Archiv für die ‘Vorstand’ Kategorie



Ein besonderer Ort für eine Rede

Fotograf: Rock drum
Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Nachdem die Eröffnungszeremonie in der Library of Congress bereits kurz beschrieben wurde, möchte ich gern in Ergänzung zu den ersten hier im Blog beschriebenen Eindrücken die Rede von Pavel veröffentlichen.

Die Library of Congress ist ein überwältigender Ort – die Bilder sprechen für sich. Noch überwältigender ist es, in einer der bedeutendsten und größten Bibliotheken der Welt eine Rede vor Hunderten Wikipedianern und geladenen Gästen aus aller Welt zu halten. Der Wermutstropfen: Die Akkustik war so schlecht, dass die Rede nur mit viel Mühe zu verstehen war….und selbst dann, haben sicherlich viele kaum hören können, was Pavel Richter zum Verhältnis zwischen der World Digital Library und Wikipedia zu sagen hatte:

Wow, what a place. I am sure I speak fore very Wikipedian in this room when I say thank you for having us here, at the Library of Congress.

When I was asked to speak about the values the World Digital Library and Wikimedia share, and that I would have just 5 minutes for it, I thought to myself: That is impossible! So let me focus on some key aspects:

The Library of Congress was build as a place to gather, to share and to produce knowledge and make it accessible to everyone. Similar places have been build around the world for thousands of years, to further the progress of knowledge and
creativity. Wikipedia would not be possible without such places.

On the website of the World Digital Library, it says:

The basic idea was to create an Internet-based, easily-accessible collection of the world’s cultural riches that would tell the stories and highlight the achievements of all countries and cultures, thereby promoting cross-cultural awareness and understanding.

You do not have to change a single world to describe Wikipedia!

The World Digital Library and Wikipedia are both places that are not bound by physical boundaries, making it even easier to participate in the production and the exchange of knowledge. Yet, for the same end, we use different means: The World Digital Library pursues its mission by making available cultural treasures, in the form of images, maps, or documents.

Wikipedia is an encyclopedia, and therefor a summary of knowledge, written by the very same people that use it. And since Jimmy Wales started Wikipedia – just 11 years ago – hundreds of millions of people got access to knowledge they never had before.

The mission of the World Digital Library is to promote international and intercultural understanding; it provides information to everyone on the internet; and and so does Wikipedia. But Wikipedia is more than just a website, it is the result of international and intercultural collaboration.

We are doing the same thing, for the same reasons, for the same people in the same medium, so we should be doing it together.

Cooperation with cultural institutions such as Galleries, Libraries, Archives and Museums is an important part of the Wikimedia movement. Worldwide, Wikipedia volunteers engage with local partners to work together to produce open-access, freely-reusable content for the public. Wikipedians in Residence are working side by side with researchers and scientists in cultural and scientific institutions, acting both as advisers within and as spokespersons for “their” museum, their archive or their library.

Wikipedia and its community can bring skills, experience and abilities to such cooperation, which could not be found anyplace else. These examples show how the curating role of institutions changes in the information age. The future lies within the cooperation of established institutions and Wikipedia with its global community. Together they form a model of what has been termed “open authority”.

And in this monument to knowledge which is the Library of Congress, hundreds and hundreds of Wikipedians from around the world came together tonight – and you are a perfect fit for this place. The personal involvement and a deep  understanding is what drives us, what we all have in common and what we stand for. For we all share the same idea, the same passion and the same mission: to transform information into knowledge, to make it available to every person on the planet.

Thank you.

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Bericht zur zweiten Präsidiumsklausur


Präsidium und Vorstand bei der Klausur.
Urheber: Dirk Franke, Lizenziert unter CC-BY-SA 3.0
→ weitere Bilder

Letztes Wochenende trafen sich Präsidium, Vorstand sowie das frisch gewählte WCA-Ratsmitglied Markus Glaser zur zweiten Klausur in diesem Jahr. Die Tagesordnung (einmalige Anmeldung erforderlich) war mit wichtigen Themen gefüllt: dazu gehörten die laufenden Diskussionen über die Art und Weise, wie die international gesammelten Spenden zukünftig weltweit verteilt werden sollen, die Wahl eines neuen Stellvertretenden Vorsitzenden, der Aufbau der Wikimedia Chapters Association, die Vorbereitung der Vorstandsbewertung, der dritten Runde des Community-Projektbudgets, der Überarbeitung des Kompass 2020, Diskussionen zur Vergabe von Stipendien, dem Bericht vom WikiWomenCamp oder der politischen Positionierung des Vereins.

