Einstweilige Verfügung gegen den Verein

Gestern abend fand ich im Briefkasten des Vereins eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Lübeck, die es uns untersagt „die Internetadresse …

  • Sebastian Moleski
  • 15. November 2008

Gestern abend fand ich im Briefkasten des Vereins eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Lübeck, die es uns untersagt „die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten“. Ursache für die Verfügung war ein Antrag von Lutz Heilmann, seines Zeichens Bundestagsabgeordneter in der Fraktion der Partei „Die Linke“. In dem Antrag beschwert sich Herr Heilmann über Aussagen, die im Wikipedia-Artikel über ihn stehen und die seiner Ansicht nach wahrheitswidrig sind. Ob sie wahrheitswidrig sind oder nicht, wissen wir nicht. Unabhängig davon, ob Herr Heilmann also recht hat, haben wir der Verfügung erstmal folge geleistet und wikipedia.de mit dem Hinweis auf das Schreiben abgeschaltet. Bis gestern fand man dort ein Suchformular, mit dem man Artikel in der Wikipedia nachschlagen konnte.

Verfügungshinweis auf wikipedia.de

Wie geht es jetzt weiter? Unsere Anwälte bei JBB werden am Montag beim Landgericht der Verfügung widersprechen. Bis die Verfügung dann aber aufgehoben ist, kann noch eine Weile ins Land gehen. Den Verein trifft diese Situation mit äußerst schlechtem Timing. Wie die meisten wissen, sind wir gerade mitten im Umzug von Frankfurt nach Berlin. Dieses Wochenende sollte unser Telefon von Frankfurt nach Berlin geschaltet werden. Das heißt: Telefonanlage in Frankfurt abbauen, nach Berlin schicken, am Montag aufbauen und den Anschluss von der Telekom freischalten lassen. Wie geplant hat Claudia das am Freitag nachmittag auch gemacht (die Verfügung hatte ich bis dahin noch nicht erhalten), sodass wir seit dem Zeitpunkt telefonisch faktisch gar nicht mehr erreichbar sind. Normalerweise ist das kein Problem, denn soviele rufen bei uns am Wochenende nicht an. Aber wer konnte schon ahnen, dass gerade jetzt diese Aktion gestartet wird… Aus der Not haben wir jetzt auf wikimedia.de eine Sonder-Handynummer angegeben, die auch in unserer Pressemitteilung genannt wird.

In Folge der Abschaltung gab es seit Freitag Unmengen an E-Mails, Spenden, Telefonanrufen und Blogeinträgen, in denen Unterstützung für die Wikipedia bekundet wurden. Dafür möchten wir uns natürlich jetzt bereits vielmals bedanken. Wikipedia ist ein Gemeinschaftsprojekt und lebt von den vielen kleinen und großen Beiträgen vieler, vieler engagierter Benutzer. Natürlich passieren bei der Arbeit in der Wikipedia auch immer wieder Fehler und es werden, absichtlich oder nicht, problematische Informationen in Artikel gestellt. Aber es gibt Wege, wie in solchen Situationen auf verhältnismäßige Weise reagiert werden kann. Mit einer einstweiligen Verfügung gegen den Verein vorzugehen ist allerdings kein solcher.

Wie es jetzt weitergehen wird, werden wir sehen. Nach einer Meldung von Torsten Kleinz bei heise.de hat Herr Heilmann auch Strafanzeige gegen drei Wikipedianer gestellt. Was da dran ist, weiß ich selbst noch nicht. Ich halte euch aber hier auch in den nächsten Tagen auf dem Laufenden.

  1. Damit dürfte Hr. Heilmann sich einen Bärendienst erwiesen haben. Bis heut kannte ich den Namen nicht. Jetzt schon. Kein Argument, die Linke oder gar Hr. Heilmann zu wählen…
    Ich hab gerade auch mal eine kleine Spende für euch auf den Weg gebracht und wünsch euch alles Gute und den längeren Atem!

    Kommentar von Dominik am 15. November 2008 um 23:21

  2. […] Wikimedia e.V. hat in seinem Blog ein Posting zu der Sache geschrieben: Einstweilige Verfügung gegen den Verein. Wie geht es jetzt weiter? Unsere Anwälte bei JBB werden am Montag beim Landgericht der […]

    Pingback von netzpolitik.org: » Lutz Heilmann gegen die Wikipedia » Politik in der digitalen Gesellschaft am 15. November 2008 um 23:22

  3. Nun, wenn die Sache ausgestanden ist, wird es über Herrn Heilmann eine Tatsache mehr zu berichten geben.

    Kommentar von Björn Bornhöft am 15. November 2008 um 23:29

  4. Hallo Zusammen,

    hmm, da ist also jemand unzufrieden mit unbequemen Aussagen und setzt sich nicht mit den Verfassern (wohl nur an 2. Stelle) auseinander. Statt dessen lässt er bewusst Wikipedia abschalten. Was sagt uns dieses über die politischen Ziele der Linken? Wie sieht es mit der Freiheit der Informationen aus? Hoffentlich führt dieses zur Untersuchung und Aufdeckung von den Dingen, die dieser Herr wohl zu vertuschen sucht. Ich würde mich für einen Bericht in „report mainz“ oder so sicherlich brennend interessieren.
    Volks(ver)treter der LINKEN… Die hätte ich für kluger gehalten – sorry, mein Fehler.

    Grüße,

    Ekkehard
    P.s.: Wenn Geld fehlt, gebt Laut !

    Kommentar von Ekkehard am 16. November 2008 um 00:50

  5. Mich interessiert an der ganzen Sache eine Frage, die ich so auch schon im Heise-Forum gestellt hatte.

    ==================

    Mal angenommen jemand stellt Falschbehauptungen über jemand anderen auf seiner Webseite oder in der Wikipedia auf. Die müssen natürlich raus, auch keine Frage.
    Eine Einstweilige Verfügung gegen eine Portalseite zu erwirken ist grade wie bei einer Seite der wikipedia unsinnig, darin sind wir uns einig.

    Nur: wie sollte man dann gegen derartige Behauptung dann vorgehen?
    Und zwar unter der Prämisse dass
    a) die Aussage verschwindet
    b) man eine wie auch immer geartete “Rechtssicherheit” erhält.

    Ich würde gerne nachvollziehen, was die bessere Vorgehensweise wäre. Was er falsch gemacht hat ist ziemlich allen klar, was er hätte richtig machen können hingegen halte ich für offen.

    Vorschläge? (Unter der Prämisse a] und b])

    ==
    P.S.: es geht mir hier nur um die Frage der korrekten Vorgehensweise, nicht ob die Behauptungen gegen das Mitglied des Bundestages korrekt oder inkorrekt sind.

    ==================

    Wie sieht man das hier? Wie sollte sich jemand mit der wikimedia Deutschland in Verbindung setzen, der verleumdet wird?

    Kommentar von NetReaper am 16. November 2008 um 01:25

  6. Nun, damit demonstriert Herr Heilmann meiner Meinung nach nur eines: Selbst wenn er nie in der Stasi war und die Behauptungen der Wikipediaseite über ihn nicht gestimmt haben, so bedient er sich offenbar doch Methoden, die wunderbar zur Stasi gepasst hätten. Sicher, rechtlich ist er ersteinmal auf der sicheren Seite. moralisch und PR-mäßig bietet er ein trauriges Bild.

