Monatsbericht September 2014

PROGRAMM FREIWILLIGE Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im September steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht. Einen ausführlicheren …

  • Tjane Hartenstein
  • 6. Oktober 2014

PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im September steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in einem gesonderten Blogbeitrag.

Fotoprojekte

Die Festivalsaison geht mit dem Herbst langsam zu Ende, doch der Wikipedia-Festival-Sommer bleibt aktiv! Fünf Festivals standen für September auf der Liste der Fotografierenden: Die Nocturnal Culture Night in Kummerfeld, das Ackerfestival und Energy in the Park in München, das Berlin Festival und die Hamburg Metal Days. Für alle Bildergebnisse des Festival-Sommers 2014 existiert eine Übersicht.

Ein neuer Bilderschatz konnte zudem geborgen werden. Dank eines privaten Spenders, stehen bei Commons nun Digitalisate von historischen Aufnahmen des Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard zur Verfügung. (Bilder)

Weitere Fotoprojekte fanden im September wie folgt statt:

Community-Räume, Community-Treffen

Wiki Dialog

Vom 4. bis zum 18. September fand der Wiki-Dialog zur Planung des Zedler-Preises im kommenden Jahr statt. Dieser soll in der Wikipedia zusammen mit der Community Anforderungen und Wünsche der Community an die Ausgestaltung des Preises im nächsten Jahr formulieren. In einer Diskussionsphase wurden Vorschläge gesammelt und diskutiert, in der Abstimmungsphase wurde dann anschließend darüber abgestimmt. Insgesamt beteiligten sich zehn Community-Mitglieder aktiv an der Diskussion und 31 an der Abstimmung. Seit dem 15. September findet der Wiki-Dialog “von Echo bis Visual Editor” statt, der ein längeres Maßnahmenpaket zur Einführung von Software-Neuheiten in der Wikipedia flankiert.

Weitere Projekte

In Berlin trafen sich am 6. und 7. September Wikipedia-Aktive um gemeinsam an der Weiterentwicklung der Förderrichtlinien von Wikimedia Deutschland zu arbeiten. Die Förderrichtlinien wurden in einem gemeinsamen Prozess mit der Community entwickelt und können bei Bedarf weiterhin diskutiert, ergänzt und angepasst werden.

Wie bereits im vergangenen Jahr, war die Wikipedia auch 2014 wieder dank ehrenamtlicher Projekt-Aktiver auf dem Corso-Leopold-Straßenfest in München vertreten.

Nach Berlin und Hamburg fand am 16. September auch in Köln ein Themenabend der Digital Media Women statt, auf dem das Projekt Women Edit vorgestellt und Details über die Organisation und Durchführung eines Women-Edit-Workshops erklärt wurden. Women Edit möchte mehr Frauen zum Mitmachen motivieren und untereinander vernetzen.

GLAM-Treffen in Wien

Die Giebelwand der Hofburgkapelle ein seltenes Fotomotiv auch für Wikimedianerin Annareg. Foto von Dr. Bernd Gross (Own work) [CC-BY-SA-4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Am 13. und 14. September trafen sich 16 Freiwillige aus Österreich, der Schweiz und Deutschland in Wien, um sich über laufende und geplante GLAM-Aktivitäten (GLAM=galleries, libraries, archives and museums) auszutauschen. Im Zentrum stand diesmal die Einsicht, dass es auch künftig schwer fallen wird, neue Autoren in der Wikipedia zu halten, wenn Relevanzkriterien, Löschdiskussionen und viele ungeschriebene Regeln demotivierend auf Neulinge wirken. Das gilt eben auch für den GLAM-Bereich. Ein Ausweg ist der Vorschlag aus Österreich, GLAM-Einrichtungen zu motivieren, die von freiwilligen dokumentierten Inhalte in Wikimedia Commons in den Metadaten ausführlich zu beschreiben. Ein anderer von WMDE vorgeschlagener Weg, insgesamt stärker auf die Inhalte und deren freier Lizenzierung zu fokussieren.

