Archiv für die ‘Bildung’ Kategorie



Wein, Wiki und Digital Media Women

Dieser Gastbeitrag ist von  Sie ist aktive Autorin für die Digital Media Women Hamburg, die sich letzte Woche trafen, um mehr über Wikipedia und das Mitmachen zu erfahren. Hier geht es zum Originalbeitrag. Elly Köpf, aus dem Bereich Bildung und Wissen, war mit vor Ort, um gemeinsam mit den anwesenden Autorinnen über Strukturen der Wikipedia zu diskutieren und sich gemeinsam der Frage zu nähern: Warum und wie können oder sollen Frauen die Wikipedia mitgestalten?

An einem schwülheißen Sommerabend letzten Mittwoch traf sich eine reine Frauenrunde der Digital Media Women, um zu erfahren, wie man Autorin bei Wikipedia wird. Kixka Nebraska hatte zu „Wein, Wiki und Digital Media Women“ eingeladen. Die Idee dafür gab ihr ein Artikel von Juliane Leopold auf kleinerdrei über Sarah Stierch. Stierchs Anliegen ist es, mehr weibliche Editoren für Wikipedia zu gewinnen, denn laut einer Umfrage sind neun von zehn „Wikipedianern“ männlich. Um mehr Frauen für Wikipedia zu begeistern, schlägt sie Editierparties mit Wein und Unterstützung von erfahrenen Editorinnen vor.

Ungefähr zwanzig Frauen hatten sich trotz der Hitze in der Akademie für Publizistik eingefunden zur ersten deutschen „Women, Wine and Wikipedia“-Editierparty. Die erfahrene Wikipedia-Autorin „Emma7stern“, Juliane Leopold, die Social Media Redakteurin bei ZEITonline ist und sich des Themas „Frauen in der Wikipedia“ angenommen hat, und Elly Köpf von Wikimedia Deutschland, waren gekommen, um den Teilnehmerinnen zu erklären, wie Wikipedia hinter den Kulissen funktioniert. Weiterlesen »

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OER-Konferenz 2013 – Ein Bündnis für Freie Bildung

Die OER-Konferenz 2013 (#OERde13) von Wikimedia Deutschland wird deutschsprachige Akteure rund um das Thema Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsmaterialien, zusammenbringen.  Sie findet im Spetember statt und setzt sich zusammen aus Fachkonferenz und Barcamp. Sie bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen, denn bei Freien Bildungsinhalten geht es um gemeinsames teilen, mixen und bearbeiten. Sprich: Dem Kern der Wikimedia-Projekte.

Die Veranstaltung ist nur möglich durch eine Reihe von Partnen und Unterstützern, die wir daher im Folgenden näher vorstellen. Weiterlesen »

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Einladung zum Workshop: Ist Qualität ohne Diversität möglich?

Dieser Beitrag wurde von Sarah Khayati, Mitarbeiterin im Kooperationsprojekt “Diversität für Wikipedia” verfasst.

Welche Rolle spielt Diversität für die Qualität (der Beiträge) in der Wikipedia? Dieser Frage widmen wir uns in einem Workshop am 26. Mai 2013. Im Rahmen des Offenen Sonntags wollen wir gemeinsam Ideen und Erfahrungen zur Bedeutung von Diversität für die Qualität von Wikipedia austauschen, um Nachweise für die Rolle von Diversität für die Qualität von Wikipedia erarbeiten zu können.

Wir laden alle Interessierte am Thema, Wikipedianerinnen und Wikipedianer und Vereinsmitglieder herzlich dazu ein, gemeinsam nach möglichen Kriterien und Nachweisen zu suchen und sich aktiv an der Generierung und Entwicklung von entsprechenden Leitfäden zur Geschlechterdiversität und deren Anwendung zu beteiligen. Einige Fragen, die wir in diesem Rahmen diskutieren möchten sind:

  • Gibt es Nachweise dafür, dass die geringe Anzahl an Editorinnen (nach einigen Schätzungen sind nur ca. 9% der Autorenschaft Frauen) in der Wikipedia zu Qualitätseinbußen führt?

