Liebe Freunde des Freien Wissens,

Schulprojekt

Ende Juni endete die Bewerbungsphase für angehende Referentinnen und Referenten für das Wikipedia-Schulprojekt. Neben vielen interessanten und engagierten Bewerbungen erreichten uns auch Unterstützungsangebote von Lehrern, Wissenschaftlern und Medienkulturzentren. Zur Vorbereitung auf ihre Aufgaben haben wir ausgewählte Bewerber am 23. bis 25. Juli nach Essen ins Linuxhotel eingeladen. Bei diesem Sommercamp werden wir gemeinsam standardisierte Schulungen und dafür notwendige Materialien für die Aktionstage und Lehrerschulungen erarbeiten.

Um nach den Sommerferien direkt die ersten Aktionstage und Lehrerschulungen mit den neuen Referenten durchführen zu können, haben wir Kontakte zu Medienzentren und Medienberatern hergestellt und intensiviert.

Wir bereiten außerdem einen Aktionstag am Berliner Lessing-Gymnasium vor. Dort werden wir am 5. Juli 30 Schülerinnen und Schülern den richtigen und kritischen Umgang mit Texten am Beispiel der Wikipedia vermitteln. Der Aktionstag wird von einem Kamerateam des RBB begleitet.

Zedler-Medaille 2010

Im Juni fanden erste Treffen und Gespräche mit Partnern und potentiellen Unterstützern statt. Gemeinsam mit dem Verlag Spektrum der Wissenschaft und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz wird Wikimedia Deutschland das Engagement für die Zedler-Medaille in diesem Jahr weiter ausbauen. Konzept, Ziele und Zielgruppe wurden teilweise modifiziert und der Wettbewerb wird um einige Aspekte erweitert: Anlässlich des Wissenschaftsjahres 2010 verleiht Wikimedia neben Preisen für natur- und geisteswissenschaftliche Artikel einen Sonderpreis zum Thema „Zukunft der Energie“. Zusätzlich zu den Lexikonbeiträgen schreiben wir außerdem einen Bilderwettbewerb für herausragende Fotos und Grafiken aus, die einen bisher nicht oder nur unzureichenden Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia illustrieren.

Die Ausschreibung beginnt am 15. Juli und endet am 30. September. Die festliche Preisverleihung findet im November in Frankfurt im Rahmen der Wikipedia Academy statt.

Wir möchten Vereinsmitglieder und Community in diesem Jahr noch stärker in Planung und Organisation einbinden und haben in einigen Punkten um ganz konkrete Unterstützung gebeten.  Besonders freuen wir uns, mit David Ludwig einen langjährigen Wikipedianer und Preisträger der Medaille 2009 als Jurymitglied gewonnen zu haben.

Momentan suchen wir nach Kooperationspartnern, die uns bei der Veranstaltung bspw. durch Übernahme der Preisgelder, Stiftung von Sachpreisen oder bei den Veranstaltungskosten unterstützen.

Wikipedia Academy 2010

Auch die Vorbereitungen für die Wikipedia Academy, die im November 2010 stattfinden wird, nehmen mehr und mehr Gestalt an. Der inhaltliche Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung orientiert sich am Wissenschaftsjahr 2010 „Zukunft der Energie“. Im Mittelpunkt dieser Tagung wird der Gedankenaustausch über neue Konzepte der Wissensnutzung und -vermittlung sowie die Diskussion über die Frage nach einer Balance zwischen Breitenwirkung und Wissenschaftlichkeit in Online-Projekten wie der Wikipedia stehen. Ziel der Academy ist unter anderem die Steigerung der öffentlichen Aufmerksamkeit für den gesellschaftlich relevanten Themenkomplex „Zukunft der Energie“ sowie die Gewinnung weiterer qualifizierter Wikipedia-Autoren, Lektoren und Korrektoren für den Bereich Energie.

Um den Dialog zwischen Wissenschaft und Wikipedia weiter zu fördern, werden z.B. Erfahrungen aus dem Projekt „Nachwachsende Rohstoffe in der Wikipedia“ einfließen und Kontakte zu externen Experten intensiviert. Im Rahmen der Academy wird außerdem der Startschuss für das Netzwerk von „Vertrauensdozenten für Freies Wissen“ an deutschen Hochschulen fallen.

Als Veranstaltungsort haben wir Frankfurt ausgewählt, die Suche nach geeigneten Konferenzräumen und lokalen Kooperationspartnern wird im Juli fortgesetzt.

