Wikimedia:Woche 28/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (28/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

Foundation und Vereine

WIKIMANIA 2012 UND WCA

Im Vorfeld der Wikimania 2012 hat die erste Sitzung des Rats der Wikimedia Chapters Association (WCA) stattgefunden. Als ehrenamtliche Interims-Generalsekretäre haben sich Tomer Ashur und Delphine Ménard (stellvertretend) beworben. Einen Entwurf für den ersten Haushalt der Organisation hat Delphine Ménard vorgelegt.
Eine Kandidatur für die hauptamtliche Stelle des Generalsekretärs der WCA hat Sebastian Moleski bekanntgegeben. Auf der entsprechenden Diskussionsseite auf Meta-Wiki wurde festgehalten, dass es sich bei der Entscheidungsfindung um keine Wahl handeln würde. Die Stelle des Generalsekretärs sollte vielmehr (wie auf Meta-Wiki vorbereitet) ausgeschrieben und dann mittels eines Bewerbungsverfahrens vergeben werden.

WIKIMEDIA SPANIEN

Die spanische Wikimedia-Organisation hat Monatsberichte für April, Mai und Juni 2012 veröffentlicht.

WIKIMEDIA DEUTSCHLAND

Pavel Richter, Vorstand von Wikimedia Deutschland, hat die Anstellung von Manuel Merz für empirische Forschung und Evaluation bekanntgegeben. Denis Barthel, bisher Teil des Teams Bildung und Wissen bei WMDE, berichtet außerdem in einem Blogbeitrag über seine neuen Aufgaben als Teil des Teams Freiwilligenförderung.

WIKIMEDIA-SHOP

Schon länger bietet die Wikimedia Foundation in einem Online-Shop Artikel zur Marke Wikipedia an. Mit dem Beginn dieses Monats wird der Shop nun gezielt stärker in die Öffentlichkeit getragen: Für Wikipedia-Leser in den USA erscheint zum Beispiel ein Hinweis in der Seitennavigation von Wikipedia.

Projekte und Initiativen

DIE RUSSISCHE WIKIPEDIA HAT GESTREIKT

Am 10. Juli 2012 war die russische Wikipedia nicht erreichbar. Die Community protestierte damit gegen ein Gesetz, das, wie es auf der Startseite an diesem Tag hieß, “die außergerichtliche Zensur des Internets in Russland, einschließlich des Zugriffs auf Wikipedia in russischer Sprache” zur Folge haben könnte. Der Zugriff zur russischen Wikipedia war vollständig gesperrt, auf der Mailingliste Wikimedia-l wurde moniert, das Projekt sollte zumindest für Stewards weiter erreichbar sein. Das Gesetz wurde an diesem Tag im russischen Parlament, der Duma, beraten. Der Protest unter dem Motto “Stelle Dir eine Welt ohne freies Wissen vor” folgte dem Streik der englischsprachigen Wikipedia im Protest gegen die U.S.-Gesetzesentwürfe SOPA/PIPA am 18. Januar 2012 sowie der italienischen Wikipedia gegen ein Internet-Zensur-Gesetz in Italien.

REISEFÜHRER

Während der Wikimania in Washington, D.C. finden Gespräche über die mögliche Gründung eines Reiseführer-Projekts unter den Wikimedia-Projekten (Travel Guide) statt. Auf Meta-Wiki wurde eigens ein Meinungsbild angefragt:

BILDERSPENDE: 30.000 PFLANZEN FÜR WIKIMEDIA COMMONS

Die Université de Neuchâtel digitalisiert derzeit 30.000 getrocknete Pflanzen ihres Herbariums, um die Dateien anschließend auf Wikimedia Commons hochzuladen. Die Initiative wird durch Wikimedia Schweiz begleitet.

HOCHSCHULPROGRAMM KAIRO

Weitere Zahlen zum Projekt, mit dem ägyptische Studenten über das vergangene Semester im Rahmen ihrer Kursarbeit zu Wikipedia beitragen sollten: Im Blog der Wikimedia Foundation wird angegeben, dass 54 Studenten insgesamt 246 Artikel bearbeitet haben und dabei Inhalte im Umfang von über 370 Druckseiten geschaffen haben. Weiteres im Rückblick:

MALAYALAM-SCHULPROGRAMM

Die Community der Malayalam-Wikipedia bringt mit Unterstützung der regionalen Verwaltung ein Wikipedia-Schulprogramm an eine Schule in Anchal (Kerala, Indien).