  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Diversität in der Autorenschaft und der Qualität der Wikipedia-Artikel? Woran können wir diesen festmachen?

  • Gibt es weitere Bereiche, z.B. verschiedene Arten der Zusammenarbeit in der Wikipedia, in denen wir einen Zusammenhang zwischen Diversität und Qualität vermuten/feststellen können?

Der Workshop ist Teil des Projektes zur Förderung von Wissens-Diversität in der Wikipedia in Zusammenarbeit mit dem Gender- und Technik-Zentrum der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Er wird von der dortigen Gastprofessorin für Digital Media & Diversity, Ilona Buchem, geleitet.

Mehr zu dem Projekt findet Ihr auf der Homepage der Beuth Hochschule und bei Wikimedia Deutschland. Mehr Infos auch zu allen anderen Workshops am Offenen Sonntag findet Ihr hier. Und Rückfragen können gerne an mich gerichtet werden.

Der Offene Sonntag findet statt am 26. Mai 2013 in der Zeit von 9:00 bis 16:00 Uhr in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland e.V., Obentrautstr. 72, 10963 Berlin.

Kommt zahlreich und diskutiert mit!

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Bildungsarbeit bei Wikimedia Deutschland – Eine kritische Reflexion

Der Bereich „Bildung und Wissen“ entstand Anfang 2012, um die Bildungs- und Wissensarbeit von Wikimedia Deutschland zu bündeln und zu professionalisieren, die Reichweite der Angebote zu erhöhen, neue Formate zu entwicklen und innovative Themenfelder zu besetzen. Im Rahmen dieser Zusammenführung wurden alle bisherigen Bildungsaktivitäten ausgewertet: dazu gehörten Aktivitäten mit Frauen, an Schulen, an Hochschulen und mit Älteren Menschen. Ziel des vorliegenden Berichts ist eine kritische Reflexion der bisherigen Aktivitäten und daraus resultierenden Schlussfolgerungen:

Strukturen: Zielgruppenorientierung, begleitende Strukturen und neue Angebotsformen

Qualitätssicherung: Etablierung von Qualitätssicherungsmechanismen auf den unterschiedlichen Ebenen

Ehrenamtliches Engagement: Zusammenspiel von Freiwilligkeit und strukturierter Bildungsarbeit

Materialentwicklung: Entwicklung professioneller Materialien für unterschiedlichste Kontexte

Kooperationen: Einbindung von Partnern in die konzeptionelle Arbeit und langfrsitige Zusammenarbeit

Inhaltliche Schlussfolgerungen: Möglichkeiten der Partizipation, Themen, Wiki-Kommunikation

Die gewonnen Ergebnisse sind eine selbstkritische Bilanzierung von Stärken und Schwächen der bisherigen Arbeit. Damit bildet der Bericht die Basis für Entscheidungen in Organisationsentwicklungsprozessen und dient der Weiterentwicklung der Bildungsarbeit von Wikimedia Deutschland. Wir danken allen, die an diesem Bericht mitgewirkt haben!

Und hier geht’s zum Bericht. Rückfragen und Anmerkungen gerne an uns per E-Mail.

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#OERde13 – OER-Konferenz 2013 – Call For Participation gestartet!

Die OER-Konferenz 2013 von Wikimedia Deutschland wird deutschsprachige Akteure rund um das Thema Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsmaterialien, zusammenbringen.  Sie setzt sich zusammen aus Fachkonferenz und Barcamp und bietet den Teilnehmenden eine großartige Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen. Partner sind die Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Creative Commons Deutschland und das Collaboratory. Außerdem unterstützen viele OER-Plattformen die Konferenz. Dafür sagen wir schon jetzt: Danke!

Heute hat der Call for Participation begonnen! Bis zum 23.6.2013 sind  nun Einreichungen möglich und erwünscht!  Wir möchten Sie daher herzlich dazu einladen, sich am Call for Participation zu beteiligen und Ihre Themen und Projekte aus dem Themenfeld „Freie Bildungsmaterialien für Deutschland“ einzureichen.

