Bringing Education Staff and Wikimedia together- Welcome to the EduWiki 2012!

Daria (WMUK) und Cornelia (WMDE) vor der Stamford Hall, by Daria CYbulska, cc-by-sa 3.0

Nach einem spannenden Wochenende auf der WikiCon in Dornbirn folgte ich der Einladung von Wikimedia UK, auf der “first ever” EduWiki im mittelenglischen Leicester als Vortragende teilzunehmen. Schon am Vorabend der Konferenz, bei – für englische Verhältnisse untypischem – strahlendem Sonnenschein, traf ich auf erste Teilnehmende. Schon in diesem Moment freute ich mich auf die beiden kommenden Tage und die neuen Menschen, die ich im Rahmen der Konferenz kennenlernen würde.

Am folgenden Morgen entspann sich während des Frühstücks ein lockeres Gespräch zwischen Leigh Thelmadatter, einer der geladenen Speakerinnen, Martin Poulter, einer der Hauptorganisatoren der Konferenz und weiteren Konferenzteilnehmer/-innen. Ein erster Austausch signalisierte mir ein großes Interesse an unserem Bereich Bildung & Wissen.

 

Der Bereich Bildung & Wissen: Diversität erhöhen

Nach der feierlichen Begrüßung und Eröffnung der 65 Anwesenden ging es gleich zur Sache mit einem inhaltlich gut ineinander verzahnten und spannenden Programm. Mein Beitrag folgte der Keynote von Annie Lin, die das Global Education Program der Wikimedia Foundation vorstellte und die Vorzüge des auf Universitätsstudent/-innen zugeschnittenen Programms interaktiv mit den Teilnehmenden erarbeitete.

Publikum auf der 1. EduWiki Konferenz, by Daria Cybulska, cc-by-sa 3.0

Zahlreiche Nachfragen zu den drei Bildungsprogrammen von Wikimedia Deutschland und unserem Bestreben, mehr als nur eine Zielgruppen zu erreichen, um so die Diversität zu erhöhen, zeigten, auf welch großes Interesse die Bildungsprogramme bei den anderen Chaptern stoßen. Viel Anerkennung erhielt das Konzept unseres Referentennetzwerks, das diese Arbeit erst ermöglicht und durch dessen Einsatz wir in der Lage sind, auf breiter Ebene zu agieren.

Die unterschiedlichen Ansätze unseres Hochschulprogramms im Vergleich zum Global Education Program wurden als spannend und denkbar für den eigenen, britischen Kontext diskutiert. Auf größtes Interesse stieß unser Programm Silberwissen, wobei man die Zielgruppe der “Älteren” gern auf 60+ erhöhen wollte. Erneut schien das Programm “Wikipedia macht Schule” das einzige zu sein, das gezielt Schüler und Lehrer anspricht, um diese wichtigen Zielgruppen über den Umgang mit der Wikipedia aufzuklären und auf die Grenzen der Nutzung hinzuweisen.

Im Anschluß folgten in der Reihe der ausländischen Bildungsbestrebungen rund um das Thema Wikipedia die Präsentation von Leigh Thelmadatter aus Mexiko Stadt, die innerhalb des Kurses “Academic Writing” Wikipedia Artikel mit kulturellem Bezug zu Mexiko ins Englische übersetzt und schreiben lässt (siehe dazu den Blogbeitrag von der Wikimania).

 

Vernetzung als Schlüssel für die Zukunft

Am Nachmittag stellten verschiedene Gäste ihre Ansätze, Wikipedia im Hochschulkontext in die Lehre einzubinden, vor. Berichtet wurde u.a. auch über den Einsatz von Wikibooks und Wikiversity in diesem Kontext. Alannah Fitzgerald berichtete von der linguistischen Analyse der Wikipedia-Texte und wies noch einmal auf die variierende Qualität und Schreibstile der Artikel hin. Der Abend klang kulturell mit einer gemeinsamen Besichtigung und Führung durch Leicesters Guildhall aus.

Am zweiten Tag der Konferenz ging es vor allem um die Vernetzung von Wikipedia im nationalen Bildungskontext, bzw. die Feststellung gemeinsamer Schnittstellen und Ansatzpunkte für den Einsatz der Wikipedia und anderen Wikis im Bildungs-und Forschungsbereich, wie zum Beispiel das Projekt WikiVet, das Veterinärmedizinern verschiedener Länder als Lernplattform dient. Zu erwähnen ist auch die Keynote von Amber Thomas (Projektmanagerin im Bereich OER von JISC), die Ideen des Austauschs zwischen Bildung, Forschung und Wikipedia vorstellte. Neue Ansätze für die Bewertung  informellen Lernens, wie das Mozilla Foundation Open Badges Projekt, wurden kontrovers diskutiert.