Skillshare

Am ersten Juni-Wochenende fand in Lüneburg die auch von Wikimedia Deutschland unterstützte Community-Veranstaltung Skillshare statt, bei der mehrere Mitarbeiter des Vereins Workshops anboten. Die Stimmung auf der Veranstaltung war ebenso gut wie die Organisation, die Workshops waren bestens vorbereitet und das Feedback aus der Community ist sehr gut gewesen.

Vorstands-Klausur

Mitte Juni fand die Vorstands-Klausur in Lage statt, über die an anderer Stelle bereits ausführlich berichtet wurde. Die Geschäftsstelle bereitet diese Treffen stets vor, d.h. wir organisieren die Räumlichkeiten und die Verpflegung, stellen sicher, dass das Equipment bereit steht, und vieles, vieles mehr. Und auch diesmal nahm der Geschäftsführer auf Einladung des Vorstands an der Klausur teil.

Lobbying

Man merkt es immer mehr: Die eingesetzte Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ hat zu einer deutlichen Steigerung des Interesses „der“ Politik an netzpolitischen Themen geführt. Auch Wikimedia Deutschland wird hier als Ansprechpartner gesucht, und so hatte ich im Juni Gespräche mit Bundestagsabgeordneten (Lars Klingbeil (SPD), Sylvia Canel (FDP) und war bei den Grünen zum „Netzpolitischen Dialog“ eingeladen. Bei solchen Terminen spreche ich unser Schulprojekt ebenso an wie Fragen nach dem Urheberrecht. Um in Zukunft unsere Positionen noch besser darzustellen, arbeitet Mathias im Rahmen des Kompass 2020 aktuell an einer Reihe von Positionspapieren zu für uns wichtigen politischen Fragen, die wir dann an die entsprechenden Entscheidungsträger kommunizieren werden.

Dritter Korb

Ende Juni hat das Bundesjustizministerium mit den Anhörungen zum Dritten Korb im Urheberrecht begonnen, es geht unter anderem um ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger. In den kommenden Anhörungen wird es um Open Access und Orphan Works gehen. Wikimedia Deutschland ist zu diesen Anhörungen eingeladen und wird an ihnen teilnehmen. Dies ist der Anfang eines sehr langen Prozesses.

Open Government Data

Am 17.6 fand im Niedersächsischen Wirtschaftministerium eine Arbeitsgruppensitzung zu „Open Government Data“ statt, an der Mathias teilgenommen hat. Das Ministerium steht hier am Anfang eines Prozesses, ob, wie und welche Daten in der Hand der Ministerien freigegeben werden können und welche Vorteile dies für das Land brächte.

Freie Katalogdaten

Die Hochschulbibliothek der RWTH Aachen gehört nun auch zu dem wachsenden Kreis der Bibliotheken, die ihre Katalogdaten frei zugänglich machen (Lizenz CC0).

Wikisource

Im letzten Monatsbericht schon erwähnt, freuen wir uns sehr, dass das Digitalisat des Buches „Lustige Naturgeschichte oder zoologia Comica: das ist eine genaue Beschreibung aller in diesem Buche vorkommenden lebendigen Tiere der Welt mit 86 naturgetreuen Abbildungen“ von Franz Bonn aus dem Jahr 1877 inzwischen angekommen ist: Naturwissenschaft auf humorige Art; mit hübschen, aber nicht ganz erstgemeinten Illustrationen.

Damit stehen auf Wikisource fünf Bücher dieses Autors in vollständig durchkorrigierten Versionen bereit: Die „Lustige Naturgeschichte“ von 1877 für die exemplarisch auf die Bild-/Textseite zum „Vampyr“ hingewiesen sei und den dazugehörigen zweiten Band, die „Lustige Botanik und Mineralogie“ in der 2. Auflage von 1880. Hinzu kommen die Schriften „Zur modernen Pädagogik“ von 1836, „Populär-wissenschaftlicher Vortrag des Dr. Sulphurius über Schule und Erziehung“ von 1880 und „Populär-wissenschaftlicher Vortrag über Chemie von Dr. Sulphurius“ von 1882.

