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Archiv für die ‘Wissenswert’ Kategorie



Erkenntnis kommt durch Teilen.

Druckfrisch liegt sie vor mir auf dem Tisch: die neue, verbesserte Auflage der so genannten GLAM-Broschüre, eine Handreichung für Kultureinrichtungen und Gedächtnisinstitutionen im deutschsprachigen Raum zu den Potenzialen der Zusammenarbeit mit Wikimedia-Projekten. Auf dem Cover –  jetzt in einer höheren Auflösung – teilt Eva mit Adam die Frucht der Erkenntnis. Das ist die zentrale Botschaft der Broschüre: Erkenntnis kommt durch teilen. Gerade weil Albrecht Dürers Werk seit Jahrhunderten gemeinfrei ist, konnten wir das Motiv variieren und für unser Cover neu interpretieren. Der im Hintergrund durchschimmernde Wikipedia-Ball schlägt den Bogen von Adam und Eva zu uns in die Gegenwart.

Wir möchten Kulturinstitutionen ermuntern, und hier besonders diejenigen, die unter dem englischen Akronym GLAM für Galleries, Libraries, Archives und Museums zusammengefasst werden, sich aktiver in die Wikimedia-Projekte einzubringen. In fünf kurzen Kapiteln beleuchten wir verschiedene Aspekte. Besonderen Wert haben wir auf die Darstellung der unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit gelegt. Angefangen von einer einfachen Beratung, wie man Inhalte durch Freie Lizenzen im Netz sicht- und nutzbarer machen kann, über die Herausforderung, wie man sich als Institution regelkonform und konstruktiv in die Wikipedia einbringt, bis hin zu den Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Real-Life-Modus, wo Menschen in Fotoexkursionen oder Schreibwerkstätten einander begegnen. Wohlgemerkt immer vorausgesetzt, dass es gelingt, für die Gemeinschaft der Wikipedianer und Wikimedianer attraktive Angebote zu machen. Dafür haben wir den Text der Vorjahresauflage, die unter großem zeitlichen Druck für die Veranstaltung “Zugang gestalten!” entstand, vollständig neu geschrieben. Inhalte wurden gestrafft und stringenter in der Argumentation dargestellt. Beibehalten haben wir das durch viele Fotos und ein luftiges Layout aufgelockerte Design. Den Abschluss bildet ein kurzer Selbsttest zum Ankreuzen: “Wie halten Sie es mit der Wikipedia?” Die Broschüre ist eine Einladung an Mitarbeiter und vor allem Führungskräfte in den GLAM Institutionen, mit uns direkt Kontakt aufzunehmen. Alles weitere erwächst dann im gegenseitigen Dialog.

Die Broschüre ist ab sofort  als PDF verfügbar. Gern schicken wir sie aber auch postalisch. Alle Bestandteile der Broschüre stehen unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0. Der Text der Broschüre kann in der Wikipedia weitergeführt werden.

Sie erreichen uns telefonisch unter 030 219 158 26 – 44, per email unter kultur@wikimedia.de oder hinterlassen Sie einen Kommentar. Wir kommen gern mit Ihnen ins Gespräch.

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Citizen Science oder der Versuch dies zu übersetzen

Die Leibniz-Gemeinschaft (vollständigWissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e. V.) ist ein Zusammenschluss deutscher Forschungsinstitute unterschiedlicher Fachrichtungen. Schreibt die Wikipedia. Letzten Donnerstag und Freitag fand das Kick-Off zum Forschungsverbund Science 2.0 der Leibniz Gemeinschaft in Hamburg statt. Der Forschungsverbund, zu dem Wikimedia Deutschland (WMDE) auf Initiative von Dr. Daniel Mietchen eingeladen wurde, fokussiert die Fragestellung, wie Web 2.0 Konzepte in wissenschaftlichen Forschungs- und Publikationsprozesse integriert werden. 26 Forschungsprojekte stellten sich an zwei Tagen vor. Dr. Nils Weichert, Bereichsleiter für WMDE Bildung und Wissen, Dr. Daniel Mietchen, Wikimedian, und ich als  Kuratorin für Kulturpartnerschaften loteten in vielen dieser Projektrunden mögliche Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit aus. Zwei Projekte, die ich besonders spannend fand: Das Projekt des ZEW Mannheim widmet sich der Fragestellung “Ökonomie- und Sozialwissenschaften in der Wikipedia”. Es untersucht zehntausende von Artikeln über ihre Entstehung, Vernetzung und Dynamik und wie stark Ökonome und Sozialwissenschaftler der Leibnizinstitute selbst als aktive Editoren in der Wikipedia agieren. Das Projekt Scholarlib der GESIS Sozialwissenschaftler will ganz bewusst Bedingungen schaffen, um Soziale Netzwerke mit wissenschaftlichen Inhalten aus Fachportalen stärker  zu verschränken. Hier könnten Wikimediaprojekte auf beiden Seiten eine Rolle einnehmen, sowohl als soziales Netzwerk als auch als Wissensportal. Alle Projekte hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Lizensierungsfragen gehörten zu den wiederkehrende Fragen. Oft fiel der Begriff Citizen Science. Ist Wikipedia Citizen-Science per se? Warum greifen Übersetzungen wie Bürger-Forschung oder Zivil-Wissenschaft nicht, was wäre die adäquatere Übersetzung? Ist die Wikipedia ein wissenschaftliches Publikationsmedium? Und wer zitiert wann in seinen wissenschaftlichen Arbeiten die Wikipedia?

