Wiki Loves Monuments Köln

Mit freundlicher Genehmigung von Superbass

Der WLM-Stand vor dem Stadtmuseum Köln. Foto: Raimond Spekking/cc-by-sa-3.0
Der WLM-Stand vor dem Stadtmuseum Köln. Foto: Raimond Spekking/cc-by-sa-3.0

Seit 9.00 Uhr heute morgen werkeln wir unter dem Flügelauto von HA Schult vor dem Kölnischen Stadtmuseum an WLM Köln. Die Sonne scheint, herrliches Fotowetter, nur unser Standplatz ist bislang etwas schattig geblieben.

Schon 30 Minuten vor dem offiziellen Start erschienen die ersten Fotografen in ziemlich professioneller Aufmachung. Da lief unser improvisiertes WLan noch gar nicht, mit dessen Hilfe wir den Drucker von mehreren Laptops ansteuern, um die Teilnehmer mit Denkmallisten und Karten auszustatten. Im Laufe des Vormittages kamen rund 50 Leute, von GPS-bewehrten Profis mit Stativhalter am Fahrrad bis zu Familienausflügen mit Kompaktkameras. Einige wurden von wartenden Journalisten abgefangen und bei ihrer Fototour begleitet (u.A. zu hören bei WDR5 Scala, das Kulturmagazin, morgen: 12:00 Uhr).

Die Teilnehmerschaft ist erfreulich bunt hinsichtlich Alter und Geschlecht – verglichen mit der üblichen Wikipedia-Autorenschaft kommen vor allem viele Frauen. Alle werden mit Listen aus der rund 9.600 Denkmäler aus den Stadtteilen, Stiften, Broschüren, Sponsorengutscheinen, Fahrkarten, Brezeln und Produkten eines lokalen Colaherstellers versorgt. Neben WLM kommen wir auch über die Lokalpolitik, die Wikipedia und Bildspenden im Allgemeinen ins Gespräch.

Am frühen Nachmittag wird es etwas leerer am Stand und es gibt Zeit, diese Zeilen zu schreiben und mal die Beobachtungsliste durchzugehen. Ups, da kommt schon wieder einer, ich muss hin… –Superbass 14:45, 25. Sep. 2011 (CEST)

Quelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Wiki_loves_monuments_2011/Erfahrungen&oldid=94038876

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eLitstip hat Geburtstag – Es geht voran

Zwei Jahre ist es her, das erstmals eine Gruppe von Wikipedianern zur Unterstützung Ihrer Mitarbeit an der Wikipedia Zugriff auf elektronische Literaturdatenbanken erhielt. Seit Herbst 2009 werden im Rahmen einer Kooperation mit BioOne, einem Non-Profit-Unternehmen, Zugänge für Autoren im Bereich Biologie vergeben. Weit über 100 Artikel wurden damit seither angelegt, überarbeitet und verbessert, grob geschätzt rund 200.000 Leser profitierten seither von diesen Verbesserungen. Umso erfreulicher ist es, dass die ursprünglich von BioOne auf eine Laufzeit von 2 Jahren begrenzte Zusammenarbeit um weitere zwei Jahre verlängert wurde und die Zugänge den Autoren der Wikipedia weiterhin bereitstehen werden.

Die Kooperation mit BioOne diente Wikimedia Deutschland als Modell für das sogenannte eLitstip. Das eLitstip ist ein Programm zur weiteren Bereitstellung gruppenweiser Zugänge zu Literaturdatenbanken und 2011 Schwerpunkt des Literaturstipendien-Programms von Wikimedia Deutschland. Nachdem im Lauf diesen Jahres bereits Initiativen aus den Fachbereichen Chemie und Afrikanistik erfolgreich waren, sind es passend zum Geburtstag der Zusammenarbeit mit BioOne erneut Biologen, genauer gesagt Ornithologen, die den nächsten Akzent im eLitStip-Programm setzen: 9 „Ornis“ haben dank der Initiative eines Community-Mitgliedes am gestrigen Tag Zugänge zu „Birds of North America Online“ erhalten, einem Referenzwerk zum Thema nordamerikanischer Vögel.

Wir hoffen, dass dieses “Geburtstagsgeschenk” weitere Autorengruppen ermutigt, mit ihren Wünschen an Wikimedia Deutschland heranzutreten. Mehr Informationen zum eLitstip hier oder direkt unter litstip@wikimedia.de. Wir informieren gern und freuen uns auf die nächsten Anfragen.