Lange hat es gedauert mit der Digitalisat-Lieferung des zweibändigen Buches „Fantasiestücke in Callot’s Manier“, die E. T. A. Hoffmann von 1814–15 schrieb: Im Januar beauftragt, kam die CD Anfang Juni endlich an. Inzwischen stehen die PDFs dieser 2. Auflage des Werkes von 1819 zur Verfügung und die Korrekturarbeiten haben begonnen. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich eingeladen beim Korrekturlesen zu helfen.
Das Beste zum Schluß! Bis vor ein paar Tagen klaffte eine Lücke in den auf Wikisource bereitgestellten Ausgaben der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm; jeweils der erste und zweite Band der 1. (1812/15), 2. (1819) und der 4. bis 6. Auflage (1840, -43, -50 und -57) und der erste Band der 3. Auflage von 1837 waren zwar auf Wikisource vorhanden (Überblicksseite zu allen Bänden, aber der 2. Band der 3. Auflage fehlte noch. Zufällig fand Paulis diesen Band im Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin und die Wikisource-Mitarbeiter zögerten auch nicht lang mit der Digitalisat-Beauftragung: Die PDFs werden jetzt nach und nach eingestellt und warten ebenfalls auf fleißige Helfer, die bei der Korrektur mitmachen.

Themen in den Medien

Die Pressemitteilung zur neuen Benutzeroberfläche hat wenig Presseanfragen hervorgerufen und fast ausschließlich bei den Online-Medien Reaktion und Berichterstattung bewirkt.

Weiterhin Anlass für einige Presseanfragen war die Löschung von pornografischen Bildern auf Commons und die Ankündigung der Wikimedia Foundation bzw. des Board of Trustees einen externen Berater zu beauftragen, um eine Empfehlung für den Umgang mit potenziell anstößigen Inhalten zu entwickeln. Bei den Rückfragen der deutschsprachigen Presse ging es in erster Linie um Hintergrundinformationen.

Pressekontakte

Catrin hat im Juni Kontakt zur polnischen Botschaft in Berlin aufgenommen, um im Rahmen der Wikimania 2010 in Gdansk die deutschsprachige Presse vor Ort sowie polnische Journalisten zu erreichen. Die Botschaft ist bereit Einladungen und Pressemitteilungen über ihren Presseverteiler zu versenden und Kontakte zu Medien zur Verfügung zu stellen. Abstimmungen mit der Organisation der Wikimania laufen leider schleppend.

Kontakte zu Medien unter anderem zu Brandeins und dem Neon-Magazin haben im Juni zu intensiven Vorbereitungen und Rechercheaufgaben für umfangreiche Wikipedia-Portraits geführt. Catrin stellt sich derzeit einen Verteiler von Wikipedia-Autoren zusammen, um zukünftig schneller Zugriff auf potentielle Interviewpartner zu haben. Voraussetzung ist vor allem, die Bereitschaft mit Journalisten zu sprechen, die Veröffentlichung von Fotoaufnahmen des Autors und Nennung des Klarnamens.

Im Rahmen des Schulprojekts hat Catrin Kontakt zum rbb (öffentlich-rechtlicher Fernsehsender)  aufgenommen und bereitet derzeit eine Berichterstattung für die Abendschau vor. Im Juli wird Denis Bartel einen Workshop an einem Berliner Gymnasium abhalten, der von einem Kamerateam des rbb begleitet wird. Weitere Infos und Sendetermin folgen.

Wikimedium

Im Juni begannen die Vorbereitungen für die 3. Ausgabe, die im August erscheinen wird. Derzeit sammelt Catrin Ideen für redaktionelle  Themen. Aufgrund einer Kooperation mit dem Veranstalter von Wissenschaft Berlin 2010 werden die Inhalte ausgeweitet und für die nächste Ausgabe erstmals Fremdbeiträge geplant. Zudem ist Catrin in Verhandlung mit der Druckerei, um den Umfang der Wikimedium um 2-4 Seiten zu erweitern und die Auflagenhöhe von 5.000 auf 10.000 zu verdoppeln. Da die Druckerei die Zeitung kostenfrei zur Verfügung stellt hoffen wir, dass sie dieses Engagement weiter ausbaut.

Wissen im Clipformat

Die Realisierung der Kooperation mit der Berliner Fenster GmbH (Fahrgastfernsehen) hat sich etwas verschoben, da lizenz- und steuerrechtliche Abstimmungen bezüglich der Nutzung der Wikipedia-Inhalte, der Einhaltung der Lizenzbedingungen und der Einbindung von Spendenaufrufen mehr Zeit in Anspruch genommen haben. Ab Anfang Juli sollen nun die Wissens-Clips in den Berliner U-Bahnen ausgestrahlt werden. Die nächste Station ab Oktober soll das Münchener Fahrgastfernsehen werden. Durch die gründliche Vorbereitung und die Erarbeitung von schriftlichen Vereinbarungen  mit potentiellen (Medien-)Partnern wird Catrin zukünftige Kooperationen (hoffentlich) mit einem geringeren Zeitaufwand realisieren können.

