Anmeldefrist für WissensWert 2011 endet mit 50 mutigen Ideen

Um Mitternacht haben wir das Formular für die WissensWert-Einreichungen geschlossen. Innerhalb von weniger als sechs Wochen wurden genau 50 Projektideen bei uns eingereicht.

Das ist sehr erfreulich, sah es doch zunächst so aus, als würde der große Erfolg vom letzten Jahr (fast 100 Einreichungen!) sich nicht wieder einstellen. In 2010 wurden innerhalb der ersten paar Tage schon etwa 30 Ideen eingereicht. Allerdings mussten viele dieser “Schnellschüsse” später von uns als “nicht förderbar” aussortiert werden. Vielen Einreichern war nicht klar, was die Teilnahmebedingungen “Freies Wissen und Freie Lizenzen” wirklich bedeuten. In diesem Jahr haben wir versucht, in der Wettbewerbsbeschreibung noch deutlicher herauszustellen, worauf es uns ankommt.

Freies Wissen bedeutet eben nicht, dass Texte oder Bilder “umsonst” auf Webseiten stehen und dort angeschaut werden können. Frei bedeutet für uns, dass Werke oder Arbeiten frei zugänglich sind und von jedem, zu jedem beliebigen Zweck, frei angewandt, kopiert, verbreitet und/oder modifiziert werden können. Diese Deutlichkeit hat sich anscheinend ausgezahlt: Die Ideen, die ich bisher gesichtet habe, geben z.B. fast alle an, dass sie CC-BY-SA für ihre Projekte verwenden.

Bis Anfang dieser Woche waren es tatsächlich noch unter 30 Ideen, in den letzten Tagen und vor allem Stunden vor Einreichungsschluss hat sich die Anzahl also fast verdoppelt. Die gestiegene Qualität entschädigt dann meiner Meinung nach auch für die niedrigere Gesamtzahl. Bis Anfang nächster Woche werden wir die Anträge hier intern formal prüfen und auf Einhaltung der Teilnahmekriterien prüfen. Ich bin außerdem mit vielen der Einreicher in Kontakt, um noch offene Fragen zu klären oder Lücken zu füllen. Dann beginnt die Arbeit unserer Jury; diese trifft sich am 7. Dezember zur Jurysitzung in Berlin. Am 15. Dezember geben wir die Ergebnisse bekannt.

Parallel zur Juryphase wird es wie versprochen auch die öffentliche Bewertungsphase zur Erlangung des Publikumspreises geben. Auch dazu Anfang der Woche mehr.

Herzlichen Dank an alle, die sich an unserem Wettbewerb beteiligt haben und vor allem auch an die, die uns so fleißig und unermüdlich bei der Trommelei für WissensWert unterstützt haben. Es hat gewirkt! :)

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Ausblick und Aufruf: Der neue Zedler-Preis für Freies Wissen

Schon im Mai berichteten wir von den Überlegungen, das alte Konzept der Zedler-Medaille zu begraben. Wir verabschieden uns nun offiziell vom Zedler-Artikelwettbewerb, der ursprünglich dazu geschaffen wurde, Wissenschaftler zur Mitarbeit an Wikipedia zu bewegen. Dieses Konzept wurde leider nie so erfolgreich, wie wir zu Anfang gehofft hatten. Wissenschaftler und Akademiker steigen an ganz anderen Stellen und über andere Themen in Wikipedia ein, unser Artikelwettbewerb konnte für sie keine bedeutenden Anreize bieten.

Gemeinsam mit der Wikipedia-Community haben wir in den letzten Monaten evaluiert, diskutiert und an einem neuen Konzept gearbeitet. Wir freuen uns sehr, dieses heute der Öffentlichkeit zu präsentieren: Aus der Zedler-Medaille wird der neue Zedler-Preis für Freies Wissen!

Der Zedler-Preis für Freies Wissen

Mit dem Zedler-Preis zeichnen wir Personen, Gruppen oder Projekte aus, die sich im letzten Jahr ganz besonders für Freies Wissen engagiert haben. Damit schafft Wikimedia Deutschland den ersten Preis im deutschsprachigen Raum, der die unermüdliche, ehrenamtliche Arbeit für Freies Wissen würdigt. Wir möchten damit zum einen die Wikipedia- und Wikimedia-Community ehren, aber gleichzeitig auch die Aufmerksamkeit auf andere Initiativen lenken, die sich für unsere Mission zur Verbreitung, Sammlung und Erstellung Freien Wissens einsetzen. Außerdem hoffen wir, mit der Vorstellung der Kandidaten und Gewinner zur Nachahmung des Einsatzes für Freies Wissen anzuregen und möchten alte und neue Zielgruppen für unser Anliegen aktivieren.

