Die Suche nach der neuen Geschäftsführung der Wikimedia Foundation hat begonnen

Die Suche beginnt!

Vor gut acht Wochen verkündete Sue Gardner, dass sich von ihrer Position als Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation zurückziehen wird. Damit beginnt eine Zeit der Veränderung bei der Stiftung, die alle Wikimedia-Projekte betreibt und unterstützt. Das Board of Trustees, höchstes Aufsichtsgremium der Stiftung, hat das sogenannte Transition-Team gebildet, bestehend aus einigen Boardmitgliedern, Mitarbeitern der Stiftung sowie Sue Gardner selbst. Dieses Team leitet die Suche und Einführung der neuen Geschäftsführung und sammelt gleichzeitig auch den Input aus den Communities.

Bereits am Wochenende hatte Jan-Bart de Vreede, Leiter des Transitions-Teams einen Entwurf der Stellenausschreibung auf Meta veröffentlicht und um Kommentare gebeten. Nun hat die Wikimedia Foundation die offizielle Jobausschreibung gestartet: Wikimedia Foundation: Executive Director. Die Suche wird von m/Oppenheim Associates betreut und begleitet, einem Unternehmen, das auf Personalvermittlung im NGO-Bereich spezialisiert ist

Die Vorsitzende des Board of Trustees, Kat Walsh, betont in einem ausführlichen Beitrag im Blog der Foundation, dass die Ausschreibung bewusst sehr frei und offen gehalten ist. Man sei nicht auf eine bestimmte Art von Person festgelegt. So könne es sein, dass diese aus den USA kommt – oder aus anderen Teilen der Welt; sie kann dem Wikimedia-Universum angehören – oder gerade die ersten Schritte auf’s Wiki-Parkett wagen; sie kann langjährige Führungserfahrungen in der Softwarentwicklung besitzen, oder im NGO-Bereich – alles ist möglich! Die Suche soll bis Oktober abgeschlossen sein – bis dahin steht Sue Gardner weiterhin an der Spitze der Foundation.

In ihrem Blogbeitrag bittet Kat darum, die Stellenanzeige möglichst weit und breit zu verteilen, um die Suche auch auf Kreise jenseits der gewohnten Filterbubbles auszudehnen: Nutzt eure manigfaltigen Online- und Offline-Kanäle und verbreitet diese Stellenausschreibung!

Weitere Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten

  • Im Meta-Wiki hat das Transition-Team eine Anlaufstelle eingerichtet, die nochmal alle Informationen aufführt und zeigt, wie und wo man sich in den Recruitment-Prozess einbringen kann.
  • Nach der ersten Sichtung der Bewerbungen wird es Vorstellungsgespräche mit dem Transition Team und den Mitarbeitern der oberen Managementebene der Foundation geben. Die Bewerber werden auch angehalten, die Communities kennenzulernen (sollten sie diese noch nicht kennen). Dazu mehr im weiteren Verlauf der Suche.
  • Sue Gardner hat Leitlinien für die Arbeit der Wikimedia Foundation erstellt. Diese sind aber bisher weiterhin ein Entwurf, auch hier wird um Mitarbeit gebeten, damit die neue Geschäftsführung eine Orientierungshilfe hat.
  • m/Oppenheim Associates freut sich über jede E-Mail an info@moppenheim.com, egal ob Vorschläge für Bewerber, Bewerbungen selbst, Informationen, etc.

Neben dem Feedbackkanal über die Meta-Seiten gibt es aktuell noch eine tolle Möglichkeit, sich in die Transition einzubringen: Vom 1. bis 15 Juni 2013 laufen die Wahlen für drei Community-Sitze im Board of Trustees. Das Board wird intensiv in die Suche eingebunden sein und zusammen mit dem Transition-Team die Einführung der neuen Geschäftsführung begleiten. Ihr könnt die Kandidierende zu ihren Vorstellungen der neuen Geschäftsführung befragen und ihnen bei Gefallen eure Stimme geben!

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Erkenntnis kommt durch Teilen.

