Archiv für die ‘Freiwillige’ Kategorie



Der Verein hat gewählt: WCA-Ratsmitglied wird Markus Glaser

Markus Glaser By Radovan Kubani CC-BY-NC-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0)


Die Wahl zum Rat der Wikimedia Chapters Association (WCA) versprach, spannend zu werden: Drei starke Kandidaten hatten sich dankenswerter Weise bereiterklärt, für dieses verantwortungsvolle neue Ehrenamt zur Verfügung zu stehen: Markus Glaser, Cornelius Kibelka und Martin Zeise. Nach Auszählung aller Stimmen steht nun fest: Markus Glaser hat die Wahl mit 198 Stimmen gewonnen. Auf Martin Zeise entfielen 178 und auf Cornelius Kibelka 166 Stimmen.

Die WCA ist der Dachverband der Wikimedia-Chapter, also der lokalen Wikimedia-Vereine. Es gibt derzeit 40 Chapter in 39 Ländern und jedes dieser Chapter kann Mitglied des Verbands werden. Die Mitgliedschaft von Wikimedia Deutschland wurde vom Präsidium am 20. April 2012 und von der 10. Mitgliederversammlung am 21. April 2012 beschlossen. Das ehrenamtlich tätige deutsche Ratsmitglied wird an der ersten Sitzung der WCA am 11. Juli in Washington, D.C. teilnehmen und die weitere Entwicklung in enger Abstimmung mit dem Verein für zwei Jahre mitbestimmen können.

Die Auszählung der Wahl erfolgte in der Berliner Wikimedia-Geschäftsstelle. Herzlichen Dank für ihren Einsatz den freiwilligen Mitgliedern der Zählkommission: Henriette Fiebig, Debora Weber-Wulff und Marcus Cyron!

Das neue WCA-Ratsmitglied Marcus Glaser ist 35 Jahre alt und arbeitet seit drei Jahren als freiwilliger Entwickler an der MediaWiki-Software mit. In diversen Projekten hat er internationale Erfahrung mit der Community gesammelt, z.B. bei den Hackathons in Washington, Haifa, New Orleans und San Francisco. Beruflich ist er Entwicklungsleiter und Geschäftsführer einer Firma für Social-Web-Technologien und hat einige, auch internationale, Wikiprojekte betreut. Als Autor der Bücher “Wiki – Kooperation im Web”, “Joomla!: Das umfassende Handbuch” und “Social Web” beschäftigt er sich seit nunmehr sieben Jahren mit dem Social Web allgemein und der Wikipedia im Besonderen.

Markus bedankt sich für das Vertrauen und freut sich sehr auf die neue Aufgabe. Zu seinen Zielen schreibt er: “Natürlich ist es meine Aufgabe, zuvorderst die Anliegen des deutschen Chapters zu vertreten. Ich meine, dass der Einfluss der Chapter auf die Entscheidungen der Foundation allgemein gestärkt werden muss. Dies bezieht sich insbesondere auf eine weitergehende Autonomie in Finanz- und Spendenfragen. Einzelne Chapter können thematische Schwerpunkte bilden, um das Gesamtprojekt voranzutreiben. Dabei muss eine Umsetzungsperspektive seitens der Foundation gewährleistet sein. Im Gegenzug frage ich mich, ob die einzelnen Chapter nicht mehr Verantwortung im nationalen Rechtsraum einnehmen können und müssen. “

Bei Wikimedia Deutschland erfolgte die Wahl des WCA-Ratsmitglieds direkt durch die stimmberechtigten Mitglieder per „Wahl durch Zustimmung“ (Approval Voting), einem Verfahren, bei dem jeder Wähler maximal so viele Stimmen hat, wie Bewerber zur Wahl stehen und bei dem er an jeden Bewerber maximal eine Stimme vergeben kann. 359 aktive Mitglieder haben sich an der Wahl beteiligt.

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Zedler-Preis 2012: 17 Artikel und Projekte sind nominiert!

Der Zedler-Preis für Freies Wissen 2012

Freies Wissen und ehrenamtliches Engagement gehören unzweifelhaft zusammen. Auch die Wikimedia-Projekte basieren auf ehrenamtlicher Arbeit. Um dieses Engagement gebührend zu würdigen, hat Wikimedia Deutschland den Zedler-Preis für Freies Wissen ins Leben gerufen. Der als Nachfolger der Zedler-Medaille konzipierte Preis wird am 1. Juli 2012 erstmalig in Berlin verliehen. Ausgezeichnet werden ein Wikipedia-Artikel, ein Projekt der Wikimedia-Community und ein externes Projekt im Bereich Freien Wissens.

Die Jury hat entschieden

Die 16-köpfige Jury für den Wettbewerb setzt sich zusammen aus Mitglieder der Community und externen Experten. Geballtes Fachwissen aus Wikipedia und Wikimedia-Projekten trifft auf Expertise aus der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Chaos Computer Club, dRadio Wissen und Creative Commons Deutschland. In den letzten Monaten haben die in Jurymitglieder die Vorschläge gesichtet, kommentiert und in On- und Offlinesitzungen diskutiert und sich auf insgesamt 17 Nominierte geeinigt.

Preisverleihung am 1. Juli in Berlin

Am 1. Juli 2012 werden die Juroren ihre finale Entscheidung über die jeweiligen Gewinner bekannt geben. Ab 14:00 Uhr lädt Wikimedia Deutschland alle Freundinnen und Freunde Freien Wissens zur Preisverleihung in den SUPERMARKT in Berlin (Brunnenstraße 64) ein, um gemeinsam die Gewinner zu bestaunen und zu feiern. Begleitet von einem festlichen Rahmenprogramm, durch das unser Vorstand Pavel Richter führen wird, werden die drei Haupt- sowie zwei Sonderpreise verliehen.

Die Preisverleihung findet im Anschluss an die Wikipedia Academy statt und endet gegen 17 Uhr – früh genug also, um es pünktlich zum Finale der Fußball-Europameisterschaft nach Hause oder vor die nächste Großleinwand zu schaffen. Bitte meldet euch bis zum 22. Juni 2012 unter zedler@wikimedia.de zur Preisverleihung an.