    Ich hoffe diese Aktion kostet Die Linke viele Wähler (die dann aber hoffentlich keine der vielen anderen unwählbaren Parteien bevorzugen).

    Kommentar von Jordy am 16. November 2008 um 01:25

  7. Hallo Zusammen,

    mag ja sein, dass Heilmann verlangen kann, dass ein Bericht über ihn entfernt wird. Aber kann er dann gleich das ganze Projekt sperren lassen? Da ist keine Verhältnismäßigkeit nehr gegeben!

    Das wäre ja fast so, als ob man allen, die sich zur „Linken“ zählen, verbieten würde Wikipedia in Anspruch zu nehmen!

    Ich wünsche Euch bei Eurem Vorgehen viel Erfolg!

    Kommentar von Acki am 16. November 2008 um 01:31

  8. […] am samstag an spenden ein, verglichen mit ca. 3000€ an einem normalen tag! quelle: wikipedia.de, wikimedia blog, diverse […]

    Pingback von was passiert wenn man wikipedia.de sperren lässt | hard.blog am 16. November 2008 um 02:06

  9. Da übt der Herr Heilmann schon mal für das Widererstarken seiner totalitären Heimat, großartig! Leider ist ja die partielle Machtübernahme in Hessen gescheitert, trotzdem kann man ja mal schauen was so geht und was so ganz nebenbei keiner wissen muss…ach ja, er war ja schon immer aufrechter Demokrat mit gewissen Freiheitsgraden, die aus seiner hochwohlgebohrenen Karriere herrühren und die er und seine Genossen selbst bestimmen, und wehe einer widerspricht…
    Es ist schon erstaunlich wen wir uns im Bundestag so leisten. Peinlich.

    Kommentar von eric am 16. November 2008 um 02:38

  10. nachdem man sich in den letzten Jahren als Rentner und dabei relativ Armer dieser Gesellschaft ohne Lobby sehr übergangen fühlte, hatten sich einige im Bekanntenkreis so ein ganz klein wenig mit den Ideen der „Links-Linken“ angefreundet. Aaaaber nach dieser unglaublichen Aktion einer Meinungsbgeschränkung durch einen Politiker: Nein danke, meine Herren. Nie wieder Nazis oder Stasi! Und den Bush sind wir ja auch hoffentlich endgültig los.
    Hoffentlich lesen das auch die Kollegen vom Herrn Heilmann, La Fontaine/Gysi und tun das einzig Richtige: Schmeißt ihn raus!

    Kommentar von Hans Patt am 16. November 2008 um 02:38

  11. Hallo,

    an der ganzen Sache verstehe ich eins nicht: Mit welcher rechtlichen Grundlage wird die weiterleitung von wikipedia.de untersagt? Auf welches Gesetz beruft sich Heilmann? Anscheinend nichts was mit Meinungs und Pressefreiheit usw. zu tun hat…

    Kommentar von joh am 16. November 2008 um 03:54

  12. Der Mann weiß nicht was er sich angetan hat.

    Kommentar von Reinhold am 16. November 2008 um 04:02

  13. Sehr geehrter Herr Heilmann,
    mir ist es ehrlich gesagt nicht sehr wichtig, ob und in in welchem Maße Sie bei der Stasi waren, aber die durch Sie veranlaßte Sperrung der deutschen Seite von Wikipedia ist neben der Unverschämtheit des Vorgangs ein ziemliches Eigentor. Gratuliere! Auf diese Weise machen Sie sehr viele Menschen auf Ihre umstrittene Biografie aufmerksam. Zudem machen Sie eindrücklich deutlich, in welcher geistig ideologischen Tradition Sie offensichtlich stehen. Bis 1989 wollte man einem ganzen Volk vorschreiben, was es zu lesen hat und was nicht. Für mich persönlich war das die schlimmste Einschränkung von Freiheit. Sie haben es damals scheinbar nicht als so schlimm empfunden und heute praktizieren Sie weiter. Ist das die Zukunft, wenn die Linke in Deutschland Macht bekommt? Im Übrigen stellt die Sperrung auch Ihrer Intelligenz kein gutes Zeugnis aus. Wikipedia ist frei – selbst Sie dürften dort etwas schreiben bzw. den vorhandenen Artikel mit Kommentaren ergänzen. Es wäre sehr einfach, Ihre Sicht der Dinge dagegenzustellen – vielleicht zu einfach?
    Da ich annehme, daß Sie sich die rechtlichen Schritte genau überlegt haben, darf ich auch annehmen, daß Sie auf diese Weise unrühmlich berühmt werden wollen und Ihrer Partei das dazu passende Image verleihen wollen. Ihr Plan wird funktionieren!
    Lutz Hillmann (Bautzen, Oberlausitz)

    Kommentar von Lutz Hillmann am 16. November 2008 um 04:14

  14. Generell sollte man bei Wikipedia darüber nachdenken, politische Einträge zu Wahlkampfzeiten zu sperren und / oder Edit-Wars durch rechtzeitige Sperren einzuschränken. Denn es ist ja bekannt, dass gerade die CDU / CSU besonders gerne eigene Einträge schönfärbt und bei politischen Gegnern diffamiert, siehe z.B. http://www.heise.de/newsticker/Politische-Grabenkaempfe-in-der-Wikipedia–/meldung/96265 oder http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20139/1.html. Die Diffamierung, Dämonisierung und Hexenjagd des bürgerlichen Lagers gegen DIE LINKE kann man seit Gründung der Partei ja in allen Medien verfolgen. So sieht bei den „Bürgerlich-Christlichen“ also demokratische und politische Kultur aus – pfui deibel!

    Gruß

    Alex

    Kommentar von Perspektive2010 am 16. November 2008 um 09:07

  15. Moin Moin!

    Als ich die Startseite von wikipedia.de gerade gelesen habe, dachte ich nur eins:

    HALLOOOO?!?! Gehts noch?!?!

    Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen.

    Was mich auch wirklich wundert:

    Warum wird wikipedia.de gesperrt obwohl der Artikel auf de.wikipedia.org zu finden ist?

    Manchmal frag ich mich wirklich, wie der Rechtsstaat auf seine Ideen … sorry … Urteile seine Begründung kommt.

    Marcel

    Kommentar von Marcel Sinemus am 16. November 2008 um 09:32

  16. Ich kann auf http://www.lutz-heilmann.info kein Impressum finden. Kann man
    dafür nicht die Seite sperren lassen?

    Kommentar von Mario Müller am 16. November 2008 um 10:44

  17. Sehr geehrter Hr. Heilmann,

    ich habe gerade gelesen, das Ihre Klage gegen Wikipedia.de erfolgreich war. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Bitte sehen Sie diese E-Mail als Glückwunsch dafür, dass Sie mit großen Schritten zurück in einen Staat fallen wollen, der von Meinungsfreiheit nicht viel hält. Sie sind sich hoffentlich der Folgen bewusst. Kaum ein normaldenkender Mensch wird sich jetzt noch überlegen, ob Sie oder die Partei der Sie angehören, eine ernst zu nehmende Alternative zu den anderen Partein darstellen. Sie stellen ein Vorbild für all diejenigen dar, die mit aller Gewalt einen Obrigkeitsstaat zurückhaben wollen. Solche Personen gehören meiner Meinung nach aus der politischen Meinungsbildung ausgeschloßen. Sie verhindern mit Ihrer Klage die freie Meinungsäußerung und Meinungsbildung mit Hilfe des Internets.
    Sollte die Intension Ihrer Klage darin bestanden haben, mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, haben Sie dies mit Sicherheit geschafft. Allerdings kann ich Ihnen versichern, das diese Art der Werbung nicht erfolgsversprechen ist.
    Als letzter Satz in diesem Zusammenhang: Ich bin politsch mit Sicherheit nicht Ihrer Meinung, aber Sie haben mir und vielen tausend Menschen in Deutschland nun gezeigt wie Sie und unter Umständen viele Ihrer Parteifreunde denken.Dies sollte für alle Menschen in Deutschland ein Zeichen sein Sie und „Die LINKE“ nicht zu wählen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hans Günter Zehe

