14 Tage #ZDFcheck – ein Zwischenbericht

Wie zuletzt an dieser Stelle berichtet, ist vor zwei Wochen der ZDF-Faktencheck (#ZDFcheck) angelaufen. Im Rahmen dieses Projektes arbeiten eine Redaktion im ZDF-Hauptstadtstudio, Phoenix und Wikimedia gemeinsam an einem Faktencheck im Vorfeld der Bundestagswahl, in dem Politikeraussagen geprüft werden. Seit 13. Mai sitze ich nun als Wikipedian in Residence im Hauptstadtstudio des ZDF in Berlin in der ZDFcheck-Redaktion und betreue die Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland e. V.. Alle sind herzlich dazu eingeladen mit zu recherchieren und die Arbeit zu kommentieren und sich so zu beteiligen. Insbesondere freuen wir uns auf Hinweise von Wikipedianern, anderen Wikimedianern und der übrigen Netz-Community.

Im Laufe der letzten beiden Wochen haben wir rund 135 Hinweise von zahlreichen Freiwilligen erhalten, davon waren bereits vier Wikipedianer. Die Testphase des Formats, in der wir unsere Arbeitsweise geklärt haben, ist jetzt abgeschlossen. Fünf Thesen konnten wir bereits durch den Check schicken. Dabei gehen wir in mehreren Schritten vor: Zunächst definieren wir, was wir genau checken, um die Aussage dann nach und nach in ihre Einzelteile zu zerlegen. Diese prüfen wir dann auf ihren Wahrheitsgehalt.

Dr. Eckart Gaddum, ZDF-Hauptredaktionsleiter Neue Medien, fasst die Woche auf heute.de zusammen. Auch der NDR und die RheinZeitung berichten über das Format. Das politische Umfeld hat bereits sensibel auf das neue Format reagiert. Ein vollständiges Medienecho und weitere Informationen findet sich im FAQ in der Wikipedia und im Pressespiegel von Wikimedia.

Beispiel für eine Infografik, hier: Kinder in Kindertagesbetreuung

Eine Besonderheit des Checks ist, dass nicht nur die Möglichkeit zum Mitmachen besteht, sondern, dass alle erstellten Infomaterialien (Texte, Bilder und Videos) unter einer Freien Lizenz stehen. Dazu verwenden wir die Lizenz CC-BY. Gemeinsam mit der Grafikerin des ZDF und der Beratung von Wikipedianern erarbeiten wir so auch gezielt Material, das in der Wikipedia noch fehlt.

Die Kommentare von Wikipedianern und anderen Ehrenamtlichen aus den Wikimedia-Projekten, die die Software dezent hervorhebt, beobachtet die Redaktion mit besonderem Interesse, da wir von dieser Gruppe sehr hochwertige Beiträge erwarten. Bei Rückfragen oder Recherecheanfragen stehe ich besonders dieser Gruppe auf meiner Benutzerseite jederzeit zur Verfügung.

Die erste Runde von Materialien, fünf Infografiken, die im Bereich deutscher Innenpolitik verwendet werden können, wurde am Freitag auf Commons transferiert. Sie stehen unter einer Freien Lizenz und können jetzt weiter kategorisiert und eingebunden werden. Mithilfe dabei ist gern gesehen, auch hier stehe ich für Fragen gern zur Verfügung!

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Live: Zedler-Preis 2013 im Ticker

Ab 19 Uhr wird heute im Palais der Berliner Kulturbrauerei der Zedler-Preis 2013 verliehen. Ausgezeichnet wird in drei Kategorien: Wikipedia-Artikel des Jahres, Community-Projekt sowie Externes Wissensprojekt des Jahres. Hier gibt es die Verleihung im Live-Ticker mit allen Nominierten, den Gewinnern und Eindrücken vor Ort.

20:42 – Dann bleibt mir nur noch, an den Geräten auch noch einen schönen Abend zu wünschen. Morgen findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland der Offene Sonntag statt. Vielleicht bis dann!

20:37 – Der Zedler-Preis 2013 ist offiziell beendet. Herzliche Glückwünsche an dieser Stelle noch einmal an alle Gewinner:

20:36 – Ein großes gewaltiges Gruppenfoto wird angekündigt. Pavel Richter fasst den Abend kurz zusammen.