Die Themen für die Einreichung sind:

  • OER in Gesellschaft und Politik
  • OER in anderen Ländern
  • OER in Praxis, Projekten und Forschung
  • OER – Anleitungen, Tipps & Tricks
  • OER – Qualität und Zugänglichkeit
  • OER – Finanzierung und Rahmenbedingungen

Einen besonderen Fokus legen wir dabei auf die Bedeutung von OER für den deutschsprachigen Bildungsbereich, Qualitätssicherung und Finanzierungsmodelle.

Ausführlicheres zu den Themen und Hinweise zur Einreichung finden Sie hier:

http://wikimedia.de/wiki/OERde13

 

Und alles nochmal in Kurz:

Call for Participation – OER- Konferenz 2013 – Freie Bildungsmaterialien für Deutschland
14.-15.9.2013| Berlin

Website: http://wikimedia.de/wiki/OERde13
Hinweise zur Einreichung und Anmeldeformular (ebenda)

 

Mehr Infos?

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Die 1000 Perspektiven der „Education Program leader“: Bericht vom Bildungsworkshop in Mailand

Dies ist ein Gastbeitrag von Tim Moritz Hector, der am Bildungsworkshop in Mailand teilgenommen hat. Vielen Dank, Tim!

Mit dem Ziel, eine globale Vernetzung unter allen Wikimedia-Gruppen herzustellen, die sich mit Wikipedia im Bildungsbereich beschäftigen, lockte uns der groß angelegte Education Program Leaders Workshop im Vorfeld der Wikimedia Conference nach Mailand. So fanden Cornelia Trefflich und ich – im Auftrag von Wikimedia Deutschland – unseren Weg nach Milano um daran teilzunehmen und uns zu vernetzen. Der Plan war, eine weltweite Community von Projektleitern und -gruppen aufzubauen, um untereinander Erfahrungen und Wissen im Aufbau und in der Durchführung von Projekten im Bildungsbereich austauschen zu können.

By Ezalvarenga, CC-BY-3.0 via Wikimedia Commons

Die Agenda war anspruchsvoll und vollgepackt und dementsprechend hoch auch die Erwartungen an den Workshop, sollte er doch über Erfahrungen, den Austausch über neue Wege und die Nutzbarmachung für andere Chapter gesprochen werden. Denkbar waren zum Beispiel die Einrichtung eines Newsletters oder sogar gezieltes Chapter-to-Chapter-Coaching. Im Anschluss daran sollte sich das Nachmittagsprogramm den Zielen, dem Erfolg und dessen Messung widmen. 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dieser Einladung gefolgt.

Unterschiedliche Phasen und Stadien…

Schon eingangs, trotz der – streng mit dem Eggtimer gestoppten – fünfminütigen Präsentationsrunden wurde schnell offensichtlich, dass jedes teilnehmende Chapter sich in einer völlig anderen (Entwicklungs-)Phase seiner Bildungsbestrebungen befindet. Das war auch das erste Zwischenfazit: Unheimlich viele Perspektiven treffen hier aufeinander, einziger gemeinsamer Nenner: Alles hat irgendwie mit Wikipedia und Bildung zu tun, die Erwartungen der Involvierten an den Workshop und an die Zielgruppen sind jedoch völlig verschieden. Besonders stark unterscheiden sich die Perspektiven der jeweils Beteiligten: Ergebnisse, die die Wikimedia Foundation oder ein Chapter von einem Projekt erwartet, decken sich längst nicht immer mit denen, die die beteiligten Projektteilnehmenden, Lehrenden oder Studierenden sich erhoffen. Prinzipiell müssen wir berücksichtigen, dass es auch Bildungsprogramme vollkommen ohne Beteiligung eines Chapters geben kann.

Klar wurde in der Vorstellungsrunde jedoch, dass wir, Wikimedia Deutschland, eines der erfahrensten Chapter im Bildungsbereich sind. Nach der Vorstellungsrunde war Thema, wie die gegenseitige Unterstützung der Chapter und die der Wikimedia Foundation aussehen kann. Durch die sehr unterschiedlichen Stadien, in denen sich die Programme aber derzeit befinden, und auch durch die unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten, ist eine Vergleichbarkeit und ein Austausch eine große Herausforderung. Die Wikimedia Foundation wird künftig ihre Rolle auch etwas anders definieren, mit den Chaptern auf Augenhöhe agieren und stärker als „Partner“ fungieren.