    Kommentar von Hans Günter Zehe am 16. November 2008 um 12:07

  18. Unglaublich! Aber so lernt man den Mann kennen. Ich schließe mich voll inhaltlich der Meinung von Lutz Hillmann an.
    Die Gerichte werden hoffentlich schnell die Einstweilige Verfügung zurücknehmen.
    Walter Böcker

    Kommentar von Walter Böcker am 16. November 2008 um 12:50

  19. Wie schon andere hier geschrieben haben kannte ich diesen Mann bis gerade überhaupt nicht. Nun schon und ich hoffe man wird noch einiges über ihn und seine Partei lesen. Schade das Wikipedia ganz abgeschaltet wurde. Hoffe das es sehr bald wieder zur Verfügung steht. Es hätte doch auch gerreicht wenn Herr Heilmann sich mit den verantwortlichen von Wikipedia in Verbindung setzt und saht das auf bestimmten Seite unwahrheiten über seine Person verbreitet werden. So wie ich Wikipedia kenne wären diese Seiten bis zur vollständigen Klärung sofort abgeschaltet worden. Aber durch eine Verfügung alles sofort lahmzulegen ist ganz schöne Scheisse. Trotzdem lass den Kopf nich hängen.
    Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche.
    Gruss
    Rainer

    Kommentar von Rainer am 16. November 2008 um 13:01

  20. Sehr geehrter Herr Heilmann!
    Ich finde es sehr bedauerlich, das Sie sich zu der Sperrung von der Domain
    Wikipedia.de entschlossen haben. Das zeigt mir leider einmal mehr, wie
    unwählbar Sie und Ihre Partei sind und das Sie sich scheinbar immer noch
    nicht ideologisch in der Demokratie eingefunden haben. Eine kritische
    Auseinandersetzung zu möglicherweise falschen Sachverhalten ist mehr als
    legitim, aber nicht auf diesem Weg. Das erinnert mich stark an Regime wie u.
    a. das in China und dem dortigen Umgang mit Kritik. Schade!
    Mit freundlichen Grüßen

    Kommentar von Patrick Schmücker am 16. November 2008 um 13:02

  21. Empfehle allen interessierten Demokraten Google als Infoquelle über Herrn L. Heilmann und den Ausdruck dieser Information als Wiedervorlage zur Bundestagswahl 2009.

    Kommentar von Franz Heinrich am 16. November 2008 um 14:09

  22. Eigentor!!!!
    Der erste Gedanke bei dem Namen Heilmann dürfte doch jetzt sein: „ach der von der Stasi, der der abstreitet dabei gewesen zu sein……“
    Da hilft jetzt auch keine Verfügung und auch kein Dementi mehr. Der Herr Heilmann hat sich selbst und seine Partei, im Bewustsein der Bevölkerung, ein Stück weit in Richtung SED und Stasi gerückt.
    Weiter so, dann hat sich die Linke bald selbst erledigt.

    Kommentar von Christoph am 16. November 2008 um 14:18

  23. Dieser Rechtsstreit ist durchaus spannend. Herr, moment wie hieß er noch, hm, schon wieder vergessen, wohl zu unbedeutend sich ihn zu merken…also eine Person, die mit irgendwelchen harmlosen web-Einträgen nicht konform geht und einen vermeintlichen Angriff auf ihre Ehre darin sieht findet tatsächlich einen Richter der per einstweiliger Verfügung, man lasse es sich auf der Zunge zergehen, eine Linkweiterleitung untersagt. Das ist wirklich das Lächerlichste was ich je erlebt habe. Gleichwohl ist es auch eine schwere Beschädigung des IT Standortes Deutschland. Wer möchte seine Server zur freien Informationsweitergabe noch hier stehen haben? Genau, niemand. Der technische Wissenshintergrund aller Beteiligten erscheint auch sehr bescheiden in Anbetracht der Möglichkeiten, die das Internet bietet.
    Ich hoffe das Verfahren geht zu Gunsten Wikipedias aus und zu Lasten der Person, moment wie hieß sie bloß noch…, ist ja auch völlig egal, jedenfalls der Person die für den entstandenen Schaden in voller Höhe haftbar gemacht werden sollte. Freiheitsliebende Wähler werden diesen ungeheuerlichen Vorgang entsprechend zu würdigen wissen, ich befürchte allerdings die Straße auch.
    Ich wünsche einen schönen Sonntag.

    Kommentar von Dr. Kirsch am 16. November 2008 um 14:26

  24. Eins wird deutlich. Alle Parteien scheinen zu meinen, die Geschichte soll sich widerholen. Jetzt wird Wikipedia gesperrt. Meinungsfreiheit? Theoretisch. Es werden Kriege geführt, die durch Namensgebung die Tatsachen verschleiern (endurig freedom). Die Armen werden bestraft weil sie arm sind, die Alten weil sie alt sind usw. Die Reichen für ihre Fehler, die ganze Nationen und Völker betreffen, bekommen noch mehr Freihheit und Geld (von wem?). Werden demnächst auch die Bücher verbrannt? Hat „man“ hier in diesem Land (nicht nur hier) wirklich so wenig aus der Geschichte gelernt? Es ist erschreckend. Es geht nicht um diese oder andere Person. Es geht um geselschaftliche Tendenzen im Denken und Handeln. Übrigens, der 3Weltkrieg ist schon seit Jahren eine Wirklichkeit. Hat es eigentlich jemand gemerkt?
    Mit freundliche Grüßen
    Marcell

    Kommentar von Marcell am 16. November 2008 um 14:28

  25. Auf der Seite der Linksfraktion findet sich mit heutigen Datum eine Pressemittteilung des Herrn Heilmann. Darin erklärt er unter anderem, dass „die Weiterleitung auf die Wikipedia-Inhalte unter http://de.wikipedia.org wieder geschaltet werden kann“. Weitere juristische Schritte schließt er aus: http://www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1246470002

    Das war es dann wohl! Wann wird die Seite wieder geschaltet?

    Kommentar von H. Kayser am 16. November 2008 um 14:28

  26. Tja, schon mal jemand auf die Idee gekommen bei der Gauck Behörde einen Antrag auf Akteneinsicht für diesen Herrn von „DER Linke“ zu stellen; wäre sicher sehr spannend, was dabei herauskommt (http://www.bstu.bund.de) Mal sehen, wie schnell dann dieser „demokratischer Sozialist“ leise wird??? Klingt alles sehr nach einem Einschüchterungsversuch, vielleicht hat der nette Herr aber noch nicht ganz die Regeln des Grundgesetzes verstanden; tja nicht ohne Grund überwacht so mancher Verfassungschützer diverse Parteimitglieder dieser Partei …

    Kommentar von D. L. am 16. November 2008 um 14:33

  27. Meinungsfreiheit? Recht auf Publikation? In China wird ebenfalls der Zugriff auf (systemkritische) Internetseiten gesperrt. Hier wird Aufklärung und Wahrheit (unbequeme) unterdrückt. Peinlich!