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RegioWiki-Camp 2011 in Brest (Frankreich)

von Friedel Völker, Wikipedia-Autor und Vorsitzender der StadtWiki-Gesellschaft

Brest, die Stadt am „Ende der Welt“ (Finistère), zeigt seit den späten 1990ern Profil durch die Unterstützung Freier Software und Freien Wissens. Seit 2006 gibt es dort ein Regiowiki (www.wiki-brest.net), das als partizipative Bürgerplattform von der Stadtverwaltung initiiert wurde und von einer fest angestellten Moderatorin betreut wird. Dieses Projekt war das erste seiner Art in Frankreich, ein guter Ort also um dorthin alle einzuladen die an regionalem Freien Wissen interessiert sind. Von Freitag, 2. bis Sonntag, 4. September 2011 fand daher in Brest das zweite europäische RegioWikiCamp statt. Gastgeber war die Stadtverwaltung, organisiert wurde die Veranstaltung von der European Regiowiki Society, unterstützt durch die deutschen Stadtwiki-Gesellschaft und Wikimedia Deutschland.

Neben Vertretern der Regiowiki-Projekte Wiki-Brest, Wiki-Rennes, Wiki-Niort, Rhein-Neckar-Wiki, TÜpedia und dem Stadtwiki Pforzheim-Enz waren auch Beitragende von OpenStreetMap, Wikimedia Commons und Wikipedia in den Sprachvarianten Französisch, Deutsch, Englisch, Bretonisch und Spanisch mit von der Partie.

Auf der im BarCamp-Stil gehaltenen „Unkonferenz“ wurden folgende Sessions durchgeführt:

  • Nutzung interaktiver Landkarten im Wiki-Rennes und Wiki-Brest.
  • Video-Konferenz mit den Machern des Stadtwiki-Projekts im russischen Nischni Nowgorod (Ни́жний Но́вгород).
  • Konzeption und Einführung eines Stadtwikis mit soziokulturellem Anspruch für die Stadt Niort im Département Deux-Sèvres.
  • Strategien gegen Spam-Attacken durch Bot-Netze.
  • Werkzeuge zum sichern von Wikis (ohne Server-Zugang).
  • Hugin, eine Open-Source Software zum erstellen großformatiger Panorama-Fotos.
  • Augmented Reality – was geht schon, wo geht die Reise hin.
  • Entstehungsgeschichte und Verbreitung der Stadt- und Regiowikis in deutscher Sprache.
  • Integration von Multimedia-Inhalten.
  • Nutzung von Wikipedia und Regiowikis im Unterricht.
  • Möglichkeiten der OpenStreetMap-Integration in Wiki-Projekten.
  • Diskussion über unterschiedliche Lizenzierung und Befreiung von Inhalten (Free Content and Content Liberation into and out of Regiowikis).

Daneben organisierte die Stadtverwaltung Exkursionen zum Kunstmuseum („Musée des Beaux-Arts“), dem Hochseeschlepper „Abeille Bourbon“ und dem zur Erinnerungsstätte an den Zweiten Weltkrieg ausgebauten Zivilschutzbunker „L’abri Sadi Carnot“.

Dokumentation und Fotos unter: wiki.regiowiki.eu/RegioWikiCamp_2011

(Friedel Völker)

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Der Wirtschaftsplan 2012 – Jetzt bist Du gefragt!

Liebe Mitglieder und Freunde des Freien Wissens,

heute veröffentlichen wir den Entwurf des Wirtschaftsplans 2012. Damit möchten wir allen Mitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, die Planung des Vereins für das kommende Jahr mitzugestalten. Als PDF-Datei steht der Plan hier zur Verfügung, als Wiki-Text findet er sich hier im Forum des Vereins.

Ein spannendes Jahr 2012 liegt vor Wikimedia Deutschland. Die im Wirtschaftsplan entwickelten Aufgaben sind ambitioniert und die vorgestellten Ziele legen die Meßlatte hoch. Als Verein werden wir diese Aufgaben nur gemeinsam angehen können, und nur gemeinsam werden wir unsere Ziele erreichen. Ein erster Schritt ist dieser Wirtschaftsplan: Er ist ein Entwurf – und man kann ihn ändern. Wie die Wikipedia auch wird dieser Plan besser, wenn sich viele daran beteiligen, ihre Meinung sagen, ihre Vorschläge einbringen und ihre Ideen entwickeln. Hierzu besteht ab sofort eine Möglichkeit auf der Diskussionsseite im Online-Forum.