Nominiert für den Zedler-Preis 2012

Die Nominiertenliste liest sich wie ein Jahresrückblick 2011:

Kategorie I: Wikipedia-Artikel des Jahres

Goetheanum
Matthäus-Passion (J. S. Bach)
Methanol
Nationalsozialistischer Untergrund
Nuklearkatastrophe von Fukushima
Pizzakarton

Kategorie II: Community-Projekt des Jahres

Blume der Woche
Geographicus Rare Antique Maps
österreichisches Portal Denkmallisten
Wiki Loves Monuments Deutschland
Wikipedia trifft Altertum
WikiProjekt Kakteen

Kategorie III: Externes Wissensprojekt des Jahres

Aktion „Kinder wollen singen“ des Vereins Musikpiraten
Hackteria | Open Source Biological Art
offene-bibel.de
OpenStreetMap
VroniPlag

Alle Freundinnen und Freunde Freien Wissens sind herzlich eingeladen, an der Preisverleihung teilzunehmen und die Gewinner zu bestaunen und gemeinsam mit uns zu feiern.

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Vandalismusbekämpfungstreffen in Frankfurt / Main

Ein Erfolgsgeheimnis der Wikipedia ist, dass jeder auch anonym fast jede Seite bearbeiten darf. Jeder, der einen Fehler korrigieren oder einen Artikel erweitern möchte, kann dies über den „bearbeiten“-Button tun. Durch diese Offenheit war es möglich, dass in den verschiedenen Wikimedia-Projekten Millionen Artikel entstehen konnten.

Allerdings ist nicht jede Änderung hilfreich: Neben gut gemeinten Änderungen, bei denen lediglich die Wiki-Syntax nachbearbeitet werden muss, gibt es auch Änderungen, die nicht das Ziel haben die Wikipedia zu verbessern. Die sogenannten RCler (engl. recent changes – RC) haben es sich zur Aufgabe gemacht Vandalismus zu bekämpfen. Am 12. und 13. Mai trafen sich Mitarbeiter des WikiProjekts „Vandalismusbekämpfung“ zu einem Workshop in Frankfurt am Main. Die Mitarbeiter des Projekts kümmern sich schwerpunktmäßig um die Bekämpfung von Vandalismus indem sie durch die systematisch die letzten Änderungen kontrollieren. Dabei bedienen sie sich oft moderner Hilfsmittel wie Skripten oder Tools. Sie halten dabei gewisse Grundsätze ein, die wegen des Umgangs mit Neulingen in diesem Bereich unerlässlich sind.

Der Workshop erörterte die verschiedenen Typen von Vandalismus, ihrer Abgrenzung von anderen nicht hilfreichen Bearbeitungen sowie den sinnvollen Einsatz von Werkzeugen bei der Vandalismusbekämpfung. Wichtig war den Teilnehmern nicht nur die Bekämpfung des Vandalismus sondern auch ein angemessener Umgang mit Neulingen, da die Erfahrung gezeigt hat, dass auch bei guten Autoren die ersten Änderungen oftmals wenig hilfreich waren. Aus diesem Grund wird auch eine Erhöhung der Einstiegshürde abgelehnt, zumal die Intensität des Vandalismus in der deutschsprachigen Wikipedia seit der Einführung der gesichteten Versionen im Jahr 2007 stark abgenommen hat.


Ein Werkzeug, das von vielen Vandalismusbekämpfern eingesetzt wird, ist Huggle. Es erhöht die Geschwindigkeit, mit der Änderungen gesichtet, ggf. zurückgesetzt und User verwarnt werden im Vergleich zu anderen Werkzeugen und der manuellen Prüfung deutlich. Der Einsatz von Huggle wird von vielen Wikipedianern kritisch gesehen und wurde daher während des Workshops ausführlich diskutiert. Die hohe Geschwindigkeit, mit der gearbeitet werden kann, verlangt nicht nur Sorgfalt bei der Prüfung der Änderung sondern auch bei der Ansprache. Die Ansprache erfolgt überwiegend über Vorlagen. Die Ansprache über Textvorlagen alleine ist schon kritisch, da die meisten Menschen nur ungern mit unpersönlichen Textbausteinen konfrontiert wurden. Wenn dann auch noch die falsche Vorlage verwendet wird und ein gutwilliger Nutzer angesprochen wird wie ein pubertärer Vandale, dann verfehlt die Ansprache ihren Zweck. Ein Ergebnis des Workshops war neben der Überarbeitung der von Huggle verwendeten Vorlagen ein geschärftes Verständnis zum richtigen Einsatz des Werkzeugs.

Vandalismusbekämpfung ist kein Problem, dem sich nur die deutschsprachige Wikipedia stellen muss. Wenig hilfreiche oder gar destruktive Änderungen gibt es in allen Wikimedia-Projekten. Während die deutschsprachige Wikipedia über ein eingespieltes Team von RClern, Oversightern und Stewards verfügt, fehlen gerade in kleineren Projekten die Strukturen und Mitarbeiter. Diesen Projekten hilft das Small Wiki Monitoring Team, zu dem auch einige Mitarbeiter des WikiProjekts „Vandalismusbekämpfung“ gehören.

Eine Dokumentation der Ergebnisse findet sich hier

O. Koslowski

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Zedler-Preis 2012: Die Jury stellt sich vor

Im Mai 2012 wird das erste Mal der Nachfolger der Zedler-Medaille, der „Zedler-Preis für Freies Wissen 2012“ verliehen. Jetzt stehen die 15 16 Jurymitglieder fest. Die insgesamt gut 100 Vorschläge in den Kategorien, „Wikipedia-Artikel des Jahres“, „Community-Projekt des Jahres“ und „Externes Wissensprojekt des Jahres“ werden von je vier bis sechs sieben Jurorinnen und Juroren aus der Wikipedia-Community, der Wissenschaft, dem Presse- und Kulturbetrieb sowie netzpolitischen Einrichtungen bewertet. Die Vertreterinnen und Vertreter aus der Community wurden in einer auf der deutschsprachigen Wikipedia veranstalteten Wahl ermittelt, externe Fachleute gezielt angesprochen. Hier werden sie kurz vorgestellt:

Update 1. März 2012: Für die Jury des Zedler-Preises konnte noch ein weiteres Mitglied gewonnen werden. Prof. Dr. Kurt Gärtner, bereits mehrmaliges Jurymitglied der Zedler-Medaille wird als über die Vergabe des Preises in Kategorie I “Wikipedia-Artikel des Jahres” mitbestimmen.