Zusammenfassendes Fazit ist: Großbritannien ist nicht das einzige Land, das Wikipedia in verschiedene Bildungskontexte einbindet. Besonders die Bedeutung, die der Wikipedia als “accessible reference point”, d.h. als Ausgangspunkt für viele Forschungsvorhaben und wissenschaftliche Arbeiten zukommt, wurde betont. Und damit gilt: Bessere Vernetzung hilft allen, um freien Zugang zu Wissen für möglichst viele Menschen sicherzustellen.

 

 

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Ein Projekt, das sie Pferdefuß nannten – die EU-Richtlinie zu verwaisten Werken

Das Europäische Parlament hat am Donnerstag in Straßburg die Richtlinie über bestimmte zulässige Formen der Nutzung verwaister Werke verabschiedet. Das Abstimmungsergebnis fiel sehr eindeutig aus: 531 Abgeordnete votierten für die Vorlage, 65 dagegen. Wie bereits im Kommissionsentwurf vorgeschlagen, erlaubt die Richtlinie bestimmten Institutionen die nichtkommerzielle Nutzung von Büchern und audioviosuellen Werken, für die kein Rechteinhaber mehr aufgefunden werden kann. Fotos außerhalb von Sammelbänden werden von dieser Regelung nicht berührt.

Voraussetzung für die Nutzung ist eine vorherige sorgfältige Suche. Es wird nun den nationalen Gesetzgebern vorbehalten sein, dafür genauere Vorgaben zu machen. In seiner Stellungnahme vom August hat Wikimedia Deutschland u.a. die Veröffentlichung der Katalogdaten und der Suchergebnisse nach offenen Standards erbeten, um Dritte zur Mitrecherche zu ermuntern. Die wesentliche Vorgabe aus Brüssel wird jedoch auch das Bundesjustizministerium nicht umbiegen können: Zum Kreis jener Einrichtungen, die künftig verwaiste Werke digitalisieren und online zur Verfügung stellen können, gehören ausschließlich Bibliotheken, Museen, Archive und öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und demnach nicht gemeinnützige Open-Content-Projekte wie Wikipedia oder die Privatwirtschaft.

Einen Pferdefuß für die Massendigitalisierung stellt auch die Entschädigungspflicht für jene Rechteinhaber dar, die erst nachträglich aufgespürt werden. Hier gilt es, das Kostenrisiko für die kulturellen Einrichtungen zu minimieren und gleichzeitig finanzielle Anreize für freie Lizenzierungen zu schaffen. Wir erwarten gerade bei letzterem keine große Gegenliebe durch die Verwertungsgesellschaften. Bei einem Podiumsgespräch mit Wikimedia in Berlin deutete jüngst ein Vertreter der VG Wort an, die aus dem Lizenzmanagement für verwaiste Werke generierten Einnahmen nicht etwa zweckgebunden für gemeinnützige Digitalisierungsprojekte einsetzen zu wollen, sondern an wahrnehmungsberechtigte Autoren und Verlage auszuschütten. Trotz der spektakulären Archivschäden in Weimar und Köln scheint der Aspekt einer vorsorgenden Kulturpolitik immer noch nicht überall oberste Priorität zu haben.

P.S. In den letzten Wochen haben wir wiederholt die Erfahrung gemacht, dass das Thema “Verwaiste Werke” nur selten jene Aufmerksamkeit erhält, die ihm eigentlich gebührt. Denn solange ein Rückbau der urheberrechtlichen Schutzfristen auf internationaler Ebene nicht ernsthaft diskutiert wird, sind punktuelle Verbesserungen bei der Übertragung von Nutzungsrechten der einzige Weg, die Wissensallmende zu bereichern. Um Interessierten einen besseren Einstieg in die Debatte zu verwaisten Werken zu ermöglichen, haben wir deshalb ein Kurzdossier und ein Q+A erarbeitet. Mein besonderer Dank gilt hierbei Kelda Niemeyer und Michael Jahn.

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Erinnerung: Noch bis Montag Anträge für die aktuelle Runde des Community-Projektbudgets anmelden!

