@Tino
Du irrst: Es gibt feministische "Wissenschaft" und in der ist 1+1 beliebig. Als Beispiel sei da der de.WP-Artikel zu häuslicher Gewalt genannt. (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=H%C3%A4usliche_Gewalt&oldid=107920937#T.C3.A4ter). Dort kann der US-Feminist Kimmel auf Grund seiner hohen Reputation in Gender-Kreisen, einfach behaupten männliche Opfer weiblicher Gewalt "überschätzen (...) ihre Viktimisierung und sind eher dazu bereit, die Polizei zu informieren und Anzeige zu erstatten." Offenkundiger Humbug, der viel über den tatsächlichen Sexismus in der WP und der heutigen Gesellschaft ausdrückt...
Ich bin da geteilter Meinung.
Mir wäre es auch lieber wenn mehr Frauen dort mitarbeiten. Wenn sie es nicht tun liegt es an ihnen selbst. Das Leben ist kein Ponyhof, willkommen liebe Frauen in der harten Männerwelt.
Aber:
Es gibt keine feministische Wissenschaft oder feministisches Wissen:
1+1 ist nunmal 2, egal ob es ein Mann oder eine Frau ausrechnet. Sollte eigentlich klar sein. Oder verfügen Feministinnen über geheimes Wissen?
Es kann aber auch nicht angehen das Feministinnen versuchen die Wikipedia für ihre Ideologie zu missbrauchen und gegen die Männerrechtsbewegung vorgehen in dem sie diese in die Rechte Ecke schiebt so wie es schwarze Feder tut.
Da ich selbst in dieser Bewegung aktiv bin nehme ich das auch persönlich.
Vor allem sind es immer! die gleichen Leute mit ihren "Expertisen" die kein halbwegs intelligenter Mensch mehr für voll nimmt.
Wenn ich mir den Wiki-Text Männerbewegung ansehe dann sehe ich alles.
[...] »Zur Sexismus-Debatte in der Wikipedia« geäußert hat, oder besser sich äußern ließ, denn die Analysearbeit leistete ein »Gemeinschaftsblog« namens femgeeks, das sich »feministischen Geekthemen und [...]
[...] Einsicht, dass die Wikipedia ein krasses Sexismusproblem hat, spricht sich anscheinend dann doch langsam herum. Tenthousand Spoons hat eine handliche Typologie [...]
Bei dem ganzen gap-gab, wird stets unterschlagen, dass es die überwiegend männlichen Visionäre und alltäglichen Benutzer waren und sind, die derart grandios-gigantische Projekte wie eben auch die de.WP geschaffen, erweitert sowie erhalten haben und es weiterhin allen Widrigkeiten trotzend (erfolgreich) versuchen. Dies verdiente imho erstmal ein kleines Dankeschön vor dem obligaten Männerbashing.
[...] über. Anlass ist diesmal die Selbstsperrung der Benutzerin Fiona Baine und die folgende Debatte sowie der Gastbeitrag der Femgeeks auf dem Wikimedia-Blog, welcher die Situation von Frauen innerhalb der Wikipedia [...]
Ach, Ihr habt Recht. Und mir war das auch nicht in den URLs aufgefallen, die ich heute mittag angegeben hatte (hatte ich aus dem Browserverlauf herausgesucht). Die Verwechselung tut mir leid – meine Kommentare waren wohl durch die Verwechselung der Tabs im Browser unter den falschen Blogpost geraten, denn sie bezogen sich beide auf den Femgeeks-Artikel… bitte entschuldigt meine Unkonzentriertheit in diesen Tagen, es tut mir leid.
@Aschmidt Das sind zwei unterschiedliche Beiträge. Dies hier ist der Gastbeitrag (48 Kommentare), drüben der ist der Zur Sexismus Debatte mit 116 Kommentaren. Und dort tauchen auch deine Kommentare von gestern auf. Oder?
@Nicole: Danke sehr fürs Prüfen. Bin dem ebenfalls nachgegangen: Es gibt derzeit 115 Kommentare zu diesem Blogpost, meine sind hier und hier. Angezeigt werden unter dem Post aber nur 47. Das sind weder die neuesten (wie man sieht) noch die ersten (Trackback von der WM:Woche kam erst gestern). Irgendwas stimmt da nicht. Man kann in den Kommentaren nicht weiterblättern (weder mit Safari noch mit Firefox auf dem Mac). – Irgendwie ist die Kommentarfunktion überfordert. ;)
@Aschmidt deine Kommentare wurden nicht herausmoderiert und sind auch nicht im Spamverdacht gelandet. Wann hast du sie denn abgschickt? In dem Beitrag hier ist seit dem Trackback der Wikimedia-Woche kein Kommentar mehr angekommen. Kann es sein, dass du den anderen Beitrag meinst?
@lizzy, ich habe einen längeren Kommentar geschrieben, der auch auf deine Frage eingeht, die ich allerdings erst gesehen habe, nachdem ich den Kommentar geschrieben hatte.
Ein großes Problem der Wikipedia sehe ich darin, dass Admins, die ursprünglich eine Moderator_innentätigkeit hatten, nun Dinge regeln müssen, die sie gar nicht entscheiden können. Moderator_innen entfernen Vandalismus. Wikipedia hat es aber als weltweit größte internetbasierte Wissensplattform nicht einfach nur mit Vandalismus zu tun, sondern mit so ziemlich allen kulturellen, sozialen, politischen Interessenskonflikten. Die Admins sind dafür nicht geschult. Die Überforderung führt dazu, sich auf einen vermeintlich neutralen Standpunkt zurückzuziehen und aus den Konflikten einen Streit von zwei extremen Seiten zu machen.
Es kommen hier drei Dinge zusammen:
* Die entpolitisierende Ideologie der "Ideologiefreiheit". Es ist kein Zufall, dass der offene Brief der Maskulinisten Michael Klein und Arne Hoffmann an Jimmy Wales für eine "ideologiefreie Wikipedia" warb. Dieser Diskurs, der anderen "Ideologie" unterstellt, nimmt für sich eine ideologische Unschuld in Anspruch. Hiermit einher geht die Forderung nach Entpolitisierung, wie sie sich im Dikurs gegen vermeintliche "Politische Korrektheiten" zeigt, wofür dann nicht selten George Orwells "1984" herangezogen wird, obwohl dieser "1984" geschrieben hatte, um vor einer politisch intendierten Entpolitisierung der Sprache zu warnen. In Wikipedia zeigt sich dieses Bedürfnis nach einer Enklave der entpolitisierten Unschuld bspw. darin, dass 800 Wikipedia-Autor_innen einen Solidaritätsaufruf für den it.Wikipedia-Streik unterstützten, gleichzeitig aber eine Metaseite in Wikipedia über Wikipolitik mit Entsetzen ablehnten: Auch wenn Wikipedia sich gegen Internetzensur engagiert, dürfe man eine Wikipolitik nicht reflektieren. Diese selbstverordnete Nichtreflexion greift mit dem entdemokratisierenden Diskurs (Parlamente=Quasselbuden) der ideologischen Ideologiefreiheit und politischen Politikfeindlichkeit ineinander.
* Die Semantik der Mitte. Bereits vor den NSU-Morden wurde der Begriff "Extremismus" kritisiert. Die Extremismusdebatte wird jetzt breiter geführt: http://www.migazin.de/2011/12/02/ab-durch-die-mitte/ In den Meta-Diskussionen von Wikipedia scheint dies allerdings noch nicht angekommen zu sein. Die Mitte der männlich dominierten Wikipedia-Entscheidungsträger_innen ist dadurch oftmals die Mitte des Androzentrismus.
* Diese kollektive Selbstverortung zur ideologischen Ideologiefreiheit/ politischen Entpolitisierung und zur Semantik der Mitte haben fatale Konsequenzen, wenn es darum geht, in Diskriminierungsfragen Entscheidungen zu treffen. Jedes Benennen von Diskriminierung führt in der Gesellschaft u.a. zur Abwehrstrategie der Täter-Opfer-Umkehrung. Mit der Konstrukution der "Umgekehrten Diskriminierung" richtete die FPÖ Wien eine Dokumentationsstelle für Inländerdiskriminierung ein und schon gibt es zwei "extreme" Gruppen (gegen Ausländer- und gegen Inländerfeindlichkeit), wo sich die Admins raushalten. In Wikipedia hatten wir die Konflikte im sogenannten "schwuppikalen" Bereich, wo sich Admins genervt über die beiden extremen Gruppen der "Evangelikalen" und "Schwulen" äußerten; erst als die evangelikale Wiki-Watch-Geschichte aufflog, wurden die evangelikalen Hauptakteure gesperrt. Es ist wichtig, dass hier kompetenter entschieden wird. Diskriminierung ist nicht das selbe wie die Wikipedia-Formel "persönlicher Angriff". Diskriminierung ist gruppenspezifisch, strukturell und kann auf kollektive Gewalterfahrungen zurückgreifen.
Es sollte anerkannt werden,
* dass Wikipedia kein ideologiefreier/politikfreier Raum sein kann
* dass Neutralität nicht Mitte heißt
* dass Diskriminierung nicht mit einer einfachen Moderationstätigkeit begegnet werden kann, die sich auf die Richtlinien zum Umgang mit persönlichen Angriffen gründet.
