Zu Gast bei der Wikimedia Conferentie Nederland in Utrecht

Am 9. November 2012 fand in Utrecht die Wikimedia Confernentie Nederland statt. Etwa 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zur sechsten Ausgabe der jährlichen Konferenz des niederländischen Chapters gekommen. Von Wikimedia Deutschland waren Lydia Pintscher, Daniel Kinzler, Jeroen De Dauw und ich dabei. Thematisch gliederte sich die Veranstaltung in drei Tracks: Wikipedia in der Lehre, Wiki-Gemeinschaften und Technik, ergänzt durch zwei Keynotes. Lydia Pintscher stellte am Morgen Wikidata (Video) vor, am Nachmittag sprach Jimmy Wales über “Bildung, Wikipedia und das Internet” (Video).


Wikimedia Conferentie Nederland 2012, Sebastiaan ter Burg bei Flickr, CC-BY

Interessant waren z. B. die Sessions von Ziko van Dijk über Wikimedia Nederland, von Amit Bronner über das EU- und damit schon fast Render-Schwesterprojekt CoSyne, Jan-Barts de Vreede Vorstellung der offenen Plattform für Lehrmaterial Wikiwijs (kennt jemand dazu ein deutschsprachiges Pendant?), Jeroen de Dauws Präsentation über strukturierte Daten in MediaWiki und Lotte Belice Baltussen über “open cultuur data“.

An das Hauptprogramm anschließend wurden die Preise im Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments verliehen. Der Wettbewerb war im Jahr 2010 von Wikimedia Nederland “erfunden” worden und im aktuellen dritten Jahr beteiligten sich bereits 33 Länder.


Lydia Pintscher talks about Wikidata at the Wikimedia Conference The Netherlands, November 9 2012 from Sebastiaan ter Burg, CC-BY on Vimeo.

Wikidata war sozusagen in aller Munde, sowohl bei der Konferenz als auch beim Hackathon, der tags darauf in Amsterdam statt fand. Daniels O-Ton dazu: „Der Hackathon war sehr familiär – klein und informell, ohne vorgegebenes Programm. Manchmal ist es einfach total hilfreich, mit Leuten an einem Tisch zu sitzen, so dass man Probleme auf Zuruf ganz fix ausräumen kann.“

Unser Feedback fiel insgesamt recht einvernehmlich aus: Eine gut organisierte Konferenz in einer tollen, offene Location und mit sehr angenehmer Atmosphäre – außerdem schlaraffenlandartige Zustände in Form einer Stroopwafel-Flatrate. Es gibt sehr viele sehr hübsche Fotos von der Konferenz selber sowie von den Speakern und Teilnehmern; außerdem Videos der Keynotes und einen kurzen Zusammenschnitt, der einen guten Eindruck der  angeregten Stimmung vor Ort vermittelt. Herzlichen Dank an Wikimedia Nederland, ihr wart ein ausgezeichneter Gastgeber. Tot ziens, bis zum nächsten Mal!

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Krumm war gestern – Ein Dankeschön vor Artikel 1.500.000

Foto: Dezidor, CC-BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Wie viel sind 1.500.000 Millionen? Was schon schwer vorstellbar bei Äpfeln oder Birnen ist, wird bei enzyklopädischen Artikeln eine hoffnungslose Denkaufgabe. Vielleicht hilft dies: Die deutschsprachige Wikipedia erreicht an diesem Wochenende den Meilenstein von 1.500.000 Artikeln. Wenn man für jeden einzelnen davon nur ein einziges Mal laut „Danke!“ rufen würde, dann, nun ja… würde das lange dauern. Keine Stimme könnte das. So viel sind 1,5 Millionen.

Dann wenigstens aufschreiben: Danke!

Es hat viele tausend ehrenamtliche Helfer über 11 Jahre Zeit und Energie gekostet, diese Marke zu erreichen. Wobei es ihnen natürlich nicht um diesen oder alle anderen Meilensteine gegangen sein dürfte. Für die meisten Wikipedia-Helfer zählt der nächste Artikel mehr als der letzte. Das gilt für jede Ergänzung, jede Verbesserung oder Korrektur, für jedes neue Foto oder jeden neuen Literaturbeleg. Das ist sozusagen die Quadratur dieser 1.500.000: Es ist eine Sache, so viele Artikel zu schreiben. Eine ganz andere ist es, diese riesige Wissenssammlung auszubauen und zu pflegen.