Mit dem Community-Projektbudget stellt Wikimedia Deutschland 250.000 Euro für die Umsetzung von Ideen zur Verfügung,  die geeignet sind, Freies Wissen mit besonderem Schwerpunkt auf die Wikimedia-Projekte zu unterstützen und zu verbessern. Für die aktuell laufende dritte Ausschreibungsrunde können noch bis 1.10. Anträge eingereicht werden.

Ideen dafür müssen vorab angemeldet werden. Anmeldeschluss ist der kommenden Montag, 17.09.2012 – 23:59 Uhr.

Alle Informationen zur Teilnahme sind auf der Seite zur  Antragseinreichung im Community-Projektbudget zu finden. Dort sind auch die ausführlichen Förderbedingungen verlinkt.

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Viel geplant, viel getan und noch viel vor

Nach zwei Klausuren und zwei kürzeren Sitzungen fand sich das Präsidium von Wikimedia Deutschland am vergangenen Wochenende im Rheingau-Taunus in Schlangenbad zusammen. Viele Punkte hatte sich das Präsidium vorgenommen und in der Bearbeitung des Wirtschafts-/Jahres-/Haushaltsplanes, den der Vorstand Pavel Richter vorgelegt hatte, einen Schwerpunkt gefunden. Rund sechs Stunden waren dafür inklusive Mittagspause, die mit der Entwicklung des Hauses des Freien Wissens natürlich ebenfalls thematisch gefüllt war, angesetzt (einmalige Anmeldung im Forum nötig). Der Samstag sollte mit einem Kulturprogramm abgerundet werden, damit man am Sonntag die weiteren Punkte Vorstandsbewertung, Strategische Planung, Wikimedia Chapters Association und den Fortschritt der selbst gesetzten Ziele motiviert angehen konnte.

Schon am frühen und späteren Freitagabend wurden die ersten Inhalte des Planes besprochen, bevor die kurze Nacht das Präsidium erwartete. Als man nach fünfstündiger Diskussion nur die Hälfte des Textes durchgearbeitet hatte, musste der Rotstift an die Tagesordnung gesetzt werden. Der Besuch eines Klosters war nicht mehr möglich und die weiteren Themen wurden auf das Essen bzw. den Sonntag ausgelagert oder gar auf eine spätere Sitzung verschoben. Doch auch dies reichte nicht aus, um am Samstagabend nach zehnstündiger Klausursitzung den Wirtschaftsplan komplett durchgearbeitet zu bekommen. Hungrig und erschöpft ging es zu einer Vinothek, wo für eine Führung weder Kraft noch Zeit vorhanden war – schließlich sollte noch die Entwicklung der Wikimedia Chapters Association besprochen werden und auch Alice Wiegand, ehemalige Schriftführerin und zweite Vorsitzenden von Wikimedia Deutschland und jetziges Mitglied im Vorstand der Wikimedia Foundation, war zum Austausch eingeladen.

Der nächste Tag begann, wie die Sitzung am Vortag geendet hatte: Noch weitere anderthalb Stunden über die geplanten Ausgaben des Vereines im kommenden Jahr waren notwendig, bis alle Teilnehmer zufrieden waren und all ihre Anmerkungen einbringen konnten. Es war eine sehr konstruktive und aufs Wesentliche gerichtete Diskussion. Die Wünsche des Präsidiums werden nun vom Vorstand Pavel Richter und seinen Mitarbeitern eingearbeitet und dem Präsidium zur Kommentierung und Abstimmung nächste Woche vorgelegt. Das Ergebnis werden Vereinsmitglieder und interessierte Gäste im Vereinsforum und auf der geplanten Tour dann bald darauf begutachten, diskutieren und verändern können.

Das Präsidium legte großen Wert darauf, dass den Mitgliedern ein möglichst allgemein verständlicher, realistischer und transparenter Plan vorgelegt wird, der in einzelnen Punkten hoffentlich zu angeregten Diskussionen unter den Mitgliedern führen wird. Für die Ausarbeitung ist dabei allen Beteiligten zu danken – wie viel Arbeit hinter dem ganzen Plan steckte, konnte an allen Ecken und Enden gesehen werden. Aber auch für jedes Präsidiumsmitglied war der ehrenamtliche Aufwand sehr hoch, ein früheres Einbinden in den Prozess wäre dabei vielleicht hilfreich gewesen, die Benutzung externer Beratung wohl ebenfalls. Die Klausur jedenfalls endete in freudiger Erwartung des fertigen Planes und mit dem gemeinschaftlichen Verlassen des Schlangenbades.

