Say Hello, Wave Goodbye ….

Seit Ende 2008 habe ich für Wikimedia Deutschland Bildungsaufgaben wahrgenommen. Dabei habe ich mich in den letzten eineinhalb Jahren mit meinen Kollegen im Team intensiv der Aufgabe gewidmet, aus isolierten Programmen und Strukturen wie “Wikipedia macht Schule” und “Silberwissen” einen eigenständigen, übergreifenden Bereich “Bildung & Wissen” zu formen. Das von uns gemeinsam entwickelte Bereichsmotto “Mitmachen!”, dass den Fokus der AutorInnengewinnung bei Wikimedia Deutschland zielgruppenoffener gestaltete, war eine wichtige Richtlinie dazu und führte zu einem intensiven und kontinuierlich produktiven Austausch insbesondere mit dem rund dreissigköpfigen Referentennetzwerk des Bereichs. Diese sehr erfüllende und schöne Aufgabe ist nun abgeschlossen, Zeit für etwas Neues.

In diesem Monat werde ich daher in den Bereich Freiwilligenförderung wechseln. Durch diesen Wechsel kann ich meine in den letzten Jahren im Bereich “Bildung & Wissen” gesammelten Erfahrungen in einen Bereich mitbringen, der mir inhaltlich bereits wohlvertraut ist und sehr am Herzen liegt. Von Anfang meiner Tätigkeit bei Wikimedia Deutschland an haben mich Aufgaben zur Unterstützung der Communities und der Qualitätsförderung beschäftigt und in Programmen wie z.B. dem Literaturstipendium, dem Redaktionstreffen und dem Bilderschatz ihren Niederschlag gefunden. Bei meinen kommenden Aufgaben im alten/neuen Bereich möchte ich mich nun insbesondere auf die Optimierung von Strukturen und Prozessen in der Arbeit für und mit den Communities konzentrieren.

Eine besondere Erfahrung aus dem Bereich “Bildung & Wissen”, die ich mit einbringen möchte in meine neue Arbeit, sind dabei die vielen Stimmen von Lesern bzw. Menschen, die keine Wikipedianer sind. Indem diese Menschen bei zahlreichen Begegnungen mit mir ihre Sicht auf Wikipedia und Freies Wissen teilten und von der alltäglichen Bereicherung und Herausforderung berichteten, die Wikipedia für sie darstellte, veränderten Sie allmählich meine Perspektive auf die Wikipedia. Auch und gerade als Wikipedianer wurde es zum Privileg für mich, besser verstehen zu lernen, wo und warum unser aller Lieblingsprojekt gelegentlich nicht nur Begeisterung, sondern auch Stirnrunzeln, Ärger oder Hilflosigkeit auslöst bei jenen, für die es am Ende gedacht ist. So eröffnete sich mir etwas ganz Neues und ich möchte davon etwas weitergeben.

Für die unglaublich spannende und fantastisch produktive Zeit bei “B&W” danke ich insbesondere Elly Köpf, sowie Elvira Schmidt, Cornelia Trefflich und Merle Wittich und natürlich insbesondere den Teilnehmern des Referentennetzwerks. Und ich freue mich sehr darauf, Teil eines neuen Teams aus Johannes Rohr, Julia Kloppenburg und Christoph Jackel zu werden.

Auf bald, wir lesen uns!

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Herzlich willkommen bei Wikimedia Deutschland, Manuel Merz

Manuel wird uns künftig mit gezielter empirischer Forschung und Evaluation zur Seite stehen: Mit seiner umfangreichen Erfahrung in diesen Bereichen wird er Wikimedia Deutschland beispielsweise dabei unterstützen, Projekte systematisch zu evaluieren um ihre Effektivität zu optimieren. Manuel wird uns außerdem bei strategischen Fragestellungen beraten und dort, wo für uns der größte Informationsbedarf besteht, empirische Forschungsprojekte initiieren oder selbst durchführen. Gleich zu Anfang steht die Beratung bei der Erstellung des Wirtschaftsplans 2013, sowie bei Fragestellungen rund um die Themen “Autorinnengewinnung” und gezielter Unterstützung der bestehenden Autorengemeinschaft.