Als Wege der Zusammenarbeit wurden unter anderem ein Newsletter und eine recht neue Mailingliste vorgestellt. Personell haben wir eine Überschneidung von Engagierten in den GLAM-Projekten und in den Bildungsprojekten festgestellt und für sehr fruchtbar befunden.

…unterschiedliche Zielgruppen…

In der Mittagspause ergab sich zunächst ein interessantes Gespräch mit Rod Dunican, (Global Education Program Director bei der Wikimedia Foundation) von der Wikimedia Foundation, der auch den Workshop moderierte. Er bestärkte nochmal unsere Annahme, dass demografische Kriterien häufig nicht ausreichen, um eine Zielgruppe von einzelnen Aktivitäten oder Programmen zu definieren; vielmehr konfrontierte er uns mit der Frage nach dem Prototypen eines Wiki(p/m)edianers, den es anzusprechen gelte. Im Gespräch mit anderen Teilnehmenden stellte sich zunehmend heraus, dass nur wenige Chapter überhaupt in Erwägung gezogen hatten, mit Älteren zu arbeiten und neben uns, dem polnischen und dem schweizerischen Chapter alle diesen Ansatz wieder verworfen hatten.

…und unterschiedliche Ziele:

By Ezalvarenga CC-BY-3.0 via Wikimedia Commons

Nach dem Mittagessen war dann die Hauptfrage, welche Ziele die einzelnen Gruppen mit ihren Programmen verfolgten und wie sich die jeweiligen Erfolge in der Umsetzung dieser messbar machen lässt. Wir waren höchst überrascht von der Vielzahl der Ziele: Nicht nur die Autorengewinnung oder die Steigerung von Diversität, sondern auch die Aufklärung über Wikipedia und ganz unterschiedliche Herangehensweisen wurden genannt. Deutlich unterschieden werden musste dabei zwischen dem reinen Gewinnen von „Inhalten“, ggf. über den Umweg der Autorengewinnung, und unserem Ansatz, dem Gewinnen von „Mitmachern“ in jeder Hinsicht. Für erstere Zielsetzung wurde von der WMF eine neue Extension geschaffen, die für KursleiterInnen und TeilnehmerInnen eine standardisierte Umgebung bietet. Um den erzielten Erfolg abzuschätzen, lassen sich mit der Extension einfache quanitiative Maße ausgeben (wie die erzeugte Textmenge), die von den Kursen um ein qualitatives Peer-Review ergänzt werden sollen.

Es bleiben gemeinsame zentrale Fragen

Eine der zentralen Fragen war schließlich: Können wir überhaupt irgendjemandem beibringen „Wiki(p/m)edianer“ zu werden, oder können wir lediglich die Fähigkeiten, die es dazu braucht, unterrichten? Wie müssen wir auch unsere quantitativen Ansprüche an einen Workshop definieren, wenn wir von Letzterem ausgehen? Und letztlich führte uns das zu der grundlegenden Überlegung, ob überhaupt alle Aktivitäten tatsächlich im Kontext von „Education“ oder ob nicht manche viel mehr im Kontext von „Community outreach“ zu sehen sind: Hier sollte die Verzahnung nach Ansicht der Teilnehmenden noch verstärkt werden.

Zum Abschluss wurde ein neues Treffen auf der Wikimania in Hong Kong vereinbart. Der Workshop hat uns den Blick für unterschiedliche Perspektiven und Rollen geschärft, die Wikimedia Foundation noch stärker als Austauschpartner in den Fokus gerückt und uns zudem einen Blick auf die großen, langfristigen Fragen in der Entwicklung der Bildungsprorgramme werfen lassen, der zukünftig in die Planungen des Bereichs Bildung und Wissen einfließen kann.