Deshalb gehört dieser Meilenstein lauthals gewürdigt. Er ist nicht einfach eine weitere Etappe vom prestigeträchtigen millionsten Artikel hin zur Zwei-Millionen-Marke. Krummes Jubiläum? Keineswegs. Eine halbe Million neuer Artikel ist keine Randnotiz. Es hat über fünf Jahre gedauert, bis 2006 die ersten 500.000 Wikipedia-Artikel in deutscher Sprache gefeiert werden konnten.

Und wo es schon um Statistik geht: Alle drei Meilensteine im Halbmillionentakt wurden während der jährlichen Spendenkampagne erreicht. Ein Zufall, aber auch unter Zufällen gibt es Gemeinsamkeiten. Millionen Leser nutzen heute Wikipedia, weil Ehrenamtliche ihr Wissen für das Projekt gespendet und viel dafür getan haben, die Qualität der Enzyklopädie über Jahre zu verbessern. Nur deshalb gibt es Millionen Leser. Wer nutzt schlechte Angebote schon freiwillig ein zweites Mal? Leser, die nicht aktiv zu Artikeln beitragen, spenden finanzielle Unterstützung statt Wissen. Damit sind sie auch Teil all Jener, die die Idee des Freien Wissens fördern und verbreiten.

Doppelt hält besser:

Danke!

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Wikimedia:Woche 46/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (46/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

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Klicken oder scannen? – QRpedia im Hamburg Museum

Muss man nicht scannen, kann man klicken. Dieser QR-Code führt zur QRpedia-Projektseite in der Wikipedia. (via Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Zwischen dem Museum für Hamburgische Geschichte/Hamburg Museum und Wikipedia-Autoren besteht seit Längerem eine Kooperation. Der ehrenamtliche Helfer Peter Weis berichtete bereits mit einem Gastbeitrag in diesem Blog darüber. Ziel der Arbeit ist es, die ausgestellten und gesammelten Exponate des Museums auf Wikipedia und Wikimedia Commons digital zugänglich zu machen. Seit dem 1. November sind Ausstellungsstücke des Museums mit Plaketten versehen, die per scannbarem QR-Code direkt auf passende Wikipedia-Artikel verweisen.

Was einfach klingt, ist das Ergebnis vieler Vorbereitungen. Die Ehrenamtlichen haben Wikipedia-Artikel geschrieben, in verschiedene Sprachen übersetzt und unter anderem Bildmaterial in die Artikel eingebunden. Konkret handelt es sich um die Ausstellung “Taktgeber Hafen” und um eine Besonderheit des Museums: Bei der Errichtung des Museums Anfang des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche Bauteile des historischen Hamburger Stadtbildes in die Fassade integriert. Zu einer Reihe der Gebäude wurden nun nicht nur Wikipedia-Artikel verfasst, sondern auch Karten erstellt, die den ursprünglichen Standort in der Stadt angeben.

All diese Information sind für Besucher der Ausstellungen nun verfügbar, wenn sie beispielsweise mit ihrem Smartphone die Infoplaketten der Exponate auslesen. Sie werden automatisch auf den Wikipedia-Artikel in der voreingestellten Sprache des Geräts weitergeleitet.

Hier rechts gibt es übrigens den QR-Code zur Projektseite in der Wikipedia. Um dorthin zu gelangen, muss hier aber niemand ein mobiles Endgerät zücken, ein Klick darauf genügt auch. Das ist das Interessante. So ein QR-Code mag im Vergleich zu schönen Blogbildern recht schmucklos wirken, aber wer am Rechner sitzt, ist eben auch nicht im Museum. Schneller vor Ort gezielt auf Wikipedia zugreifen als mit QRpedia?

Gibts nicht. Schlicht und praktisch.