Manuel verfügt über 8 Jahre Erfahrung in der Internet- und Wikipediaforschung und promoviert derzeit an der Technischen Universität Ilmenau zum Thema „Entwicklung einer Typologie der Autorinnen und Autoren der deutsch- und englischsprachigen Wikipedia-Communities“. Auch schon in seiner Diplomarbeit („Aktive Beteiligung an Wikipedia aus sozial-kognitiver Perspektive“) und während seines Studiums der Kommunikationswissenschaft hatte Manuel sich intensiv mit Wikipedia auseinandergesetzt. Er ist außerdem freiberuflicher Softwareunternehmer und Autor eines Buchs über “Wahlkampf im Internet”. Seit 2005 engagiert Manuel sich aktiv für Wikipedia, zuletzt hat er in Koordination mit Wikimedia Deutschland die „Wikipedia Benutzerumfrage 2011“ durchgeführt (www.wikipediaforschung.de).

Manuel wird zunächst in Teilzeit für den Verein arbeiten und parallel seine Promotion weitertreiben. Ich freue mich sehr darüber, dass Manuel für Wikimedia Deutschland arbeiten wird und uns mit seiner Erfahrung unterstützt!

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Wikimedia:Woche 27/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (27/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

Foundation und Vereine

FUNDS DISSEMINATION COMMITTEE (FDC)

Das geplante Gremium zur internationalen Mittelverteilung innerhalb der Wikimedia-Bewegung (Funds Dissemination Committee) sucht Mitglieder. Asaf Bartov von der Wikimedia Foundation ruft explizit zu Bewerbungen auf. Mehr Informationen auch im Blog von Wikimedia Deutschland.

WIKIMEDIA ITALIEN

Die italienische Wikimedia-Organisation hat einen Kurzbericht über ihre Arbeit in Form eines Newsletters veröffentlicht:

WIKIMEDIA NYC

Die Wikimedia-Organisation aus New York hat ihren Vorstand neu gewählt:

WIKIMEDIA DEUTSCHLAND: MONATSBERICHT

Der Monatsbericht von Wikimedia Deutschland für den Monat Juni ist in Deutsch und Englisch veröffentlicht worden:

Projekte und Initiativen

ASSAMESISCHE WIKIPEDIA

Assamesisch ist eine 13 Millionen Sprecher umfassende Sprache, die vorwiegend im nordindischen Assam gesprochen wird. Zur Feier des zehnjährigen Jubiläums der assamesischen Wikipedia trafen sich aktive Wikipedianer der etwas über 1.000 Artikel umfassenden Sprachversion am 10. Juni. Ein Kurzbericht im Blog der Wikimedia Foundation:

QR-CODES

Auf dem Friedhof mit Namen Congressional Cemetery in Washington, D.C. sind auf Initiative von Wikipedia-Aktiven QR-Codes angebracht worden, die auf Wikipedia-Einträge von dort beerdigten Persönlichkeiten verweisen. Mehr Details zum Projekt gibt ein Kurzbericht im GLAM-Newsletter des Monats Mai.

WIKIPEDIAN IN RESIDENCE AM DAI

Marcus Cyron, der Wikipedian in Residence am Deutschen Archäologischen Institut in Berlin, hat im Blog von Wikimedia Deutschland einen Rückblick auf die ersten vier Wochen seiner Arbeit für das Institut veröffentlicht.

ZEDLER-PREIS FÜR FREIES WISSEN

Am Sonntag, den 1. Juli, wurde in Berlin der erste Zedler-Preis für Freies Wissen verliehen. In drei Kategorien wurden Preise für außergewöhnliche Leistungen vergeben: Wikpedia-Artikel des Jahres, Community-Projekt des Jahres, externes Projekt des Jahres. Zwei Sonderpreise gab es ebenfalls. Alle Gewinner hier:

Studien und Statistik

“WAS HÄLT SIE DAVON AB, EINE WICHTIGE ERGÄNZUNG BEI WIKIPEDIA ZU MACHEN?”