Druckfrisch liegt sie vor mir auf dem Tisch: die neue, verbesserte Auflage der so genannten GLAM-Broschüre, eine Handreichung für Kultureinrichtungen und Gedächtnisinstitutionen im deutschsprachigen Raum zu den Potenzialen der Zusammenarbeit mit Wikimedia-Projekten. Auf dem Cover –  jetzt in einer höheren Auflösung – teilt Eva mit Adam die Frucht der Erkenntnis. Das ist die zentrale Botschaft der Broschüre: Erkenntnis kommt durch teilen. Gerade weil Albrecht Dürers Werk seit Jahrhunderten gemeinfrei ist, konnten wir das Motiv variieren und für unser Cover neu interpretieren. Der im Hintergrund durchschimmernde Wikipedia-Ball schlägt den Bogen von Adam und Eva zu uns in die Gegenwart.

Wir möchten Kulturinstitutionen ermuntern, und hier besonders diejenigen, die unter dem englischen Akronym GLAM für Galleries, Libraries, Archives und Museums zusammengefasst werden, sich aktiver in die Wikimedia-Projekte einzubringen. In fünf kurzen Kapiteln beleuchten wir verschiedene Aspekte. Besonderen Wert haben wir auf die Darstellung der unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit gelegt. Angefangen von einer einfachen Beratung, wie man Inhalte durch Freie Lizenzen im Netz sicht- und nutzbarer machen kann, über die Herausforderung, wie man sich als Institution regelkonform und konstruktiv in die Wikipedia einbringt, bis hin zu den Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Real-Life-Modus, wo Menschen in Fotoexkursionen oder Schreibwerkstätten einander begegnen. Wohlgemerkt immer vorausgesetzt, dass es gelingt, für die Gemeinschaft der Wikipedianer und Wikimedianer attraktive Angebote zu machen. Dafür haben wir den Text der Vorjahresauflage, die unter großem zeitlichen Druck für die Veranstaltung „Zugang gestalten!“ entstand, vollständig neu geschrieben. Inhalte wurden gestrafft und stringenter in der Argumentation dargestellt. Beibehalten haben wir das durch viele Fotos und ein luftiges Layout aufgelockerte Design. Den Abschluss bildet ein kurzer Selbsttest zum Ankreuzen: „Wie halten Sie es mit der Wikipedia?“ Die Broschüre ist eine Einladung an Mitarbeiter und vor allem Führungskräfte in den GLAM Institutionen, mit uns direkt Kontakt aufzunehmen. Alles weitere erwächst dann im gegenseitigen Dialog.

Die Broschüre ist ab sofort  als PDF verfügbar. Gern schicken wir sie aber auch postalisch. Alle Bestandteile der Broschüre stehen unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0. Der Text der Broschüre kann in der Wikipedia weitergeführt werden.

Sie erreichen uns telefonisch unter 030 219 158 26 – 44, per email unter kultur@wikimedia.de oder hinterlassen Sie einen Kommentar. Wir kommen gern mit Ihnen ins Gespräch.

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Aus einem Hashtag einen Imperativ machen: Open NRW!

Die seit 2012 mit eigener Mehrheit regierende Rot-Grüne Regierung von Nordrhein-Westfalen hat die Umsetzung einer umfangreichen Öffnungsstrategie angekündigt, wie sie bereits im Koalitionsvertrag beider Parteien vereinbart wurde. Die bisher konkreteste Verschriftlichung der Vorhaben zur „Open Government-Strategie Open.NRW“ stehen in einem Eckpunktepapier, dem das Landeskabinett im April 2013 zugestimmt hat. Keine der dort getroffenen Aussagen soll in Stein gemeisselt sein, jede Aussage soll diskutier- und veränderbar sein. Nun denn, lasst die Diskussion beginnen!

Auf Einladung der Landesregierung habe ich an einer eintägigen Verstaltung im Landtag teilgenommen. Lob und Dank  gilt den Organisatoren für eine dicht bepackte Veranstaltung.