Weitere Aktionen

In Vorbereitung von GLAM on Tour in Brilon im Oktober hatten wir eine Pressekonferenz zur GLAM on Tour Station in Brilon am 17.9.

PROGRAMM INSTITUTIONEN

Wikimedia Weltcafé mit dem Bundesverband der Pressesprecher am 11.9.

Die Wikipedia gehört längst zum Alltag. Tagtäglich versorgt sie einen breiten Nutzerkreis mit Wissen und Informationen. Doch wie kann man dazu beitragen, dass die eigene Institution einen ausgewogenen Wikipedia-Artikel erhält? Wie können Wissenschaftskommunikatoren aktiv an der Wikipedia mitwirken und welche Rahmenbedingungen und Fallstricke sind zu beachten? Diese Fragen beantwortet das Wikiversum Weltcafé. Nach dem Einführungsvortrag mit einem Schwerpunkt auf freie Lizenzen und wie Institutionen zu Wikimedia Projekten beitragen können, gab es die Möglichkeit Wikidata, Wikimedia Commons und Wikipedia im direkten Umgang mit Freiwilligen kennen zu lernen. Es unterstützten Marcus Cyron, Andreas Paul und Daniel Mietchen, herzlichen Dank.

MS Wissenschaft

Auf der MS Wissenschaft fand am 15.09.2014 in Wien (Österreich) die Veranstaltung “Wissenschaft und Freies Wissen – Fortschrittsmotor und Gemeingut der Informationsgesellschaft” mit 60 Teilnehmenden statt, die gemeinsam von Wikimedia Deutschland, Österreich und Schweiz und der Open Knowledge Foundation Deutschland und Österreich durchgeführt wurde. Neben Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen nahm auch ein Vertreter der EU Kommission “Digitale Agenda” auf dem international besetzten Podium Platz. Gefördert wurde die Veranstaltung vom “Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung” (FWF), dem österreichischen Pendant zur “Deutschen Forschungsgesellschaft” (DFG). Zu den Themen “Open Science”, “Open Data” und “Citizen Science” gab es Kurzvorträge, die dann gemeinsam von Podium und Publikum kontrovers diskutiert wurden. Kurz: gelangweilt hat sich niemand und die Diskussion hätte sicher noch viel länger gehen können. Spannend für die deutschsprachigen Wikimedia-Chapter war es zu sehen, wo und wie Wissenschaft sich öffnen kann und muss und welche Reaktionen die Forderung nach mehr Offenheit mit sich bringen kann. Demnächst gibt es einen ausführlichen Bericht und eine kurze Videodokumentation.

Am 28.09. ging die Tour der MS Wissenschaft in Forchheim zu Ende. Auf ihrer viermonatigen Reise legte das Ausstellungsschiff knapp 3.400 Kilometer zurück und besuchte 38 Städte in Deutschland und Österreich. Insgesamt kamen rund 90.000 Besucher an Bord, darunter 480 Schulklassen.

Digitale Kompetenzen

Im September fanden zwei Veranstaltungen in der Reihe “Digitale Kompetenzen” statt.

Die Veranstaltung “Digital Natives – Ein gut klingender Begriff mit wenig Substanz?“ am 1. September wurde von über 70 Personen besucht. Nach dem einführenden Vortrag von Prof. Dr. Rolf Schulmeister von der Universität Hamburg diskutierten die anwesenden Gäste mit dem Podium über den Begriff und dessen Auswirkungen in Wissenschaft und Praxis. Am Stream begleiteten zwischenzeitlich 15 Personen die Diskussion – auch auf Twitter wurde fleißig mitdiskutiert. Wem die Streamaufzeichnung zu lang erscheint, kann mit der kurzen Videodokumentation vorlieb nehmen, oder den Bericht im WMDE Blog lesen.

