2018 wird politisch: Wir laden ein zu Monsters of Law „#NoUploadFilter“ und Wikimedia-Salon „Q=Quellen“

Filtertüten-Verteilaktion beim SPD-Parteitag am 7.12. in Berlin. Foto: Bernd Fiedler (WMDE), CC BY-SA 4.0

Auch im nächsten Jahr gibt es viel über die Verbreitung und den Schutz des Freien Wissens zu diskutieren. Schon vorm Jahreswechsel möchten wir daher herzlich einladen und Vorfreude wecken für zwei Veranstaltungen aus den Reihen „Das ABC des Freien Wissens“ und „Monsters of Law. Die juristische Veranstaltungsreihe rund um Freies Wissen“.


2017 hat gezeigt, wie wichtig es ist, auf dem politischen Parkett sichtbar und laut für Freies Wissen einzutreten. Netzneutralität wird nicht garantiert, Upload-Filter werden nicht verhindert, wenn man nur freundlich genug darum bittet. Es braucht sorgfältige Argumentation, Präsenz auf dem Radar der entscheidenden politischen Akteure und vor allem: Beharrlichkeit.
Ein Instrument dafür sind die WMDE-Veranstaltungsreihen, mit denen der Verein seit 2014 kontinuierlich Gesprächsangebote macht, Diskussionen anstößt und wichtige Personen aus Kultur, Politik, Wissenschaft, Bildung und Zivilgesellschaft zusammenbringt. Hier werden Themen durchbuchstabiert, die zur Produktion und Verbreitung Freien Wissens wichtig sind: Von Schrankenreglungen über das Verhältnis zwischen Grundeinkommen und Urheberrecht bis zur Digitalen Agenda der nächsten Bundesregierung. 


 

Monsters of Law – Juristische Reihe rund um Freies Wissen.

Thema: #NoUploadFilter. Die gefilterte Wikipedia?

Wann: 09. Januar 2018, 18:00 Uhr (Einlass 17:30)

Wo: ALEX Offener Kanal Berlin, Rudolfstraße 1-8, (Eingang Ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin

Gäste:

  • Lina Ehrig, Leiterin Team Digitales und Medien, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
  • Judith Steinbrecher, Bereichsleiterin Gewerblicher Rechtsschutz & Urheberrecht, Bitkom e.V.
  • Jan Scharringhausen, Geschäftsführer Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen
  • Julia Reda, Europaabgeordnete der Piratenpartei (per Schalte aus Brüssel)
  • John Weitzmann, Leiter Politik und Recht, Wikimedia Deutschland e. V.

In der Reihe „Monsters of Law“ nimmt WMDE rechtliche Fragen rund um Freies Wissen unter die Lupe. Am 9. Januar möchten wir darüber diskutieren, welche Auswirkungen automatisierte Upload-Filter für Community-Projekte hätten und welche Folgen die Einführung für weitere urheberrechtliche Anpassungen auf EU-Ebene haben könnte. Wir haben ein Informationspapier zur möglichen Einführung von Upload-Filtern und deren Auswirkungen auf Community-Plattformen zusammengestellt: Infosheet #Nouploadfilter – Die gefilterte Wikipedia

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns über eine Anmeldung unter monsters@wikimedia.de


 

Wikimedia-Salon – Das ABC des Freien Wissens.

Thema: „Q=Quellen. Wie umgehen mit „alternativen Fakten“? „

Wann: 13. März 2018, 19:00 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr)

Wo: ALEX Offener Kanal Berlin, Rudolfstraße 1-8 (Eingang: Ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin

Quellen, an die man die Erwartung von Objektivität stellen kann, sind spätestens seit dem Poststrukturalismus zur Fata Morgana geworden. Doch die gesellschaftliche Sehnsucht nach Eindeutigkeit hat Konjunktur – mit beängstigenden Folgen.
Seit die Trump-Administration mit gezielten Falschmeldungen hochwirksam politische Prozesse beeinflusst, müssen sich Politik, Journalismus und Zivilgesellschaft fragen, mit welchen Ansätzen „alternativen Fakten“ am besten beizukommen ist. Können community-basierte Ansätze wie das Wikipedia-Prinzip eine Orientierung bieten?

