Zedler-Preis: Wikipedianer-Jury gewählt

Mit dem Zedler-Preis für Freies Wissen zeichnet Wikimedia Deutschland Personen, Gruppen oder Projekte aus, die sich 2011 ganz besonders für Freies Wissen engagiert haben. Der Preis würdigt die unermüdliche, ehrenamtliche Arbeit für Freies Wissen. Wir möchten damit zum einen die Wikipedia- und Wikimedia-Community ehren, aber gleichzeitig auch die Aufmerksamkeit auf andere Initiativen lenken, die sich für unsere Mission zur Verbreitung, Sammlung und Erstellung Freien Wissens einsetzen.

Freies Wissen bedeutet für uns dabei, dass Werke oder Arbeiten frei zugänglich sind und von jedem, zu jedem beliebigen Zweck, frei angewandt, kopiert, verbreitet und/oder modifiziert werden können. Diese Freiheit lässt sich z.B. mit der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA ausdrücken, die auch für alle Wikimedia- und Wikipedia-Inhalte verwendet wird. Aktionen wie WissensWert oder Gespräche mit interessierten Akteuren und Organisationen zeigen immer wieder, dass für mehr Akzeptanz und Bekanntheit dieses Konzeptes noch viel Arbeit nötig ist. Der Zedler-Preis soll mit der Vorstellung der Kandidaten und Gewinner zur Nachahmung des Einsatzes für Freies Wissen anregen und alte und neue Zielgruppen für unser Anliegen aktivieren.

Jurywahl der Wikipedianer

Letzte Woche endete die Jurywahl, nun haben alle Kandidaten die Wahl angenommen und wir freuen uns über so viele kompetente, engagierte Jury-Mitglieder. Herzliche Glückwünsche gehen an:

Jury in Kategorie I: Wikipedia-Artikel des Jahres

Jury in Kategorie II: Community-Projekt des Jahres

Jury in Kategorie III. Projekt des Jahres, extern

Externe Jury und Partner

Wir sammeln weiterhin Vorschläge für die externen Juroren und sprechen potentielle Partner an. Gesucht werden Organisationen, die Jurymitglieder stellen oder Preise in den Wettbewerb geben, Medienpartner sind, uns bei der Bewerbung des Wettbewerbes unterstützen und Kontakte zu einer bisher wenig erschlossenen Zielgruppe herstellen. Durch die Schirmherrschaft einer bekannten Persönlichkeit möchten wir mediale und positive Aufmerksamkeit auf Wikipedia und Wikimedia als Inbegriff des Freien Wissens lenken.

Preisträger gesucht!

Wer soll eurer Meinung nach einen Zedler-Preis erhalten? Auf der Wikipedia-Projektseite könnt ihr eure Favoriten vorschlagen. Die Liste an Artikeln und Projekten ist schon sehr beeindruckend, bietet aber immernoch Platz für mehr.

Alle aktuellen Informationen zum Zedler-Preis finden sich auf der Projektseite, für weitere Fragen stehe ich euch unter nicole.ebber@wikimedia.de gerne zur Verfügung.

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Open Knowledge meetup Berlin ab heute

Die Open Knowledge Foundation Deutschland startet ein neues regelmäßiges Treffen für Interessierte an Open Knowledge und Open Data in Berlin. Immer am zweiten Dienstag eines Monats, ab 18 Uhr. Und lädt dazu alle Interessierten ein.

Los geht es etwas kurzfristig schon heute, in den neuen temporären Büroräumen der Open Knowledge Foundation Deutschland in der Co-Working Etage über dem St. Oberholz am Rosenthaler Platz.

Das Format besteht aus einem kurzen Vortrag / einer kurzen Präsentation zu spannenden Projekten aus der Community, gefolgt von einer offenen Diskussion + Zeit für Ideenaustausch.

Ort und Zeit: Open Knowledge meeting Berlin
Dienstag, 10. Januar von 18 – 21 Uhr
Coworking über dem St. Oberholz, Rosenthaler Straße 72a, 10119 Berlin (2. Stock, Eingang um die Ecke)

@okfde #openberlin

http://okfn.de/projekte/open-knowledge-meetup-berlin/

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Spendenkampagne 2011 heute beendet!

Heute wurde die Spendenkampagne in Deutschland mit einem Rekordergebnis beendet.

3,8 Millionen Euro, 160.000 Spender, 52 Tage

Wir sind überwältigt. Noch nie haben so viele Menschen in so kurzer Zeit eine so hohe Summe für Wikipedia und Freies Wissen gespendet. Und noch nie war der Fundraiser so vielseitig wie dieser.

Insgesamt haben wir 12 persönliche Aufrufe geschaltet – alleine 5 Aufrufe von deutschen Wikipedia-Autoren, Spenderinnen und Wikimedia-Mitarbeitern. Natürlich nahm Jimmy als Gründer den prominentesten Platz ein, doch auch Wikipedia-Programmierer wie Brandon Harris oder Ryan Kaldari haben der Kampagne ein prägnantes Gesicht gegeben. Ganz besonders freue ich mich, dass wir mit dem Aufruf der Spenderin Katrin Rönicke eine erfolgreiche Geschichte erzählen konnten, die die Bedeutung eines höheren Frauenanteils in Wikipedia thematisiert. Die vielen Geschichten beinhalteten die unterschiedlichsten Perspektiven auf Wikipedia. Nicht mehr nur der Gründer, sondern ebenso die Menschen hinter Wikipedia kamen zu Wort. Diese sympathische Vielfältigkeit war auch Anlass dafür am letzten Tag der Kampagne alle Aufrufe parallel laufen zu lassen.