 

Im Blog der Wikimedia Foundation ist ebenfalls ein Rückblick auf den Workshop erschienen: Education program leaders gather to share experiences. Ansprechpartnerinnen bei uns sind Cornelia Trefflich und Elly Köpf

 

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Die Wikipedia-AG – Ein Pilotprojekt mit Zukunft

“Mach mit und zeig, was du weißt!” Unter diesem Motto wurde im letzten Herbst in Hannover ein Pilotprojekt mit dem niedersächsischen Kultusministerium gestartet, in dem Lehrende im Schuljahr 2012/2013 dabei unterstützt wurden, Wikipedia bewusst in ihren Unterricht einzubinden. Schule als Ort, an dem aktiv Kompetenzen vermittelt werden, um sich in einer digitalen Welt zurechtzufinden. Mit einem solchen Ansatz lassen sich gleich mehrere Anknüpfungen an den Lehrplan finden:

  • Lesekompetenz (Inhalt, Struktur, Interpretation…)
  • Schreibkompetenz (Was, warum, wie…)
  • Medienkompetenz (Analyse, Kritik, Erstellung, …)
  • Sozialkompetenz (Kollaboratives Arbeiten, Kommunikation, …)
  • Fachkompetenz (jeweiliges Thema)
  • Sprachbildung

Teilnehmer des Projekts waren fünf Schulen aus Stadt und Region Hannover. Zwei von jeder Schule benannte Lehrkräfte erhielten vom Kultusministerium je zwei Anrechungsstunden für die Mitarbeit im Projekt. Die Schule sorgte dafür, dass in mindestens vier verschiedenen Lerngruppen und mindestens drei verschiedenen Fächern Erfahrungen mit Wikipedia als Quelle und als Medium kollaborativer Texterstellung gesammelt wurden. Handlungsschwerpunkte des Projekts Wikipedia-AG waren die aktive Kompetenzvermittlung für die Lehrkräfte und die Vermittlung der Medienkompetenz.

Die Lehrenden hatten ausreichend Zeit, erste Schritte in der Wikipedia zu machen und sich selbst mit der Bearbeitung erster Artikel vertraut zu machen. Während des gesamten Projektzeitraums fanden Fortbildungen statt, an denen alle Lehrkräfte teilnahmen und sich über Erfahrungen austauschten und Fragen stellten. Diese wurden von der Medienberatung Niedersachsen (Abteilung Medienbildung des NLQ) und Wikimedia Deutschland organisiert und begleitet. Insgesamt war das Schuljahr nicht nur für die teilnehmenden Lehrer und Lehrerinnen sehr erkenntnisreich, sondern auch für Wikimedia Deutschland. Da die gewonnenen Erkenntnisse unsere Aktivitäten an Schulen stark beeinflussen, haben wir diese nun in einem ausführlichen Bericht zusammengefasst. Die Begleitung eines Projekts in dieser Form ermöglichte uns einen einmaligen Einblick hinter die Kulissen der Lehrenden und die Hürden und Erfolge der selbstständigen Arbeit mit Wikipedia im Unterricht. Die Erfahrungen der Lehrenden zum Ende der Wikipedia-AG waren sehr vielfältig und sind in den Bericht eingeflossen. Weiterlesen »

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HIVE Learning Network: kollaborativ, vernetzt, experimentell.

Was haben Wikimedia, Mozilla, OpenTechSchool oder Open Knowledge Foundation gemeinsam? Sie sind beim HIVE Learning Network dabei – einem Netzwerk, um das Lernen weiterzuentwickeln und einer Plattform für Akteure unterschiedlichster Bereiche. An der Schnittstelle von Bildung und Technik soll der Austausch von Ideen, Erfahrungen und Ressourcen ermöglicht werden. Ziel ist es, gemeinsam die Bedingungen des Lernens im digitalen Zeitalter zu erforschen und die Bildung der Zukunft mitzugestalten: kollaborativ, vernetzt und experimentell.

Du bist interessiert an Bildung und Lernen in virtuellen und realen Umgebungen? Du hast ein spannendes Thema oder ein konkretes Projekt? Dann werde Teil des HIVE Learning Network.