Freies Wissen bedeutet für uns dabei, dass Werke oder Arbeiten frei zugänglich sind und von jedem, zu jedem beliebigen Zweck, frei angewandt, kopiert, verbreitet und/oder modifiziert werden können. Diese Freiheit lässt sich z.B. mit der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA ausdrücken, die auch für alle Wikimedia- und Wikipedia-Inhalte verwendet wird.

Der Zedler-Preis wird in seinem ersten Jahr in drei verschiedenen Kategorien vergeben. In den Folgejahren soll der Radius der Auszeichnung erweitert werden und neue Kategorien und Zielgruppen hinzukommen.

  • I. Wikipedia-Artikel des Jahres: Welcher Wikipedia-Artikel begeisterte 2011 am meisten? Exzellent oder Lesenswert ist hier nicht zwingende Voraussetzung; Qualität ist nicht das einzige Kriterium, es kann auch der repräsentativste, skurrilste oder “wichtigste” Artikel ausgezeichnet werden.
  • II. Community-Projekt des Jahres: Welches Projekt im Wikimedia-Universum hat 2011 am meisten dazu beigetragen, Menschen zu befähigen, direkt oder indirekt Inhalte für die Wikimedia-Projekte zu schaffen. Hier sind Projekte gefragt, bei denen mehrere Leute gezielt zusammen an einer gemeinsamen Sache arbeiten. Denkbar sind z.B. Veranstaltungen, Wettbewerbe, Digitalisierungsprojekte oder Redaktionsaktivitäten, die Wikipedia und den Schwesterprojekten zugute kommen.
  • III. Projekt des Jahres (extern): Diese Kategorie ist zunächst sehr offen gehalten und richtet sich an Projekte außerhalb des Wikimedia-Universums. Wir suchen Projekte, die der Erstellung, Verbesserung und Verbreitung Freien Wissens dienen und die sich z.B. durch Einzigartigkeit, Originalität, Engagement und Wirkung auszeichnen. Kandidaten sind hier z.B. Schulungsprogramme, Aufklärungsarbeit, Entwicklerprojekte oder Veranstaltungen, die nicht direkt mit dem Wikiversum in Verbindung stehen. (Wir suchen außerdem noch einen hübscheren Titel für diese Kategorie. Ideen?)

Teilnahmevoraussetzungen und Bewertungskriterien

Im ersten Jahr gibt es ein paar grundlegende Voraussetzungen, weitere Details werden wir gemeinsam mit den Jurys ausarbeiten:

  • Der Zedler-Preis richtet sich an Projekte und Personen aus dem deutschsprachigen Raum. Zugelassen werden:
    • Beiträge aus den deutschsprachigen Wikipedia/Wikimedia-Projekten
    • Beiträge in deutscher Sprache, die sich sowohl mit den deutschen als auch den internationalen Wikimedia-Projekten beschäftigen können
    • Internationale Beiträge mit deutlicher Auswirkung (auch) auf die deutschsprachigen Projekte
  • Beiträge, die von Wikimedia Deutschland oder der Wikimedia Foundation initiiert oder durchgeführt wurden, können nicht nominiert werden. Projekte, die durch WMDE oder WMF finanziert werden oder denen die Organisationen beratend und auch organisatorisch zur Seite stehen, dürfen selbstverständlich teilnehmen.
  • Die Hauptleistung, ein wichtiger Meilenstein oder der offizielle Abschluss eines Beitrages müssen im Jahr 2011 erbracht worden sein und messbare Ergebnisse vorweisen.
  • Alle Inhalte oder Ergebnisse müssen unter einer Wikipedia-kompatiblen, freien Lizenz (CC-BY-SA oder vergleichbar) stehen.