Mein besonderes Augenmerk galt dem Bereich Open Data. Das Eckpunktepapier hält als tautologisch fest, dass alle offenen Daten mittelfristig offen (im Sinne der meistverbreiteten Definition) sein sollen. Und mit dieser Tautologie ist das Grundproblem von Open Data in NRW hervorragend umschrieben; es darf nicht wehtun. Gerade für die Nachnutzung spannende Daten (z.B. Geodaten des Landes) sollen nicht als Open Data freigegeben werden. Als Lizenzen für die Open Data-Strategie des Landes sind zwei Lizenzen im Spiel, die uns seit Monaten Kopfschmerzen bereiten: Die Datenlizenz Deutschland Namensnennung – Version 1.0 und Datenlizenz Deutschland Namensnennung – nicht kommerziell – Version 1.0. Während letztere ausdrücklich gar nicht erst als Open Data-Lizenz gedacht ist, enthält erstere so viele handwerkliche Mängel, dass sie derzeit auch als Freie Lizenz ausscheidet. OKFN und Wikimedia haben an der letzten Sitzung einer Arbeitsgruppe im Bundesinnenministerium teilgenommen, die zumindest die gröbsten Mängel dieser Lizenz beseitigen wird. Zumindest nach den Formulierungen des Eckpunktepapieres ist derzeit unklar, ob das NRW-Open Data-Unterfangen seinen Namen verdienen wird.

Unsere Empfehlungen an das Land NRW sind daher relativ wenig überraschend:

  1. Open Data soll nur heissen, was auch Open Data ist; dazu gehört der Verzicht auf unfreie Lizenzen und deutsche Sonderwege bei der Wahl entsprechender Lizenzen.
  2. Gerade Geodaten gehören nicht von vornherein aus der Open Data-Strategie des Landes ausgenommen. Im Gegenteil, sie gehören zu den naheliegendsten Freigabekandidaten
  3. Neben die Freigabe von Datensätzen durch die Verwaltung selbst gehört ein subjektives Recht des einzelnen Bürgers, Daten von der Verwaltung einzufordern, wenn es keine durchschlagenden Gründe gegen eine Freigabe gibt

Weiterführende Links:

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Jahresabschluss 2012: Neuerungen bei Form und Funktion

Auch der eher stille Finanzbereich lässt es sich nicht nehmen, über eine aktuelle Neuerung zu informieren. Gleichzeitig gebe ich meinen Einstand im Wikimedia-Blog:

Um über die Herkunft und Verwendung der zugegangenen Mittel so transparent wie möglich Auskunft zu geben, haben wir die Jahresabschlüsse von Verein und Fördergesellschaft erstmalig nach den Erfordernissen für spendensammelnde Organisationen aufgestellt. Ausschlaggebend für die Umstellung war, dass wir es aufgrund des Wachstums von Wikimedia Deutschland als notwendig erachtet haben, die Berichts- und Informationsfunktionen weiter auszubauen.

Die Abschlüsse folgen nun den Grundsätzen des Hauptfachausschusses 21 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (kurz: HFA21). Zuvor wurden die Jahresabschlüsse nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Dabei wird eine Vermögensübersicht aufgestellt, was vor allem auf Kapitalgesellschaften gemünzt ist, die Gewinn erzielen wollen. Wikimedia ist dagegen eine nicht-gewinnorientierte Organisation, die ihren Satzungszielen verpflichtet ist und keine Maximierung ihrer Mittel verfolgt. Die Umstellung nach HFA-Grundsätzen passt besser zu uns.

Natürlich werden auch weiterhin die Vorschriften des Handelsgesetzbuches befolgt. Die wesentliche Neuerung durch die HFA21 aber ist, dass erhaltene Gelder erst dann als vereinnahmt gelten, wenn sie satzungsgemäß verwendet worden sind. Dementsprechend werden Mittel erst bei Verausgabung erfasst, und zwar sowohl als Aufwendungen als auch als Erlöse in der Gewinn-und Verlustrechnung. Sofern Mittel vereinnahmt, jedoch im Berichtsjahr selbst nicht verausgabt wurden, werden sie bis zum Zeitpunkt der Auszahlung als noch nicht verbrauchte Mittel in das Folgejahr übertragen.