Warum sind diese Fragen wichtig für uns? In der Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund Science 2.0 können wir viele nach wie vor  bestehende Fehleinschätzungen der Wikimedia-Projekte korrigieren, wir können werben für einen freien Zugang und die offene Weiternutzung der Ergebnisse aus den Forschungsprojekten des Verbundes, aber  auch generell für eine Open Access Policy mit einer dezidierten freien Weiternutzung der Forschungseinrichtungen  werben. Und wie die obigen Fragen zeigen, können wir in der Auseinandersetzung auch lernen, uns aus anderen Perspektiven zu sehen und unsere Projekte fortzuentwickeln. Wir haben in Hamburg vereinbart, dass wir  einen Kooperationsvertrag anstreben. Kernstück soll ein Wikipedian in Residence als zentraler Vermittler zwischen den Forschungsinstituten und Kultureinrichtungen der Leibniz Gemeinschaft und den Wikipedia-Communities sein.

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CC PLAY – Das 20. Jahrhundert zum Puzzeln

Im Internet lagert ein Schatz. Hunderttausende von historischen Bildern – verschlagwortet, hochgeladen und dann meist vergessen. Marcus Bösch, einer  der Gewinner im WissensWert-Ideenwettbewerb 2011, will das mit dem digitalen Puzzle-Spiel CC PLAY ändern. CC PLAY ist kostenlos, webbasiert und speist sich aus mehreren tausend Bildern des Bundesarchivs, die mit Informationen der deutschsprachigen Wikipedia verknüpft wurden. 

CC PLAY, The Good Evil via Flickr, CC-BY
CC PLAY, The Good Evil via Flickr, CC-BY

“Spielerisch erfahrbar werden so weite Teile der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Historische und nicht ganz so historische Momente: Vom Hitlerputsch 1923 bis zur Birkensafternte in Colditz 1985. Egal ob Bangemann, Wehner oder Wischnewski – alle mit dabei. Nur eben ein bisschen durcheinander.

CC PLAY wird so zu einem historischen Foto-Puzzle mit angeschlossener Infothek für unterwegs. Egal ob Smartphone, Tablet oder klassischer PC, durch die HTML5-basierte Umsetzung lässt sich das Spiel ohne ergänzende Plugins in allen modernen Webbrowsern ausprobieren.

CC PLAY ist Preisträger des Wettbewerbs WissensWert und wurde von Wikimedia Deutschland e.V. finanziell unterstützt. Alle eigenen und alle verwendeten Inhalte stehen unter freien Lizenzen und können weiterverwendet werden. Möglich gemacht hat das unter anderem eine Kooperation von Bundesarchiv und Wikimedia aus dem Jahr 2008.”

Besonders erfreulich ist außerdem, dass die Entwicklung von CC PLAY für Marcus einer der Beweggründe war, weiter zu machen und direkt ein kleines Game Studio zu gründen: Gemeinsam mit Linda Kruse rief er im Januar 2013 die the Good Evil GmbH ins Leben, die sich auf die Produktion von so genannten Serious Games konzentriert – digitalen Spielen die nicht ausschließlich der Unterhaltung dienen.

Viel Spaß beim Puzzlen!

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WissensWert-Abschlussbericht: Open Citizen Science und Genotypisierungen

Das im WissensWert-Wettbewerb 2011 geförderten Projekte Open Science durch mehr öffentlich verfügbare Genotypisierungen ist nun erfolgreich abgeschlossen. Wir gratulieren und freuen uns, dass unsere Unterstützung so freudig angenommen wurde und zu einem solch positiven Ergebnis führen konnte. Der Projektverantwortliche Bastian Greshake hat folgenden Abschlussbericht verfasst und zur Veröffentlichung frei gegeben. Ein Statusbericht für die anderen Projekte folgt.

Seit ein paar Jahren kann man nicht nur Bücher und Musik über das Web kaufen, sondern auch Gentests. Auf Bestellung gibt es eine Teströhre für die Speichelprobe nach Hause. Diese geht dann zurück an den Anbieter und ein paar Wochen später gibt es die Testergebnisse elektronisch nach Hause geliefert. Über 150.000 Menschen haben bereits solche Direct-To-Consumer (DTC) Gentests machen lassen. Die dabei gewonnenen Daten klären nicht nur über Krankheitsrisiken und Medikamentenverträglichkeiten auf, sondern können auch in der Forschung weiter verwendet werden.

Standardmäßig sind die Ergebnisse dieser Tests jedoch nicht für die Allgemeinheit zugänglich. Kunden von Direct-To-Consumer-Gentests können den entsprechenden Firmen zwar Zugang zu ihren Ergebnissen für die Forschung gewähren, eine freie Veröffentlichung ist in der Regel aber nicht vorgesehen. Ende September schalteten wir deshalb openSNP online. Als Webplattform bietet es Kunden solcher Gentests die Möglichkeit ihre Test-Ergebnisse zusammen mit genetisch bedingten Eigenschaften wie Größe, Augen-/Haarfarbe etc. über die freie Creative Commons Zero-Lizenz kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Zum Zeitpunkt der Bewerbung für den WissensWert-Wettbewerb war das openSNP-Projekt noch relativ jung und mit 35 Datensätzen auch nicht sonderlich umfangreich, geschweige denn erfolgreich. Unsere Idee war es mit den WissensWert-Fördermitteln jenen Leuten einen Gentest zu ermöglichen, die zum einen natürlich bereit sind ihre Ergebnisse (auf Wunsch unter Pseudonym) zu veröffentlichen und zum anderen in den meisten Studien bislang unterrepräsentiert sind; denn bis dato stammen die meisten menschlichen Gendaten von männlichen, weißen, gebildeten und wohlhabenden Europäern & US-Amerikanern.

