.600 Mitglieder in die neue zentrale Datenbank des Vereins um. Die Daten aller anderen Spender des Vereins lagen bereits dort, so dass nun die Angaben aller Unterstützer an einer Stelle gesammelt gepflegt werden können.

Mit dem Abschluss des diesjährigen Versands an die Spender der letzten Kampagne gibt es eine besondere Entwicklung zu feiern: Die Aktion hat zu einem Rücklauf von mehr als 700 neuen Mitgliedsanträgen geführt. Das sind fast 50 Prozent Zuwachs für Wikimedia Deutschland.

Ebenfalls im April berichtete Till Mletzko auf dem Deutschen Fundraising Kongress über Wikimedia Deutschlands erfolgreiche Online-Spendenkampagne. Ein Erlebnisbericht folgt in Kürze, hier die Präsentation. Zentrales Anliegen auf der Veranstaltung war es, sich insbesondere über Storytelling als Mittel für erfolgreiches Fundraising zu informieren. Im Bezug auf die alljährliche Wikimedia-Kampagne bedeutet das, Menschen zu porträtieren, denen Wikipedia wichtig ist. So werden in Zukunft Mitarbeiter der Wikimedia-Geschäftsstelle interviewt, das Team Fundraising möchte aber insbesondere die Geschichten der ehrenamtlichen Autoren erzählen. Till Mletzko gibt Interessierten gerne detaillierte Auskunft, zum Beispiel unter till.mletzko@wikimedia.de.

Organisationsentwicklung

Zum Monatsbeginn April bezog die Wikimedia-Geschäftsstelle wie geplant neue Räumlichkeiten in der Obentrautstraße 72, 10963 Berlin. Der Umzug verlief reibungslos und das Konzept, Platz für gemeinsames Arbeiten zu schaffen, wurde bereits dankbar genutzt: Die Open Knowledge Foundation nutzte Bürofläche und der Tag der Offenen Tür am 20. April brachte viele neue Gesichter in die Geschäftsstelle.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Wikimedia Chapters Association: Jetzt kandidieren!

Auf der Wikimedia Conference am 31. März 2012 hat unsere weltweite Bewegung einen bedeutenden Schritt zu ihrer Weiterentwicklung getan. Zukünftig werden die derzeit 40 lokalen Wikimedia-Vereine (Chapter) im Rahmen eines gemeinsamen Dachverbands, der neuen Wikimedia Chapters Association (WCA), zusammenarbeiten. Der Beitritt von Wikimedia Deutschland zu dieser neuen Organisation wurde vorletzte Woche von Präsidium und Mitgliederversamlung beschlossen. Nächster Schritt ist nun, ein Mitglied für den Rat der Wikimedia Chapters Association zu wählen.

Die Wikimedia Chapters Association hat den Zweck, die gemeinsamen Interessen der Vereine zu vertreten, Standards für Aktivitäten vor Ort zu etablieren und durchzusetzen, den Austausch von Erfahrungen, Ideen und Wissen innerhalb der Bewegung zu stärken, die Vereine in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen sowie gemeinsame Programme und Projekte zu entwickeln. Aufgaben und Struktur der neuen Organisation wurden in einer Satzung festgeschrieben, die Du auf Englisch unter http://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Chapters_Association/Charter und in einer inoffiziellen deutschen Übersetzung im Forum unter https://forum.wikimedia.de/w/Satzung_der_Wikimedia_Chapters_Association einsehen kannst.

Ein wichtiges Gremium in der Wikimedia Chapters Association ist der Rat, in den jeder Verein ein Mitglied entsendet. Der Rat bestimmt unter anderem das Jahresbudget, legt die Ziele der Arbeit fest und wählt den Generalsekretär. Das Amt wird ehrenamtlich ausgeübt; anfallende Kosten, darunter auch Reisekosten zu Sitzungen, werden übernommen. Das Ratsmitglied darf für die Dauer der Amtszeit weder dem Präsidium angehören, noch beim Verein angestellt sein oder vom Verein bezahlte Auftragsarbeiten annehmen.

Hast Du Interesse, Dich mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe für Wikimedia zu engagieren? Treffen die folgenden Punkte auf Dich zu?

