Blogpostreihe – Höhepunkte aus dem Programm der OER-Konferenz 2013

Dies ist ein Gastbeitrag von Kristin Narr. Kristin Narr ist freiberufliche Medienpädagogin in Berlin. Innerhalb des Internet & Gesellschaft Collaboratory …

  • Elly Koepf
  • 9. September 2013

Dies ist ein Gastbeitrag von Kristin Narr. Kristin Narr ist freiberufliche Medienpädagogin in Berlin. Innerhalb des Internet & Gesellschaft Collaboratory e.V. koordiniert sie die Arbeitsgruppe (Ohu) “Digitale Integration und Medienkompetenz” und leitete die Initiative „Lernen in der digitalen Gesellschaft – offen, vernetzt, integrativ“. Am Institut für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom) arbeitet sie in den Themenfeldern Medienpädagogik, ePartizipation und Lernen mit digitalen Medien.

Wikimedia Deutschland wird vom 14. bis 15. September 2013 die erste Konferenz zu Open Educational Resources in Deutschland veranstalten. Das Internet & Gesellschaft Collaboratory ist Partner der Konferenz. Bis zur Konferenz werden in loser Folge die Highlights im Programm der Konferenz (#OERde13)  durch die Mitglieder des Review-Teams vorgestellt. Als Vierte in der Reihe stelle ich meinen Favoriten vor: „Media Literacy Lab“: Open Learning in der Medienpädagogik mit Friederike Siller, Tabea Siebertz und Niklas Berend.

CC-BY-SA 3.0 DE by Martina Miocevic

“Media Literacy Lab”: Open Learning in der Medienpädagogik

Sich für einen Favoriten im Programm der OER-Konferenz zu entscheiden, fällt nicht leicht. Auf einen Talk freue ich mich allerdings ganz besonders. Er zeigt, dass OER nicht erst beim fertigen Material und der Bereitstellung dieser Materialien beginnt. In meiner Empfehlung steht der Prozess und das gemeinsame Produzieren von Inhalten in offenen Lernumgebungen im Mittelpunkt.

Das Media Literacy Lab (MLAB) ist an der Universität Mainz angesiedelt und bietet Lernumgebungen in Form von offenen Online-Kursen für den medienpädagogischen Bereich an. Mitte Juni 2013 ging das MLAB mit dem Kurs “Gute Apps für Kinder” an den Start. Die Kursteilnehmenden erarbeiteten innerhalb kurzer Zeit gemeinsam einen Katalog von Qualitätskriterien für die Bewertung von Apps für Kinder und erprobten den Katalog durch die eigene Bewertung von Apps. Am Ende des Kurses stand eine Datenbank, die alle Rezensionen bündelt und für alle Interessierten zugänglich ist.

Der Talk gehört zu meinen Favoriten, weil das MLAB den Wünschen und Forderungen, die im (medien-)pädagogischen Kontext seit langer Zeit oftmals nur diskutiert werden, konkrete, an der Praxis orientierte Lösungen anbietet. Denn im MLAB wird “open” von Anfang bis Ende eines Kurses zu tatsächlicher gelebter Wirklichkeit: Die Kurse sind offen und jede/jeder kann mitmachen. Die Kursmaterialien werden gemeinsam produziert und unter einer freien Lizenz veröffentlicht und zur Weiterbearbeitung zur Verfügung gestellt. Die digitale Zusammenarbeit unter den Teilnehmenden wird ins Zentrum gestellt und allein durch ein eher “organisatorisches Gerüst” unterstützt und beisammen gehalten.

Weblinks: www.medialiteracylab.de , www.gute-apps-fuer-kinder.de

Zu den Speakern

Friederike Siller ist Juniorprofessorin für Medienpädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Friederike Siller will wissen, ob und wie die Medienpädagogik von Open Learning-Ansätzen profitieren kann. Sie ist gespannt darauf, zu diskutieren und zu ergründen, ob oder warum unsere Zusammenarbeit über das Internet bedeutungsvoll für eine medienpädagogische Professionalisierung sein kann.

Tabea Siebertz ist Masterandin im Studiengang “Lebenslanges Lernen und Medienbildung” der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Innerhalb des MLab-Teams überlegt, konzeptioniert und kommuniziert sie. Sie fragt sich, wie weit die Öffnung von Bildungsräumen (nicht nur innerhalb der Hochschullehre) gehen kann und gehen soll.

Niklas Berend ist studentische Hilfskraft am Institut für Erziehungswissenschaft der Uni Mainz. Im Rahmen des Open-Learning-Projektes koordiniert er die Wünsche und Ideen rund um die Homepage sowie die Social-Media-Auftritte des MLABs. Er hofft, dass sich Open Learning (nicht nur an der Uni Mainz) etabliert und das MLAB einen Beitrag dazu leisten kann.

 

  1. […] Inhalt und Idee […]

    Pingback von #JoyOfDiscovery #OERDE13 | Bildungs- & Wirtschaftskommunikation am 21. September 2013 um 11:42

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