Von Mitte Februar bis Ende März konnten sich daher Interessierte um eine Genotypisierung bei uns bewerben. Neben dem Geschlecht, Herkunft und eventuell vorhandenen genetisch bedingten Krankheiten war uns auch wichtig, dass die erfolgreichen Bewerber verstanden hatten, welche potentiellen Risiken eine freie Veröffentlichung von Gendaten haben kann. Daher enthielt das Bewerbungsformular sechs Ja/Nein-Fragen zu den Risiken.

Unsere Skepsis, ob sich überhaupt genug Bewerber finden würden, stellte sich dabei schnell als unbegründet dar: Innerhalb der ersten 48 Stunden bewarben sich über 200 Personen und schlussendlich hatten wir weit über 400 Bewerbungen aus aller Welt. Nicht nur durch die schiere Anzahl der Einreichungen, sondern auch durch die durchgehend spannenden Bewerbungen selbst war die Auswahl nicht einfach. Schlussendlich konnten wir uns auf 22 Teilnehmer einigen. Diese wurden zwischen April und Anfang Juni durch 23andMe, einen der kommerziellen Anbieter für solche DTC Tests, genotypisiert.

Bislang unterrepräsentierte Gruppen sind unter unseren Teilnehmern recht gut vertreten: 36% der Teilnehmer gaben ihr chromosomales Geschlecht als XX (weiblich) an und nur 9 der Teilnehmer stammen aus Europa; dagegen 8 aus Afrika, je 2 aus Ost-Asien und Polynesien und ein Teilnehmer stammt aus dem mittleren Osten. Mittlerweile haben die meisten Teilnehmer ihre Ergebnisse bereits erhalten und ein Teil hat seine Daten auch schon ins Netz gestellt. Die WissensWert-Förderung ist für uns damit ein voller Erfolg gewesen.

Unser Datenbestand konnte aber nicht nur unmittelbar durch die WissensWert-Förderung gesteigert werden, sondern auch mittelbar: Durch die damit verbundene Medienaufmerksamkeit konnte der Bekanntheitsgrad von openSNP auch über Deutschland hinaus gesteigert werden und mittlerweile führen wir über 200 frei erhältliche Datensätze, zusammen mit entsprechenden Annotationen genetisch bedingter Eigenschaften. Seit dem Beginn des WissensWert-Projekts haben wir darüber hinaus auch Unterstützung für neue Datentypen und eine erweiterte API eingebaut. Gleichzeitig nutzen die ersten (Hobby-)Forscher die frei verfügbaren Daten bereits für ihre Forschung.

Wer wissen möchte, was sonst noch seit dem Start des Projekts bei uns passiert ist, und auf dem laufenden bleiben möchte, wird im openSNP-Blog fündig. Wir haben auch schon ein nächstes Projekt, um die Anzahl der frei verfügbaren Daten weiter zu erhöhen, im Kopf.

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WissensWert 2011: Wir gratulieren den fünf Gewinnerprojekten!


Vom 17. Oktober bis 24. November haben Menschen und Initiativen, die Freies Wissen fördern, 50 Projektideen bei unserem Wettbewerb WissensWert eingereicht. Sie alle bewarben sich damit um eine finanzielle Unterstützung für die Umsetzung ihrer Projekte: Mit bis zu 5.000 Euro hilft Wikimedia Deutschland, aus mutigen Ideen außergewöhnliche Projekte zu machen.

Die Jury hat entschieden! Nach der Sitzung letzte Woche haben wir nun alle Punkte zusammen gezählt und freuen uns, euch die fünf Gewinnerprojekte hier samt Lobhudelei vorzustellen.

Daniel Mietchen: Open-Access-Medienimporter für Wikimedia Commons

Ein stetig wachsender Anteil wissenschaftlicher Artikel wird unter einer CC BY-Lizenz veröffentlicht, welche eine Nachnutzung der Materialien auf Wikimedia-Projekten zulässt. Viele dieser Artikel beinhalten Abbildungen oder Multimedia-Dateien, die sich zur Illustration enzyklopädischer Inhalte eignen. Bisher wird davon selten Gebrauch gemacht. In diesem Projekt soll daher Software entwickelt werden, welche die Artikel in Open-Access-Zeitschriften systematisch nach Multimedia-Dateien durchsucht, diese dann herunterlädt, in freie Formate konvertiert und auf Wikimedia Commons hochlädt.