Diese drei Thesen sollten vor dem Hintergrund diskutiert werden, dass die "Wikipedia-Community müde und überfordert" ist. Viellcht können Admins auf dieser Grundlage auch entlastet werden.
@Andreas, da hast du recht und als ich den Hinweis las, dachte auch ich "oh, da hast du ja noch gar nichts von gehört." Ich habe nicht nachgeschaut, ob das Projekt noch aktiv ist, habe es aber tatsächlich noch nie wahrgenommen.
Was mich verwundert ist, dass du den Fokus so sehr auf die Administratoren legst. Natürlich sind sie es, die Instrumente wie Benutzersperren und Seitenschutz nutzen können, aber ist es nicht die Community insgesamt, die dafür verantwortlich ist, dass ein diskriminierungsfreies Umfeld geschaffen wird, und die das nötige Bewusstsein und möglicherweise Regeln entwickeln und tragen muss? Nur wenn eine geschlossene Basis die Grundlagen schafft, können administrative Handlungen überhaupt dauerhaft durchgesetzt und akzeptiert werden.
Es wird auch niemand kommen und das Problem für die Wikipedia lösen. Dieser Impuls muss aus der Wikipedia selbst kommen oder von ihr aufgegriffen und vereinnahmt werden, sonst wird er keine Wirkung entfalten.
@J., das ist Unsinn. Es gibt keinen Kulturkampf und keine beidseitige Spirale der Radikalisierung. Mit solchen Behauptungen werden die Verhältnisse auf den Kopf gestellt und den betroffenen Frauen (es sind zwei!) die Mitverantwortung für die strukturelle Diskrimierung und die Massierung der Angriffe zugeschrieben.
Es gibt eine zunehmende Abwehr und Panzerung gegen das Eindringen von Frauen in die Wikipedia, dem sich auch gemäßigte Autoren und Administratoren angeschlossen haben. Bei einem nur sehr geringem Anteil von Frauen werden diese als nettes Beiwerk wahrgenommen. Ich stelle die These auf, dass sich das Klima verschlechtert hat, seit Sue Gardner die Erhöhung des Frauenanteils als Ziel der Foundation erklärt hat.
Es gibt schon seit 4 Jahren das http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Diskriminierungsfreie_Wikipedia Vielleicht hätte man das mal in dem Blogbeitrag erwähnen sollen. Eine "Diskriminierungsbeauftragte" bei einem Online-Projekt wirkt etwas weltfremd. Ein Regelwerk in Form der http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikiquette gibt es ebenfalls seit Anbeginn des Projektes genauso wie die http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Benutzersperren zur Ahndung. Was das generische Maskulinum angeht würde ich klar dem Duden folgen. Bei Berufsbezeichnungen Doppelnennung, Schrägstrich, Klammerbenutzung oder Ersatzformulierungen: Sternchen und Unterstreichungsstriche geht gar nicht und macht diesen Blogbeitrag unlesbar. Ist die Benutzerin, die sich eine Auszeit gegönnt hat, eigentlich irgendwie prominent? Dieser Blogbeitrag hat ja enormes Gesprächspotential im Vergleich zu den übrigen erzeugt.
Elian, das ist Unsinn. Und das wüsstest du auch, wenn du noch wirklich Teil der Community wärst. Der Kulturkampf ist so scharf geworden, weil beide Seiten sich in eine Spirale der Radikalisierung begeben haben. Der Sexismusvorwurf ist doch teils die neue Nazi-Keule geworden in bereits lange schwelenden internen Konflikten ...
Wenn der Zensor hier schon entfernt, dann soll er bitte auch dafür sorgen, dass dadurch nicht die restlichen Äußerungen in ein falsches Licht gerückt werden. Wenn man nämlich meine rauseditierten Äußerungen weglässt, welche selbstjustiziarischen Maßnahmen gegen Regelbrecher, Störenfriede und Frauendiskriminierer mir sowas von egal sind, dann kommt sicher irgendjemand beim Lesen der verbliebenen Zeile auf die Idee, das wäre nur ein weiteres frauenfeindliches Arschloch gewesen. Um genau diesem Eindruck zu entgegenzutreten wurden die wegeditierten Zeilen verfasst.
[Teile deines Kommetars wurden entfernt, da sie nicht zur sachlichen Dikussion des Themas beitragen.]
Mir hängt das Thema zum Hals raus, macht doch was ihr wollt. Aber Gott bewahre uns vor Formulierungen wie "Autor_Innen" in Lexikonartikeln.
Dieser Analysetext bietet den besten Beweis gegen diesen Wahnsinn: "Hilfe können Autor_innen [...] erhalten" ist bereits grammatikalisch vollkommen falsch. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist dies der Faulheit der schreibenden Person geschuldet, korrekterweise dann konsequent auch "Autoren und Autorinnen" zu schreiben. Das ist nachvollziehbar, bei dem langen Text und dem Überfliegen der vielen Unterstrichen hätte ich auch keine Lust gehabt, jedes Wort immer doppelt zu schreiben. Besonders wenn das Schreiben von Texten mein täglicher Job wäre. Und am Ende entsteht daraus ein Automatismus, der an bestimmten Stellen nicht mal Sinn ergibt ("männlichen* Wikipedianer_innen"). Dieser nervige Stellvertreterkrieg um den generischen Maskulin und seine abstrusen Auswüchse trägt nicht zur Verbesserung der Artikelqualität oder besseren Lesbarkeit bei.
Es gibt wesentlich wichtigere Aufgaben in der Wikipedia, als darauf zu achten und dafür zu sorgen, dass auch nur ja überall die feminine Form (oder pseudo-feminine Formen wie "Admina") nicht vergessen wurde. Überall wird gejammert, dass insgesamt immer weniger Leute bei Wikipedia mitarbeiten, und ihr kommt hier mit Forderungen, die noch mehr repetitiven Aufwand und Regulierung des Autorenalltags bedeuten. Das können sich auch nur Menschen ausdenken, die sich mit dem Ausmalen bunter Zukunftsbildchen beschäftigten.
j schrieb: "aber der Kulturkampf, der seit ein paar Monaten ausgebrochen ist, hat eien neue Qualität erreicht. Aber warum?"
Vielleicht, weil das erste Mal eine kritische Masse von Frauen in der Wikipedia zusammengekommen ist, die über sexistische Kommentare nicht mehr einfach hinwegsieht, sondern Konsequenzen fordert?
Wie heisst es so schön? Effektive Frauenpolitik erkennt man an die Lautstärke des Geschreis bei den Männern....
Ich bin immer wieder amüsiert, dass Anforderungen Frauen mit Respekt zu behandeln oder auch mal einen "anormalen" Lemma zuzulassen als Kampffeminismus angesehen wird. Selber habe ich lange an einer Lemma 'Professorin' gearbeitet - der wurde subsumiert unter den generischen Maskulinum und stark verkürzt. Das war für mich ein sehr entschiedener Punkt - danach habe ich aufgehört, neue Artikel mit Herzblut zu erstellen und mich fast nur noch auf Korrekturen beschränkt.
Es geht nicht darum, die feministischer Weltblick durchzustellen, sondern eben um andere Perspektiven als die der aktuellen Admin-Gruppe von in der Regel junge, technik-affine, kinderlose Männer, die in Städte Wohnen zu bekommen.
Und wenn wir auch noch die persönlichen Angriffen aus den Weg schaffen könnte - ich werde selber im Moment eine ziemlich scharfe PA-Kampagne ausgesetzt (inklusiver immer wieder Nennung meiner bürgerlichen Namen) und alles, was die Admins einfällt ist, die "Sachfragen" geklärt zu bekommen. Es soll für PA Konsequenzen geben. Es muss ein vernünftiger Umgangston vorgelebt werden, zur Norm werden, und nicht diesen raunzigen Anmache-Atmospähre herrschen.
Danke für diesen Gastbeitrag!
[...] der Community der Deutschen Wikipedia gibt es scheinbar ein Sexismus-Problem, wenig überraschend, wie ich jetzt, da es auf dem Tisch liegt eigentlich finden muss. [...]
@Eule. Hast Du einen Beleg für diese Behauptung "Wikipedia-Autorinnen, die Omas sind, störten sich verständlicherweise an eine Zuschreibung, nach der Omas der Inbegriff für Begriffsstutzigkeit sein sollten." Ich habe keine Oma gesehen, die sich beschwert hätte.
Ganz großen Dank für diese eingehende Analyse. Ich hoffe, dass das Problem, das wir in Wikipedia haben, zumindest für einige damit klarer wird. Andere können oder wollen leider nicht verstehen. Vielleicht solltet ihr den Satz Diskriminierungen sind aber keine verschiedenen Meinungen und erfordern oftmals eine bestimmte Sensibilisierung um sie zu erkennen. nochmal hervorheben. Ich kann allerdings Abwehrhaltungen aus männlicher Perspektive auch nachvollziehen, es ist schon eine Herausforderung, sich offen mit Diskriminierungen auseinanderzusetzen wenn man zumindest nicht selber betroffen oder auch Täter ist. Als unterhaltsame Einführung von Männern für Männer kann ich persönlich den das kleine Buch The Guy’s Guide to Feminism empfehlen!
Leider zeigen einige der Kommentare hier, warum der oben zitierte Artikel der Femgeeks genau den Kern der Sache trifft.