Das Protokoll der Klausur wird in Kürze veröffentlicht. Vorab aber hier schon einige wichtige Punkte, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Nach dem Rücktritt von Sebastian Wallroth vom Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden am 11. Juni 2012 obliegt es dem Präsidium satzungsgemäß, aus seiner Mitte einen Nachfolger für den Rest der Wahlperiode zu wählen. Auf der Klausur wurde die bisherige Beisitzerin Anja Ebersbach in dieses Amt gewählt. An dieser Stelle möchte ich mich auch persönlich noch einmal für Sebastians Arbeit bedanken und ihm alles Gute für seine Zukunft wünschen.
  • Präsidium und WCA-Rat werden zukünftig eng zusammenarbeiten. Hierfür wird Markus Glaser, der von Wikimedia Deutschland in den Rat gewählt wurde, in die interne Kommunikation des Präsidiums eingebunden und auch zu allen Sitzungen eingeladen. Gleichzeitig soll es zukünftig für die internationalen Themen eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Präsidiumsmitgliedern, dem WCA-Ratsmitglied, Mitarbeitern von Wikimedia Deutschland und Interessierten aus der Community geben.
  • Das Präsidium wird wie in den Vorjahren gemeinsame mit den Mitarbeitern die Arbeit des hauptamtlichen Vorstands bewerten. Die Vorbereitungen dafür laufen jetzt an, mit dem Ziel, die Bewertung bis Ende August abgeschlossen zu haben.
  • Die Überarbeitung des Kompass 2020 geht voran. Im Ressort Politik & Gesellschaft gibt es einen Entwurf für neue strategische Ziele, an denen sich die Arbeit des Vereins in den nächsten Jahren orientieren soll. Die neuen Ideen aus dem Ressort sollen sowohl online im Vereinsforum als auch offline auf einer Städtetour vorgestellt und diskutiert werden.

Wie auch die Sitzungen zuvor, war diese Klausur von großer Konzentriertheit und Konstruktivität geprägt. Vielen Dank an alle Beteiligten für die Vorbereitung und die Teilnahme!

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Italienische Wikipedia im Streik

Die italienische Wikipedia-Community ist in diesen Tagen einen Schritt gegangen, der so in der 10-jährigen Geschichte der freien Enzyklopädie einmalig ist. Seit gestern Abend  ist die italienische Version der größten Wissenssammlung der Menschheit für Leser nicht mehr erreichbar – die Inhalte sind vorübergehend versteckt. Stattdessen erklärt ein Brief die Gründe für dieses Vorgehen. Ursache dafür ist der Paragraph 29 eines italienischen Gesetzesentwurfs, den das italienische Parlament zurzeit debattiert. Dieser enthält eine Verpflichtung für Webseiten, innerhalb von 48 Stunden kommentarlos jegliche Korrektur am Inhalt vorzunehmen, die der Antragsteller im Interesse seiner Reputation fordert. Unerfreulicherweise verlangt dieses Gesetz keine Evaluation durch eine unabhängige dritte Person.

Die ehrenamtlichen Wikipedia-Autoren haben in den letzten 10 Jahren in Gemeinschaftsarbeit eine neutrale, frei lizenzierte und vor allem unabhängige Wissensquelle erstellt. Relevanzkriterien, Löschanträge, Änderungen in Artikeln und Umgang mit Persönlichkeitsrechtsverletzungen werden öffentlich diskutiert. Durch Quellennachweise, Belege und die Einhaltung eines neutralen Standpunkts wird die Qualität der Artikel gesichert.  Wikipedia hat eine Reihe von Mechanismen etabliert, über die Sorgen und Beschwerden von Einzelpersonen oder Organisationen gesammelt und gelöst werden. Das jetzige System zur Entfernung falscher Informationen ist erprobt und belastbar. Diese bewährten Arbeitsmethoden sind nun durch eine mögliche Gesetzesänderung in Italien in Frage gestellt und damit werden die Grundprinzipien der freien Enzyklopädie missachtet.

