Freiwiligenförderung wird Team Communitys

Bild: gemeinfrei

Ein Bereich des Büros von Wikimedia Deutschland e.V. benennt sich um: von “Freiwilligenförderung” auf “Team Communitys”.

Warum Communitys, nicht Communities?

Das schreibt anscheinend der Duden so vor: Eingedeutschtes würde nicht mehr der Rechtschreibregel des Englischen folgen, meint er.

Warum Communitys, nicht Freiwilligenförderung?

Bei “Freiwilligenförderung” könnte die Aktiv-Passiv-Verteilung zu Missverständnissen führen: “Wir fördern Euch, Ihr werdet von uns gefördert…”. Das trifft einfach die Realität der Wikimedia-Projekte nicht, wo Freiwilligkeit die Standardeinstellung ist (nicht die extra zu benennende, bemerkenswerte Ausnahme) und wo die Beteiligten nicht vorrangig förderungsbedürftig, sondern vorrangig aktiv und kompetent sind. Immerhin sind das ja die Leute, die tausendfach hochwertige qualitative Inhalte geschaffen haben, und außerdem noch eine Organisationsstruktur, die ihresgleichen sucht (im Positiven; das Negative gibt es wohl auch anderswo…)

Jedenfalls möchten wir den Kontakt als einen der Zusammenarbeit sehen, nicht als ein asymmetrisches Fördern/Gefördert-Werden. Vermutlich war der Begriff “Freiwilligenförderung” ohnehin nie in diesem Sinne gemeint; da er aber derlei unangenehme Assoziationen wecken kann wählen wir lieber einen anderen.

Vorschläge für Die Optimale Bezeichnung werden noch entgegengenommen; einstweilen würden wir uns mit “Team Communitys” behelfen.

Warum Communitys, nicht Community?

Wäre wohl beides denkbar, wenn man alle Beteiligten an den Wikimedia-Projekten als eine gemeinsame, zusammengehörige Community sieht, die gleichzeitig intern vielfältig untergliedert ist: nach Projekten, nach Tätigkeitsarten, nach Funktion, nach Persönlichkeitstypus, nach Ansicht und Einstellung. Welche Rolle der Verein und die Angestellten in diesem gemeinsamen Ganzen spielen kann und soll ist für mich eine besonders spannende Frage. Da wir uns vorgenommen haben, uns speziell mit dieser Frage und ihren vielen Facetten nächsten Jahr besonders zu widmen, hoffen wir auf viele interessante Gespräche dazu!

Tut der Bereich jetzt etwas anderes?

Auf jeden Fall laufen die bisher bestehenden Funktionen wie Kostenerstattungen und Organisationshilfe bei Treffen weiter. Was sich darüber hinaus entwickelt, ist Gegenstand der schon oben erwähnten Frage, zu der wir auf einen regen Austausch hoffen. :-)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (9 Bewertungen, Durchschnitt: 2,44 von 5)
Loading...Loading...

Schulbuch-o-Mat – Ein Freies Schulbuch im Selbstversuch

By Jkadavoor, CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

“Ein Schulbuch unter einer freien Lizenz sollte man mal machen, in einem Bundesland anwendbar sollte es sein und am besten gemeinsam von vielen erarbeitet werden sollte es”, sagten die einen. – “Aber nein, ohne einen Verlag dahinter ist so ein Projekt gar nicht möglich!” sagten die anderen.

Der Wunsch nach einem Best-Practice-Beispiel durchzieht die deutsche Debatte um Open Educational Resources (OER) und das davon konkret betroffene klassische Schulbuch seit Beginn diesen Jahres. Nun haben sich Heiko Przydhodnik und Hans Wedenig dieser großen Aufgabe ein Freies Schulbuch (unter Creative Commons -Lizenz cc-by) zu verfassen, angenommen.

Ihr Thema: Die Biologie! Seit dem 14.11.2012 haben sie begonnen, Spenden für ihr Vorhaben, ein Freies Schulbuch für die 7./8. Klasse innerhalb des Rahmenlehrplans der Sek1 Berlin zu sammeln. Innerhalb kurzer Zeit berichteten Netzpolitik und andere Medien über ihr Vorhaben. Auf die Berichte müssen nun Taten folgen, um dieses Projekt zu einem erfoglreichen Ende zu bringen, denn es ist noch ein weiter Weg zu gehen. Wikimedia Deutschland unterstützt dieses Vorhaben daher mit 500€ und dem Aufruf um weitere Unterstützung.