Kategorie I – „Wikipedia-Artikel des Jahres“

Astrid Herbold

Astrid Herbold ist Journalistin und freie Autorin. Die promovierte Germanistin veröffentlicht hauptsächlich Sachbücher und schreibt u.a. für Berliner Morgenpost, Zitty, Tagesspiegel und Zeit Online. 2009 veröffentliche sie im Droemer Verlag „Das große Rauschen – Die Lebenslügen der digitalen Gesellschaft“. Astrid Herbold lebt in Berlin und sagt: „Mir imponiert die Leidenschaft der Wikipedianer, die akribische Arbeit am Text, das Ringen um Qualitätsstandards – sowie der Anspruch, immer so präzise, aktuell und neutral wie möglich zu sein. Umso mehr freue ich mich, in diesem Jahr Mitglied der Zedler-Preis-Jury sein zu dürfen.“

Benutzerin:Elya

Elke Wetzig, 45 ist Frau und Nichtakademikerin – damit als leidenschaftliche Wikipedianerin in mindestens zwei der drei gängigen „Minderheitengruppen“. Im realen Leben macht sie in Köln „irgendwas mit Internet“, fotografiert und sammelt Bücher über Kölner Architektur und Denkmalpflege. Als Jurorin ist sie angetreten, weil „ich es wichtig finde, dass Wikipedia mehr Gesicht bekommt: Der Zedler-Preis holt die, für die Leser oft unsichtbaren, verdienten Autorinnen und Autoren ins Rampenlicht“.

Benutzer:Frank Schulenburg

Seit Februar 2005 ist Frank Schulenburg als Autor, seit 2005 als Administrator für Wikipedia tätig. Seine thematischen Schwerpunkte liegen auf der frühneuzeitlichen Wissenschafts- und Wirtschaftsgeschichte. Einer der über zwanzigtausend deutschsprachigen Artikel, die Frank bearbeitet hat handelt von Johann Heinrich Zedler, dem Namensgeber des Preises. Den Vorgängerwettbewerb Zedler-Medaille rief er mit ins Leben. Von Februar 2006 bis Juni 2008 war Frank Mitglied des Vorstandes von Wikimedia Deutschland e.V. Im März 2008 wechselte er zur Wikimedia Foundation in die USA und leitet dort seit 2011 das Global Education Programm.

Kurt Gärtner

Der promovierte und habilitierte Theologe und Germanist Kurt Gärtner wurde im südhessischen Hummetroth geboren. Seit dem Ende seiner Lehrtätigkeit im Jahre 2001 befasst er sich bei verschiedenen Forschungsprojekten an den Universitäten Trier und Marburg um die Sprache des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Außerdem ist Mitglied der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur.  Gärtner war bereits mehrfach Mitglied der Jury zur Verleihung der Zedler-Medaille.

Benutzer:Poupou l’quourouce

Am 4. Juni 2005 bearbeitete Poupou (der Name leitet sich aus einem Loriot-Sketch ab) ihren ersten Artikel in der Wikipedia: “Garten”.  Seither schreibt und bearbeitet Poupou hauptsächlich Artikel zu Alltagsgeschichte, Kunst und Kultur und übernimmt Admintätigkeiten in der Wikipedia.

Ralf Müller-Schmid

Ralf Müller-Schmid ist Wissenschaftsjournalist, Programmleiter von DRadio Wissen und Berufsblogger. An der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt promovierte er über die Theorie der Erfahrung. Praktische Erfahrung in den Medien hat er seit Mitte der Neunziger u.a. bei der ARD, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Neuer Zürcher Zeitung gesammelt. Damit seine zwei Kinder ihr schier unendliches Wissen über Harry Potter an die Nachwelt übergeben können, unterstützt er die Idee des Freien Wissens gerne.

Ulrich Johannes Schneider

Ulrich Johannes Schneider lehrt Kulturphilosophie an der Universität Leipzig und ist dort hauptberuflich Direktor der Universitätsbibliothek. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Wissensgeschichte und französische Philosophie. Er moderiert den Leipziger Wissenschaftstalk Thomasius-Club und ist auch sonst unterwegs, wissenschaftliche Themen vor einem breiteren Publikum zu diskutieren. Schneider: „Ich weiß, dass es nicht leicht ist, über komplexe Themen verständlich zu schreiben, und bewundere alle, die es versuchen.“

Kategorie II – „Community-Projekt des Jahres“

Benutzer:Achim Raschka

Wikipedianer seit 2003: Achim Raschka unterstützt die Wikipedia seit mehr als acht Jahren als Autor. In dieser Zeit hat er eine vierstellige Anzahl Artikel angelegt, dreistellig ist die Anzahl der von der Community ausgezeichneten Beiträge, die seiner Tastatur entsprungen sind. Raschka hat maßgeblich an der Einrichtung und Etablierung des Wikipedia-Schreibwettbewerbs und des WikiCups beigetragen. Für ihn ist die Wikipedia ein Ort, an dem viele Menschen miteinander an einer Enzyklopädie schreiben und damit das größte und beste Wissensprojekt schaffen, dass es je gab. Achim freut sich: „Projekte wie der Zedler-Preis machen die Wikipedia zu dem, was sie heute ist“.

Daniel Dietrich

Daniel Dietrich hat Politikwissenschaften, Medienwissenschaften und Informatik in Frankfurt und Berlin studierte. Bis Ende 2011 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin im Fachbereich Informatik und Gesellschaft beschäftigt. Daniel ist Vorsitzender der Open Knowledge Foundation Deutschland und arbeitet als Projektkoordinator der Open Definition und der Arbeitsgruppe zu Open Government Data. Außerdem gründete er mit Anderen das Open Data Network. Seit 2011 arbeitet er als Redakteur für die  European Public Sector Information Platform.

