Kurz zum Spendenticker

Aktuell erreichen uns eine Menge Kleinspenden, zumeist über 1,00 € und verbunden mit Kommentaren zur aktuellen Relevanzdebatte, die dann in unserem Spendenticker veröffentlicht werden. Einige dieser Spenden wurden jedoch von uns aus dem Spendenticker entfernt und auch nicht abgebucht – Warum tun wir das, obwohl unsere Einnahmen zum Großteil aus Klein- und Kleinstspenden bestehen?

Zunächst freuen uns Spenden jeder Größenordnung, unterstützen sie doch unsere Arbeit. Und natürlich sind wir auch dankbar für kritische Kommentare, die uns bei der Weiterentwicklung der Projekte helfen.

Wir haben die Online-Spenden und den Spendenticker nun schon seit mehreren Jahren im Einsatz und daher entsprechende Erfahrungen. Leider hat sich gezeigt, dass immer wieder mit Fake-Einträgen (z.B. durch falsche Bankdaten) „gespendet“ wird. Zweitens kommt es auch immer wieder vor, dass solche Lastschriften zurückgegeben werden; dies ist nicht nur ärgerlich, sondern kostet auch viel (Spenden-)Geld.

Daher nehmen wir all die Spenden raus, bei denen wir den Eindruck haben, dass sie uns solche Kosten verursachen könnten. Manchmal ist das sehr eindeutig (Kontonummer „12345“), manchmal ist es nicht ganz so eindeutig. Aber wir haben nicht die Ressourcen, jedes Mal vorab die Bankverbindungen zu überprüfen. Eine Relevanzprüfung für Kommentare entspricht jedoch keineswegs unserem Verständnis von Freiem Wissen.

Abschließend noch ein Punkt, der in der aktuellen Diskussion zu kurz kommt: Wikimedia Deutschland ist nicht Betreiber der Wikipedia, wir haben keinen inhaltlichen, technischen oder redaktionellen Einfluß auf das Projekt. Wir beziehen deshalb auch keine Position in der aktuellen Relevanzdebatte, sondern sehen unsere Aufgabe darin, eine Plattform für die Diskussion zu bieten. Unser Spendenticker ist jedoch die falsche Plattform.

Update (13.11.2009, 8:03 Uhr) aus den Kommentaren, damit es nicht untergeht:

Nur noch mal ein paar Punkte zur Versachlichung:

Auf der einen Seite haben wir als Verein keinen redaktionellen, technischen, inhaltlichen Einfluss auf die Wikipedia. Und das wollen wir auch gar nicht. Die Wikipedia ist ein Projekt von selbstorganisierenden Freiwilligen, die jetzt seit 8 Jahren eine Enzyklopädie aufbauen. Wollte wirklich jemand, das es da einen Verein gibt, der bei diesem Projekt die Richtung vorgibt, der Admins benennt und entlässt, der Relevanzkritierien vorgibt oder der entscheidet, was in die Wikipedia kommt und was nicht? Sollte das wirklich das bessere Modell sein als diese Community, die in öffentlichen, nachvollziehbaren und offenen Diskussionen Lösungen findet und Entscheidungen trifft? Ich bin etwas verwundert wie schnell hier nach einer Autorität namens „Verein“ gerufen wird und wie wenig Vertrauen manche hier in selbstorganisierende Prozesse zu haben scheinen.

Aber wir sind dem Projekt natürlich eng verbunden, keine Frage. Wir sind gegründet worden von einer Reihe aktiver Wikipedianer. Wir verfolgen als Vereinszweck die Förderung Freien Wissens und damit natürlich auch der Wikipedia. Und dafür tun wir eine Menge:

  • Wir betreiben und finanzieren ein Rechenzentrum in Amsterdam, in dem wir u.a. den Toolserver haben. Dieser dient der Entwicklung von Anwendungen und Verbesserungen rund um die Wikipedia und andere Wikimedia-Projekte. In dieses Rechenzentrum (Hardware, Support, Betrieb) sind in diesem Jahr mehr als 100.000 € geflossen.
  • Unsere Personalkosten gehen ebenfalls in Wikipedia-Projekte: Wir haben einen Mitarbeiter, der sich um die Befreiung von Inhalten kümmert, und der schon ein paar Hundertausend Bilder für die Wikipedia Commons „befreit“ hat und an weiteren Dingen dieser Art arbeitet. Wir haben eine Community Assistentin, die Mentorenworkshops und Support-Team-Treffen organisiert, einen Entwickler, der Softwareerweiterungen macht und eine Pressesprecherin, die jede Menge Presseanfragen beantwortet und auch sonst viel für die Information über die Projekte tut.
  • Und wir unterstützen jede Menge Communityprojekte, vom Mentorentreffen, dem Support-Team-Treffen, über den Schreibwettbewerb bis zum Literaturstipendium. Wir zahlen Leuten Reisekosten, damit sie an solchen Treffen teilnehmen können, wir organisieren Referenten und unterstützen die Organisation.