Warum spenden? Für Wikimedia begründet sich das mit dem Vereinsziel, Freies Wissen in der Gesellschaft zu fördern. Dies steht hinter allem was wir tun. Aber einige Gründe können für viele gelten: Der Themenbereich Open Educational Resources bietet nun einen konkreten und wirkungsmnächtigen Anlass, das Ziel Freien Wissens im Alltag der Menschen zu verankern. Freie Bildung ist eine zentrale Schnittstelle dafür. Innerhalb diese Themenfeldes bietet das Freie Schulbuch ein ganz konkretes Beispiel, den Mehrwert und die Chancen Freier Inhalte für alle sichtbar zu machen und Nachahmungseffekte auf breiter Basis auszulösen. An die Erstellung des Buches knüpfen sich natürlich eine ganze Reihe weiterer Themen, die sich rund um Aufklärung und Unheberrechtsfragen ranken. Grundlage aller weiterer Schritte bleiben jedoch Initiativen einzelner Vorreiter.

Was nun? Das Projekt ist gerade erst gestartet, immernoch fehlt der Großteil der benötigten 10.000€. Unter den bisherigen Unterstützern finden sich bereits bekannte OER-Vertreter ebenso wie Lehrer und Eltern. Wir können nur dazu aufrufen, sich an dieser Initiative zu beteiligen, um der Freiheit der Bildungsmaterialien ein Zeichen zu setzen.Wer kein Geld geben kann, der kann auch direkt mit den beiden Initiatoren in Kontakt treten und anderweitig helfen. Jede Hilfe ist wilkommen!

Und was wenn …? Ein solches Pilotprojekt ist natürlich nicht gefeit davor, dass es scheitert. Dessen sind sich alle bewusst. Aber hätten sich die Autoren hinter der Wikipedia diese Frage zu Anfang allzu oft gestellt, gäbe es Wikipedia heute sicher nicht. Frei nach der Devise der Wikipedia wünschen wir dem Projekt demnach alles Gute und hoffen, dass es viele weitere Unterstützer (egal ob finanziel oder auf anderen Wege) findet: Seid mutig!

PS: Und wer weiß, vielleicht ist es auch ein Bild aus Wikimedia Commons, dass schon ein erster Schritt sein kann ...

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...Loading...

Wikimedia:Woche 47/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (47/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Neu im Team: Wenke Storn ist unsere Eventmanagerin

Darf ich vorstellen? Wenke Storn ist seit dem 1. November 2012 unsere neue Eventmanagerin. Wenke wird zum einen meine bisherigen Aufgaben rund um die Organisation von Wikimedia-Veranstaltungen übernehmen, zum anderen aber auch unser gesamtes Eventmanagement professionalisieren und eine zentrale Ansprechpartnerin für Veranstaltungen jeder Art sein. Momentan arbeiten wir zusammen an der Übergabe und ich freue mich sehr, mein Wissen und die Erfahrung der letzten 2,5 Jahre in gute Hände weiter geben zu können und mich dann stärker der Internationalen Zusammenarbeit zu widmen. Herzlich Willkommen, Wenke!

 

Wenke Storn (Foto: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0)

Die 11. Mitgliederversammlung und der offene Sonntag stehen vor der Tür, die Vorbereitungen laufen für mich als die neue Eventmanagerin bei Wikimedia Deutschland auf Hochtouren und ich freue mich, die ersten Vereinsmitglieder gleich zu Beginn meiner Arbeit kennenzulernen. In meiner neuen Rolle ist es mein Ziel, das Eventmanagement im Verein zu vereinfachen und vor allem die Communitys bei Ihren vielfältigen Veranstaltungen tatkräftig zu unterstützen.

Zu meinem Hintergrund: Meine letzten zwei Jahre in Berlin waren von der Konzeption und Organisation von Wirtschaftskonferenzen in der D/A/CH Region geprägt. In den vier Jahren zuvor hatte ich die Chance, bei drei NGOs mit ganz unterschiedlichen Missionen in der französischen Schweiz zu arbeiten: Beim Kinderhilfswerk Terre des hommes organisierte ich mit 2.500 Ehrenamtlichen eine Schweiz-weite Fundraising-Aktion; bei der Fußball-Europameisterschaft UEFA EURO 2008 unterstützte ich die Communications- und Ceremonies-Abteilungen; und beim Weltwirtschaftsforum, welches Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Academia und gemeinnützigen Organisationen auf Kongressen zusammenbringt, um u. a. Public-Private-Partnerships und Corporate Citizenship zu fördern, lag mein Schwerpunkt in der zielgruppengenauen Kommunikation in Vorbereitung auf die Veranstaltungen.

