Vor wenigen Wochen hat die Wikimedia Foundation ihren Hauptsitz aus St. Petersburg in Florida nach San Francisco in Kalifornien verlegt. Der Entscheidung für diesen Standort gingen lange und intensive Überlegungen voraus: Aus einer Auswahl von sechs Städten entschied man sich schließlich für San Francisco, da dies die besten Voraussetzungen für einen weiteren Aus- und Aufbau der Foundation bietet.

Die neuen Räumlichkeiten sind inzwischen eingerichtet, die Mitarbeiter haben sich in der neuen Umgebung eingelebt und da ich mich mit einer Reihe Wikipedianer zur Zeit in der Gegend befinde, habe ich die Gelegenheit für einen kurzen Besuch wahrgenommen.

Nach einem kurzen Gespräch mit dem „Volunteer Coordinator“ Cary Bass war klar, dass wir herzlich eingeladen seien, einmal hereinzuschauen. Mit Cary habe ich in der Vergangenheit schon mehrfach besonders im Bereich des Wikimedia Communication Committees zusammengearbeitet, hatte ihn aber bisher im „realen Leben“ noch nie getroffen.

Mit einer kleinen internationalen Gruppe machten wir uns dann Ende letzter Woche auf den Weg und wurden von geschäftigem Treiben empfangen. Die Geschäftsführerin Sue Gardner, ihr frisch gebackener Stellvertreter Erik Möller, Cary, unser „Scotty“ Brion Vibber, der Rechtsberater der Foundation Mike Godwin, der frisch gebackene Kopf des Business Developments Kul Wadhwa sowie eine Office-Managerin waren vor Ort und nahmen sich – manchmal abwechselnd – etwas für uns Zeit.

Besonders hat es mich gefreut, endlich Sue Gardner kennenzulernen, da ich bei ihrem Besuch in unserer Geschäftsstelle in Deutschland nicht anwesend war. Mein Eindruck war – wie auch bei meinen Vorstandskollegen – überaus positiv. Sue ist eine angenehme, taffe Frau die mit ihrem professionellen Handeln für die Foundation viel erreichen wird. Allgemein ist Wikimedia Deutschland bei der WMF hoch angesehen. Gefreut hat mich auch, dass nicht nur das zentrale Bücherregal mit deutschsprachigen Wikipedia-Auskopplungen des Directmedia-Verlags bestückt war, sondern auch das Titel-Cover des Sterns in Postergröße die Wand ziert.

Die neuen Räumlichkeiten der Foundation sind offen, es gibt deutlich mehr Platz als zuvor und jede Menge Whiteboards an den Wänden laden dazu ein, kreativ zu werden. Viel Zeit für tiefschürfende Gespräche gab es aufgrund der kurzfristigen Planung und der anliegenden Arbeit leider nicht, aber um einen Eindruck zu gewinnen und sich persönlich kennen zu lernen, hat sich der Kurzbesuch auf jeden Fall gelohnt.