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Wikimedia:Woche 37/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (37/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

Foundation und Vereine

WIKIMEDIA DEUTSCHLAND: FOREN ZUM JAHRESPLAN

Vom 23. bis 27. September 2012 werden WMDE-Vorstand Pavel Richter, Vertreter des Präsidiums und Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Vereins in fünf deutschen Städten den Entwurf des Jahresplans 2013 vorstellen und zur Diskussion einladen. Die Städte sind  Hamburg, Frankfurt/Main, Köln, München und Berlin. Alle Daten und Details sind hier zu finden:

WIKIMEDIA FOUNDATION

Die für einzelne Projekte zeitlich begrenzt angestellten Mitarbeiter der Wikimedia Foundation (Fellows) haben eine weitere Ausgabe ihrer gesammelten Arbeitsberichte herausgegeben. Hier die Augustausgabe:

WMF: AUDIT COMMITTEE SUCHT MITGLIEDER

Das Audit Committee der Wikimedia Foundation sucht neue Mitglieder für das Gremium zu finanziellen Fragen und Berichten:

WMF: ADVISORY BOARD

Der Vorstand der Wikimedia Foundation (Board of Trustees) hat einen Beschluss verabschiedet, nach dem Barry Newsted in das Beratungsgremium der Wikimedia Foundation (Advisory Board) eingeladen wird:

WIKIMEDIA NIEDERLANDE

Monatsberichte der Länderorganisation für Juli und August wurden im Meta-Wiki veröffentlicht:

Projekte und Initiativen

WIKIPEDIAN IN RESIDENCE: ZWISCHENBERICHTE

In Wikimedia Deutschlands Blog haben die beiden Wikipedians in Residence Kilian Kluge und Marcus Cyron jeweils Zwischenberichte zu ihrer Arbeit bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin bzw. beim Deutschen Archäologischen Institut veröffentlicht:

GLAM-NEWSLETTER JULI 2012

Der Newsletter von GLAM-Aktiven für den Monat Juli ist erschienen:

WIKI LOVES MONUMENTS

Im Rahmen von Wiki Loves Monuments findet “Wiki Takes…” sowohl in Gouda als auch Utrecht statt:
Die Wikimedia Foundation thematisiert die Android-App zum Wettbewerb nochmals im eigenen Blog. Sie weist darauf hin, wofür die App auch dann zusätzlich genutzt werden kann, wenn Denkmäler nicht per Smartphone, sondern mit Digitalkameras fotografiert werden.

KOOPERATION ZUM THEMA BILDUNG

Im Blog von Wikimedia Deutschland wird über den Startschuss einer Kooperation des Bereichs Bildung und Wissen mit dem Partner Klicksafe berichtet. Ziel ist es, über die Möglichkeiten aufzuklären, die Wikipedia im Schulunterricht bieten kann.

CHAT-LOG: IRC-SPRECHSTUNDE ZU SEXISMUS IN DER WIKIPEDIA

Wikimedia Deutschland hielt am 12. September 2012 eine IRC-Sprechstunde zum Thema Sexismus in der Wikipedia ab. Das Protokoll der öffentlichen Sprechstunde ist hier nachzulesen:

EUROPEANA-METADATEN UNTER CC0

Das Kulturportal Europeana hat die Lizenzierung aller seiner Metadaten auf CC0 umgestellt:

Studien und Statistik

WIKIPEDIA ARTICLE TRAFFIC STATISTICS

Man kann in der Wikipedia nun die Abrufzahlen einzelner Artikel auslesen und damit feststellen, in welchem Zeitraum die Artikel wie oft aufgerufen wurden. Ein Beispiel:

Technik

GERRIT-BERICHT

Im Blog der Wikimedia Foundation werden kürzliche technische Probleme mit Gerrit, der Software, mit der Git-Änderungen diskutiert und integriert werden können, beschrieben.

INTERNATIONALISATION TEAM

Das Team der Wikimedia Foundation, das sprachübergreifende Entwicklungen in den Wikimedia-Projekten zur Aufgabe hat, berichtet über verschiedene Arbeiten der vergangenen zwei Wochen. Dazu gehört unter anderem die geplante Einführung von Sprachenteams, ebenso Neuigkeiten zu einer Übersetzungserweiterung für die MediaWiki-Software.