    Mich verwundert auch, dass unser Rechtssystem (-> das Gericht) so etwas noch unterstützt u. ausführt. Es ist so, als ob man verhindert wollte, dass der Regen auf die Erde fällt…

    Kommentar von wiseclown am 16. November 2008 um 14:51

  28. Hallo,
    ich dachte erst es wäre ein Witz.
    Ich finde das ganze voll lächerlich, ich kannte ihn bis jetzt nicht.
    Ich meine durch diese Aktion hat er doch jetzt dafür gesorgt das sich viele für ihn interessieren. Und wenn er wirklich bei der Stasi gewesen sein sollte, dann weiss es bald jeder. Er hat genau das Gegenteil erreicht was er wollte.
    Ausserdem hätte er ja verlangen können seinen Beitrag zu entfernen, aber eine ganze Seite sperren zu lassen, ist schon komisch. Und die Methode erinnert mich wirklich nur an eins.
    Ich finde es nicht toll das ich Wikipedia jetzt gar nicht mehr erreichen kann und hoffe das es bald wieder möglich ist, weil ich immer tolle Infos über alles mögliche bekommen kann.
    Hoffe bald geht es wieder.

    Kommentar von Christian Thomann am 16. November 2008 um 15:01

  29. hallo ,an alle die diese art von zensur ,sehr an die alten stasizeiten erinnern!
    als ehemalige DDR-Bürgerin, weiß ich wovon ich spreche!! soweit ist es also gekommen: ein vom volk gewählter der wahrheit verpflichteter bundestagsabgeorndeter ,setzt eine datenbak lahm. warum herr heilmann, machen sie jetzt nicht weiter,wo sie ja jetzt angefangen haben. machen sie doch gleich ARD,ZDF, N24 und allen anderen medien das licht aus. den früher oder später, haben diesen fall in ihrer dateline. und dann sehen sie dass das hier in wikipedia harmlos war. toller mensch dieser herr heilmann(die linke) !!!!

    Kommentar von Martina Wilczynski am 16. November 2008 um 16:47

  30. Das Demokratieverständnis mancher Ex-Ossis lässt wirklich zu wünschen
    übrig. Sicher, er hat dabei das Gegenteil von dem erreicht, was er wohl
    wollte.
    Tja, so kanns gehen ;-)) Kann mir eine gewisse Häme nicht verkneifen…

    Kommentar von noneternal am 16. November 2008 um 16:49

  31. Hallo alle zusammen! Bevor hier weiter voreingenommen über Herrn Heilmann oder DIE LINKE abgelästert wird, sollte man sich auch die Pressemitteilung des Herrn Heilmann durchlesen. Wenn Wikipedia will, können sie die Seite und die Weiterleitung sofort wieder freischalten. Aber auf diese Weise kann man ja auch noch ein bisschen politische Stimmung machen! Armes Opfer Wikipedia! Herr Heilmann hat unzweifelhaft falsch gehandelt – keine Frage! Aber Wikipedia nutzt die Opferrolle voll aus – auch keine Frage! Man muss eben immer erst beide Seiten anhören, bevor man sich ein Urteil bildet. Hier findet man die Pressemitteilung von Herrn Heilmann:
    http://linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1246470002
    Wenn man das gelesen hat sieht die Sache ganz anders aus. Und jetzt, liebe Leute von Wikipedia, schaltet die Seite wieder frei, damit Leute wie ich weiter Infos über wichtige Dinge finden können und sich nicht um die bemitleidenswerten Statements von irgendwelchen einseitg informierten Mitbenutzern kümmern müssen! Wikipedia ist nämlich einfach nur klasse! Auch ohne Mitleid.

    Kommentar von Rolf Eberhard am 16. November 2008 um 16:49

  32. @Rolf Eberhard

    Der Wikimedia e.V. kann die Weiterleitung aber erst wieder aktivieren, wenn die EV tatsächlich aufgehoben wurde. Dies ist bisher lediglich angekündigt worden, aber eben noch nicht geschehen. Würde der Verein die Weiterleitung jetzt schon aktivieren, würde er die EV verletzen.

    Bis dahin kannst du die Wikipedia ja weiterhin unter http://de.wikipedia.org erreichen.

    Kommentar von Oliver Nee am 16. November 2008 um 17:18

  33. Also anscheinend hat Herr Lutz alles fallen gelassen, seitdem die Inhalte nun „korrekt“ vermittelt werden.

    http://www.lutz-heilmann.info/ „[Ich habe erklärt],dass ich keine weiteren juristischen Schritte unternehmen werde und die Weiterleitung auf die Wikipedia-Inhalte unter http://de.wikipedia.org wieder geschaltet werden kann[…]“

    Kommentar von Marcel am 16. November 2008 um 17:42

  34. Na da hat ja wohl mal wieder einer das Pferd so richtig von hinten aufgezäumt obwohl er den eigentlichen Verfahrensweg hätte kennen müssen (Klageschrift an Web-Seitenbetreiber).
    Ob nun seitens der beklagten „Autoren“ Wahrheit oder Unwahrheit“ ins Wiki eingetragen worden ist sei nun dahingestellt, sie werden wohl Post von einem Staatsanwalt bekommen.
    Allerdings ist nun nicht sicher, ob der benannte Politiker mit weiterem Vorgehen jetzt wo schon soviel Porzellan zerschlagen ist sich selbst und damit auch dem Ansehen seiner Partei einen Gefallen tut.
    Zurücktreten von jeglicher politischer Bühne wäre wohl jetzt eher angebracht, möglicherweise geht es Herrn Heilmann nachfolgend dann vielleicht sogar so wie Karthago, welches drei Kriege führte:
    – nach dem ersten ramponiert
    – nach dem zweiten noch bewohnbar
    – nach dem dritten nicht mehr auffindbar

    Den Wikianern weiterhin viel Erfolg!

    Kommentar von einer aus Ossiland am 16. November 2008 um 17:47

  35. […] Deutschland are going to file a counter motion tomorrow but it may still take some time before things return to normal. This is not the first time […]

    Pingback von German MP scores own goal « More shameless remarks by Larko am 16. November 2008 um 18:06

  36. Hallo nochmal, nur für die, die denken, man könnte Wikipedia nicht mehr erreichen: nur die Weiterleitung über wikipedia.de ist abgeschaltet! Wer die Adresse de.wikipedia.org eingibt kommt problemlos zur Startseite und kann sich alle Artikel anzeigen lassen, auch den über Herrn Heilmann. Was also soll das Ganze? Kann man auf diese Weise soviel an Spenden einnehmen? Schade für euch, ich wollte eigentlich auch spenden, jetzt aber nicht mehr, da ich befürchte, das euch diese Angelegenheit gerade recht kommt, um noch ein paar Spenden mehr zu bekommen. Ist das vielleicht so?

    Kommentar von Rolf Eberhard am 16. November 2008 um 18:26

  37. Wieder ein Beweis dafür, welche Staatsform sich die Partei DIE LINKE sehnlich zurückwünscht. Gelernt ist halt gelernt. Wer fünf Jahre beim MfS (Quelle: http://www.bundestag.de/mdb/bio/H/heilmlu0.html) gedient hat, dann durch die Wende sein Weltbild zerstört sieht, kann halt nicht anders. Da hilft auch kein Ring im Ohr, auch jüngere Wähler lassen sich dadurch nicht täuschen.

