Vom 22.-30. Juni findet in Thüringen die Commons-Sommerschule statt.

Wikimedia Deutschland stellt für die Veranstaltung bis zu zwei Reisestipendien für Anreise, Teilnahmegebühr und Unterkunft zur Verfügung. Interessierte wenden sich dazu bitte bis zum 3. Juni 2012 mit folgenden Informationen an community@wikimedia.de:

  • kurzes Motivationsschreiben inkl.
  • kurzer Übersicht über dein Engagement in den Wikimedia-Projekten oder anderen Projekten, die Freies Wissen fördern
  • und einem Vorschlag, wie du das bei der Commons-Sommerschule erworbene Wissen und die Erfahrungen zurück in die Community tragen möchtest

„Commons“ steht in diesem Fall übrigens für Allgemeingüter, damit sind weder explizit das Medienarchiv Wikimedia Commons noch die Creative-Commons-Lizenzen gemeint.

Wir übernehmen hier gerne den Ankündigungstext, den uns das Organisationsteam zur Verfügung gestellt hat.

Wie gewöhnliche Menschen außergewöhnliche Dinge tun

Das ist das Motto, unter dem die erste deutschsprachige Commons-Sommerschule vom 22. – 30. Juni in Thüringen steht. Den Titel haben wir gewählt, weil wir erstens überzeugt sind, dass alle Menschen wissen was Commons sind und wie wir damit umgehen müssen, dass wir deshalb alle Expertinnen und Experten für Commons sind, und keine “außergewöhnlichen” Menschen brauchen, um Commons herzustellen und zu erhalten. Weil wir aber zweitens finden, dass es schon außergewöhnlich ist, wenn in Zeiten wo alle von Finanz- und Wirtschaftskrise, von Sparprogrammen, Wachstumszwang und Schulden reden, manche genau das Gegenteil tun: Geld Geld sein lassen und sich auf die Suche nach dem Guten Leben machen. Gemeinsam Dinge organisieren, Verantwortung übernehmen, damit alle ihre Bedürfnisse befriedigen können und die natürlichen Ressourcen bewahrt werden und die geistigen und kulturellen Güter sich vermehren können. Wie wir das unter diesen Rahmenbedingungen am besten machen können, wie wir dazu beitragen können, dass die Commons sich vermehren und immer mehr unserer Bedürfnisse abdecken, darum soll es bei dieser Sommerschule gehen.

Wir wünschen uns, dass dort viele verschiedene Menschen zusammenkommen um die ganze Vielfalt der Commons abzudecken. Menschen, die sich theoretisch mit Commons beschäftigen und die aus der Praxis kommen. Software-Freaks und Mundräuber, solidarische GärtnerInnen und Menschen aus Wohnprojekten, PiratInnen und kritische ForscherInnen, um ihre Erfahrungen auszutauschen, gelungene und misslungene Beispiele vorzustellen, Konzepte und Methoden weiter zu entwickeln, sich zu vernetzen und vielleicht entsteht auch das eine oder andere gemeinsame Projekt.

Das Programm ist abwechslungsreich und interaktiv, mit viel Platz für Wünsche und Interessen der TeilnehmerInnen. Es umfasst theoretische Diskussionen anhand von kurzen Inputs oder Texten, die Zusammenführung von Praxiserfahrungen aus verschiedenen Projekten, Projektbesuche in der Umgebung und strategische Elemente zur Stärkung der Commons auf politischer und gesellschaftlicher Ebene.

Der Teilnahmebeitrag beträgt inklusive Verpflegung (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) für 8 Tage € 250 (ermäßigt € 160, Ermäßigung kann formlos und nach Selbsteinschätzung bei der Anmeldung beantragt werden). Hinzu kommen die Kosten für die Übernachtung in Höhe von 5 bis 10 Euro pro Person und Nacht.
Weitere Informationen finden sich auf der Website, Rückfragen und Anmeldungen nimmt Brigitte Kratzwald entgegen.

UPDATE 14.06.2012:
Drei Bewerber haben sich um das Reisestipendium beworben, und wir haben nach Sichtung der Bewerbungen entschieden, ein Stipendium an Julia Gechter zu vergeben. Julia wird die Sommerschule filmisch begleiten und diese Videodokumentation unter CC-BY-SA bereit stellen. Die Aufnahmen werden außerdem in einen Dokumentarfilm über Theorie und Praxis der Commons und verschiedener Commonsprojekte verwendet, der ebenfalls unter freier Lizenz veröffentlicht wird. Julia wird im Anschluss des Camps darüber hinaus einen kurzen Bericht für uns Blog verfassen. Wir wünschen viel Erfolg und freuen uns auf das Ergebnis!