WIKIPEDIA-AG

Am Montag, dem 9. Juli 2012, startete in Niedersachen das Pilotprojekt Wikipedia-AG, in dem an fünf niedersächsischen Schulen die Arbeit mit Wikipedia offiziell in die Stundengestaltung von Lehrern einfließen wird. In Hannover gaben Vertreter des Kultusministeriums Niedersachen und von Wikimedia Deutschland gemeinsam den Startschuss bekannt. Näheres hierzu im Blogbericht von Elly Köpf:

VIDEOS DER WIKIPEDIA ACADEMY UND MEHR

Videomitschnitte von der Wikipedia Academy in Berlin und der abschließenden Verleihung des Zedler-Preises für Freies Wissen sind online. Ein zusammenfassender Bericht findet sich im Blog von Wikimedia Deutschland.

Studien und Statistik

STIMMUNGSBALKEN

Die sogenannte Moodbar ist ein Testwerkzeug der Wikimedia Foundation, das Wikipedia-Benutzern angezeigt wird, wenn sie zum ersten Mal einen Artikel bearbeiten wollen. Dabei werden die Testpersonen gebeten, Ihre momentane Stimmung beim Bearbeiten durch ein Icon zu symbolisieren. Die Ergebnisse laufen dann gesammelt auf einer Feedback-Seite ein, wo erfahrene Wikipedia-Aktive den einzelnen neuen Benutzern mit Kommentaren antworten können. Als Zwischenanalyse der Maßnahme hat die Wikimedia Foundation nun veröffentlicht, dass diejenigen Neuautoren, die die Moodbar angewendet haben, über einen identischen Zeitraum erheblich mehr Wikipedia-Bearbeitungen vornehmen als andere Neuautoren. Weitere Details:

Technik

TECHNIK-BERICHT DER WMF

Der monatliche Bericht der Wikimedia Foundation rund um technische Infrastruktur und Entwicklungen ist rückblickend für den Monat Juni erschienen:

VERSIONSGESCHICHTEN

Die Wikimedia Foundation hat eine MediaWiki-Erweiterung getestet, mit der der Zeitpunkt der letzten Änderung eines Wikipedia-Artikels nicht nur unterhalb des jeweiligen Artikels zu finden ist, sondern prominent platziert im Kopf der Artikelseite. Die Fragestellung hinter dem Test war, ob so mehr Leser auf die Versionsgeschichte von Artikeln zugreifen. Das Ergebnis ist laut Steven Walling, der den Test geleitet hat, dass in der Tat die Leser der so umgestalteten Artikel um ein Vielfaches häufiger als durchschnittlich die Versionsgeschichte von Artikeln aufrufen. Das wird von Seiten der Wikimedia Foundation als Beleg für das Interesse von Lesern gewertet, mehr über die Arbeitsweisen in Wikipedia zu erfahren. Eine mögliche Abwandlung dieser Testreihe könnte Autoren direkt zum Bearbeiten auffordern.

RÜCKMELDUNGSWERKZEUG

Das Werkzeug, mit dem Leser Rückmeldungen zur Qualität von Wikipedia-Artikeln geben können (Article Feedback Tool) wird breiter verfügbar gemacht: Bis zum Ende des Monats Juli von derzeit drei Prozent Abdeckung der englischen Wikipedia-Version auf zehn Prozent Abdeckung. Es handelt sich dabei um die aktuelle Version 5.

Termine

WIKIDATA-LOGO: LETZTE CHANCE

Noch bis zum heutigen Donnerstag, den 12. Juni, 23:59 Uhr, können Stimmen im Logowettbewerb für das neueste Wikimedia-Projekt abgegeben werden.
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Videos der Wikipedia Academy und Zedler-Preisverleihung sind online!

Die Videos der beiden Keynotes und der drei Gesprächsrunden bei der Wikipedia Academy sind bereits online, die Aufzeichnungen Paper-Sessions und Lightning Talks werden ebenfalls in den nächsten Tagen veröffentlicht.

Alle Informationen zur Veranstaltung samt Dokumentation (Videos, Präsentationen, Papers, Poster) finden sich auf der Academy-Website.

When Peer Production Succeeds. Keynote by Benjamin Mako Hill

When Peer Production Succeeds. Keynote by Benjamin Mako Hill from Wikimedia Deutschland on Vimeo.

The Visual Experience – Gender and Ways of Seeing Wikimedia. Keynote by Sarah Stierch

The Visual Experience – Gender and Ways of Seeing Wikimedia. Keynote by Sarah Stierch from Wikimedia Deutschland on Vimeo.

Weitere Videos:
Paper Session I
Paper Session II
Paper Session III
Paper Session IV
Paper Session V
Paper Session VI
Lightning Talks
Researchers and the researched: A difficult relationship. Community Panel
Panel: Open Science as an opportunity for Science Communication
Panel: The social aspects of Free Knowledge

Video der Zedler-Preisverleihung

Einen ausführlichen Rückblick zur Veranstaltung gibt es hier im Blog, auf der Webseite finden sich alle weiteren Informationen samt der Laudatio-Texte.