Termine

WIKIMEDIA CEE

13.-14. Oktober: Treffen ost-, südost- und ostmitteleuropäischer Wikipedianer und Wikimedia-Organisationen in Belgrad. Die Registrierung ist eröffnet.
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Die Freiheit geb’ ich Dir: Europeana-Metadaten nun komplett unter CC0

Nach einer angemessen langen und gründlichen Diskussion hat das europäische Kulturportal Europeana mit dem gestrigen Tage die Umstellung auf eine vollständige CC0-Lizenzierung aller Metadaten abgeschlossen. CC0 (Creative Commons Zero) bedeutet in der Praxis, dass aus urheberrechtlicher Sicht alle Formen der Nachnutzung frei von Bedingungen möglich sind. Wer darüber hinaus nicht nur legal, sondern auch sozialadäquat diese Daten nutzen möchte, erhält mit den Usage Guidelines eine Reihe von unverbindlichen, aber in der Regel sehr praktischen Ratschlägen, wie diese Daten nachgenutzt werden sollten. Diese Zweiteiliung ist sehr hilfreich und allen Kultureinrichtungen zur Nachahmung empfohlen, unter anderem fährt die British Library mit ihren Metadaten ein ähnliches Konzept, wie auch inzwischen viele andere Nationalbibliotheken und Verbünde.

Wir begrüßen diesen Schritt und hegen weiterhin die Hoffnung, dass auch der deutsche Zuträger zu Europeana, die Deutsche Digitale Bibliothek, bei ihrem Metadatennutzungskonzept auf restriktivere Lizenzmodelle verzichten wird.

Neben einer API zum Download einzelner Datensätze gibt es von Europeana schon seit einiger Zeit ein Komplettdownloadmöglichkeit aller Metadaten unter http://data.europeana.eu/download/, dort sollte auch ein Paket mit Stand September 2012 erscheinen.

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Vogeleier, literarische Salons und eine lange Nacht

Seit Mitte Juli bin ich als Wikipedian in Residence bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Wie angekündigt berichte ich an dieser Stelle über den zweiten Monat meiner Residency.

Sechs Stunden lang präsentierte sich die Wikipedia im Ephraim-Palais
Sechs Stunden lang präsentierte sich die Wikipedia im Ephraim-Palais

Beek100, CC-BY-SA 3.0 Unported

Das größte Projekt der letzten Wochen war die Lange Nacht der Museen, bei der die Wikipedia mit einem eigenen Stand im Ephraim-Palais vertreten war. Dessen Organisation und Vorbereitung lag in meinen Händen, den Abend über wurde ich von Barbara Fischer und drei Wikipedianern tatkräftig unterstützt. Gemeinsam informierten wir die Besucher über die Wikimedia-Projekte und bearbeiteten gemeinsam mit ihnen den Wikipedia-Artikel zu Werner-Victor Toeffling, dessen Bühnenbildentwürfe zurzeit im Ephraim-Palais zu sehen sind. Abgerundet wurde unser Auftritt durch eine Weltkarte der Letzten Änderungen und eine Demonstration der Software QRpedia.

Bereits kurz vor der Langen Nacht war der erste Wikipedianer zu Besuch in der Sammlung. Benutzer:Donkey shot von der Redaktion Biologie kam vorbei, um die in der Naturwissenschaftlichen Sammlung aufbewahrten Vogeleier und -präparate zu sichten. Der zuständige Mitarbeiter stellte die verschiedenen Teilsammlungen vor, es entwickelten sich immer wieder Fachgespräche, bei denen ich als Laie nur staunen konnte. Zum Abschluss fotografierten wir die Aufschriften der Archivschachteln und überblicksartig die freistehenden  Präparate in den Regalen. Im Laufe der nächsten Wochen sollen die „Wikipedia-Biologen“ daraus nun ihre Favoriten auswählen, die dann im Rahmen eines Aktionstags für Wikimedia Commons fotografiert werden. In den Räumen der Stiftung steht den Wikipedia-Fotografen dabei ein vollständig ausgestatteter Raum mit Fototisch und Blitzanlage zur Verfügung.

