Schritt für Schritt weiter zusammen. seier+seier, „kilen“, frederiksberg, 2. august 2007 (1286861273), CC BY 2.0

Freies Wissen ist so vielfältig wie die Welt. Wikimedia Deutschland arbeitet schon seit der Gründung des Vereins 2004 in den unterschiedlichsten Themengebieten, um unserer Vision, dass alle Menschen den Zugang zum gesamten Wissen der Menschheit haben sollen, näher zu kommen. Wir sind mit Ehrenamtsförderung, Community-Management, Bildung, Wissenschaft, Kultur und politischer wie rechtlicher Arbeit so breit aufgestellt wie kaum eine andere Organisation unserer Größe. Diese thematische Vielfalt ist eine große Stärke und es gibt viele gute Gründe hier noch näher zusammenzuarbeiten, Querverbindungen zu erkennen und uns für kommende Herausforderungen gut aufzustellen. Das möchten wir mit dem neuen Bereich Programme erreichen. Die Teams Ideenförderung, Bildung, Wissenschaft & Kultur sowie Politik & Recht werden dafür nicht verändert.

Unsere Themen haben in sehr vielen Fällen mehr als eine Dimension. Zum Beispiel arbeiten wir in unserer Kulturarbeit mit Institutionen zusammen, fördern Freiwillige und setzen uns auch auf politischer Ebene dafür ein, dass unser kulturelles Erbe für alle zugänglich bleibt bzw. überhaupt erst wird. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Teamübergreifende Arbeit ist da natürlich essentiell – und genau die stärken wir mit diesem organisationellen Schritt.

Durch die Verzahnung erhoffen wir uns aber auch eine Entlastung von Mitarbeitenden durch schlankere Abstimmungsprozesse, klarere Vertretungsregelungen und einfacheres Weiterarbeiten in Vertretungssituationen sowie eine Maximierung unserer Potentiale bei team- und themenübergreifender Zusammenarbeit.

Dabei ist der Bereich Programme Ergebnis eines Prozesses, der mit einem Präsidiumsbeschluss vom 1. Oktober 2017 begonnen hat: Auftrag an mich als Vorstand war die Strategie- und Umsetzungsfähigkeit von Wikimedia Deutschland zu erhöhen und gleichzeitig Überlastungen von einzelnen Menschen zu verringern, besser noch zu vermeiden. Zusammen mit externer Beratung, vielen Gesprächen und einem Blick in andere Organisationen sind viele Optionen besprochen und durchdacht worden. Die organisationelle Veränderung, die der Bereich Programme bildet, ist dabei keine zusätzliche Barriere, sondern stellt im Gegenteil sicher, dass komplexe operative Prozesse ganzheitlicher gesehen und gemeinsam bearbeitet werden können.

Wikipedia zeigt uns, welche Potentiale in kollaborativer Arbeit liegen und welche unglaublichen Ergebnisse sie erzeugen kann. Ich habe große Lust darauf zu sehen, was alles noch passieren wird, wenn unsere tolle, über die Jahre immer besser gewordene Ehrenamtsförderung, unsere vielfach beispiellose Bildungs- und Kulturarbeit und unsere notwendigerweise stärkere politische Arbeit ihre Potentiale noch besser ausspielen können. An dieser Stelle möchte ich allen danken, die jetzt schon daran arbeiten.