Wann: 12.06.2013, 19 Uhr

Wo: Wikimedia Deutschland, Obentrautstr. 72, 10963

Anmeldung: www.meetup.com/Hive-Berlin/events/113805672/

 

 

 

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Die Digitalen Römer – Wikidata trifft Archäologie

 

Teilnehmer des Symposiums
Foto: Katja Ullrich (WMDE) CC-BY-SA 3.0

Am Samstag, den 16. März hat Wikidata die Archäologie getroffen.
Bei dem eintägigen Symposium zur Anwendung von Geodaten in den Alterswissenschaften wurde oft die Datenwelt rund um den Limes, den Grenzwall des Römischen Reiches zwischen dem 1. und dem 6. Jahrhundert n.Chr., als Beispiel für gelungene Ansätze der digitalen Wissensvermittlung herangezogen.

Für mich als in Hessen geborenes Präsidiumsmitglied, der oft das Kastell Saalburg in seiner Jugend besuchte, eine Möglichkeit in Erinnerungen zu schweben. Wir trafen uns, im Gegensatz zum ersten Treffen des Wikipedia-Limesprojekt nicht auf der Saalburg, sondern in der wunderbaren Bibliothek des Auswärtigen Amtes in Berlin.

 

Das Symposium war ein Kooperationsprojekt des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und der Wikimedia Deutschland e.V. – Dank für die Möglichkeit in diesem Rahmen zu produktiver Arbeit zusammenzukommen geht an Nicole Kehrer, Pressereferentin des DAI, Prof. Dr. Reinhard Förtsch, dem wissenschaftlichen Direktor für Informationstechnologien am Deutschen Archäologischen Institut und der Spiritus Rector des Symposiums und an Barbara Fischer, Kuratorin für Kulturpartnerschaften bei der Wikimedia Deutschland e.V.

Bevor es am Schluss des Symposiums engagiert um die Zukunft der breiten Wissensvermittlung sowie die Chancen und Umsetzungsschritte einer offeneren Wissenschaft und Gesellschaft ging, wurden einige beeindruckende Tools und Plattformen vorgestellt. Diese zeigen auf unterschiedlichste Weise, wie mit dem offenen Austausch von Daten der Alterswissenschaften breite Bevölkerungskreise und interessierte Fachöffentlichkeit neue Wissenswelten betreten können.

Gerade die karten-basierte Darstellung von historischen Fakten in Raum und Zeit zeigt besonders schön die Potentiale für Wissen und Bildung, wenn offene strukturierte Datensätze zusammenfliessen. Ein wunderschönes Beispiel, das aus einer privaten Initiative entstanden ist, wurde von René Voorburg vorgestellt. Ursprünglich entwickelt, weil er mit seinen beiden Söhne unterwegs eine altertümliche Stätte des Limes gesehen hatte, entwickelte er mit großer Leidenschaft und später einigen Mitstreitern vici.org „Veni, vidi, [wi:ki:]“ Eine Online-Karte, auf der man die historischen Stätten verorten kann.

Bibliothek des Auswärtigen Amtes Berlin
Foto: Katja Ullrich (WMDE) CC-BY-SA 3.0

Dr. Elton Barker von der Open University, Southhampton präsentierte Pelagios (Pelagios: Enable Linked Ancient Geodata In Open Systems), einen Netzwerkknoten für Linked Open Data in der weiten See der Altertumswissenschaften. Eine weitere, bereits beeindruckend umfangreiche karten-basierte offene Datenbank wurde von Prof. Tom Elliot (University of Alabama, Tuscaloosa, USA) vorgestellt: Pelaides. In seinem Vortrag zeigte er beispielhaft, wie sich die verschiedensten offenen Datenbanken weltweit vernetzten und somit neue Chancen entstehen.

Im Rahmen des erst kürzlich weltweit gestarteten Wikidata-Projektes wurde vom RENDER-Team die interaktive Limes-Karte vorgestellt, mit der der User sehen kann, wie sich der Limes mit seinen Kastellen über die Jahrhunderte entwickelte. Das seit 7 Jahren in der Wikipedia laufende Limesprojekt wurde von seinem Initiator Hartmann Linge mit einer beeindruckenden (Zwischen)-Bilanz vorgestellt.