  • Du kennst Wikimedia Deutschland und die internationale Wikimedia-Bewegung gut und/oder interessierst Dich dafür.
  • Du hast idealerweise bereits Erfahrung in der Arbeit im internationalen Rahmen.
  • Du kommunizierst gut auf Englisch, idealerweise hast Du auch Kenntnisse anderer Sprachen;
  • Du hast Erfahrung in der Zusammenarbeit mit vielen Ehrenamtlichen aus unterschiedlichen Kulturen.
  • Du hast Spaß daran, etwas Neues mit anderen zusammen aufzubauen.

Dann bewirb Dich noch heute mit dem Formular (Anmeldung erforderlich) und Deiner Selbstvorstellung per E-Mail an mitglieder@wikimedia.de (Das Formular sollte unterschrieben sein, daher bitte einscannen!), Fax oder Post. Einsendeschluss ist der 20. Mai 2012. Die Briefwahl durch die Mitglieder findet dann vom 25. Mai bis zum 9. Juni statt. Beachte bitte, dass Deine Selbstvorstellung online veröffentlicht wird.

Noch ein wichtiger Hinweis: Die konstituierende Sitzung des Rats wird am 11. Juli 2012 in Washington D.C. stattfinden, einen Tag vor Beginn der Wikimania (12. bis 15. Juli 2012). Eine Teilnahme an dieser Sitzung wäre für Dich verpflichtend, wenn Du gewählt wirst. Du solltest also Zeit haben, nach Washington D.C. zu reisen. Die Kosten für diese Reise werden selbstverständlich übernommen.

Wir freuen uns auf viele Kandidaturen. Wenn Du noch Fragen zur Wikimedia Chapters Association oder zur Wahl des Ratsmitglieds hast, kannst Du Dich gern an das Team Community (communityl@wikimedia.de, 030-219158260) wenden.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (9 Bewertungen, Durchschnitt: 4,11 von 5)
Loading...Loading...

Addressing Feedback about Wikidata

Die deutsche Version dieses Artikels ist hier.

At the beginning of the month the Wikidata development started. Since then a lot of people heard about the project, discussed it, asked questions and told us about their worries. Thanks for that! The feedback has been very valuable. We have addressed much of it in the places it popped up at like the Signpost, Kurier, the project site on Meta and various news sites already but I wanted to collect and address the main ones here again.

early Wikidata screenshot

knowledge diversity

There is a worry that with one central knowledge base like Wikidata it will not be possible to represent the differing opinions on things like the population of a country with disputed borders. These differences exist and Wikipedia deals with them. But can Wikidata deal with them too? Yes! The most popular summary of this is probably an article on The Atlantic. Denny wrote a thorough and long comment in reply to that article. I will summarize it here:

One way to solve the issue partly is to give each language edition its own Wikidata instance. We have considered doing this. However in doing so a lot of the benefits of Wikidata like shared workload would be lost. And it would mean that speakers of one language would stay in their own carefully crafted filter-bubble. Languages are probably also not a good dividing criteria when it comes to controversial content. We decided to have just one place where data will be stored. This does not mean that we expect the whole world to come to a common decision on controversial statements. That is close to impossible and would be foolish to require. Instead we are building Wikidata in a way that it is able to deal with the diversity of the world we live in. We expect it will follow Wikipedia’s spirit and require citations and references for the data. Editors might not be able to come to a conclusion about the individual facts but they should be able to agree that a certain source contains a certain statement (for example that the CIA World Factbook lists an estimated population size for Israel of 7,590,758 currently). Wikidata will collect many of these statements and their sources and the editors will be able to chose which of them they choose to display. This way these differing opinions will be collected and visible in one place.

Another important thing to consider: Wikidata is an offer, not a mandate. This means that editors will be able to opt-out of using Wikidata for certain data or articles.
All in all the development team is very aware of these concerns and has taken them into account from the very beginning in the design of Wikidata.

from data to knowledge

Another worry that was brought up was that people will focus on data instead of knowledge in the future. You will still need someone to make knowledge out of the data Wikidata will contain. Wikidata will not and does not want to change this.