Weitere Gespräche mit Medienpartnern werden ganzjährig verfolgt und u.a. auch projektbezogen gesucht. Beispielsweise sucht Catrin derzeit für die diesjährige Zedler-Veranstaltung – neben dem Spektrum Verlag der Wissenschaft – einen weiteren Medienpartner. Im Juli werden dazu Gespräche mit dem Hessischen Rundfunk und der Frankfurter Rundschau stattfinden.

Festschrift

Auf Anregung von Marcus Cyron (Wikipedia-Autor und Vereinsmitglied) wurde eine Festschrift erstellt. Idee, Konzept und Texte wurden von Marcus Cyron geliefert und Catrin hat in Kooperation mit PediaPress 25 Exemplare drucken lassen. Im Juli berichten wir dann wer sie bekommen hat – um dem noch nichts zu verraten ;)

Im Rahmen von Kompass 2020 stehen für den Bereich PR noch folgende Maßnahmen aus:

Die Informationsbroschüren für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikiversity sind in der Fertigstellung: Texte wurden nahezu fertiggestellt und in die Layouts eingearbeitet, bzw. angepasst, gekürzt mit Grafiken und Bildern versehen.  Einzelne Community-Mitglieder unterstützen Catrin bei der Entwicklung der Texte und Layouts. Im dritten Quartal soll die Erstellung der Informationsbroschüren für alle 10 Wikimedia-Projekte abgeschlossen werden.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Wikipedia im nächsten Jahr will der Verein ein Wikipedia-Buch herausgeben. Im Rahmen des Buchprojektes laufen Projektvorbereitungen, Recherche und Gespräche mit Wikipedianern. Die ersten Inhalte wurden zusammengestellt, Kontakt zu möglichen Verlagen aufgenommen und weitere Arbeitsschritte definiert. Details dazu folgen im nächsten Bericht.

Mitglieder

Im Laufe des Juni haben wir 20 neue Mitglieder aufgenommen; davon haben drei die aktive und 17 die Fördermitgliedschaft beantragt. Leider haben wir auch eine Kündigung erhalten.

Am 2. Juni wurden alle Mitglieder per Mail angeschrieben die ihren Beitrag per Rechnung bzw. Überweisung zahlen: Wenn ihr keine Mail von uns erhalten habt, dann schaut evtl. in euren Spamordner oder teilt uns eure neue Mailadresse mit (office@wikimedia.de).

Ebenfalls angeschrieben (am 25. Juni) wurden die Mitglieder die per Lastschrifteinzug zahlen: Wir ziehen am 05. Juli bei euch allen den Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2010 ein. Auch an euch die Bitte: Wenn sich eure Bankverbindung seit dem letzten Jahr geändert hat, dann teilt uns das per Mail mit (ebenfalls an office@wikimedia.de).

Community Budget

Martin Zeise haben wir eine Reise nach Belgrad ermöglicht: Er nahm dort an der 4. regionalen Wikimedia-Konferenz Westlicher Balkan teil, die von Wikimedia Srbije am 5. und 6. Juni ausgerichtet wurde. Er war einer von 25 teilnehmenden Wikipedianern, von denen die meisten aus Serbien anreisten. Zu den Inhalten und Themen der Konferenz seien aus Martins Bericht ein paar Sätze zitiert (natürlich mit seiner Erlaubnis):

Es gab eine kurzfristig in deutsch-polnisch-ungarischen Kooperation erarbeite[n] Präsentation zu den gesichtete Versionen, die bisher in der serbischen Wikipedia noch nicht eingeführt sind. Die Vortragenden konnten die Einheimischen allerdings nicht vom Sinn dieser Aktion überzeugen, vielmehr wurde dies als „Arbeitsbeschaffungsmaßnahme“ angesehen.
Weitere Schwerpunkte der Vorträge und Diskussionen waren der kritische Umgang mit Quellen anhand der „Prophezeiungen von Kremna“, die Bedeutung der Arbeit der Stewards für kleinere Wikipedias, Zensur innerhalb von Wikipedia (auf Basis der Bilderlöschaktion von Jimbo Wales) sowie die Zukunft von Wikipedia allgemein. Hier wurde die deutsche Wikipedia als Beispiel einer „gesättigten Wikipedia“ mit einer konstanten Zahl aktiver bzw. sehr aktiver Nutzer bzw. neuer Artikel, aber mit einer zurückgehenden Zahl neuer Benutzer, angesehen.