20:33 – In der Eile kann man weder den Gewinnern noch den vielen Nominierten gerecht werden. Mehr Informationen und alle notwendigen Links gibt es auf der Zedler-Projektseite:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Zedler-Preis

20:32 – Großer Applaus für wheelmap.org und alle Nominierten.

20:31 – In wenigen Jahren haben die ehrenamtlichen Mithelfer 340.000 Orte im Projekt markiert, sagt Raul Krauthausen.

20:31 – Externes Wissensprojekt des Jahres ist wheelmap.org!

20:29 – Die letzten Nominierten des Abends sind die Vertreter des Berliner Open Data Portals. Bescheidenheit: „Unser Ziel ist nicht, das Wissen der Welt verfügbar zu machen. Die Verwaltung ist schwierig genug ;-)“

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Empfehlungen der AG Wahlordnung veröffentlicht

Die auf der letzten Mitgliederversammlung durch einen Antrag gegründete Arbeitsgruppe Wahlordnung (Michail Jungierek, Jürgen Lüdeke, Sebastian Moleski, Debora Weber-Wulff, Alice Wiegand) hat im Mitgliederforum von Wikimedia Deutschland (einmalige Anmeldung notwendig)  ihren Bericht veröffentlicht.

Ein Ergebnis unserer Arbeit ist ein Antrag zur Änderung der Wahlordnung, der auf der Mitgliederversammlung am 25. Mai 2013 zum Beschluss steht. Die Änderungen setzen zum einen die durch die Satzungsänderung 2011 erfolgten Strukturänderungen um, zum anderen beinhalten sie Änderungen bei den Wahlen und Auszählungen. Diese erleichtern der ehrenamtlichen Zählkommission die Arbeit und ermöglichen ihr eine aktive Teilnahme an der Mitgliederversammlung trotz der übernommenen Aufgabe. Zu den Änderungen zählen Wahlen in einem Wahlgang, eine erweiterte Amtszeit der Zählkommission und die Möglichkeit, Briefwahlstimmen bereits vor den Wahlen auf der MV soweit vorzubereiten, dass die Zählung der Gesamtstimmen vereinfacht und beschleunigt wird.

Ein weiteres Ergebnis sind Empfehlungen, die wir auf Grundlage einer Umfrage unter 1000 aktiven Vereinsmitgliedern erarbeitet haben, um die Attraktivität von Wahlen und Mitgliederversammlungen zu erhöhen und damit möglichst vielen Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, an den wesentlichen Entscheidungen des Vereins teilzuhaben.

Unsere Empfehlungen in Kurzform:

  • Keine Abschaffung von Briefwahlen
  • Möglichkeiten für Online-Wahlen und -Abstimmungen finden und testen
  • Proxy-Wahlen nicht verfolgen
  • Diskussionen mit Kandidaten ermöglichen
  • Mitgliederversammlungen auch an anderen Orten als Berlin
  • Lokale Veranstaltungen zum Kennenlernen der Kandidaten und zur Diskussion von aktuellen Vereinsthemen
  • Video-Stream und Chat nicht verfolgen
  • Aufteilung der Mitgliederversammlung auf zwei Tage

Diese Empfehlungen brauchen noch Hege und Pflege, damit sie auch umgesetzt werden und ihr Ziel erreichen. Daher möchten wir unsere Arbeit fortführen, um zur Mitgliederversammlung im November weitere Anträge, zum Beispiel zur Online-Wahl, mit fundierten Informationen erarbeiten zu können. Bitte helft uns dabei und teilt uns mit, was ihr von unseren Vorschlägen haltet.

 

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Wikimedia:Woche 21/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags – aufgrund des Feiertags ausnahmsweise diese Woche am Freitag – in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

= Wikimedia:Woche 21/2013 =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

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Eine kurze Geschichte des Zedler-Preises

Der Name von Preisverleihungen ist eine Sache für sich. Die berühmten Oscar-Verleihungen heißen eigentlich Academy Awards, werden aber trotzdem Oscars genannt. Warum, das ist bis heute nicht geklärt. In dieser Beziehung hat der Zedler-Preis für Freies Wissen der etablierten Filmauszeichnung einiges voraus: Er ist klar und eindeutig nach Johann Heinrich Zedler benannt, der im 18. Jahrhundert sein Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste veröffentlichte. Dieses Werk war das umfangreichste seiner Art in ganz Europa und unter jenen das erste, das wie Wikipedia von gleichberechtigten Mitarbeitern geschaffen wurde. Zedlers Name steht deshalb Pate für den Preis, mit dem Wikimedia Deutschland seit 2007 Personen, Gruppen und Projekte auszeichnet, die sich für Freies Wissen engagieren. Wenn die Ehrung am Samstag, den 25. Mai, bei der Preisverleihung in Berlin zum sechsten Mal vergeben wird, reihen sich die Gewinner in die Reihe der bisherigen 14 Preisträger ein. Hier eine kleine Rückschau, bevor am Samstag ebenfalls im Blog live ab 19 Uhr vom Zedler-Preis 2013 berichtet wird:

2007-2012: Ein Preis verändert sich.