Closely related to this is the expectation that editors are going to add data to articles without being able to put them in context and knowing what is behind the data they found. Wikidata will help address this by being able to add additional pieces of information to a piece of data. This includes references, timestamps and so on. This provides some limited form of contextualization. But indeed the data in Wikidata, by design, will not be able to be as richly contextualized as it would be in human language text. Nor is that our goal. But we still hope that we will improve the factual accuracy and the recency of the Wikipedias, especially for languages with smaller editor communities.

discussions in Wikidata

One problem that will always arise in a place of global collaboration is the language barrier. Wikidata is no exception. Wikidata will have the advantage that it will not deal with prose but instead small chunks of data. The interface of Wikidata will be translated and it will be possible to show data localized as well.

The problem arises in discussion pages. In the end this will probably work similarly to how it currently works on Wikimedia Commons.

permissions and visibility of changes in Wikidata

A very important point that was brought up is who will actually be able to edit the data in Wikidata. Since the data will be used in a lot of places in the Wikipedias and beyond it will be a place prone to vandalism, just like Wikipedia is. It will be possible to restrict editing in the same way it is currently possible on Wikipedia. The exact rules for this however will have to be decided on by the community. The team doing the initial development will not decide on whether and how to restrict editing access.

A related point that was brought up is how editors are actually going to be able to keep up with edits in Wikidata. Wikidata itself will have the recent changes system editors are already familiar with. We are also trying to make these changes visible in the history of the individual articles that use specific data from Wikidata. Because of this it is also our goal to grow Wikidata slowly (by for example initially not importing large amounts of existing data). By growing the community around Wikidata along with the amount of data in it we hope that Wikidata will grow into a healthy project, with a strong community to decide on its future development.

I hope this clarifies some of the initial questions that were raised.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Fragen zu Wikidata

Anfang des Monats haben wir mit der Entwicklung von Wikidata angefangen. In dieser Zeit haben viele über das Projekt gelesen, diskutiert und haben uns ihre Sorgen mitgeteilt. Vielen Dank dafür! Die Rückmeldungen sind sehr hilfreich. Wir haben einen Großteil davon da beantwortet, wo sie geschrieben wurden, wie zum Beispiel Kurier, Signpost, der Projektseite auf Meta und verschiedenen Newsseiten. Ich möchte hier die wichtigsten zusammenfassen und nochmals beantworten.

früher Wikidata Screenshot

Wissensvielfalt

Es gibt Befürchtungen, dass es mit einer zentralen Wissensdatenbank wie Wikidata nicht möglich ist, die verschiedenen Meinungen abzubilden, die es zu Themen wie der Bevölkerung eines Landes mit umstrittenen Gebieten gibt. Diese verschiedenen Meinungen existieren und Wikipedia kann mit ihnen umgehen. Aber kann Wikidata das auch? Ja! Der meistgelesene Artikel zu diesem Thema ist wahrscheinlich ein Artikel in The Atlantic. Denny hat darauf in einem langen und ausführlichen Kommentar geantwortet. Hier ist die kurze Zusammenfassung seines Kommentars:
Eine Möglichkeit, das Problem zu lösen, ist es, jeder Sprache ihre eigene Wikidata-Instanz zu geben. Wir haben das in Erwägung gezogen. Es würde allerdings bedeuten, dass wir einen Großteil der Vorteile von Wikidata, wie zum Beispiel Arbeitsteilung über Sprachgrenzen hinweg, verlieren. Es würde zusätzlich bedeuten, dass die Sprecher einer Sprache in ihrer eigenen sorgfältig erstellten Filterblase bleiben. Des Weiteren sind Sprachen wahrscheinlich kein gutes Abgrenzungskriterium im Hinblick auf kontroverse Inhalte. Wir haben uns entschieden, nur einen gemeinsam genutzten Ort für die zu sammelnden Daten zu haben. Das heißt nicht, dass wir erwarten, dass die ganze Welt zu einer gemeinsamen Meinung zu kontroversen Dingen kommt. Das ist nahezu unmöglich und wäre töricht vorauszusetzen. Stattdessen entwickeln wir Wikidata so, dass es in der Lage ist, mit der Vielfalt der Welt umzugehen. Wir gehen davon aus, dass es Wikipedias Geist folgen wird und Zitate und Nachweise für die meisten Daten verlangt. Die Editoren werden nicht immer in der Lage sein, zu bestimmten Daten zu einer einzigen Meinung zu kommen, aber sie sollten in der Lage sein übereinzukommen, dass eine bestimmte Quelle eine bestimmte Aussage enthält (zum Beispiel: CIA World Factbook gibt aktuell 7,590,758 als geschätzte Bevölkerungszahl von Israel an). Wikidata wird viele dieser Aussagen und ihre Quellen sammeln und die Editoren werden in der Lage sein zu wählen, welche davon sie nutzen wollen. Auf diese Weise werden die verschiedenen Meinungen an einem Platz gesammelt und sichtbar.