Neben der bereits gestarteten Aktion lädt das Museum für Hamburgische Geschichte/Hamburg Museums am 22. November Pressevertreter zu einem Rundgang. Die Mitteilung und Einladung ist auf unserer Vereinswebseite unter Pressemitteilungen zu finden.

Wir wünschen viel Erfolg!

 

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Die Spendenkampagne startet.

Foto: Lane Hartwell, CC-BY-SA 3.0

Für viele ist der November einfach nur kalt und grau: Nicht für uns! Jetzt beginnt die heißeste Phase im Jahr. Bereits seit Wochen haben wir im Fundraising auf Hochtouren gearbeitet und nun ist es endlich soweit: Heute beginnt die Spendenkampagne 2012, zu der wir auch eine Pressemitteilung veröffentlicht haben.

Für mehrere Wochen werden wir auf den Wikimedia-Projekten mit persönlichen Aufrufen auf die Notwendigkeit von Spenden hinweisen.

In Vorbereitung der diesjährigen Kampagne haben wir wieder umfangreiche Tests zum Erfolg verschiedener Banner durchgeführt. Die Kombination aus Fakten-Banner und dem Aufruf von Wikipedia-Gründer Jimmy-Wales schnitt am besten ab und bildet den Auftakt der Kampagne. Grundlegend neu ist: Wenn man das Banner anklickt, öffnet es sich elegant, so dass man direkt auf Wikipedia den persönlichen Aufruf lesen kann. Man kann sagen, dass wir näher dran am Leser sind. Keine Überraschung dagegen ist die Farbe des Banners: Grün.

Was wir bereits im letzten Jahr mit Aufrufen verschiedener Menschen begannen, wird dieses Jahr noch präsenter sein: Im Verlauf der Kampagne werden wir ganz unterschiedliche Gesichter und Geschichten der Wikimedia-Communitys schalten. Damit zeigen wir die Vielfalt der Freiwilligen, Leser und Spender mit ihren individuellen Perspektiven auf die größte Enzyklopädie der Welt und unterschiedlichen Motivationen, Freies Wissen zu unterstützen. Freut euch auf spannende Geschichten.

Dass Millionen von Menschen täglich Wikimedia-Projekte nutzen, wissen wir. Warum sie aber spenden und was ihnen Wikipedia bedeutet, erfahren wir durch die Kommentare auf unserem Spendenticker.

Weitere Informationen und aktuelle Berichte veröffentlichen wir wie gewohnt auf unserer Portalseite. Auch in der kommenden Ausgabe unserer Vereinszeitung Wikimedium (erscheint am 24.11.2012) berichten wir über den Fundraiser 2012, unter anderem am Beispiel des Spendenaufrufs von Wikipedia-Fotograf Gerd Seidel.

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Neue Beteiligungsformen für Freiwillige in der Wikimedia-Bewegung

Im Blog der Wikimedia Foundation ist heute ein Beitrag des Affiliation Committees (geschrieben von María Sefidari, der AffCom-Schatzmeisterin) erschienen, dessen deutsche Übersetzung ich zusammen mit Benutzer:Aschmid erstellt habe: The Wikimedia movement facilitates new volunteer organizing models. Wie alle Wikimedia-Texte ist natürlich auch dieser Blogbeitrag unter CC-BY-SA frei weiter nutzbar und deswegen können wir ihn hier wunderbar crossposten. Vorweg aber noch zwei Hinweise:

Benutzergruppen und Themenorgansationen in Deutschland
Es gibt auch in Deutschland bereits die ersten Interessenten für die Gründung einer offiziellen Wikimedia-Benutzergruppe. Wir begrüßen diese Initiative des Münchener Stammtisches ausdrücklich, jede Form des regionalen oder lokalen Engagements ist sehr in unserem Sinne und eine gute Ergänzung durch eine Gruppe von Leuten, die vor Ort etwas tolles machen wollen. Gerne stehen wir unterstützend zur Seite, wenn es dazu konkrete Frage oder Wünsche gibt.