Benutzer:Eschenmoser schreibt über das Projekt:

“Der Open-Access-Medienimporter für Wikimedia Commons sichtet freie wissenschaftliche Literatur automatisiert nach geeigneten Dateien und stellt diese für den Transfer nach Commons bereit. Er erschließt dabei nicht nur ein junges, der Öffentlichkeit weitgehend verborgenes Gebiet freier Inhalte einem breiteren Nutzerkreis, sondern bündelt auch Dateien aus der aktuellen Forschung im etablierten Commons-Archiv, welche dort bislang unterrepräsentiert sind. Neben den Vorteilen der vereinfachten Recherchierbarkeit freier, aktueller Forschungsinhalte und deren Bereitstellung für die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte, wird die Aufmerksamkeit auf die zu Grunde liegende Literatur gelenkt. Daraus resultierende steigende Zugriffszahlen bieten einen weiteren Anreiz zur Publikation wissenschaftlicher Inhalte unter freien Lizenzen.”

Punkte der Jury: 206
Stimmen des Publikums: 2
Projektbeschreibung: Open-Access-Medienimporter für Wikimedia Commons
Followempfehlung: @EvoMRI

Torsten Schlabach: Zeitreise in OpenStreetMap – oder: OSM in der 4. Dimension

Eine OpenStreetMap-Karte soll einige Stadtteile von Duisburg zeigen, wie sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten (vor 150 Jahren, vor 80 Jahren und vor 20 Jahren) ausgesehen haben. Damit werden die Veränderungen der Stadt durch die Industriealisierung, den Untergang der Montan-Industrie und den Übergang in die heutige Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft gezeigt.

Philipp Otto, iRights.info, würdigt die Idee:

Als Mitglied der diesjährigen Jury des WissensWert-Preises 2011 freue ich mich besonders, dass das Projekt „Zeitreise in OpenStreetMap – oder OSM in der 4. Dimension“ in diesem Jahr zu den Gewinnern zählt. Die Jury war begeistert vom Konzept und der Idee des Projektes wie auch der Verknüpfung von unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten und der beabsichtigten breiten lokalen Wirkung sowohl für einfache Interessierte als auch für professionelle Historiker und Stadtschreiber.

Das Krupp-Gelände in Duisburg-Rheinhausen dient als Ausgangspunkt einer historischen Zeitreise. Historisches und aktuelles Kartenmaterial soll in einer „4.Dimension“ zusammengeführt werden, um die Veränderungen in der städtischen Architektur und die daraus folgende unterschiedliche Nutzung durch die Menschen optisch ersichtlich und fiktional erlebbar zu machen. Das Projekt hat einen deutlich regionalen Fokus, und zeigt damit, dass die Entwicklung neuer Formen von Wissen und der neue Zugang zu Wissensressourcen gerade auch vor Ort sehr nützlich ist. In der Jury war es uns besonders wichtig, ein solches beispielshaftes regionales Leuchtturmprojekt auszuzeichnen. Nicht zuletzt ist das Konzept beliebig oft kopierbar und in anderen Städten und Gemeinden anwendbar. Die sich daraus ergebenden Nutzungsmöglichkeiten sind groß und können zu einem hohen Interesse von vielen Interessierten führen. Gerade im Kontext von Stadtforschung und der regionalen Aufarbeitung von vorhandenem Wissen, bietet dieses Projekt ein Paradebeispiel einer neuen Form der digital-basierten Aufarbeitung von Stadt- und Regionalgeschichte.

Punkte der Jury: 162
Stimmen des Publikums: 12
Projektbeschreibung: Zeitreise in OpenStreetMap – oder: OSM in der 4. Dimension
Followempfehlung: @westvereine

Marcus Bösch: CC PLAY – Spiel die Commons

CC PLAY soll Nutzern weltweit eine Tür zur Schatzkammer freien Wissens öffnen. Das soll spielerisch, mit Spaß und Lust am Entdecken geschehen, deswegen setzt CC PLAY auf die Kraft verschiedener Game Mechaniken.



Die schönsten, kuriosesten oder seltensten Bild-Fundstücke aus den Commons, dem Bundesarchiv und zahlreichen weiteren Quellen zeigen im Spiel das Potential freien Wissens. Freie ergänzende Informationsquellen werden jeweils verlinkt. Passende CC-Musik stärkt den Erlebnischarakter.

Warum das Spiel uns so gefällt:

Ein Projekt, das spielerisch demonstriert, was man alles tolles mit Freiem Wissen und Freien Lizenzen machen kann. Entdeckungsreise durch die Commons – macht neugierig auf mehr!

Punkte der Jury: 148
Stimmen des Publikums: 12
Projektbeschreibung: CC PLAY – Spiel die Commons
Followempfehlung: @m_boesch

Bastian Greshake: Open (Citizen) Science durch mehr öffentlich verfügbare Genotypisierungen

“Direct To Consumer”-Genotypisierungen erzeugen günstige aber wertvolle Einblicke in Genome. Solche Typisierungen kann man von Firmen wie 23andMe erstellen lassen, die Ergebnisse sind in der Regel für die Öffentlichkeit aber nicht zugänglich. Wir haben kürzlich das Projekt openSNP gestartet. Ziel es ist so viele Typisierungen und medizinisch relevante Daten wie möglich der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Mit solchen freien Daten hilft man Wissenschaftlern weltweit und ermöglicht es einfach Citizen Science zu betreiben. Mit dem Funding durch Wikimedia können wir Menschen beteiligen, die sonst mangels finanzieller Mittel keine Typisierungen anfertigen lassen können.

