Wiki Loves Monuments 2022: Neue Runde im Foto-Wettbewerb zum digitalen Denkmalschutz

Seit mehr als zehn Jahren bereichert die Fotografie-begeisterte Community die Wikimedia Commons im September mit ihren besten Bildern. Diese Fotos kann jeder Mensch frei nutzen und Wikipedia-Aktive weltweit können sie für die Bebilderung der Online-Enzyklopädie verwenden. Auch 2022 werden die gelungensten Beiträge im Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments mit Preisen und Anerkennung ausgezeichnet.

  • Patrick Lohmeier
  • 1. September 2022

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Die Ehrenamtlichen der Wikipedia und des freien Medienarchivs Wikimedia Commons rufen mit dem Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments wieder dazu auf, das freie Medienarchiv mit Bildern von Denkmälern in ganz Deutschland zu bereichern. Alle vom 1. bis 30. September 2022 eingereichten Bilder werden im Rahmen des diesjährigen Fotowettbewerbs von einer fachkundigen Jury begutachtet und die gelungensten Beiträge mit attraktiven Preisen und – noch wichtiger – mit der Anerkennung aller Wikipedianer*innen bedacht.

Die Fotografie-Begeisterung wächst

Mit einer Rekordteilnahme von über 41.000 Einreichungen aus Deutschland war Wiki Loves Monuments im vergangenen Jahr so erfolgreich wie nie. Und die Gewinnerbilder 2021 vermitteln eindrucksvoll, wie vielfältig sowohl die Motive waren als auch deren fotografische Präsentation. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, was sicherlich auch in diesem Jahr für Köpferauchen und hitzige Diskussionen seitens der Jury sorgen wird, die insgesamt einhundert Spitzenfotos auszuwählen und Sonderpreise in der Kategorie Kleindenkmäler zu vergeben hat.

Inseldorf in Kokkola (Finnland), CC BY-SA 4.0
Czarniecki-Statue in Tykocin (Polen), CC BY-SA 4.0
Kuppel der Alten Nationalgalerie in Berlin, CC BY-SA 4.0

Ein Wettbewerb mit Herz und Sinn

Alle Teilnehmenden des Wettbewerbs Wiki Loves Monuments leisten einen immens wichtigen Beitrag zum Denkmalschutz, dient doch der frei verfügbare Medienschatz der Wikimedia Commons nicht zuletzt der Dokumentation von Kulturdenkmälern und Gebäuden sowie deren digitaler Konservierung. Um diese Arbeit zu würdigen, rief die niederländische Community 2010 Wiki Loves Monuments ins Leben. Seit zehn Jahren sind auch die deutschen Ehrenamtlichen dabei und machen die jährliche Aktion an der Seite von mittlerweile mehr als fünfzig internationalen Wiki-Communitys zum weltgrößten Fotowettbewerb seiner Art. Ein Wettbewerb rund um Kultur- und Baudenkmäler, in dem der kleinste Grenzstein einen ebenbürtigen Platz neben dem prunkvollsten Schloss hat. Denn nicht die Größe oder der Bekanntheitsgrad entscheiden über den Sieg, sondern die handwerkliche Qualität und Originalität der Fotografie. Ob begeisterter Laie oder Profifotografin – alle sind herzlich zum Mitmachen eingeladen.

Wiki Loves Monuments ist ein großartiges Beispiel für ein zeitgemäßes Vermittlungsformat auf Augenhöhe mit allen Erbinnen und Erben des Kulturguts. Mit dem in diesem Jahr veröffentlichen Appell des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz „Denkmalwissen ist Zukunftswissen“ bekräftigen wir die gesellschaftliche Relevanz von Denkmalvermittlung, die vielseitig gedacht und umgesetzt werden muss.”

Ulrike Wendland
Geschäftsführerin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz
Zu den Grußworten

Die Regeln? Nichts leichter als das!

In aller Kürze: Ist die Entscheidung für das Motiv mit einem Kultur- oder Baudenkmal erst einmal gefallen, muss nur noch der Auslöser gedrückt werden und das Foto auf den Wiki Commons hochgeladen werden. Eine ausführlichere Erklärung sowie alle Preise und Tipps zur Motivauswahl gibt es auf der Projektseite zu Wiki Loves Monuments 2022. Die besten Fotos qualifizieren sich übrigens automatisch für den internationalen Wettbewerb.

Das Team von Wikimedia Deutschland wünscht allen Teilnehmenden viel Erfolg und bedankt sich bei den Ehrenamtlichen für ihr großartiges Engagement.

Das sind die schönsten Aufnahmen aus den Vorjahren

Hier eine Übersicht der deutschen und internationalen Gewinnerbilder der Vorjahres-Wettbewerbe. 

  1. ” Fotografie bereichert , und wie . . .

    Kommentar von Hans-Peter Limper am 6. September 2022 um 17:31

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