Im Rahmen des Berlin Hackathons 2011 trafen sich am vergangenen Wochenende in Berlin nicht nur MediaWiki-Entwickler und das Language Committee, sondern auch die Organisatoren des europaweiten Fotowettberbs Wiki Loves Monuments. Unter der Leitung von Maarten Dammers und Lodewijk Gelauff, die den Wettbewerb bereits 2010 in den Niederlanden organisiert haben, widmeten sich etwa 20 Wikimedianer aus zehn Nationen grundlegenden Fragen.

Am Freitagvormittag standen zunächst technische Themen und Probleme auf dem Programm, schließlich sollten die Hacker zu ihrer Lösung beitragen. So wurde einige Zeit darauf verwendet, ein vereinfachtes Upload-Formular zu entwerfen, das nicht nur für Laien leicht zu verwenden ist, sondern darüber hinaus auch noch auf die unterschiedliche Rechts- und Informationslage für Denkmäler in jedem Teilnehmerland Rücksicht nimmt. Auch die automatisierte Erstellung von Denkmallisten und -karten war Thema.

Anschließend ging es darum, die Regeln für den europäischen Wettbewerb festzulegen. Hier wurde weitestgehend das erprobte und erfolgreiche Konzept der Niederländer übernommen, sich auf nur wenige grundlegende Richtlinien zu beschränken: Teilnehmen können alle selbstfotografierten Bilder, die sich eindeutig einem Denkmal zuordnen lassen und unter einer freien Lizenz im September auf Commons hochgeladen werden.

Bewertet werden die Bilder dann zunächst von nationalen Jurys, die auch eigene Preise in unterschiedlichen Kategorien vergibt. Die besten zehn Bilder werden dann der europäischen Jury vorgelegt, in der neben Wikipedianern auch professionelle Fotografen und Denkmalexperten sitzen sollen. Diese werden im Dezember ihr Votum bekanntgeben.

Während des Hackathons erreichte Maarten Dammers zudem die Bestätigung, dass auch der Europarat den Wettbewerb offiziell unterstützen wird. Zuvor hatten bereits Europeana und das Projekt Carare, Europa Nostra und Open Images ihre Unterstützung zugesagt.

Bevor jedoch am 1. September auch in Deutschland der Startschuss für den Wettbewerb fallen und Commons mit Bildern von Denkmälern gefüllt werden kann, steht noch viel Arbeit an: Die Listen müssen beschafft, konvertiert und in die Wikipedia eingepflegt werden. Allein das ist schon eine Mammutaufgabe, zumal im föderalen deutschen System teilweise jede Gemeinde ihre ganz eigenen Listen führt. Außerdem müssen weitere Partner kontaktiert, Veranstaltungen rund um den Wettbewerb organisiert und Sponsoren für Preise gefunden werden.

Wir suchen also weiterhin viele tatkräftige Helferinnen und Helfer, die sich auf der Projektseite in der Wikipedia über den Stand der Dinge informieren und einbringen können. Außerdem steht Nicole Ebber von Wikimedia Deutschland als Ansprechpartnerin bereit; vor allem wenn es darum geht, Kontakte zu Partnern aufzubauen.