Gäste:

  • Ingrid Brodnig, Journalistin, Autorin „Lügen im Netz“ (angefragt)
  • Alexander Sängerlaub, Projektleiter „Measuring Fake News“, Stiftung Neue Verantwortung
  • Renate Künast, MdB, Bündnis 90/Die Grünen (angefragt)
  • Dirk von Gehlen, Abteilungsleiter Social Media / Innovation, Süddeutsche Zeitung (angefragt)
  • Kurt Jansson, Gründungsmitglied und stellvertretender Präsidiumsvorsitzender Wikimedia Deutschland e. V. (angefragt)

Moderation: Philip Banse, Journalist (angefragt)

Künstler: Julian Fahrenholz

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns über eine Anmeldung unter salon@wikimedia.de

Die Veranstaltungen werden von ALEX Offener Kanal Berlin aufgezeichnet und live im Fernsehen sowie auf dieser Webseite gestreamt und danach unter freier Lizenz zur Verfügung gestellt.

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Dieser Eintrag wurde geschrieben von am Freitag, Dezember 22nd, 2017 um 12:49 Uhr und ist zu finden unter Politik. Sie können diesen Beitrag mit RSS 2.0 Feed abonnieren. Sie können einen Kommentar hinterlassen.
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4 Responses to “2018 wird politisch: Wir laden ein zu Monsters of Law „#NoUploadFilter“ und Wikimedia-Salon „Q=Quellen“”

  1. Marcus Cyron sagt:

    Bitte, bitte, bitte – stoppt den Unsinn mit den Kaffeefiltern. Das ist einfach nur lächerlich. WMDE steht nicht allein für sich da, bei so etwas repräsentiert ihr die gesamte deutsche Wikimedia-Bewegung. Ich habe mir Niemanden geredet, der das nicht einfach nur lächerlich findet. Ich finde es überhaupt bedenklich, daß ihr sowas mal wieder an allen vorbei veranstaltet. Mitglieder, Wikipedianer, Wikimedianer. Hinzu kommt, daß es schon seit Jahren ein Wikimedianisches Symbol gegen Bildfilterung gibt: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gray_paper_bag_with_sad_smiley_over_head.jpg

  2. Pavel Richter sagt:

    Wo geht es denn in diesem Beitrag um Kaffeefilter?

  3. Lilli Iliev sagt:

    Marcus bezieht sich auf Kaffeefiltertüten, die wir mit einem kurzen Text zu Upload-Filtern bedruckt verteilt haben, um auf das Thema drohender Uplaod-Filter aufmerksam zu machen. Siehe hier: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:No-Upload-Filter_Verteilaktion

    @Marcus, eine für alle gelungene Bildsprache für abstrakte Themen zu finden, um ihnen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, ist schwierig. Immerhin: Lob gab es auch, siehe etwa https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia_Diskussion:Berlin#Kaffeefilter

    Sonst halte ich es gern mit Thomas Bernhard; alles ist lächerlich.

    Grüße! Lilli

  4. Bernd Fiedler sagt:

    Hallo Marcus, hallo Pavel,

    danke für die Anmerkungen. In welchem Kontext ist denn das „wikimedianische Symbol“ entstanden? Finde ich für Fotorechte allgemein echt gut, für Uploadfilter eher abstrakt. An sich aber cool und auf jeden Fall eingängig.

    Die Filter haben halt einige praktische Vorteile. Als Flyermaterial machen sie neugierig und wir haben vor Ort echt viel guten Zuspruch erhalten für die Idee, die auch vielen eingeleuchtet hat. Insgesamt für Externe halt ein echt abstraktes Thema, das zu vermitteln nicht so leicht ist. So halten sie wenigstens inne und versuchen, zu verstehen.

    Filter kennen keinen Kontext – warum ausgerechnet Kaffeefilter, das wird im Laufe der Kampagne vielleicht noch ein bisschen klarer. Aber Danke für deine Anmerkungen, ich würde mich freuen, wenn du mich mit deinen Einsichten zu diesem Thema etwas erleuchten könntest. Du weißt ja, wo du mich erreichst. Ich freue mich drauf, von dir zu hören.

    Einen guten Rutsch wünscht
    Bernd (WMDE)

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