Noch befinden wir uns am Anfang einer umfassenden Analyse der Kampagne. Aber wir können jetzt schon sagen, dass wir mit dem Zeigen unterschiedlichster Aufrufe eine Dramaturgie in die Kampagne brachten, mit der wir noch mehr Menschen für ihr Engagement überzeugen konnten. Eines der Geheimnisse unseres Erfolgs: Wir haben im Laufe der Kampagne sehr viel getestet – vom Banner, zum Spendenaufruf, hin zum Spendenformular. Insgesamt führten wir 24 Tests durch, deren Ergebnisse hier einsehbar sind.

Ganz besonders freuen wir uns, dass sich mehr als 5.000 Spender zu einer regelmäßigen Spende entschieden. Und nicht nur das: über 1.300 neue Mitgliedschaftsanfragen haben uns in den letzten Wochen erreicht. Diese kontinuierliche Unterstützung ist für uns ein besonderer Vertrauensbeweis, dem wir uns verpflichtet fühlen.

Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich eigentlich nur sagen: Danke an die vielen Tausende Unterstützer, denen Wikipedia und Freies Wissen eine Spende wert ist. Danke an die vielen Freiwilligen, die sich an der Spendenkampagne beteiligt haben. Und ein ganz besonderes Dankeschön möchte ich den Autoren der persönlichen Aufrufe aussprechen!

PS: Natürlich wird es in einigen Tagen eine ausführlichere Analyse geben.

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Wikimedia:Woche 1/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung offzieller Ankündigungen und Hinweise der Wikimedia Foundation und ihrer Ländervertretungen. Auf Anregung seitens der Community wird der donnerstägliche Mailing-Newsletter hier erstmalig auch im Blog von Wikimedia Deutschland veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird im Etherpad der Wikimedia:Woche gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Wikimedia:Woche (1/2012)

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
Quellen dieser Ausgabe:

Foundation & Vereine

FUNDRAISER 2011 ABGESCHLOSSEN

Die Spendenkampagne 2011 war die erfolgreichste bisher seit 2003. Es wurden weltweit 20 Millionen US-Dollar eingenommen. In Deutschland beliefen sich die Einnahmen auf über 3,8 Millionen Euro.

DIE GESICHTER DER SPENDENKAMPAGNE

Im Blog der Wikimedia Foundation werden die Personen kurz mit Foto und ein paar Informationen vorgestellt, die mit Banner-Aufrufen am Fundraising der Foundation teilgenommen haben:

WIKIMEDIA OUTREACH GOES EGYPT

Anfang 2012 wird es beim Campus-Ambassador-Programm der Wikimedia Foundation ein Pilotprojekt in Ägypten geben. Der Leiter des Programms Frank Schulenburg und Projektmanagerin Annie Lin besuchten Mitte Dezember 2011 Professoren, Studenten und ägyptische Wikipedianer, die an einer Mitarbeit interessiert sind. Ziel ist es, die arabische Wikipedia zu verbessern und auszubauen. Teilnehmen werden Studenten bei sechs Professoren an der Ain Shams Universität und an der Universität Kairo.  Es sollen 4–6 Kurse gebildet werden, aus denen jeweils nur die besten Studenten Beiträge für Wikipedia schreiben sollen.

NEUE NUTZUNGSBEDINGUNGEN FÜR ALLE WIKIMEDIA-PROJEKTE

Der Justiziar der Wikimedia Foundation Geoff Brigham hat bekanntgegeben, dass die Entwurfs- und Diskussionsphase zur Neufassung der Nutzungsbedingungen, die genaugenommen Lizenzbedingungen sind, nach 120 Tagen abgeschlossen sei. Der ursprüngliche Entwurf sei dabei mehr als 200 mal geändert worden. Die Diskussionsbeiträge füllten ausgedruckt mehr als 320 Seiten.
Die Neufassung der „terms of use“ soll vor allem verständlicher gefasst sein als die bisherigen Bedingungen. Die Rolle der Foundation als Projekt-Hoster werde darin deutlicher herausgearbeitet. Für wiki-übergreifenden Vandalismus werde es die Möglichkeit einer Wikimedia-weiten Benutzersperre geben. Bei zukünftigen Änderungen soll die Community in der Regel 30 Tage lang beteiligt werden.
Die neuen Nutzungsbedingungen werden nun intern weiter geprüft und dann dem Stiftungsvorstand zur Beratung und zum Beschluss zugeleitet.

TELEFONKONFERENZ DES WMDE-PRÄSIDIUMS

Im Wikimedia-Forum wurde das Protokoll der ersten Telefonkonferenz des 1. Präsdiums von Wikimedia Deutschland veröffentlicht. Achtung: Anmeldung erforderlich.