Die Wikimedia Foundation hat weitere Ergebnisse der Autorenumfrage vom Dezember 2011 veröffentlicht. Demnach gibt es vor allem zwei Gründe, weshalb Beiträge zu Wikipedia unterbleiben: Zum einen Zeitmangel, zum anderen schlechte Erfahrungen mit anderen Autoren. In der englischen und in der deutschsprachigen Wikipedia wurde auch ein Übermaß an Regeln beklagt. Auf die Frage, was sich ändern sollte, nannte ein großer Teil der Befragten die Bedienoberfläche: “Ein einfacheres Interface, die Auszeichnungssprache sollte durch eine Art Textverarbeitung ersetzt werden, sonst ist das Schreiben zu kompliziert.”

Technik

VORSCHAU AUF LUA

Die Programmiersprache LUA soll in Zukunft die Serverbelastung bei Änderungen an komplex aufgebauten, umfangreichen Wikipedia-Artikeln verringern. Gerard Meijssen von der Wikimedia Foundation gibt einen Ausblick auf das Vorhaben und berichtet in diesem Zusammenhang vom Berlin Hackathon.

SCHALTSEKUNDE STÖRT

In der Nacht auf den 1. Juli wurde die Suchfunktion der Wikimedia-Projekte durch das Einfügen einer Schaltsekunde gestört. Viele andere Webseiten wurden durch die Änderung stark beeinträchtigt. Die Techniker der Wikimedia Foundation stellten den Normalzustand innerhalb von zwei Stunden wieder her. Hintergrund:

Termine

WIKIMEDIA FOUNDATION: SPRECHSTUNDEN

Die nächste offene Sprechstunde von Mitarbeitern der Wikimedia Foundation hält des Team zur Autorenförderung und -motivation ab (Editor Engagement): Samstag, 7. Juni, 20 Uhr deutsche Zeit.

LOGO FÜR WIKIDATA WÄHLEN

Noch bis Donnerstag, den 12. Juni, 23:59 Uhr, können Stimmen im Logowettbewerb für das neueste Wikimedia-Projekt abgegeben werden.
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Das FDC braucht eure Unterstützung!

Anfang April wurde auf der Wikimedia Chapters Conference die Gründung eines Komitees beschlossen, welches in Zukunft die Verteilung der Geldmittel regeln soll, die über  Spenden in den Wikimedia-Projekte eingenommen werden. Zusammen mit einem beratenden Gremium (Advisory Group), das bereits im Vorfeld gegründet wurde, wird das Funds Dissemination Committee (FDC) voraussichtlich ab September seine Arbeit aufnehmen. Im Rahmen seiner Arbeit wird es über Anträge beraten und Empfehlungen für die Zuteilung von Geldmitteln aussprechen. Sowohl die Jahresbudgets der Länderorganisationen und der Foundation als auch Zuschüsse für individuelle Projekte sollen vom FDC zugeteilt werden.

Bewerbt euch und werdet Teil des FDC!

Das FDC wird ausschließlich aus Mitgliedern der Community bestehen und wird nach der Spendenkampagne 2012/2013 voraussichtlich mehr als 10 Millionen US-Dollar verteilen können. Vertrauenswürdige und erfahrene Freiwillige sind deshalb jetzt dazu aufgerufen, Teil des FDC zu werden. Auf Meta-Wiki könnt ihr nachlesen, wie ihr euch bewerben könnt. Nachdem ihr euch  selbst nominiert habt, werdet ihr aufgefordert, ein kurzes Statement dazu abzugeben, wie ihr euch die Arbeit für das FDC vorstellt.

Was kommt da auf euch zu?

Das FDC wird als beratendes Gremium dem Vorstand der Wikimedia-Foundation Empfehlungen zur Verteilung von Spendengeldern aussprechen, um Freies Wissen zu fördern und die Wikimedia-Projekte zu unterstützen. Weitere Informationen zum FDC findet ihr auch auf Meta. Fragen rund um den Bewerbungsprozess und das Komitee könnt ihr gern auf der zugehörigen Diskussionsseite stellen.

Bewerbungen werden noch bis 15. August 2012 entgegen genommen. Hier findet sich die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten.

