Am 29. Oktober feierte Wikidata seinen dritten Geburtstag. 2012 wurde das Projekt online geschaltet, seitdem ist viel passiert.

Neben dem Geburtstag gab es auch die Preisverleihung vom Wettbewerb Land der Ideen an Wikidata, so dass es nahe lag, eine große Party für die Freiwilligen und anderen am Projekt Beteiligten zu veranstalten.

Es gab Kuchen und Geburtstagshüte, aber vor allem die Möglichkeit, in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu blicken.

In einem gemeinsamem Talk per Videonachricht aus den USA sprachen Denny Vrandečić und Eric Möller über die Entstehung und Entwicklung von Wikidata.

Die Community-Mitglieder Magnus Manske und Marteen Dammers erzählten etwas zu ihrer Arbeit an Wikidata für GLAM und Wissenschaft. Von Lydia Pintscher gab es außerdem neben einen Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr auch einen Ausblick auf die Zukunft.

Um Wikidata selbst erfahrbar zu machen, gab es eine kleine Ausstellung von Projekten, die Wikidata benutzen: Von Histropedia mit Zeitstrahl-Visualisierungen bis zu Ask Platypus, einem Projekt, das mit Wikidata Fragen zum Wissen der Welt in natürlicher Sprache versteht.

Zu einem Geburtstag gehören natürlich auch Geschenke. Bei Wikidata hatten sich insbesondere Entwicklerinnen und Entwickler ins Zeug gelegt, um Wikidata zu verbessern.  Um nur zwei Beispiel zu nennen:

  • Mit https://www.wikidata.org/wiki/Special:Nearby zeigt Wikidata Objekte in der näheren Umgebung an und lädt zum Ergänzen von strukturiertem Wissen in der Nachbarschaft ein
  • Mit einem Machine-Learning-Model namens ORES kann eine künstliche Intelligenz Vandalismus erkennen und Administratoren bei Bedarf Hilfe leisten.

Dies sind aber nur zwei von vielen kleinen Neuerungen, die extra für den Geburtstag veröffentlicht wurden. Weitere Umwälzungen im Projekt Wikidata stehen im nächsten Jahr bevor und sollen in einem weiteren Beitrag vorgestellt werden.

Wikidata trägt die Daten im Namen, aber es geht — das wurde auf der Geburtstagsparty deutlich — um weit mehr als kalte Daten. Menschen stehen wie bei allen kollaborativen Projekten im Mittelpunkt. Die Menschen hinter und Wikidata oder um das Projekt herum tragen Liebe im Herzen für etwas, was sich zunächst so abstrakt anhört wie „strukturierte Daten für Wikimedia-Projekte und darüber hinaus“.

Am Ausgang der Party konnten sich Besucherinnen und Besucher auf einer Tafel verewigen, indem sie eine kleine Liebeserklärung an Wikidata hinterließen. „I love Wikidata because… with machine-readable data, machines can do the heavy lifting for me“ schrieb ein Party-Gast dort. In den letzten drei Jahren hat Wikidata die Grundlagen für eine Menge maschinenlesbarer Daten gelegt. Wir sind gespannt auf das heavy lifting in den nächsten Jahren. Q167545!