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Diskussionsrunde auf dem 34C3: Warum haben wir aufgehört, Dinge ins Internet zu schreiben?
Auf dem 34. Chaos Communication Congress in Leipzig beteiligte sich auch Wikimedia Deutschland an einer Assembly mit einem kleinen selbstorganisierten Programm von Workshops und Vorträgen zu Themen wie Wikidata und SPARQL.
WMDE allgemein
10. Januar 2018
K.Naut, das kann ich so nicht bestätigen. Wenn Bilder nicht wirklich sehr schlecht sind, werden sie genommen )ausser vielleicht, es gibt vom Objekt schon sehr viele ausgesprochen Bessere) und Relevanzhürden gibt es bei Objekten von Geografie und Infrastruktur gar keine. Die Aussage ist so also nicht haltbar.
Meines Erachtens ein völlig rationales und folgerichtiges Verhalten in der heutigen Zeit. Ganz trivial: Bevor man sich ausschweifende Gedanken dazu macht, was man mit der ganzen Welt (UND Facebook) teilt, postet man doch lieber in einem "geschützten" Umfeld (NUR bei Facebook), in dem einem die Adressaten im Einzelnen auch bekannt sind. Dennoch interessant, wie sich das Private in die Öffentlichkeit herauswagt, nur um nun wieder zurückzukehren ins (vermeintlich) Private. Am Ende profitieren die Konzerne, was jedoch anscheinend nur den wenigsten bewusst ist. Doch selbst wenn, was wäre die Alternative? "Vielleicht brauche es eine Kampagne, um eindeutige Webadressen für Inhalte neu zu beleben." Das wäre auf jeden Fall schonmal ein Schritt in eine andere Richtung.
Ich habe früher vor/nach dem Schnappschuss häufiger noch mal ein bild von Brücke, Kirche, Statue,… gemacht, für Commons. Leider ist die Schwelle sehr groß (Schlechtwetter, Beleuchtung, nicht bekannt genug, und und und) anstatt wie z.b. ein Google einfach alles schluckt wobei nachher (Algorithmisch?) die bessere Bildern nach vorne kommen. Nichts würde dagegen sprechen x Zeit später ein besseres Bild von irgendeinem Monument zu benutzen und mittlerweile dieses mittelmäßiges Bild zu nehmen.
Richtiger Hinweis, Marcus Cyron. Natürlich soll Commons nicht mit beliebigen Schnappschüssen geflutet werden und es gibt einen Scope und Regeln. Aber soll es der Default sein, dass Beiträge in einem walled garden verschwinden, statt sie unter freien Lizenzen zur Verfügung zu stellen, etwa auf dem eigenen Blog oder Flickr?
"Facebook sei auch der Ort, wo die selbst gemachten Fotos am Ende landen, anstatt sie unter freien Lizenzen auf Wikimedia Commons oder auch Flickr zu veröffentlichen." - aber mal ehrlich, 98% dieser Bilder wollen wir auch nicht auf Commons, da sie gar nicht unter unseren Project scope fallen. Und der ist auf Commons schon weit gefasst. Aber persönliche Schnappschüsse gehören nunmal nach Facebook, Twitter und Instagram, nicht auf Commons. Wir sprechen doch etwas Anderes an. Wollen anderes. Die Bilder, die wir wollen, machen auch vergleichsweise wenig Leute.