Studien und Statistik

RESEARCH NEWSLETTER

Der monatliche Newsletter der Wikimedia Foundation über Forschung mit Wikimedia-bezogenen Inhalten wurde veröffentlicht. Die Themen:
  • Wissenschaftler der Universität Melbourne haben einen Vergleichstest zwischen Fachquellen und Wikipedia bezüglich Artikel über psychische Störungen durchgeführt. sie kommen zu dem Schluss, dass Wikipedia im Vergleich nur sehr selten sachliche Fehler enthält, die Themen aber weniger breit behandelt werden als in Fachmagazinen.
  • Eine Gruppe von Psychologen hat zu untersuchen versucht, inwiefern sich die Veröffentlichung von Details des so genannten Rorschach-Tests in Wikipedia auf die Verlässlichkeit des Tests für Psychologen auswirkt. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass nicht mehr davon ausgegangen werden kann, Testpersonen würden nicht vorher schon Informationen zum Test besitzen.
  • Ein Student der University of Nebraska-Lincoln untersuchte den Anteil von Rechtschreibfehlern in der englischen Wikipedia-Sprachversion. Er kommt zum Ergebnis, dass dieser Anteil in den letzten Jahren stetig gestiegen ist.
  • Wissenschaftler der Stanford Universität haben über die statistische Auswertung einer Yahoo-Toolbar 1900 englischsprachige Wikipedia-Benutzer nach Ihrem Browserverhalten untersucht. Demnach sind diese Benutzer aktiver in Online-Recherche und Nachrichtenkonsum als der durchschnittliche Web-Nutzer, aber auch affiner gegenüber popkulturellen Themen.
  • Das Fachmagazin “Nucleic Acids Research” widmet sich in einer Spezialausgabe den Möglichkeiten, biologische Datenbanken mittels Wikis und kollaborativer Arbeitstechniken zu verbessern. (In der Passsage auch ein Link zum “Gen-Wiki”)
  • Einer Studie im Magazin “First Monthly” wird der typische Wikipedia-Artikel von einer kleinen Benutzergruppe (12) und im Schnitt mit 21 Bearbeitungen erstellt.
Ausführliches:

NEUES ZUM FRAUENANTEIL IN WIKIMEDIA-PROJEKTEN

Laura  Hale hat auf der Gendergap-Mailingliste auf ein Tool hingewiesen, mit  dem man die Anzahl und den Anteil der weiblichen Autoren in einigen  Wikimedia-Projekten anzeigen lassen kann. Dabei wird die  Geschlechtsangabe in den Benutzereinstellungen ausgewertet. Die höchsten  Frauenanteile haben demnach die slowenische Wikisource (77,59%), die  polnische Wikiquote (42,31%) und die slowenische Wikipedia (35,79%).  Auch die portugiesischen Wikibooks, Wiktionary und Wikiquote kamen auf  etwa 30% weibliche Bearbeiter.
In  der Diskussion des Beitrags wurde die Aussagefähigkeit der  Geschlechtsangabe problematisiert. Der Anreiz, seine  Geschlechtszugehörigkeit in den Benutzereinstellungen einzutragen, ist  sicherlich auch abhängig davon, ob dies aus sprachlicher Hinsicht  erheblich ist. Beispielsweise gibt es in der englischen Wikipedia nur  „user“, in der deutschen Wikipedia dagegen „Benutzer“ und  „Benutzerinnen“. So könnte sich auch der hohe Frauenanteil in den  Projekten in slawischen Sprachen erklären. Außerdem ist systemseitig  regelmäßig die männliche Form voreingestellt. Um die Statistik  aussagefähiger zu machen, wurde deshalb vorgeschlagen, die  Voreinstellung bei  Neuanmeldungen beispielsweise monatlich  abzuwechseln.

Technik

WEBFONTS

Für die MediaWiki-Erweiterung für Webfonts wurde eine neue Hilfe-Dokumentation eingerichtet. Die Wikimedia-Foundation sucht noch Freiwillige zur Überstzung.

Projekte und Initiativen

GLAM-AKTIVITÄTEN IM DEZEMBER

Eine Zusammenstellung aller GLAM-Aktivitäten des Monats Dezember 2011 findet sich im folgenden Link:

AMBASSADOR PROGRAM

Im Foundation-Blog wird von der Initiative des Medienprofessors Michael Mandiberg berichtet, der ein kleines Team inklusive eines Wikipedia-Ambassadors aufbaute, um seine Studenten bei der Arbeit an Wikipedia-Artikeln für Leistungsnachweise zu unterstützen:

Termine

WIKIMEDIA OFFICE HOURS

6. Januar 2012, 20.00 Uhr MEZ: Office hours mit Howie Fung, Dario Taraborelli, Fabrice Florin, Oliver Keyes zum neuen ”Article Feedback Tool”

  • IRC:  #wikimedia-office auf Freenode.net.
Am 5. Januar 2012 gab es eine Fragestunde mit dem ”Wikimedia Foundation features development team”:
Eine Übersicht über alle bisherigen Office hours:
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160.000 Spenden für Wikipedia und Freies Wissen

Am heutigen Donnerstag hat Wikimedia Deutschland die jährliche Spendenkampagne für Wikipedia und die Idee Freien Wissens beendet. In den letzten 7 Wochen konnten dank mehr als 160.000 Spenden insgesamt 3,8 Millionen Euro gesammelt werden. Damit ist das Spendenziel erreicht. Ein Dankeschön von Pavel Richter an alle Unterstützer ist seit heute hier veröffentlicht.