    Kommentar von Micha am 16. November 2008 um 18:27

  38. Auch nochmal!
    Was mich grad wundert ist die Uhrzeit hinter den Kommentaren.
    Ist das Wiki nun vollends von der Rolle?
    Meine Funkuhr zeigt jetzt grad mal 17.42 Uhr an.

    Kommentar von einer aus Ossiland am 16. November 2008 um 18:42

  39. An die Organisatoren der Wikimedia und Wikipedia,
    es ist doch klar was dieser „feine Herr“ fürchtet: die Wahrheit. Wie schwer ein schlechtes Gewissen lastet – falls er überhaupt eines hat – sieht man an solchen Aktionen. Der neben ihm sitzende Herr Gysi passt da ja voll in die Reihe. Und solche Menschen sollen an politischer Verantwortung in Deutschland teilhaben? Statt verantwortliche Politik zu machen wird aus der PDS (Nachfolgeorganisation der Unrechtspartei SED) heraus agitiert und polemisiert. Pfui Teufel.
    Michael Klopfer, Berlin

    Kommentar von Michael Klopfer am 16. November 2008 um 18:44

  40. Armes Deutschland! Unterbindung der freien Information durch die Gerichtsbarkeit. Vielleicht hätte man darauf bestehen können, die Veröffentlichung dieses einen Artikels zu verbieten. …Aber gleich das ganze Portal? Passen wir doch in Zukunft auf, wen wir da wählen und wer uns im Bundestag vertritt. Bestimmt keine Wölfe im Schafspelz.

    Kommentar von Elfi am 16. November 2008 um 19:34

  41. […] einstweilige Verfügung (siehe z. B. Wikimedia Blog) gegen den Verein fiel genau auf der Workshop, was für interessante Diskussionen sorgte. Außerdem […]

    Pingback von dapete bloggt » Wikipedia-Workshop Köln: Leute, einstweilige Verfügungen, Catgraph und Spoiler am 16. November 2008 um 20:02

  42. […] und ist damit für viele Internetnutzer in Deutschland eine beliebte Einstiegsseite. Wikimedia hat reagiert, und die Weiterleitung auf de.wikipedia.org umgehend entfernt. Die Inhalte der Wikipedia sind davon […]

    Pingback von Kennen Sie schon Lutz Heilmann | Johannes Moskaliuk am 16. November 2008 um 20:09

  43. Sehr schön Herr Heilmann.

    Bis eben wusste ich nicht einmal wer Sie sind und jetzt weiß ich sogar, was Sie sind.
    Danke für diese einfache Form der PR, welche sie in ein, sagen wir nicht allzu gutes Bild rückt.

    Leute kämpft um eure Rechte. (GG Art. 5)

    Kommentar von Kane am 16. November 2008 um 20:26

  44. Hallo Ihr leiben,
    ich verstehe das nicht ganz. Es wurde nicht der Artikel Verboten, sondern nur die Weiterleitung von Wikipedia.de auf de.wikipedia.org. Sehr ich das richtig? Also ist eigentlich der Aufwand von Herrn Heilmann doch eigentlich voll für’n arsch. Man kann den Artikel ja immer noch normal lesen. Welche Konsequenzen kann es den für Wiki noch geben? Habt Ihr jetzt große Nachteile??

    LG ein eifriger Nutzer

    Kommentar von kerub2000@web.de am 16. November 2008 um 20:34

  45. Soeben lese ich, dass Hr. Heilmann auf weitere juristische Schritte verzichtet und wikipedia.de wieder freigeschaltet werden kann.
    Diese ganze Aktion ist noch ein Grund, weshalb man solche Leute bloß nicht wählen sollte!

    Kommentar von Robert am 16. November 2008 um 20:35

  46. Hey, alle zusammen,
    mir fehlen die Worte; hier müssen „TATEN“ folgen.
    Gruß
    Stalla

    Kommentar von Stalla am 16. November 2008 um 20:54

  47. Wieso geht der nette L. Heilmann eigentlich nicht auf de.wikipedia.org und ändert den Artikel einfach ab??? Haben Linke kein Internet?

    Kommentar von Marc Naphoff am 16. November 2008 um 21:06

  48. […] Heilmann, der am Donnerstag eine einstweilige Verfügung gegen uns erwirkt hatte, ist heute zurückgerudert. Er erklärte in einem Statement: Nachdem die falschen, […]

    Pingback von Wikimedia Blog : Heilmann will den Verein nicht weiter verfolgen am 16. November 2008 um 21:47

  49. Hoffentlich stört kein weiterer „Genosse Heilmann“ den Wikipedia-Betrieb…

    Gruß

    Julia.

    Kommentar von J_u81 am 16. November 2008 um 22:56

  50. Nur mal am Rande – offenbar gab es wirklich falsche Aussagen im Text. Heilmanns Aktion war natürlich weit übertrieben. Aber man kann ihm nicht vorwerfen, daß er keine Falschaussagen über sich verbreitet sehen möchte. Wer möchte das von uns? Auch ein Politiker hat hier Rechte. Auch ein Politiker der Linken! Andere Politiker wollen eben klar gestellt haben, daß sie ihre Haare nicht färb(t)en und verklagtes deswegen Zeitungen.

    Grundproblem ist das weitgehende Unwissen, Unverständnis und offenbar auch Unvermögen, Wikipedia/Wikimedia seitens mancher Personen überhaupt zu verstehen. Soweit ich weiß, wollte Heilmann eine Gegendarstellung seitens des Vereins. Aber die Wikipedia ist kein Presseerzeugnis. Wir können uns nicht vorschrieben lassen, was wir zu schreiben haben. Negativ auch die Reaktion des Gerichtes, die dem Antrag einfach so statt gab. Dennoch ist es in meinen Augen viel Fataler für das Projekt, daß es Personen gibt, die ihre schmutzige Wäsche über die Wikipedia waschen und Rechnungen begleichen. Und unsere Mittel dagegen einfach begrenzt sind. Denn vieles können wir einfach so schwer beurteilen und nachprüfen.

    Ich bin ausdrücklich für die bereite Unterstützung dankbar, die wir bekommen haben. Auf der anderen Seite waren leider manche Kommentare die ich etwa in der Spendenliste gelesen habe nicht so prickelnd. Auch die nicht getroffene Unterscheidung zwischen Mensch und Partei, der eben in einer Partei ist, halte ich für sehr fragwürdig. Und als früherer Einwohner der DDR habe ich auch Probleme mit den ganzen Stasi-Vorwürfen. Warum ist das Verlangen der Darstellung der Wahrheit oder zumindest der Entfernung von Unwahrheiten eine Stasi-Methode? Nur weil er als junger Mann da hinein gerutscht ist? Ich bin froh, daß ich 10 Jahre jünger bin als Heilmann und nie in diese Situation kam mich zu entscheiden. Im Nachhinein waren natürlich alle „Widerständler“ und hatten nie etwas mit der Stasi zu tun und hätten ja auch nie… – tut mir leid, ich kann nicht sagen, wie ich reagiert hätte. Aus der sicheren West-Position oder aus der Entfernung von 20 Jahren kann man immer so leicht Vorwürfe treffen.

