IBM Research spendet Preisgeld des AAAI Feigenbaum-Preises für Watson an die Wikimedia Foundation

Dies ist eine Übersetzung aus dem Wikimedia Blog . Die AAAI ( Association for the Advancement of Artificial Intelligence ) verleiht den diesjährigen Feigenbaum-Preis an IBM Research’s Watson Team. Watson wird …

  • 16. Juli 2013

Dies ist eine Übersetzung aus dem Wikimedia Blog.

Die AAAI (Association for the Advancement of Artificial Intelligence) verleiht den diesjährigen Feigenbaum-Preis an IBM Research’s Watson Team. Watson wird als eines der eindrucksvollsten Ergebnisse der Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz in den letzten Jahren angesehen. Bekannt wurde Watson durch den Sieg in der US-Amerikanischen Quizshow Jeopardy! gegen die früheren Großmeister Brad Rutter und Ken Jennings im Februar 2011. Watson findet nun Einsatz in der Medizin, in der Finanzwelt, und im Einzelhandel.

Um die Rolle, die Wikipedia in dem Erfolg von Watson bei Jeopardy! spielte zu würdigen, bat das IBM Team die AAAI das Preisgeld des Feigenbaum-Preises in Höhe von 10.000 US$ an die Wikimedia Foundation zu geben. IBM Research möchte damit die Arbeit der Wikimedia Foundation würdigen und unterstützen, und betont insbesondere Wikidata und das Ziel, allen – ob Mensch oder Maschine – die Gesamtheit des Wissens zugänglich zu machen.

„Watson verkörpert einen Paradigmenwechsel in der Künstlichen Intelligenz. Die neuartige Architektur des Systems verknüpft Daten und Informationen aus vielen verschiedenen Quellen, darunter auch der vollständige Text der Englischen Wikipedia“, sagt Chris Welty von IBM Research.

Der Text und die strukturierten Inhalte der Wikipedia wurden mit Hilfe von Algorithmen zur Analyse natürlicher Sprache bearbeitet. Auch die strukturierten Elemente der Wikipedia – Links, Infoboxen, Kategorien – wurden der massiven Wissensbasis von Watson hinzugefügt, auf die Watson während dem Jeopardy! Quiz Zugriff hatte.

Wir sind IBM dankbar, und sind gespannt, welche Herausforderungen das Watson Team in Zukunft angehen wird.

Matthew Roth
Wikimedia Foundation

  1. Finde ich super von IBM. Ich hoffe, es gelingt uns mit Wikidata das zu verwirklichen, was sich alle davon versprechen. Ich denke allerdings auch an frühere Versuche in der KI und alle waren kein Durchbruch (Lisp/Prolog, Neuronale Netze, körperbasierte KI).

    Kommentar von Goldzahn am 17. Juli 2013 um 20:07

  2. Schön, daß die Foundation dafür ausgezeichnet wird und ein fettes Preisgeld dafür einstreicht, was WMDE geleistet hat. Wurde doch ausdrücklich Wikidata bei der Spende hervorgehoben erwähnt. Erwähnt die Foundation besser nicht. Bedenklich bei deren derzeitigen Krieg gegen die Chapter.

    Kommentar von Marcus Cyron am 18. Juli 2013 um 13:56

  3. Es wurde nicht die Wikimedia Foundation ausgezeichnet, sondern IBM Research.
    Bezüglich des Preisgeldes: es erwies sich als einfacher für IBM (eine US Firma), das Preisgeld (einer Veranstaltung die in den USA stattfand) an die WMF (eine in den USA anerkannte gemeinnützige Organisation) gehen zu lassen. Das selbe war auch der Fall mit der Spende der Gordon und Betty Moore Foundation.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn wir dieses Ereignis nicht zum Anlass nehmen, um Stimmung für Wikimedia-Gremienpolitik zu machen, sondern als Lob für die Arbeit der Wikimedia communities und insbesondere Wikidata. Auch kann ich die Wikimedia Foundation aus Sicht der Wikidata-Entwicklung nur als extrem kooperativ und hilfreich beschreiben.

    Kommentar von Denny Vrandecic am 18. Juli 2013 um 15:54

  4. Goldzahn, ganz Deiner Meinung!
    Wikidata wird auch nicht „der“ Durchbruch für KIs. Das Ziel ist ja deutlich bescheidener: nicht eine KI, sondern „nur“ eine sehr einfache Wissensbasis.

    Lisp im Gegensatz ist schon ziemlich cool.

    Kommentar von Denny Vrandecic am 18. Juli 2013 um 15:59

  5. @Denny Vrandecic Ich glaube das Besondere bei Wikidata ist, dass wir da nicht nur eine einfache Wissensbasis haben, sondern auch gleich eine Top-Anwendung (Wikipedia und die anderen Wikimedia-Projekte). Damit ist imho das Henne-Ei-Ploblem gelöst, dass die Weiterentwicklung so vieler KI-Programme verhindert.

    Kommentar von Goldzahn am 18. Juli 2013 um 19:18

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