...interessant finde ich auch die situation im deutschprachigen teil Südtirols (als drittsprache neben Italienisch fast schon ausgestorben: Rätoromanisch! - und das trotz einiger staatlicher verfassungsgarantien)
was den gebrauch der sprachversionen betrifft, wird der mit sicherheit vowiegend durch die qualität und den umfang derselben bestimmt - und natürlich auch durch äussere faktoren wie der politischen lage, des umgangs der ethnien miteinander usw.
zwischen Meran und Bozen gibt es heute viele junge als 'absolut zweisprachig' zu bezeichnende italienische staatsbürger, die sich weder der einen noch der anderen seite stur verschrieben haben. wenn die dann auf der suche nach umfänglichen, gut aufbereiteten wissensinhalten sind, werden sie sich im zweifelsfall nicht an mehr- oder minderheiten orientieren...
Hallo Cornelius,
die Dritten sind wohl großteils Minderheitensprachen wie Polnisch in Litauen. Dann kommt noch eine besondere sprachliche Verwandtschaft hinzu, wie Slowakisch und Tschechisch. Ähnlich wie in Ex-Jugoslawien dienen die jeweils anderen Sprachversionen zur Informationen über das jeweilige Nachbarland. Ukrainisch - da kommen mehrere dieser Faktoren zusammen.
Beispielsweise die deutschen und niederländischen Dialekt-Wikipedias kommen so gut wie nirgends in der Statistik vor, auch nicht Friesisch in NL.
Sehr spannend, danke, Ziko, dafür!
Interessant finde ich vor allem die Präsenz von Drittsprachen (also neben der eigenen und der englischen Sprache): In Litauen wird die polnische Wikipedia auch gelesen, in Lettland (welch Wunder) die russische, in der Slowakei die tschechische, in der Ukraine vor allem die Russische (dort spielt die ukrainische fast gar keine Rolle, so scheint es). Die Maltesische Wikipedia gibt es wohl gar nicht.
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...interessant finde ich auch die situation im deutschprachigen teil Südtirols (als drittsprache neben Italienisch fast schon ausgestorben: Rätoromanisch! - und das trotz einiger staatlicher verfassungsgarantien) was den gebrauch der sprachversionen betrifft, wird der mit sicherheit vowiegend durch die qualität und den umfang derselben bestimmt - und natürlich auch durch äussere faktoren wie der politischen lage, des umgangs der ethnien miteinander usw. zwischen Meran und Bozen gibt es heute viele junge als 'absolut zweisprachig' zu bezeichnende italienische staatsbürger, die sich weder der einen noch der anderen seite stur verschrieben haben. wenn die dann auf der suche nach umfänglichen, gut aufbereiteten wissensinhalten sind, werden sie sich im zweifelsfall nicht an mehr- oder minderheiten orientieren...
Es wäre interessant, in Zukunft auch Datenmaterial unterhalb der Nationenebene zu haben. Meines Wissens ist es momentan eine Geldfrage.
Kann man die Daten irgendwie mit den Grand-Prix-Eurovision-Abstimmungsergebnissen korrelieren?
Hallo Cornelius, die Dritten sind wohl großteils Minderheitensprachen wie Polnisch in Litauen. Dann kommt noch eine besondere sprachliche Verwandtschaft hinzu, wie Slowakisch und Tschechisch. Ähnlich wie in Ex-Jugoslawien dienen die jeweils anderen Sprachversionen zur Informationen über das jeweilige Nachbarland. Ukrainisch - da kommen mehrere dieser Faktoren zusammen. Beispielsweise die deutschen und niederländischen Dialekt-Wikipedias kommen so gut wie nirgends in der Statistik vor, auch nicht Friesisch in NL.
Sehr spannend, danke, Ziko, dafür! Interessant finde ich vor allem die Präsenz von Drittsprachen (also neben der eigenen und der englischen Sprache): In Litauen wird die polnische Wikipedia auch gelesen, in Lettland (welch Wunder) die russische, in der Slowakei die tschechische, in der Ukraine vor allem die Russische (dort spielt die ukrainische fast gar keine Rolle, so scheint es). Die Maltesische Wikipedia gibt es wohl gar nicht.