Details zum Abschluss des diesjährigen Spendenaufrufs sind in einer Pressemitteilung von Wikimedia Deutschland nachzulesen. Ausführliche Information über den Verlauf der Kampagne und die damit verbundene Arbeit folgen in einem Blogbeitrag von Till Mletzko.

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Das Wikipedia Hochschulprogramm – Erste Schritte

Wikimedia Deutschland hat in den letzten Monaten intensiv an der Ausarbeitung des deutschen “Wikipedia Hochschulprogramms” gearbeitet. Studenten sollen Wikipediaartikel zu vorher bestimmten Themen bearbeiten oder auch verfassen, was am Ende des Semesters als Leistung in die Seminarnote miteinfließt. Dieses Programm soll einerseits der Wikipedia neue kompetente Autoren verschaffen, andererseits der akademischen Lehre die bisherige Skepsis gegenüber der Wikipedia nehmen und aufgeschlossenen Lehrstuhlinhabern nützlich sein. Begleitet werden die Studenten dabei von ihrer Lehrkraft, die wiederum von einem erfahrenen Referenten geschult und beraten wird. Denn – dass die Wikipedia unter einem Rückgang an Autoren leidet, ist bekannte Tatsache. Die Wikimedia Foundation hat nicht zuletzt daher das Universitätsprogramm “Wikipedia Ambassadors” ins Leben gerufen, in dem Professoren in ihren Kursen an den Universitäten gezielt die Wikipedia als Arbeitsplattform einsetzen.

Die Referenten des Wikipedia Hochschulprogramms, Köln 2011 (Foto: Annie Lin, CC-BY-SA)

Bereits Anfang Dezember hatte sich Wikimedia Deutschland mit interessierten Universitäten zu einem ersten Gespräch in Göttingen getroffen. Am letzten Wochenende, dem 17./18. 12. fand nun ein erstes Treffen in Köln statt, zu dem zehn zukünftige Referenten im Rahmen eines Orientierungsworkshops eingeladen waren. Denis Barthel und Elly Köpf von Wikimedia Deutschland stellten das Hochschulprogramm den Anwesenden vor, Annie Lin und Frank Schulenburg, als Vertreter der Foundation, berichteten ausführlich über ihre Erfahrungen mit dem Programm in den den USA, Kanada, Ägypten, Brasilien und Indien. Ein zentraler Punkt des Workshops war die Frage, welche Besonderheiten deutschsprachiger Universitäten vorliegen, ein weiteres wichtiges Thema war die Frage nach der Kommunikation zwischen den von Wikimedia eingesetzten Referenten, den Lehrkräften an den Universitäten und den Studenten. Anhand von Beispielen wurden positive, aber auch negative Aspekte erkannt und die Grenzen einer solchen Kooperation ausgelotet. Die mögliche Einbindung der Wikipedia in den universitären Lehrplan anhand eines detaillierten Entwurfs für den Ablauf eines Semesters erschien den Teilnehmern schlüssig und durchführbar. Zwei Gruppen erarbeiteten weitere detaillierte Stichpunkte zu den Themen Wikipedia-Grundlagen (Urheberrecht und Plagiat, Wikipedia-Syntax und Organisationsstruktur der Wikipedia) sowie zur Einbindung der Wikipedia in die Lehre (Lernziele, Lehrpraxis und abschließende Bewertung). In ihrem Schlussreferat berichtete Annie Lin am Sonntagnachmittag über die Lektionen, die Wikimedia aus dem Programm bisher gelernt hat: Was würden wir wieder tun und was machen wir lieber nicht noch einmal.

Die Veranstaltung verlief in einer äußerst konzentrierten Form und verschaffte den Teilnehmern das Gefühl umfassend über das komplexe Thema und seinen Möglichkeiten informiert worden zu sein. Die Bereitschaft zur weiteren Mitarbeit war vorhanden, alle Beteiligten verliessen Köln hochmotiviert für die kommenden Herausforderungen.

Dieser Text ist gemeinsam von Schlesinger, Elly Köpf und Denis Barthel verfasst worden.

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Die Wikimedia Foundation veröffentlicht Jahresbericht 2010-2011

Die Wikimedia Foundation hat vor einigen Tagen ihren Jahresbericht  für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011 veröffentlicht. Bereits zum vierten Mal gibt die Foundation damit einen Bericht über ihre Aktivitäten ab. Und nicht nur das, der neue Bericht würdigt besonders die weltweiten Aktivitäten der Community und das großartige Engagement der Freiwilligen. Der Jahresbericht beginnt mit der Erklärung: ‘The way the world tells its story’. Unter diesem Titel werden Projekte, großartige Leistungen und Erfolge der weltweiten Community vorgestellt. Dazu gehört selbstverständlich auch das diesjährige 10. Jubiläum von Wikipedia, dass weltweit gefeiert wurde. Neu und besonders erfreulich ist, dass es eine Zusammenfassung des Jahresberichts neben Englisch in weiteren 6 Sprachen gibt (arabisch, japanisch, spanisch, portugisisch, französisch und deutsch).

Und noch etwas ist neu und nachahmenswert: Den Jahresbericht gibt es nicht nur im PDF-Format sondern auch in einer Wiki-Version, in der Kommentare und weitere Anregungen erwünscht sind!