Damit lässt sich nun einerseits genau bestimmen, wie viel der erhaltenen Mittel jährlich für die Arbeit von Wikimedia Deutschland für die satzungsgemäße Arbeit eingesetzt wird, andererseits richtet sich die Perspektive weg von den Einnahmen hin auf die Mittelverwendung. Das ist noch detaillierter und transparenter als in den Vorjahren.

Wenn Ihr erfahren möchtet, wie die neuen Abschlüsse in der Praxis gestaltet sind, so werft einen Blick auf unseren aktuellen Tätigkeitsbericht.

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OER-Konferenz 2013 – Ein Bündnis für Freie Bildung

Die OER-Konferenz 2013 (#OERde13) von Wikimedia Deutschland wird deutschsprachige Akteure rund um das Thema Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsmaterialien, zusammenbringen.  Sie findet im Spetember statt und setzt sich zusammen aus Fachkonferenz und Barcamp. Sie bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen, denn bei Freien Bildungsinhalten geht es um gemeinsames teilen, mixen und bearbeiten. Sprich: Dem Kern der Wikimedia-Projekte.

Die Veranstaltung ist nur möglich durch eine Reihe von Partnen und Unterstützern, die wir daher im Folgenden näher vorstellen. Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 20/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags – aufgrund des Feiertags ausnahmsweise diese Woche am Freitag – in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

= Wikimedia:Woche 20/2013 =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Weiterlesen »

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Jahresbericht des Affiliations Committee

Das Affiliations Committee (kurz AffCom) – ins Deutsche etwa mit „Arbeitsgruppe für Wikimedia-zugehörigen Gruppen und Organisationen“ zu übersetzen – ist eines der wichtigsten Gremien im Wikimedia-Universum. Die Arbeitsgruppe wurde 2006 gegründet, damals noch als “Chapters Committee”. Das AffCom begleitet Chapter und weitere Wikimedia-Gruppen auf ihrem Weg zur offiziellen Anerkennung durch die Wikimedia Foundation. Am Ende des Bewerbungsprozesses spricht es Empfehlungen an das Board of Trustees, dem Aufsichtsgremium der Wikimedia Foundation, hinsichtlich dieser Anerkennung aus.

Wie alle ehrenamtlichen Gremien im Wikimedia-Universium muss auch das Affiliations Committee einen jährlichen Bericht über die seine Arbeit veröffentlichen. Bence Damokos, Vorsitzender der Arbeitsgruppe, veröffentlichte nun den Bericht für das Jahr 2012 und zeigt, wie umfangreich aber auch wichtig ihre Arbeit ist. Der Bericht ist nachfolgend in Kürze zusammengefasst, die Langversion gibt es auf Meta und auch in deutscher Übersetzung zu lesen.

Neue Organisationsmodelle mit Hindernissen

Im Jahr 2012 gab es eine gewichtige Änderung im Verhältnis zwischen der Wikimedia Foundation in San Francisco und den weltweit vertretenen Chaptern: Zusätzlich zu dem Konzept der Ländervertretungen – Wikimedia Deutschland war bei Gründung 2004 die erste dieser Art – schuf das Board of Trustees die Möglichkeit für sogenannte thematische Organisation oder Nutzergruppen, sich ebenfalls offiziell anerkennen zu lassen. Diese beiden Konzepte haben vor allem den Vorteil, dass sie nicht derart strenge Bedingungen und Auflagen wie die Ländervertretungen erfüllen müssen. Das Affiliations Committee hatte im vergangenen Jahr vor allem mit der Einführung dieser beiden Konzepte zu tun. Problematisch erwies sich vor allem, dass die Wikimedia Foundation parallel mit der Einführung noch nicht über eine Namenskonvention für diese neuen Modelle entschieden hatte. Die Nutzung der Wikimedia-Marken verlangt stets eine Genehmigung durch die Foundation; dies führte dazu, dass sich der Anerkennungsprozess bereits im letzten erheblich in die Länge zog.