Seit Bestehen des Online-Lexikons haben Wikipedia-Benutzer auf Nachfrage hin jede Art von Inhalt überprüft, der für jemanden nachteilig sein könnte, ohne dabei auf die Neutralität und Unabhängigkeit des Projektes verzichten zu müssen. Eine Korrektur ohne Recht auf Diskussion und Überprüfung der Inhalte veröffentlichen zu müssen, würde zu einer inakzeptablen Einschränkung der Freiheit und Unabhängigkeit von Wikipedia führen.

Als gemeinnütziger Verein zur Förderung Freien Wissens setzt sich Wikimedia Deutschland nicht nur für den freien Zugang zu Wissen ein, sondern fördert und unterstützt auch die Erstellung und Verbreitung von Freiem Wissen. Wikimedia Deutschland ist nicht an redaktionellen Prozessen beteiligt und mischt sich auch nicht in die gewachsenen Strukturen und das komplexe Regelwerk von Wikipedia ein. Die aktuelle Diskussion über den Gesetzesentwurf in Italien widerspricht jedoch unseren Grundsätzen und der Mission der Förderung Freien Wissens.

Die italienische Autoren-Gemeinschaft hat sich für eine drastische Reaktion entschieden, die nicht nur auf Zuspruch stößt. Vielleicht hätte es andere Maßnahmen gegeben, um auf die Probleme aufmerksam zu machen. Aber die Entscheidung, Wikipedia für geplante 48 Stunden nicht verfügbar zu machen, ist zumindest sehr wirkungsvoll. Es geht hier um ein grundsätzliches Problem im Umgang mit Freiem Wissen, Neutralität und Meinungsfreiheit. Dies zeigen auch die zahlreichen Medienberichte, Online-Unterstützer weltweit und Solidaritätserklärungen.

Wikimedia Deutschland steht an der Seite der Freiwilligen aus Italien, die gegen den „Kill-Blog“ genannten Gesetzesentwurf protestieren. Dieses Gesetz würde die Arbeit von Projekten wie Wikipedia behindern: offene, ehrenamtliche und gemeinschaftliche Orte, die dem Teilen von Wissen gewidmet sind. Ganz zu schweigen von der Einschränkung der Möglichkeit für alle Internet-Benutzer, sich an demokratischen Vorgängen zu beteiligen und ihr Recht auf freie Rede auszuüben.

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Q2010/1: Der Vorstand – das unbekannte Wesen (Teil 2)

Dem letzten Quartalsbericht gab meine Kollegin Alice den Titel „Der Vorstand – das unbekannte Wesen“. Nun, wem die Mitglieder des Vorstands tatsächlich noch unbekannt sind erhält bald die Möglichkeit, diese persönlich kennen zu lernen, denn die Mitgliederversammlung 2010 rückt in greifbare Nähe.

Dementsprechend stand hauptsächlich auch die Vorbereitung derselbem auf dem Programm des ersten Quartals 2010. Eine Sitzung oder eine Klausurtagung gab es von Januar bis März nicht, dafür aber sechs Telefonkonferenzen.

Im Januar wurde dabei hauptsächlich über die Personalausstattung der Geschäftsstelle gesprochen. Wie ihr sicher bereits wisst, haben wir seit dem 1. März zwei Mitarbeiter mehr: Nicole als Projektmanagerin und Till als Fundraiser. Ausserdem konnte die Stelle des Toolserver-Admins mit River besetzt werden.

Die beiden Telefonkonferenzen im Februar waren ausnahmsweise beide angenehm kurz – in der Hauptsache ging es um die Arbeit der Geschäftsstelle (Chapters Meeting, Developer Conference, Mitgliederversammlung, geplante Projekte im Rahmen des Kompass 2020), es gab einen Rückblick auf den erstmals abgehaltenen Vorstandschat und es wurde mit der Zeitplanung für die Mitgliederversammlung 2010 begonnen.

Im März 2010 drehte sich dann fast alles um die kommende MV. Es gab eine ganze Reihe von Anträgen, Geschäftsordnungen und eine neue Wahlordnung zu besprechen. Neu eingeführt wurden in diesem Zusammenhang Rechenschaftsberichte der einzelnen Vorstandsmitglieder, in denen diese über ihre Tätigkeiten im vergangenen Jahr berichten werden.