„Quo vadimus?“ – Zum Schluss des Symposium gab es noch eine lebendige Diskussion, in die sich auch Peter Henrich von der Deutschen Limes Kommission kritisch einbrachte. Es wurde die Notwendigkeit deutlich, dass unnötiger Streit auf der operativen Ebene einem neuen Bewusstsein weichen sollte. Einem Bewusstsein dafür, dass „altehrwürdige Gatekeeper“ und die Vertreter einer offeneren Wissenswelt aufeinander zugehen müssen, damit gesellschaftliche Ziele definiert werden können, wie wir verantwortungsvoll eine neue Qualität in der Wissensvermittlung und den Erkenntnisgewinn für jedermann und jedefrau in einer digital vernetzten Welt gestalten können. Wikidata, wenn auch noch jung, stellt hierfür eines der Werkzeuge dar, mit denen Wissensfelder und Sprachen überwunden werden können. Ein spannender Aufbruch, gemeinsam frisch ans Werk.

 

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Wikimedia traf das Projekt „Schulbuch-O-Mat“ ( Teil 1)

Dieser Blogpost ist ein Gastbeitrag zum ersten Arbeitstreffen der Initiatoren des Projekts für ein Freies Schulbuch, „Schulbuch-O-Mat“, bei Wikimedia Deutschland.

Schulbuch-O-Mat Workshop, Elly Köpf. CC-BY-SA 3.0

Am Freitag, den 22.03.2013, lud Wikimedia Deutschland zu einem Treffen des Schulbuch-O-Mat mit den Initiatoren des Projekts, Helfer/-innen und Interessierten. Schnell wurde in der Gruppe klar, dass man für die Aufgabe, anhand des Lehrplanes für Berlin ein freies und kostenloses Schul-E-Book für den Biologie Unterricht in den  7./8. Klassen zu erstellen, kein Lehrer sein musste.  Teilnehmer/-innen waren unter anderem Pädagog/-innen, Soziolog/-innen oder Wirtschaftswissenschaftler/-innen. Lediglich ein Teilnehmer war tatsächlich Biologie-Lehrer.

Auch wenn alle aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen kamen, verband sie an diesem Tag die Idee, Open Educational Ressources (OER) weiter voran zu treiben. Das Team vom Schulbuch-O-Mat hatte sich im Vorfeld überlegt, das Kapitel Lebensräume an diesem Tag weiter mit Inhalten zu füllen. So wurde nach einer kurzen Vorstellungsrunde gleich im Internet nach verschiedensten Informationen für dieses Kapitel gesucht. Dabei kamen natürlich auch Schwierigkeiten für die Erstellung eines E-Books unter einer CC-BY-SA Lizenz zu Tage. Fragen, die uns beschäftigten waren:

  •   Wie findet man Grafiken die man verwenden kann?
  •   Wie gestaltet sich der Umgang mit ähnlichen Lizenzen, wie zum Beispiel der GNU-Lizenz?
  •   Oder inhaltliche Fragen, was Kindern vermittelt werden sollte und wie man dabei didaktisch besser herangehen kann, als in gedruckten Schulbüchern.

Eine Menge Themen wurden diskutiert und gemeinsam im Team Lösungen erarbeitet. Am Ende des Tages gab es neuen Inhalt für das Bio-Schul-E-Book in textlicher und graphischer Form. Allen Teilnehmenden wurde aber schnell deutlich, dass ein weiterer Termin unbedingt folgen sollte, da es noch viele Ideen gibt und Creative Commons und OER weiterhin viel Anlass zur Diskussion bieten.

In den nächsten Wochen werden wir einen neuen Termin ankündigen, sobald dieser feststeht. Wir danken Wikimedia für die Unterstützung und freuen uns darauf bald wieder zu Gast zu sein.

Wer Lust hat, das Projekt zu unterstützen oder Fragen zum weiteren Verlauf hat, der kann sich gerne per Mail an die Initiatoren wenden. Über weitere Workshops bei Wikimedia werdet ihr hier auf dem Laufenden gehalten. 

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