Nun freue mich auf die aufregende Zeit im Wikimedia-Universum und vor allem auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen, hoch engagierten Ehrenamtlichen. Für Fragen und Anregungen stehe ich euch immer zur Verfügung. Ihr könnt mich unter wenke.storn@wikimedia.de erreichen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (14 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Reminder: Offener Sonntag bei Wikimedia Deutschland

Am Sonntag ist es soweit: Wir öffnen die Geschäftsstelle für einen Tag voller Diskussionen und Workshops zu Themen eurer Wahl. Am Offenen Sonntag haben alle die Möglichkeit, ein Thema vorzustellen oder einen Workshop abzuhalten. Das genaue Programm wird am Sonntagmorgen (beim Brunch!) gemacht, einige interessante Angebote sind schon angekündigt:

  • Freies Wissen ohne Grenzen – Internationale Zusammenarbeit und Vernetzung: Wie können wir die Zusammenarbeit mit den Communitys, den Wikimedia-Chaptern und der Wikimedia Foundation zukünftig gestalten und besser kommunizieren? Außerdem gewähren Vertreterinnen und Vertreter der Wikimedia Chapters Association und des Wikimedia Foundation Board of Trustees Einblick in ihre Arbeit und erörtern Möglichkeiten der Beteiligung.
  • WikiVoyage kommt zu Wikimedia: Reiseführer als freies Wissen, kollaborativ erstellt: wie sieht’s aus, was gibt’s zu tun, wie geht’s weiter?
  • Das weite Feld der Neulingsbetreuung: offener Austausch zu bestehenden Programmen und möglichen Entwicklungen.
  • WikiData: Datenbank für freies Wissen. Stand der Dinge, Implikationen, Diskussion.
  • Sprich mit dem Präsidium und Wir, wir und die anderen von uns beschäftigen sich mit der Rolle und Zusammenarbeit von Präsidium, Geschäftsstelle und Communitys.
  • RENDER bietet Unterstützungswerkzeuge für Wikipedia, die hier getestet und diskutiert werden können.

…und vieles andere mehr! Los geht es um 9:30 Uhr, für euer leibliches Wohl ist den ganzen Tag über gesorgt, der Eintritt ist frei. Bringt gerne Freundinnen, Bekannte oder Nachbarn mit, auch Wikimedia- und Wikipedia-Neulinge sind herzlich willkommen.

Bitte gebt uns Bescheid, ob ihr kommt, das erleichtert uns die Planung und Sicherung der Essensversorgung. Alles weitere findet ihr auf der Meta-Seite und im Facebook-Event. Wir freuen uns auf inspirierenden Austausch!

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Einladung zum Lesekreis am 29.11.

Die zweite Session unseres Lesekreises findet am Donnerstag, 29.11. um 17:30 bis ca. 19 Uhr, in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland, Obentrautstr. 72, 10963 Berlin statt.

Diesmal sprechen wir über “As We May Think” von Vannevar Bush, erschienen 1945 im Atlantic Monthly. Den Text kann man hier lesen.

Die dort vorgestellten Ideen sollen Doug Engelbart zur Erfindung der Maus und anderer weitreichender Mensch-Maschinen-Interaktionstechniken angeregt haben. Aber was sagt uns der Text heute? Unter anderem darüber wollen wir reden.

Und so machen wir das:

  • Wir lesen vorab jeweils einen Text. Es soll dabei weniger um Tagesaktuelles gehen, sondern eher um Grundlagen
  • Jemand stellt den Autor und den Kontext kurz (max. 10 Minuten!) vor. Danach reden wir über den Text, ohne Anleitung oder Moderation.
  • Jeder ist herzlich willkommen, auch wenn man den Text nicht gelesen hat! An der Diskussion sollen sich aber vielleicht nur diejenigen beteiligen, die den Text gelesen haben, da ja nicht ein bestimmtes Thema, sondern ein Textim Mittelpunkt steht
  • Am Ende jedes Treffens einigen wir uns auf den Text für den nächsten Monat und darauf, wer die Autorin vorstellt und den Kontext.