Die Rede von "umgedrehter Diskriminierung" und den armen, unterdrückten, völlig hilflosen Männern ist schon alt, wird dadurch aber nicht hilfreicher. Antje Schrupp schreibt dazu ganz richtig:
"Das Problem ist nicht, dass es Frauen und Männer und womöglich weitere Geschlechter gibt, sondern dass sich ein Geschlecht, nämlich das männliche, zur Norm gesetzt hat. Wenn wir die verkorksten Geschlechterverhältnisse auf dieser Welt, die wir bei unserer Geburt schon vorgefunden haben (und in die wir qua Geschlechtzuordnung persönlich unweigerlich involviert sind), sinnvoll verbessern möchten, geht es also darum, diese Sich-Zur-Normsetzung des Männlichen zu kritisieren und zu untergraben."
http://antjeschrupp.com/2012/08/19/warum-die-rede-von-der-umgekehrten-diskriminierung-falsch-ist/
@sanandros: die Frage nach geschlechtsneutraler (Schrift)sprache ist nicht so einfach zu beantworten, das stimmt. Ich zum Beispiel finde das generische Maskulinum nicht immer verständlich und oft hinterhältig, vor allem bei Begriffen wie "Frauenrechtler" o.ä.
Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch hat mal einige Studien zusammengefasst, die zeigen, dass das generische Maskulinum im Deutschen eben nicht als "generisch" interpretiert wird.
"[...] ist es Stand der Forschung, dass ein „generisches Maskulinum“ im Deutschen (und Französischen) aus psycholinguistischer Sicht nicht existiert. Wer das Gegenteil behaupten will, muss sehr gute Belege dafür vorbringen."
http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachstruktur/2011-12-14/frauen-natuerlich-ausgenommen
Torsten: auf was ich mit der rhetorischen Frage abzielen will, habe ich ja versucht zu erklären. Im Rest des Beitrags. Den du anscheinend aber auch überlesen hast (?)
johannes: Du hast recht, einen Satz bei Dir hatte ich überlesen. "Natürlich ist es wichtig, dass Frauen an der Wikipedia mitarbeiten, genauso wie alle anderen Personengruppen mitarbeiten müssten". Ja. Das meinte die Autorin oben mit "feministischem Wissen". Dass ich das nicht gesehen habe, war mein Fehler.
Was Du hingegen beachten solltest: Auch rhetorische Fragen haben eine Aussage. Und sie ist meist viel stärker als die von normalen Aussagesätzen.
Torsten: Ich stimme dir vollkommen zu was POV und unterschiedliche Personengruppen betrifft, und hatte das auch vorher schon geschrieben. Deshalb verstehe ich nicht, warum du das alles nochmal ausführst. Bitte lies doch meinen Beitrag erstmal, bevor du darauf antwortest. Dankeschön.
johannes: Der Vergleich war eine beabsichtigte Abqualifizierung.
Und lies mal bei Gelegenheit nach, wie Wikipedia funktionieren soll. Die neutrale Standpunkt kommt nur durch die Zusammenarbeit der Autoren mit unterschiedlichen Sichtweisen und Standpunkten zu Stande.
Noch weiter heruntergebrochen: Wenn nur Kleingärtner aus Bochum die Botanik-Sektion editieren, wird selbst bei bestem Bemühen der Beteiligten ein POV zustande kommen, kein NPOV. Wie Pavel Richter oben schrieb: Wenn ein enormes Ungleichgewicht bei der simpelsten Unterscheidung zwischen Menschen herrscht, hat das Auswirkungen.
Torsten: Du hast offensichtlich was missverstanden, es gibt da kein mir unbekanntes Konzept und ich qualifiziere auch nichts ab. Entschuldige, ich hätte das vielleicht noch klarer als rhetorische Frage kennzeichnen sollen.
Natürlich ist es wichtig, dass Frauen an der Wikipedia mitarbeiten, genauso wie alle anderen Personengruppen mitarbeiten müssten, wenn man auch nur den Schein einer Hoffnung von Neutralität haben wollte. Aber wenn ich Begriffe wie "feministisches Wissen" lese, dann rollen sich mir die Zehennägel auf. Das erinnert mich an Begriffe, mit denen Ideologien versuchen, sich einen wissenschaftlichen, seriösen Anstrich zu verleihen - z. B. "Islamische Wissenschaft", "Holistische Medizin", etc. Das hat mit Neutralität absolut gar nichts zu tun. Vielleicht war es auch nur Zufall und der Artikel ist vermutlich schnell geschrieben worden. Aber bei mir läuten bei solchen Begriffen jedenfalls die Alarmglocken, und das geht offensichtlich nicht nur mir so, schon im ersten Kommentar wird nach dem Begriff gefragt.
Ich finde den Umgang mit dem Thema hier etwas seltsam. Schon im ersten Artikel wird einseitig sofort in eine Kerbe geschlagen, ohne den Leser zu informieren, worum es überhaupt geht; jetzt wird ein Beitrag von Feministen veröffentlicht. Warum nicht auch ein Beitrag der "Maskulisten" (mit oder ohne "-ni") dazu? Habt ihr denn bei z. B. Genderama mal angefragt, was die davon halten, oder ihnen Gelegenheit gegeben, dazu Stellung zu nehmen?
Wie Julia drüben schon geschrieben hat:
Die ersten Vorschläge aus dem Beitrag würden wir gerne weiter mit Euch diskutieren. Welche können wir direkt von hier aus umsetzen, für welche braucht es die Unterstützung der Community oder auch von externen Ideengebern, welche müssen noch an die Wikipedia-Gegebenheiten angepasst werden?
Einige von uns Wikimedia-MitarbeiterInnen könnt Ihr z.B. auf der Community-Veranstaltung WikiCon in Dornbirn am kommenden Wochenende treffen (Anmeldung ist noch möglich: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiCon_2012). In den nächsten 14 Tagen werden wir außerdem eine “OfficeHour” per IRC (http://webchat.freenode.net/, Channel #wikimedia-de) zum Thema anbieten; den Termin geben wir hier im Blog noch bekannt.
Johannes, worum es geht, ist die Tatsache, dass der Background eines Wikipedianers natürlich Auswirkungen auf seine Beiträge hat - oder bezweifelst Du, dass es einen Unterschied macht, ob ein Bayer oder ein Bremer etwas über Bremen schreibt? Ob ein Arzt oder ein Pastor etwas über Hirntod schreibt? Ob ein Katholik oder ein Atheist etwas über Johannes Paul II schreibt?
Wir können doch nicht so tun, als ob die Tatsache, dass ein Großteil der Wikipedia von Männern geschrieben wird, schlicht keinerlei Wirkungen auf die Inhalte der Wikipedia hat. Und niemand sagt, dass "die Männern" irgendwie bewusst einen Point of View durchdrücken *wollen* - aber es wäre naiv zu glauben, dass das Geschlecht in der Wissensproduktion schlicht keine Rolle spielt.
Und damit ist auch klar, warum es ein Problem ist, wenn eine riesige Gruppe von Menschen nicht an der Wikipedia teilnimmt. Auch wenn wir alle Quellen gemäss unseren Richtlinien verwenden, so hat der Lebenshintergrund eines jeden Menschen natürlich Auswirkungen auf sein / ihr Schaffen, auch in der Wikipedia. Neutral wird die Wikipedia erst durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Sichtweisen, Hintergründe, Erfahrungen, Betrachtungen. Das hat nichts mit "weiblichem Wissen" und erst Recht nichts mit dem Hochzeitskleid von Kate M. zu tun, sondern schlicht damit, dass Wikipedia besser wird, wenn Frauen mitarbeiten, als wenn sie dies nicht tun.
Mathias M.: In den Regeln steht viel. In der Tat steht so viel in den Regeln, dass "Ignoriere alle Regeln" Grundrepertoire der Wikipedia gehört und wer allzu sehr auf Regeln herumreitet, bekommt "Bitte nicht stören" an den Kopf geworfen.
Das Generische Maskulinum erschwert aber auch das Verständnis. Wenn alle Artikel zu Feministinnen unter der Kategorie "Frauenrechtler" zusammengefasst werden, dann ist das nicht nur eine Verhöhnung derjenigen Feministinnen, die sich für eine geschlechtergerechte Sprache eingesetzt haben/ einsetzen, sondern auch kontrintuitiv, da die Assoziation von Frauenrecht und geschlechtersensiblen Sprache dazu führt, unter "Frauenrechtler" tatsächlich nur Männer vorzufinden.
Dass es in der Wikipedia beim Genererischen Maskulinum nicht nur darum geht, allgemeinverständlich zu sein, zeigte sich, als ich beantragt habe, die Kategorie "Frauenrechtler" nach "Frauenrechtler und Frauenrechtlerinnen" zu verschieben. Prompt wurde mit dem unverständlichen Link auf "OMA-Test" reagiert. Dahinter verbarg sich die Intention, auf den Artikel Wikipedia:Allgemeinverständlichkeit aufmerksam zu machen. Skuril oder? Aber es wird noch besser:
"OMA-Test" ist eine Weiterverlinkung auf "Wikipedia:Allgemeinverständlichkeit". Die Community hatte sich darauf geeinigt "OMA-Test" nicht mehr zu benutzen, weil diese Wortschöpfung ihren Ursprung darin hatte, das man Artikel so schreiben soll, dass selbst Omas sie verstehen. Wikipedia-Autorinnen, die Omas sind, störten sich verständlicherweise an eine Zuschreibung, nach der Omas der Inbegriff für Begriffsstutzigkeit sein sollten. Dennoch müssen Wikipedia-Autoren unbedingt weiterhin auf die Weiterleitung "OMA-Test" verlinken statt auf direkt auf die Seite Wikipedia:Allgemeinverständlichkeit, wenn sie der Meinung sind, dass etwas nicht allgemeinverständlich sei, z.B. die Kategorie "Frauenrechtler und Frauenrechtlerin".