Zu den Highlights des Berichts gehören u.a.:

  • weltweite Bildungsprogramme
  • technische Entwicklungen
  • Erweiterung mobiler Plattformen
  • Wikimania 2010 in Danzig, Polen
  • der Arabische Frühling in Wikipedia
  • 10. Geburtstag von Wikipedia
  • 2010/11 Spendenaufruf und Spender

Die Vorbereitungen für den Tätigkeitsbericht von Wikimedia Deutschland laufen bereits und wir werden unseren Bericht im März 2012 veröffentlichen. Ideen und Anregungen dazu gern an catrin.schoneville@wikimedia.de

p.s. Und da die ‘Kleinen’ oft vergessen werden, auch noch Gratulation an Wikimedia Österreich, die ihren Tätigkeitsbericht ebenfalls kürzlich veröffentlicht haben.

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Wiki Loves Monuments… 2012 weltweit!

Dies hier ist eine freie Übersetzung (mit ein paar Ergänzungen von mir) der Mail, die Lodewijk Gelauff, Maarten Dammers und Tomasz Kozłowski anlässlich Wiki Loves Monuments 2012 über verschiedene Mailinglisten geschickt haben:

Einige Organisatoren von Wiki Loves Monuments 2011 trafen sich vor ein paar Wochen im wunderschönen Amsterdam, um den vergangenen Wettbewerb zu evaluieren und die ersten Schritte für 2012 einzuleiten.

WLM Evaluation Amsterdam-6095
Foto: Raimond Spekking (via Wikimedia Commons) / CC-BY-SA 3.0

Erstes und wichtigstes Ergebnis:
Es wird auch 2012 ein Wiki Loves Monuments geben – und wenn genug Interesse besteht, gehen wir dieses Mal von der europäischen auf die internationale Ebene!

Jetzt gilt es heraus zu finden, welche Chapter und Personen potentielles Interesse an einer Fortsetzung im eigenen Land haben. Einige haben schon gespannt auf diese Chance gewartet, einige klären noch die Rahmenbedingungen und andere werden hoffentlich durch diese Mails motiviert, an Bord zu kommen.

Worum geht’s?

Wiki Loves Monuments ist ein Fotowettbewerb, der 2010 in den Niederlanden und 2011 europaweit durchgeführt wurde. Der Wettbewerb ruft eine breite Öffentlichkeit auf, den ganzen September lang Bilder von historischen Bauwerken/Denkmälern auf Wikimedia Commons zu laden. Dabei wird der Wettbewerb in seiner förderalen Struktur von Freiwilligen und Chaptern in jedem teilnehmenden Land eigenständig durchgeführt. Aus den besten Bilder aller Ländern werden dann die europäischen Gewinner gekürt.

Der Wettbewerb war in 2011 sehr erfolgreich. Insgesamt wurden mehr als 165.000 Bilder in 18 teilnehmenden Ländern eingereicht. Das war allein möglich durch die unermüdliche Arbeit von hunderten Freiwilligen, die zum Gelingen auf nationaler und internationaler Ebene beigetragen haben. Die Gewinnerbilder wurden auf wikilovesmonuments.eu und auf Wikimedia Commons veröffentlicht.

15346 Purila mõis
Foto: By Tiigrr (via Wikimedia Commons) / CC-BY-SA 3.0

Neben den beachtlichen Auswirkungen auf Qualität und Reichweite von Denkmälern und kulturellem Erbe war Wiki Loves Monuments eine fantastische Chance, einige unserer wichtigsten Ziele zu erreichen: Insgesamt haben über 4.000 neue Nutzer den ersten, jemals durch die Community ausgelösten Upload-Peak auf Commons ausgelöst: (); außerdem sind viele wertvolle Kooperationen zwischen Wikimedia-Gruppen und -Chaptern mit kulturellen Institutionen und Organisationen entstanden.

Nächste Runde – Wer ist dabei?

Die Mail schließt mit einem Aufruf an Wikimedianerinnen und Wikimedianer auf der ganzen Welt: Habt ihr Lust, Wiki Loves Monuments 2012 in eurem Land zu organisieren und zu gestalten? Wenn ihr mehr wissen möchtet, findet ihr erste Informationen auf der Commons Projektseite – weitere Details folgen.

Als Hauptkanal für Kommunikation und Information steht außerdem allen Interessierten die Mailingliste offen. Ihr seid herzlich eingeladen, hier Fragen zu stellen und mit euch mit den Organisatoren der Vorjahre auszutauschen. Seid mutig und abonniert diese Liste.

Na dann los, meldet euch, wenn ihr Teil dieses großartigen Projektes sein möchtet!

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WissensWert 2011: Wir gratulieren den fünf Gewinnerprojekten!


Vom 17. Oktober bis 24. November haben Menschen und Initiativen, die Freies Wissen fördern, 50 Projektideen bei unserem Wettbewerb WissensWert eingereicht. Sie alle bewarben sich damit um eine finanzielle Unterstützung für die Umsetzung ihrer Projekte: Mit bis zu 5.000 Euro hilft Wikimedia Deutschland, aus mutigen Ideen außergewöhnliche Projekte zu machen.

Die Jury hat entschieden! Nach der Sitzung letzte Woche haben wir nun alle Punkte zusammen gezählt und freuen uns, euch die fünf Gewinnerprojekte hier samt Lobhudelei vorzustellen.