Eine weitere wichtige Sache: Wikidata ist ein Angebot, keine Verpflichtung. Das heißt, dass Editoren in der Lage sein werden, für bestimmte Daten oder Artikel Wikidata nicht zu nutzen. Zusammengefasst sind dem Entwicklerteam diese Bedenken sehr bewusst und sie sind von Anfang an in das Design von Wikidata eingeflossen.

Von Daten zu Wissen

Ein weiterer Vorbehalt, der angesprochen wurde, ist, dass Leute sich in der Zukunft zu sehr auf Daten statt auf Wissen fokussieren. Es wird immer noch nötig sein, Wissen aus den Daten zu machen, die Wikidata enthält. Wikidata wird und will das nicht ändern.

In die gleiche Richtung geht die Befürchtung, dass Editoren Daten in Artikel einfügen, ohne sie in Kontext bringen zu können und zu wissen was hinter den Daten steht, die sie gefunden haben. Wikidata wird dem entgegenwirken, indem es möglich sein wird, zusätzliche Informationen zu den Daten hinzuzufügen. Das beinhaltet Referenzen, Zeitangaben und so weiter. Dies bietet einen beschränkten Kontext. Aber in der Tat wird es nicht möglich sein, in Wikidata so viel Kontext hinzuzufügen, wie es in einem geschriebenen Text möglich wäre. Das ist auch nicht das Ziel. Wir hoffen jedoch, dass durch Wikidata die Genauigkeit und Aktualität der Wikipedias vor allem in kleineren Wikipedias verbessert wird.

Diskussionen in Wikidata

Ein Problem, das auf einer globalen kollaborativen Plattform immer aufkommt, ist die Sprachbarriere. Wikidata ist keine Ausnahme. Wikidata hat den Vorteil, dass es nicht mit Prosa umgeht, sondern mit Daten. Die Benutzeroberfläche wird übersetzt werden und es wird auch möglich sein, Daten zu lokalisieren.

Das Problem beginnt auf den Diskussionsseiten. Letzten Endes wird es wahrscheinlich ähnlich funktionieren wie aktuell auf Wikimedia Commons.

Rechte und Sichtbarkeit von Änderungen in Wikidata

Ein wichtiger Punkt, der mehrfach angesprochen wurde, ist, wer eigentlich die Daten in Wikidata editieren können wird. Da die Daten an vielen Stellen in der Wikipedia und darüber hinaus verwendet werden werden, wird es anfällig für Vandalismus sein, genauso wie Wikipedia. Es wird möglich sein, das Editieren auf die gleiche Weise wie in der Wikipedia einzuschränken. Die genauen Regeln dafür werden aber von der Community festgelegt werden müssen. Das initiale Entwicklerteam trifft keine Entscheidungen, ob und in welchem Maße das eingeschränkt wird.

Ein weiterer Punkt, der angesprochen wurde, ist, wie die Editoren eigentlich auf dem Laufenden bleiben über die Änderungen in Wikidata. Wikidata selbst wird das Versionssystem haben, mit dem Editoren schon aus der Wikipedia vertraut sind. Wir versuchen auch, die Änderungen in den Versionsgeschichten der individuellen Artikel, die bestimmte Daten aus Wikidata verwenden, anzuzeigen. Deshalb ist es auch unser Ziel, Wikidata langsam wachsen zu lassen (indem wir zum Beispiel anfangs keine großen existierenden Datenbestände automatisch importieren). Indem wir die Community um Wikidata zusammen mit der Menge an Daten wachsen lassen, hoffen wir, dass Wikidata ein gesundes Projekt mit einer starken Community wird, die über seine weitere Entwicklung entscheiden kann.

Ich hoffe das beantwortet einige der aufgekommenen Fragen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 4,00 von 5)
Loading...Loading...