Rückblick: Beim letzten Mal ging es um Kapitel 8 “Cultural Freedom” aus Yochai Benklers “The Wealth of Networks”. Hier gibt es das Protokoll zum Nachlesen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Zu Gast bei der Wikimedia Conferentie Nederland in Utrecht

Am 9. November 2012 fand in Utrecht die Wikimedia Confernentie Nederland statt. Etwa 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zur sechsten Ausgabe der jährlichen Konferenz des niederländischen Chapters gekommen. Von Wikimedia Deutschland waren Lydia Pintscher, Daniel Kinzler, Jeroen De Dauw und ich dabei. Thematisch gliederte sich die Veranstaltung in drei Tracks: Wikipedia in der Lehre, Wiki-Gemeinschaften und Technik, ergänzt durch zwei Keynotes. Lydia Pintscher stellte am Morgen Wikidata (Video) vor, am Nachmittag sprach Jimmy Wales über “Bildung, Wikipedia und das Internet” (Video).


Wikimedia Conferentie Nederland 2012, Sebastiaan ter Burg bei Flickr, CC-BY

Interessant waren z. B. die Sessions von Ziko van Dijk über Wikimedia Nederland, von Amit Bronner über das EU- und damit schon fast Render-Schwesterprojekt CoSyne, Jan-Barts de Vreede Vorstellung der offenen Plattform für Lehrmaterial Wikiwijs (kennt jemand dazu ein deutschsprachiges Pendant?), Jeroen de Dauws Präsentation über strukturierte Daten in MediaWiki und Lotte Belice Baltussen über “open cultuur data“.

An das Hauptprogramm anschließend wurden die Preise im Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments verliehen. Der Wettbewerb war im Jahr 2010 von Wikimedia Nederland “erfunden” worden und im aktuellen dritten Jahr beteiligten sich bereits 33 Länder.


Lydia Pintscher talks about Wikidata at the Wikimedia Conference The Netherlands, November 9 2012 from Sebastiaan ter Burg, CC-BY on Vimeo.

Wikidata war sozusagen in aller Munde, sowohl bei der Konferenz als auch beim Hackathon, der tags darauf in Amsterdam statt fand. Daniels O-Ton dazu: „Der Hackathon war sehr familiär – klein und informell, ohne vorgegebenes Programm. Manchmal ist es einfach total hilfreich, mit Leuten an einem Tisch zu sitzen, so dass man Probleme auf Zuruf ganz fix ausräumen kann.“

Unser Feedback fiel insgesamt recht einvernehmlich aus: Eine gut organisierte Konferenz in einer tollen, offene Location und mit sehr angenehmer Atmosphäre – außerdem schlaraffenlandartige Zustände in Form einer Stroopwafel-Flatrate. Es gibt sehr viele sehr hübsche Fotos von der Konferenz selber sowie von den Speakern und Teilnehmern; außerdem Videos der Keynotes und einen kurzen Zusammenschnitt, der einen guten Eindruck der  angeregten Stimmung vor Ort vermittelt. Herzlichen Dank an Wikimedia Nederland, ihr wart ein ausgezeichneter Gastgeber. Tot ziens, bis zum nächsten Mal!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 3,75 von 5)
Loading...Loading...

Krumm war gestern – Ein Dankeschön vor Artikel 1.500.000

Foto: Dezidor, CC-BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Wie viel sind 1.500.000 Millionen? Was schon schwer vorstellbar bei Äpfeln oder Birnen ist, wird bei enzyklopädischen Artikeln eine hoffnungslose Denkaufgabe. Vielleicht hilft dies: Die deutschsprachige Wikipedia erreicht an diesem Wochenende den Meilenstein von 1.500.000 Artikeln. Wenn man für jeden einzelnen davon nur ein einziges Mal laut „Danke!“ rufen würde, dann, nun ja… würde das lange dauern. Keine Stimme könnte das. So viel sind 1,5 Millionen.

Dann wenigstens aufschreiben: Danke!

Es hat viele tausend ehrenamtliche Helfer über 11 Jahre Zeit und Energie gekostet, diese Marke zu erreichen. Wobei es ihnen natürlich nicht um diesen oder alle anderen Meilensteine gegangen sein dürfte. Für die meisten Wikipedia-Helfer zählt der nächste Artikel mehr als der letzte. Das gilt für jede Ergänzung, jede Verbesserung oder Korrektur, für jedes neue Foto oder jeden neuen Literaturbeleg. Das ist sozusagen die Quadratur dieser 1.500.000: Es ist eine Sache, so viele Artikel zu schreiben. Eine ganz andere ist es, diese riesige Wissenssammlung auszubauen und zu pflegen.