Katrin Rönicke, netzfeminismus.org begründet die Entscheidung der Jury:

Die Humangenetik steht noch am Anfang ihres Wissens: Die Zusammenhänge zwischen Merkmalen von Menschen (Phänotyp), darunter auch Krankheiten, und dem genetischen Programm der jeweiligen Menschen (Genotyp) sind nur zu einem minimalen Teil aufgeklärt. Da viele Gen-Kombinationen zur Ausprägung eines Merkmals führen können, ist es wichtig, eine große Anzahl von Menschen mit zum Beispiel einer bestimmten Krankheit vergleichen zu können. Das Wichtigste für die Entschlüsselung der Gene ist also: Eine große Datensammlung über Genotypen und Phänotypen von Menschen.

Das Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, hier mit wissenschaftlichem Crowdsourcing zu arbeiten. Das Projekt OpenSNP existiert bereits: Knapp 90 Menschen haben dort ihre Genotype und Phänotype hochgeladen und eingegeben. Und diese können von allen Menschen auf der Welt für die Forschung genutzt werden. Der Wikimedia WissensWert-Preis steht für die Befreiung von unfreiem Wissen – Citizen Science ist eine radikale und umfassende Befreiung von bislang ausschließlich bei den Genotypsierungs-Firmen gehortetem Wissen. Die Wikimedia unterstützt daher das Projekt OpenSNP, indem es die Genotypisierungen – also die Entschlüsselung der DNA-Sequenzen – von Menschen finanziert, die gerne bei dem Projekt mitmachen möchten.

Als Ex-Biologie-Studentin freue ich mich besonders, dass dieses Projekt mit dem WissenWert-Preis gefördert wird. Die Biowissenschaften liegen allzu oft allein in den Händen von Profit-Unternehmen und sind der Mehrheit der Menschheit unverständlich und nicht zugänglich. Projekte wie dieses rütteln daran – sie machen Wissenschaft zu einer Angelegenheit aller.

Punkte der Jury: 147
Stimmen des Publikums: 157
Projektbeschreibung: Open (Citizen) Science durch mehr öffentlich verfügbare Genotypisierungen
Followempfehlung: @gedankenstuecke

Andreas Wittke: Barrierefreie YouTube OER-Videos

Wir haben etliche animierte akademische Lehrvideos in unserem Portfolio und haben diese schon teilweise auf unserem YouTube Channel www.youtube.com/oncampusfhl unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA Version 3.0 (in Zukunft alles unter CC-BY) als Open Educational Resources (OER) veröffentlicht. Youtube hat dabei viele Vorteile, so kann man damit jeden Benutzer, zu jeder Uhrzeit an jedem Ort erreichen, aber auch jedes mobile Endgerät. YouTube bietet aber auch die Möglichkeit Untertitel zeitlich synchronisiert einzubinden, so dass auch Gehörlose das Lernmaterial nutzen könnten. Wir könnten also unsere ca. 150 bestehenden Videos untertiteln und neue einstellen.

Mit dem Publikumspreis von 2.000 Euro hat Andreas das hier vor: “Wir würden weitere Bildungs-Videos (insgesamt dann ~165 Stück) online stellen können. Die sind natürlich auch alle barrierefrei mit Untertiteln und unter der Creative Commons Lizenz CC-BY-3.0 frei zugänglich für alle.

Paula Marie Hildebrandt beschreibt ganz praktisch, warum sich die Jury so auf diese Projekt freut:

Ich möchte gerne Videos im Internet schauen. Ich sehe was, aber ich höre nix. Ich ahne worum es geht. Mit Wörtern wär’s schöner.
Vorschau: Gehörlose erhalten Zugriff auf neue und bestehende YOU TUBE-Videos!
Hauptfilm: YOU TUBE wird quasi zur virtuellen Hochschule. Und zwar mit Untertiteln für Gehörlose. Ziel: Das Versprechen des Web 2.0. – Zugang zu Freiem Wissen – einlösen und die oftmals unsichtbaren, unhörbaren Barrieren einreißen.
Nachspann: Alle Inhalte sind und werden unter Creative Commons Lizenz BY-­SA Version 3.0 veröffentlicht und sind auch auf Wikimedia Commons zu finden.
Einfach klasse!

Punkte der Jury: 137
Stimmen des Publikums: 382 (und damit Publikumsliebling und Gewinner der 2.000 Euro!)
Projektbeschreibung: Barrierefreie YouTube OER-Videos
Followempfehlung: @oncampusfhl

Gratulation und weiter so!

Wir wünschen den Preisträgern ein glückliches Händchen bei der Umsetzung und einen maximalen Erfolg in der Präsentation und Bewerbung dieser sehr gelungenen Ideen. Herzlichen Glückwunsch! Wir sind sehr gespannt darauf, diese Projekte bei der Umsetzung zu begleiten und werden hier regelmäßig über den Fortschritt berichten. Wir wünschen uns außerdem, dass sich die Einreicher der anderen Projekte nicht entmutigen lassen und die Gelegenheit nutzen, weiter an ihren Ideen und Vorhaben zu feilen. Das Meta-Wiki, in dem alle Ideen vorgestellt werden, eignet sich hoffentlich auch als Plattform zum Wachsen und Gedeihen der Ideen zur Förderung Freien Wissens. Wir wünschen uns, dass die Einreicher Gleichgesinnte und Interessierte auf die Projektseiten aufmerksam machen und diese als Ort für aktiven Austausch und Diskussion verwenden. Einfach über den Edit-Button – it’s a wiki!