Als Mitglieder des Vereins habt ihr darüber hinaus die Möglichkeit, formale Änderungsanträge zum Wirtschaftsplan 2012 zu stellen, die dann auf der kommenden Mitgliederversammlung am 19. November 2011 in Hannover diskutiert und zur Abstimmung gestellt werden können. Diese müssen bis vier Wochen vor der Versammlung, also bis zum 21. Oktober 2011, ebenfalls im Online-Forum vorgestellt werden.

Zusätzlich laden wir in den kommenden Tagen in fünf Städten zum Wikimedia Forum, auf denen Vorstand und Geschäftsführung die Planung vorstellen und sie mit Mitgliedern und allen weiteren Interessierten diskutieren. Mehr Informationen nach dem Klick.

Weiterhin haben wir unter plan2012@wikimedia.de eine Email-Adresse für Rückmeldungen, Fragen und Anregungen eingerichtet.
Ich freue mich auf Eure Ideen, Euren Input, Eure Vorschläge!

Beste Grüße

Sebastian Moleski
Erster Vorsitzender
Wikimedia Deutschland e.V.
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„Alles über Wikipedia“ – das Wikipedia-Buch ist da!

Ab sofort ist das Buch „Alles über Wikipedia – und die Menschen hinter der größten Enzyklopädie der Welt“ im Handel erhältlich. Insgesamt beteiligten sich knapp 100 Wikipedia-Autoren, -Leser, Wissenschaftler, Journalisten und Kritiker mit Beiträgen unterschiedlicher Länge an der Erstellung des Buches. Es ist bei Hoffmann und Campe erschienen und steht als erste Publikation bei einem deutschen Traditionsverlag unter freier Lizenz. Wie alle Inhalte in Wikipedia können damit auch die Texte des Buches von jedermann kostenlos weitergenutzt werden.

Inhalt

Der Leser lernt Vandalenjäger und Trolle kennen, die Qualen der Löschhölle und die Freuden des gemeinsamen Gelingens. Er nimmt an der Debatte über die Frage teil, was in eine Enzyklopädie gehört und was nicht. Was sind die Grundprinzipien der Wiki-Idee und der gemeinsamen Arbeitsweise, die das Projekt so erfolgreich gemacht haben? Wie wird seine Zukunft aussehen?

Auf einen Blick

Umfang: 352 Seiten mit Beiträgen von 100 Autoren
Lizenz: Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0
Preis: 16,99 EUR (ISBN: 978-3-455-50236-7)
Erschienen: 14.09.2011 bei Hoffmann und Campe
Herausgeber: Wikimedia Deutschland e.V.

Warum ein Buch über Wikipedia?

Aus der Idee, “alles Wissen der Menschheit zu sammeln und jedem frei zur Verfügung zu stellen”, ist bis heute bereits die größte freie Wissenssammlung entstanden. Freiwillige aus der ganzen Welt haben knapp 20 Millionen Artikel in mehr als 280 Sprachversionen der freien Enzyklopädie erstellt. Zum zehnten Geburtstag am 15. Januar 2011 gratulierten Menschen auf knapp 500 Veranstaltungen in 120 Ländern.

Acht Monate später erscheint mit dem Wikipedia-Buch ein Geburtstagsgeschenk der ganz besonderen Art! Das Buch „Alles über Wikipedia“ zeigt die Gemeinschaft der ehrenamtlichen Helfer und deren enzyklopädische Arbeit, die Grundlage aller dieser Entwicklungen ist.

Lesungen

Wikimedia Deutschland plant für die kommenden Monate Lesungen des Buches in verschiedenen Städten. Wenn Ihr Interesse an einer Lesung in Eurer Nähe oder Rückfragen habt, bitte an publikationen@wikimedia.de schreiben. Wir freuen uns auf Eure Ideen!

Die vollständige Pressemitteilung zum Erscheinen des Buches findet Ihr hier.

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Die Sache mit der Deutungshoheit

Heute ging die für mich wohl letzte größere Veranstaltung des Jahres zu Ende. Nach Wikipedia trifft Altertum im Juni in Göttingen, der Ständigen Ägyptologenkonferenz im Juli in Leipzig, der Wikimania im August in Haifa und der WikiConvention letztes Wochenende in Nürnberg nun am 14. und 15. September .hist 2011 – Geschichte im digitalen Wandel an der Berliner Humboldt-Universität.