Vorschläge, Nominierungen und Auswahl der Gewinner

  • 24. November 2011 bis 31. Januar 2012: In einer öffentlichen Vorschlagsrunde werden Beiträge, Projekte oder Personen(-gruppen) für die Kategorien gesammelt. Community und Öffentlichkeit sind eingeladen, hier ihre Lieblingsartikel und -projekte vorzuschlagen. Fremd- und Eigennominierung sind möglich. Die Vorschläge können direkt auf der Vorschlagsseite in Wikipedia eingetragen werden; zusätzlich bieten wir ein einfaches Onlineformular an, damit auch Personen ohne Editierkenntnisse Beiträge vorschlagen können.
  • 1. Februar bis 31. März 2012: Nach Ende der Vorschlagsfrist werden die Beiträge an die Juroren weiter gegeben. Für jede Kategorie gibt es eine eigene Jury. Die Jurys nominieren 3-5 Beiträge/Projekte pro Kategorie und wählen jeweils den ersten Platz. Bei der Preisverleihung werden alle nominierten Projekte kurz vorgestellt und dann der Gewinner bekannt gegeben.
  • Im April oder Mai 2012: Uns schwebt eine glamouröse, moderne Preisverleihung mit festlichem Charakter vor. Am liebsten sähen wir die Verleihung im Rahmen einer größeren Veranstaltung mit dem Fokus auf Freiem Wissen, die wir gemeinsam mit unseren Partnern organisieren.

Die Jurys

Die Jurys für die drei Kategorien werden mit Community-Mitgliedern und externen Fachleuten besetzt. Die Wikip/medianer werden durch die Community der deutschsprachigen Wikimedia-Projekte gewählt, die Wahl findet in Wikipedia statt. Für die externen Juroren nehmen wir Vorschläge entgegen, wählen daraus Personen aus und kontaktiert diese. Wer sind eure Wunschjuroren? Die Jury soll noch vor Weihnachten feststehen, Vorschläge werden ab sofort gesammelt. Sobald sich die Jurys konstituiert haben, beraten sie mit uns über die Bewertungskriterien.

Partner, Sponsoren und Schirmherren

Auch hier setzen wir auf eure Hilfe: Wir suchen Partner und Sponsoren, die Jurymitglieder stellen und Preise in den Wettbewerb geben, Medienpartner sind, uns bei der Bewerbung des Wettbewerbes unterstützen und Kontakte zu einer bisher wenig erschlossenen Zielgruppe herstellen. Durch die Schirmherrschaft einer bekannten Persönlichkeit möchten wir mediale und positive Aufmerksamkeit auf Wikipedia und Wikimedia als Inbegriff des Freien Wissens lenken. Vorschläge und Ansprache sollten noch vor Weihnachten abgeschlossen sein. Wen würdet ihr gerne als Unterstützer des Zedler-Preises sehen?

Bringt euch ein!

Das Schöne und Neue an dem Preis ist ja, dass so viele Menschen mitmachen können. Für die Vorschläge zu den Artikeln und Projekten des Jahres ist das Fachwissen der Community und der allgemeinen Öffentlichkeit gefragt. Jeder kann sein Lieblingsprojekt vorschlagen, es sind sogar Selbstnominierungen möglich. Auch die Jury wird zu Teilen mit Aktiven aus dem Wikiversum besetzt und die Wahl findet in Wikipedia statt. Wir freuen uns, dass das neue Konzept so viel Beteiligung zulässt und hoffen, dass sich Community und Öffentlichkeit zahlreich einbringen.

Nochmal das Wichtigste in kurz

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Rückblick auf die 9. Mitgliederversammlung

Gespräch mit Sue Gardner am Sonntag (Ralf Roletschek, CC-BY-SA 3.0)

Nein, das Bild hier rechts stammt nicht von der neunten Mitgliederversammlung unseres Vereins, sondern von der zweistündigen Gesprächsrunde mit Sue Gardner, die am Tag nach der Veranstaltung stattfand. Bilder der eigentlichen Mitgliederversammlung vom 19. November in Hannover fehlen noch in der gleichnamigen Commons-Kategorie. Wer noch welche hat, hinein damit!

Wenn schon nicht fotografiert, so wurde doch umso mehr Versammlungswissen direkt geteilt. Twittern ausdrücklich erlaubt! Im Gegensatz zur letzten Mitgliederversammlung im März wurde zu Versammlungsbeginn diesmal nicht beschlossen, die Live-Berichterstattung aus der Dr. Buhmann-Schule zu verbieten. Eine weitere formale Änderung: Auf Wunsch der Anwesenden wurde ein zusammenfassendes Ergebnisprotokoll einer ausführlichen Mitschrift vorgezogen. Das Protokoll wird in Kürze veröffentlicht.

Berichte und Wahlen

Der erste inhaltliche Punkt der Tagesordnung waren die Berichte des Vorstands und der Kassenprüfer des Vereins. Sebastian Moleski gab in der Präsentation zu seinem Bericht einen Überblick über die Entwicklung der Strukturänderung, des Wirtschaftsplans 2012 und des Community-Projektbudgets. Daniel Baur präsentierte im Anschluss den Bericht der Kassenprüfung, der zum Ergebnis kam, dass der Verein finanziell ordnungsgemäß und ohne Unstimmigkeiten geführt wird.