All das haben wir in 2009 gemacht, den entsprechenden Tätigkeitsbericht gibt es im nächsten Jahr. Was wir aber nicht haben sind dicke Bankkonten, auf denen das Geld rumliegt und nicht eingesetzt wird. Wir sind schon aus rechtlichen Gründen zur zügigen Verwendung der Spendengelder angehalten (nennt sich „zeitnahe Mittelverwendung“) und genug zu tun gibt es auch.

Tags:

Dieser Eintrag wurde geschrieben von am Donnerstag, November 12th, 2009 um 14:03 Uhr und ist zu finden unter Fundraising. Sie können diesen Beitrag mit RSS 2.0 Feed abonnieren. Sowohl Kommentare als auch Pings sind derzeit geschlossen.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (802 Bewertungen, Durchschnitt: 1,62 von 5)
Loading...

290 Responses to “Kurz zum Spendenticker”

  1. Thomas sagt:

    Was Sebmol auf der Spendenseite macht ist Manipulation. Wer unzufrieden ist mit Leuten die denken sie stehen über den Regeln, kann seine Meinung hier kund tun: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Adminwiederwahl/Sebmol

  2. Daniel Baulig sagt:

    229, Wikischreiber:
    Wikipedia, 13. 11.09 13:00, Lemma „Wissen“:
    Ausformungen von Wissen und die Definitionen von Wissen sind jeweils nur zeitlich gültig und beschreibbar und erforschbar. [2] Wissensgeschichtlich gibt es kein Wissen an und für sich, „sondern wird von Gesellschaften immer nur zur Bewältigung ihrer jeweiligen Realitäten hergestellt und angewandt.“ Die Gültigkeit von Wissen ist begrenzt durch den gesellschaftlichen Rahmen und einen „bestimmten historischen Zeitraum“, in dem Wissen einen „Wissenstatus reklamieren kann“. [3] Danach ist Wissen ein gesellschaftliches Phänomen und wird in seinem gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang (Kontextualisierung) betrachtet: „Durch die Hervorhebung der Kontexte jeglicher Wissensproduktion lässt sich nicht mehr zwischen wahrem Wissen und falscher Meinung unterscheiden, da Überzeugungen, die in einem Kontext als Wissen gelten, in einem anderen als Unfug abgetan werden können, ohne dass sich letztgültig entscheiden ließe, welcher Kontext den ‚richtigen’ Standpunkt begründet.“ [4]

    Wir haben heute die technischen Ressourcen alle Informationen ohne Vorfilterung theoretisch für alle Zeit aufbewahren zu können. Sollten wir dieser theoretischen Möglichkeit nicht praktisch auch etwas näher kommen? Was wir heute für relevant halten mag morgen irrelevant sein und was heute irrelevant ist mag morgen relevant sein. Wissen ist relativ.

  3. suit sagt:

    @Wikischreiber – das ist mir schon klar – es könnte sich um eine Alphabetische Aufzählung handeln. Darum habe ich das Argument mit dem Ballot-Screen gebracht – dort geht das schon seit Monaten so dahin:
    http://www.tomshardware.com/de/Microsoft-Ballot-Screen-EU-Kommission-Browser,news-243688.html

    Marktanteile, alphabetisch nach Hersteller, alphabetisch nach Produktname – immer wieder passt es jemandem nicht.

    Mich stört die Reihung der Vereine nicht – ich habe lediglich ein absurdes Beispiel gebracht um zu zeigen, wie sinnlos und lähmend die Sache mit der Schriftgröße eigentlich ist – aber anstatt nach „Ballot Screen“ zu in der Suchmaschine deiner Wahl zu suchen, wirfst du mir gleich vor, die „Diskriminierungskeule“ zu schwingen.

    Die Reihung und Anordnung sollte das letzte Problem sein und gehört zum Feintuning – das Hauptproblem ist, dass der Inhalt nicht passt.

  4. ChrisK sagt:

    Wie P. Birken in #222 schon erwähnt hat:

    „Wenn man die Leute nur noch kritisiert, haben sie irgendwann keine Lust mehr.“

    Das gilt aber für beide Seiten. Und darin liegt m.E. auch das Problem. Es werden Argumente gebracht wie z.B. „Wir haben jetzt 1 Mio. Artikel, das lastet die vorhandenen Mitarbeiter schon voll aus“ um zu rechtfertigen warum viel gelöscht wird.