Dank einer Einladung der Gerda Henkel Stiftung konnte ich als Vertreter der Wikipedia an der Veranstaltung teilnehmen – an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön nach Düsseldorf. Die Stiftung war über ihr Webportal L.I.S.A. gemeinsam mit Clio online, H-Soz-u-Kult und dem Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität Organisator und Ausrichter der zum dritten mal durchgeführten Tagung, an der mehr als 100 Personen, meist Historiker, teilnahmen. Das Programm war im doppelten Wortsinne gemischt. Auffällig war die starke Technik-Lastigkeit, die man bei einer derartigen Veranstaltung nicht wirklich erwartet hätte. Das machte das Folgen, insbesondere bei den sogenannten Werkstattberichten, für Technikmuffel wie mich nicht immer leicht. Neben der Begrüßung, der Keynote von Stefan Münker zum Thema “Jenseits der Technik. Zum Status quo des digitalen Wandels” waren die beiden Podiumsdiskussionen am Ende der beiden Tage die zentralen Anlaufpunkte für alle Teilnehmer. Sonst war die Tagung in vier Sektionen unterteilt, zu denen jeweils parallel auch Werkstattberichte veranstaltet wurden. Ich möchte das hier nicht alles im einzelnen wieder geben, weiter oben ist das Tagungsprogramm verlinkt. Interessant waren für mich vor allem die Informationen zu den realen Projekten. Ich möchte hier ein paar zumindest einmal nennen:

* www.digiberichte.de – eine digitalisierte Edition von Reiseberichten aus dem Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit

* der Professorenkatalog der Universität Leipzig

* Repositoriums für biografische Daten historischer Personen des 19. Jahrhunderts – eine Datenbank zur Sammlung und Strukturierung von Personen des 19. Jahrhunderts

* Deutsches Textarchiv Digitalisierung eines disziplinübergreifenden Kernbestandes deutschsprachiger Texte aus der Zeit von ca. 1650 bis 1900 nach den Erstausgaben

Weil mich die Praxis naturgegeben mehr interessiert, war ich zumeist in den Werkstattgesprächen. Einzig im vierten und letzten Block war ich in den Vorträgen. Thema war “Grenzverschiebungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit” – und immer wieder schwang Wikipedia mindestens unterschwellig mit, sind wir doch wohl das Paradebeispiel für diese Verschiebung. Zunächst sprach Michail Hengstenberg über das Spiegel-Projekt einestages.de. Interessant hier, daß auch der Spiegel unter dem Problem leidet, das auch die Wikipedia hat: zu wenige Autoren. Die Mär von der Weisheit der Vielen und dem Crowdsourcing funktioniert einfach nicht so, wie man es beim Erfolg etwa von Projekten wie Wikipedia zunächst glauben mag. Danach sprach Jürgen Danyel vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam über deren Projekt Dokupedia-Zeitgeschichte. Was mir bei ihm besonders in Erinnerung blieb war das Bedauern, daß man zu Beginn in Abgrenzung von Projekten wie Wikipedia zu restriktiv war – und das nun auch nicht mehr beheben kann. Dennoch ist es ein sehr erfolgreiches Projekt.

Dritter Beitrag und der dramatische Höhepunkt war der Beitrag von Maren Lorenz von der Uni Hamburg. Lorenz Vortrag war von einer großen kulturpessimistischen Grundhaltung geprägt. Sie bemängelte den Kontrollverlust der Historiker über die Geschichte, also den Verlust der Deutungshoheit über die Geschichte, weil im Internet diverse Laien ihr Un- und Halbwissen verbreiten. Das kann funktionieren, doch meist funktioniert es ihrer Meinung nach nicht. Angefangen bei der “technischen” Beherrschung der Materie über die häufige Anonymität der Autoren bis hin zur emotionalen Bewertung. Neben der allgegenwärtigen Wikipedia war etwa die Khan Academy das beredte Beispiel für diesen Kontrollverlust. Ein letztlich kompletter Laie, der emotional, vereinfachend und mit antiquierten Mitteln (etwa Frontalunterricht) Wissen vermitteln möchte – und damit einen gewissen Erfolg hat. Ihm wird immerhin zugute gehalten, daß man bei ihm immerhin weiß, wer hinter allem steckt. Dazu kamen auch generelle Problemschilderungen, etwa die aus vielen Gründen fehlende Zeit oder der Legitimationsdruck, der auf Geistes- und Kulturwissenschaften lastet.

