Die Zahl der Mitglieder bei Wikimedia Deutschland wächst rasant. Haben uns vor drei Jahren rund 26.000 Menschen unterstützt, sind es jetzt bereits rund 65.000. Eine tolle Entwicklung, die uns vor neue Herausforderungen stellt. Wir wollten deshalb herausfinden, wie genau die Bedürfnisse unserer Mitglieder aussehen, um anschließend konkrete Lösungen für unsere Mitgliederbetreuung zu entwickeln. 17 Mitarbeitende aus nahezu allen Arbeitsfeldern bei Wikimedia Deutschland stellten sich in Teams vier Tage lang dieser Aufgabe.

 

Die sechs Phasen des Design Thinking. Valerie Schandl für WMDE, Design Thinking Workshop WMDE, CC BY-SA 4.0

 

Die Herausforderung: Wie können wir das Serviceerlebnis für unsere Mitglieder besser gestalten?

Viel Raum für kreative Ideen. Corinna Schuster (WMDE), Design Thinking Workshop WMDE Gruppenarbeit 1, CC BY-SA 4.0

Für diese komplexe Aufgabe haben wir großartige Unterstützung von 13 Coaches der Hasso-Plattner-Institut Academy Potsdam bekommen. Design Thinking verfolgt das Ziel, in einem kreativen Umfeld gemeinsam Lösungen zu finden, die aus Anwendersicht – in unserem Fall aus Sicht unserer Mitglieder – überzeugend sind. Alle Ideen und Konzepte werden anhand der Bedürfnisse und Motivationen der Menschen erarbeitet. Um diese zu erfahren, haben wir 16 Mitglieder in die Geschäftsstelle eingeladen und sie ausführlich zu ihren Gedanken rund um das Thema Service interviewt. Anhand der Antworten haben die Teams dann Ideen entwickelt, die anschließend gemeinsam mit den Mitgliedern getestet wurden. Weitere Inspirationen für den Workshop bekamen wir außerdem durch Gespräche mit Expertinnen und Experten aus anderen Organisationen, die uns Einblicke in ihre Arbeitsweise gegeben haben.  

Vom Wiki-Dorf bis zur Mitmach-App

Die ersten Ideen des Design Thinking-Workshops. Corinna Schuster (WMDE), Design Thinking Workshop WMDE Prototypen, CC BY-SA 4.0

Die Interviews mit den Mitgliedern haben gezeigt: die Bedürfnisse sind vielfältig. Beispielsweise gab es den Wunsch nach mehr Beteiligungsmöglichkeiten innerhalb des Vereins und der Community-Projekte. Darauf aufbauend entstanden gleich mehrere Ideen: die Mitmach-App “Wiki-Task”, der “Mitmach-O-Mat” und die “Online Mitmach- und Kontaktbörse”. Außerdem zeigte sich das Bedürfnis der Mitglieder nach mehr Möglichkeiten, sich mit anderen Mitgliedern persönlich treffen und austauschen zu können. Diesen Ansatz haben wir mit der Idee für einen“Bus des Freien Wissens” und einem “transportablen Wiki-Dorf” aufgegriffen, die ebenfalls bei den anschließenden Tests sehr gut ankamen. 

Prototyp „Bus des Freien Wissens“. Corinna Schuster (WMDE), Design Thinking Workshop WMDE Prototyp Bus, CC BY-SA 4.0

Im nächsten Schritt werden wir jetzt alle Ergebnisse des Workshops auswerten und analysieren, an welchen Ideen wir weiter arbeiten.  Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei allen Coaches der Hasso-Plattner-Institut Academy für die Organisation des Workshops, bei den Experten der anderen Organisationen für die Zusammenarbeit und allen voran natürlich bei unseren Mitgliedern für ihr Kommen und den großartigen Input.