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Der erste Monat als Resident beim DAI

“Was macht man eigentlich als ‘Wikipedian in Residence‘? Nicht nur die Presse wollte das zuletzt recht häufig von mir wissen. Vielleicht ist es ganz sinnvoll damit zu beginnen, was ich denn nun alles schon getan habe. Nach einem Monat kann man sicher einen ersten Blick zurück wagen.

Es begann schon am 2. Juni, also am zweiten Arbeitstag, mit einem Paukenschlag: der “Langen Nacht der Wissenschaften“, an der sich das Deutsche Archäologische Institut traditionell beteiligt. Unterstützt durch je zwei ehrenamtliche Autoren und zwei Mitarbeiter der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland konnten wir Wikipedia und dessen Schwesterprojekte bei der Langen Nacht vertreten und gleichzeitig in der Öffentlichkeit auch das Residence-Programm bekannter machen. Zum zweiten Höhepunkt wurde meine erste Dienstreise, die mich nach Frankfurt am Main, Köln und Düsseldorf führte. In Frankfurt nahm ich an der wissenschaftlichen Tagung “Integrating Archaeology” teil. Es beschränkte sich dieses Mal nicht auf eine passive Teilnahme, ich war auch als Referent eingeladen und hielt einen Vortrag zum “Wikipedian in Residence beim DAI”. Die Tagung war erstklassig organisiert, einzig die Tatsache, daß Vorträge und Diskussionen einzig auf Englisch statt finden würden, war nicht nur mir sondern auch anderen Teilnehmern nicht ganz klar. Somit mußte ich binnen kurzer Zeit meine Präsentation und den ganzen Vortrag ins Englische umarbeiten. Darunter litt die Qualität ein wenig, wohl aber nicht übermäßig. Auch darüber hinaus war die Tagung, in der es um vielerlei Formen der archäologischen Öffentlichkeitsarbeit ging, ein lohnender Bick über den Tellerrand. Auch der “Socialising-Abend” war ein Erfolg – Deutschland schlug die Niederlande immerhin mit 2-1! Einen Tag nach der Tagung folgte in Köln der nächste Termin bei Reinhard Förtsch und den Mitarbeitern der Bilddatenbank Arachne. Hier ging es vor allem darum, wie man die gegenseitige Verknüpfung in der Zukunft besser voranbringen könnte. Abschluß der Tour, die auch einen Besuch beim Kölner Stammtisch beinhaltete, war die Teilnahme am Sommerfest der Gerda Henkel Stiftung. Hier waren äußerst hochkarätige Geisteswissenschaftler anwesend, mit meiner Begleitung Alice Wiegand kam ich aber eher mit Nachwuchswissenschaftlern ins Gespräch.

Die restliche Arbeit lässt sich eher unspektakulär an. Sie besteht darin viele E-Mails zu schreiben und zu lesen, der Presse Rede und Antwort zu stehen (im Juni immerhin dreimal), Konzepte auszuarbeiten, ja überhaupt zu überlegen, welche Schritte als nächstes gesetzt werden sollten, welche Ideen umgesetzt werden können und sollen. Häufig treffe ich mich mit den beiden Frauen, die bei den Partnerorganisationen des Projektes für das Programm zuständig sind, Nicole Kehrer vom DAI und Barbara Fischer von WMDE. Ideen, die im Juni gewachsen sind und nun ihrer Umsetzung harren sind etwa eine Karte der Grenze des Römischen Reiches, des Limes, die erarbeitet werden soll, ein Schreibwettbewerb zu den Olympischen Spielen oder anderes mehr, über das an dieser Stelle berichtet werden soll, wenn die Ideen praktisch umgesetzt werden. Und bei der Ideenfindung helfen nicht selten der Zufall, und Gespräche mit vielen Menschen. Eines kann ich nach einem Monat schon sagen: kein Tag ist wie der Andere, die Arbeit ist äußerst abwechslungsreich. Langeweile kommt nicht auf.

Der Juli steht nun ganz im Zeichen der Wikimania in Washington D.C.