Anfang September hatte ich die Gelegenheit, ein umfangreiches und ehrgeiziges Kooperationsprojekt zwischen einer Kulturagentin, der Stiftung Stadtmuseum Berlin und der Bettina-von-Arnim-Schule in Reinickendorf zu unterstützen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts werden Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe in den Häusern und Archiven des Stadtmuseums zum Thema „Literarische Salons in Berlin“ recherchieren. Die Ergebnisse sollen anschließend nicht nur in Facharbeiten, sondern auch zur Verbesserung bestehender und Neuanlage noch fehlender Wikipedia-Artikel verwendet werden. Zur Vorbereitung fand am 4. September ein Autorenworkshop in den Räumlichkeiten der Schule statt, bei dem ich dankenswerterweise von Benutzer:Schlesinger aus dem Referentennetzwerk unterstützt wurde. So konnten wir nach einem einleitenden Vortrag die Gruppe zwecks besserer Betreuung teilen; im Laufe des Vormittags wurde nicht nur der Wikipedia-Artikel zur Schule verbessert, sondern auch kurze Artikel zu deutschen Paralympioniken neu angelegt.

Neben den genannten Projekten ging natürlich auch die bald schon alltägliche Arbeit weiter voran. In Mitarbeiterschulungen entstanden Artikel zu den Berliner Amtsketten, den Fliesenbildern aus dem Fußgängertunnel des Alexanderplatzes, Neujahrsplaketten und der Künstlerin Emma Stibbon. Auch gab es Gespräche mit der Fotothek, in denen grundsätzliche Richtlinien zur Freigabe von Bildmaterial vereinbart und mögliche Großspenden und Kooperationen mit der Community erörtert wurden.

Nach dem GLAMcamp in London, das ich gemeinsam mit Benutzer:Peter Weis besuche, wird es an dieser Stelle eine umfangreiche Berichterstattung geben. Anschließend erscheint Mitte Oktober mein Abschlussbericht.

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Alle reden vom Wetter. Wir nicht. Open Data für die Bahn. [update: Antwort der Bahn]

Manche Gespräche beginnen in einem Cafe, in einer Sbahn, einem Konferenzraum, manche Gespräche beginnen auf Twitter:

Und weil 140 Zeichen nicht für alle Belange des Lebens ausreicht, kommen wir der Bitte der Bahn zum Medienwechsel gerne nach:

 

Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Kai (/ki),

gerne möchten wir unser auf twitter begonnenes Gespräch hier fortsetzen und Ihnen kurz das Anliegen schilden, damit Sie es an die zuständige Stelle bei Ihnen im Haus weiterleiten können.

Im Interesse ihrer Kunden und zur Verbesserung der Qualität ihrer Dienstleistung schlagen wir der Bahn (wieschonvielevoruns) vor, umfangreiche Datensätze über den Fahrplan und die aktuellen Fahrinformationen zum Download und zur freien Nachnutzung bereitzustellen. Freie Nachnutzung bedeutet hier die Einräumung von Nutzungsrechten, die die nichtkommerzielle wie kommerzielle Speicherung, Verarbeitung, Bearbeitung und Weitergabe der Daten ermöglicht.

Wir gehen davon aus, dass diese Daten auf viele Arten genutzt werden, die weit über das Leistungsspektrum der bisherigen, u.a. auch durch die Verkehrsbetriebe angebotenen Webservices hinausgehen; von Visualisierungen über hochpersonalisierte Fahrempfehlungen über die Integration in andere Dienstleistungen, und sei es die Immobiliensuche, auf der Wohnungen nach Kriterien wie “maximal 30 Fahrminuten von X (z.B. dem Arbeitsplatz) nach Potsdam Charlottenhof, erreichbar bis mindestens 22:30 Uhr auch an Samstagen” gefiltert werden können.

Wir gehen insbesondere davon aus, dass eine Reihe von Anwendungen so entwickelt werden, an die keiner von uns bislang gedacht hat, von denen aber jeder nach einer Woche sagen wird, es sei unmöglich, ohne sie zu leben. Nichts sollte die Bahn davon abhalten, auf diesen Pool an Ideen, Mockups und Implementierungen zuzugreifen und ihr eigenes Angebot auf ihren eigenen Seiten damit anzureichern, wenn sie darin einen Mehrwert sieht.

Die Daten liegen der Bahn bereits vor, sie müssen nicht erst extra erhoben werden. Sie sind aus datenschutzrechtlicher Sicht unbedenklich, erkennbar schon daran, weil sie – konfektioniert als Einzeldatensätze über die entsprechenden Masken auf bahn.de – abrufbar sind.