Zum ersten Mal wurde die Auszeichnung 2007 vergeben, damals noch als Zedler-Medaille. Aus einer ganzen Reihe nominierter Wikipedia-Artikel kürte die Jury damals den Artikel über Ludwig Feuerbach als Preisträger. Das Wissenschaftsjahr 2007 war den Geisteswissenschaften gewidmet, weshalb dieser Fokus auch bei den Zedler-Nominierungen aufgegriffen wurde.

Die Auszeichnung im Jahr 2007… (Foto: Arne Klempert, CC-BY-SA 3.0; via Wikimedia Commons)

Anders im Jahr 2008, das im Zeichen von Vasen und Dinosauriern stand: Im zweiten Veranstaltungsjahr wurden erstmals auch zwei Auszeichnungen vergeben. Im Bereich Naturwissenschaften gewann der Artikel Ceratopsidae, in den Geisteswissenschaften der Artikel über Schwarzfigurige Vasenmalerei.

Eine Frage der Grundsätze stellte sich offensichtlich im Jahr 2009. Wie im Vorjahr wurde mit dem Artikel über Segler (Vögel) ein naturwissenschaftlicher Beitrag ausgezeichnet, dazu gewann im Bereich Geisteswissenschaften die Schilderung einer politischen Kontroverse – die Filbinger-Affäre. Neu war die Auszeichung für einen dritten Beitrag, der laut Wikipedia in keine der beiden Kategorien zu passen schien. Mit diesem Sonderpreis wurde der Artikel Materialismusstreit bedacht.

Nach 2009 zeigte sich eine weitere thematische Öffnung. Freies Wissen ist natürlich nicht nur in Textform sichtbar, sondern u. a. auch in Bildern. Das wird nicht zuletzt bei allen mit dem Zedler-Preis ausgezeichneten Artikeln besonders deutlich, die traditionell hervorragend bebildert sind. Bei der Verleihung 2010 erhielt passender Weise zum ersten Mal ein Foto (Focus Stacking) einen Preis. Daneben gewannen die Artikel über die Besselschen Elemente (Naturwissenschaft) und über die Comic-Figur Dagobert Duck (Geisteswissenschaften).

…und 2012. (Foto: Raimond Spekking, CC-BY-SA-3.0; via Wikimedia Commons)

Nach einem Jahr Pause gab der Zedler-Preis im Jahr 2012 endgültig die Trennung nach wissenschaftlichen Kategorien auf. Stattdessen wurde einfach ein Wikipedia-Artikel des Jahres ausgezeichnet, nämlich der Beitrag zur Nuklearkatastrophe von Fukushima. Zusätzlich ging der Neustart auch mit neuen Perspektiven einher: Neben den reinen Artikeln wurde mit dem österreichischen Portal Denkmallisten ein Community-Projekt ausgezeichnet sowie ein externes Projekt mit dem VroniPlag (und, ja, Sonderpreise gab es auch noch: für den Pizzakarton und die Blume der Woche).

2013: Daumen drücken!

Auch in diesem Jahr bestehen die übergreifenden Kategorien des Jahres 2012. Aus der Auszeichnung für einen geisteswissenschaftlichen Wikipedia-Artikel ist eine Ehrung für Freies Wissen in Wikipedia und darüber hinaus geworden. Jetzt heißt es, Daumen drücken für alle Nominierten und viel Glück!

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Die Suche nach der neuen Geschäftsführung der Wikimedia Foundation hat begonnen

Die Suche beginnt!