Martin Haase

Martin Haase studierte Romanistik sowie allgemeine und historisch-vergleichende Sprachwissenschaft. Seine Promotion handelt von Sprachkontakt und Sprachwandel im Baskenland, die Habilitation von der Dialektdynamik in Mittelitalien. Öffentlich in Erscheinung getreten ist er durch seine Funktion als Vorstandsmitglied des Chaos Computer Clubs. Daneben engagiert er sich für Open Source Projekte, ist Direktor des Deutschen Esperanto-Institutes, Wikipedia-Autor und ehemaliges Vorstandsmitglied des Wikimedia Deutschland e.V. Gemeinsam mit Kai Biermann erhielt er 2011 den Grimme Online Award in der Kategorie „Bildung und Wissen“ für das Blog neusprech.org.

Benutzer:TobiasKlaus

Tobias Klaus, alias toktok, hat in Bonn, Frankfurt am Main, Dublin, Durham (North Carolina, USA) und Bloomington (Indiana, USA) studiert. 2005 arbeitete er zusätzlich ehrenamtlich für sechs Monate als Lehrer für Ökologie an einer Highschool in Dehradun, Indien. Wikipedianer ist der viel bereiste Mann seit April 2006. Sein erster Artikel handelte von der Geschichte Somalias. Seitdem hat er etliche Beiträge vor allem in den Bereichen Philosophie und Ökologie bearbeitet.

Kategorie III – „Externes Wissensprojekt des Jahres“

Christian Siefkes

Christian Siefkes hat Informatik und Philosophie studiert und lebt als freiberuflicher Softwareentwickler und Autor in Berlin. Sein Interesse gilt allen Formen der commonbasierten Peer-Produktion, wie u.a. Wikipedia. Er beschäftigt sich damit, wie und unter welchen Umständen solche Produktion erfolgreich sind und wie auf ihrer Basis eine freie Gesellschaft entstehen kann, in der nicht Tauschen, sondern Teilen im Mittelpunkt steht. Darüber bloggt Siefkes auch auf dem Gemeinschaftsblog keimform.de. Christian erhofft sich vom Zedler-Preis, “dass das Renommee und die Erfahrungen der Wikipedia auch für die Förderung anderer vielversprechender Projekte, die sich der Produktion des Freien Wissens verschrieben haben, fruchtbar gemacht werden können.“

John Weitzmann

John Weitzmann ist Rechtswissenschaftler mit Schwerpunkt Urheber- und Medienrecht. Seit 2006 ist er einer der beiden Leiter von Creative Commons Deutschland, seit 2009 koordiniert er den deutschen Landesverbund mit den anderen europäischen Chaptern. Auf der Rechtshilfeplattform irights.info ist John in seiner Funktion als Anwalt engagiert. Zudem veröffentlicht er regelmäßig Fachbeiträge über Rechtsfragen, hauptsächlich im Bereich Open Access und Standardlizenzmodelle. Für die Sendung “Breitband“ im Deutschlandradio Kultur ist er als freier Mitarbeiter tätig. John ist zudem Mitglied des Online-Expertenkreises Internet & Gesellschaft Co:llaboratory, war an dem IT-Gipfel der Bundesregierung beteiligt und hat die Initiative gegen Leistungsschutzrechte mit aufgebaut.

Kathrin Passig

Kathrin Passig lebt als Sachbuchautorin und Publizistin in Berlin. Sie ist Mitgründerin der Zentralen Intelligenz Agentur, mit der sie das Blog riesenmaschine.de entwickelte, das 2006 den Grimme Online Award erhielt. Im gleichen Jahr gewann sie mit der Erzählung „Sie befinden sich hier“ den Ingeborg-Bachmann-Preis. Zuletzt erschien „Das neue Lexikon des Unwissens – Worauf es bisher keine Antwort gibt“ (Rowohlt Berlin 2011, zusammen mit Aleks Scholz und Kai Schreiber), im Herbst 2012 erscheint „Internet – Segen oder Fluch“ (Arbeitstitel, zusammen mit Sascha Lobo). Passig: „Ich freue mich über die Jury-Einladung, weil Freies Wissen Weltverbesserung ist und Weltverbesserung – neben Nagetieren – immer ein Hauptthema der Riesenmaschine war. Außerdem wäre das Recherchieren für Sachtexte ohne Freies Wissen ein noch viel mühsameres Geschäft.“

Benutzer:Marcus Cyron

Marcus Cyron hat auf der HU Berlin Geschichts- und Altertumswissenschaften studiert. Seit 2005 arbeitet er an der Wikipedia mit. Er kann bislang mehr als 160.000 Bearbeitungen vorweisen und hat über 5000 Artikel angelegt. Der in Rüdersdorf bei Berlin geborene 36-jährige ist vor allem in den Bereichen Altertum und Wintersport aktiv. 2008 wurde ihm die Zedler-Medaille im Bereich „Geisteswissenschaften“ für den Artikel „Schwarzfigurige Vasenmalerei“ verliehen. Marcus hat am Buch „Alles über Wikipedia“ mitgearbeitet und war einer der Organisatoren der Konferenz „Wikipedia trifft Altertum“.

Thorsten Schilling

Thorsten Schilling, seit Oktober 2000 Leiter des Fachbereichs Multimedia der Bundeszentrale für politische Bildung, brach sein Studium der Philosophie/Marxismus-Leninismus 1986 aus politischen Gründen ab. 1989 wurde der gebürtige Dresdner aus der DDR ausgewiesen. Auf der documenta X in Kassel organisierte der heute 51-jährige gemeinsam mit Anderen u.a. den Hybrid Workspace als temporäres Medienlabor. Schilling engagiert sich in verschiedenen Projekten für die Pflege der Medienkultur. An der Juryarbeit beteiligt er sich, weil „zum einen das Anliegen, ehrenamtliches Engagement im Bereich der Wissensvermittlung auszuzeichnen sehr gut zur Arbeit der Bundeszentrale passt und zum anderen, weil ich mir verspreche, bei der näheren Beschäftigung mit den Projekten auch Anregungen und Ideen kennenzulernen.“

Wie geht’s jetzt weiter?