Am 29.09. widmete sich die Veranstaltung der “Digitalisierung der Arbeitswelt”. In ihrer Keynote gab Sabria David vom Slow Media Institut eine Überblick über die medien-kulturelle Veränderung, warum Wikipedia ein positives Beispiel kollaborativen Arbeitens ist und wie ein digitaler Arbeitsschutz präventiv wirken kann. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden mit Prof. Dr. Tim Hagemann und Sabria David, welche Faktoren aus psychologischer Sicht bedeutend sind und wie sinnvoll eine rechtliche Verordnung sein kann. Die gesamte Veranstaltung kann nachgeschaut werden, ein Bericht und eine kurze Videodokumentation folgen in Kürze.

HIVE

Am 10. September traf sich das HIVE Berlin Netzwerk zum monatlichen MeetUp. Die insgesamt ca. 15 Teilnehmenden aus Bildungseinrichtungen, Wissenschaft und Tech-Welt diskutierten über interaktive Museumspädagogik, Zertifizierung von Qualifikationen durch Open Badges und über die Arbeit von Chaos macht Schule.

Weitere Aktionen

PROGRAMM RAHMENBEDINGUNGEN

Monsters of Law am 25.9. – „Von Schöpfungshöhe und Schutztiefe. Ab wann greift das Urheberrecht?“

„Ist das Kunst oder kann das weg?“ Diese Frage nimmt vor dem Hintergrund urheberrechtlicher Überlegungen eine durchaus ernsthafte Dimension an: Wann wird aus einer achtlosen Kritzelei ein geschütztes Werk?  In seinem Vortrag bei Monsters of Law führte Lukas Mezger (User:Gnom), Rechtsanwalt (ehemaliger Praktikant in der Rechtsabteilung der Wikimedia Foundation) und Mitglied der Wikipedia-Redaktion Recht in das Thema Schöpfungshöhe und Urheberrecht ein und zeigt anhand eines aktuellen Beispiels die Schwierigkeiten, die dabei aufkommen, eine Untergrenze für Urheberrechtsschutz zu definieren.

OER-Konferenz 2014

OER-Interessierte aus ganz Deutschland kamen am 12. und 13. September in der Urania Berlin zusammen, um auf der OER-Konferenz 2014  (OER=Open Educational Resources=freie Bildungsmaterialien) über die Zukunft freier Bildungsmaterialien zu diskutieren. Referierende aus Schweden, Polen, den USA und natürlich Deutschland sprachen zu vielen Themen rund um OER im Bildungsbereich und haben diese kontrovers dargestellt. In den Barcamp-Teilen der Konferenz konnten sich die Teilnehmenden intensiv austauschen und Ideen entwickeln. Insgesamt war die Konferenz mit 350 Besucherinnen und Besuchern aus Sicht des Organisationsteams ein voller Erfolg. An dieser Stelle gilt es, allen herzlich zu danken, die dabei waren und mitgewirkt haben.

Zahlreiche Interviews mit einzelnen Referentinnen und Referenten auf der OERde14 sind jetzt über die werkstatt.bpb online verfügbar: Konferenz Tag 1 (12.09.) und Konferenz Tag 2 (13.09.). Weitere Interviews werden demnächst auch auf der Webseite zur Konferenz von Wikimedia Deutschland e. V. veröffentlicht. Zudem können die Vorträge, die im Plenum der OERde14 stattfanden, über die Nachlese zur Konferenz aufgerufen werden. Wer die Konferenz verpasst hat oder temporär offline war, bekommt hier noch die Chance sich die Vorträge im Plenum anzuschauen.

Bündnis Freie Bildung

Am 12. September wurde das Bündnis Freie Bildung zum Abschluss des ersten Konferenztages der OERde14 offiziell von den Beteiligten Sebastian Horndasch (Wikimedia Deutschland e. V.) und John Weitzmann (Creative Commons) vorgestellt. Die Bündnisvertreter stellten ihre übergeordnete Zielsetzung vor, die Idee freier Bildungsmaterialien in Gesellschaft und Politik zu fördern. Das Bündnis Freie Bildung sieht ihre Aufgabe konkret darin auf politischer Ebene aktiv zu werden. Anlässlich der Kultusministerkonferenz im Herbst/Winter 2014 möchte das Bündis Freie Bildung eigene Handlungsempfehlungen zur Förderung von OER an die Politik richten. Dazu findet am 6. Oktober das nächste Strategie-Treffen zur Erarbeitung politischer Handlungsempfehlungen statt.