    Herr Heilmann ist mir sicher nicht der sympathischste Mensch und mit dem Vorgehen hat er sehr großen mist gebaut. Er hat unserem Projekt, seiner Partei und sich selbst großen Schaden zugefügt. Drei Dinge auf einmal – wer mag behaupten, das ginge nun wirklich nicht? Aber insgesamt bitte ich darum, etwas unaufgeregter zu sein. Wir waren ja nicht wirklich weg. Wir leben noch. und ich gehe davon aus, daß wir das auch noch lange tun werden!

    Kommentar von Marcus Cyron am 17. November 2008 um 00:04

  51. […] geführt und die Sperre nach sich gezogen haben, kann man sehr schön bei heise und wikimedia […]

    Pingback von Das Internet verstehen ist nicht selbstverständlich am 17. November 2008 um 01:19

  52. Dass Herr Heilmann Wikipedia verklagt ist eine Sache. Dass aber die deutsche Justiz nicht mehr Vernunft beweist und eine Seite sperren lässt, die für Millionen von Deutschen essentiell geworden ist, das macht mir wirklich Sorge!

    Gruß Norbert

    Kommentar von Norbert Marouschek am 17. November 2008 um 01:30

  53. Dadurch wird sie aber kein Rechtsfreier Raum. Nicht daß ich die Entscheidung verteidigen möchte (im Gegenteil). Aber diese Argumentation ist nicht stimmig.

    Kommentar von Marcus Cyron am 17. November 2008 um 02:11

  54. Dies ist das beste Beispiel dafür, dass die Partei „die Linke“ oder besser EX-SED gegen freie Information und gegen die Freiheit überhaupt steht.
    Eine passende Gelegenheit wir wir uns als Bürger dagegen wehren können ist das nächste Wahljahr: RAUS MIT DEM STASI-PACK aus unseren Parlamenten !

    Kommentar von Marc Schäfer am 17. November 2008 um 08:46

  55. also, ich habe mich dazu entschlossen, wikipedia als Online-Quelle nicht mehr zu nutzen, da es für mich überhaupt nicht mehr transparent ist, wer denn die Kontrolle über die auf der Seite veröffentlichten Inhalte hat. Ich habe mittlerweile den Eindruck gewonnen, dass das Projekt wikipedia Opfer seiner eigenen Offenheit geworden ist. Die Veröffentlichung von Texten, die Wissen darzustellen beanspruchen, ist hier lediglich zum Reflex der jeweiligen Lage des Kraftverhältnisses im Machtkampf von Interessengruppen geworden. Die Gruppe, die in der Lage ist, diesen Interessenkampf für sich zu entscheiden, bestimmt was als ‚Wissen‘ veröffentlicht wird. Schade, aber das Projekt ist leider zum Werkzeug von Herrschaft geworden.

    Kommentar von salvo am 17. November 2008 um 09:56

  56. Herr Heilmann hat sich mit seiner Einsweiligen Verfügung sicher keinen Gefallen getan: Jetzt wird mehr über die ‚Gerüchte‘ diskutiert als je zuvor. Mit einer Stillen Änderung des entsprechen Inhalts bzw. mit einer schriftlichen Beschwerde an die Wikipedia mit der Bitte zur Entfernung hätte die Angelegenheit sicher besser geklärt werden können.
    Hoffe ihr könnt die Weiterleitung bald wieder reaktivieren und wünsche viel Erfolg in der Zukunft!

    Kommentar von Ben am 17. November 2008 um 10:04

  57. Der feine Herr Heilmann hat kein Impressum auf seiner Seite.
    Das darf er nicht.
    Der feine Herr Heilmann zahlt als MdB 176,- Euro Krankenkassenbeiträge.
    Das darf er.
    Jeder darf die PDS wählen.
    Es werden weniger werden.

    Kommentar von jürgen am 17. November 2008 um 11:37

  58. Seid doch froh, daß H. Heilmann die Informationsfreiheit fördert?! Als Bundestagsabgeordneter kann er sich (von unserem Geld) alle möglichen Abos und Informationsquellen leisten, um ständig informiert zu sein. Wir gewöhnliches Volk, die wir uns alle möglichen Hintergrunddaten aus kostenlosen Quellen im Internet besorgen müssen, sind jetzt halt von Information frei. 824.999 Artikel nicht mehr über wikipedia.de zugänglich, weil 1 Artikel Herrn Heilmann nicht passt und er auch nicht auf den Link zu „bearbeiten“ oder auf den Tab „Diskussion“ klicken will…

    Kommentar von Hannes B. am 17. November 2008 um 14:03

  59. […] Kayser | 16. November 2008 um 14:28 | Permalink Auf der Seite der Linksfraktion findet sich mit heutigen Datum eine Pressemittteilung des Herrn […]

    Pingback von Wikipedia lahm gelegt - Seite 2 - The Bloody Network :: We are here to Stay am 17. November 2008 um 15:28

  60. Die LINKE, die solche Parteigenossen hat wie Herrn Heilmann, braucht keine Feinde mehr…

    Mein Gedanke in diesem Zusammenhang: Die SED/ PDS/ Linke) hat den Sozialismus gründlich ruiniert. Nun nimmt sie sich den Kapitalismus vor. Viel Erfolg wünsche ich…

    Kommentar von Rainer am 17. November 2008 um 16:24

  61. Vielleicht haben wir ja Glück – und es gelingt ein zwites Mal :P ~~~~

    Kommentar von Marcus Cyron am 17. November 2008 um 17:16

  62. […] Wikimedia Deutschland wieder funktioniert, nimmt Wikimedia Blog zur Sperrung Stellung (der “Bürger-Herold” hat darüber berichtet). Damit ist […]

    Pingback von Kein Grund zur Verharmlosung | Bürger-Herold am 17. November 2008 um 17:23

  63. Wenn ich mit ultrarechten Methoden arbeite, wie könnte ich da links sein? Wer sollte mir dann noch glauben, ich wünschte mir etwas anderes zurück, als meine alte Macht?

    Wenn ich Mitglied einer Linken Partei wäre, die mich mit meine ultrarechten Methoden duldet, wie könnte diese Partei glauben, sie diskreditierte sich nicht ebenfalls?

    Viele werden wohl jetzt schauen, ob die richtigen Konsequenzen gezogen werden, ob Die Linke im Umgang mit Rechten wirklich links ist, oder sich nur so nennt.

    Kommentar von yellowbay am 17. November 2008 um 18:54

  64. Netter Rückzieher von Herr Heilmann.

    http://www.lutz-heilmann.info/

    Kommentar von Klaus am 17. November 2008 um 22:25

  65. @Marcus Cyron – Danke, Nr. 44 trifft die Sache auf den Punkt und dem Kommentar ist wirklich nichts mehr hinzuzufügen!