Deutsche Digitale Bibliothek – vom Stand der Debatte [update]

Gestern Abend fand in Berlin ein „Parlamentarischer Abend“ zum Thema Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) statt, veranstaltet in den Räumen der DDB-Geschäftsstelle. Wir hatten davon sehr kurzfristig erfahren und waren daher der DDB dankbar für die Gelegenheit, noch an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können. Hier ein Überblick über den Stand der Debatte aus Wikimedia-Sicht:

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 4,83 von 5)
Loading...Loading...

Wikimedia Deutschland auf der re:publica

Auf der re:publica 2012 vom 2. bis 4. Mai präsentiert sich Wikimedia Deutschland erstmalig an allen drei Tagen mit einem eigenen Stand und insgesamt 12 Sessions, um über Freies Wissen aufzuklären. Themen rund um Wikipedia und die Schwesterprojekte der freien Enzyklopädie stehen im Fokus. Warum benötigt Wikipedia mehr weibliche Autoren? Wo liegen die Chancen und Probleme freier Inhalte im Bildungsbereich? Was ist relevant für die Enzyklopädie? Wäre Wikipedia auch ohne Internet möglich?

Am Mittwoch starten wir mit einer Einführung in Wikimedias neuestes Projekt: Wikidata, die freie Wissensdatenbank. Der Donnerstag steht im Zeichen der richtigen Weiternutzung freier Inhalte. Am Freitag werden viele Blicke auf die praktische Arbeit der Menschen hinter Wikipedia geworfen.

Trefft uns auf der re:publica und erfahrt mehr über Freies Wissen! Wir freuen uns auf das Gespräch mit Euch in Halle 3, Stand 12!

Auszüge aus dem Programm

Wikidata – The Next Big Thing
Mi, 2.5.: 14.45 Uhr

Frauen in die Wikipedia!
Mi, 2.5.: 16.00 Uhr

CC:Bildung (freie Inhalte im Bildungsbereich)
Do, 3.5.: 11.15 Uhr

Wenn die Zeit mal wieder knapp ist – Wikimedia Commons für Bildprofis
Fr, 4.5.: 11.15 Uhr

 

Das vollständige Programm für alle Aktivitäten am Wikimedia-Stand bietet noch weitere spannende Themen. Bei Fragen oder Terminabsprachen wendet Euch gerne an catrin.schoneville@wikimedia.de.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Bewertungen, Durchschnitt: 4,40 von 5)
Loading...Loading...

Wikimedia:Woche 17/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (17/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

Foundation und Vereine

STIPENDIEN FÜR DIE WIKIMANIA 2012

Die Wikimedia Foundation hat ein Fazit zur Vergabe von Stipendien zur Teilnahme an der jährlichen internationalen Konferenz rund um die Wikimedia-Projekte veröffentlicht. Insgesamt haben sich 1.113 Kandidaten aus 118 Ländern um Stipendien beworben. Von diesen sind nun 130 Stipendien für Menschen aus 57 Ländern bewilligt worden. Die niedrigste Quote akzeptierter Bewerbungen hat Europa zu verbuchen. Hintergrund ist, dass einige europäische Länderorganisationen eigene Stipendien vergeben (werden).

WIKIMEDIA FOUNDATION: NEUEINSTELLUNG

Mit Haitham Shamma hat die Wikimedia Foundation einen Berater eingestellt, der kleine und mittelgroße Maßnahmen zur Gewinnung von mehr Autoren für die freie Enzyklopädie steuern soll. Zu den einzelnen Aufgaben wurde eine eigene, öffentliche Anlaufstelle im Meta-Wiki eingerichtet.

WIKIMEDIA NIEDERLANDE: GESCHÄFTSFÜHRERIN

Mit Sandra Rientjes stellt die niederländische Wikimedia-Organisation zum 1. Mai 2012 erstmalig eine Geschäftsführung ein. Die Personalentscheidung wurde vom Vorstand getroffen.

WIKIMEDIA ÖSTERREICH

Vom 20. bis 22. April 2012 traf sich der Vorstand von Wikimedia Österreich, um über strategische Ziele und die Organisationsstruktur des Vereins zu diskutieren. Neben der Bildung von Ressorts und weiteren Arbeitsergebnissen, konnte auch ein Stellenprofil für die zukünftige Position eines Geschäftsführers erarbeitet werden. Zum Hauptziel der Aktivitäten von Wikimedia Österreich wurde der Bereich “Community-Arbeit“ bestimmt. Co-Ziele sind “Internationale Arbeit“, “Externes“ und “Verein“. Alle Details auf de Webseite des Vereins.