Weiteres

Software-Entwicklung im September

Wikidata konnte einige Verbesserungen im User Interface abschließen. Gleichzeitig wurden erste Schritte unternommen, um Daten von Wikidata noch direkter in andere Projekte einbinden zu können; dazu wird jetzt der Gebrauch von Daten aus dem Fundus von Wikidata gemessen. Erste Gespräche zur Integration von strukturierten Daten mit der Technologie von Wikidata in Wikimedia Commons gab es bereits auf der Wikimania in London. Im September wurde ein einwöchiges Treffen von Technikerinnen und Technikern der Software-Entwicklung von Wikimedia Deutschland und dem Multimedia-Team der Wikimedia Foundation geplant. Anfang Oktober findet dieses Treffen in Berlin statt. Beim Fundraising wurden die ersten Spendenbanner programmiert und eingestellt. Die Qualität des Sourcecodes der Software für die Spendenkampagne konnte deutlich verbessert werden: Jetzt werden alle Teile des Codes durch automatische Tests überprüft.

Personelles

Seit dem 1. September ist Jan Engelmann Interimsvorstand von Wikimedia Deutschland e. V.

Pavel Richter ist seit dem 1. September als Berater des Vorstands tätig.

Seit 01.09. unterstützt Jan Zerebecki die Software-Entwicklung.

Seit 15.09. ist Solveigh Mertins als Werkstudentin im Fundraising tätig.

Rebecca Cotton (Projektassistenz Team Communitys) hat die Geschäftsstelle zum 03.09. verlassen.

Mathias Schindler (Projektmanager Politik & Gesellschaft) und Nina Schuiki (Werkstudentin Kommunikation) haben die Geschäftsstelle zum 30. September verlassen.

  1. Vielen Dank für den Bericht. Mich interessiert noch, wie viele Teilnehmer beim ‚Weltcafe‘ und der Veranstaltung ‚Digitalisierung der Arbeitswelt‘ anwesend waren….vielleicht könntet ihr auch ergänzen aus welchen Branchen oder Bereichen diese Teilnehmer kamen.
    Grüße!

    Kommentar von Catrin am 8. Oktober 2014 um 11:11

  2. Hi Catrin, die Initiative zum Wikiversum Weltcafé ging von der Fachgruppe „Forschung, Wissenschaft und Innovation“ des Bundesverbandes der Pressesprecher aus. Daher waren unter den 40 Gästen einige Mitglieder dieser Fachgruppe, ergänzt wurde der Teilnehmerkreis durch die Landesgruppe Berlin / Brandenburg. Dadurch gab es eine bunte Mischung von sowohl Institutionen wie die Stiftung Philharmonie als auch Unternehmen wie Seracell PHarma AG. herzlich bfisch

    Kommentar von Barbara Fischer am 8. Oktober 2014 um 11:30

  3. Liebe Catrin,

    die Veranstaltung „Digitalisierung der Arbeitswelt“ hatte ca. 50 Teilnehmende aus Politik, Wissenschaft, Unternehmen und Unternehmensberatung sowie NGOs. Auch Presse war vor Ort.
    Ein genauer Bericht zur Veranstaltung und die Videodokumentation folgt in Kürze hier im Blog. Die ganze Veranstaltung zum Nachsehen findet sich hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=l-fo4rODFfI

    Wenn du noch weitere Fragen hast, melde dich gerne direkt bei mir.

    Viele Grüße,
    Valentin

    Kommentar von Valentin am 8. Oktober 2014 um 11:29

  4. Prima. Vielen Dank!

    Kommentar von Catrin am 8. Oktober 2014 um 14:55

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