    Kommentar von The Sysout am 18. November 2008 um 06:29

  66. @marcus Cyron

    Deine differenzierte Stellungnahmen ist zu begrüßen, wobei sie nicht auf das Grundproblem eingeht, wie man vor Mißbrauch bei einem solchen grundsätzllich progressiven Projekt denn schützen will. Das Grundproblem wurde sehr anschaulich in einem Beitrag im Heise Forum beschrieben:
    „Was ist denn eigentlich passiert?
    Da wurden in einem WP-Artikel schmähliche Unwahrheiten über eine
    Person veröffentlicht.
    Die geschädigte Person hat von einem Richter verfügen lassen, dass
    diese Veröffentlichung eingestellt wird.
    Was hätte die Person denn sonst unternehmen können? Hier glaubt doch
    hoffentlich keiner ernsthaft, dass der Betroffene per
    „Diskussionsbeitrag“ auf der Artikeldiskussionsseite auch nur irgend
    etwas erreicht hätte*. Man darf ja nicht vergessen: Über den
    Wahrheitsgehalt des aktuellen Artikels wird in der Wikipediagemeinde
    (= die „lautesten“ Mitgliedern mit der meisten freien Zeit) im
    Zweifelsfall ja „abgestimmt“. Die Wikipedia unterliegt ja bzgl. Ihrer
    Selbstwahrnehmung permanent dem Trugschluss, dass das Wissen dort
    demokratisch gesammelt wird (was ja sogar an sich schon mal ziemlich
    unmöglich ist).
    Soll sich der Geschädigte also wirklich tagelang hinsetzen und dort
    gegen eine diffuse (Admin)Gegnerschaft mit einem Bedarf an Feindbild
    und Überlegenheitsgefühl so groß wie ihr Freizeitpotenzial
    anargumentieren? Ist ebenjener Vorschlag von Moleski wirklich ernst
    zu nehmen und glaubt der WP-Geschäftsführer-Heini am Ende wirklich
    selbst an diesen Vorschlag?
    Wer Probleme mit der Sperrung hat, hat m.E. auch ein Problem mit
    unserem Rechtsstaat. Diese Leute frage ich: Sollten in unserem Staat
    die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen letztendlich lieber durch
    Wikipedia-Richtlinien-Verwaltungs-Freizeitadmin-Gekröse als durch
    ordentliche Gerichte geschützt werden? Schönen Dank auch –
    schreckliche Vorstellung.“

    Kommentar von salvo am 18. November 2008 um 11:27

  67. Zum Kommentar Nr. 44: Der Mann ist nicht einfach »da hinein gerutscht«! Er hat sich sein Stasileben ausgesucht und der Staatsapparat (SED/MfS) hat sich IHN ausgesucht. Ein Übereinkommen auf Gegenseitigkeit. Man mußte nicht zum Stasi-Spitzel werden, so wie man auch den Schießbefehl am (in DDR) sogenannten »Antifaschistischen Schutzwall« hätte verweigern können indem man einfach daneben schießt. Keiner ist unfreiwillig Grenzer geworden. Auch hier die gleiche Situation.
    Zum Kommentar Nr. 54: Das sind keine »ultrarechten Methoden«! So wie RECHTE und LINKE sich nur im Farbton unterscheiden (braun-rot), genauso IST Gestapo und Stasi EIN UND DASSELBE. Deren Spitzelmethoden basieren beide auf unserer deutschen Spießermentalität: Wenige Hauptamtliche, ein Heer von Stasi-bzw. Gestapo-Zuträgern.
    Als einer, der in DDR aufgewachsen ist, verbitte ich mir solche unqualifizierten Aussagen von Wessis oder Leuten, die mit der »Gnade der späten Geburt« (Helmut Kohl, 1984) ausgestattet sind.

    Kommentar von Charlie am 18. November 2008 um 11:53

  68. Salvo zitiert Heise in Nr. 57: „Da wurden in einem WP-Artikel schmähliche Unwahrheiten über eine Person veröffentlicht.
    Die geschädigte Person hat von einem Richter verfügen lassen, dass
    diese Veröffentlichung eingestellt wird.
    Was hätte die Person denn sonst unternehmen können? Hier glaubt doch
    hoffentlich keiner ernsthaft, dass der Betroffene per
    “Diskussionsbeitrag” auf der Artikeldiskussionsseite auch nur irgend
    etwas erreicht hätte*.“

    Also ich kann nur sagen, ich bin über die ganze Schei… gestolpert, weil Heilmann genau an dem Tag den Link zu Wikipedia.de hat unterbinden lassen, als ich in eigener Sache in einem Artikel über das Motorrad Honda PC800 einige Passagen geändert wissen wollte. Duplizität der Ereignisse.

    Was kann man daraus lernen?

    a.) Heilmann hatte ein (sein) Problem. Er hat 824999 andere Artikel gleich mit sperren lassen, darunter mir die Möglichkeit genommen, mit anderen, die den Weg über Wikipedia.org nicht kannten. mich über die Änderung auszutauschen.

    b.) Ich habe als totaler Newcomer die von mir gewünschte Änderung eingetippt, dann hat jemand anders eingegriffen, dann habe ich unter „Diskussionen“ gesagt, warum ich die Änderung haben will, dann hat jemand geantwortet und eine Berichtigung vorgenommen.

    Fazit: Werde ich von Wikipedia.de nun besser behandelt als Heilmann? Hätte die unbekannte und fast anonyme Community bei Wikipedia wirklich jede Stellungnahme, Diskussion und Korrektur abgelehnt, bloß weil sie alle etwa keine Ex-MFS-Mitarbeiter als Politiker mögen? Nein, natürlich nicht. Man gucke sich zum Punkt Heilmann doch mal den Diskussions-Tab an, wie viele Leute sich da wie viele Gedanken gemacht haben. Um so einem Hinterbänkler gerecht zu werden, wurden hier Dutzende von Arbeitsstunden der Community investiert. Die Masse kann sich eben keinen Anwalt leisten, während der von uns bezahlte Politiker mit seiner Vergangenheit aus einem undemokratischen Staat mit dem Hammer draufhaut.

    Die jetzt geäußerte Einsicht und Entschuldigung ist ja ganz nett, aber nur ein Nachgeben gegenüber seiner Fraktion. Von dort hat man mir auf Protest geschrieben, u.a. „Lassen Sie uns zunächst darauf hinweisen, das Lutz Heilmann seine Entscheidung mit der Fraktion nicht abgesprochen und nicht abgestimmt hatte. Die Fraktion hat sich sofort darum bemüht, eine schnelle Lösung im Sinne aller Beteiligten – auch und gerade im Interesse der Nutzerinnen und Nutzer – zu finden.“ (Ich zitiere dies, weil ich glaube, daß es nicht die Vertraulichkeit bricht, sondern eine offizielle Antwort an zweifellos hunderte von Leuten ist).

    Kommentar von Hannes B. am 18. November 2008 um 13:11

  69. in dem von Dir editierten Text ging es um einen Dir äußerlichen Gegenstand, nicht um Deine eigene Person. Bei dem Gedanken, dass wikipedia ein Artikel über meine Person enthält, der Wissen über mich selbst zu sein beansprucht, an dessen Bildung sich jeder mehr oder weniger unkontrolliert beteiligen kann, würde mir sehr unwohl. Wäre es dann einfach nur mein Problem? Müßte ich mich jetzt zu jeder Zeit darum kümmern zu verhindern, dass dort nicht persönliche Feinde, irgend welche andere Interessierte, ‚falsches Wissen‘ verbreiten?
    Das Grundproblem bleibt, wie schützt sich wikipedia selbst bei ihrer eigentlich progressiven Aufgabe vor solchem Mißbrauch? Wie stellt sie sicher, dass es bei dieser dezentralen und direkten Bildung von ‚Wissen‘ es nicht zur Vermischung mit realen Interessen kommt? Der Umstand, dass eine Gruppe von interessierten Menschen bestimmt, was Wissen ist, mag in gewissen Sinne demokratisch sein, aber wie trennt man aber dennoch hier Wissen von Interesse?