Im Mittelpunkt stand anschließend die Wahl des neuen Präsidiums von Wikimedia Deutschland. Seit dem 19.11.2011 ersetzt es den bis dahin ehrenamtlichen Vorstand des Vereins. Dass der Vorstand bei dieser Gelegenheit verabschiedet wurde, änderte natürlich nichts daran, dass sich einige seiner scheidenden Mitglieder für die Wahl in die neuen Präsidiumsämter aufstellen konnten und dies auch taten. Der Verlauf der Wahl wird im Protokoll nachzulesen sein, aber die Ergebnisse im Einzelnen sind:

Sebastian Moleski wurde mit 138 von 190 gültigen Stimmen zum Vorsitzenden des Präsidiums gewählt. Als Stellvertretende Vorsitzende wurden Ralf Liebau und Sebastian Wallroth gewählt. Zur Wahl von sechs Beisitzern stellten sich neun Kandidaten. Das Ergebnis in der Reihenfolge erreichter Wahlstimmen: Anja Ebersbach, Nikolas Becker, Martin Rulsch, Dirk Franke, Manuela Kanneberg und Sebastian Blumenthal.

Die Besetzung des Präsidiums ist außerdem auch deren erstem Blog-Posting zu entnehmen. Nicht darin nachzulesen ist jedoch die Wahl von Delphine Ménard zur neuen Schatzmeisterin des Vereins sowie die Wahl der Kassenprüfer Steffen Prößdorf und Daniel Baur. Zum Stellvertretenden Kassenprüfer wurde Thomas Goldammer gewählt.

Dr. Buhmann-Schule in Hannover (Ralf Roletschek, CC-BY-SA 3.0)

Anträge

Nicht nur die Frage, wer die Mitglieder des Vereins künftig repräsentieren, sondern auch wie der Verein arbeiten soll, stand mit drei Anträgen zur Satzungsänderung auf der Tagesordnung. Die Anträge zur Amtszeitbegrenzung für das Präsidium, zur Offenlegung der Personalkosten der Geschäftsstelle und zur Festlegung einer Quote zur Einberufung von außerordentlichen Mitgliederversammlungen wurden jedoch abgelehnt.

Am Nachmittag – und nach bereits sechs Sitzungsstunden – wurde über acht allgemeine Anträge entschieden. Die Abstimmung über den ersten, den Wirtschaftplan 2012, hatte gleich zwei Effekte: Der Plan wurde erstens angenommen und führte, zweitens, in seiner Erklärung durch Pavel dazu, dass der achte Antrag (zur Entwicklung eines Personalplans) zurückgezogen wurde.

Zwei weitere Anträge wurden im ersten Anlauf angenommen, namentlich die Genehmigung der Geschäftsordnung und der Antrag auf Veröffentlichung aller Anträge im Community-Projektbudget (CPB). Ohne Antrag auf Änderung wurde außerdem der Antrag abgelehnt, künftig nicht mehr automatisch den Schatzmeister, sondern ein noch festzulegendes Mitglied des Präsidiums als stimmberechtigt in den Ausschuss des CPB zu berufen.

Die drei übrigen Anträge wurden von der Versammlung sozusagen in die “Verlängerung” geschickt. Sie wurden zunächst abgelehnt, um dann mit Änderungen doch noch angenommen zu werden. Dazu gehören der Ausschluss von Präsdiumsmitgliedern bei der Einreichung von CPB-Projekten sowie die offizielle Positionierung des Vereins gegen die Entwicklung eines Bildfilters. Letzteres bedeutet im Detail drei einzelne Punkte: Der Verein Wikimedia Deutschland lehnt die Entwicklung eines Bildfilters ab. Er unterstützt demzufolge auch nicht die Entwicklung eines solchen Filters und fordert das Kuratorium der Wikimedia Foundation auf, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Dass diese Forderung auch den Adressaten erreicht, bestätigte Sue Gardner, die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, am Sonntag. In ihrer Präsentation versicherte sie, dass es für die deutsche Wikipedia-Community keinen Bildfilter geben wird, wenn er auf starke Ablehnung stößt.