Es geht also beim Generischen Maskulinum auch um etwas anderes als um pure Allgemeinverständlichkeit.
Sry aber was gibt es denn für alternativen zum Generischen Maskulin? Ich als Legastheniker habe schon genug Probleme mit dem Lesen von Texten mit Autoren/-innen oder wie ihr das auch immer löst und es würde einfach ein Problemfeld auf eine andere Gruppe geschoben. Zusätzlich wäre es eine neue Hürde für Einsteiger bei Artikeln mit zu wirken.
Ich habe während meiner Zeit in der Wikipedia viele sexistische Bemerkungen gelesen (meist gegen Frauen, manchmal gegen Männer gerichtet), aber ich habe noch nie einen Fall erlebt, in dem jemand einen oder einer anderen sexistisches Verhalten vorgeworfen hat, ohne das dies auch stimmte.
Vielmals rufen diejenigen, deren Verhalten so beim Namen genannt wird, laut und empöhrt, dass sie hier jemand einer Sache bezichtigt, die nicht wahr sei. In nicht wenigen Fällen scheinen sie tatsächlich nicht zu verstehen, was an ihrer Aussage sexistisch war.
Aber genau hier sollten Außenstehende in der Community genauer hinschauen, die getätigte Aussage reflektieren und sich - auch wenn sie selber aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit vielleicht niemals von einer ähnlichen Aussage getroffen werden könnten - in die geschädigte Person hineinversetzen. Sexismus bedarf nicht unbedingt einer bösen Absicht. Wir sind alle in einer sexistischen Gesellschaft groß geworden und tragen unsere Prägung in die Wikipedia hinein. Nur reflektiert werden muss.
Ein schwacher Artikel. http://de.wikipedia.org/wiki/WP:KPA listet Sexismus als Beispiel für einen persönlichen Angriff. Außerdem greifen bei Wikipedia keine "Moderatoren" ein, sondern jeder darf persönliche Angriffe entfernen (siehe KPA#Maßnahmen), den Angreifer zurechtweisen und den Benutzer melden, damit ein Admin tätig wird. Eine Begründung, dass wissenschaftliche Publikationen zu einem Thema unterdrückt werden und es deshalb relevanter ist als es scheint ist, halte ich für sehr problematisch. Mit der Begründung könnte man jede Verschwörungstheorie als Wahrheit einschleusen. Offenbar ist stellenweise das allgemeine Arbeitsklima in der Wikipedia schlecht. Wahrscheinlich werden deutlich mehr männliche Autoren vergrault, wenn sich nur wenig Autorinnen beteiligen. Wobei ich persönlich sagen muss, dass in naturwissenschaftlichen Redaktionen der Wikipedia ein außerordentlich gutes Arbeitsklima herrscht.
Neue Autor_innen haben erst einmal eingeschränkte Editierrechte, ihre ersten 50 Artikel... Dieser Satz ist falsch schreckt neue Mitarbeiter sofort ab. Es ist ausreichend, fünfzig falsche Kommata oder ähnlichen Kleinkram zu verbessern. Es geht also um einfache Bearbeitungen eines Artikels.
''Natürlich würden mehr Frauen* nicht automatisch mehr feministisches Wissen und weniger Sexismus in der Wikipedia bedeuten.'' - Was zum Teufel ist feministisches Wissen? Der Feminismus ist ein Ideologie, aber seit wann gibt es ideologisch Wissen - liberales, evangelikales, maoistisches oder auch austrofaschistisches Wissen?
@Anneke Wolf. Bitte erläutere das genauer: " Wenn Du dir die oben verlinkte Liste einmal anschaust wird dir unschwerlich auffallen, dass dort Frauen beleidigt werden, die zu so krassen Themen wie Radrennsport arbeiten." Zunächst einmal: Wieso ist das ein krasses Thema? Und um welche Art der Beleidigung handelt es sich?
PS: Ich finde deine Sammelseite gut, die Sexismus dokumentiert. Zum Problem gehört aber auch die andere Seite der Medaille. Wie wäre ein weiterer Unterabschnitt "Sexismusvorwurf zum Schaden des Gegners" ... ließe sich genauso gut füllen, passt aber vielleicht nicht in die politische Agenda. Ich fände gut, wenn das Problem des Sexismus und Sexismusvorwurfs ganzheitlich angegangen würde.
Und Ausblenden der Mechanismen die das ganze befeuert haben, das tut es? Es gab immer mal wieder dumme Kommentare, Beleidigungen, Sexismus ... aber der Kulturkampf, der seit ein paar Monaten ausgebrochen ist, hat eien neue Qualität erreicht. Aber warum? Da gehört es dazu auch diese Mechanismen zu betrachten, auch wenn es bequemer ist, sie an die Seite zu drängen und als unbedeutend für den Fortschritt zu kaschieren. Um es ganz klar zu sagen: So lange nicht auch diese Mechanismen angegangen werden, wird es kaum zu zufriedenstellenden Lösungen kommen. Aber Teile beider Seiten haben sich gemütlich im Extremismus eingerichtet. Mit "Augen zu, wir sehen es nicht" kann man dem aber kaum begegnen. Ich fände es wirklich herzerfrischend, wenn neben der Analyse des Sexismus auch stehen würde, dass ein Teil diesen Vorwurf instrumentalisert. Das wäre eine ehrliche Problembeschreibung. Und nur Ehrlichkeit und wirklicher Wille, zu Veränderungen zu kommen, helfen hier weiter. Aber lassen wir das, da kommen wir wohl nicht zusammen, auch wenn ich davon ausgehe, dass wir beide gleichermaßen gegen Sexismus sind.
j, das sehe ich genau anders rum: die Debatte immer rund um einzelne Benutzer zu konstruieren (deren Position man durchaus nicht teilen muss) führt meiner Meinung nach vom Thema weg. Und ich halte es tatsächlich auch für eine spezifische Technik innerhalb der gesamten Auseinandersetzung, d.h. a) Man ist ein/e von Schwarze-Feder-gesteurte-Kampf-Emanze oder b) ein mindestens rechtsradikaler Frauenhasser. Das heißt der gebetsmühlenartige, ewigliche Verweis auf Extrempositionen innerhalb der Debatte bringt selbige nicht voran.
Wenn du mal genau lesen würdest, dann würdest du sehen, dass ich bloß alle Seiten gesehen haben will. Mich kotzt es auch an zu lesen, dass eine Wikipedianerin Admina sein soll (wohl eine Anspielung auf die Domina). Dennoch muss noch gesagt werden dürfen, dass neben aller berechtigten Kritik gerade im Umfeld von Schwarze Feder der Sexismus zu einem Kampfbegriff und Schlachtfeld gegen auch sonst als unliebsam ausgemachte Benutzer ausgemacht worden ist. Dies hat nicht wenig zum Aufschaukeln der Situation beigetragen und erweist dem Kampf gegen Sexismus einen Bärendienst. Und das gehört genauso zu einer umfassenden Analyse wie die Dokumentation sexistischer Ausfälle.
Um das hier mal von dem Böse-Feministinnen-vs-böse-Maskulinisten-Mythos wegzuführen: Wenn Du dir die oben verlinkte Liste einmal anschaust wird dir unschwerlich auffallen, dass dort Frauen beleidigt werden, die zu so krassen Themen wie Radrennsport arbeiten. Das Märchen also, nur böse Feminstinnenen seien dem ausgesetzt (und außerdem sind sie ja auch irgendwie selber Schuld), stimmt so nicht.
Gerade an der Relevanz sollte keinesfalls geschraubt werden. Es ist auch kaum verständlich, warum "Kates Kleid" so oft ins Feld geführt wurde. Und was ich leider auch vermisse, ist inwieweit der Sexismusvorwurf als ein möglicher Angriffspunkt auf Gegner ausgemacht wurde und dies zur Eskalierung der Situation beitrug. Nicht zuletzt Feministnnnen und deren Unterstützer haben mit zu einem Kreisel der Beleidigungen und Vorwürfe beigetragen. Das wird aber natürlich ausgeblendet, gehört aber zu einer umfassenden Analyse.
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@Tino Du irrst: Es gibt feministische "Wissenschaft" und in der ist 1+1 beliebig. Als Beispiel sei da der de.WP-Artikel zu häuslicher Gewalt genannt. (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=H%C3%A4usliche_Gewalt&oldid=107920937#T.C3.A4ter). Dort kann der US-Feminist Kimmel auf Grund seiner hohen Reputation in Gender-Kreisen, einfach behaupten männliche Opfer weiblicher Gewalt "überschätzen (...) ihre Viktimisierung und sind eher dazu bereit, die Polizei zu informieren und Anzeige zu erstatten." Offenkundiger Humbug, der viel über den tatsächlichen Sexismus in der WP und der heutigen Gesellschaft ausdrückt...