Die Vorstellung und Diskussion einer Richtlinie zur Vergabe von Geldern aus dem Community-Budget war Thema eines Workshops, den Henriette am 4. Juni bei der Konferenz „Skillshare“ anbot: 18 größtenteils aus dem Kreis der Wikipedianer stammende Teilnehmer interessierten sich nicht nur für das Thema, sie diskutierten lebhaft, brachten gute Vorschläge und Ideen ein und kritisierten, wo es ihnen nötig schien. Für den wertvollen Input, der in die nächste Version der Richtlinie einfliessen wird, sei allen Teilnehmern an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt!

Literaturstipendium

Nachdem wir im letzten Monat mit dem tausendsten Artikel ein schönes Jubiläum begehen konnten, laufen neben dem „Tagesgeschäft“ der Bearbeitung neuer Anträge parallel auch die Arbeiten am angekündigten Relaunch. Um selbigem aber nicht vorzugreifen, gibt es an dieser Stelle erst einmal keine Details dazu, nähere Informationen dann zum Anlaß im Lauf des kommenden Monats.

Aus dem Maschinenraum

Seit Anfang Juni kümmert sich ein externer IT-Dienstleister um die IT-Infrastruktur im Büro. Dabei geht es zunächst um einfache Dinge wie eine einheitliche Backup-Lösung, eine bessere Telefonanlage, etc.

Im Bereich Entwicklung gab es einige Fortschritte: die Extension zur Anzeige von TIFF-Bildern befindet sich jetzt im Review durch die Mitarbeiter der Foundation, es scheint, als könnte die Extension bald den Wikimedia-Wikis aktiviert werden. Des Weiteren hat Daniel Kinzler einen ersten Prototypen der  Extension zum
Einbinden von bibliographischen Daten („DataTransclusion“) implementiert. Für die Wartung der  Daten werden noch verschiedene Lösungen diskutiert.

Das Einbinden externer Daten kann auf unserem neuen Prototyp-Wiki getestet werden: hier ein kurzer Test, diese Seite bietet einen Eindruck davon, wie das einmal verwendet werden soll. Die TIFF-Extension ist auf dem Wiki auch aktiv, zur Demonstration dient dieses Beispiel.

Ende des Monats waren wir dann Gastgeber des dritten Wiki4Enterprise-Treffens. Bei dem MediaWiki-Nutzertreffen geht es um den Austausch von Erfahrungen und Know-How zwischen Firmen und Institutionen, die Wikis einsetzen.

Fundraising

Der Monat Juni war geprägt durch eine Vielzahl kleinerer aber wichtiger Aktivitäten und Treffen.

Am 11.6 gab es ein Treffen zwischen Vertretern von Wikimedia Deutschland und dem Deutschen Zentralinstitut für Blinde in Leipzig. An dieser Zusammenkunft wurde über eine mögliche Kooperation für eine Verbesserung des Zugangs für Blinde und Sehbehinderte zu der Wikipedia gesprochen. Themen waren unter anderem die Generierung des Artikels des Tages als Podcast sowie die damit verbundenen derzeitigen technischen Hindernisse. Zudem wurde über die angedachte Kampagne „Wikipedia auch mal hören“ gesprochen, die als Spendenkampagne den Auftakt für eine langfristige Zusammenarbeit geben soll. Diese Kampagne ist jedoch erst für das nächste Jahr angedacht.

Desweiteren erfolgten im Juni mehrere Treffen mit Fundraising-Agenturen und Dienstleister für Spendensoftware. Die Entscheidungen über die Kooperationen sowie der Auswahl der Spendensoftware erfolgen im Juli.

Schließlich lassen sich drei Fundraising- Aktionen erwähnen. Erstens wird demnächst eine Informationskampagne für die deutschen Spender der Wikimedia Foundation gestartet. Ziel dieser Aktion ist die Aufklärung über die Aktivitäten von Wikimedia Deutschland und in einem zweiten Schritt die Gewinnung und Bindung dieser Spender. Hierzu steht Till Mletzko im Kontakt mit Rand Montoya, dem zuständigen Fundraiser bei der Wikimedia Foundation. Als zweites wurden für die Wikimedium ausgewählte Spender kontaktiert. Mit dieser Aktion „Gesichter hinter der Wikipedia“ wird den Spendern ein Raum gegeben, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Diese Möglichkeit soll in Zukunft ausgebaut werden. Abschließend ist drittens die erfolgreich verlaufene Fördermitgliedschaftskampagne zu nennen. Durch diese Aktion konnten bis Ende Juni 16 neue Fördermitglieder gewonnen werden.

Der nächste Bericht erscheint am 2. August 2010.