    Kommentar von salvo am 18. November 2008 um 14:21

  70. Jaja, salvo, mir ist grundsätzlich auch nicht sehr wohl bei dem Gedanken, daß Wikipedia einerseits als Informationsquelle allgemein anerkannt ist, auf der anderen Seite jeder was reinschreiben kann. Ich weiß nicht, wie sie’s machen, aber ihre Schöpfer machen’s: die Einträge sind „gefühlt“ jedenfalls objektiver als bei allen möglichen anderen Medien, angefangen bei Tageszeitungen und Onlineportalen. (Ich weiß, daß TD*l*polis den links/grünen Standpunkt vertreten wird, schon bevor ich drin zu lesen anfange, und ich weiß, daß eine führende Tageszeitung in einer ehemaligen Bundeshauptstadt in 90 Prozent aller berichteten Motorradunfälle das Wort „Raser“ für den Verunglückten gebrauchen wird, auch wenn es wieder mal sonnenklar ist, daß ein halbblinder Opa einen 17jährigen Kleinkraftradfahrer gebügelt hat…).

    Deswegen habe ich mich so weit mit der Schilderung meines (belanglosen) Falles aus dem Fenster gelehnt. Den Eintrag über ein Motorrad habe ich geändert (bekommen). Haben sich die Diskutanten, in einem kommerziellen Wissensportal würde man sie Editoren nennen, in dem Heitman-Eintrag jetzt nur deshalb tagelang in die Wolle bekommen, weil sie entsetzt waren, daß der deutsche Wikimedia e.V. verklagt werden sollte, oder hätte Heitmann vielleicht auch so eine Änderung erlangt, mit viel weniger Geld und Mühe, als wenn man sich durch eine Einstweilige Verfügung weltweit bekanntmacht?
    Und ist es nicht so, daß durch Einträge in dem „Diskussions“-Tab, der auch jedermann offensteht, auf ewig eine Gegendarstellung bestehen bleibt, selbst wenn sich auf der Artikelseite eine andere oder kürzere Version einpendelt?

    Kommentar von Hannes B. am 18. November 2008 um 16:25

  71. Dem würde ich zustimmen… Ich denke, Heilmann hat ein Recht, Falschinformation über ihn zu entfernen (Die Würde eines Menschen ist unantastbar) – wir wissen ja nicht, ob es Falschinformation ist oder nicht und dürfen deshalb diese Möglichkeit nicht aus den Augen verlieren – und dementsprechend seine Würde bewahren durfte/sollte. Er war auch nicht verpflichtet, dies über den Diskussions-Tab zu bewerstelligen, auch wenn dies wesentlich intelligenter gewesen war und auf jeden Fall effektiv, sondern hatte ein Recht, dies auf gerichtlichen Weg zu bewerkstelligen – Wikimedia damit zu zwingen, die umstrittenen Inhalte rauszunehmen wäre dann hierbei die intelligentere Lösung gewesen. Doch auch hier entschied er sich offensichtlich dagegen und sperrte aus Protest die Verlinkung zu de.Wikipedia.org. Viele sagen dazu: Es werden freie Informationen gesperrt – typisch Linke!
    Doch auch hierbei sollte man beachten, dass die Inhalte immernoch erhältlich sind – nur nicht unter der allgemein bekannten seite wikipedia.de sondern unter de.wikipedia.org – und die Informationen somit nicht gesperrt wurden (hier kann man dem Wikimedia-Team vorhalten, dass es tatsächlich auf der Startseite von wikipedia.de den Anschein hatte, als wäre die gesamte Seite Enzyklopädie lamgelegt –> fehlender Verlinkung). Dass dies nur indirekt zur „Bereinigung“ des Artikels über Heilmann führte, war diesem wahrscheinlich bewusst – Sogar linke können denken ;) – vllt. wollte er auf eine fehlende oder mangelhafte (/tatsächlich wahrscheinlich verzögerte) Überprüfung von Wikipedia-Artikeln hinweisen und die Besucher dieser Seite „wachrütteln“ – was voll nach hinten losgegangen ist.

    Ich sympathisiere nicht mit den Heilmann oder mit den Linken, ich bin jedoch stark an der Wahrheitsfindung interessiert. Meine Ansätze zur Verteidigung Heilmanns stammen allein aus meiner Überlegung und müssen weder korrekt noch die einzigen Argumente sein. Überlegt euch bitte vor eurer Verurteilung, was die Person sich bei seiner Aktion vllt. anderes gedacht haben mag, als ihr, auch wenn es euch besser passen würde, diese Person am Pranger zu sehen.

    Kommentar von Lukas am 18. November 2008 um 18:35

  72. Sollte jemand Lust haben, eine kleine Spende für Wikipedia abzugeben, ohne dafür zu zahlen? Die Spendenaktion von Maastrek macht’s möglich. 10,- € zahlt Maastrek an Wikipedia für jeden Blogbeitrag mit Link auf die Aktion. http://www.maastrek-werbeartikel.de

    Kommentar von maashil am 18. November 2008 um 20:07

  73. Von Meinungsfreiheit hatte die Stasi noch etwas gehalten. Warum sollte Herr Heilmann – den Namen muss man sich merken – sein Rechtsverständnis auch ändern? Übrigens Heilmanns Partei „Die Linke“ ist auch die Partei von Oskar!

    Kommentar von Uwe Lucke am 18. November 2008 um 22:45

  74. Hallo,

    ich möchte Euch bitten, die einstweilige Verfügung im Originaltext öffentlich zu machen, inkl. des Namens des Richters, der die E. V. erlassen hat. (als Scan?)

    Immerhin geschah dies, ohne dass der Wikimedia.de Gelegenheit zu einer Stellungnahme gegeben wurde.

    Kommentar von Bertr Marco Schuldes am 19. November 2008 um 05:47

  75. […] Deutschland ha già preparato l’appello, teso a dimostrare come la società che gestisce il dominio tedesco non sia […]

    Pingback von Wikipedia censurata in Germania am 27. November 2008 um 09:22

  76. ich weiss garnicht warum der sich so aufregt die stasi war doch nichts im gegensatz dazu was in unserem lande geschieht.halt alles nur moderner mit mehr technik. ich glaube die haetten frueher gerne von uns gelernt

    Kommentar von claus guegel am 27. November 2008 um 17:30

  77. Ich kenne den Fall nicht. Falschaussagen über eine Person sind aber keinesfalls zu tolerieren. Informationsschutz steht über Informationsfreiheit.
    Ich denke, dieses Thema wird in der Zukunft das Aussehen des Internets im Allgemeinen sehr beeinflussen.

    Kommentar von Rainer Buhl am 29. November 2008 um 13:14

  78. Es geht um diesen Beschluss des Landgericht Lübeck – 5 O 244/08 – vom 13.11.2008
    http://www.buskeismus.de/urteile/5O24408_lg_Luebeck_wikipedia.pdf

    Kommentar von WiKL am 30. November 2008 um 12:24

  79. Es ist beängstigend, wozu sich ein Gericht hinreissen lässt.

    Was hätte wohl der Richter unternommen, wenn der Artikel über Herrn Heilmann in der Papierausgabe der „Frankfurter Allgemeinen“ erschienen wäre?

    Hätte er die gesamte Tagesausgabe einstampfen lassen?

    Da wäre aber ein Aufschrei durchs Land gegangen.

    Kommentar von Rudolf am 30. November 2008 um 12:35

  80. […] Deutschland ha già preparato l’appello, teso a dimostrare come la società che gestisce il dominio tedesco non sia […]

    Pingback von Wikipedia censurata in Germania | CityStar am 30. November 2008 um 23:02

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