Vor gut acht Wochen verkündete Sue Gardner, dass sich von ihrer Position als Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation zurückziehen wird. Damit beginnt eine Zeit der Veränderung bei der Stiftung, die alle Wikimedia-Projekte betreibt und unterstützt. Das Board of Trustees, höchstes Aufsichtsgremium der Stiftung, hat das sogenannte Transition-Team gebildet, bestehend aus einigen Boardmitgliedern, Mitarbeitern der Stiftung sowie Sue Gardner selbst. Dieses Team leitet die Suche und Einführung der neuen Geschäftsführung und sammelt gleichzeitig auch den Input aus den Communities.

Bereits am Wochenende hatte Jan-Bart de Vreede, Leiter des Transitions-Teams einen Entwurf der Stellenausschreibung auf Meta veröffentlicht und um Kommentare gebeten. Nun hat die Wikimedia Foundation die offizielle Jobausschreibung gestartet: Wikimedia Foundation: Executive Director. Die Suche wird von m/Oppenheim Associates betreut und begleitet, einem Unternehmen, das auf Personalvermittlung im NGO-Bereich spezialisiert ist

Die Vorsitzende des Board of Trustees, Kat Walsh, betont in einem ausführlichen Beitrag im Blog der Foundation, dass die Ausschreibung bewusst sehr frei und offen gehalten ist. Man sei nicht auf eine bestimmte Art von Person festgelegt. So könne es sein, dass diese aus den USA kommt – oder aus anderen Teilen der Welt; sie kann dem Wikimedia-Universum angehören – oder gerade die ersten Schritte auf’s Wiki-Parkett wagen; sie kann langjährige Führungserfahrungen in der Softwarentwicklung besitzen, oder im NGO-Bereich – alles ist möglich! Die Suche soll bis Oktober abgeschlossen sein – bis dahin steht Sue Gardner weiterhin an der Spitze der Foundation.

In ihrem Blogbeitrag bittet Kat darum, die Stellenanzeige möglichst weit und breit zu verteilen, um die Suche auch auf Kreise jenseits der gewohnten Filterbubbles auszudehnen: Nutzt eure manigfaltigen Online- und Offline-Kanäle und verbreitet diese Stellenausschreibung!

Weitere Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten

  • Im Meta-Wiki hat das Transition-Team eine Anlaufstelle eingerichtet, die nochmal alle Informationen aufführt und zeigt, wie und wo man sich in den Recruitment-Prozess einbringen kann.
  • Nach der ersten Sichtung der Bewerbungen wird es Vorstellungsgespräche mit dem Transition Team und den Mitarbeitern der oberen Managementebene der Foundation geben. Die Bewerber werden auch angehalten, die Communities kennenzulernen (sollten sie diese noch nicht kennen). Dazu mehr im weiteren Verlauf der Suche.
  • Sue Gardner hat Leitlinien für die Arbeit der Wikimedia Foundation erstellt. Diese sind aber bisher weiterhin ein Entwurf, auch hier wird um Mitarbeit gebeten, damit die neue Geschäftsführung eine Orientierungshilfe hat.
  • m/Oppenheim Associates freut sich über jede E-Mail an info@moppenheim.com, egal ob Vorschläge für Bewerber, Bewerbungen selbst, Informationen, etc.

Neben dem Feedbackkanal über die Meta-Seiten gibt es aktuell noch eine tolle Möglichkeit, sich in die Transition einzubringen: Vom 1. bis 15 Juni 2013 laufen die Wahlen für drei Community-Sitze im Board of Trustees. Das Board wird intensiv in die Suche eingebunden sein und zusammen mit dem Transition-Team die Einführung der neuen Geschäftsführung begleiten. Ihr könnt die Kandidierende zu ihren Vorstellungen der neuen Geschäftsführung befragen und ihnen bei Gefallen eure Stimme geben!

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Erkenntnis kommt durch Teilen.

Druckfrisch liegt sie vor mir auf dem Tisch: die neue, verbesserte Auflage der so genannten GLAM-Broschüre, eine Handreichung für Kultureinrichtungen und Gedächtnisinstitutionen im deutschsprachigen Raum zu den Potenzialen der Zusammenarbeit mit Wikimedia-Projekten. Auf dem Cover –  jetzt in einer höheren Auflösung – teilt Eva mit Adam die Frucht der Erkenntnis. Das ist die zentrale Botschaft der Broschüre: Erkenntnis kommt durch teilen. Gerade weil Albrecht Dürers Werk seit Jahrhunderten gemeinfrei ist, konnten wir das Motiv variieren und für unser Cover neu interpretieren. Der im Hintergrund durchschimmernde Wikipedia-Ball schlägt den Bogen von Adam und Eva zu uns in die Gegenwart.