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Wikimania Takes Manhattan – Eine Vorspeise in drei Gängen

Die Wikimania ist das jährliche Treffen von engagierten Helfern aus den Wikimedia-Projekten. Vom 12.-14. Juli findet die diesjährige Wikimania in Washington, D.C. statt. Am Wochenende vor der Konferenz kamen ca. 50 Wikipedianer aus verschiedenen Ländern nach New York City, um am von Wikimedia New York City organisierten Wilkommensprogramm “Wikimania takes Manhattan” teilzunehmen.

Es berichtet der Wikipedia-Autor mit dem Benutzernamen toblu. Er ist einer von 20 Ehrenamtlichen, die Wikimedia Deutschland mit einem Reisestipendium für die Wikimania unterstützt.

 

Wer im Jahre 1912 von Europa nach Amerika reiste, konnte sicher sein, von der Freiheitsstatue im Land der unbegrenzten Möglichkeiten begrüßt zu werden. Wer im Jahre 2012 nach Amerika reist, hat diese Sicherheit nicht. Wer – so wie dieser Tage einige  hundert Wikipedianer – nach Washington möchte, kann die Küste einfach überfliegen und direkt auf dem Washington Dulles International Airport landen.

Dieser Umstand war einigen New Yorker Wikipedianern Grund genug, die Teilnehmer an der diesjährigen Wikimania ein Wochenende vor Konferenzbeginn nach Manhattan einzuladen. Gut 50 Wikimanians folgten dem Aufruf und freuten sich über eine Vorspeise in 3 Gängen.

Wikipedianer erobern Manhattan. Bildautor: toblu unter CC-BY-SA 3.0.

1. Gang: Sightseeing

Der erste Gang dauerte drei Tage. Sightseeing. Uptown – Downtown – Midtown. Entlang eines von den Organisatoren vorgeschlagenen, auf Anregungen der (stetig wechselnden) Teilnehmer aber immer wieder modifizierten Programms, das versuchte Schlaglichter auf einige ausgewählte Orte zu werfen. Darunter: das American Museum of Natural History, das Metropolitan Museum of Art, die Wall Street, China Town, die UN Headquarters und die New York Public Library. Nicht die schnellste, aber eine spannende und definitiv lustige Methode, Manhattan kennenzulernen.

Höhepunkt – wenigstens für mich, der wie die meisten Teilnehmer nur einen Teil des angebotenen Programms wahrnahm: der Besuch einer Off-Broadway-Production mit dem Titel Too much light makes the baby go blind im East Village. Ein exakt 60-minütiger Auftritt bestehend aus 30 verschiedenen, teilweise für den Abend neu geschriebenen Stücken, deren Reihenfolge spontan durch das Publikum vorgegeben wird. Eintrittspreis: $ 11 + „whatever you roll with the dice“. Bonus für uns: 2 Stunden Warten in der ebenso schlecht beleuchteten wie dubiosen KGB Bar.

2. Gang: Wiknick

Wiknick auf Gouvernor’s Island. Bildautor: toblu unter CC-BY-SA 3.0.

Der zweite Gang bestand aus Pizza. Viel Pizza. Und Chips. Und Limo. Ein Wiknickam Samstagvormittag auf Gouvernor’s Island, zugleich die gemeinsame Errichtung eines „Pavillons“ aus Bambusstäben („That’s no building, that’s a situation“) unter dem Motto Wiki’s World Fair. Nach anfänglichen Motivationsschwierigkeiten (bei Temperaturen bis zu 39° Celsius) dann doch relativ lustig und tatsächlich zu einem Austausch über einzelne Projekte führend.

Besonders spannend: Ideen für ein unabhängiges Mobilfunknetzwerk, das durch Übertragung des Signals über verschiedene (tragbare oder fest installierte) Mini-Sender funktioniert und dank Holzschachtel-Prototyp live vorgeführt wurde. Kein Wiki-Projekt, dafür aber wirklich grass roots.

3. Gang: Wikibus

Der dritte Gang schließlich war eine Fahrt. Gemeinsam im (von Wikimedia New York gesponserten und theoretisch mit W-LAN ausgestatteten) Greyhound nach DC. Abschluss eines tollen Events. Zugleich Höhepunkt einer unglaublichen Flut an „Hey, when exactly do we meet? I got like 5 different times already“-E-Mails über (mindestens) zwei verschiedene Mailinglisten. Twitter ist so 2011. Facebook eh.

Nach einer dennoch erfolgreichen Ankunft zunächst in DC, für mich etwa eine Stunde später dann auch im Hostel, bleibt die Erinnerung an eine tolle Initiative und eine genutzte Gelegenheit, schon vor Beginn der Wikimania nicht nur Manhattan, sondern auch viele Teilnehmer (wenigstens ein bisschen) kennengelernt zu haben.