Frau Lorenz legte ihren Beitrag durchaus so an, daß sie nicht nur Zustimmung bekommen konnte, kokettierte auch ein wenig damit, den Advocatus diabloli zu geben. Was natürlich nicht bedeutete, daß sie in vielem nicht auch zumindest in Teilen recht hatte. Dennoch mußte ich hinterher ein wenig zur Gegenrede ansetzen. Angefangen damit, daß die Wikipedia-Autoren durchaus zu einem nicht geringen Teil vom Fach sind. Dummerweise ist Lorenz Frühneuzeithistorikerin – hier findet sie wirklich nicht all zu viel Gutes in der Wikipedia. Dieser Bereich ist ein echtes Sorgenkind. Doch wenn der stete Zeitdruck beschrieben wird, sollte es die Fachwissenschaftler doch freuen, wenn ihnen die Arbeit abgenommen wird. Wie kann man darauf kommen, daß ihnen die Deutungshoheit genommen wird? Sicher nicht in der Wikipedia. Dort wird doch gerade darauf wert gelegt, nicht eigene Forschungen, sondern die der Fachwissenschaftler zu verarbeiten. Ganz im Gegenteil – gerade wir in der Wikipedia stehen an der vordersten Front und müssen uns der Heimatforscher und Umdeuter erwehren. Die Fachwissenschaft verweigert sich diesen Diskussionen fast immer. Man möge Henriette doch einmal zur Chronologiekritik befragen, zu Heribert Illig und dem Erfundenen Mittelalter. Wir erwarten sicher keine Dankbarkeit – aber etwas mehr Respekt dürfte es manchmal schon sein. Hinzu kommt ja auch die Frage: mit welchem Recht beklagt Lorenz den Kontrollverlust der Wissenschaftler? Es ist eben jener Elfenbeinturm, in dem die deutsche Wissenschaft nahezu fachübergreifend seit dem 19. Jahrhundert fest sitzt. Ein Wissenschaftler der ein Buch für Nichtfachwissenschaftler schreibt wird um es überspitzt zu sagen kaum noch ernst genommen. Man kann auch fragen: hatte denn jemals die Geschichtswissenschaft die Deutungshoheit? In der Diskussion wurde das letztlich verneint und viele Beispiele ins Feld geführt die zeigten, daß es diese nie wirklich gab. Auch etwa Elmar Mittler sah weitaus größere Chancen als Risiken und bekam für seinen Wortbeitrag wohl den meisten Applaus. Was mich zudem etwas gestört hat war die unterschwellige Botschaft, daß man als Fachwissenschaftler keine Zeit für die Vermittlung an Laien hat – aber andere Personen sollen das dennoch nicht übernehmen.

Frau Lorenz, sollten sie das lesen – wir müssen uns unbedingt einmal in größerer Runde zusammen setzen. Nachdem Wikipedia das Altertum traf, warum nicht auch einmal die Geschichtswissenschaft? Letztlich wollen wir, so glaube ich, doch Dasselbe. Und können sicher von einander profitieren. Und miteinander reden ist vielleicht besser als übereinander. Es würde mich traurig machen, wenn sie weiter diesen pessimistischen Standpunkt vertreten.

Daneben waren die Gespräche am Rande sehr interessant und wichtig. Einerseits mit den Vertretern der Gerda Henkel Stiftung, andererseits aber nicht zuletzt mit Studenten. Hier vor allem mit Mitarbeitern von Skriptum, denen verständlicherweise diese Diskussion nicht besonders gefallen hatte. Skriptum veröffentlicht übrigens unter einer Creative-Commons-Lizenz. Auch sonst werden viele der Projekte unter Open Access, Open Source, Open Content oder Open Data-Bedingungen veröffentlicht. Neben Media Wiki waren das wohl die häufigsten Worte aus dem Wikipedia-Umfeld, die bei der Tagung gefallen waren. Und bei einigen Projekten sollten wir mal überlegen, ob eine engere Zusammenarbeit nicht möglich und sogar sinnvoll wäre.

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Berliner Open Data Portal gestartet – Berlin gibt Daten frei

Mit daten.berlin.de hat Berlin heute als erstes Bundesland ein eigenständiges OpenData-Portal gestartet. Wirtschaftssenator Wolf, der Staatssekretär für Inneres Ulrich Freise, die Präsidentin des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg Ulrike Rockmann und Ina Schieferdecker von Fraunhofer Fokus stellten das Portal auf einer Pressekonferenz vor. Einfach und zugänglich werden auf dem Berliner Open Data Portal ab sofort Metadaten-Informationen zu Freien Daten mit Berlinbezug an einer Stelle zentral gesammelt und zur Weiternutzung zur Verfügung gestellt.

Das Statistische Landesamt geht mit gutem Beispiel voran und veröffentlicht zum Start u.a.  Mikrozensus-, Wahl- und Beschäftigungsdaten. Auch nicht-staatliche Stellen können auf dem Portal Daten veröffentlichen. Die Datensätze für OpenStreetMap und (in Kürze auch) Wikipedia sind dort bereits zu finden.