Aus dem Nähkästchen geplaudert: die Geschäftsordnung

Die oben vorgestellten Ergebnisse des ersten Quartals scheinen auf den ersten Blick nicht sonderlich umfangreich zu sein, wie so oft steckt aber auch hier „der Teufel im Detail“ – was ich an der neuen Geschäftsordnung/Vorstand kurz erläutern möchte. Es ist (leider?) nicht so, dass wir jemand haben, der uns eine Auswahl an Vorschlägen für eine solche Geschäftsordnung auf dem goldenen Tablett serviert und wir nur die für uns passende aussuchen müssen. Vielmehr beginnt es meist damit, dass ein Mitglied des Vorstands eine Idee hat, was man durch eine Geschäftsordnung einmal ordentlich und verbindlich regeln müsste und daraufhin ein erstes Konzept dazu erstellt. Nun sind die Vorstandskollegen aufgerufen, diese Idee, das Konzept zu ergänzen, zu prüfen und zu verbessern. Dieser Prozess braucht einfach seine Zeit, denn schließlich haben wir alle kein Parteibuch, sondern vielmehr eine eigene Meinung – auch zu einer Geschäftsordnung. Immer wieder erstaunlich ist aber, dass man sich schlussendlich doch auf ein Ergebnis einigen kann – so wurde z.B. die Geschäftsordnung/Vorstand ohne Gegenstimme beschlossen. Sie regelt nun – teilweise sehr detailliert – die Aufgaben des Vorstands an sich, die Aufgaben der einzelnen Vorstandsmitglieder, den Ablauf von Sitzungen, das Vorgehen bei einem Wechsel bzw. einem Rücktritt und beinhaltet außerdem eine Vertraulichkeitserklärung.

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Q2009/4: Der Vorstand – das unbekannte Wesen

„Was macht denn eigentlich der Vorstand?“ ist eine Frage, die ich in persönlichen Gesprächen höre und die auch immer mal wieder in Kommentaren und Mails auftaucht. Mindestens zwei Varianten sind dabei besonders häufig: Der Wunsch nach einer Reaktion des Vorstands ist eine davon, Nachfragen über die Vorstandsarbeit, ihre Inhalte und Organisation eine andere. Auf die erste kann nur situationsabhängig reagiert werden; die letzte möchten wir bewusst aufgreifen und euch in Form von regelmäßigen Quartalsberichten Einblick in die Vorstandsarbeit geben.

Mit jedem neuen Quartal wird es einen Rückblick auf das vergangene Vierteljahr geben. Daher beginnen wir mit dem Bericht für das vierte Quartal 2009, kurz Q2009/4. Das meiste ist mit Erscheinen des Quartalsberichts bereits bekannt. Wenn es Auswirkungen auf die Geschäftsstelle hat oder dort inhaltlich angesiedelt ist, wurden die Themen bereits von Pavel aufgegriffen, in anderen Fällen gab es schon separate Meldungen von Vorstandsmitgliedern.

Wir wollen versuchen, euch in diesen Berichten über unsere Arbeit zu informieren und dabei auch einige grundsätzliche Fragen zum Vorstand zu klären, sozusagen im guten Sinne ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.

Hier also die Zusammenfassung von Oktober bis Dezember 2009:

Oktober

Die Arbeiten am Kompass 2020 waren ein Schwerpunkt der Vorstandsarbeit im Oktober. Auf Meta, angekündigt durch separate Blogbeiträge, wurden die strategischen Kernziele der fünf Vorstandsressorts Freiwilligenförderung, Lobbying, Public Relations, Qualität und Usability/Technik veröffentlicht.

Zwei Telefonkonferenzen dienten der Abstimmung offener Fragen und dem Austausch von aktuellen Informationen. Wir nutzen diese Form des Treffens regelmäßig alle zwei Wochen. Nur wenn tatsächlich kein aktueller Beratungsbedarf besteht, fällt eine Telefonkonferenz aus. Pavel nimmt an den Konferenzen regelmäßig in informierender und beratender Funktion teil. Im Oktober war Schwerpunkt der Telefonkonferenzen die anstehende Spendenkampagne. Es ging hauptsächlich um den Ablauf, begleitende Maßnahmen und notwendige Arbeiten, die vorab mit dem Vorstand abgestimmt wurden. Weitere Themen waren die Fortschritte der eingesetzten Planungsteams und die Vorbereitung der Vorstandsklausur im November.

November

Im November fanden zwei Telefonkonferenzen und die Klausur in der Mitte des Monats statt. Großes Thema der Klausur war die Weiterentwicklung des Kompass 2020, hierbei besonders die Festlegung der Maßnahmen für 2010. Sebastian hat dies in seinem Beitrag zur Klausur erläutert, Pavels Beitrag zum Haushaltsplan macht den Überblick über die Inhalte der Klausurtagung rund. In den Telefonkonferenzen berieten wir über die Anfang November stattgefundene Podiumsdiskussion, die technische Umsetzung eines Vereins-Forums und Personalangelegenheiten.

