[...] die fehlende Aufklärung zu Urheberrecht in der Lehrerausbildung hatten wir vor kurzen berichtet. Schaut man sich die Liste der eingeladenen Sprecher an, so wird die Vielfalt der Meinungen gut [...]
Hallo Partik, auch dir vielen dank für den Beitrag. Bei dem Verlag würde es sicher auf einen Versuch ankommen, der sehr spannend wäre, aber bisher leider noch nicht geschehen ist. In diesem Zuge auch der Ruf nach Förderung am Ende des Beitrags. Mit der "Kultur des Teielens" geht es mir leider tatsächlich um das, was du im zweiten Abschnitt beschreibst. Sehr gerne würde ich auch auf breiter Ebene mehr davon hören, dass kollaborative Arbeitsformen im Unterricht auch den Weg ins digitale Zeitalter führen würden.
Danke für den Beitrag. Bemerkenswert finde ich, dass sich durch diese Bildungsinitiativen, sei es von Seiten der Foundation oder von Wikimedia Deutschland, immer wieder eine gewisse Gleichsetzung von "freien Inhalten" und von "irgendwelchen Leuten im Internet kollaborativ erstellten freien Inhalten" finden lässt. Zum Beispiel ist mir überhaupt nicht klar, weshalb, wie oft zu lesen, irgendjemand etwas gegen den Einsatz "freier Inhalte" im Unterricht haben sollte. Nehmen wir an, der Oldenbourg-Verlag eröffnet eine neue Linie für Lernmaterial, das unter einer Creative-Commons-Lizenz kostenlos verfügbar ist. Hätte ernsthaft ein Lehrer Bedenken gegen die Nutzung? Klar, der Preis eines Gutes mag dem unwissenden Kunden als Proxy für die Qualität dienen; aber wenn der Name des Herausgebers/Autors der Lernmaterialien stimmt, sollte es wohl kaum Probleme geben, zumal ein Lehrer die Qualität ja auch selbst prüfen können sollte.
So verstehe ich denn auch nicht, weshalb in dem Blogbeitrag zu lesen ist, solange "keine Förderung 'kollaborativer Arbeitsformen' in der Schule stattfindet, bleibt es für die Einbindung Freier Inhalte in der schulischen Bildung schwer". Warum denn? Und überhaupt: Findet im Schulalltag wirklich keine "Förderung kollaborativer Arbeitsformen" statt? Ist nicht der doch wohl unbestrittene Boom -- gesehen über, sagen wir, die letzten dreißig Jahre -- von Gruppen- und Teamarbeiten, der Aufstieg integrativer bzw. kooperativer Lernformen ein Indiz dafür, dass genau das Gegenteil der Fall ist?
Naja @nuja "fehlerhafter Haufen von Artikeln" ist sehr pauschal und klingt nach Getroffenheit! Es geht weder um Abschreiben aus Wikipedia oder dem guten alten Brockhaus (das dauerte nur länger), sondern es geht darum, wann Schule und ihre Lehrer endlich in der digitalen Wissensgesellschaft ankommt. Die fachliche Methode, die man an der Uni braucht, ist nicht copy&paste aber lesen, verstehen, zuordnen und abstrahieren - und dann kreativ neu komponieren und Neues dabei entdecken! Jeh mehr Informationen dafür ausgewertet werden, desto besser, jeh schneller das geht ebenso. Die Inder und Chinesen machen dass in einigen Jahren mit der Google-Brille, was wir in Deutschland mit Schulbüchern aus den 70er Jahren machen!
Wo sind denn die an die Moderne angepassten Schulbücher, die von verschlafenen Bildungspolitikern geordert werden?
Na und? Meint ihr mit diesem fehlerhaften Haufen von Artikeln tatsächlich etwas Gutes für Schüler zu tun? Ist der Artikel gut, ist das Referat gut, ist der Artikel schlecht, gehts in die Hose. Quellen stehen immer noch in Schulbüchern, dafür braucht es eine Lizenz. Was ihr anzubieten habt, ist zusammengewürfeltes (und manchmal sich selbst referenzierendes Zeugs). Wer aus Wikipedia oder sonstigen verfügbaren Hausaufgabenquellen abschreibt, hat das Lernen nicht verstanden. Er bekommt von den fachlichen Methoden (die er evtl. später an der Uni mal braucht) gar nix mit. Ein Armutszeugnis...
Ich kann die Feststellungen, die hier getroffen wurden, nur unterstreichen, das gilt insbesondere für das Fazit: " Im schulischen Bereich mangelt es an einem Verständnis für Quellennutzung, Recherche und Urheberrecht."
Ich biete auf meiner Internetseite selber OER-Materialien an, doch die große Mehrheit meiner Kolleginnen und Kollegen können mit diesen Begriff überhaupt nicht anfangen. Ich sehe hier ebenfalls den Staat in der Pflicht, eine Aktion zum Thema "Urheberrecht" und "Kultur des Teilens" in den Schulen zu starten.
Ein weiteres Problem, auf das ich vor kurzem aufmerksam gemacht wurde, ist, dass es bei den derzeitigen Aufgabenstellungen für Schülerinnen und Schüler immer noch sehr attraktiv ist, einfach aus dem Internet abzuschreiben. Jöran Muuß-Merholz hat diesbezüglich für das nächste Educamp in Hamburg einen interessanten Themenvorschlag zu "Anti-Copy&Paste-Schulaufgaben" gemacht: http://educamp.mixxt.de/networks/forum/thread.258366.
