“Women edit”: Wikimedia lädt Frauen zum Mitmachen ein!

Das Pilotprojekt „Women edit“ ist ein Angebot für Frauen, sich aktiv an den Wikimedia-Projekten zu beteiligen. Ob Wikipedia, Wikimedia-Commons oder Wikivoyage – die Möglichkeiten mitzumachen sind ganz unterschiedlich: Artikel schreiben, Bilder hochladen, Reiseinformationen aktualisieren oder mit den Communities diskutieren.

In mehreren deutschen Städten sollen offene Netzwerktreffen, Editier-Partys und Edit-a-thons mit Unterstützung von Wikimedia organisiert werden. Zur Gestaltung und Unterstützung dieser Veranstaltungen suchen wir engagierte „Wikiwomen”, die als Ansprechpartnerinnen in der Stadt oder Gemeinde dazu beitragen, lokale Netzwerke aufzubauen und zu begleiten.

Ob im kleinen oder großen Kreis, ob einmalig oder regelmäßig: Jede Initiative ist willkommen!  Wir sind  gespannt auf Ideen und haben schon ein paar gesammelt:

Sandra Schink, CC-BY-SA 3.0

Offene Netzwerktreffen: Diese Treffen können regelmäßig in einem (u.U. mit Computern ausgestatteten) Raum veranstaltet werden. Teilnehmerinnen diskutieren hier über ihre eigenen Erfahrungen mit der Wikipedia und können sich individuell dazu beraten lassen, was beim ersten eigenen Artikel zu beachten ist. Bei den Treffen können sie andere Frauen kennenlernen, um gemeinsam an Artikeln zu arbeiten oder sich an aktuellen Diskussionen zu beteiligen.

Editier-Party: Frauen treffen sich mit ihren Laptops im Gepäck in einem Café oder einer Bar. Bei Kaffee oder einem Glas Wein lernen sie die wichtigsten Wikipedia-Grundlagen kennen, tauschen sich aus und machen ihre ersten Edits. Wer weiß, vielleicht wird daraus ja ein regelmäßiger Wikipedia-Stammtisch für Frauen?

Edit-a-thon: Bei diesem Editier-Marathon sollen möglichst viele Artikel zu einem bestimmten Thema entstehen. Die Teilnehmerinnen könnten sich zum Beispiel im Stadtarchiv verabreden, um dort gemeinsam spannende Geschichten zu recherchieren, die bisher noch nicht in der Wikipedia stehen. Oder sie besuchen gemeinsam eine Ausstellung, um im Anschluss darüber zu schreiben und vor Ort gemachte Fotos in Wikimedia-Commons hochzuladen. Auch eine Bibliothek kann ein toller Ort für einen Edit-a-thon mit thematischem Schwerpunkt sein, denn gut belegt ist ja bekanntlich halb gewonnen.

Über die Entwicklungen des Projekts und aktuelle Termine wird regelmäßig hier im Blog berichtet werden; es gibt außerdem eine „Women edit“-Facebookgruppe. Wer „Women edit” virtuell unterstützen möchte, kann sich hier eintragen, erste Informationen zu den Beteiligungsmöglichkeiten und Veranstaltungsformaten gibt es auf der “Women edit”-Seite.

 

TV-Tipp: Frauen im Netz bei „Frau TV“

In der WDR-Sendung „Frau TV“ wurde vor einigen Monaten ein interessanter Beitrag zum Thema „Frauen im Netz“ ausgestrahlt, in dem einige der Berliner „Women edit“-Teilnehmerinnen zu Wort kamen. Er ist immer noch in der Mediathek verfügbar: http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2013/0314/thema_2.jsp

Link-Tipp:

Im FrauenComputerZentrumBerlin führen wir schon seit November 2012 regelmäßige Wikipedia-Treffen durch. Mehr Informationen auf der Seite von „Women edit” Berlin: http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzerin:Siesta/Womenedit)

Ansprechpartnerin für das Projekt ist Silvia Stieneker. Sie freut sich über Anregungen und Ideen per Mail.

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Dieser Eintrag wurde geschrieben von am Dienstag, August 27th, 2013 um 12:48 Uhr und ist zu finden unter Bildung. Sie können diesen Beitrag mit RSS 2.0 Feed abonnieren. Sowohl Kommentare als auch Pings sind derzeit geschlossen.
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7 Responses to ““Women edit”: Wikimedia lädt Frauen zum Mitmachen ein!”

  1. Ruby sagt:

    Wie wäre es mit gemeinsam statt getrennt?
    Wie wäre es mit zusammen statt gegeneinander?
    Wie wäre es mit inklusiv statt exklusiv?

    Für jede Aktivität dieses Landes, vom Blumenpflücken bis zur Programmierung, gibt es inzwischen Lobbygruppen für Frauen und Tage für Frauen und Häuser für Frauen. Hört doch einfach auf mit der Diskriminierung und dem Sexismus! Ihr merkt, ja nicht einmal, wer hier diskriminiert!

  2. Metal- und Indie-Frauen*, Thealit-Labor und Call For Papers: Linkspam-Freitag sagt:

    […] Auf dem Blog der Wikimedia Foundation lädt das Pilotprojekt “Women edit” zum Mitmachen ein. […]

  3. Mädchenmannschaft » Blog Archive » “Realistische” Barbies, Rebel Grrrls und Wikipedianier_innen – Die Blogschau sagt:

    […] dem Blog der Wikimedia Foundation lädt das Pilotprojekt “Women edit” zum Mitmachen ein. Dort heißt es: “In mehreren deutschen Städten sollen offene Netzwerktreffen, […]

  4. kaathe sagt:

    @ruby:solange diskriminiert wird unterstützt nichts machen die aktuelle Situation. Wieviel % von wiki ist von Frauen gemacht? 8%? Es besteht also ungleichheit-und offensichtlich hat warten und nix tun daran nichts geändert.
    Die Diskriminierung! Besteht! Die Projekte sind also ein Versuch, das Ganze zu ändern, denn offensichtlich gibt es gerade diskriminierende Strukturen, die Frauen die Mitarbeit erschweren( oder glaubst du, dass Frauen(denen man Kommunikativität und Kooperationsbereitschaft, sowie den Hang zur Mittelsamkeit zuschreibt) keine Lust haben oder nicht „geeignet“sind an Wikipedia teilzuhaben?

    Anzunehmen, dass es Gleichheit gibt, wenn Zahlen offensichtlich das Gegenteil zeigen und dann Versuche, Ungleichheit durch Förderung auszugleichen scheint mir Folge entweder von Privileg oder Ignoranz.

    Der Versuch, schlechten Schülern mit Nachhilfe zu helfen ist doch auch keine Diskriminierung guter SchülerInnenn, oder?(schlechte erhalten Stunden, Hilfe& Aufmerksamkeit.)

  5. -.- sagt:

    @ruby
    Warum gibt es keine Suppenküche für Arme?
    Warum gibt es keine Krankenhäuser für Gesunde?

  6. Protokoll vom 28. September 2013 « trackback.fritz.de sagt:

    […] Silvia Stienker erklärt wie  Ihr als Autoren und Autorinnen bei der Wikipedia mitmachen […]

  7. TRB 346: Coden, iPad Schule, Wikipedia, Bewerben, @Geschichtendose « trackback.fritz.de sagt:

    […] in den Schulunterricht. 29:47 Silvia Stienker erklärt wie  Ihr als Autoren und Autorinnen bei der Wikipedia mitmachen könnt. 40:02 Inken Meyer weiß, wie Ihr dank Social Media nie wieder eine Bewerbung […]

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