Als harte Nuss erwies sich der Antrag A5, der in zwei Teile gegliedert, mit einer Wenn-Dann-Klausel versehen und durch gleich vier Änderungsanträge (Ä1-Ä4) vervollständigt wurde. Dem Einen oder Anderen mochte diese Herausforderung wie die Suche nach dem berüchtigten Passierschein A 38 vorkommen, doch Versammlungsleitung und Plenum fanden mit kühlem Kopf auch in diesem Fall und selbst noch nach neun Stunden Sitzung zu einer Lösung: In Zukunft sind das Präsidium, die Mitgliederversammlung und der Ausschuss des Community-Projektbudgets zu öffentlich zugänglichen Sitzungsprotokollen verpflichtet.

Und am Ende?

Vielerseits Lob und gegenseitige Anerkennung für eine produktive und ungeachtet der Länge recht straffe Versammlung in guter Atmosphäre. Nur eine Gruppe hatte trotz herzlichem Dank von allen Seiten Grund zur Klage. Die fünf Freiwilligen, die sich als Zählkommission für die Wahlgänge zur Verfügung gestellt hatten, waren für den größten Teil der Versammlung mit dieser wichtigen Aufgabe beschäftigt. Der auch dieses Mal überproportionale Anteil an Briefwählern lässt sich vor Ort zur Zählung kaum noch bewältigen. Damit aber auch die Zählkommission wieder Zeit hat, am weiteren Geschehen teil zu nehmen, wurde das Präsidium mit einer Lösung des Problems beauftragt. Ein Vorschlag: Wer persönlich zur nächsten Mitgliederversammlung im April 2012 kommt, kann sich live von leidenschaftlichen Argumenten überzeugen lassen und Zünglein an der Waage werden!

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WissensWert-Interview bei FluxFM

Gestern war ich zu Gast im Studio von FluxFM, um dort mit Winson in der Morningshow am Nachmittag über unseren Wettbewerb WissensWert zu plaudern. Der Sender hat uns erfreulicherweise ausdrücklich gestattet, die beiden Interviewteile unter CC-BY-SA zu veröffentlichen.


Teil 1 by FluxFM [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons


Teil 2 by FluxFM [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Am 12. November wurde ich von Lili Masuhr auf TRACKBACK bei Fritz ebenfalls zu WissensWert interviewt. Der Podcast steht unter der unfreien CC-NC-ND-Lizenz, so dass wir hier nur einen Link zum Angebot setzen können: TRB 254: Generation Facebook, WissensWert, Zoe Leela, Hurra.

Viel Spaß beim Hören und Weitersagen! :)

Und: Ihr habt noch bis Donnerstag, 24.11.2011, 23:59:59 Zeit, eure Ideen bei uns einzureichen und 5000 Euro für eure Projekte zu erhalten. Viel Erfolg!

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Bericht von der ersten Präsidiumssitzung, 20. November 2011

Das auf der Mitgliederversammlung frisch gewählte Präsidium fand sich letzten Sonntag zur konstituierenden Sitzung ein. Auf der Tagesordnung standen neben einer Einführung in die Arbeit und Aufgabenstellung des Gremiums auch die Verteilung der Ressorts und Arbeitsgruppen, die Bestellung des hauptamtlichen Vorstands sowie die Festlegung von Terminen für das nächste Jahr.

Ressorts und Arbeitsgruppen

Da Manuela Kanneberg nicht an der Sitzung teilnahm, verbleibt die Ressortbesetzung bis zur Klausur im Januar vorläufig. Die neugegründete Arbeitsgruppe Mitgliederversammlung hat zum Ziel, die Versammlung im Frühjahr 2012 inhaltlich zu planen.

Ressort vorläufige Besetzung Unterstützung/Interesse
Freiwilligenförderung Dirk Franke, Sebastian Moleski Martin Rulsch
Lobbying Nikolas Becker, Sebastian Moleski Dirk Franke
Public Relations Anja Ebersbach Nikolas Becker
Qualität Sebastian Wallroth, Ralf Liebau
Usability und Technik Martin Rulsch, Anja Ebersbach
Betriebsmittel Anja Ebersbach
Finanzen Delphine Ménard
Fundraising Delphine Ménard Sebastian Moleski
Organisationsentwicklung Dirk Franke, Sebastian Wallroth Sebastian Blumenthal
Personal Ralf Liebau
Vereinskommunikation Nikolas Becker Sebastian Blumenthal
Wikimedia international Martin Rulsch, Delphine Ménard, Sebastian Moleski
AG Geschäftsführung Sebastian Moleski, Delphine Ménard, Ralf Liebau
AG Mitgliederversammlung Nikolas Becker, Dirk Franke, Martin Rulsch,

Bestellung des hauptamtlichen Vorstands

Nach kurzer Aussprache innerhalb des Präsidiums wurde Pavel Richter, der Geschäftsführer des Vereins, für eine Amtszeit von vier Jahren zum hauptamtlichen Vorstand bestellt. Die Bestellung war sofort wirksam. Dieser Bestellung waren mehrere Monate Vorbereitung und Verhandlung vorausgegangen, für deren erfolgreichen Ausgang ich mich gern noch einmal beim ehemaligen Vorstand und bei Pavel bedanken möchte.