Die Jurygruppen beginnen nun, sich über die Bewertungskriterien auszutauschen und haben dann bis Ende März Zeit, die Vorschläge zu begutachten und zu bewerten. Für die drei Preise gelten unterschiedlich Bewertungskriterien. Während die Kategorie „Artikel des Jahres“ einen lustigen und informativen Artikel der begeistert hat, auszeichnet, sollen bei den Projekt-Kategorien Erstellung, Verbesserung und Verbreitung des Freien Wissen als Bewertungsmaxime gelten. Grundvoraussetzung für alle Nominierungen ist die nachhaltige Verankerung der Idee des Freien Wissens in der Gesellschaft. Anfang April finden dann die Jurysitzungen statt, im Anschluss werden je Kategorie fünf Nominierungen bekannt gegeben. Auf einer großen Gala im Mai in Berlin werden schließlich die Sieger gekürt.

Alle Informationen zum Wettbewerb unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Zedler-Preis. Alle Fragen und Anregungen zum Wettbewerb nimmt Nicole Ebber gerne entgegen.

(Vielen Dank an Phillip für die Unterstützung bei der Recherche und das Zusammentragen der Juryinformationen!)

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Verstärkung fürs Team

Cornelia Trefflich und Phillip Wilke, Foto: Michael Jahn, CC-BY-SA 3.0

Obwohl es schon wirklich eng ist in der Wikimedia Geschäftsstelle in Schöneberg, sind im Februar zwei neue Mitarbeiter hinzu gekommen. Unmögliches wird möglich gemacht – und so rückt man zusammen, improvisiert, stellt hier und da noch Tische, Stühle und Computer auf! Die, gefühlt exponentiell wachsende Arbeit, muss ja gemacht werden. Die zwei Neuen, das sind Cornelia Trefflich und Phillip Wilke. Heute möchten sie sich kurz vorstellen:

 

Cornelia, gerne auch Conny, mag keine Dreien in Altersangaben, ist in Halle (Saale) geboren und hat Englisch, Spanisch und Kulturwissenschaften in Leipzig studiert.

Ich unterstütze den Bereich Bildung & Wissen bei der Restrukturierung. Die Programme ‘Silberwissen’, ‘Wikipedia macht Schule’ und das Hochschulprogramm verfügen über ein gemeinsames Referentennetzwerk und sollen auch inhaltlich enger verknüpft werden. Deswegen übernehme ich gerade jede Menge Koordinationsaufgaben und maile und telefoniere viel mit engagierten Freiwilligen und Referenten. Damit kenne ich mich durch meine Arbeit beim ICJA Freiwilligenaustausch weltweit schließlich aus. Mich reizt besonders die Zusammenarbeit mit hoch motivierten Menschen mit ganz verschiedenen Hintergründen, die sich alle für die Idee des freien Wissens begeistern und einsetzen. Ich freue mich schon darauf, viele engagierte Referenten auf dem im März stattfindenden Camp kennen zu lernen.

 

Phillip, Jahrgang 1983, gebürtiger Hannoveraner, dessen Namen fast jeder erst mal falsch schreibt.

An der TU Berlin habe ich Geschichte und Kommunikationswissenschaften studiert. Ich bin neu im Team PR- und Öffentlichkeitsarbeit und arbeite gemeinsam mit Catrin und Michael. Gerade die projektbezogene Pressearbeit werde ich in Zukunft verstärken. Deswegen werde ich auch viel mit Nicole zusammen arbeiten und ihr immer Mal wieder eine helfende Hand reichen. Viele Baustellen also, aber Kopf-Wirrwarr bin ich durch meine Tätigkeiten bei verschiedenen Medien und Verlagen sowie der ehrenamtlichen Pressearbeit beim Kongress atoms&bits ja bereits gewohnt. Schon vorher habe ich die Wikipedia zur täglichen Recherche genutzt. Die Idee des freien Wissens nun hauptberuflich voranzutreiben und publik machen zu dürfen, ist für mich eine große Ehre und anspornende Aufgabe zugleich.

So, dann gehen wir mal Kaffee trinken und das Mate-Lager plündern. Im Anschluss wird wieder gearbeitet. Versprochen!

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Countdown – Noch eine Woche: Jetzt Lieblingsartikel und -projekte für den Zedler-Preis vorschlagen!

Am 31. Januar endet die Vorschlagsfrist für Artikel und Projekte, die für den diesjährigen Zedler-Preis für Freies Wissen nominiert werden können.

Bisher sind in den drei Kategorien Wikipedia-Artikel des Jahres, Community-Projekt des Jahres und externes Projekt/Wissensprojekt sehr viele und schöne Vorschläge gemacht worden, jeweils 30 bis 40 pro Bereich. Das ist toll, es ist aber noch Platz für mehr!

Nominiert euch – Nominiert eure Favoriten

Es haben auch weniger bekannte Projekte und Artikel eine Chance, und niemand sollte sich zieren, nicht auch sein eigenes Projekt vorzuschlagen. Ausdrücklich erlauben – bzw. erwünschen! – wir auch Selbstnominierungen.

Wichtigste Voraussetzung für eine Auszeichnung ist, dass die Vorschläge einen Beitrag für Freien Wissens leisten. Freies Wissen bedeutet für uns dabei, dass Werke oder Arbeiten frei zugänglich sind und von jedem, zu jedem beliebigen Zweck, frei angewandt, kopiert, verbreitet und/oder modifiziert werden können. Diese Freiheit lässt sich z. B. mit der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA ausdrücken, die auch für alle Wikimedia- und Wikipedia-Inhalte verwendet wird.

Neben dem Vorschlag samt Namen und Link zum Projekt/Artikel sollte auch eine Begründung angegeben werden, was den Vorschlag so besonders macht und warum genau dieser eine Auszeichnung erhalten soll. Alternativ zum Vorschlag direkt auf der Projektseite bieten wir auch ein Formular an, das ihr auch ohne Kenntnisse der Wikisyntax bedienen könnt. Anonyme Einreichungen sind ebenfalls gestattet.