Senator Wolf und Professorin Rockmann verwiesen darauf, dass das Portal eine gute Möglichkeit sei, die mit Steuergeldern produzierten Daten aus der Verwaltung dem Bürger auch öffentlich zu machen. Staatssekretär Freise betonte, dass der Wandel hin zur offenen Verwaltung auch für die Behörden selbst ein neues Zeitalter darstellt. Weitere Daten werden nach und nach folgen.

Auch wenn das Portal wenige Tage vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl gestartet ist, ist nicht zu befürchten, dass es nach der Wahl wieder verschwindet. In ihren Antworten auf die Wikimedia Wahlprüfsteine befürworten alle antwortenden Parteien eine offene Informationspolitik im Sinne der Berliner Open Data Agenda.

Auch in den Wahlprüfsteinen zu Open Data vom Digitale Gesellschaft e.V., auf die Netzpoltik.org noch mal hinweist, sichern die antwortenden Parteien explizit eine Unterstützung des Berliner Open Data Portals zu (Seite 3 im PDF).

Im Bereich “Interaktion” des Portals wird um Feedback und aktive Mitwirkung gebeten. Im Moment sind zum Beispiel die Datensätze der Umweltverwaltung zwar frei zugänglich, aber noch nicht frei weiternutzbar. Es gibt also auch in Zukunft noch genug zu tun, mit dem Hinweis auf das offizielle Open Data Portal sollte in Berlin die Veröffentlichung und Nutzung von Daten aus der Verwaltung ab sofort etwas einfacher möglich sein. Konkrete Wünsche nach Daten für das Portal sind willkommen, freundliche Hinweise auf das Portal an Stellen, die interessante Daten zur Verfügung stellen könnten sicher hilfreich sein.

Als Mitunterstützer des Berlin Open Data Days im Mai und der Berliner Open Data Agenda freuen wir uns über den Start des Portals und viele Freie Daten, die dort zukünftig zu finden sein werden.

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Wikimedium – Ein Buch in der Zeitung!

Das Buch zum zehnjährigen Wikipedia-Jubiläum ist Titelthema der neuen Ausgabe unserer Vereinszeitung. Die Wikimedium ist jetzt erschienen und gibt nicht nur optisch einen ersten Eindruck des fertigen Werks. Man erfahrt Einiges über die Enzyklopädie und die Menschen, die Wikipedia machen und nutzen. Insgesamt rund 100 Autoren haben zur Erstellung des Buches beigetragen. Und nicht nur das: ‘Alles über Wikipedia’  ist bislang das erste Buch unter freier Lizenz, das von einem großen deutschen Verlagshaus - Hoffmann und Campe – veröffentlicht wird. Ab 14. September 2011 ist es im Buchhandel erhältlich.

Die Herbstausgabe der Wikimedium hat aber noch mehr zu bieten: Aktive aus den verschiedenen Wikimeda-Projekten berichten unter anderem über die freie Nachrichtenquelle Wikinews, über die Arbeit mit Schülern für Wikipedia oder über Fotoflüge für Wikimedia Commons. Es gibt Hintergrundwissen zu Kooperationen zwischen Museen und Wikipedia-Autoren und Informationen über die Arbeit des Vereins. In verschiedenen Interviews kommen unter anderem Spender zu Wort und ein Mitglied der Enquetekommission Internet und Digitale Gesellschaft erklärt, was “flüssige Demokratie” bedeutet.

Wir möchten uns an dieser Stelle wieder ganz herzlich bei allen freiwilligen Autoren bedanken, die mit der neuen Wikimedium die Gelegenheit genutzt haben, über ihr Engagement für Freies Wissen zu schreiben!

Kostenlos bestellen!

Die gedruckte Version der Wikimedium kann wie immer kostenlos unter redaktion@wikimedium.de abonniert werden. Außerdem versenden wir gern Ausgaben zur Verteilung auf Stammtischen oder Veranstaltungen. Ebenso kann auch unser weiteres Informationsmaterial und Wikipedia-Give-aways in der Geschäftsstelle angefordert werden. Details dazu sind in diesem Blogpost zu finden, Bilder gibt es hier. In allen Fällen genügt eine kurze Mail mit Postanschrift an die Redaktionsadresse. Schreibt uns!

Die letzte Wikimedium des Jahres wird ausnahmsweise nicht im Dezember erscheinen, sondern schon im November zur Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland. Wie immer freuen wir uns auf Eure Themen und Mitarbeit!