Eigene Blogpost im Foundation-Blog schreiben
Das Blog der Foundation steht übrigens nicht nur deren Mitarbeitern oder offiziellen Gremien als Kommunikationskanal zur Verfügung. Jeder kann hier einen Blogpost entwerfen und um Veröffentlichung bitten. Viele Beiträge mit internationalem Fokus werden außerdem noch in weitere Sprachen übersetzt. Wenn ihr also mal ein schönes Thema vorstellen oder von einer Aktion berichten möchtet, könnt ihr euch mit den Guidelines vertraut machen und dann direkt das Blog-Team kontaktieren. Jetzt geht es los:

Neue Beteiligungsformen für Freiwillige in der Wikimedia-Bewegung

Gründung und Aufbau einer Organisation sind harte Arbeit. Dabei die Anforderungen an eine Wikimedia-Partnerorganisation zu erfüllen ist sogar noch schwieriger. Eine der Aufgaben des Affiliations Committee ist es, diesen Prozess zu vereinfachen.

Es scheint wirklich schon ewig her zu sein, dass Wikimedia Deutschland am 13. Juni 2004 in Berlin als allererstes Wikimedia-Chapter gegründet wurde. Mittlerweile gibt es 39 Chapter weltweit – und es werden immer mehr! Diese Gruppen von Freiwilligen schließen sich zusammen, um die Wikimedia-Projekte zu unterstützen und neue Autoren und Benutzer zu gewinnen. Sie erstellen, sammeln und verbreiten Freies Wissen unter Freien Lizenzen und befähigen und ermächtigen dadurch Menschen in Communitys auf der ganzen Welt. Nach einem Beschluss des Vorstands der Wikimedia Foundation wurde 2006 das Chapters Committee (Komitee für die Wikimedia-Fördervereine) gegründet, welches die Chapter seitdem unterstützte und ihnen bei der Koordinierung half.

Im Nachgang zu Diskussionen innerhalb der Community und einem weiteren Beschluss des WMF-Vorstandes wurde der Wirkungsbereich des Komitees 2012 erweitert auf Themenorganisationen und Benutzergruppen. Daraufhin entwickelte das Komitee seine Charta, der Vorstand genehmigte sie und machte damit den Weg frei für den Übergang ins neue Affiliations Committee (Komitee für alle Organisationen und Gruppen im Umfeld der Wikimedia-Bewegung).

Das Komitee gibt dem WMF-Vorstand Empfehlungen hinsichtlich der Anerkennung, Zulassung und Existenz von Wikimedia-zugehörigen Organisationen. Es hilft Wikimedianern aus der ganzen Welt dabei, sich in Chaptern, Themenorganisationen und Benutzergruppen zu organisieren und offiziell von der Wikimedia Foundation anerkannt zu werden. Das Affiliations Committee kann euch durch den Gründungsprozess geleiten und euch dabei helfen, eure Satzung aufzustellen, Fragen zu den Erwartungen der Foundation beantworten, Beratung und Unterstützung bei den üblichen technischen, markenrechtlichen, Verwaltungs- und Community-bezogenen Fragen geben und – gegebenenfalls – eine kleine Startfinanzierung (Kosten für die Eintragung oder für erste Projekte) bereit stellen.

Wikimedianer sind sehr gesellig und arbeiten gerne gemeinsam an grandiosen Dingen! (CC-BY-SA, Stephenwanjau, Wikimedia Commons)

Aber was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen? Während die Chapter Wikimedia-Projekte in einer geografischen Region oder in einem Land (z. B. Wikimedia Argentinien) fördern, konzentrieren sich die Themenorganisationen auf bestimmte Themenbereiche oder fachliche Schwerpunkte (z. B. Wikipedia-Autoren zum Thema Astrophysik). Benutzergruppen wiederum sind lose Zusammenschlüsse von ehrenamtlichen Wikimedia-Autoren, inhaltlich sehr variabel, aber immer noch innerhalb der gemeinsamem Mission zur Unterstützung der Wikimedia-Projekte (z. B. WikiProjekt Stroopwafel).

Auf diese Weise macht es die Wikimedia Bewegung für die Freiwilligen leichter, offline zusammen zu kommen und das Modell der Zugehörigkeit zu wählen, welches am besten zu ihren Bedürfnissen passt. Außerdem verschafft es ihnen eine Reihe von Vorteilen, wie zum Beispiel die Anerkennung als Vertreter der Bewegung, die Verwendung der Wikimedia-Marken um Projekte und Veranstaltung zu bewerben sowie den Zugang zu Stipendien und Fördermitteln.