Eine weitere Neuerung ist ebenso wichtig für das Committee: Erstmals verfügen die zehn Mitglieder über ein eigenes Budget, um Reisekosten zu decken und an Gruppen, die anerkannt werden wollen, eine Anschubfinanzierung vergeben zu können. Dafür wählte die Gruppe mit María Sefidari auch eine eigene Schatzmeisterin.

Größtes Problem: Die Inaktivität der Mitglieder

Neben diesen beiden Neuerung beschreibt die Arbeitsgruppe in ihrem Jahresbericht auch die zahlreiche Probleme und Herausforderungen, mit denen die Ehrenamtlichen zu kämpfen hatten: Nur ein Bruchteil der zehn Mitglieder der Arbeitsgruppen war konstant aktiv, obwohl die Arbeit für das Wikimedia-Universum sehr wichtig ist und viel davon abhängt. Die Folge war, dass sehr viel Arbeit auf sehr wenige Mitglieder verteilt werden musste – was zu weiterer Demotivation, Erschöpfung und gar Burn-Out führte.
Um die Aktivität einzelner Mitglieder zu erhöhen bzw. deren Abwahl zu erleichtern, beschloss das Board of Trustees mittels einer Ergänzung der AffCom-Satzung unter anderem Amtszeiten einzuführen. Die Arbeitsgruppe selbst entschied sich zudem, Minimalstandards für die Aktivität der Mitglieder einzurichten. Im März schieden dann – aufgrund der neuen Satzungsergänzung – fünf der zehn Mitglieder aus, fünf neue kamen hinzu. Das Committee hofft nun, dass dieses Problem 2013 nicht mehr derart gravierend sein wird.

Blick in die Zukunft

Was bleibt nach dem Bericht? Mehr denn je wird deutlich, wie wichtig die Arbeit des Affiliations Committee ist – viele Wikimedianerinnen und Wikimedianer möchten sich organisieren, um ihre Arbeit besser zu fördern und zu bewerben und gleichzeitig neue Menschen für die Projekte zu gewinnen. Auf diesem Weg zur Institutionalisierung ist das Affiliations Committee das wichtigste Gremium, das mit Rat und Tat zur Seite steht. Das Committee selbst wünscht sich dabei in Zukunft auch proaktiv handeln zu können, um auf Gruppen in Ländern zugehen zu können und sie bei ihrer Institutionalisierung zu unterstützen.

Mitmachen!

Mit der Münchner Nutzergruppe (vorläufig unter dem Namen Wikimedia Stammtisch München) befindet sich übrigens auch eine Gruppe aus der deutschsprachigen Community im Bewerbungsprozess. Neben der Gründung eigener Nutzergruppen oder thematischen Organisationen kannst du dich auch an der Arbeit des AffCom beteiligen. So werden stets Übersetzer_innen gesucht, du kannst die Gründung neuer Gruppen begleiten und dem AffCom Feedback für seine Arbeit geben. Außerdem steht Ende 2013 die nächste Wahl an. Wenn du mit Interesse das Wachstum des Wikiversums verfolgst, Erfahrungen in der Communityarbeit hast, dir interkulturelle Kommunikation Spaß macht und du auch vor bürokratischen Aufgaben wie dem Prüfen von Satzungen und allgemeiner Verwaltung nicht zurückschreckst, dann bewirb dich für das Affiliations Committee! Ein Datum steht noch nicht fest, aber Interessierte können sich per Eintrag auf der Diskussionsseite benachrichtigen lassen.

Außerdem haben wir gerade die Projektseite Affiliations Committee in der deutschsprachigen Wikipedia angelegt, auf der wir zunächst Basisinformationen zum Affiliations Committee und den zugehörigen Organisationen weiterführende Links sammeln. Die Seite kann als erste Anlaufstelle dienen, hier können gerne Fragen auf Deutsch gestellt werden, die wir dann ans AffCom weitergeben. Außerdem werden wir dort Ende des Jahres die Wahl der neuen Mitglieder begleiten. 

