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Kommentare

  1. Thomas Hapke
    5. August 2015 um 11:52 Uhr

    Der Hinweis auf die Leerstelle "Medien- und Informationskompetenzen" als zentrale Bedeutung einer Auseinandersetzung mit OER hat mir sehr gefallen. Umfassen OER Lehrmaterialien und Lernprodukte, wie in den beiden Szenarien oben beschrieben, wird die Publikation von OER ein "implizites Lernprogramm für Lehrende und Lernende zum Umgang mit Urheberrechten" im digitalen Zeitalter, was ja auch ein wichtiger Teil von Medien- und Informationskompetenz. Und dass es beim Thema Informationskompetenz besonders um eine Reflektion über Praktiken der Wissenschaft geht, wie ich es in meinem aktuellen Blog-Beitrag beschreibe, finde ich in folgendem Satz wieder: "Konstituierend sind dafür der Wissenschaft inhärente Elemente wie Kritik bzw. kritisches Denken, Austausch und Diskurs."

  2. Sandra Hofhues
    3. August 2015 um 14:35 Uhr

    Vielen Dank für die wertschätzenden Kommentare. Ich bin ganz bei Ihnen/Euch: Es bräuchte dringend Zielvorstellungen darüber, was akademisches Lehren und Lernen, aber eben auch ein Hochschulstudium beinhalten *soll*. Je expliziter diese wären, desto besser wären sie auch mit Studierenden zu diskutieren und wiederum in Lehrveranstaltungen zu bearbeiten. Dies gilt für Konzepte akademischen Lehrens und Lernens gleichermaßen: Hier wäre es sogar äußerst wichtig, nicht das eine (vermeintlich schlechtere) Konzept gegen ein anderes (vermeintlich besseres) Konzept zu ersetzen, sondern mehr eine Koexistenz von Konzepten zu präferieren und so individuelle Präferenzen von Lehrenden *und* Lernenden zu berücksichtigen. Herausfordernd dürfte sein, individualisierte Konzepte tatsächlich in der Lehrpraxis anzubieten (denn die Idee dahinter ist richtig: Nicht jedes Konzept passt zu jeder/m). Vor allem wäre dann nach den tatsächlichen Umsetzungsmöglichkeiten zu fragen (und es schlicht in Modellstudiengängen auch einmal auszuprobieren). Herzliche Grüße, Sandra (Hofhues)

  3. P. Birken
    31. Juli 2015 um 15:10 Uhr

    Schöner Artikel! Mich wundert es nicht, dass quasi keine normative Zielvorstellung existiert, "wozu Bildungsmaterialien digital vorliegen sollten." Zielgruppe eines Lehrenden an einer heutigen Uni ist die Gruppe von Studenten, die die Lehrveranstaltung besuchen. Für diese sind Lehrinhalte Online meiner Meinung nach gar nicht erforderlich, die Zielgruppe für diese sind Gruppen ausserhalb der Universität. Sinnvoll wäre jetzt eine grössere gesellschaftliche und politische Diskussion, welche Rolle Unis für andere Gruppen (vom Abendkursbesuchenden leitenden Angestellten bis zum jungen Menschen in einem Drittweltland) spielen sollen. Bis dahin halte ich beispielsweise MOOCs für interessante und ausprobierende Spielerei.

  4. Goldzahn
    29. Juli 2015 um 00:35 Uhr

    Mir hat sich beim Lesen sofort die Frage gestellt, wie man Ermitteln kann ob ein Ansatz etwas taugt oder nicht. Wie wäre es, wenn man mehrere standardisierte Lerninhalte (eventuell Nonsens-Wissen) erfindet, für diese verschiedene Lernmaterialien entwickelt, dann diese mit Versuchspersonen ausprobiert und zuletzt mit verschiedenen Tests deren Wirkung ermittelt. Vielleicht bevorzugen verschiedene Schüler auch verschiedene didaktische Ansätze, weshalb es sinnvoll sein könnte grundsätzlich immer Lerninhalte in mehreren didaktischen Varianten den Schülern anzubieten. Mit elektronischen Lehrmaterialien sollte das machbar sein.

  5. […] an der Universität zu Köln, forderte wiederum anlässlich der Veröffentlichung des Whitepapers am Blog von Wikimedia Deutschland, die OER-Debatte in Deutschland stärker didaktisch zu […]

  6. […] Der folgende Beitrag geht auf eine Anfrage der Wikimedia zurück. Da der Artikel ohnehin frei zugänglich ist, nutze ich gerne die Gelegenheit, ihn wortgleich auch bei mir zu posten (zur Quelle im Original). […]

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