Digital, digitaler, am digitalsten: Volunteers Supporters Network

Wenn sich alle Aktivitäten in den virtuellen Raum verlagern – was bedeutet das für eine Bewegung wie das Wikimedia Movement, die eigentlich ohnehin schon überwiegend im virtuellen Raum aktiv ist? Beim Volunteer Supporters Meeting am 19. und 20. November ging es darum, wie Wikimedia überall auf der Welt in Pandemie-Zeiten arbeitet.

  • Julia Gebert
  • 27. November 2020

Das Volunteers Supporters Network, in dem sich weltweit Wikimedia Organisationen zusammenschließen um die Arbeit mit den Communities abzustimmen, ist dieses Jahr im virtuellen Raum zusammengekommen. Trotz allgemeiner Bildschirm-Müdigkeit und der mal mehr mal weniger aufs Gemüt drückenden Pandemie, war es ein erfrischendes und produktives Treffen. So erzählte etwa eine serbische Kollegin von einem digital durchgeführten Wiki-Camp, über das sie zahlreiche neue Wikipedia-Aktive gewinnen konnte. In Argentinien hat man große Veranstaltungen in kleine, leicht verdauliche digitale Häppchen unterteilt, um sie attraktiver zu machen und in Italien wurden Influencer eingespannt, um bei Online Konferenzen die Reihen voll zu kriegen. 

„Dies war das vierte Treffen des Volunteer Supporters Network und es war besonders bedeutsam, sich in diesen turbulenten Zeiten online zu treffen und vor allem über die Herausfordeurngen auszutauschen, die die Pandemie für unsere Arbeit bedeutet“, sagt Natalia Szafran-Kozakowska, Community Support Officer Wikimedia Polska, die dieses Jahr die Organisation der Veranstaltung inne hatte. „Es war inspirierend zu sehen, wie wir uns trotz aller Schwierigkeiten hier treffen und austauschen können, wie viel Leidenschaft und Energie dabei war – was für mich der Inbegriff der Wikimedia Bewegung ist!“

„Informativ, inspirierend und eine große Bereicherung“

Gemessen an der Größe der Herausforderung waren die Lösungsbeispiele vielfältig und die Laune gut: „Ich fand das VSN- Treffen sehr informativ und inspirierend – es war eine große Bereicherung zu erfahren, wie andere Wikimedia Chapter in Corona-Zeiten mit den Communities arbeiten“, sagt Janna Siebert, die bei Wikimedia Deutschland als Teamassistenz Freiwilligen-Service arbeitet und am Event teilgenommen hat. „Auch war es spannend zu erfahren, dass einige Länder durch die neue digitale Form der Zusammenkünfte auch zusätzliche Chancen der Zusammenarbeit gesehen haben“, sagt sie. In Lateinamerika, wo länderübergreifend hauptsächlich Spanisch gesprochen wird, wurden durch das zusammenkommen über Ländergrenzen hinweg, neue Zusammenkünfte und Arbeitsformate möglich.

Wikimedia Deutschland ist Gründungsmitglied des Events und seither bei allen Treffen vertreten. Wir danken den Organisator*innen für das diesjährige digitale Event!

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