Terminfestlegungen

Das Präsidium hat in seiner Sitzung auch eine Reihe von Terminen festgelegt, darunter die Sitzungen und die Mitgliederversammlungen im nächsten Jahr.

Veranstaltung Thema Ort Termin
1. Klausur Team-Building, Grundlagen, … Nähe München 7./8. Januar 2012
2. Präsidiumssitzung MV-Vorbereitung Hannover 24. März 2012
10. Mitgliederversammlung Jahresbericht, Entlastung, … Berlin 21./22. April 2012
2. Klausur Kompass 2020,…  ? 22./23. Juni 2012
3. Klausur Wirtschaftsplan, …  ? 8./9. September 2012
Tour zum Wirtschaftsplan 5 Städte 23.-28. September 2012
3. Präsidiumssitzung MV-Vorbereitung Hannover 27. Oktober 2012
11. Mitgliederversammlung Wahlen, Wirtschaftsplan, …  ? 24./25. November 2012

Stellvertreterreihenfolge

Die Geschäftsordnung sieht vor, dass das Präsidium auf seiner ersten Sitzung bestimmt, in welcher Reihenfolge die stellvertretenden Vorsitzenden jeweils den Vorsitz übernehmen. Das Präsidium hat sich darauf geeinigt, diese Festlegung anhand der Stimmenzahl vorzunehmen und damit Ralf Liebau gefolgt von Sebastian Wallroth als Reihenfolge zu bestimmen.

Die Sitzung konnte unter Verzicht auf das Mittagessen um 13 Uhr beendet werden, sodass die Präsidiumsmitglieder danach an der Diskussion mit Sue Gardner zum Bildfilter, zum Autorenschwund und zur Geschlechterverteilung teilnehmen konnten.

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Keine Wikimedium ohne Spende

Derzeit ist ein großer Teil unserer Aufmerksamkeit dem Spendenaufruf gewidmet, aber viele andere Projekte laufen ebenso auf Hochtouren und darüber berichtet die neue Ausgabe der Vereinszeitung Wikimedium.

Pünktlich zur Mitgliederversammlung, am 19. November in Hannover, ist sie auch in gedruckter Form erhältlich. Und nicht nur das, die Wikimedium erscheint diesmal mit 12 statt 8 Seiten. Über den Mittelteil freue ich mich besonders, denn hier stellen wir die gesamte Geschäftsstelle vor. Alle aktuellen Mitarbeiter von Wikimedia Deutschland  – wer mag, kann es rausnehmen und einrahmen.

Aber nicht nur der Schwerpunkt zur Arbeit der Geschäftsstelle macht die neue Ausgabe lesenswert: Fliegende Fotografen berichten von ihrem Erlebnis, ein Interview mit Christian von Borries (wer ihn noch nicht kennt, wird staunen), neues aus Schul- und Seniorenprojekten von Wikimedia Deutschland und wer oder was ist eigentlich dieser Toolserver? Ausserdem gibt es einen ausführlichen Beitrag zum so wichtigen Support-Team der Wikipedia und wie es sich schult und weiterbildet.

Keine Wikimedium ohne Unterstützung. Ob durch die Druckerei MegaDruck.de, die nun schon seit zwei Jahren die Wikimedium kostenlos für uns druckt, oder durch die vielen Co-Autoren, die Beiträge liefern. Wie immer gilt, jede Spende zählt: Ob Geld, Wissen oder Zeit. Vielen Dank an alle Helfer, die an dieser Extra-Ausgabe mitgearbeitet haben und allen Lesern viel Spaß bei der Lektüre.

P.S. Spenden nicht vergessen!