Wir möchten Kulturinstitutionen ermuntern, und hier besonders diejenigen, die unter dem englischen Akronym GLAM für Galleries, Libraries, Archives und Museums zusammengefasst werden, sich aktiver in die Wikimedia-Projekte einzubringen. In fünf kurzen Kapiteln beleuchten wir verschiedene Aspekte. Besonderen Wert haben wir auf die Darstellung der unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit gelegt. Angefangen von einer einfachen Beratung, wie man Inhalte durch Freie Lizenzen im Netz sicht- und nutzbarer machen kann, über die Herausforderung, wie man sich als Institution regelkonform und konstruktiv in die Wikipedia einbringt, bis hin zu den Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Real-Life-Modus, wo Menschen in Fotoexkursionen oder Schreibwerkstätten einander begegnen. Wohlgemerkt immer vorausgesetzt, dass es gelingt, für die Gemeinschaft der Wikipedianer und Wikimedianer attraktive Angebote zu machen. Dafür haben wir den Text der Vorjahresauflage, die unter großem zeitlichen Druck für die Veranstaltung „Zugang gestalten!“ entstand, vollständig neu geschrieben. Inhalte wurden gestrafft und stringenter in der Argumentation dargestellt. Beibehalten haben wir das durch viele Fotos und ein luftiges Layout aufgelockerte Design. Den Abschluss bildet ein kurzer Selbsttest zum Ankreuzen: „Wie halten Sie es mit der Wikipedia?“ Die Broschüre ist eine Einladung an Mitarbeiter und vor allem Führungskräfte in den GLAM Institutionen, mit uns direkt Kontakt aufzunehmen. Alles weitere erwächst dann im gegenseitigen Dialog.

Die Broschüre ist ab sofort  als PDF verfügbar. Gern schicken wir sie aber auch postalisch. Alle Bestandteile der Broschüre stehen unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0. Der Text der Broschüre kann in der Wikipedia weitergeführt werden.

Sie erreichen uns telefonisch unter 030 219 158 26 – 44, per email unter kultur@wikimedia.de oder hinterlassen Sie einen Kommentar. Wir kommen gern mit Ihnen ins Gespräch.

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Aus einem Hashtag einen Imperativ machen: Open NRW!

Die seit 2012 mit eigener Mehrheit regierende Rot-Grüne Regierung von Nordrhein-Westfalen hat die Umsetzung einer umfangreichen Öffnungsstrategie angekündigt, wie sie bereits im Koalitionsvertrag beider Parteien vereinbart wurde. Die bisher konkreteste Verschriftlichung der Vorhaben zur „Open Government-Strategie Open.NRW“ stehen in einem Eckpunktepapier, dem das Landeskabinett im April 2013 zugestimmt hat. Keine der dort getroffenen Aussagen soll in Stein gemeisselt sein, jede Aussage soll diskutier- und veränderbar sein. Nun denn, lasst die Diskussion beginnen!

Auf Einladung der Landesregierung habe ich an einer eintägigen Verstaltung im Landtag teilgenommen. Lob und Dank  gilt den Organisatoren für eine dicht bepackte Veranstaltung.

Mein besonderes Augenmerk galt dem Bereich Open Data. Das Eckpunktepapier hält als tautologisch fest, dass alle offenen Daten mittelfristig offen (im Sinne der meistverbreiteten Definition) sein sollen. Und mit dieser Tautologie ist das Grundproblem von Open Data in NRW hervorragend umschrieben; es darf nicht wehtun. Gerade für die Nachnutzung spannende Daten (z.B. Geodaten des Landes) sollen nicht als Open Data freigegeben werden. Als Lizenzen für die Open Data-Strategie des Landes sind zwei Lizenzen im Spiel, die uns seit Monaten Kopfschmerzen bereiten: Die Datenlizenz Deutschland Namensnennung – Version 1.0 und Datenlizenz Deutschland Namensnennung – nicht kommerziell – Version 1.0. Während letztere ausdrücklich gar nicht erst als Open Data-Lizenz gedacht ist, enthält erstere so viele handwerkliche Mängel, dass sie derzeit auch als Freie Lizenz ausscheidet. OKFN und Wikimedia haben an der letzten Sitzung einer Arbeitsgruppe im Bundesinnenministerium teilgenommen, die zumindest die gröbsten Mängel dieser Lizenz beseitigen wird. Zumindest nach den Formulierungen des Eckpunktepapieres ist derzeit unklar, ob das NRW-Open Data-Unterfangen seinen Namen verdienen wird.