Ab und an wird das Thema OER auch bereits in der Presse behandelt, z. B. in diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung: http://medienistik.wordpress.com/2013/02/08/interview-mit-der-suddeutschen-zeitung-zum-thema-oer/
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[...] die fehlende Aufklärung zu Urheberrecht in der Lehrerausbildung hatten wir vor kurzen berichtet. Schaut man sich die Liste der eingeladenen Sprecher an, so wird die Vielfalt der Meinungen gut [...]
Hallo Partik, auch dir vielen dank für den Beitrag. Bei dem Verlag würde es sicher auf einen Versuch ankommen, der sehr spannend wäre, aber bisher leider noch nicht geschehen ist. In diesem Zuge auch der Ruf nach Förderung am Ende des Beitrags. Mit der "Kultur des Teielens" geht es mir leider tatsächlich um das, was du im zweiten Abschnitt beschreibst. Sehr gerne würde ich auch auf breiter Ebene mehr davon hören, dass kollaborative Arbeitsformen im Unterricht auch den Weg ins digitale Zeitalter führen würden.
Danke für den Beitrag. Bemerkenswert finde ich, dass sich durch diese Bildungsinitiativen, sei es von Seiten der Foundation oder von Wikimedia Deutschland, immer wieder eine gewisse Gleichsetzung von "freien Inhalten" und von "irgendwelchen Leuten im Internet kollaborativ erstellten freien Inhalten" finden lässt. Zum Beispiel ist mir überhaupt nicht klar, weshalb, wie oft zu lesen, irgendjemand etwas gegen den Einsatz "freier Inhalte" im Unterricht haben sollte. Nehmen wir an, der Oldenbourg-Verlag eröffnet eine neue Linie für Lernmaterial, das unter einer Creative-Commons-Lizenz kostenlos verfügbar ist. Hätte ernsthaft ein Lehrer Bedenken gegen die Nutzung? Klar, der Preis eines Gutes mag dem unwissenden Kunden als Proxy für die Qualität dienen; aber wenn der Name des Herausgebers/Autors der Lernmaterialien stimmt, sollte es wohl kaum Probleme geben, zumal ein Lehrer die Qualität ja auch selbst prüfen können sollte. So verstehe ich denn auch nicht, weshalb in dem Blogbeitrag zu lesen ist, solange "keine Förderung 'kollaborativer Arbeitsformen' in der Schule stattfindet, bleibt es für die Einbindung Freier Inhalte in der schulischen Bildung schwer". Warum denn? Und überhaupt: Findet im Schulalltag wirklich keine "Förderung kollaborativer Arbeitsformen" statt? Ist nicht der doch wohl unbestrittene Boom -- gesehen über, sagen wir, die letzten dreißig Jahre -- von Gruppen- und Teamarbeiten, der Aufstieg integrativer bzw. kooperativer Lernformen ein Indiz dafür, dass genau das Gegenteil der Fall ist?
Naja @nuja "fehlerhafter Haufen von Artikeln" ist sehr pauschal und klingt nach Getroffenheit! Es geht weder um Abschreiben aus Wikipedia oder dem guten alten Brockhaus (das dauerte nur länger), sondern es geht darum, wann Schule und ihre Lehrer endlich in der digitalen Wissensgesellschaft ankommt. Die fachliche Methode, die man an der Uni braucht, ist nicht copy&paste aber lesen, verstehen, zuordnen und abstrahieren - und dann kreativ neu komponieren und Neues dabei entdecken! Jeh mehr Informationen dafür ausgewertet werden, desto besser, jeh schneller das geht ebenso. Die Inder und Chinesen machen dass in einigen Jahren mit der Google-Brille, was wir in Deutschland mit Schulbüchern aus den 70er Jahren machen! Wo sind denn die an die Moderne angepassten Schulbücher, die von verschlafenen Bildungspolitikern geordert werden?
Na und? Meint ihr mit diesem fehlerhaften Haufen von Artikeln tatsächlich etwas Gutes für Schüler zu tun? Ist der Artikel gut, ist das Referat gut, ist der Artikel schlecht, gehts in die Hose. Quellen stehen immer noch in Schulbüchern, dafür braucht es eine Lizenz. Was ihr anzubieten habt, ist zusammengewürfeltes (und manchmal sich selbst referenzierendes Zeugs). Wer aus Wikipedia oder sonstigen verfügbaren Hausaufgabenquellen abschreibt, hat das Lernen nicht verstanden. Er bekommt von den fachlichen Methoden (die er evtl. später an der Uni mal braucht) gar nix mit. Ein Armutszeugnis...
Ich kann die Feststellungen, die hier getroffen wurden, nur unterstreichen, das gilt insbesondere für das Fazit: " Im schulischen Bereich mangelt es an einem Verständnis für Quellennutzung, Recherche und Urheberrecht." Ich biete auf meiner Internetseite selber OER-Materialien an, doch die große Mehrheit meiner Kolleginnen und Kollegen können mit diesen Begriff überhaupt nicht anfangen. Ich sehe hier ebenfalls den Staat in der Pflicht, eine Aktion zum Thema "Urheberrecht" und "Kultur des Teilens" in den Schulen zu starten. Ein weiteres Problem, auf das ich vor kurzem aufmerksam gemacht wurde, ist, dass es bei den derzeitigen Aufgabenstellungen für Schülerinnen und Schüler immer noch sehr attraktiv ist, einfach aus dem Internet abzuschreiben. Jöran Muuß-Merholz hat diesbezüglich für das nächste Educamp in Hamburg einen interessanten Themenvorschlag zu "Anti-Copy&Paste-Schulaufgaben" gemacht: http://educamp.mixxt.de/networks/forum/thread.258366. Ab und an wird das Thema OER auch bereits in der Presse behandelt, z. B. in diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung: http://medienistik.wordpress.com/2013/02/08/interview-mit-der-suddeutschen-zeitung-zum-thema-oer/