Publikumspreis und Gesamtauswertung

Bei der Wahl für den Publikumspreis wurden über 1.800 Stimmen abgegeben. Mit knapp 400 Punkten hat das OER-Videoprojekt die Herzen des Publikums am höchsten schlagen lassen und erhält deswegen von uns 2.000 Euro extra, um weitere Videos zu befreien. Hier gibt es die Gesamtübersicht der Stimmen sowie die Punkteverteilung aus der Jurybewertung.

Danke schön!

Unser ganz besonderer Dank gilt den Jurorinnen und Juroren, die viel Zeit und Mühe in die Bewertung der Projekte gesteckt haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wir selber konnten aus den fruchtbaren Diskussionen der Jurysitzung einige Anregungen für unsere Arbeit mitnehmen. Danke, Daniel Dietrich, Benutzer:Eschenmoser, Paula Marie Hildebrandt, Linus Neumann, Delphine Ménard, Philipp Otto und Katrin Rönicke für die grandiose Zusammenarbeit!

Ebenso gilt natürlich unser Dank allen, die uns bei dieser zweiten WissensWert-Runde beraten und geholfen haben, die Ausschreibung so weit zu verbreiten. Merci! Wir danken außerdem allen Einreichern, die sich die Zeit genommen haben, uns ihre Projekte so ausführlich vorzustellen und für unsere Rückfragen und Anregungen offen waren. Klasse!

Und wenn ihr jetzt schon Feedback und Ideen habt, wie wir WissensWert im nächsten Jahr noch besser machen können: Her damit! Alle Kritik, Fragen und Anregungen nehme ich hier in den Kommentaren, auf der Wikipedia-Projektseite oder unter nicole.ebber@wikimedia.de gerne entgegen.

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WissensWert-Jurysitzung: Der Wert des Austauschs

Was ich an dieser ganzen Wikimedia-Welt liebe ist, dass es immer wieder Überraschungen gibt. Die letzte dieser Überraschungen war die Jurysitzung von WissensWert-Wettbewerb, die am letzten Mittwoch in Berlin stattfand. Kurz gesagt: Ich kannte in der Jury niemanden. Es ist nicht immer leicht, wenn man neue Leute “freiwilligt” an einem solchen Gremium zu arbeiten, die richtige Stimmung zu finden. Man tagt nur ganz kurz und in wenigen Stunden muss man sich einigen, welches die besten Projekte sind. Wir hatten 4 (vier!) Stunden, um durch 30 Projekte durch zu gehen. Wir hatten schon vorher Punkte für anhand verschiedener Kriterien verteilt und haben bei der Sitzung aufgrund dieser ersten und persönlichen Einschätzung diskutiert.

Und diskutiert haben wir reichlich! Aber in so einer Art, die ich mir bei Wikimedia öfter wünsche: Vernünftig, respektvoll, lustig auch, seriös und konstruktiv. Diese Sitzung war einfach toll!

Die WissensWert-Juroren kommen aus alle mögliche Ecken, und die Bereicherung bei den Gesprächen war einfach klasse. Wir waren uns oft nicht auf Anhieb einig, was spezifische Projekte angeht. Aber in der Diskussion hatten wir Gelegenheit, uns alle Projekte in so vielen Details wie möglich und von allen Richtungen anzukucken. Kulturblickwinkel, Wikimediablickwinkel, Aktivismusblickwinkel, Projektmanagementblinkwinkel – so viele Richtungen, in die wir alle gegangen sind, um einander zu verstehen und Projekte mit neuen Augen zu begreifen. Herzlichen Dank dafür an die anderen Juroren und Jurorinnen, das hat wirklich Spaß gemacht!

Der Konsens hat sich ganz natürlich gefunden, und am Ende waren die Ergebnisse da! Die bekommt ihr aber erst am 15. Dezember, wenn der ganze Prozess abgeschlossen ist. In der Zwischenzeit könnt ihr euer Lieblingsprojekt für den Publikumspreis (Übersicht aller Projekte) wählen. Und glaubt ihr mir, es gibt eine Menge Projekte, die eure Lieblingsprojekte sein könnten!

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WissensWert 2011: Vorstellung der Projekte und Wahl zum Publikumsliebling

 

 

Hier klicken, um direkt für den Publikumspreis abzustimmen!

 

Heute haben wir die bei WissensWert eingereichten Projektideen im Meta-Wiki veröffentlicht (Kurzübersicht, Übersicht), gruppiert nach förderbaren und in dieser Runde nicht förderbaren Projekten. Wir freuen uns sehr, dass so viele schöne und neue Ideen dabei sind! Wie im letzten Jahr haben wir die Projekte zunächst überprüft auf die Einhaltung der Teilnahmebedingungen und die Übereinstimmung mit unserem Ziel der Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freien Wissens.

Förderbar – ja oder nein?

Die Entscheidung fiel nicht immer leicht. Wir haben mit vielen der Einreicher Kontakt aufgenommen, um neben inhaltlichen Fragen auch zu prüfen, ob wirklich freie Lizenzen (und nicht Lizenzen, die kommerzielle Verwendung oder Bearbeitung ausschließen) zum Einsatz kommen. Hier ist nach wie vor noch viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten, wie auch aktuellen Debatten (z.B. zum Thema Freie Bildungsinhalte oder die Reformdebatte zum Urheberrecht) zeigen.