Ich bin da geteilter Meinung. Mir wäre es auch lieber wenn mehr Frauen dort mitarbeiten. Wenn sie es nicht tun liegt es an ihnen selbst. Das Leben ist kein Ponyhof, willkommen liebe Frauen in der harten Männerwelt. Aber: Es gibt keine feministische Wissenschaft oder feministisches Wissen: 1+1 ist nunmal 2, egal ob es ein Mann oder eine Frau ausrechnet. Sollte eigentlich klar sein. Oder verfügen Feministinnen über geheimes Wissen? Es kann aber auch nicht angehen das Feministinnen versuchen die Wikipedia für ihre Ideologie zu missbrauchen und gegen die Männerrechtsbewegung vorgehen in dem sie diese in die Rechte Ecke schiebt so wie es schwarze Feder tut. Da ich selbst in dieser Bewegung aktiv bin nehme ich das auch persönlich. Vor allem sind es immer! die gleichen Leute mit ihren "Expertisen" die kein halbwegs intelligenter Mensch mehr für voll nimmt. Wenn ich mir den Wiki-Text Männerbewegung ansehe dann sehe ich alles.
[...] »Zur Sexismus-Debatte in der Wikipedia« geäußert hat, oder besser sich äußern ließ, denn die Analysearbeit leistete ein »Gemeinschaftsblog« namens femgeeks, das sich »feministischen Geekthemen und [...]
[...] Einsicht, dass die Wikipedia ein krasses Sexismusproblem hat, spricht sich anscheinend dann doch langsam herum. Tenthousand Spoons hat eine handliche Typologie [...]
Wir bieten am kommenden Mittwoch ab 18:00 Uhr eine Office Hour via IRC zum Thema Sexismus in der Wikipedia an und freuen uns auf zahlreiches Erscheinen. Alles Weitere hier: https://blog.wikimedia.de/2012/09/07/sexismus-in-der-wikipedia-einladung-zur-irc-office-hour/
Bei dem ganzen gap-gab, wird stets unterschlagen, dass es die überwiegend männlichen Visionäre und alltäglichen Benutzer waren und sind, die derart grandios-gigantische Projekte wie eben auch die de.WP geschaffen, erweitert sowie erhalten haben und es weiterhin allen Widrigkeiten trotzend (erfolgreich) versuchen. Dies verdiente imho erstmal ein kleines Dankeschön vor dem obligaten Männerbashing.
Die Kommentarfunktion wird nun über Nacht deaktiviert.
[...] das Analysieren und Offenlegen von *Ismen ist [...] die neue Nazikeule [...]
[...] über. Anlass ist diesmal die Selbstsperrung der Benutzerin Fiona Baine und die folgende Debatte sowie der Gastbeitrag der Femgeeks auf dem Wikimedia-Blog, welcher die Situation von Frauen innerhalb der Wikipedia [...]
Ach, Ihr habt Recht. Und mir war das auch nicht in den URLs aufgefallen, die ich heute mittag angegeben hatte (hatte ich aus dem Browserverlauf herausgesucht). Die Verwechselung tut mir leid – meine Kommentare waren wohl durch die Verwechselung der Tabs im Browser unter den falschen Blogpost geraten, denn sie bezogen sich beide auf den Femgeeks-Artikel… bitte entschuldigt meine Unkonzentriertheit in diesen Tagen, es tut mir leid.
Hi Aschmidt, es gibt zwei Blogbeiträge. Du hast hierzu geschrieben: https://blog.wikimedia.de/2012/08/27/zur-sexismus-debatte-in-der-wikipedia/ ;)
@Aschmidt Das sind zwei unterschiedliche Beiträge. Dies hier ist der Gastbeitrag (48 Kommentare), drüben der ist der Zur Sexismus Debatte mit 116 Kommentaren. Und dort tauchen auch deine Kommentare von gestern auf. Oder?
@Nicole: Danke sehr fürs Prüfen. Bin dem ebenfalls nachgegangen: Es gibt derzeit 115 Kommentare zu diesem Blogpost, meine sind hier und hier. Angezeigt werden unter dem Post aber nur 47. Das sind weder die neuesten (wie man sieht) noch die ersten (Trackback von der WM:Woche kam erst gestern). Irgendwas stimmt da nicht. Man kann in den Kommentaren nicht weiterblättern (weder mit Safari noch mit Firefox auf dem Mac). – Irgendwie ist die Kommentarfunktion überfordert. ;)
Darf ich fragen, warum meine beiden Kommentare herausmoderiert worden sind? Ich finde sie nicht mehr. – Danke!
@Aschmidt deine Kommentare wurden nicht herausmoderiert und sind auch nicht im Spamverdacht gelandet. Wann hast du sie denn abgschickt? In dem Beitrag hier ist seit dem Trackback der Wikimedia-Woche kein Kommentar mehr angekommen. Kann es sein, dass du den anderen Beitrag meinst?
[...] https://blog.wikimedia.de/2012/08/28/gastbeitrag-der-femgeeks-die-deutsche-wikipedia-unter-der-lupe/ [...]
@lizzy, ich habe einen längeren Kommentar geschrieben, der auch auf deine Frage eingeht, die ich allerdings erst gesehen habe, nachdem ich den Kommentar geschrieben hatte.
Ein großes Problem der Wikipedia sehe ich darin, dass Admins, die ursprünglich eine Moderator_innentätigkeit hatten, nun Dinge regeln müssen, die sie gar nicht entscheiden können. Moderator_innen entfernen Vandalismus. Wikipedia hat es aber als weltweit größte internetbasierte Wissensplattform nicht einfach nur mit Vandalismus zu tun, sondern mit so ziemlich allen kulturellen, sozialen, politischen Interessenskonflikten. Die Admins sind dafür nicht geschult. Die Überforderung führt dazu, sich auf einen vermeintlich neutralen Standpunkt zurückzuziehen und aus den Konflikten einen Streit von zwei extremen Seiten zu machen. Es kommen hier drei Dinge zusammen: * Die entpolitisierende Ideologie der "Ideologiefreiheit". Es ist kein Zufall, dass der offene Brief der Maskulinisten Michael Klein und Arne Hoffmann an Jimmy Wales für eine "ideologiefreie Wikipedia" warb. Dieser Diskurs, der anderen "Ideologie" unterstellt, nimmt für sich eine ideologische Unschuld in Anspruch. Hiermit einher geht die Forderung nach Entpolitisierung, wie sie sich im Dikurs gegen vermeintliche "Politische Korrektheiten" zeigt, wofür dann nicht selten George Orwells "1984" herangezogen wird, obwohl dieser "1984" geschrieben hatte, um vor einer politisch intendierten Entpolitisierung der Sprache zu warnen. In Wikipedia zeigt sich dieses Bedürfnis nach einer Enklave der entpolitisierten Unschuld bspw. darin, dass 800 Wikipedia-Autor_innen einen Solidaritätsaufruf für den it.Wikipedia-Streik unterstützten, gleichzeitig aber eine Metaseite in Wikipedia über Wikipolitik mit Entsetzen ablehnten: Auch wenn Wikipedia sich gegen Internetzensur engagiert, dürfe man eine Wikipolitik nicht reflektieren. Diese selbstverordnete Nichtreflexion greift mit dem entdemokratisierenden Diskurs (Parlamente=Quasselbuden) der ideologischen Ideologiefreiheit und politischen Politikfeindlichkeit ineinander. * Die Semantik der Mitte. Bereits vor den NSU-Morden wurde der Begriff "Extremismus" kritisiert. Die Extremismusdebatte wird jetzt breiter geführt: http://www.migazin.de/2011/12/02/ab-durch-die-mitte/ In den Meta-Diskussionen von Wikipedia scheint dies allerdings noch nicht angekommen zu sein. Die Mitte der männlich dominierten Wikipedia-Entscheidungsträger_innen ist dadurch oftmals die Mitte des Androzentrismus. * Diese kollektive Selbstverortung zur ideologischen Ideologiefreiheit/ politischen Entpolitisierung und zur Semantik der Mitte haben fatale Konsequenzen, wenn es darum geht, in Diskriminierungsfragen Entscheidungen zu treffen. Jedes Benennen von Diskriminierung führt in der Gesellschaft u.a. zur Abwehrstrategie der Täter-Opfer-Umkehrung. Mit der Konstrukution der "Umgekehrten Diskriminierung" richtete die FPÖ Wien eine Dokumentationsstelle für Inländerdiskriminierung ein und schon gibt es zwei "extreme" Gruppen (gegen Ausländer- und gegen Inländerfeindlichkeit), wo sich die Admins raushalten. In Wikipedia hatten wir die Konflikte im sogenannten "schwuppikalen" Bereich, wo sich Admins genervt über die beiden extremen Gruppen der "Evangelikalen" und "Schwulen" äußerten; erst als die evangelikale Wiki-Watch-Geschichte aufflog, wurden die evangelikalen Hauptakteure gesperrt. Es ist wichtig, dass hier kompetenter entschieden wird. Diskriminierung ist nicht das selbe wie die Wikipedia-Formel "persönlicher Angriff". Diskriminierung ist gruppenspezifisch, strukturell und kann auf kollektive Gewalterfahrungen zurückgreifen. Es sollte anerkannt werden, * dass Wikipedia kein ideologiefreier/politikfreier Raum sein kann * dass Neutralität nicht Mitte heißt * dass Diskriminierung nicht mit einer einfachen Moderationstätigkeit begegnet werden kann, die sich auf die Richtlinien zum Umgang mit persönlichen Angriffen gründet. Diese drei Thesen sollten vor dem Hintergrund diskutiert werden, dass die "Wikipedia-Community müde und überfordert" ist. Viellcht können Admins auf dieser Grundlage auch entlastet werden.