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Auf nach Olympia

Fünf Wikipedianer haben sich nach Mainz aufgemacht und bei der Einkleidung der Olympiamannschaft Hunderte von Bildern gemacht. Ein Bericht von Ralf Roletschek

Die freundlichen Profikollegen bei der Einkleidung der Olympiamannschaft Bildautor: Ralf Roletschek (talk) – Infos über Fahrräder auf fahrradmonteur.de cc-by-sa 3.0


Kaum in der Kaserne angekommen, haben wir festgestellt, daß wir keine Blitzanlage haben. Das macht sich etwas schlecht… :-( Also suchen wir nach irgendeiner Notlösung. So eine Blitzanlage gibt es nicht um die Ecke, und in der Kaserne bekommt man auch keine ausgeliehen. Aber es stehen zwei Blitzanlagen in der Ecke der Halle. Wir lernen Timo Schaube von der Bilddatenbank Public Address Presseagentur kennen, er macht Bilder fürs Fernsehen. Also die Fotos von Sportlern, die bei Nachrichtensendungen im Hintergrund gezeigt werden. Eine vorsichtige Frage später dürfen wir ihre Anlage mitbenutzen. Das erweist sich im Nachhinein sogar als vorteilhaft, denn die Sportler müssen nicht von Anlage zu Anlage wechseln, nur wir Fotografen haben den Staffelstab zu übergeben. Ein ganz großes Dankeschön für diese Kollegialität!

Freie Lizenzen
Wir kommen auch über unsere Arbeit ins Gespräch, und dass die “Gefahr” in der Luft liege, mit unseren freien Lizenzen den Profis die Arbeit wegzunehmen. Dem sei aber nicht so, sagen sie und weisen darauf hin, andere Fotos als wir zu machen. Das Fernsehen hat andere Anforderungen als eine Enzyklopädie. So haben wir uns prima ergänzt und gegenseitig unterstützt. Das uns von Bettina Kenter empfohlene Schminkpapier hat in der Hitze gute Dienste geleistet und war den Profis noch unbekannt. Viele Sportler fragten nach einem Spiegel, der Autospiegel des Transporters der Bundeswehr war nur eine Notlösung, wir müssen beim nächsten Mal einen Besseren dabeihaben. Die anwesenden Bundeswehrsoldaten haben überhaupt sehr unbürokratisch und schnell geholfen, wenn es mal klemmte. Alle Sportler sollten im Dress der Olympiade abgelichtet werden, viele haben allerdings keine Bekleidung dabei. Ein kurzer Anruf beim Vorgesetzten und wir bekommen die notwendigen Jacken in verschiedenen Größen zur Verfügung gestellt.

Resultate
Und was ist dabei herausgekommen? Gut eingestellte Blitzanlage, total entspannte Sportler und eine gute Organisation haben ergeben, daß von allen Athleten schöne Porträts angefertigt werden konnten. Es waren zwar mit 28 Personen – darunter Jörg Roßkop, Dirk Schimmmelpfennig und Juliane Schenk – nur gut 10% der gesamten Olympioniken – aber von diesen haben wir jetzt gutes Bildmaterial! Die Rolle der Helfer im Hintergrund ist dabei mindestens genauso wichtig wie das eigentliche Fotografieren. Ohne sie wären viele Sportler gar nicht bei uns angekommen. Wir waren nicht zu viele sondern eher zu wenige Leute dort. Und eine technische Erkenntnis: Immer eine Kamera mit X-Kontakt dabeihaben! Wir hatten zwar 3 DSLR dabei aber nur eine, die wir an die Blitzanlage per Kabel anschließen konnten.