Auf Meta sind nun auch Leitfäden und Hilfestellungen für diejenigen verfügbar, die sich für die Gründung von Themenorganisationen und Benutzergruppen interessieren. Und natürlich finden sich dort auch Informationen für die Gründung neuer Chapter. Die engagierten Freiwilligen im Affiliations Committee werden ihr Bestes tun, um euch durch den gesamten Prozess zu begleiten. Deren Unterstützung und Anleitung garantiert für euch den reibungslosen Weg zur eigenen Organisation. Auf geht’s, organisiert euch, schnappt euch eure Freunde und meldet euch bei uns unter affcom@lists.wikimedia.org!

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Wikimedia:Woche 45/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

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Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

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“Women edit – Wikipedia and the Web” – ein offenes Netzwerktreffen

Das FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB), Wikimedia Deutschland e.V. und das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. richten gemeinsam ein offenes Netzwerktreffen aus, um netzaffinen Frauen, Wikipedianerinnen und Neueinsteigerinnen die Chance zu bieten, sich offline auszutauschen und kennenzulernen. Angeregt durch unsere gemeinsamen Editierworkshops in diesem Jahr entstand die Idee einen regelmäßigen Austausch zu ermöglichen. Am Mittwoch, den 14. November, findet daher ab 18 Uhr das erste Treffen im FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB) statt. 

Entsprechend dem Motto „Wissen ist Macht. Macht mit!“ möchte sich das Treffen der Wikipedia als Form der gesellschaftlichen Teilhabe annehmen. Die Wissensmacht ist jedoch noch nicht gerecht verteilt: Lediglich 9% der Autorenschaft in der Wikipedia sind Frauen. Damit finden wertvolle Sichtweisen nicht ihren Weg in die Online-Enzyklopädie. Beim Netzwerktreffen werden gemeinsam Wikipedia- Artikel redigiert und editiert, Ideen für neue Beiträge gesammelt und diskutiert. Neben dem Blick ins Wikipedia-Backend ist Raum für allgemeine Webthemen, Genderfragen und technische Inhalte: Wie bewege ich mich im Netz, welchen Namen verwende ich, wie gehe ich mit Konflikten um und welches Wissen ist es wert, kommuniziert zu werden? Was heißt Gender im Netz? Wie eigne ich mir technische Skills an?

Das erste Treffen findet am nächsten Mittwoch, 14. November, 18 Uhr statt, weitere Treffen sind am 12. Dezember 2012, 09. Januar 2013 (jeweils am 2. Mittwoch des Monats).

Es wird ein mit Rechnern und Internetzugang ausgestatteter Raum im FrauenComputerZentrumBerlin (Kreuzberg) genutzt, eigene Laptops sind nicht notwendig. (WLAN ist nicht vorhanden).

Um Anmeldung wird gebeten unter presse@fczb.de

Ansprechpartnerin  im FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB): Alexandra Deak

 

Wer Interesse daran hat ähnliche Netzwerktreffen vor Ort zu organisieren oder sich an weiteren Initiativen rund um das Thema Diversität in der Wikipedia zu engagieren, der ist bei Wikimedia im Bereich “Bildung und Wissen” richtig und kann sich mit Ideen und Anmerkungen auch gerne direkt per Mail an uns wenden.

Für alle Berlinerinnen: Wir freuen uns auf euer Kommen!

 

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Wikimedia Deutschland beteiligt sich an Leibniz-Forschungsverbund “Science 2.0”

Ist die Zukunft der Wissenschaft offen? Video: Daniel Mietchen, CC0

Der Austausch wissenschaftlicher Informationen war die ursprüngliche Funktion des World Wide Web; heute ist es nur eine von vielen. Während web-basierte Kommunikationsformen weite Teile der Bevölkerung auf immer umfassendere Weise miteinander vernetzen, macht die Wissenschaft bisher nur zögernd davon Gebrauch. An diesem Punkt setzt ein neuer Leibniz-Forschungsverbund zum Thema „Science 2.0“ an. Zusammengeschlossen haben sich darin 24 Einrichtungen aus Wissenschaft und Bildung. Wikimedia Deutschland ist beteiligt und bildet die Schnittstelle zu den Communitys der Wikimedia-Projekte. Der Titel “Science 2.0” bezieht sich dabei zunächst einmal nur auf den Einsatz von Web-Tools in der Wissenschaft. Dieser kann jedoch mit einer Öffnung des Forschungsprozesses selbst sowie mit dem vermehrten Einsatz freier Lizenzen für dabei erstellte Materialien einhergehen.