@Andreas, da hast du recht und als ich den Hinweis las, dachte auch ich "oh, da hast du ja noch gar nichts von gehört." Ich habe nicht nachgeschaut, ob das Projekt noch aktiv ist, habe es aber tatsächlich noch nie wahrgenommen. Was mich verwundert ist, dass du den Fokus so sehr auf die Administratoren legst. Natürlich sind sie es, die Instrumente wie Benutzersperren und Seitenschutz nutzen können, aber ist es nicht die Community insgesamt, die dafür verantwortlich ist, dass ein diskriminierungsfreies Umfeld geschaffen wird, und die das nötige Bewusstsein und möglicherweise Regeln entwickeln und tragen muss? Nur wenn eine geschlossene Basis die Grundlagen schafft, können administrative Handlungen überhaupt dauerhaft durchgesetzt und akzeptiert werden. Es wird auch niemand kommen und das Problem für die Wikipedia lösen. Dieser Impuls muss aus der Wikipedia selbst kommen oder von ihr aufgegriffen und vereinnahmt werden, sonst wird er keine Wirkung entfalten.
@J., das ist Unsinn. Es gibt keinen Kulturkampf und keine beidseitige Spirale der Radikalisierung. Mit solchen Behauptungen werden die Verhältnisse auf den Kopf gestellt und den betroffenen Frauen (es sind zwei!) die Mitverantwortung für die strukturelle Diskrimierung und die Massierung der Angriffe zugeschrieben. Es gibt eine zunehmende Abwehr und Panzerung gegen das Eindringen von Frauen in die Wikipedia, dem sich auch gemäßigte Autoren und Administratoren angeschlossen haben. Bei einem nur sehr geringem Anteil von Frauen werden diese als nettes Beiwerk wahrgenommen. Ich stelle die These auf, dass sich das Klima verschlechtert hat, seit Sue Gardner die Erhöhung des Frauenanteils als Ziel der Foundation erklärt hat.
Hallo Matthias, das Projekt Diskriminierungsfreies Wikipedia wurde bislang von der Administrator_innenschaft weitgehend ignoriert.
Es gibt schon seit 4 Jahren das http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Diskriminierungsfreie_Wikipedia Vielleicht hätte man das mal in dem Blogbeitrag erwähnen sollen. Eine "Diskriminierungsbeauftragte" bei einem Online-Projekt wirkt etwas weltfremd. Ein Regelwerk in Form der http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikiquette gibt es ebenfalls seit Anbeginn des Projektes genauso wie die http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Benutzersperren zur Ahndung. Was das generische Maskulinum angeht würde ich klar dem Duden folgen. Bei Berufsbezeichnungen Doppelnennung, Schrägstrich, Klammerbenutzung oder Ersatzformulierungen: Sternchen und Unterstreichungsstriche geht gar nicht und macht diesen Blogbeitrag unlesbar. Ist die Benutzerin, die sich eine Auszeit gegönnt hat, eigentlich irgendwie prominent? Dieser Blogbeitrag hat ja enormes Gesprächspotential im Vergleich zu den übrigen erzeugt.
Elian, das ist Unsinn. Und das wüsstest du auch, wenn du noch wirklich Teil der Community wärst. Der Kulturkampf ist so scharf geworden, weil beide Seiten sich in eine Spirale der Radikalisierung begeben haben. Der Sexismusvorwurf ist doch teils die neue Nazi-Keule geworden in bereits lange schwelenden internen Konflikten ...
@sdfds danke für die entschärfte Erklärung, das dient so sicherlich der besseren Gesprächskultur und wir müssen nicht weiter moderierend eingreifen.
Wenn der Zensor hier schon entfernt, dann soll er bitte auch dafür sorgen, dass dadurch nicht die restlichen Äußerungen in ein falsches Licht gerückt werden. Wenn man nämlich meine rauseditierten Äußerungen weglässt, welche selbstjustiziarischen Maßnahmen gegen Regelbrecher, Störenfriede und Frauendiskriminierer mir sowas von egal sind, dann kommt sicher irgendjemand beim Lesen der verbliebenen Zeile auf die Idee, das wäre nur ein weiteres frauenfeindliches Arschloch gewesen. Um genau diesem Eindruck zu entgegenzutreten wurden die wegeditierten Zeilen verfasst.
[Teile deines Kommetars wurden entfernt, da sie nicht zur sachlichen Dikussion des Themas beitragen.] Mir hängt das Thema zum Hals raus, macht doch was ihr wollt. Aber Gott bewahre uns vor Formulierungen wie "Autor_Innen" in Lexikonartikeln. Dieser Analysetext bietet den besten Beweis gegen diesen Wahnsinn: "Hilfe können Autor_innen [...] erhalten" ist bereits grammatikalisch vollkommen falsch. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist dies der Faulheit der schreibenden Person geschuldet, korrekterweise dann konsequent auch "Autoren und Autorinnen" zu schreiben. Das ist nachvollziehbar, bei dem langen Text und dem Überfliegen der vielen Unterstrichen hätte ich auch keine Lust gehabt, jedes Wort immer doppelt zu schreiben. Besonders wenn das Schreiben von Texten mein täglicher Job wäre. Und am Ende entsteht daraus ein Automatismus, der an bestimmten Stellen nicht mal Sinn ergibt ("männlichen* Wikipedianer_innen"). Dieser nervige Stellvertreterkrieg um den generischen Maskulin und seine abstrusen Auswüchse trägt nicht zur Verbesserung der Artikelqualität oder besseren Lesbarkeit bei. Es gibt wesentlich wichtigere Aufgaben in der Wikipedia, als darauf zu achten und dafür zu sorgen, dass auch nur ja überall die feminine Form (oder pseudo-feminine Formen wie "Admina") nicht vergessen wurde. Überall wird gejammert, dass insgesamt immer weniger Leute bei Wikipedia mitarbeiten, und ihr kommt hier mit Forderungen, die noch mehr repetitiven Aufwand und Regulierung des Autorenalltags bedeuten. Das können sich auch nur Menschen ausdenken, die sich mit dem Ausmalen bunter Zukunftsbildchen beschäftigten.
j schrieb: "aber der Kulturkampf, der seit ein paar Monaten ausgebrochen ist, hat eien neue Qualität erreicht. Aber warum?" Vielleicht, weil das erste Mal eine kritische Masse von Frauen in der Wikipedia zusammengekommen ist, die über sexistische Kommentare nicht mehr einfach hinwegsieht, sondern Konsequenzen fordert?
Wie heisst es so schön? Effektive Frauenpolitik erkennt man an die Lautstärke des Geschreis bei den Männern.... Ich bin immer wieder amüsiert, dass Anforderungen Frauen mit Respekt zu behandeln oder auch mal einen "anormalen" Lemma zuzulassen als Kampffeminismus angesehen wird. Selber habe ich lange an einer Lemma 'Professorin' gearbeitet - der wurde subsumiert unter den generischen Maskulinum und stark verkürzt. Das war für mich ein sehr entschiedener Punkt - danach habe ich aufgehört, neue Artikel mit Herzblut zu erstellen und mich fast nur noch auf Korrekturen beschränkt. Es geht nicht darum, die feministischer Weltblick durchzustellen, sondern eben um andere Perspektiven als die der aktuellen Admin-Gruppe von in der Regel junge, technik-affine, kinderlose Männer, die in Städte Wohnen zu bekommen. Und wenn wir auch noch die persönlichen Angriffen aus den Weg schaffen könnte - ich werde selber im Moment eine ziemlich scharfe PA-Kampagne ausgesetzt (inklusiver immer wieder Nennung meiner bürgerlichen Namen) und alles, was die Admins einfällt ist, die "Sachfragen" geklärt zu bekommen. Es soll für PA Konsequenzen geben. Es muss ein vernünftiger Umgangston vorgelebt werden, zur Norm werden, und nicht diesen raunzigen Anmache-Atmospähre herrschen. Danke für diesen Gastbeitrag!
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[...] der Community der Deutschen Wikipedia gibt es scheinbar ein Sexismus-Problem, wenig überraschend, wie ich jetzt, da es auf dem Tisch liegt eigentlich finden muss. [...]
@Eule. Hast Du einen Beleg für diese Behauptung "Wikipedia-Autorinnen, die Omas sind, störten sich verständlicherweise an eine Zuschreibung, nach der Omas der Inbegriff für Begriffsstutzigkeit sein sollten." Ich habe keine Oma gesehen, die sich beschwert hätte.
Ganz großen Dank für diese eingehende Analyse. Ich hoffe, dass das Problem, das wir in Wikipedia haben, zumindest für einige damit klarer wird. Andere können oder wollen leider nicht verstehen. Vielleicht solltet ihr den Satz Diskriminierungen sind aber keine verschiedenen Meinungen und erfordern oftmals eine bestimmte Sensibilisierung um sie zu erkennen. nochmal hervorheben. Ich kann allerdings Abwehrhaltungen aus männlicher Perspektive auch nachvollziehen, es ist schon eine Herausforderung, sich offen mit Diskriminierungen auseinanderzusetzen wenn man zumindest nicht selber betroffen oder auch Täter ist. Als unterhaltsame Einführung von Männern für Männer kann ich persönlich den das kleine Buch The Guy’s Guide to Feminism empfehlen!
johannes: Das hingegen habe ich sorgfältig gelesen. Worauf Du abzieltest, war aber sehr klar, inklusive dem Aufrollen Deiner Zehennägel.