Ein ganz großes Danke an alle Beteiligten nicht nur von uns!
- Ralf Roletschek im Namen aller fünf Teilnehmer

Alle Fotos sind unter http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Einkleidung_deutsche_Olympiamannschaft_2012 zu finden

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Open Data, Schritt für Schritt

Der Bundestag hat letzte Woche mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen einer Änderung des Geodatenzugangsgesetzes zugestimmt. Die zentrale Änderung (Anlage I auf Seite 5 der Bundestagsdrucksache 17/9686) ist schnell erklärt und beantwortet sich aus dem Gesetzestext:

2) Geodaten und Metadaten sind über Geodaten- dienste für die kommerzielle und nicht kommerzielle Nutzung geldleistungsfrei zur Verfügung zu stellen, soweit durch besondere Rechtsvorschrift nichts anderes bestimmt ist oder vertragliche oder gesetzliche Rechte Dritter dem nicht entgegenstehen. Geodatenhaltende Stellen des Bundes stellen einander ihre Geodaten und Geodatendienste, einschließlich zugehöriger Metadaten, geldleistungsfrei zur Verfügung, soweit deren Nutzung zur Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben erfolgt.

Wie eine solche geldleistungsfreie Verfügbarmachung  für die kommerzielle und nicht kommerzielle Nutzung aussehen kann, zeigt die Bayerische Vermessungsverwaltung in ihrem OpenData-Portal: Dort sind erste Datensätze unter der Lizenz Creative Commons CC-by freigegeben, die die Nachnutzbarkeit durch Dritte auch für kommerzielle Zwecke erlauben.

Die Änderung eines Bundesgesetzes zur Herausgabe von Geodaten des Bundes hat keine direkten Auswirkungen auf die Lizenzierungspolitik der Bundesländer, aber sie stellt ein sehr positives Beispiel dar. Der Teufel liegt jetzt im Detail, tatsächlich auch brauchbare Lizenzen zu verwenden (CC-by gehört dazu) und auch jene Daten herauszugeben, die für Dritte einen hohen Nutzwert haben (z.B. Orthofotos mit einer Bodenauflösung von 20cm statt 2m), sowie die direkte Bereitstellung dieser Daten in sinnvollen Formaten.

Als wir vor einer Woche gegenüber dem Bundestagsunterausschuss Neue Medien zum Thema Open (Government) Data unter den eingeladenen Sachverständigen waren, haben wir eine Reihe von Datensätzen benannt, die von Parlament und Bundesregierung freigegeben werden können und sollten. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Gesetzestexten in maschinenlesbaren Formaten ohne Nutzungseinschränkungen (die Gesetze sind gemeinfrei, bestimmte Darreichungsformen können als Datenbank geschützt sein). Auch hier gibt es einen schönen neuen Service auf gesetze-im-internet.de: Die Bereitstellung der Texte als XML (z.B. das Geodatenzugangsgesetz in seiner bisherigen Fassung), laut openjur.de-Rückfrage beim Justizministerium auch ohne Nutzungsbeschränkungen.  Wir danken.

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Wikidata logo: It’s time to pick a winner!

(You can find the German version of this entry here.)

We asked for logo proposals for Wikidata and you delivered. We have received 73 submissions. Thank you so much for all of them. There can only be one Wikidata logo however, so it is time to pick the one.

We have prepared a voting page. You can vote by going there and adding your signature to as many candidates as you want (but only one per candidate). Everyone who has an account on meta (or a global account) that was created before July 1st 2012 can vote. And now go and pick your winner! Voting is open until Thursday July 12th 23:59 UTC.

Feel also free to add comments to the proposals, on how to improve them or making them more usable as a logo. You will notice that we picked a selection for the voting. The selection is based to eliminate variants, in order to counter the decoy effect (see http://en.wikipedia.org/wiki/Predictably_Irrational#The_Truth_about_Relativity ). Since we also plan to produce swag like buttons, shirts, pins, etc., Wikimedia Deutschland e.V. had to make a preselection of the logos based on several criteria like that it should work in black-and-white, that it can be easily zoomed, that it is memorable, that it is squarish, that it is not culturally biased, etc. Those were long discussions as you can imagine.

The winner will be announced in the Wikidata panel at Wikimania on Friday July 13th. After that the winning logo will get a final review from legal and will be revised and finalized by a designer.

PS: In the unlikely case that we notice manipulation of the vote we’re reserving the right to exclude votes from the count. We will document all such cases.

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Wikidata Logo: Es ist an der Zeit einen Gewinner zu wählen!