Wikimedium im Abonnement

Kostenloses Futter für Eure Briefkästen könnt Ihr mit einer einfachen E-Mail an redaktion@wikimedium.de erhalten. Auf Wunsch schicken wir die gedruckte Ausgabe der Wikimedium vierteljährlich an jeden interessierten Abonnenten. Eure Unterstützung, die Zeitung weiter zu verbreiten (Stammtische, Veranstaltungen etc.) ist uns sehr wichtig und hierfür versenden wir gern auch größere Stückzahlen. Selbstverständlich können alle PDF-Versionen der bisher erschienen Ausgaben auf unserer Vereinswebseite heruntergeladen werden.

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Diskussion mit Sue Gardner live & interaktiv im Netz: Sonntag 13:00

Im Rahmen ihres Europa-Besuchs wird sich Sue Gardner, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation am kommenden Sonntag den 20. November von 13:00-15:00 der Diskussion mit der deutschsprachigen Community stellen. Die Diskussion findet in den Räumlichkeiten der Buhmann-Schule in der Prinzenstr. 2, unweit des Hauptbahnhofs Hannover statt.

Wer nicht persönlich dabei sein kann, der wird die Möglichkeit haben, die Diskussion live über das Internet zu verfolgen und mitzudiskutieren, möglicherweise auch mit Live-Schaltung per Webcam.

Alles weitere folgt unter:
www.wikimedia.de/live

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Neue Organisationsstruktur und Personalplanung 2012

Gerade habe ich unsere Planung zur neuen Organisationsstruktur und zur Personalplanung 2012 im Forum von Wikimedia veröffentlicht (einmalige kostenlose Anmeldung nötig). Das Thema werde ich auch im Rahmen der Vorstellung des Wirtschaftsplans bei der 9. Mitgliederversammlung am 19. November 2011 in Hannover vorstellen.

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Spendenkampagne für Wikipedia gestartet!


Letzte Vorbereitungen, freudige Erwartung und Spannung vor dem Startschuss: Dann war es soweit! Pünktlich um 17 Uhr am gestrigen Montag hat Wikimedia Deutschland seine Herbstkampagne gestartet, mit der ein Mal im Jahr um Spenden für Freies Wissen in Wikipedia und deren Schwesterprojekten geworben wird. Damit sind wir Teil einer weltweiten Aktion der Wikimedia-Bewegung. Für alle war der 14.11.2011 offizieller Start des so genannten Fundraisers. Pünktlich waren wir auch mit unserer dazugehörigen Pressemitteilung, in der wir detailliert über Ziele und Motivation der Kampagne berichten. In den nächsten Wochen werden Wikipedia-Leser nun über persönliche Aufrufe von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales (siehe oben) und Wikimedia-Aktiven international angesprochen. Dafür sind Hinweisbanner in den verschiedenen Sprachversionen geschaltet.

Warum wird gesammelt?

Mit der Herbstkampagne erinnern wir daran, dass die Wikimedia-Projekte ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement tausender freiwilliger Helfer und durch Spenden möglich sind. Das war in den letzten zehn Jahren so und muss auch in Zukunft so bleiben: Denn Wikipedia ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn sie heutzutage erfreulicher Weise so genutzt wird. Wikipedia soll weiter kostenlos und werbefrei Wissen bereitstellen, das von jedermann genutzt und geteilt werden kann. Darum rufen wir zu Spenden auf.

Wofür genau wird gesammelt?

Wofür Wikimedia Deutschland Spendengelder im nächsten Jahr verwenden wird, ist im Einzelnen im Wirtschaftsplan 2012 zu finden. Unsere Ziele haben wir vorab für Vereinsmitglieder und alle Interessierten zur Diskussion gestellt (hier im Wikimedia Forum, Anmeldung erforderlich). Auch auf einer Städtetour durch Deutschland wurde der Wirtschaftsplan öffentlich vorgestellt: Im Zentrum steht die Förderung Freien Wissens. Betrieb und Ausbau der technischen Infrastruktur und die direkte Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit der Autoren von Wikipedia bilden einen wichtigen Schwerpunkt für 2012. Eine zentrale Aufgabe sind Softwareentwicklungen rund um die Themen Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit. Um die freiwillige Arbeit für Wikipedia zu fördern, sollen Programme zum Austausch mit akademischen Kreisen sowie Kooperationen mit Museen und anderen Institutionen vorangetrieben werden. Ein weiterer Schwerpunkt: die Steigerung der Vielfalt unter Wikipedia-Autoren. Verschiedene Maßnahmen von Community-Projekten bis zu Wikimedia-Workshops haben insbesondere die größere Beteiligung von Frauen an der Erstellung der freien Enzyklopädie zum Ziel.
 
Was jede Spende bewirken kann, ist auch auf der Spendenseite der Kampagne nachzulesen.
 