Leider zeigen einige der Kommentare hier, warum der oben zitierte Artikel der Femgeeks genau den Kern der Sache trifft. Die Rede von "umgedrehter Diskriminierung" und den armen, unterdrückten, völlig hilflosen Männern ist schon alt, wird dadurch aber nicht hilfreicher. Antje Schrupp schreibt dazu ganz richtig: "Das Problem ist nicht, dass es Frauen und Männer und womöglich weitere Geschlechter gibt, sondern dass sich ein Geschlecht, nämlich das männliche, zur Norm gesetzt hat. Wenn wir die verkorksten Geschlechterverhältnisse auf dieser Welt, die wir bei unserer Geburt schon vorgefunden haben (und in die wir qua Geschlechtzuordnung persönlich unweigerlich involviert sind), sinnvoll verbessern möchten, geht es also darum, diese Sich-Zur-Normsetzung des Männlichen zu kritisieren und zu untergraben." http://antjeschrupp.com/2012/08/19/warum-die-rede-von-der-umgekehrten-diskriminierung-falsch-ist/ @sanandros: die Frage nach geschlechtsneutraler (Schrift)sprache ist nicht so einfach zu beantworten, das stimmt. Ich zum Beispiel finde das generische Maskulinum nicht immer verständlich und oft hinterhältig, vor allem bei Begriffen wie "Frauenrechtler" o.ä. Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch hat mal einige Studien zusammengefasst, die zeigen, dass das generische Maskulinum im Deutschen eben nicht als "generisch" interpretiert wird. "[...] ist es Stand der Forschung, dass ein „generisches Maskulinum“ im Deutschen (und Französischen) aus psycholinguistischer Sicht nicht existiert. Wer das Gegenteil behaupten will, muss sehr gute Belege dafür vorbringen." http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachstruktur/2011-12-14/frauen-natuerlich-ausgenommen
Torsten: auf was ich mit der rhetorischen Frage abzielen will, habe ich ja versucht zu erklären. Im Rest des Beitrags. Den du anscheinend aber auch überlesen hast (?)
johannes: Du hast recht, einen Satz bei Dir hatte ich überlesen. "Natürlich ist es wichtig, dass Frauen an der Wikipedia mitarbeiten, genauso wie alle anderen Personengruppen mitarbeiten müssten". Ja. Das meinte die Autorin oben mit "feministischem Wissen". Dass ich das nicht gesehen habe, war mein Fehler. Was Du hingegen beachten solltest: Auch rhetorische Fragen haben eine Aussage. Und sie ist meist viel stärker als die von normalen Aussagesätzen.
Torsten: Ich stimme dir vollkommen zu was POV und unterschiedliche Personengruppen betrifft, und hatte das auch vorher schon geschrieben. Deshalb verstehe ich nicht, warum du das alles nochmal ausführst. Bitte lies doch meinen Beitrag erstmal, bevor du darauf antwortest. Dankeschön.
johannes: Der Vergleich war eine beabsichtigte Abqualifizierung. Und lies mal bei Gelegenheit nach, wie Wikipedia funktionieren soll. Die neutrale Standpunkt kommt nur durch die Zusammenarbeit der Autoren mit unterschiedlichen Sichtweisen und Standpunkten zu Stande. Noch weiter heruntergebrochen: Wenn nur Kleingärtner aus Bochum die Botanik-Sektion editieren, wird selbst bei bestem Bemühen der Beteiligten ein POV zustande kommen, kein NPOV. Wie Pavel Richter oben schrieb: Wenn ein enormes Ungleichgewicht bei der simpelsten Unterscheidung zwischen Menschen herrscht, hat das Auswirkungen.
Torsten: Du hast offensichtlich was missverstanden, es gibt da kein mir unbekanntes Konzept und ich qualifiziere auch nichts ab. Entschuldige, ich hätte das vielleicht noch klarer als rhetorische Frage kennzeichnen sollen. Natürlich ist es wichtig, dass Frauen an der Wikipedia mitarbeiten, genauso wie alle anderen Personengruppen mitarbeiten müssten, wenn man auch nur den Schein einer Hoffnung von Neutralität haben wollte. Aber wenn ich Begriffe wie "feministisches Wissen" lese, dann rollen sich mir die Zehennägel auf. Das erinnert mich an Begriffe, mit denen Ideologien versuchen, sich einen wissenschaftlichen, seriösen Anstrich zu verleihen - z. B. "Islamische Wissenschaft", "Holistische Medizin", etc. Das hat mit Neutralität absolut gar nichts zu tun. Vielleicht war es auch nur Zufall und der Artikel ist vermutlich schnell geschrieben worden. Aber bei mir läuten bei solchen Begriffen jedenfalls die Alarmglocken, und das geht offensichtlich nicht nur mir so, schon im ersten Kommentar wird nach dem Begriff gefragt. Ich finde den Umgang mit dem Thema hier etwas seltsam. Schon im ersten Artikel wird einseitig sofort in eine Kerbe geschlagen, ohne den Leser zu informieren, worum es überhaupt geht; jetzt wird ein Beitrag von Feministen veröffentlicht. Warum nicht auch ein Beitrag der "Maskulisten" (mit oder ohne "-ni") dazu? Habt ihr denn bei z. B. Genderama mal angefragt, was die davon halten, oder ihnen Gelegenheit gegeben, dazu Stellung zu nehmen?
Wie Julia drüben schon geschrieben hat: Die ersten Vorschläge aus dem Beitrag würden wir gerne weiter mit Euch diskutieren. Welche können wir direkt von hier aus umsetzen, für welche braucht es die Unterstützung der Community oder auch von externen Ideengebern, welche müssen noch an die Wikipedia-Gegebenheiten angepasst werden? Einige von uns Wikimedia-MitarbeiterInnen könnt Ihr z.B. auf der Community-Veranstaltung WikiCon in Dornbirn am kommenden Wochenende treffen (Anmeldung ist noch möglich: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiCon_2012). In den nächsten 14 Tagen werden wir außerdem eine “OfficeHour” per IRC (http://webchat.freenode.net/, Channel #wikimedia-de) zum Thema anbieten; den Termin geben wir hier im Blog noch bekannt.
johannes: Was für eine billige Retourkutsche. Man kann auch echte Fragen stellen, statt ein unbekanntes Konzept sofort abzuqualifizieren.
Johannes, worum es geht, ist die Tatsache, dass der Background eines Wikipedianers natürlich Auswirkungen auf seine Beiträge hat - oder bezweifelst Du, dass es einen Unterschied macht, ob ein Bayer oder ein Bremer etwas über Bremen schreibt? Ob ein Arzt oder ein Pastor etwas über Hirntod schreibt? Ob ein Katholik oder ein Atheist etwas über Johannes Paul II schreibt? Wir können doch nicht so tun, als ob die Tatsache, dass ein Großteil der Wikipedia von Männern geschrieben wird, schlicht keinerlei Wirkungen auf die Inhalte der Wikipedia hat. Und niemand sagt, dass "die Männern" irgendwie bewusst einen Point of View durchdrücken *wollen* - aber es wäre naiv zu glauben, dass das Geschlecht in der Wissensproduktion schlicht keine Rolle spielt. Und damit ist auch klar, warum es ein Problem ist, wenn eine riesige Gruppe von Menschen nicht an der Wikipedia teilnimmt. Auch wenn wir alle Quellen gemäss unseren Richtlinien verwenden, so hat der Lebenshintergrund eines jeden Menschen natürlich Auswirkungen auf sein / ihr Schaffen, auch in der Wikipedia. Neutral wird die Wikipedia erst durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Sichtweisen, Hintergründe, Erfahrungen, Betrachtungen. Das hat nichts mit "weiblichem Wissen" und erst Recht nichts mit dem Hochzeitskleid von Kate M. zu tun, sondern schlicht damit, dass Wikipedia besser wird, wenn Frauen mitarbeiten, als wenn sie dies nicht tun.
Mathias M.: In den Regeln steht viel. In der Tat steht so viel in den Regeln, dass "Ignoriere alle Regeln" Grundrepertoire der Wikipedia gehört und wer allzu sehr auf Regeln herumreitet, bekommt "Bitte nicht stören" an den Kopf geworfen.
Ist "feministisches Wissen" sowas ähnliches wie "Islamische/Christliche/[*]ische Wissenschaft"? [*] hier bevorzugte Religion/Ideologie einsetzen.