Folgende Datensätze bieten sich insbesondere an, um vielfältige Nachnutzungen zu ermöglichen:

* Basisdaten über Bahnhöfe und Stationen (Geokoordinate, Bezeichnung)
* Fahrplandaten
* Live-Daten über die aktuelle Situation, Verspätungsmeldungen, zusätzliche Halte, etc, analog der von bahn.de/ris angebotenen Daten

Diese Liste ist nicht abschließend.

Wie die zuständigen Fachabteilungen schon wissen sollten, ist das Interesse an der Freigabe dieser Daten hoch und es arbeiten bereits jetzt schon engagierte Menschen an Alternativen, solange es hier von DB-Seite noch keine eigene Bereitstellung gibt. Eines dieser Projekte ist openPlanB, sie sollten dieses Team unterstützen.

2007 wurden in einem sehr gut lesbaren Dokument definiert, was die Voraussetzung für Open Data sein sollte, es gibt neben dieser Sebastopol Open Government Data-Definition noch ein weiteres Dokument, das die insbesondere lizenzrechtlichen Mindestvoraussetzungen für das Label Open erklärt: Die Open Definition.

Als Betreiber einer systemrelevanten Infrastruktur unserer Republik sähen wir gerne die Bahn als Vorreiterin einer innovationsfreundlichen Kultur des Austausches zwischen ihr und ihren Kunden. Wir stehen für Rückfragen jederzeit zur Verfügung,

Jens Best (@jensbest)
Mathias Schindler (@presroi)

 

[update 12. September 2012, 15 Uhr:]

Die Bahn hat auf das twitter-vermittelte-email-blogposting mit einer Email geantwortet, ich gebe diese Antwort aus dokumentarischen Gründen ungekürzt wieder:

Hallo Herr Schindler,

ich habe heute die Rückmeldung unserer Kollegen erhalten, die ich Ihnen –wie angekündigt- weiterleite. Hier nun die Rückmeldung des Fachbereichs:

Wir haben das Projekt “openPlanB” noch nicht abschließend bewertet. Dazu ein paar grundsätzliche Bemerkungen. Reine Rohdaten (Open Data) helfen eigentlich nicht wirklich weiter, da ja ohne den entsprechenden Algorithmus damit wenig angefangen werden kann. Dass wir Crowd-Sourcing (also die vielen freien Ideen) zwar nicht offiziell unterstützen, aber üblicherweise tolerieren, zeigen ja die zahlreichen Apps und Anwendungen, die es zu bahn.de gibt. Diese parsen die entsprechenden Daten auf bahn.de aus. Für uns stellt sich die Frage, welchen Mehrwert “openPlanB” bietet. 

Die Deutsche Bahn (DB) investiert einen hohen Aufwand in die Pflege und die Aufbereitung der Fahrplandaten, um daraus für die Kunden optimale Fahrplanauskünfte für den jeweilig konkreten Reiseanlass anbieten zu können. Entsprechende Anwendungen wie die Fahrplanauskunft auf bahn.de oder den DB Navigator entwickeln wir ständig weiter und sind dabei für Anregungen von Kunden und Dritten offen. Bahn.de arbeitet seit einigen Jahren auch mit einer großen Anzahl an Partnern in verschiedenen Kooperationsformen (Schnittstellen, Widgets, etc.) zusammen, auch hier evaluieren wir regelmäßig weitere neue Modelle. Hierbei ist für die DB die Qualitätssicherung der Auskünfte für ihre Kunden immer von besonderer Bedeutung. 

Lieber Herr Schindler, da dieses Thema auch für uns und unsere Kunden interessant ist, werde ich die Information auch als Service-Notiz auf www.bahn.de/dbbahn einstellen.

Viele Grüße vom Twitter-Team und mir, /to

Ihr Twitter-Team (http://twitter.com/DB_Bahn)

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Wikimedia-Foren zum Jahresplan

Ein spannendes Jahr in der Entwicklung von Wikimedia Deutschland geht allmählich in die Endrunde, und damit hat auch die heiße Phase der Planung für das kommende Jahr begonnen. Wie schon im letzten Jahr laden wir alle Interessierten herzlich dazu ein, sich in diesen Prozess aktiv einzumischen.