Also los, wir sind gespannt auf eure Favoriten! Wer oder was hat euch im letzten Jahr am meisten begeistert, inspiriert, überzeugt oder überrascht?

Juroren und Partner – wen möchtet ihr hier sehen?

Neben den inhaltlichen Vorschlägen werden auch noch Kandidaten für die externen Juroren sowie Partner und Schirmherren für den Zedler-Preis gesucht. Auch hier freuen wir uns über weitere Ideen.

Alle Fragen rund um den Zedler-Preis beantworte ich gerne auf der Diskussionseite oder per Mail an nicole.ebber@wikimedia.de. Ich freue mich auf Anregungen und Feedback und besonders darüber, wenn ihr euren Freunden, Kolleginnen, Nachbarn und Sozialen Netzwerken vom Zedler-Preis erzählt.

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Zedler-Preis: Wikipedianer-Jury gewählt

Mit dem Zedler-Preis für Freies Wissen zeichnet Wikimedia Deutschland Personen, Gruppen oder Projekte aus, die sich 2011 ganz besonders für Freies Wissen engagiert haben. Der Preis würdigt die unermüdliche, ehrenamtliche Arbeit für Freies Wissen. Wir möchten damit zum einen die Wikipedia- und Wikimedia-Community ehren, aber gleichzeitig auch die Aufmerksamkeit auf andere Initiativen lenken, die sich für unsere Mission zur Verbreitung, Sammlung und Erstellung Freien Wissens einsetzen.

Freies Wissen bedeutet für uns dabei, dass Werke oder Arbeiten frei zugänglich sind und von jedem, zu jedem beliebigen Zweck, frei angewandt, kopiert, verbreitet und/oder modifiziert werden können. Diese Freiheit lässt sich z.B. mit der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA ausdrücken, die auch für alle Wikimedia- und Wikipedia-Inhalte verwendet wird. Aktionen wie WissensWert oder Gespräche mit interessierten Akteuren und Organisationen zeigen immer wieder, dass für mehr Akzeptanz und Bekanntheit dieses Konzeptes noch viel Arbeit nötig ist. Der Zedler-Preis soll mit der Vorstellung der Kandidaten und Gewinner zur Nachahmung des Einsatzes für Freies Wissen anregen und alte und neue Zielgruppen für unser Anliegen aktivieren.

Jurywahl der Wikipedianer

Letzte Woche endete die Jurywahl, nun haben alle Kandidaten die Wahl angenommen und wir freuen uns über so viele kompetente, engagierte Jury-Mitglieder. Herzliche Glückwünsche gehen an:

Jury in Kategorie I: Wikipedia-Artikel des Jahres

Jury in Kategorie II: Community-Projekt des Jahres

Jury in Kategorie III. Projekt des Jahres, extern

Externe Jury und Partner

Wir sammeln weiterhin Vorschläge für die externen Juroren und sprechen potentielle Partner an. Gesucht werden Organisationen, die Jurymitglieder stellen oder Preise in den Wettbewerb geben, Medienpartner sind, uns bei der Bewerbung des Wettbewerbes unterstützen und Kontakte zu einer bisher wenig erschlossenen Zielgruppe herstellen. Durch die Schirmherrschaft einer bekannten Persönlichkeit möchten wir mediale und positive Aufmerksamkeit auf Wikipedia und Wikimedia als Inbegriff des Freien Wissens lenken.

Preisträger gesucht!

Wer soll eurer Meinung nach einen Zedler-Preis erhalten? Auf der Wikipedia-Projektseite könnt ihr eure Favoriten vorschlagen. Die Liste an Artikeln und Projekten ist schon sehr beeindruckend, bietet aber immernoch Platz für mehr.

Alle aktuellen Informationen zum Zedler-Preis finden sich auf der Projektseite, für weitere Fragen stehe ich euch unter nicole.ebber@wikimedia.de gerne zur Verfügung.

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Post für Dich! Wikimedia vergibt E-Mail-Adressen für Projektmitarbeiter

Wikipedia ist schon eine besondere Veranstaltung: Als fünftpopulärste Website weltweit ist sie eines der reichweitenstärksten Medien in den Weiten des WorldWideWeb. Doch anders als Redakteur von Spiegel, Focus und Co. haben es Wikipedianer, Commons-Fotografen oder Wikinews-Autoren schwer, wenn sie zu hochkarätigen Veranstaltungen akkreditiert werden wollen. Denn meist werden sie als einfache Privatpersonen wahrgenommen.  Doch jetzt ist Abhilfe in Sicht: Für mehrere Projekte hat Wikimedia Deutschland die entsprechenden .de-Domains registriert und ist ab sofort in der Lage, an Projektmitarbeiter E-Mail-Adressen und Visitenkarten zu vergeben. Alle Einzelheiten und die Möglichkeit zur Beantragung findet man unter de.wikipedia.org/wiki/WP:@

 

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„Bildung und Wissen“ – ein neuer Bereich stellt sich vor

Im kommenden Jahr wird die Geschäftststelle von Wikimedia Deutschland eine neue Organisationsstruktur erhalten. In loser Folge stellen sich im Blog die neuen Schwerpunkte vor. Den Anfang macht der formal erst mit der neuen Organisationsstruktur neu angelegte Bereich „Bildung und Wissen“.

Inhaltlich ist dieser Schwerpunkt schon deutlich älter, 2006 begann er mit einer Veranstaltung am Hildesheimer Gymnasium Andreanum. Abgehalten durch Vorstände von Wikimedia Deutschland fand hier erstmals ein Aktionstag für Schüler, Lehrer und interessierte Eltern statt. Vorträge und Workshops thematisierten grundlegende Fragen um die noch junge Online-Enzyklopädie hinsichtlich ihrer Verlässlichkeit, ihres korrekten Gebrauchs und des Verständnisses für ihre Besonderheiten.