Unsere Empfehlungen an das Land NRW sind daher relativ wenig überraschend:

  1. Open Data soll nur heissen, was auch Open Data ist; dazu gehört der Verzicht auf unfreie Lizenzen und deutsche Sonderwege bei der Wahl entsprechender Lizenzen.
  2. Gerade Geodaten gehören nicht von vornherein aus der Open Data-Strategie des Landes ausgenommen. Im Gegenteil, sie gehören zu den naheliegendsten Freigabekandidaten
  3. Neben die Freigabe von Datensätzen durch die Verwaltung selbst gehört ein subjektives Recht des einzelnen Bürgers, Daten von der Verwaltung einzufordern, wenn es keine durchschlagenden Gründe gegen eine Freigabe gibt

Weiterführende Links:

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Jahresabschluss 2012: Neuerungen bei Form und Funktion

Auch der eher stille Finanzbereich lässt es sich nicht nehmen, über eine aktuelle Neuerung zu informieren. Gleichzeitig gebe ich meinen Einstand im Wikimedia-Blog:

Um über die Herkunft und Verwendung der zugegangenen Mittel so transparent wie möglich Auskunft zu geben, haben wir die Jahresabschlüsse von Verein und Fördergesellschaft erstmalig nach den Erfordernissen für spendensammelnde Organisationen aufgestellt. Ausschlaggebend für die Umstellung war, dass wir es aufgrund des Wachstums von Wikimedia Deutschland als notwendig erachtet haben, die Berichts- und Informationsfunktionen weiter auszubauen.

Die Abschlüsse folgen nun den Grundsätzen des Hauptfachausschusses 21 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (kurz: HFA21). Zuvor wurden die Jahresabschlüsse nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Dabei wird eine Vermögensübersicht aufgestellt, was vor allem auf Kapitalgesellschaften gemünzt ist, die Gewinn erzielen wollen. Wikimedia ist dagegen eine nicht-gewinnorientierte Organisation, die ihren Satzungszielen verpflichtet ist und keine Maximierung ihrer Mittel verfolgt. Die Umstellung nach HFA-Grundsätzen passt besser zu uns.

Natürlich werden auch weiterhin die Vorschriften des Handelsgesetzbuches befolgt. Die wesentliche Neuerung durch die HFA21 aber ist, dass erhaltene Gelder erst dann als vereinnahmt gelten, wenn sie satzungsgemäß verwendet worden sind. Dementsprechend werden Mittel erst bei Verausgabung erfasst, und zwar sowohl als Aufwendungen als auch als Erlöse in der Gewinn-und Verlustrechnung. Sofern Mittel vereinnahmt, jedoch im Berichtsjahr selbst nicht verausgabt wurden, werden sie bis zum Zeitpunkt der Auszahlung als noch nicht verbrauchte Mittel in das Folgejahr übertragen.

Damit lässt sich nun einerseits genau bestimmen, wie viel der erhaltenen Mittel jährlich für die Arbeit von Wikimedia Deutschland für die satzungsgemäße Arbeit eingesetzt wird, andererseits richtet sich die Perspektive weg von den Einnahmen hin auf die Mittelverwendung. Das ist noch detaillierter und transparenter als in den Vorjahren.

Wenn Ihr erfahren möchtet, wie die neuen Abschlüsse in der Praxis gestaltet sind, so werft einen Blick auf unseren aktuellen Tätigkeitsbericht.

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OER-Konferenz 2013 – Ein Bündnis für Freie Bildung

Die OER-Konferenz 2013 (#OERde13) von Wikimedia Deutschland wird deutschsprachige Akteure rund um das Thema Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsmaterialien, zusammenbringen.  Sie findet im Spetember statt und setzt sich zusammen aus Fachkonferenz und Barcamp. Sie bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen, denn bei Freien Bildungsinhalten geht es um gemeinsames teilen, mixen und bearbeiten. Sprich: Dem Kern der Wikimedia-Projekte.

Die Veranstaltung ist nur möglich durch eine Reihe von Partnen und Unterstützern, die wir daher im Folgenden näher vorstellen. Weiterlesen »

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