FUNDS DISSEMINATION COMMITTTEE

Die Wikimedia Foundation hat das Beratungsunternehmen Bridgespan damit beauftragt, bei der strukturellen Entwicklung des geplanten Komitees zur Mittelverteilung innerhalb der Wikimedia-Bewegung zu helfen. Im Meta-Wiki hat Bridgespan eine Anlaufstelle eingerichtet, auf der sich Freiwillige in den Entwicklungsprozess einbringen können.
Des Weiteren ist ein Gremium einberufen worden, das den Aufbau des Funds Dissemination Committees unterstützen soll. Die personelle Zusammensetzung wurde ebenfalls im Meta-Wiki eingestellt:

Projekte und Initiativen

WIKIPEDIAN IN RESIDENCE

Für eine Kooperation von Wikimedia Deutschland und der Stiftung Stadtmuseum Berlin ist ein Stellenangebot für einen “Wikipedian in Residence“ ausgeschrieben worden. Details hierzu im Blog von Wikimedia Deutschland sowie in der entsprechenden Stellenbeschreibung.

WIKIPEDIA ACADEMY OSLO

Mit dem norwegischen Kronprinzen Haakon und einem Minister der norwegischen Regierung erhielt die dortige Wikipedia Academy hohen Besuch. Ziel der Veranstaltung war es, Freies Wissen zu bewerben und auf kulturelle Institutionen aufmerksam zu machen, die aktiv auf Wikipedia zugehen. Der Kronprinz traf mit Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und einer Vertreterin des Kommunikationsdienstleisters Telenor zusammen, um über deren gemeinsames Projekt “Wikipedia Zero“ zu sprechen. “Wikpedia Zero“ stellt Nutzern mit Mobilfunkverträgen von Telenor kostenfreien Zugang zu Wikipedia bereit.
Weitere Programmpunkte der Veranstaltung waren die Ehrung von Gewinnern des Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments 2011 sowie für den norwegischen Wikipedianer des Jahres.

WIKIPEDIA EDUCATION PROGRAM

Eine Zwischenauswertung des Hochschulprogramms der Wikimedia Foundation zum Herbstsemester 2011 ist im Blog der Foundation veröffentlicht wurden. Es wurden 132 Studenten in den USA und in Kanada per Umfrage um eine Bilanz ihrer Erfahrungen gebeten. Zwei Drittel von ihnen bewerteten es positiv, dass sie statt einer üblichen Hausarbeit für die Arbeit an Wikipedia-Artikeln benotet wurden. Mehr als die Hälfte gab an, sich durch die Wikipedia-Arbeit im neutralen Schreiben verbessert zu haben. Fast alle gaben an, dass die Unterstützung der sogenannten Campus/Online Ambassadors hilfreich war. 46 Prozent erklärten, auch weiterhin am Bearbeiten von Wikipedia-Artikeln interessiert zu sein. Details im Blog:
In einem separaten Bericht wird Zwischenbilanz zur Menge der Textinhalte gezogen, die 920 Studenten in 55 Kursen des letzten Wintersemesters produziert haben. Demnach haben die Studenten dreimal so viel Textumfang in der englischsprachigen Wikipedia eingetragen als eine Vergleichsgruppe aus zufällig gewählten Neuautoren. Gewertet wurden nur solche Textbeiträge, die einige Monate später noch vorhanden, d.h. nicht gelöscht waren. Ein weiteres Ergebnis: Nach den vorliegenden Daten ist die Wahrscheinlichkeit unter Studenten, auch nach ihren Kursen weiter zu Wikipedia beizutragen, genauso groß wie unter den zufällig gewählten Neuautoren.

AUTORENPROFILE

Die Wikimedia Foundation hat eine neue Reihe von Blogpostings gestartet, in der Beitragende zu Wikipedia porträtiert werden, die kürzlich ihre 1.000ste Bearbeitung in der englischen Sprachversion gemacht haben.

Technik

SUMMER OF CODE

Zum sechsten Mal in Folge nimmt die Wikimedia Foundation an Googles Sommerprogramm für Programmierer teil, dem “Summer of Code“. Angenommene Bewerber werden in diesem Stipendienprogramm dafür bezahlt, Open Source-Software weiterzuentwickeln. Die Wikimedia Foundation hat nun aus 63 Bewerbern neun Teilnehmer ausgewählt. Kurzvorstellung gibt es im passenden Blogbeitrag der Wikimedia Foundation.