Einstimmig fassten wir den Beschluss, uns an der Open-Access-Petition zu beteiligen und diese ausdrücklich zu unterstützen.

Dezember

Anfang Dezember fand in Frankfurt am Main die Verleihung der Zedler-Medaille statt. Redner der Veranstaltung waren aus dem Vorstand Sebastian und Philipp.

Die letzte Telefonkonferenz des Jahres beschäftigte sich mit wieder mit Personalangelegenheiten und den Fortschritten bei der Untersuchung des Vereins-Forums. Das Jahr endete ruhig und mit der Überschreitung der 1.000.000-Artikel-Marke in der deutschsprachigen Wikipedia.

Das Quartal in Zahlen: eine Klausur, fünf Telefonkonferenzen, insgesamt sieben Beschlüsse und leider durch Jennys Rücktritt ein Verkleinerung des Vorstands auf 9 Mitglieder
Das Quartal ohne Zahlen: viel Textarbeit, erträglich lange Telefonate, konstruktive Diskussionen

Aus dem Nähkästchen: Interne Kommunikation

Die Kommunikation im Vorstand findet auf drei Ebenen statt. Wie weiter oben schon angerissen, sind die zweiwöchentlich stattfindenden Telefonkonferenzen für den Vorstand ein wichtiges Mittel, sich auszutauschen und kurzfristige Beschlüsse zu fassen. Hier besteht die Möglichkeit, aktuelle Themen aufzugreifen, alle auf einen Informationsstand zu bringen und gleichzeitig direkte Entgegnungen und Diskussionen zu erlauben. Das funktioniert in einer so großen Gruppe allerdings nur mit einer gewissen Gesprächsdisziplin und ich bin immer wieder fasziniert, dass dies tatsächlich so gut klappt, konstruktive Diskussionen ermöglicht und zu umsetzbaren Ergebnissen führt.

Zwei- bis dreimal im Jahr finden Klausuren statt. Sie sind wesentlicher Bestandteil der Vorstandsarbeit und, obwohl dies für einzelne Mitglieder immer mit langen Reisewegen verbunden ist, ein aus unserer Sicht unverzichtbarer Teil der Vorstandsarbeit. Das direkte Gespräch miteinander vereinfacht und präzisiert die Kommunikation. Viele Dinge lassen sich deutlich einfacher auf den Punkt bringen, wenn man gemeinsam an einem Tisch sitzt, das gilt umsomehr mehr, wenn unterschiedliche Meinungen vertreten werden. Die Klausuren bieten den erforderlichen zeitlichen und auch organisatorischen Rahmen, um komplexe Fragestellungen zu erörtern und grundlegende Entscheidungen zu treffen. Sie sind über die Dauer eines Wochenendes ausgelegt. Die Anreise erfolgt am Freitagabend, die Abreise am Sonntag im Laufe des Nachmittags. Die Beratungen werden im Regelfall durch vorbereitete Präsentationen oder Drucksachen eingeleitet und ermöglichen so eine zielgerichtete Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema.

Vermutlich nicht wirklich überraschend werden neben den Telefonkonferenzen und direkten Gesprächen auf Klausuren noch unterschiedliche Online-Plattformen genutzt. Ein geschlossenes Wiki dient der Vorbereitung und Dokumentation gefasster Beschlüsse. Hier finden auch grundsätzliche Überlegungen zu Organisations- oder Personalfragen einen Platz. Eine ebenfalls geschlossene Mailingliste wird gerne genutzt, um aktuelle Informationen zu verteilen oder um sich zwischen den Telefonkonferenzen auszutauschen. Viele der Vorstandsmitglieder sind darüber hinaus im Chat oder über Skype erreichbar und natürlich gibt es auch einfach mal ein kurzes Telefonat miteinander.

Soviel für dieses Mal im ersten Quartalsbericht. Worüber möchtet ihr mehr erfahren, was ist zuviel, was fehlt noch? Bitte teilt uns eure Wünsche mit, damit wir sie in den kommenden Quartalsberichten berücksichtigen können. Euer Informationsbedürfnis ist die Messlatte für die nächsten Berichte.

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