Daniel Mietchen: Open-Access-Medienimporter für Wikimedia Commons

Ein stetig wachsender Anteil wissenschaftlicher Artikel wird unter einer CC BY-Lizenz veröffentlicht, welche eine Nachnutzung der Materialien auf Wikimedia-Projekten zulässt. Viele dieser Artikel beinhalten Abbildungen oder Multimedia-Dateien, die sich zur Illustration enzyklopädischer Inhalte eignen. Bisher wird davon selten Gebrauch gemacht. In diesem Projekt soll daher Software entwickelt werden, welche die Artikel in Open-Access-Zeitschriften systematisch nach Multimedia-Dateien durchsucht, diese dann herunterlädt, in freie Formate konvertiert und auf Wikimedia Commons hochlädt.

Benutzer:Eschenmoser schreibt über das Projekt:

“Der Open-Access-Medienimporter für Wikimedia Commons sichtet freie wissenschaftliche Literatur automatisiert nach geeigneten Dateien und stellt diese für den Transfer nach Commons bereit. Er erschließt dabei nicht nur ein junges, der Öffentlichkeit weitgehend verborgenes Gebiet freier Inhalte einem breiteren Nutzerkreis, sondern bündelt auch Dateien aus der aktuellen Forschung im etablierten Commons-Archiv, welche dort bislang unterrepräsentiert sind. Neben den Vorteilen der vereinfachten Recherchierbarkeit freier, aktueller Forschungsinhalte und deren Bereitstellung für die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte, wird die Aufmerksamkeit auf die zu Grunde liegende Literatur gelenkt. Daraus resultierende steigende Zugriffszahlen bieten einen weiteren Anreiz zur Publikation wissenschaftlicher Inhalte unter freien Lizenzen.”

Punkte der Jury: 206
Stimmen des Publikums: 2
Projektbeschreibung: Open-Access-Medienimporter für Wikimedia Commons
Followempfehlung: @EvoMRI

Torsten Schlabach: Zeitreise in OpenStreetMap – oder: OSM in der 4. Dimension

Eine OpenStreetMap-Karte soll einige Stadtteile von Duisburg zeigen, wie sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten (vor 150 Jahren, vor 80 Jahren und vor 20 Jahren) ausgesehen haben. Damit werden die Veränderungen der Stadt durch die Industriealisierung, den Untergang der Montan-Industrie und den Übergang in die heutige Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft gezeigt.

Philipp Otto, iRights.info, würdigt die Idee:

Als Mitglied der diesjährigen Jury des WissensWert-Preises 2011 freue ich mich besonders, dass das Projekt „Zeitreise in OpenStreetMap – oder OSM in der 4. Dimension“ in diesem Jahr zu den Gewinnern zählt. Die Jury war begeistert vom Konzept und der Idee des Projektes wie auch der Verknüpfung von unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten und der beabsichtigten breiten lokalen Wirkung sowohl für einfache Interessierte als auch für professionelle Historiker und Stadtschreiber.

Das Krupp-Gelände in Duisburg-Rheinhausen dient als Ausgangspunkt einer historischen Zeitreise. Historisches und aktuelles Kartenmaterial soll in einer „4.Dimension“ zusammengeführt werden, um die Veränderungen in der städtischen Architektur und die daraus folgende unterschiedliche Nutzung durch die Menschen optisch ersichtlich und fiktional erlebbar zu machen. Das Projekt hat einen deutlich regionalen Fokus, und zeigt damit, dass die Entwicklung neuer Formen von Wissen und der neue Zugang zu Wissensressourcen gerade auch vor Ort sehr nützlich ist. In der Jury war es uns besonders wichtig, ein solches beispielshaftes regionales Leuchtturmprojekt auszuzeichnen. Nicht zuletzt ist das Konzept beliebig oft kopierbar und in anderen Städten und Gemeinden anwendbar. Die sich daraus ergebenden Nutzungsmöglichkeiten sind groß und können zu einem hohen Interesse von vielen Interessierten führen. Gerade im Kontext von Stadtforschung und der regionalen Aufarbeitung von vorhandenem Wissen, bietet dieses Projekt ein Paradebeispiel einer neuen Form der digital-basierten Aufarbeitung von Stadt- und Regionalgeschichte.

Punkte der Jury: 162
Stimmen des Publikums: 12
Projektbeschreibung: Zeitreise in OpenStreetMap – oder: OSM in der 4. Dimension
Followempfehlung: @westvereine

Marcus Bösch: CC PLAY – Spiel die Commons

CC PLAY soll Nutzern weltweit eine Tür zur Schatzkammer freien Wissens öffnen. Das soll spielerisch, mit Spaß und Lust am Entdecken geschehen, deswegen setzt CC PLAY auf die Kraft verschiedener Game Mechaniken.



Die schönsten, kuriosesten oder seltensten Bild-Fundstücke aus den Commons, dem Bundesarchiv und zahlreichen weiteren Quellen zeigen im Spiel das Potential freien Wissens. Freie ergänzende Informationsquellen werden jeweils verlinkt. Passende CC-Musik stärkt den Erlebnischarakter.

Warum das Spiel uns so gefällt:

Ein Projekt, das spielerisch demonstriert, was man alles tolles mit Freiem Wissen und Freien Lizenzen machen kann. Entdeckungsreise durch die Commons – macht neugierig auf mehr!