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Wikipedia im Unterricht – Pilotprojekt: “Wikipedia-AG”

“Mach mit und zeig, was du weißt!” Unter diesem Motto wurde heute in Hannover ein Pilotprojekt mit dem niedersächsischen Kultusministerium gestartet, in dem Lehrer dabei unterstützt werden, Wikipedia bewusst in ihren Unterricht einzubinden. Schule als Ort, an dem aktiv Kompetenzen vermittelt werden, um sich in einer digitalen Welt zurechtzufinden. Mit einem solchen Ansatz lassen sich gleich mehrere Anknüpfungen an den Lehrplan finden: Wikipedia als Quelle zur Förderung der Lesekompetenz, der Medien- und Informationskompetenz und der Schreibkompetenz. Als einmaliger Ort, an dem ein Nutzer nicht nur die Möglichkeit hat, Texte zu lesen und zu prüfen, sondern auch selbst aktiv sein Wissen hinzuzufügen.

Teilnehmer des Projekts sind fünf Pilotschulen aus Stadt und Region Hannover. Zwei von jeder Schule benannte Lehrkräfte erhalten vom Kultusministerium je zwei Anrechungsstunden für die Mitarbeit im Projekt. Die Schule sorgt im Gegenzug dafür, dass in mindestens vier verschiedenen Lerngruppen und mindestens drei verschiedenen Fächern Erfahrungen mit Wikipedia als Quelle und als Publikationsmedium gesammelt und dokumentiert werden. Die hier gewonnenen Erfahrungen werden in Material für Lehrkräfte einfließen. Handlungsschwerpunkte des Projekts sind die aktive Kompetenzvermittlung für die Lehrkräfte und die Gewinnung weiblicher Autoren.

Für einen erfolgreichen Start in das Projekt erhielten die Lehrkräfte der Projektschulen heute gleich eine einführende Fortbildung zu Wikipedia von Raimond Spekking und Elly Köpf. Im Zentrum standen der Austausch zu offenen Fragen und die Vermittlung wichtiger Tipps, die bei der aktiven Mitarbeit bedacht werden sollten. In die Fortbildung flossen sämtliche Erfahrungen aus den drei Programmen des Bereichs „Bildung und Wissen“ mit ein und lieferten so einen vielschichtigen Erfahrunghintergrund, besonders Erfahrungen aus den Lehrerworkshops und Piloten mit Schülern aus dem Programm “Wikipedia macht Schule”. Materialien zu Wikipedia-AG wurden für die Lehrer vorab auf der Lehrplattform Wikiversity eingestellt. In einem extra Arbeits-Raum zu Wikipedia können sich hier Lehrende über den Einsatz von Wikipedia im Unterricht austauschen und gesammelte Erfahrungen einsehen.

Bis zum Projektschuljahr 2012/2013 bleibt nun noch ausreichend Zeit für die Lehrer, erste Schritte in der Wikipedia zu machen und sich selbst mit der Bearbeitung erster Artikel vertraut zu machen. Neben den zehn Lehrkräften nahmen an der Schulung auch drei Betreuer von Multimediamobilen der Niedersächsischen Landesmedienanstalt teil. Diese werden sich für eine weitere Verbreitung der Inhalte über die fünf Schulen hinaus stark machen und das gelernte Wissen in ihre Praxis mit einbauen. Während des kommenden Projektjahres finden noch weitere Fortbildungen statt, an denen alle Projektlehrkräfte teilnehmen und bei denen sie den Wikipedia-Unterricht im eigenen Unterricht gemeinsam planen, bereits gemachte Erfahrungen ausgetauscht und Ergebnisse festgehalten werden können.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Ministerium und den teilnehmenden Lehrern!

Partner:

Auf der Webseite von Wikimedia Deutschland finden Sie die Pressemitteilung zu diesem Thema.

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Say Hello, Wave Goodbye ….

Seit Ende 2008 habe ich für Wikimedia Deutschland Bildungsaufgaben wahrgenommen. Dabei habe ich mich in den letzten eineinhalb Jahren mit meinen Kollegen im Team intensiv der Aufgabe gewidmet, aus isolierten Programmen und Strukturen wie “Wikipedia macht Schule” und “Silberwissen” einen eigenständigen, übergreifenden Bereich “Bildung & Wissen” zu formen. Das von uns gemeinsam entwickelte Bereichsmotto “Mitmachen!”, dass den Fokus der AutorInnengewinnung bei Wikimedia Deutschland zielgruppenoffener gestaltete, war eine wichtige Richtlinie dazu und führte zu einem intensiven und kontinuierlich produktiven Austausch insbesondere mit dem rund dreissigköpfigen Referentennetzwerk des Bereichs. Diese sehr erfüllende und schöne Aufgabe ist nun abgeschlossen, Zeit für etwas Neues.