Bei Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung und stelle den Kontakt zu entsprechenden Ansprechpartner_innen im internationalen Wikimedia-Universum her.

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Q – …wie in Quartalsbericht

Einfach Q, von Bequw (CC-BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

Das „Q“ steht für eine ganze Reihe von Dingen, sagt Wikipedia. Von Außerirdischen über schrullige Film-Wissenschaftler, Objekte in Wikidata bis hin zu mathematischen Symbolen. Und natürlich ist Q auch ein Buchstabe des lateinischen Alphabets, obendrein der am seltenste verwendete von allen 26. An diesem Nischendasein kann das Q auch nichts ändern, denn 1 unter 26 zu sein, das bedeutet noch nichts. Es kommt darauf an, wie Buchstaben kombiniert und wofür sie gebraucht werden. Sie sind Teile eines Ganzen. Bei Informationen und dem Umgang mit ihnen ist das ganz ähnlich: Dass es sie gibt, hilft alleine nicht weiter – nicht bei der sprichwörtlichen Flut täglicher Informationen.

Die regelmäßigen Berichte von Wikimedia Deutschland sollen verschiedenen Informationsbedürfnissen gerecht werden. Die Beiträge in diesem Blog sind zum Beispiel persönliche Erfahrungsberichte oder Ausblicke zu einzelnen Projekten und Neuigkeiten. Der vierwöchentliche WMDE-Monatsbericht ist dagegen eine Zusammenstellung vieler unterschiedlicher Informationen, sachlicher geschrieben, mit Verweisen auf Blogbeiträge oder andere weiterführende Quellen. Der jährliche Tätigkeitsbericht (kürzlich erschienen) enthält wiederum ganz andere Informationen, Zahlen, Daten und Fakten. Darin werden auch grundsätzliche Themen eingeführt, anders als in anderen Berichten. Das hat natürlich mit unterschiedlichen Zielgruppen, Erwartungen oder Rahmenbedingungen zu tun, …was an dieser Stelle aber zu weit führt. Denn viel wichtiger ist:

 

Wir haben jetzt auch ein Q!

 

Um genau zu sein, es ist ein Q wie in Quartalsbericht. Heute wurde der erste, Q1/2013, veröffentlicht. Was im Fokus steht, zeigt ein Zitat aus dem Bericht:

Das Medium Quartalsbericht ist Neuland für Wikimedia Deutschland und hat mehrere Aufgaben: Zum einen soll die regelmäßige Berichterstattung an alle Interessierten mit diesem weiteren Format erweitert werden. Zum anderen dient es dazu, nicht nur auf die Arbeit des Vereins zurückzublicken, sondern wertvolle Erkenntnisse für die weitere Planung und Umsetzung zu sammeln, sichtbar zu machen und dann nutzen zu können.

Die Angaben aus diesem Quartalsbericht dienen in Form des FDC Progress Report 1/2013 außerdem der Berichterstattung an das Funds Dissemination Committee (FDC), das Gremium zur internationalen Mittelverteilung in der Wikimedia-Bewegung. WMDE hat in der ersten Förderrunde des FDC Mittel für Projekte beantragt und bewilligt bekommen, mit denen die Ziele der Jahresplanung 2013 erreicht werden sollen.

Wie dieser Bericht genau entstanden ist, erklärt der Abschnitt „Über dieses Dokument“. Kommentare und Rückfragen werden gerne auf der Diskussionsseite aufgegriffen und beantwortet!

Der Quartalsbericht ist also ein erster Schritt, dem in Zukunft regelmäßig weitere folgen werden. Er ergänzt die bestehenden Berichtsformen, und zwar jenseits der kalendarischen Ebene von Monaten, Quartalen oder Jahren: Je weiter sich die kommenden Quartalsrückblicke entwickeln und aufeinander aufbauen, desto fundierter die Rückschlüsse für die Aktivitäten bei Wikimedia Deutschland. Um auf das Alphabet zurückzukommen, wir arbeiten sozusagen an guten Kombinationen.