Punkte der Jury: 148
Stimmen des Publikums: 12
Projektbeschreibung: CC PLAY – Spiel die Commons
Followempfehlung: @m_boesch

Bastian Greshake: Open (Citizen) Science durch mehr öffentlich verfügbare Genotypisierungen

“Direct To Consumer”-Genotypisierungen erzeugen günstige aber wertvolle Einblicke in Genome. Solche Typisierungen kann man von Firmen wie 23andMe erstellen lassen, die Ergebnisse sind in der Regel für die Öffentlichkeit aber nicht zugänglich. Wir haben kürzlich das Projekt openSNP gestartet. Ziel es ist so viele Typisierungen und medizinisch relevante Daten wie möglich der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Mit solchen freien Daten hilft man Wissenschaftlern weltweit und ermöglicht es einfach Citizen Science zu betreiben. Mit dem Funding durch Wikimedia können wir Menschen beteiligen, die sonst mangels finanzieller Mittel keine Typisierungen anfertigen lassen können.

Katrin Rönicke, netzfeminismus.org begründet die Entscheidung der Jury:

Die Humangenetik steht noch am Anfang ihres Wissens: Die Zusammenhänge zwischen Merkmalen von Menschen (Phänotyp), darunter auch Krankheiten, und dem genetischen Programm der jeweiligen Menschen (Genotyp) sind nur zu einem minimalen Teil aufgeklärt. Da viele Gen-Kombinationen zur Ausprägung eines Merkmals führen können, ist es wichtig, eine große Anzahl von Menschen mit zum Beispiel einer bestimmten Krankheit vergleichen zu können. Das Wichtigste für die Entschlüsselung der Gene ist also: Eine große Datensammlung über Genotypen und Phänotypen von Menschen.

Das Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, hier mit wissenschaftlichem Crowdsourcing zu arbeiten. Das Projekt OpenSNP existiert bereits: Knapp 90 Menschen haben dort ihre Genotype und Phänotype hochgeladen und eingegeben. Und diese können von allen Menschen auf der Welt für die Forschung genutzt werden. Der Wikimedia WissensWert-Preis steht für die Befreiung von unfreiem Wissen – Citizen Science ist eine radikale und umfassende Befreiung von bislang ausschließlich bei den Genotypsierungs-Firmen gehortetem Wissen. Die Wikimedia unterstützt daher das Projekt OpenSNP, indem es die Genotypisierungen – also die Entschlüsselung der DNA-Sequenzen – von Menschen finanziert, die gerne bei dem Projekt mitmachen möchten.

Als Ex-Biologie-Studentin freue ich mich besonders, dass dieses Projekt mit dem WissenWert-Preis gefördert wird. Die Biowissenschaften liegen allzu oft allein in den Händen von Profit-Unternehmen und sind der Mehrheit der Menschheit unverständlich und nicht zugänglich. Projekte wie dieses rütteln daran – sie machen Wissenschaft zu einer Angelegenheit aller.

Punkte der Jury: 147
Stimmen des Publikums: 157
Projektbeschreibung: Open (Citizen) Science durch mehr öffentlich verfügbare Genotypisierungen
Followempfehlung: @gedankenstuecke

Andreas Wittke: Barrierefreie YouTube OER-Videos

Wir haben etliche animierte akademische Lehrvideos in unserem Portfolio und haben diese schon teilweise auf unserem YouTube Channel www.youtube.com/oncampusfhl unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA Version 3.0 (in Zukunft alles unter CC-BY) als Open Educational Resources (OER) veröffentlicht. Youtube hat dabei viele Vorteile, so kann man damit jeden Benutzer, zu jeder Uhrzeit an jedem Ort erreichen, aber auch jedes mobile Endgerät. YouTube bietet aber auch die Möglichkeit Untertitel zeitlich synchronisiert einzubinden, so dass auch Gehörlose das Lernmaterial nutzen könnten. Wir könnten also unsere ca. 150 bestehenden Videos untertiteln und neue einstellen.

Mit dem Publikumspreis von 2.000 Euro hat Andreas das hier vor: “Wir würden weitere Bildungs-Videos (insgesamt dann ~165 Stück) online stellen können. Die sind natürlich auch alle barrierefrei mit Untertiteln und unter der Creative Commons Lizenz CC-BY-3.0 frei zugänglich für alle.

Paula Marie Hildebrandt beschreibt ganz praktisch, warum sich die Jury so auf diese Projekt freut:

Ich möchte gerne Videos im Internet schauen. Ich sehe was, aber ich höre nix. Ich ahne worum es geht. Mit Wörtern wär’s schöner.
Vorschau: Gehörlose erhalten Zugriff auf neue und bestehende YOU TUBE-Videos!
Hauptfilm: YOU TUBE wird quasi zur virtuellen Hochschule. Und zwar mit Untertiteln für Gehörlose. Ziel: Das Versprechen des Web 2.0. – Zugang zu Freiem Wissen – einlösen und die oftmals unsichtbaren, unhörbaren Barrieren einreißen.
Nachspann: Alle Inhalte sind und werden unter Creative Commons Lizenz BY-­SA Version 3.0 veröffentlicht und sind auch auf Wikimedia Commons zu finden.
Einfach klasse!

Punkte der Jury: 137
Stimmen des Publikums: 382 (und damit Publikumsliebling und Gewinner der 2.000 Euro!)
Projektbeschreibung: Barrierefreie YouTube OER-Videos
Followempfehlung: @oncampusfhl

Gratulation und weiter so!