Der Verbund will sich in den kommenden 10 Jahren mit der Frage befassen, wie das Web die Forschungs- und Kommunikationsprozesse innerhalb der Wissenschaft und darüberhinaus verändert: Wie wird Wissenschaft und deren Kommunikation in der Zukunft aussehen? Wie werden Forschungsergebnisse zeitgemäß für die Fachwelt veröffentlicht, für die Gesellschaft insgesamt zugänglich gemacht und für die Nachwelt archiviert? Wie können Forschungsprozesse sichtbarer gemacht werden und wo sind die Grenzen der Transparenz? Welche Infrastruktur und Werkzeuge sind dafür nötig, und wie werden sie genutzt? Wie sieht es mit der Qualität wissenschaftlicher Informationen aus, wenn Amateure wie Patientengruppen oder Citizen Scientists an der Planung, Durchführung, Auswertung und Diskussion wissenschaftlicher Forschung in zunehmendem Maße teilhaben können?

Auf all diese Fragen gibt es keine einfachen Antworten. Doch wer inhaltlich, technisch oder organisatorisch zu Wikimedia-Projekten beiträgt, sieht sich regelmäßig mit sehr ähnlichen Fragen konfrontiert, für die in vielen Fällen auch schon einzelne Lösungsansätze ausprobiert wurden. Unsere Erfahrungen mit web-basierter Zusammenarbeit, mit der Erstellung und Nachnutzung frei lizensierter Materialien, mit öffentlichen Versionsgeschichten sowie mit der Förderung freien Wissens im nationalen und internationalen Kontext wollen wir in den Verbund einbringen. Bisherige Beteiligungen an Forschungsprojekten – z.B. RENDER oder Wikidata – bilden dafür eine gute Grundlage.

Das erste Verbund-Treffen findet am 14. und 15. Februar 2013 in der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften in Hamburg statt.

Wir werden Euch in den kommenden Monaten über die Entwicklungen im Rahmen des Forschungsverbundes informieren und freuen uns auf Eure Anregungen.

 

E-Mail: hochschule@wikimedia.de

 

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Monatsbericht Oktober 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Konferenz “Zugang gestalten!”

“Nicht der Zugang zu kulturellem Erbe unterliegt einer Begründungspflicht, sondern dessen Verknappung.” Pavel Richter #ke12

Zwei Tage lang tagten ca. 200 Vertreter verschiedenster Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland im Glashof des Jüdischen Museums in Berlin zum Thema “Das kulturelle Erbe digitalisiert nutzbar machen”. Den meisten der anwesenden Kulturvertretern ging es offenkundig um das Wie, statt nur um das Ob.

Wikimedia Deutschland war eigentlich “nur” Mitveranstalter, dennoch: Wikipedia und deren Schwesterprojekte standen nicht nur im Fokus der Vorträge der Wikimedianer Pavel Richter, Marcus Cyron, (Wikipedian in Residence am Deutschen Archäologischen Institut) und Lennart Guldbrandsson (Wikipedian in Residence im schwedischen Nationalamt für Kulturelles Erbe). Sie dienten auch vielen anderen Referenten als Beleg für eine gelungene Umwandlung digitalisierter Daten zu Informationen und deren aktiver Weiternutzung.

Damit hat die Konferenz für uns den wesentlichen Zweck erfüllt, Wikimedia Deutschland als potenten Kooperationspartner für die Gestaltung von freiem Zugang zu präsentieren. Erste Gesprächstermine zur Anbahnung konkreter Projekte wurden bereits während der Konferenz vereinbart.

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