Zur vollständigen Pressemitteilung.

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“Alles über Wikipedia” auf der Frankfurter Buchmesse 2011

Jimmy Wales mit dem Wikipedia-Buch auf der Frankfurter Buchmesse (Foto: teutopress/Thomas Gebauer, CC-BY-SA 3.0)

Nach der Veröffentlichung von “Alles über Wikipedia – und die Menschen hinter der größten Enzyklopädie der Welt” waren wir auch auf der Frankfurter Buchmesse 2011 vertreten. Zuerst gab Jimmy Wales am Eröffnungstag (12. Oktober)  Auskunft über Wikipedia und das Buch bei verschiedenen Presseterminen.

Am ersten Publikumstag (15. Oktober) war dann die Wikipedia-Community an der Reihe. Catrin  und David Ludwig standen bei einem ausführlichen Interview auf dem “Blauen Sofa” Rede und Antwort. Unter großem Publikumsinteresse wurde das Buch besprochen, aber auch kritische Fragen, wie die geringe Anzahl von Frauen unter den Wikipedia-Autoren, thematisiert. Am Ende gab es eine klare Leseempfehlung, die in den Tagen der Buchmesse nicht die einzige gute Rezension bleiben sollte.

Anschließend führte Boris eine Gesprächsrunde mit zwei Wikipedianern am Stand von Hoffmann und Campe durch, um die Aufmerksamkeit der Messebesucher anzuziehen. Obwohl es beim Überangebot an spannenden Präsentationen nicht einfach war viele Menschen zu versammeln, gelang es vor allem dank der Popularität von Wikipedia. Schließlich wechselten sich sechs Wikipedianer als fachkundige und authentische Ansprechpartner am Stand unseres Verlagspartners ab und beantworteten die zahlreichen Fragen des interessierten Publikums.

Alle Wikipedianer, die uns auf der Buchmesse unterstützt haben – Jonathan Horstmann, Jan-Herm Janßen, David Ludwig, Britta Parbel, Ralf Roletschek und Thomas Wozniak – erwiesen sich als hervorragende Vertreter des Projekts und wir bedanken uns bei ihnen ganz herzlich! Mehr noch – sie fanden sich nach dem ersten Kennenlernen schnell zu einem eingespielten Team zusammen und bewältigten die Strapazen der Buchmesse mit beispielhafter Ruhe und Gelassenheit.

Nachdem diese Herausforderung gemeistert war, ist das Wikipedia-Buch nun auf Tour durch Deutschland unterwegs. Im Rahmen von Lesungen, die wir zusammen mit Wikipedianern vor Ort organisieren, stellen wir das Buch und die Besonderheiten der Online-Enzyklopädie vor. Die erste Veranstaltung dieser Reihe fand am 27. Oktober in Kassel statt. Nächster Stopp war am 9. November Dresden, wo wir gemeinsam mit den 60 Teilnehmern diskutieren und ihnen eine Kostprobe aus dem Buch vortragen konnten.

Die nächsten Lesungen finden am 12. November in Coburg, sowie am 18. November in Hannover statt. Dieser Termin ist ganz absichtlich am Tag vor der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland in Hannover gewählt, da wir uns somit zusätzliche Besucher versprechen. Unser besonderer Dank gilt auch hier den engagierten Teilnehmern und Organisatoren: Jonathan Groß, Jürgen (aka. JFKCom), Paul Lenz, Tobias Lutzi, Kersti Nebelsiek, Conrad Nutschan, Mirco Rohloff, Kalus Wannemacher, und den vielen anderen Helfern! Wir freuen uns darauf, diese gute Zusammenarbeit mit den Community auch bei den nachfolgenden Lesungen im ganzen Land fortzusetzen.

Wikipedianer auf der Frankfurter Buchmesse

Interview vor der Lesung bei Rohloff in Kassel

Gesprächsrunde als Einleitung der Lesung in Kassel

Paul Lenz liest aus dem Wikipedia-Buch in Dresden

Conrad Nutschan: Wikipedia ist sooooooo groß....

 

Weitere Fotos aus Frankfurt, Kassel und Dresden gibt es auf Wikimedia Commons. Zu den Lesungen eingeladen sind übrigens alle, die mehr über Wikipedia und ihre Autoren erfahren möchten. Aber auch  Ideen zu möglichen Veranstaltungsorten für weitere Lesungen sind nach wie vor willkommen! Anregungen und Fragen werden wie immer unter publikationen@wikimedia.de entgegen genommen.

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