Deshalb gehört dieser Meilenstein lauthals gewürdigt. Er ist nicht einfach eine weitere Etappe vom prestigeträchtigen millionsten Artikel hin zur Zwei-Millionen-Marke. Krummes Jubiläum? Keineswegs. Eine halbe Million neuer Artikel ist keine Randnotiz. Es hat über fünf Jahre gedauert, bis 2006 die ersten 500.000 Wikipedia-Artikel in deutscher Sprache gefeiert werden konnten.

Und wo es schon um Statistik geht: Alle drei Meilensteine im Halbmillionentakt wurden während der jährlichen Spendenkampagne erreicht. Ein Zufall, aber auch unter Zufällen gibt es Gemeinsamkeiten. Millionen Leser nutzen heute Wikipedia, weil Ehrenamtliche ihr Wissen für das Projekt gespendet und viel dafür getan haben, die Qualität der Enzyklopädie über Jahre zu verbessern. Nur deshalb gibt es Millionen Leser. Wer nutzt schlechte Angebote schon freiwillig ein zweites Mal? Leser, die nicht aktiv zu Artikeln beitragen, spenden finanzielle Unterstützung statt Wissen. Damit sind sie auch Teil all Jener, die die Idee des Freien Wissens fördern und verbreiten.

Doppelt hält besser:

Danke!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (9 Bewertungen, Durchschnitt: 4,33 von 5)
Loading...Loading...

Wikimedia:Woche 46/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (46/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Klicken oder scannen? – QRpedia im Hamburg Museum

Muss man nicht scannen, kann man klicken. Dieser QR-Code führt zur QRpedia-Projektseite in der Wikipedia. (via Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Zwischen dem Museum für Hamburgische Geschichte/Hamburg Museum und Wikipedia-Autoren besteht seit Längerem eine Kooperation. Der ehrenamtliche Helfer Peter Weis berichtete bereits mit einem Gastbeitrag in diesem Blog darüber. Ziel der Arbeit ist es, die ausgestellten und gesammelten Exponate des Museums auf Wikipedia und Wikimedia Commons digital zugänglich zu machen. Seit dem 1. November sind Ausstellungsstücke des Museums mit Plaketten versehen, die per scannbarem QR-Code direkt auf passende Wikipedia-Artikel verweisen.

Was einfach klingt, ist das Ergebnis vieler Vorbereitungen. Die Ehrenamtlichen haben Wikipedia-Artikel geschrieben, in verschiedene Sprachen übersetzt und unter anderem Bildmaterial in die Artikel eingebunden. Konkret handelt es sich um die Ausstellung “Taktgeber Hafen” und um eine Besonderheit des Museums: Bei der Errichtung des Museums Anfang des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche Bauteile des historischen Hamburger Stadtbildes in die Fassade integriert. Zu einer Reihe der Gebäude wurden nun nicht nur Wikipedia-Artikel verfasst, sondern auch Karten erstellt, die den ursprünglichen Standort in der Stadt angeben.

All diese Information sind für Besucher der Ausstellungen nun verfügbar, wenn sie beispielsweise mit ihrem Smartphone die Infoplaketten der Exponate auslesen. Sie werden automatisch auf den Wikipedia-Artikel in der voreingestellten Sprache des Geräts weitergeleitet.

Hier rechts gibt es übrigens den QR-Code zur Projektseite in der Wikipedia. Um dorthin zu gelangen, muss hier aber niemand ein mobiles Endgerät zücken, ein Klick darauf genügt auch. Das ist das Interessante. So ein QR-Code mag im Vergleich zu schönen Blogbildern recht schmucklos wirken, aber wer am Rechner sitzt, ist eben auch nicht im Museum. Schneller vor Ort gezielt auf Wikipedia zugreifen als mit QRpedia?

Gibts nicht. Schlicht und praktisch.

Neben der bereits gestarteten Aktion lädt das Museum für Hamburgische Geschichte/Hamburg Museums am 22. November Pressevertreter zu einem Rundgang. Die Mitteilung und Einladung ist auf unserer Vereinswebseite unter Pressemitteilungen zu finden.

Wir wünschen viel Erfolg!

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...Loading...

Empfehle diese Seite