Vor einem Jahr haben wir die Jahresplanung des Vereins zum ersten Mal in einem öffentlichen, partizipativen Prozess gemeinsam mit den Mitgliedern erarbeitet, sowohl online als auch vor Ort in den größten deutschen Städten. Das Ergebnis war der Wirtschaftsplan 2012, der im November 2011 durch die Mitgliederversammlung beschlossen wurde und derzeit umgesetzt wird.

Die Erfahrungen aus diesem spannenden und herausfordernden Prozess spielen eine wesentliche Rolle bei der nun laufenden Jahresplanung für 2013. Zu den Dingen, die sich besonders bewährt haben und die wir fortführen wollten gehört die öffentliche Vorstellung und Diskussion des Entwurfs der Jahresplanung. In fünf deutschen Ballungsgebieten laden wir vom 23. bis zum 28. September 2012 zum “Wikimedia-Forum” ein, um gemeinsam den Entwurf des Jahresplan 2013 bereits im Vorfeld zur Mitgliederversammlung im November 2012 zu diskutieren, sowie Anregungen, Änderungsvorschläge und Ideen zu sammeln, die in die Erarbeitung des endgültigen Entwurfs eingehen werden.

Um sich vorab informieren zu können, wird der Entwurf des Jahresplans 2013 vor der Veranstaltung online veröffentlicht. Die Details hierzu folgen in wenigen Tagen.

Update: Der Plan ist online!

Mitdiskutieren erwünscht!

An fünf Orten über ganz Deutschland verteilt werden jeweils der Vorstand Pavel Richter, Vertreter des Präsidiums und Mitarbeiter der Berliner Geschäftsstelle anwesend sein.

In Hamburg findet das Wikimedia-Forum am Sonntag, den 23. September statt.
Ort: Intercity-Hotel, Paul-Nevermann-Platz 17, 22765 Hamburg, Nähe Bahnhof Altona
Zeit: 17:00-19:00 Uhr

In Frankfurt/Main findet das Wikimedia-Forum am Montag, den 24. September statt .
Ort: COSMOPOLITAN im Hauptbahnhof,
Zeit: 19:30-21:30 Uhr

In Köln findet das Wikimedia-Forum am Dienstag den 25. September statt.
Ort: Seminarraum der Jugendherberge Deutz, Siegesstr. 5, 50679 Köln, Gegenüber Bahnhof Köln Deutz/Messe,
Zeit: 19:00 – 21:00 Uhr.

In München findet das Wikimedia-Forum am Mittwoch den 26. September statt.
Ort: NH-Hotel Deutsche Kaiser, Arnulfstrasse 2. D-80335 München
Zeit: 18:00-20:00 Uhr

In Berlin fndet das Wikimedia-Forum am Donnerstag den 27. September statt.
Ort: Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland, Obentrautstr. 72, 10963 Berlin statt.
Zeit: 19:00-21:00 Uhr.

Bei Teilnahme würden wir uns über eine Mitteilung an community@wikimedia.de sehr freuen, damit wir den Bedarf an Plätzen und Bewirtung abschätzen können!

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Klicksafe: Fünf Tipps für den Umgang mit Wikipedia im Unterricht

Der Startschuss für die Zusammenarbeit mit Klicksafe und dem Bereich Bildung und Wissen ist gefallen: Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien.

Unter dem Stichpunkt “Suchen und Recherchieren im Netz” finden sich nun fünf Artikel in anschaulicher Form zum Thema Wikipedia:

  • Wie verlässlich ist Wikipedia?
  • Woran erkenne ich einen guten Artikel?
  • Wie funktioniert Wikipedia?
  • Wie recherchiert man mit Wikipedia?
  • Wie setzt man Wikipedia im Unterricht ein?

Diese neuen Seiten geben einen guten Einblick in die Vielschichtigkeit von Wikipedia und bieten neue Ansätze für die Einbindung dieser Aspekte in den Unterricht. Speziell wird z.B. die Historie der Artikel, thematisches Arbeiten und Quellenumgang in kurzer und überischtlicher Art erläutert. Dieser zweite Schritt ebnet den Weg zu einer weiteren Zusammenarbeit für das kommende Jahr. Zusammen mit den Teilnehmenden der Wikipedia-AG, die ab Ende September mit dem niedersächsischen Kultusministerium in Hannover startet, werden dann 2013 Materialien erarbeitet, die Lehrern im Unterricht den Einsatz von Wikipedia erleichtern werden.  So lange hier schonmal ein kleiner Vorgeschmack.

 

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