Die 30 als “förderbar” gekennzeichneten Projekte geben wir nun an die Jury weiter. Diese tagt am 7. Dezember und wertet dort abschließend aus, welche Projekte eine Förderung erhalten sollen. Bei der Förderung selber ist es dann nochmal an uns, mit den Einreichern über die konkrete Umsetzung zu sprechen. Nicht alle Anträge können 1:1 so umgesetzt werden, nicht alle Einzelleistungen sind durch uns förderbar. Hier gilt es z.B. zu klären, in welchem Rahmen wir Technikanschaffungen, Honorarkosten oder Softwareentwicklung fördern. Und natürlich werden wir nochmal besonderes Augenmerk darauf legen, dass in der Umsetzung wirklich ausnahmslos Freie Lizenzen zum Einsatz kommen. Wie angekündigt werden wir die Projektleiter der ausgewählten Ideen Anfang 2012 zu einem eintägigen Workshop einladen. Die Themen des Workshops umfassen z.B. Projektmanagement, Budgetplanung, Urheberrecht und Öffentlichkeitsarbeit und orientieren sich außerdem an besonderen Wünschen der Projektleiter. Die Teilnahme am Workshop ist Voraussetzung für die Förderung.

Mit den Einreichern der 20 als “nicht förderbar” gekennzeichneten Projekte setzen wir uns in den nächsten Tagen in Verbindung und legen dar, warum wir ihr Projekt in dieser Runde (noch) nicht fördern können. In vielen Projekten steckt wirklich Potential, und mit mehr Zeit und Beratung lassen sich einige in Zukunft sicher in die Tat umsetzen. Der Wettbewerb soll ja auch als Plattform dienen, an den Ideen weiter zu feilen oder sich mit anderen Menschen zusammen zu tun, die an ähnlichen Aufgaben arbeiten. Es spricht also bei vielen Projekten nichts dagegen, in der nächsten Runde wieder dabei zu sein.

Auf den Diskussionsseiten können Fragen und Kommentare zu den einzelnen Projekten hinterlassen werden und den Einreichern bietet sich die Möglichkeit, mit der Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen.

Der Publikumspreis

In diesem Jahr haben wir uns – gemeinsam mit der Jury – einen Publikumspreis einfallen lassen: Öffentlichkeit und Community küren ihr Lieblingsprojekt und dieses erhält von uns 2.000 Euro extra für die Umsetzung der Idee. Der Einreicher, der die meisten Leute begeistert, bekommt damit die Chance, seine Idee noch schöner und wirkungsvoller zu machen. Dieser Publikumspreis ist unabhängig von der Entscheidung der Jury. Er wird auch für Projekte zur Verfügung gestellt, die nicht unter den von der Jury ausgewählten Gewinnern des Wettbewerbes sind.

Selbstverständlich darf dieser Bonus nur den Förderrichtlinien entsprechend eingesetzt werden. Die Jury behält sich vor, Teilnehmer bei offensichtlicher Manipulation zu disqualifizieren. Automatisch rückt dann das zweitbeste Projekt nach.

Hier findet ihr das Formular für die Wahl eures Lieblingsprojektes. Bis zum 13. Dezember habt ihr dafür Zeit. Spread the message!

Alle Fragen zum Wettbewerb beantworte ich gerne, am liebsten per Mail an nicole.ebber@wikimedia.de oder hier in den Kommentaren.

Update: Erstes Zwischenergebnis der Publikumsabstimmung

Innerhalb der ersten 1,5 Tage wurden schon 226 Stimmen abgegeben, hier der aktuelle Zwischenstand (2.12.2011, 10:30 Uhr):

Publikumspreis WissensWert, Stand 02.12.2011
Publikumspreis WissensWert, Stand 02.12.2011

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Anmeldefrist für WissensWert 2011 endet mit 50 mutigen Ideen

Um Mitternacht haben wir das Formular für die WissensWert-Einreichungen geschlossen. Innerhalb von weniger als sechs Wochen wurden genau 50 Projektideen bei uns eingereicht.

Das ist sehr erfreulich, sah es doch zunächst so aus, als würde der große Erfolg vom letzten Jahr (fast 100 Einreichungen!) sich nicht wieder einstellen. In 2010 wurden innerhalb der ersten paar Tage schon etwa 30 Ideen eingereicht. Allerdings mussten viele dieser “Schnellschüsse” später von uns als “nicht förderbar” aussortiert werden. Vielen Einreichern war nicht klar, was die Teilnahmebedingungen “Freies Wissen und Freie Lizenzen” wirklich bedeuten. In diesem Jahr haben wir versucht, in der Wettbewerbsbeschreibung noch deutlicher herauszustellen, worauf es uns ankommt.

Freies Wissen bedeutet eben nicht, dass Texte oder Bilder “umsonst” auf Webseiten stehen und dort angeschaut werden können. Frei bedeutet für uns, dass Werke oder Arbeiten frei zugänglich sind und von jedem, zu jedem beliebigen Zweck, frei angewandt, kopiert, verbreitet und/oder modifiziert werden können. Diese Deutlichkeit hat sich anscheinend ausgezahlt: Die Ideen, die ich bisher gesichtet habe, geben z.B. fast alle an, dass sie CC-BY-SA für ihre Projekte verwenden.