In diesem Monat werde ich daher in den Bereich Freiwilligenförderung wechseln. Durch diesen Wechsel kann ich meine in den letzten Jahren im Bereich “Bildung & Wissen” gesammelten Erfahrungen in einen Bereich mitbringen, der mir inhaltlich bereits wohlvertraut ist und sehr am Herzen liegt. Von Anfang meiner Tätigkeit bei Wikimedia Deutschland an haben mich Aufgaben zur Unterstützung der Communities und der Qualitätsförderung beschäftigt und in Programmen wie z.B. dem Literaturstipendium, dem Redaktionstreffen und dem Bilderschatz ihren Niederschlag gefunden. Bei meinen kommenden Aufgaben im alten/neuen Bereich möchte ich mich nun insbesondere auf die Optimierung von Strukturen und Prozessen in der Arbeit für und mit den Communities konzentrieren.

Eine besondere Erfahrung aus dem Bereich “Bildung & Wissen”, die ich mit einbringen möchte in meine neue Arbeit, sind dabei die vielen Stimmen von Lesern bzw. Menschen, die keine Wikipedianer sind. Indem diese Menschen bei zahlreichen Begegnungen mit mir ihre Sicht auf Wikipedia und Freies Wissen teilten und von der alltäglichen Bereicherung und Herausforderung berichteten, die Wikipedia für sie darstellte, veränderten Sie allmählich meine Perspektive auf die Wikipedia. Auch und gerade als Wikipedianer wurde es zum Privileg für mich, besser verstehen zu lernen, wo und warum unser aller Lieblingsprojekt gelegentlich nicht nur Begeisterung, sondern auch Stirnrunzeln, Ärger oder Hilflosigkeit auslöst bei jenen, für die es am Ende gedacht ist. So eröffnete sich mir etwas ganz Neues und ich möchte davon etwas weitergeben.

Für die unglaublich spannende und fantastisch produktive Zeit bei “B&W” danke ich insbesondere Elly Köpf, sowie Elvira Schmidt, Cornelia Trefflich und Merle Wittich und natürlich insbesondere den Teilnehmern des Referentennetzwerks. Und ich freue mich sehr darauf, Teil eines neuen Teams aus Johannes Rohr, Julia Kloppenburg und Christoph Jackel zu werden.

Auf bald, wir lesen uns!

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Herzlich willkommen bei Wikimedia Deutschland, Manuel Merz

Manuel wird uns künftig mit gezielter empirischer Forschung und Evaluation zur Seite stehen: Mit seiner umfangreichen Erfahrung in diesen Bereichen wird er Wikimedia Deutschland beispielsweise dabei unterstützen, Projekte systematisch zu evaluieren um ihre Effektivität zu optimieren. Manuel wird uns außerdem bei strategischen Fragestellungen beraten und dort, wo für uns der größte Informationsbedarf besteht, empirische Forschungsprojekte initiieren oder selbst durchführen. Gleich zu Anfang steht die Beratung bei der Erstellung des Wirtschaftsplans 2013, sowie bei Fragestellungen rund um die Themen “Autorinnengewinnung” und gezielter Unterstützung der bestehenden Autorengemeinschaft.

Manuel verfügt über 8 Jahre Erfahrung in der Internet- und Wikipediaforschung und promoviert derzeit an der Technischen Universität Ilmenau zum Thema „Entwicklung einer Typologie der Autorinnen und Autoren der deutsch- und englischsprachigen Wikipedia-Communities“. Auch schon in seiner Diplomarbeit („Aktive Beteiligung an Wikipedia aus sozial-kognitiver Perspektive“) und während seines Studiums der Kommunikationswissenschaft hatte Manuel sich intensiv mit Wikipedia auseinandergesetzt. Er ist außerdem freiberuflicher Softwareunternehmer und Autor eines Buchs über “Wahlkampf im Internet”. Seit 2005 engagiert Manuel sich aktiv für Wikipedia, zuletzt hat er in Koordination mit Wikimedia Deutschland die „Wikipedia Benutzerumfrage 2011“ durchgeführt (www.wikipediaforschung.de).

Manuel wird zunächst in Teilzeit für den Verein arbeiten und parallel seine Promotion weitertreiben. Ich freue mich sehr darüber, dass Manuel für Wikimedia Deutschland arbeiten wird und uns mit seiner Erfahrung unterstützt!

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Wikimedia:Woche 27/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (27/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

Foundation und Vereine

FUNDS DISSEMINATION COMMITTEE (FDC)

Das geplante Gremium zur internationalen Mittelverteilung innerhalb der Wikimedia-Bewegung (Funds Dissemination Committee) sucht Mitglieder. Asaf Bartov von der Wikimedia Foundation ruft explizit zu Bewerbungen auf. Mehr Informationen auch im Blog von Wikimedia Deutschland.

