Ich mache etwas Ungewöhnliches mit diesem Willkommensbeitrag: Er ist sehr lang und es dauert einige Absätze, bis ich überhaupt auf Tjane zu sprechen komme. Klingt wie das genaue Gegenteil aller Ratschläge übers Bloggen? Ist es auch. Manchmal muss man aber Mut zum Kontext haben, finde ich. Für Alle, die es ganz kurz mögen: Juhu, Tjane Hartenstein verstärkt das Kommunikationsteam von Wikimedia Deutschland! Für Alle, die mehr wissen wollen: Los geht’s…

Tjane Hartenstein (Foto: Lisa Kirchner, CC-BY-SA 3.0)

Viele Themen, viel zu sagen

Was Wikimedia Deutschland tut, wird auf die eine oder andere Art verschriftlicht. Mit Texten informieren wir, klären auf, nehmen Positionen ein oder berichten. Das kann in vielen Formen und über ganz unterschiedliche Kanäle passieren: Broschüren, Newsletter, Webseiten, Blogs, Handreichungen, Social-Media-Posts, Flyer, Magazine, Anschreiben, Banner, Bücher – und so weiter und so fort.

Das ist nicht neu. In den drei Jahren, in denen ich jetzt Teil von Wikimedia Deutschland bin, ist die Bandbreite an Themen, die wir vermitteln wollen, allerdings sehr gewachsen. Die Arbeit der Bereiche dreht sich unter anderem um Community-Unterstützung, freie Lehr- und Lernmaterialien, Software-Projekte wie Wikidata, um Kulturinitiativen, Stellungnahmen und Empfehlungen zu Lizenzfragen oder auch um internationalen Austausch mit anderen Wikimedia-Organisationen. Noch vor zwei Jahren gab es überdies keine Quartalsberichte (zweisprachig) und auch nur halb so viele Blogbeiträge wie heute.

Für mich unterstreicht das, wie weitläufig Freies Wissen wirklich ist. Es kann nicht isoliert betrachtet werden. Wie wir mit Wissen umgehen, lässt sich einfach nicht auf einzelne Themenbereiche eindämmen. Nur, wie entsteht aus vielfältigen Themen und vielen Stimmen bei Wikimedia Deutschland ein klares, intuitives und wiedererkennbares Bild für die Öffentlichkeit? Für mich ist das eine zentrale Frage, die das Kommunikationsteam beantworten muss.

Der rote Faden der Kommunikation

Weder jetzt noch in Zukunft kann die Stabsstelle für jede Mitarbeiterin bzw. jeden Mitarbeiter sprechen. Und das sollte sie auch nicht, denn die Teams kennen ihre Arbeit am besten. Sie setzen mit ihren Projekten, Veranstaltungen und Positionen unsere einzelnen Schwerpunkte. Damit die vielen Stimmen aber einen gemeinsamen Grundton teilen, ist es wichtig, eine koordinierende Stelle zu haben. Es muss ein roter Faden in unseren Berichten, Materialien und sonstigen Darstellungen erkennbar sein.

Deswegen habe ich die neue Stelle Text und Produktion eingerichtet, und freue mich, sie mit Tjane Hartenstein als Vollzeitposition besetzen zu können. Alle Berichte, von Monats- über Quartals- bis zu Jahresberichten werden bei Wikimedia Deutschland kollaborativ erstellt. Tjane wird diese Berichte künftig redaktionell betreuen und sie dabei als zusammenhängende Medien aufbereiten. Dafür arbeitet sie eng mit der Stabsstelle Evaluation zusammen. Zur Sprache des Vereins gehören aber auch die oben erwähnten weiteren Produkte, die Tjane von der Konzeption bis zur Fertigstellung koordinieren soll. Welche Zielgruppe wollen wir ansprechen und warum? Was ist unsere Kernbotschaft? Was sollen Leser mit diesen Informationen bestenfalls tun? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt von Tjanes Aufgaben. Sie wird mit unserem Grafikdienstleister eng zusammenarbeiten; Nina Schuiki unterstützt sie dabei.

Das ist viel. Tjane hat mich überzeugt, dass Sie diese Rolle hervorragend ausfüllen kann. Ich freue mich sehr auf unsere Zusammenarbeit und überlasse ihr nach dieser laaangen Vorrede endlich das (geschriebene) Wort:

Bevor ich kurz erzähle, was ich vor Wikimedia gemacht habe, noch schnell ein großes „Juhu“ zurück, denn ich freue mich wirklich sehr auf die Arbeit im Kommunikationsteam.

Nach meinem Studium (Englische Philologie, Osteuropastudien, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft) pflegte ich lange meine Leidenschaft fürs Formulieren von Texten, zum Beispiel als “Ghostwriterin” eines Kindermedienexperten. Ich testete Lernsoftware und Video-/Computerspiele und verfasste dazu Rezensionen für unterschiedliche Zielgruppen.

Danach war ich als Übersetzerin tätig, bevor ich zur Cornselsen Schulverlage GmbH in die Redaktion Digitale Medien Englisch ging. Dort habe ich eine Software für Lehrer von der Konzeption bis zur fertigen Scheibe betreut. Dabei habe ich Inhalte erstellt und redigiert, Hilfetexte geschrieben, an Gestaltung und Usability mitgedacht, Tests koordiniert, einen Stop-Motion-Animationsfilm produziert, mit externen Dienstleistern gearbeitet und jede Menge gelernt.

Ich habe mich bei Wikimedia Deutschland beworben, weil mich Freies Wissen absolut begeistert und ich gern meinen Teil beitragen möchte, diese Idee zu verbreiten. Das besonders Tolle an meinem Job ist, dass ich meinen Hang zur Wortklauberei nicht nur ausleben, sondern auch sinnvoll einsetzen kann. Meine ersten drei Wochen hier waren vollgepackt mit Neuem, und spannend hoch drei. Ich bin daher hochmotiviert, möglichst schnell in meine neue Rolle hineinzuwachsen und am roten Kommunikationsfaden mitzuspinnen.

Nach langem Anfang ein umso knapperes Ende: Per E-Mail ist Tjane zu erreichen unter tjane.hartenstein@wikimedia.de. Herzlich willkommen, Tjane!