Bis Anfang dieser Woche waren es tatsächlich noch unter 30 Ideen, in den letzten Tagen und vor allem Stunden vor Einreichungsschluss hat sich die Anzahl also fast verdoppelt. Die gestiegene Qualität entschädigt dann meiner Meinung nach auch für die niedrigere Gesamtzahl. Bis Anfang nächster Woche werden wir die Anträge hier intern formal prüfen und auf Einhaltung der Teilnahmekriterien prüfen. Ich bin außerdem mit vielen der Einreicher in Kontakt, um noch offene Fragen zu klären oder Lücken zu füllen. Dann beginnt die Arbeit unserer Jury; diese trifft sich am 7. Dezember zur Jurysitzung in Berlin. Am 15. Dezember geben wir die Ergebnisse bekannt.

Parallel zur Juryphase wird es wie versprochen auch die öffentliche Bewertungsphase zur Erlangung des Publikumspreises geben. Auch dazu Anfang der Woche mehr.

Herzlichen Dank an alle, die sich an unserem Wettbewerb beteiligt haben und vor allem auch an die, die uns so fleißig und unermüdlich bei der Trommelei für WissensWert unterstützt haben. Es hat gewirkt! :)

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WissensWert-Interview bei FluxFM

Gestern war ich zu Gast im Studio von FluxFM, um dort mit Winson in der Morningshow am Nachmittag über unseren Wettbewerb WissensWert zu plaudern. Der Sender hat uns erfreulicherweise ausdrücklich gestattet, die beiden Interviewteile unter CC-BY-SA zu veröffentlichen.


Teil 1 by FluxFM [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons


Teil 2 by FluxFM [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Am 12. November wurde ich von Lili Masuhr auf TRACKBACK bei Fritz ebenfalls zu WissensWert interviewt. Der Podcast steht unter der unfreien CC-NC-ND-Lizenz, so dass wir hier nur einen Link zum Angebot setzen können: TRB 254: Generation Facebook, WissensWert, Zoe Leela, Hurra.

Viel Spaß beim Hören und Weitersagen! :)

Und: Ihr habt noch bis Donnerstag, 24.11.2011, 23:59:59 Zeit, eure Ideen bei uns einzureichen und 5000 Euro für eure Projekte zu erhalten. Viel Erfolg!

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WissensWert 2011: Herzchenbonus, Publikumspreis und Verlängerung!

Schon wieder was neues zu WissensWert: Am Montag fand eine Vorbesprechung mit einigen Jurymitgliedern statt und wir haben zwei schöne Ergänzungen zum laufenden Wettbewerb ersonnen.

Herzchenbonus

Bei der Bewertung sind zwei Dimensionen von besonderer Bedeutung: Impact für Freies Wissen und die Community sowie die Umsetzbarkeit der Projekte. Die Bewertung erfolgt anhand von vier Fragen, für die insgesamt 30 Punkte vergeben werden können und die sich an den vorgegebenen Bewertungskriterien orientieren. Wir möchten uns aber nicht nur an einer strikten Bewertungsmatrix orientieren, sondern den Juroren auch ermöglichen, ihre Leidenschaft auszudrücken. Damit hier weiche Faktoren Berücksichtigung finden, vergibt die Jury einen Herzchenbonus für ihre vier Favoriten: Das jeweilige Lieblingsprojekt erhält 20 Punkte, das zweitliebste 15, dann 10 und dann 5 Punkte.

Publikumspreis

In diesem Jahr haben wir uns – gemeinsam mit der Jury – einen Publikumspreis einfallen lassen: Öffentlichkeit und Community küren ihr Lieblingsprojekt und dieses erhält von uns 2.000 Euro extra für die Umsetzung der Idee. Der Einreicher, der die meisten Leute begeistert, bekommt damit die Chance, seine Idee noch schöner und wirkungsvoller zu machen. Dieser Publikumspreis ist unabhängig von der Entscheidung der Jury. Er wird auch für Projekte zur Verfügung gestellt, die nicht unter den von der Jury ausgewählten Gewinnern des Wettbewerbes sind.

Selbstverständlich darf dieser Bonus nur den Förderrichtlinien entsprechend eingesetzt werden. Die Jury behält sich vor, Teilnehmer bei offensichtlicher Manipulation zu disqualifizieren. Automatisch rückt dann das zweitbeste Projekt nach.

Ihr dürft also bald eure Lieblingsidee liken (oder pluseinsen, wie immer ihr das nennen mögt ;)).

Verlängerung!

Aufgrund dieser Neuigkeiten legen wir noch eine Woche drauf und verlängern die Einreichungsfrist bis zum 24. November 2011. So habt ihr mehr Zeit, eure Ideen auszuformulieren und euch zu überlegen, wofür ihr den Publikumspreis einsetzen würdet. Wir sind gespannt!

Mitmachen!

Ausführliche Informationen und Teilnahmebedingungen findet ihr auf der Webseite. Für alle Fragen zu WissensWert erreicht ihr mich per Mail an nicole.ebber@wikimedia.de.

Wir zählen bei der Bekanntmachung unseres Wettbewerbes übrigens auf Eure Unterstützung: Erzählt Euren Freundinnen, Kollegen, Musen, Wirten und Partnerinnen von der tollen Möglichkeit dieser Förderung. Damit das Ganze auch hübsch wird, haben wir ein paar Banner zum Einbinden auf Eure Wikis, Blogs und Social Networks gebastelt. Danke!

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