Wir haben nach Logovorschlägen für Wikidata gefragt und ihr habt geantwortet. Wir haben 73 Einreichungen erhalten. Vielen Dank! Es kann allerdings nur ein Wikidata Logo geben. Es ist also an der Zeit einen Gewinner zu wählen.

Wir haben eine Wahlseite vorbereitet. Du kannst wählen indem du auf die Seite gehst und Deine Signatur unter so viele Vorschläge setzt wie Du willst (allerdings höchstens ein mal pro Vorschlag). Jeder, der ein Benutzerkonto auf Meta (oder ein globales Benutzerkonto) hat, das vor dem 1. Juli angelegt wurde, ist stimmberechtigt. Und jetzt triff Deine Wahl! Die Wahl ist bis Donnerstag den 12. Juli um 23:59 UTC möglich.

Es dürfen auch Kommentare zu den Vorschlägen abgegeben werden, um sie weiter zu verbessern und als Logo verwendbarer zu machen. Wikimedia Deutschland e.V. hat eine Vorauswahl getroffen. Die Vorauswahl hat Varianten aussortiert (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Decoy-Effekt). Um sicherzustellen, dass wir das Logo auf Buttons, T-Shirts, usw. verwenden können, haben wir verschiedene Kriterien verwendet: die Logos müssen Schwarz-Weiß funktionieren, in verschiedenen Größen, gut in ein Rechteck passen, nicht einseitig kulturell geprägt sein, usw.

Der Gewinner wird auf dem Wikidata Forum zur Wikimania am Freitag den 13. Juli bekannt gegeben. Danach wird das Gewinnerlogo von der Rechtsabteilung geprüft und von einem Designer überarbeitet.

PS: Im unwahrscheinlichen Fall, dass wir Wahlmanipulation bemerken, behalten wir uns das Recht vor, Stimmen nicht zu zählen. Wir werden solche Fälle dokumentieren.

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RENDER bei der WebScience 2012

Vom 22. bis zum 24. Juni fand die WebScience 2012 in Evanston, etwa zwölf Meilen nördlich von Chicago, statt. Zu der seit 2009 jährlich stattfindenden Konferenz treffen sich Wissenschaftler, um die junge Disziplin WebScience voran zu bringen. WebScience verbindet Theorien und Methoden aus Informatik, Psychologie und Sozialwissenschaft, um die Datenschätze zu analysieren, die beispielsweise durch Facebook, Twitter und Wikipedia entstehen.

Unsere Einreichung mit dem Titel „A Knowledge Diversity Dashboard for Wikipedia“ wurde angenommen und in Form eines Posters präsentiert. Das Poster stellt das RENDER Toolkit vor, eine Sammlung von Analyse-Werkzeugen auf dem Wikimedia Toolserver.

Diejenigen, die mit wissenschaftlichen Konferenzen vertraut sind, können diesen Abschnitt überspringen. Für alle anderen: Wissenschaftliche Konferenzen bestehen aus unterschiedlichen Formaten. Es gibt Keynotes und Panels, Paper Sessions und Poster Sessions. Wir waren auf der Poster Session vertreten, wobei in diesem Fall insgesamt etwa 50 Poster in zwei Phasen präsentiert wurden. Dieses Format ist interaktiv: Man stellt das eigene Poster vor, um mit Interessenten an Hand der Darstellung einzelne Aspekte zu diskutieren, Anregungen einzuholen und die Arbeit der Fachkollegen kennen zu lernen. So konnten zahlreiche Rückmeldungen zu unseren Analysen und zum Toolkit gesammelt werden.

Abschließend eine persönliche Bemerkung: Besonders beeindruckend war die Closing Keynote vom Luis von Ahn. Er stellte reCaptcha und Duolingo vor. Von Ahn gelingt es, zwei Anliegen, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, auf sehr gewinnbringende Weise zu verbinden: reCaptcha ermittelt, ob ein Mensch oder ein Skript eine Webseite besucht und verbessert zugleich automatische Texterkennung, Duolingo verknüpft das Lernen einer Fremdsprache mit der Crowdsourcing-Übersetzung von Texten aus dem Web. Genial!

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