WIKIMEDIA ITALIEN

Die italienische Wikimedia-Organisation hat einen Kurzbericht über ihre Arbeit in Form eines Newsletters veröffentlicht:

WIKIMEDIA NYC

Die Wikimedia-Organisation aus New York hat ihren Vorstand neu gewählt:

WIKIMEDIA DEUTSCHLAND: MONATSBERICHT

Der Monatsbericht von Wikimedia Deutschland für den Monat Juni ist in Deutsch und Englisch veröffentlicht worden:

Projekte und Initiativen

ASSAMESISCHE WIKIPEDIA

Assamesisch ist eine 13 Millionen Sprecher umfassende Sprache, die vorwiegend im nordindischen Assam gesprochen wird. Zur Feier des zehnjährigen Jubiläums der assamesischen Wikipedia trafen sich aktive Wikipedianer der etwas über 1.000 Artikel umfassenden Sprachversion am 10. Juni. Ein Kurzbericht im Blog der Wikimedia Foundation:

QR-CODES

Auf dem Friedhof mit Namen Congressional Cemetery in Washington, D.C. sind auf Initiative von Wikipedia-Aktiven QR-Codes angebracht worden, die auf Wikipedia-Einträge von dort beerdigten Persönlichkeiten verweisen. Mehr Details zum Projekt gibt ein Kurzbericht im GLAM-Newsletter des Monats Mai.

WIKIPEDIAN IN RESIDENCE AM DAI

Marcus Cyron, der Wikipedian in Residence am Deutschen Archäologischen Institut in Berlin, hat im Blog von Wikimedia Deutschland einen Rückblick auf die ersten vier Wochen seiner Arbeit für das Institut veröffentlicht.

ZEDLER-PREIS FÜR FREIES WISSEN

Am Sonntag, den 1. Juli, wurde in Berlin der erste Zedler-Preis für Freies Wissen verliehen. In drei Kategorien wurden Preise für außergewöhnliche Leistungen vergeben: Wikpedia-Artikel des Jahres, Community-Projekt des Jahres, externes Projekt des Jahres. Zwei Sonderpreise gab es ebenfalls. Alle Gewinner hier:

Studien und Statistik

“WAS HÄLT SIE DAVON AB, EINE WICHTIGE ERGÄNZUNG BEI WIKIPEDIA ZU MACHEN?”

Die Wikimedia Foundation hat weitere Ergebnisse der Autorenumfrage vom Dezember 2011 veröffentlicht. Demnach gibt es vor allem zwei Gründe, weshalb Beiträge zu Wikipedia unterbleiben: Zum einen Zeitmangel, zum anderen schlechte Erfahrungen mit anderen Autoren. In der englischen und in der deutschsprachigen Wikipedia wurde auch ein Übermaß an Regeln beklagt. Auf die Frage, was sich ändern sollte, nannte ein großer Teil der Befragten die Bedienoberfläche: “Ein einfacheres Interface, die Auszeichnungssprache sollte durch eine Art Textverarbeitung ersetzt werden, sonst ist das Schreiben zu kompliziert.”

Technik

VORSCHAU AUF LUA

Die Programmiersprache LUA soll in Zukunft die Serverbelastung bei Änderungen an komplex aufgebauten, umfangreichen Wikipedia-Artikeln verringern. Gerard Meijssen von der Wikimedia Foundation gibt einen Ausblick auf das Vorhaben und berichtet in diesem Zusammenhang vom Berlin Hackathon.

SCHALTSEKUNDE STÖRT

In der Nacht auf den 1. Juli wurde die Suchfunktion der Wikimedia-Projekte durch das Einfügen einer Schaltsekunde gestört. Viele andere Webseiten wurden durch die Änderung stark beeinträchtigt. Die Techniker der Wikimedia Foundation stellten den Normalzustand innerhalb von zwei Stunden wieder her. Hintergrund:

Termine

WIKIMEDIA FOUNDATION: SPRECHSTUNDEN

Die nächste offene Sprechstunde von Mitarbeitern der Wikimedia Foundation hält des Team zur Autorenförderung und -motivation ab (Editor Engagement): Samstag, 7. Juni, 20 Uhr deutsche Zeit.

LOGO FÜR WIKIDATA WÄHLEN

Noch bis Donnerstag, den 12. Juni, 23:59 Uhr, können Stimmen im Logowettbewerb für das neueste Wikimedia-Projekt abgegeben werden.
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Das FDC braucht eure Unterstützung!