Aus dieser Premiere wuchs über die Jahre das Schulprojekt Wikipedia macht Schule mit spezifischen Angeboten für Schüler und Lehrer, seit 2010 getragen durch ein Referentennetzwerk aus Wikipedia-Autoren und Medienpädagogen und mit inzwischen weit über 100 Veranstaltungen und mehreren Tausend Teilnehmern. Vor diesem Erfahrungshintergrund steht bei Wikimedia Deutschland derzeit die Entwicklung von freiem Lehrmaterial in Buchform zum Thema „Wikipedia in der Schule“ im Fokus (hier kann auf Wikibooks mitgearbeitet werden).

Schulen sind aber nicht die einzigen Adressaten für Bildungsangebote bei Wikimedia Deutschland. Bereits 2008 wurde das Projekt Silberwissen ins Leben gerufen. Hier geht WMDE seit 2010 im Rahmen des europaweit agierenden TAO-Konsortiums (Third-Age-Online) auf ältere Mitbürger mit ihrer Lebenserfahrung und ihrem Wissen zu, um sie als aktive Autoren für Wikipedia zu werben. Neu steht für 2012 das Wikipedia Ambassador Programm auf dem Plan, mit dem das Verfassen von Wikipedia-Artikeln in systematischer Weise an Universitäten eingeführt wird. Und nicht zuletzt werden in Zukunft stärker als bisher zusammen mit dem Bereich “Politik und Gesellschaft” auch bildungspolitische Ziele verfolgt.

All diese Aufgaben waren hausintern bisher bei verschiedenen Personen und Ressorts angesiedelt, nach dem Wachstum der letzten Jahre war es nun Zeit für eine Konsolidierung. Mit der bereits auf der Mitgliederversammlung vorgestellten Neugliederung des Vereins zum 1. Januar 2012 werden alle Bildungsprogramme in Zukunft in einem Bereich “Bildung und Wissen” zusammengefasst. So können Gelegenheiten zur Zusammenarbeit in Zukunft besser genutzt und verschiedene Programme inhaltlich enger aufeinander abgestimmt werden.

Von besonderer Bedeutung ist dabei das Referentennetzwerk. Um der zunehmenden Zahl der Anfragen für Veranstaltungen gerecht zu werden, soll es für Schulprojekt, Silberwissen und Ambassador-Programm gleichermaßen zur Verfügung stehen. Die bisher direkt von den Bildungsinstitutionen honorierten Referenten werden den Verein nun als freie Mitarbeiter in allen Projekten intensiv unterstützen, sowohl im Bereich der Autorengewinnung wie auch bei der Vermittlung von Wikipedia und Freiem Wissen.

Verantwortet wird der neue Bereich von Denis Barthel und Elly Köpf, Elvira Schmidt ist als Projektleiterin Ansprechpartnerin für das Projekt Silberwissen. Unterstützt wird der Bereich von Merle von Wittich als Werkstudentin, noch gesucht wird eine Projektassistenz, die den neuen Bereich bei den Herausforderungen des kommenden Jahres begleitet und mitgestaltet.

Wir freuen uns auf diese und kommende Projekte und darauf, Wikipedia und Freies Wissen im Kontext „Bildung und Wissen“ zu unterstützen.

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Ausblick und Aufruf: Der neue Zedler-Preis für Freies Wissen

Schon im Mai berichteten wir von den Überlegungen, das alte Konzept der Zedler-Medaille zu begraben. Wir verabschieden uns nun offiziell vom Zedler-Artikelwettbewerb, der ursprünglich dazu geschaffen wurde, Wissenschaftler zur Mitarbeit an Wikipedia zu bewegen. Dieses Konzept wurde leider nie so erfolgreich, wie wir zu Anfang gehofft hatten. Wissenschaftler und Akademiker steigen an ganz anderen Stellen und über andere Themen in Wikipedia ein, unser Artikelwettbewerb konnte für sie keine bedeutenden Anreize bieten.

Gemeinsam mit der Wikipedia-Community haben wir in den letzten Monaten evaluiert, diskutiert und an einem neuen Konzept gearbeitet. Wir freuen uns sehr, dieses heute der Öffentlichkeit zu präsentieren: Aus der Zedler-Medaille wird der neue Zedler-Preis für Freies Wissen!

Der Zedler-Preis für Freies Wissen

Mit dem Zedler-Preis zeichnen wir Personen, Gruppen oder Projekte aus, die sich im letzten Jahr ganz besonders für Freies Wissen engagiert haben. Damit schafft Wikimedia Deutschland den ersten Preis im deutschsprachigen Raum, der die unermüdliche, ehrenamtliche Arbeit für Freies Wissen würdigt. Wir möchten damit zum einen die Wikipedia- und Wikimedia-Community ehren, aber gleichzeitig auch die Aufmerksamkeit auf andere Initiativen lenken, die sich für unsere Mission zur Verbreitung, Sammlung und Erstellung Freien Wissens einsetzen. Außerdem hoffen wir, mit der Vorstellung der Kandidaten und Gewinner zur Nachahmung des Einsatzes für Freies Wissen anzuregen und möchten alte und neue Zielgruppen für unser Anliegen aktivieren.

Freies Wissen bedeutet für uns dabei, dass Werke oder Arbeiten frei zugänglich sind und von jedem, zu jedem beliebigen Zweck, frei angewandt, kopiert, verbreitet und/oder modifiziert werden können. Diese Freiheit lässt sich z.B. mit der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA ausdrücken, die auch für alle Wikimedia- und Wikipedia-Inhalte verwendet wird.

Der Zedler-Preis wird in seinem ersten Jahr in drei verschiedenen Kategorien vergeben. In den Folgejahren soll der Radius der Auszeichnung erweitert werden und neue Kategorien und Zielgruppen hinzukommen.