Wir wünschen den Preisträgern ein glückliches Händchen bei der Umsetzung und einen maximalen Erfolg in der Präsentation und Bewerbung dieser sehr gelungenen Ideen. Herzlichen Glückwunsch! Wir sind sehr gespannt darauf, diese Projekte bei der Umsetzung zu begleiten und werden hier regelmäßig über den Fortschritt berichten. Wir wünschen uns außerdem, dass sich die Einreicher der anderen Projekte nicht entmutigen lassen und die Gelegenheit nutzen, weiter an ihren Ideen und Vorhaben zu feilen. Das Meta-Wiki, in dem alle Ideen vorgestellt werden, eignet sich hoffentlich auch als Plattform zum Wachsen und Gedeihen der Ideen zur Förderung Freien Wissens. Wir wünschen uns, dass die Einreicher Gleichgesinnte und Interessierte auf die Projektseiten aufmerksam machen und diese als Ort für aktiven Austausch und Diskussion verwenden. Einfach über den Edit-Button – it’s a wiki!

Publikumspreis und Gesamtauswertung

Bei der Wahl für den Publikumspreis wurden über 1.800 Stimmen abgegeben. Mit knapp 400 Punkten hat das OER-Videoprojekt die Herzen des Publikums am höchsten schlagen lassen und erhält deswegen von uns 2.000 Euro extra, um weitere Videos zu befreien. Hier gibt es die Gesamtübersicht der Stimmen sowie die Punkteverteilung aus der Jurybewertung.

Danke schön!

Unser ganz besonderer Dank gilt den Jurorinnen und Juroren, die viel Zeit und Mühe in die Bewertung der Projekte gesteckt haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wir selber konnten aus den fruchtbaren Diskussionen der Jurysitzung einige Anregungen für unsere Arbeit mitnehmen. Danke, Daniel Dietrich, Benutzer:Eschenmoser, Paula Marie Hildebrandt, Linus Neumann, Delphine Ménard, Philipp Otto und Katrin Rönicke für die grandiose Zusammenarbeit!

Ebenso gilt natürlich unser Dank allen, die uns bei dieser zweiten WissensWert-Runde beraten und geholfen haben, die Ausschreibung so weit zu verbreiten. Merci! Wir danken außerdem allen Einreichern, die sich die Zeit genommen haben, uns ihre Projekte so ausführlich vorzustellen und für unsere Rückfragen und Anregungen offen waren. Klasse!

Und wenn ihr jetzt schon Feedback und Ideen habt, wie wir WissensWert im nächsten Jahr noch besser machen können: Her damit! Alle Kritik, Fragen und Anregungen nehme ich hier in den Kommentaren, auf der Wikipedia-Projektseite oder unter nicole.ebber@wikimedia.de gerne entgegen.

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Wikipedia und SOPA

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat in der englischsprachigen Community der Online-Enzyklopädie die Diskussion angestoßen, Wikipedia aus Protest gegen ein geplantes US-amerikanisches Gesetz für kurze Zeit zu sperren. Er verweist auf die italienische Community, die so in diesem Jahr ihren Protest gegen einen netzpolitischen Gesetzesentwurf ausgedrückt hat. Das Gesetz mit Namen “Stop Online Piracy Act” beschäftigt sich mit Möglichkeiten für Copyright-Inhaber, gerichtlich gegen Webseiten vorzugehen. Eine kurze Zusammenfassung der allgemeinen Argumentation findet sich hier, Näheres zum Gesetzesvorschlag unter anderem im entsprechenden Wikipedia-Artikel.

Für die Wikimedia Foundation hat deren Justiziar, Geoff Brigham, eine Stellungnahme veröffentlicht. Einige Kernpunkte:

  • Die Wikimedia Foundation lehnt das Gesetz ab.
  • Ob und auf welche Weise die englische Wikipedia-Sprachversion als Protestmittel genutzt werden sollte, ist eine Frage, die jedoch allein von der Community beantwortet werden sollte. Die Foundation kündigt an, jede Entscheidung diesbezüglich zu unterstützen.
  • Nach einer Überarbeitung der Gesetzesvorlage am 12.12. seien verschiedene Verbesserungen erreicht worden. Trotzdem sei der Entwurf nach wie vor nicht akzeptabel. Drei Argumente als Auswahl:

    a) Das Gesetz sieht die Sperrung kompletter Websites vor (auch außerhalb der USA), selbst wenn nur Teilinhalte als Grund angeführt würden.

    b) Aus finanziellen Gründen könnten sich viele kleinere Betreiber und gemeinnützige Organisation einen teuren internationalen Rechtsstreit von vornherein nicht leisten.

    c) Wikipedia könnte unter diesem Gesetz als Internet-Suchmaschine eingestuft werden, was die Wikimedia Foundation praktisch zwingen würde, Millionen von Quellenangaben in Wikipedia zu prüfen. Das wäre ein kaum zu bewältigender Aufwand, der auf Kosten von Spendengeldern gehen würde – und zwar im Auftrag der Blockade von Websites.

Geoff Brighams Blogpost:

http://blog.wikimedia.org/2011/12/13/how-sopa-will-hurt-the-free-web-and-wikipedia/

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