 

 

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Einladung zum Workshop: Ist Qualität ohne Diversität möglich?

Dieser Beitrag wurde von Sarah Khayati, Mitarbeiterin im Kooperationsprojekt “Diversität für Wikipedia” verfasst.

Welche Rolle spielt Diversität für die Qualität (der Beiträge) in der Wikipedia? Dieser Frage widmen wir uns in einem Workshop am 26. Mai 2013. Im Rahmen des Offenen Sonntags wollen wir gemeinsam Ideen und Erfahrungen zur Bedeutung von Diversität für die Qualität von Wikipedia austauschen, um Nachweise für die Rolle von Diversität für die Qualität von Wikipedia erarbeiten zu können.

Wir laden alle Interessierte am Thema, Wikipedianerinnen und Wikipedianer und Vereinsmitglieder herzlich dazu ein, gemeinsam nach möglichen Kriterien und Nachweisen zu suchen und sich aktiv an der Generierung und Entwicklung von entsprechenden Leitfäden zur Geschlechterdiversität und deren Anwendung zu beteiligen. Einige Fragen, die wir in diesem Rahmen diskutieren möchten sind:

  • Gibt es Nachweise dafür, dass die geringe Anzahl an Editorinnen (nach einigen Schätzungen sind nur ca. 9% der Autorenschaft Frauen) in der Wikipedia zu Qualitätseinbußen führt?

  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Diversität in der Autorenschaft und der Qualität der Wikipedia-Artikel? Woran können wir diesen festmachen?

  • Gibt es weitere Bereiche, z.B. verschiedene Arten der Zusammenarbeit in der Wikipedia, in denen wir einen Zusammenhang zwischen Diversität und Qualität vermuten/feststellen können?

Der Workshop ist Teil des Projektes zur Förderung von Wissens-Diversität in der Wikipedia in Zusammenarbeit mit dem Gender- und Technik-Zentrum der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Er wird von der dortigen Gastprofessorin für Digital Media & Diversity, Ilona Buchem, geleitet.

Mehr zu dem Projekt findet Ihr auf der Homepage der Beuth Hochschule und bei Wikimedia Deutschland. Mehr Infos auch zu allen anderen Workshops am Offenen Sonntag findet Ihr hier. Und Rückfragen können gerne an mich gerichtet werden.

Der Offene Sonntag findet statt am 26. Mai 2013 in der Zeit von 9:00 bis 16:00 Uhr in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland e.V., Obentrautstr. 72, 10963 Berlin.

Kommt zahlreich und diskutiert mit!

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Latet enim veritas, sed nihil pretiosius veritate #ZDFcheck

Die Wahrheit ist verborgen, aber nichts ist schöner denn die Wahrheit. Hinter uns liegt eine aufregende Woche der re:publica in Berlin samt einstündiger Paneldiskussion zum Projekt ZDFCheck (wir berichteten darüber). Die re:publica-Veranstalter haben in Windeseile den Mitschnitt dieser Diskussion auf Youtube und unter die Lizenz Creative Commons CC BY-SA 3.0 gestellt, von dort erfolgte dann auch der Upload auf Wikimedia Commons.

Ab heute ist der zdfcheck.zdf.de mit einem ersten Faktencheck-Angebot online und die Einladung an die Netz-Community zur Beteilung an der Recherche steht.

Ebenfalls heute beginnt der „Wikipedian in Residence“ seine Arbeit im Rahmen des Online-Angebots des ZDF. Nach dem Abschluss der Bewerbergespräche freuen wir uns, Tim Moritz Hector vorstellen zu dürfen. Tim ist Student der Politologie und Kommunikationswissenschaft in Münster und seit 2007 Wikipedianer, von 2008 bis 2012 als Admin. Seit 2012 ist er außerdem für das Referentennetzwerk tätig.

Presseschau:

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