Viel Spaß beim Lesen!

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Neues von der Wikipedia Academy

Das ursprüngliche Konzept der Wikipedia Academy, externe Wissenschaftler in engen Dialog mit der Wikipedia zu bringen, wurde 2011 erfolgreich von Community-Veranstaltungen wie „Wikipedia trifft Altertum“umgesetzt. Hier hat sich sehr schön gezeigt, dass Fachbereiche in der Wikipedia mittlerweile ein gutes Standing in der Scientific Community haben, dass beide Seiten neugierig aufeinander sind und viele Themen zu besprechen haben.

Wikimedia Deutschland möchte daher den Fokus der Wikipedia Academy deutlicher in Richtung „Forschung und Wissenschaft um, in und mit Wikipedia“ verschieben. Sie soll Wikipedia-Forscher miteinander in Kontakt bringen, den intensiven Austausch anregen und Möglichkeiten neuer Zusammenarbeit und Interaktion schaffen. In diesem Sinn möchten wir folgenden Ansatz zur Diskussion stellen:

Die Konferenz verfolgt unter anderem das Ziel, einen Überblick der aktuellen Wikipedia-Forschung und der Wikipedia als Forschungsgegenstand zu präsentieren. Dabei wird sowohl auf Forschungen eingegangen, die die Wikipedia selbst als Untersuchungsgegenstand haben, als auch auf Arbeiten, in denen Wikipedia als Datengrundlage oder Werkzeug der Entwicklung genutzt wird. Sie bietet einen Rahmen wissenschaftliche Ergebnisse verschiedenster Disziplinen vorzustellen, die zu diesem Forschungsfeld relevante Beiträge leisten.

Weiterer Schwerpunkt ist für uns außerdem, Forschern die verschiedensten Werkzeuge für ihre Arbeit mit und über Wikipedia vorzustellen und sie zur Forschung am Objekt zu befähigen. Wir möchten zeigen, wie Wikipedia strukturiert ist, wie der Toolserver funktioniert, was die Aufgaben und wer Ansprechpartner von Wikimedia Foundation, Research Committee und Wikimedia Deutschland im Wissenschaftsfeld sind. Wir sprechen erfahrene Wissenschaftler und Young Researchers an und auch Wikipedianer sind natürlich eingeladen, sich mit eigenen Panels, Workshops und Postersessions zu beteiligen.

In Gesprächen mit den Organisatoren der CPoV und der Free Culture Research Conference sowie Wissenschaftler und Wikipedisten wurde recht schnell klar, dass wir die Ausarbeitung des Programms und der Schwerpunkte im Idealfall einem unabhängigen Programm Committee bzw. Advisory Board überlassen wollen. Wir erhoffen uns durch das Hinzuziehen externer Fachleute einen breiteren Blick auf die verschiedenen Forschungsthemen sowie Kontakte zu Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen.

Die eigentliche Konferenz soll erst 2012 stattfinden. Einen Grundstein für diese Veranstaltung legen wir aber bereits Ende diesen Jahres: Wir möchten Organisatoren, Programm Committee und einige Wikipediaforscher zu einem kleinen Workshop einladen, in dem die Veranstaltung gemeinsam konzeptioniert und vorgestellt wird. Über eure Anregungen, Hinweise und Ideen freuen wir uns und sobald wir neue Informationen haben, geben wir Bescheid.

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Aktuelles aus dem Wikipedia-Schulprojekt

Gut 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler nutzen Wikipedia regelmäßig (KIM-Studie 2010), bei Lehrern liegt der Anteil für die Unterrichtsvorbereitung sogar noch höher (“Bildungsstudie: Digitale Medien in der Schule”, (N)Onliner Atlas 2011 der Initiative D21). Die Aufklärung über einen kompetenten Umgang mit Freiem Wissen ist daher besonders wichtig.
Wer in die Schulen geht, merkt bald, dass es nicht ausreicht, freie Inhalte zu erschaffen und sie allgemein verfügbar zu machen, man muss auch zum richtigen Umgang damit anleiten und das heißt im Fall von Wikipedia: Zu einem kritischen Umgang. Dies ist das Ziel des Wikipedia-Schulprojekts, das unter dem Motto „Wikipedia macht Schule“ freiwillige Referenten an Schulen und Universitäten entsendet. In Workshops wird das Verständnis für Freies Wissen bei Schülern, Lehrern, Lehramtstudenten und Pädagogen verbessert und der kritische Umgang mit der freien Enzyklopädie erlernt. Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in das Projekt und lernen anhand verschiedener Aufgaben die Qualitätssicherung in Wikipedia kennen. So können sie Wikipedia besser verstehen und die Qualität der Artikel besser einschätzen.