"kontrintuitiv" soll heißen "kontraintuitiv" ;-)
Das Generische Maskulinum erschwert aber auch das Verständnis. Wenn alle Artikel zu Feministinnen unter der Kategorie "Frauenrechtler" zusammengefasst werden, dann ist das nicht nur eine Verhöhnung derjenigen Feministinnen, die sich für eine geschlechtergerechte Sprache eingesetzt haben/ einsetzen, sondern auch kontrintuitiv, da die Assoziation von Frauenrecht und geschlechtersensiblen Sprache dazu führt, unter "Frauenrechtler" tatsächlich nur Männer vorzufinden. Dass es in der Wikipedia beim Genererischen Maskulinum nicht nur darum geht, allgemeinverständlich zu sein, zeigte sich, als ich beantragt habe, die Kategorie "Frauenrechtler" nach "Frauenrechtler und Frauenrechtlerinnen" zu verschieben. Prompt wurde mit dem unverständlichen Link auf "OMA-Test" reagiert. Dahinter verbarg sich die Intention, auf den Artikel Wikipedia:Allgemeinverständlichkeit aufmerksam zu machen. Skuril oder? Aber es wird noch besser: "OMA-Test" ist eine Weiterverlinkung auf "Wikipedia:Allgemeinverständlichkeit". Die Community hatte sich darauf geeinigt "OMA-Test" nicht mehr zu benutzen, weil diese Wortschöpfung ihren Ursprung darin hatte, das man Artikel so schreiben soll, dass selbst Omas sie verstehen. Wikipedia-Autorinnen, die Omas sind, störten sich verständlicherweise an eine Zuschreibung, nach der Omas der Inbegriff für Begriffsstutzigkeit sein sollten. Dennoch müssen Wikipedia-Autoren unbedingt weiterhin auf die Weiterleitung "OMA-Test" verlinken statt auf direkt auf die Seite Wikipedia:Allgemeinverständlichkeit, wenn sie der Meinung sind, dass etwas nicht allgemeinverständlich sei, z.B. die Kategorie "Frauenrechtler und Frauenrechtlerin". Es geht also beim Generischen Maskulinum auch um etwas anderes als um pure Allgemeinverständlichkeit.
Sry aber was gibt es denn für alternativen zum Generischen Maskulin? Ich als Legastheniker habe schon genug Probleme mit dem Lesen von Texten mit Autoren/-innen oder wie ihr das auch immer löst und es würde einfach ein Problemfeld auf eine andere Gruppe geschoben. Zusätzlich wäre es eine neue Hürde für Einsteiger bei Artikeln mit zu wirken.
Ich habe während meiner Zeit in der Wikipedia viele sexistische Bemerkungen gelesen (meist gegen Frauen, manchmal gegen Männer gerichtet), aber ich habe noch nie einen Fall erlebt, in dem jemand einen oder einer anderen sexistisches Verhalten vorgeworfen hat, ohne das dies auch stimmte. Vielmals rufen diejenigen, deren Verhalten so beim Namen genannt wird, laut und empöhrt, dass sie hier jemand einer Sache bezichtigt, die nicht wahr sei. In nicht wenigen Fällen scheinen sie tatsächlich nicht zu verstehen, was an ihrer Aussage sexistisch war. Aber genau hier sollten Außenstehende in der Community genauer hinschauen, die getätigte Aussage reflektieren und sich - auch wenn sie selber aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit vielleicht niemals von einer ähnlichen Aussage getroffen werden könnten - in die geschädigte Person hineinversetzen. Sexismus bedarf nicht unbedingt einer bösen Absicht. Wir sind alle in einer sexistischen Gesellschaft groß geworden und tragen unsere Prägung in die Wikipedia hinein. Nur reflektiert werden muss.
Ein schwacher Artikel. http://de.wikipedia.org/wiki/WP:KPA listet Sexismus als Beispiel für einen persönlichen Angriff. Außerdem greifen bei Wikipedia keine "Moderatoren" ein, sondern jeder darf persönliche Angriffe entfernen (siehe KPA#Maßnahmen), den Angreifer zurechtweisen und den Benutzer melden, damit ein Admin tätig wird. Eine Begründung, dass wissenschaftliche Publikationen zu einem Thema unterdrückt werden und es deshalb relevanter ist als es scheint ist, halte ich für sehr problematisch. Mit der Begründung könnte man jede Verschwörungstheorie als Wahrheit einschleusen. Offenbar ist stellenweise das allgemeine Arbeitsklima in der Wikipedia schlecht. Wahrscheinlich werden deutlich mehr männliche Autoren vergrault, wenn sich nur wenig Autorinnen beteiligen. Wobei ich persönlich sagen muss, dass in naturwissenschaftlichen Redaktionen der Wikipedia ein außerordentlich gutes Arbeitsklima herrscht.
Neue Autor_innen haben erst einmal eingeschränkte Editierrechte, ihre ersten 50 Artikel... Dieser Satz ist falsch schreckt neue Mitarbeiter sofort ab. Es ist ausreichend, fünfzig falsche Kommata oder ähnlichen Kleinkram zu verbessern. Es geht also um einfache Bearbeitungen eines Artikels.
''Natürlich würden mehr Frauen* nicht automatisch mehr feministisches Wissen und weniger Sexismus in der Wikipedia bedeuten.'' - Was zum Teufel ist feministisches Wissen? Der Feminismus ist ein Ideologie, aber seit wann gibt es ideologisch Wissen - liberales, evangelikales, maoistisches oder auch austrofaschistisches Wissen?
@Anneke Wolf. Bitte erläutere das genauer: " Wenn Du dir die oben verlinkte Liste einmal anschaust wird dir unschwerlich auffallen, dass dort Frauen beleidigt werden, die zu so krassen Themen wie Radrennsport arbeiten." Zunächst einmal: Wieso ist das ein krasses Thema? Und um welche Art der Beleidigung handelt es sich?
PS: Ich finde deine Sammelseite gut, die Sexismus dokumentiert. Zum Problem gehört aber auch die andere Seite der Medaille. Wie wäre ein weiterer Unterabschnitt "Sexismusvorwurf zum Schaden des Gegners" ... ließe sich genauso gut füllen, passt aber vielleicht nicht in die politische Agenda. Ich fände gut, wenn das Problem des Sexismus und Sexismusvorwurfs ganzheitlich angegangen würde.
Und Ausblenden der Mechanismen die das ganze befeuert haben, das tut es? Es gab immer mal wieder dumme Kommentare, Beleidigungen, Sexismus ... aber der Kulturkampf, der seit ein paar Monaten ausgebrochen ist, hat eien neue Qualität erreicht. Aber warum? Da gehört es dazu auch diese Mechanismen zu betrachten, auch wenn es bequemer ist, sie an die Seite zu drängen und als unbedeutend für den Fortschritt zu kaschieren. Um es ganz klar zu sagen: So lange nicht auch diese Mechanismen angegangen werden, wird es kaum zu zufriedenstellenden Lösungen kommen. Aber Teile beider Seiten haben sich gemütlich im Extremismus eingerichtet. Mit "Augen zu, wir sehen es nicht" kann man dem aber kaum begegnen. Ich fände es wirklich herzerfrischend, wenn neben der Analyse des Sexismus auch stehen würde, dass ein Teil diesen Vorwurf instrumentalisert. Das wäre eine ehrliche Problembeschreibung. Und nur Ehrlichkeit und wirklicher Wille, zu Veränderungen zu kommen, helfen hier weiter. Aber lassen wir das, da kommen wir wohl nicht zusammen, auch wenn ich davon ausgehe, dass wir beide gleichermaßen gegen Sexismus sind.
j, das sehe ich genau anders rum: die Debatte immer rund um einzelne Benutzer zu konstruieren (deren Position man durchaus nicht teilen muss) führt meiner Meinung nach vom Thema weg. Und ich halte es tatsächlich auch für eine spezifische Technik innerhalb der gesamten Auseinandersetzung, d.h. a) Man ist ein/e von Schwarze-Feder-gesteurte-Kampf-Emanze oder b) ein mindestens rechtsradikaler Frauenhasser. Das heißt der gebetsmühlenartige, ewigliche Verweis auf Extrempositionen innerhalb der Debatte bringt selbige nicht voran.
Wenn du mal genau lesen würdest, dann würdest du sehen, dass ich bloß alle Seiten gesehen haben will. Mich kotzt es auch an zu lesen, dass eine Wikipedianerin Admina sein soll (wohl eine Anspielung auf die Domina). Dennoch muss noch gesagt werden dürfen, dass neben aller berechtigten Kritik gerade im Umfeld von Schwarze Feder der Sexismus zu einem Kampfbegriff und Schlachtfeld gegen auch sonst als unliebsam ausgemachte Benutzer ausgemacht worden ist. Dies hat nicht wenig zum Aufschaukeln der Situation beigetragen und erweist dem Kampf gegen Sexismus einen Bärendienst. Und das gehört genauso zu einer umfassenden Analyse wie die Dokumentation sexistischer Ausfälle.
Um das hier mal von dem Böse-Feministinnen-vs-böse-Maskulinisten-Mythos wegzuführen: Wenn Du dir die oben verlinkte Liste einmal anschaust wird dir unschwerlich auffallen, dass dort Frauen beleidigt werden, die zu so krassen Themen wie Radrennsport arbeiten. Das Märchen also, nur böse Feminstinnenen seien dem ausgesetzt (und außerdem sind sie ja auch irgendwie selber Schuld), stimmt so nicht.
Gerade an der Relevanz sollte keinesfalls geschraubt werden. Es ist auch kaum verständlich, warum "Kates Kleid" so oft ins Feld geführt wurde. Und was ich leider auch vermisse, ist inwieweit der Sexismusvorwurf als ein möglicher Angriffspunkt auf Gegner ausgemacht wurde und dies zur Eskalierung der Situation beitrug. Nicht zuletzt Feministnnnen und deren Unterstützer haben mit zu einem Kreisel der Beleidigungen und Vorwürfe beigetragen. Das wird aber natürlich ausgeblendet, gehört aber zu einer umfassenden Analyse.
Was ist "feministisches Wissen"?