  • I. Wikipedia-Artikel des Jahres: Welcher Wikipedia-Artikel begeisterte 2011 am meisten? Exzellent oder Lesenswert ist hier nicht zwingende Voraussetzung; Qualität ist nicht das einzige Kriterium, es kann auch der repräsentativste, skurrilste oder „wichtigste“ Artikel ausgezeichnet werden.
  • II. Community-Projekt des Jahres: Welches Projekt im Wikimedia-Universum hat 2011 am meisten dazu beigetragen, Menschen zu befähigen, direkt oder indirekt Inhalte für die Wikimedia-Projekte zu schaffen. Hier sind Projekte gefragt, bei denen mehrere Leute gezielt zusammen an einer gemeinsamen Sache arbeiten. Denkbar sind z.B. Veranstaltungen, Wettbewerbe, Digitalisierungsprojekte oder Redaktionsaktivitäten, die Wikipedia und den Schwesterprojekten zugute kommen.
  • III. Projekt des Jahres (extern): Diese Kategorie ist zunächst sehr offen gehalten und richtet sich an Projekte außerhalb des Wikimedia-Universums. Wir suchen Projekte, die der Erstellung, Verbesserung und Verbreitung Freien Wissens dienen und die sich z.B. durch Einzigartigkeit, Originalität, Engagement und Wirkung auszeichnen. Kandidaten sind hier z.B. Schulungsprogramme, Aufklärungsarbeit, Entwicklerprojekte oder Veranstaltungen, die nicht direkt mit dem Wikiversum in Verbindung stehen. (Wir suchen außerdem noch einen hübscheren Titel für diese Kategorie. Ideen?)

Teilnahmevoraussetzungen und Bewertungskriterien

Im ersten Jahr gibt es ein paar grundlegende Voraussetzungen, weitere Details werden wir gemeinsam mit den Jurys ausarbeiten:

  • Der Zedler-Preis richtet sich an Projekte und Personen aus dem deutschsprachigen Raum. Zugelassen werden:
    • Beiträge aus den deutschsprachigen Wikipedia/Wikimedia-Projekten
    • Beiträge in deutscher Sprache, die sich sowohl mit den deutschen als auch den internationalen Wikimedia-Projekten beschäftigen können
    • Internationale Beiträge mit deutlicher Auswirkung (auch) auf die deutschsprachigen Projekte
  • Beiträge, die von Wikimedia Deutschland oder der Wikimedia Foundation initiiert oder durchgeführt wurden, können nicht nominiert werden. Projekte, die durch WMDE oder WMF finanziert werden oder denen die Organisationen beratend und auch organisatorisch zur Seite stehen, dürfen selbstverständlich teilnehmen.
  • Die Hauptleistung, ein wichtiger Meilenstein oder der offizielle Abschluss eines Beitrages müssen im Jahr 2011 erbracht worden sein und messbare Ergebnisse vorweisen.
  • Alle Inhalte oder Ergebnisse müssen unter einer Wikipedia-kompatiblen, freien Lizenz (CC-BY-SA oder vergleichbar) stehen.

Vorschläge, Nominierungen und Auswahl der Gewinner

  • 24. November 2011 bis 31. Januar 2012: In einer öffentlichen Vorschlagsrunde werden Beiträge, Projekte oder Personen(-gruppen) für die Kategorien gesammelt. Community und Öffentlichkeit sind eingeladen, hier ihre Lieblingsartikel und -projekte vorzuschlagen. Fremd- und Eigennominierung sind möglich. Die Vorschläge können direkt auf der Vorschlagsseite in Wikipedia eingetragen werden; zusätzlich bieten wir ein einfaches Onlineformular an, damit auch Personen ohne Editierkenntnisse Beiträge vorschlagen können.
  • 1. Februar bis 31. März 2012: Nach Ende der Vorschlagsfrist werden die Beiträge an die Juroren weiter gegeben. Für jede Kategorie gibt es eine eigene Jury. Die Jurys nominieren 3-5 Beiträge/Projekte pro Kategorie und wählen jeweils den ersten Platz. Bei der Preisverleihung werden alle nominierten Projekte kurz vorgestellt und dann der Gewinner bekannt gegeben.
  • Im April oder Mai 2012: Uns schwebt eine glamouröse, moderne Preisverleihung mit festlichem Charakter vor. Am liebsten sähen wir die Verleihung im Rahmen einer größeren Veranstaltung mit dem Fokus auf Freiem Wissen, die wir gemeinsam mit unseren Partnern organisieren.

Die Jurys

Die Jurys für die drei Kategorien werden mit Community-Mitgliedern und externen Fachleuten besetzt. Die Wikip/medianer werden durch die Community der deutschsprachigen Wikimedia-Projekte gewählt, die Wahl findet in Wikipedia statt. Für die externen Juroren nehmen wir Vorschläge entgegen, wählen daraus Personen aus und kontaktiert diese. Wer sind eure Wunschjuroren? Die Jury soll noch vor Weihnachten feststehen, Vorschläge werden ab sofort gesammelt. Sobald sich die Jurys konstituiert haben, beraten sie mit uns über die Bewertungskriterien.

Partner, Sponsoren und Schirmherren

Auch hier setzen wir auf eure Hilfe: Wir suchen Partner und Sponsoren, die Jurymitglieder stellen und Preise in den Wettbewerb geben, Medienpartner sind, uns bei der Bewerbung des Wettbewerbes unterstützen und Kontakte zu einer bisher wenig erschlossenen Zielgruppe herstellen. Durch die Schirmherrschaft einer bekannten Persönlichkeit möchten wir mediale und positive Aufmerksamkeit auf Wikipedia und Wikimedia als Inbegriff des Freien Wissens lenken. Vorschläge und Ansprache sollten noch vor Weihnachten abgeschlossen sein. Wen würdet ihr gerne als Unterstützer des Zedler-Preises sehen?

Bringt euch ein!

Das Schöne und Neue an dem Preis ist ja, dass so viele Menschen mitmachen können. Für die Vorschläge zu den Artikeln und Projekten des Jahres ist das Fachwissen der Community und der allgemeinen Öffentlichkeit gefragt. Jeder kann sein Lieblingsprojekt vorschlagen, es sind sogar Selbstnominierungen möglich. Auch die Jury wird zu Teilen mit Aktiven aus dem Wikiversum besetzt und die Wahl findet in Wikipedia statt. Wir freuen uns, dass das neue Konzept so viel Beteiligung zulässt und hoffen, dass sich Community und Öffentlichkeit zahlreich einbringen.

Nochmal das Wichtigste in kurz

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