SPRACHEN FÜR WIKIPEDIA

Die Wikimedia Foundation ruft mit einer kleinen Anleitung dazu auf, bei der Erweiterung der Sprachunterstützung der MediaWiki-Software zu helfen:

Termine

DISSKUSSIONSRUNDE: JOURNALISMUS, PR  UND SOCIAL MEDIA

Am Donnerstag, den 26. April, ist Wikimedia Deutschland zu Gast bei einer Berliner Diskussionsrunde im “FrauenComputerZentrumBerlin“ (FCZB). Es geht um Veränderungen und Chancen im Journalismus durch Social Media. Über Wikipedia und Journalisten spricht WMDE-Pressesprecherin Catrin Schoneville.

WIKIDATA: SPRECHSTUNDEN UND WIKIDATA ON TOUR

Die nächsten Wikidata-Sprechstunden finden am 30. April 2012 um 18.30 Uhr auf Deutsch (bereits um 14 Uhr auf Englisch) im Kanal <nowiki>#wikimedia-wikidata</nowiki> auf Freenode statt. Lydia Pintscher stellt das Projekt gerne auch vor Ort vor. Interessenten wenden sich bitte an community@wikimedia.de.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...Loading...

Über das Urheberrecht reden, nicht schreien

Irgendetwas ist in der letzten Zeit passiert und hat Urheberrecht vom Nischenthema in die Primetime katapultiert. Eine bisher für unmöglich erachtete große Zahl an Menschen demonstriert gegen die Ratifizierung eines internationalen Abkommens zur Durchsetzung von Urheber-, Marken- und Patentrecht (wohlgemerkt, bei Eiseskälte) und zusammen mit der Popularisierung der Debatte nehmen die Gelegenheiten ab, einmal ohne Godwin-Vergleiche über die Reform oder wenigstens die Reformbedürftigkeit des Urheberrechts reden zu können.

Umso glücklicher war ich dann über den Verlauf einer Diskussionsrunde zum Urheberrecht in Kiel, zu der die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung in der letzten Woche eingeladen hatte. Mit mir saßen der FDP-Bundestagsabgeordnete Sebastian Blumenthal (Präsidiumsmitglied von Wikimedia Deutschland), Leonhard Dobusch (Forscher an der FU-Berlin) und der Rechtsanwalt Ralph Oliver Graef auf dem Podium, unter freundlicher Moderation des Journalisten Stefan Krempl.

Vielleicht war es ja diese Mischung und das allgemeine Setting, das für eine der harmonischsten Diskussionen zum Thema Urheberrecht sorgte, die ich in den letzten Jahren erleben durfte, beeindruckend war auch, welcher Konsens über Fachgebiete und Rollen möglich ist, wenn es um die Weiterentwicklung geltenden Rechts geht – und der ist wenig überraschend nicht immer dort, wo gerade der Haupttross der Diskussion entlangzieht:

  • Urheberrechtlicher Schutz auf Werke des Staates. Deutschland hinkt hier anderen Staaten zurück, die staatliche Werke grundsätzlich durch Dritte nachnutzen lassen.
  • Rechtstatsachenfeststellung: Eine geradezu revolutionäre Idee ist es, gesetzgeberische Maßnahmen an harte Fakten zu knüpfen, welche Auswirkungen messbar sind – im Gegensatz zu Gesetzgebung als Gefühlsakt
  • Eine pragmatische Diskussion um fair use, seine Grenzen, Möglichkeiten und Stellschrauen ist möglich.

Einige Monate nach der Veröffentlichung des gemeinsamen Positionspapiers von OKFN, DigiGes und Wikimedia warten wir weiterhin (mit dem Rest der Republik) auf einen Referentenentwurf zum „Dritten Korb“ zur Änderung des Urheberrechts, wir werden diese Zeit mit Stellungnahmen und Vorschlägen nutzen, wie mit oder ohne Änderungen des Rechts bereits jetzt das Leben von Kreativen und Nutzern vereinfacht werden kann.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 4,00 von 5)
Loading...Loading...

Empfehle diese Seite