Anfang April wurde auf der Wikimedia Chapters Conference die Gründung eines Komitees beschlossen, welches in Zukunft die Verteilung der Geldmittel regeln soll, die über  Spenden in den Wikimedia-Projekte eingenommen werden. Zusammen mit einem beratenden Gremium (Advisory Group), das bereits im Vorfeld gegründet wurde, wird das Funds Dissemination Committee (FDC) voraussichtlich ab September seine Arbeit aufnehmen. Im Rahmen seiner Arbeit wird es über Anträge beraten und Empfehlungen für die Zuteilung von Geldmitteln aussprechen. Sowohl die Jahresbudgets der Länderorganisationen und der Foundation als auch Zuschüsse für individuelle Projekte sollen vom FDC zugeteilt werden.

Bewerbt euch und werdet Teil des FDC!

Das FDC wird ausschließlich aus Mitgliedern der Community bestehen und wird nach der Spendenkampagne 2012/2013 voraussichtlich mehr als 10 Millionen US-Dollar verteilen können. Vertrauenswürdige und erfahrene Freiwillige sind deshalb jetzt dazu aufgerufen, Teil des FDC zu werden. Auf Meta-Wiki könnt ihr nachlesen, wie ihr euch bewerben könnt. Nachdem ihr euch  selbst nominiert habt, werdet ihr aufgefordert, ein kurzes Statement dazu abzugeben, wie ihr euch die Arbeit für das FDC vorstellt.

Was kommt da auf euch zu?

Das FDC wird als beratendes Gremium dem Vorstand der Wikimedia-Foundation Empfehlungen zur Verteilung von Spendengeldern aussprechen, um Freies Wissen zu fördern und die Wikimedia-Projekte zu unterstützen. Weitere Informationen zum FDC findet ihr auch auf Meta. Fragen rund um den Bewerbungsprozess und das Komitee könnt ihr gern auf der zugehörigen Diskussionsseite stellen.

Bewerbungen werden noch bis 15. August 2012 entgegen genommen. Hier findet sich die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten.

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Der erste Monat als Resident beim DAI

“Was macht man eigentlich als ‘Wikipedian in Residence‘? Nicht nur die Presse wollte das zuletzt recht häufig von mir wissen. Vielleicht ist es ganz sinnvoll damit zu beginnen, was ich denn nun alles schon getan habe. Nach einem Monat kann man sicher einen ersten Blick zurück wagen.

Es begann schon am 2. Juni, also am zweiten Arbeitstag, mit einem Paukenschlag: der “Langen Nacht der Wissenschaften“, an der sich das Deutsche Archäologische Institut traditionell beteiligt. Unterstützt durch je zwei ehrenamtliche Autoren und zwei Mitarbeiter der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland konnten wir Wikipedia und dessen Schwesterprojekte bei der Langen Nacht vertreten und gleichzeitig in der Öffentlichkeit auch das Residence-Programm bekannter machen. Zum zweiten Höhepunkt wurde meine erste Dienstreise, die mich nach Frankfurt am Main, Köln und Düsseldorf führte. In Frankfurt nahm ich an der wissenschaftlichen Tagung “Integrating Archaeology” teil. Es beschränkte sich dieses Mal nicht auf eine passive Teilnahme, ich war auch als Referent eingeladen und hielt einen Vortrag zum “Wikipedian in Residence beim DAI”. Die Tagung war erstklassig organisiert, einzig die Tatsache, daß Vorträge und Diskussionen einzig auf Englisch statt finden würden, war nicht nur mir sondern auch anderen Teilnehmern nicht ganz klar. Somit mußte ich binnen kurzer Zeit meine Präsentation und den ganzen Vortrag ins Englische umarbeiten. Darunter litt die Qualität ein wenig, wohl aber nicht übermäßig. Auch darüber hinaus war die Tagung, in der es um vielerlei Formen der archäologischen Öffentlichkeitsarbeit ging, ein lohnender Bick über den Tellerrand. Auch der “Socialising-Abend” war ein Erfolg – Deutschland schlug die Niederlande immerhin mit 2-1! Einen Tag nach der Tagung folgte in Köln der nächste Termin bei Reinhard Förtsch und den Mitarbeitern der Bilddatenbank Arachne. Hier ging es vor allem darum, wie man die gegenseitige Verknüpfung in der Zukunft besser voranbringen könnte. Abschluß der Tour, die auch einen Besuch beim Kölner Stammtisch beinhaltete, war die Teilnahme am Sommerfest der Gerda Henkel Stiftung. Hier waren äußerst hochkarätige Geisteswissenschaftler anwesend, mit meiner Begleitung Alice Wiegand kam ich aber eher mit Nachwuchswissenschaftlern ins Gespräch.