Das Referentennetzwerk ist in diesem Jahr richtig in Fahrt gekommen und Wikipedianer und Medienpädagogen sind seitdem in allen Teilen Deutschlands unterwegs, um im Bildungsbereich Medien- und Informationskompetenz im Umgang mit freien Inhalten zu vermitteln.
Die Rahmenbedingungen für die Veranstaltungen sind dabei höchst unterschiedlich: Die Referenten organisieren Workshops für die Lehrerfortbildung schwerpunktmäßig an Gymnasien und an Oberschulen ebenso wie für Lehrer in der Referendarausbildung. Das Schulprojekt wurde zu Projektwochen eingeladen sowie zu einmaligen Veranstaltungen und Übungen, in denen Schüler auf die Webrecherche für eine Jahresarbeit vorbereitet werden. Außerdem wird das Projekt auch bei Lehrertagungen und bei BarCamps vorgestellt. Über diese Veranstaltungen wurde auch häufig in der Presse berichtet, beispielsweise in der waldorfpädagogischen Zeitschrift Erziehungskunst, sowie in den Webauftritten der Schulen, besonders ausführlich auf der Website des Privaten Gymnasiums Marienstatt. Auch an einer Grundschule konnten wir im August erfogreich ein Pilotprojekt durchführen, in dem Fünftklässler spielerisch Wikipedia kennenlernen konnten. Aktuelle Bilder aus dem Projekt finden sich auf Wikimedia Commons. Regelmäßig berichten wir auch in unserem Monatsbericht über das Schulprojekt.

Im Rahmen des Projekts wird deutlich, dass die meisten Benutzer vieles, was für die alten Hasen unter den Wikipedianern schon selbstverständlich geworden ist, erst durch das Schulprojekt kennenlernen – vom elementaren Arbeiten mit dem Wiki (Diskussionsseite und Versionsgeschichte zu einem Artikel) über das richtige Zitieren einer Quellenangabe aus Wikipedia bis hin zur Verwendung von Bildern aus dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons auf der Schul-Website mit der korrekten urheberrechtlichen Angabe gemäß der jeweiligen Lizenz, unter der das Werk dort verfügbar ist.

Zwei Mal im Jahr finden Treffen der Referenten statt, die dem Erfahrungsaustausch und der Weiterbildung dienen. Vom 26. bis 28. August 2011 trafen sich in diesem Rahmen rund zwanzig Referenten des Schulprojekts zu ihrem vierten “SchulCamp” in Nürnberg. Dabei galt es, Konzepte weiter zu entwickeln und die nächsten organisatorischen Schritte gemeinsam zu besprechen.
Ort des Geschehens war der CoWorking-Space in Nürnberg, der mit seiner arbeitsfreundlichen Atmosphäre maßgeblich zum Erfolg des Treffens beitrug. Die meisten aktiven Referenten waren schon von Anfang an im Schulprojekt dabei, einige sind neu hinzugestoßen und wurden nun intensiv auf bevorstehende Einsätze vorbereitet. Dies geschah unter anderem in einem offenen Workshop, der zu Beginn des Treffens sowohl interessierte Coworker als auch neue Referenten über Wikipedia informierte. Am zweiten und dritten Tag arbeiteten alle beteiligten Referenten an den Inhalten der Schulungen und daran, die bisherigen Erfahrungen in die Inhalte und Konzepte einfließen zu lassen. Das Camp zeigte, wie wichtig der persönliche Austausch für die Arbeit in einem Referentennetzwerk ist und wie hilfreich es ist, sich gegenseitig unterstützen zu können. Am Ende des Wochenendes konnten wir auf eine lange Liste erarbeiteter Inhalte zurückblicken und sind nun bereit für ein neues Schuljahr mit dem Wikipedia-Schulprojekt. Nächste Schritte sind nun, neben der Durchführung weiterer Workshops, auch die Erarbeitung von Handreichungen für Lehrer.

Das Schulprojekt ist weiterhin auf der Suche nach neuen Referenten, vor allem im hohen Norden, in Niedersachsen und in Bayern. Wikipedianer oder Pädagogen, die am Schulprojekt mitarbeiten möchten, können sich bewerben mit einer Mail an schule@wikimedia.de. Diese Adresse gilt übrigens auch für Lehrer, die uns an ihre Schule einladen möchten. Wir freuen uns auf Eure Anfragen und Anregungen!

Es grüßen,
Jürgen F. und Elly K.

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