Die restliche Arbeit lässt sich eher unspektakulär an. Sie besteht darin viele E-Mails zu schreiben und zu lesen, der Presse Rede und Antwort zu stehen (im Juni immerhin dreimal), Konzepte auszuarbeiten, ja überhaupt zu überlegen, welche Schritte als nächstes gesetzt werden sollten, welche Ideen umgesetzt werden können und sollen. Häufig treffe ich mich mit den beiden Frauen, die bei den Partnerorganisationen des Projektes für das Programm zuständig sind, Nicole Kehrer vom DAI und Barbara Fischer von WMDE. Ideen, die im Juni gewachsen sind und nun ihrer Umsetzung harren sind etwa eine Karte der Grenze des Römischen Reiches, des Limes, die erarbeitet werden soll, ein Schreibwettbewerb zu den Olympischen Spielen oder anderes mehr, über das an dieser Stelle berichtet werden soll, wenn die Ideen praktisch umgesetzt werden. Und bei der Ideenfindung helfen nicht selten der Zufall, und Gespräche mit vielen Menschen. Eines kann ich nach einem Monat schon sagen: kein Tag ist wie der Andere, die Arbeit ist äußerst abwechslungsreich. Langeweile kommt nicht auf.

Der Juli steht nun ganz im Zeichen der Wikimania in Washington D.C.

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Auf nach Olympia

Fünf Wikipedianer haben sich nach Mainz aufgemacht und bei der Einkleidung der Olympiamannschaft Hunderte von Bildern gemacht. Ein Bericht von Ralf Roletschek

Die freundlichen Profikollegen bei der Einkleidung der Olympiamannschaft Bildautor: Ralf Roletschek (talk) – Infos über Fahrräder auf fahrradmonteur.de cc-by-sa 3.0


Kaum in der Kaserne angekommen, haben wir festgestellt, daß wir keine Blitzanlage haben. Das macht sich etwas schlecht… :-( Also suchen wir nach irgendeiner Notlösung. So eine Blitzanlage gibt es nicht um die Ecke, und in der Kaserne bekommt man auch keine ausgeliehen. Aber es stehen zwei Blitzanlagen in der Ecke der Halle. Wir lernen Timo Schaube von der Bilddatenbank Public Address Presseagentur kennen, er macht Bilder fürs Fernsehen. Also die Fotos von Sportlern, die bei Nachrichtensendungen im Hintergrund gezeigt werden. Eine vorsichtige Frage später dürfen wir ihre Anlage mitbenutzen. Das erweist sich im Nachhinein sogar als vorteilhaft, denn die Sportler müssen nicht von Anlage zu Anlage wechseln, nur wir Fotografen haben den Staffelstab zu übergeben. Ein ganz großes Dankeschön für diese Kollegialität!

Freie Lizenzen
Wir kommen auch über unsere Arbeit ins Gespräch, und dass die “Gefahr” in der Luft liege, mit unseren freien Lizenzen den Profis die Arbeit wegzunehmen. Dem sei aber nicht so, sagen sie und weisen darauf hin, andere Fotos als wir zu machen. Das Fernsehen hat andere Anforderungen als eine Enzyklopädie. So haben wir uns prima ergänzt und gegenseitig unterstützt. Das uns von Bettina Kenter empfohlene Schminkpapier hat in der Hitze gute Dienste geleistet und war den Profis noch unbekannt. Viele Sportler fragten nach einem Spiegel, der Autospiegel des Transporters der Bundeswehr war nur eine Notlösung, wir müssen beim nächsten Mal einen Besseren dabeihaben. Die anwesenden Bundeswehrsoldaten haben überhaupt sehr unbürokratisch und schnell geholfen, wenn es mal klemmte. Alle Sportler sollten im Dress der Olympiade abgelichtet werden, viele haben allerdings keine Bekleidung dabei. Ein kurzer Anruf beim Vorgesetzten und wir bekommen die notwendigen Jacken in verschiedenen Größen zur Verfügung gestellt.

Resultate
Und was ist dabei herausgekommen? Gut eingestellte Blitzanlage, total entspannte Sportler und eine gute Organisation haben ergeben, daß von allen Athleten schöne Porträts angefertigt werden konnten. Es waren zwar mit 28 Personen – darunter Jörg Roßkop, Dirk Schimmmelpfennig und Juliane Schenk – nur gut 10% der gesamten Olympioniken – aber von diesen haben wir jetzt gutes Bildmaterial! Die Rolle der Helfer im Hintergrund ist dabei mindestens genauso wichtig wie das eigentliche Fotografieren. Ohne sie wären viele Sportler gar nicht bei uns angekommen. Wir waren nicht zu viele sondern eher zu wenige Leute dort. Und eine technische Erkenntnis: Immer eine Kamera mit X-Kontakt dabeihaben! Wir hatten zwar 3 DSLR dabei aber nur eine, die wir an die Blitzanlage per Kabel anschließen konnten.

Ein ganz großes Danke an alle Beteiligten nicht nur von uns!
- Ralf Roletschek im Namen aller fünf Teilnehmer

Alle Fotos sind unter http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Einkleidung_deutsche_Olympiamannschaft_2012 zu finden

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