    Auf der anderen Seite vergrault man sich aber viele Neulinge durch die Art und Weise wie mittlerweile vorgegangen wird. Man begrenzt sich also selber viel zu stark. Natürlich muss nicht jeder Unsinn in die WP. Keiner interresiert sich für einen Artikel „Fritzchen’s erstes Schamhaar“. Auch offensichtliche Werbung, Spam, Rechtsverletzungen haben dort nichts zu suchen. Aber das wilde um-sich-werfen von LA’s bei Artikeln die durchaus aufgenommen werden könnten, aber halt in der aktuellen Form unzureichend sind, das stösst den meisten einfach sauer auf.

    Man redet sich die LA’s schön in dem man darauf hinweist das ja 7 Tage Zeit für Verbesserungen da wären. Aber wie sieht es mit der Motivation aus, wenn ein mehr oder weniger mühevoll angelegter Artikel kurz darauf einen LA erhält? Wer hat denn als Neuling Lust und Energie dazu, dagegen anzukämpfen?

    Auch die Art und Weise in der sowas kommuniziert wird ist stark Verbesserungsbedürftig. Neuen Leuten werden massenweise WP:XYZ’s um die Ohren gehauen. „Lese mal dies und das und jenes, dann versuch’s nochmal.“, das ist die Methode der Stunde. Die führt aber nicht zum Ziel. Anstatt ewig langer Löschdiskussionen sollte die Zeit lieber dazu benutzt werden um den entsprechenden Leuten zu Helfen und direkt zur Hand zu gehen. Konkrete Vorschläge machen was wie verbessert werden kann.

    Ein Verschieben auf irgendwelche Benutzerseiten ist auch nicht der Weissheit letzter Schluss. Dort sind solche Artikel für die Allgemeinheit schwer zu finden. Was nicht gefunden wird, wird aber auch nicht gelesen. Und was nicht gelesen wird, da findet sich auch keiner der mitarbeitet.

    Man bezieht sich auf arbiträre Relevanzkriterien die sich ja „die Community“ selbst auferlegt hat, wird schon so stimmen, argumentiert man. Aber wer ist den „die Community“ überhaupt? Sollen nur Benutzer mit > X Edits entscheiden dürfen? Eine WP von Autoren für Autoren? Warum haben die normalen Benutzer so wenig Einflussmöglichkeiten? Man redet abwertend über „die IP’s“. Aber letztendlich sind es doch die Massen an unbekannten Benutzern die entscheiden sollten, was relevant ist und was nicht. Denen kann doch nicht durch einen relativ kleinen Kreis an Leuten vorgeschrieben werden, was sie zu interresieren hat. Und wie gesagt, die Ausrede von wegen man hätte ja schon so viele Artikel und daher zu wenig Leute um noch mehr Artikel zu betreuen, ist eben genau das: eine Ausrede.

    Abstimmungen und andere Vorgänge sollten an prominenter Stelle in der WP beaknnt gemacht werden. Z.B. eine zusätzliche Navigationsbox an der linken Seite, die man überall sieht. So werden die Benutzer informiert was man wo mitentscheiden kann. Admins sollten sich jedes Jahr oder mindestens alle zwei Jahre zwingend zur Wiederwahl stellen müssen. Und diese Wahlen müssen ebenfalls öffentlich bekannt gemacht werden. Das jetzige System, bei dem sich ein Admin nur dann einer Wiederwahl stellen muss, wenn genug Leute das fordern, ist unbrauchbar.

    Die Relevanzkriterien sollten stark vereinfacht und in der Anzahl reduziert werden. Eine Art Bewertungssystem für Artikel wäre dann schön. 0-5 Sterne. Dann könnte man die Anzahl der Aufrufe mit der Anzahl der Bewertungen sowie des Bewertungsdurchschnittes dazu heranziehen die Relevanz festzustellen. Wenn ein Artikel nach X Monaten nur Y Aufrufe hatte und dabei unterhalb der Schwelle Z bewertet wurde, dann kann er ja geprüft bzw. in eine Lösch- oder QS-Diskussion gebracht werden.

    Zu gut der letzt: Ich denke auch das die Wikimedia Deutschland in Zusammenhang mit den Spendenaufrufen sehr grenzwertig kommuniziert. In den Aufrufen stellt man es so dar als ob die Spenden für die Arbeit an der WP gesammelt werden. Woanders wird sich aber davon Distanziert, man hätte keinerlei Einfluss, etc. Wenn dem so ist, und der Verein nichts damit zu tun hat, warum nennt ert sich dan, in Anlehnung an die Wikimedia Foundation, ebenfalls Wikimedia? Das erinnert irgendwie an die Post und DHL. Man hat es irgendwann mal getrennt. Jede Postfiliale nimmt gerne Pakete und das Geld an. Wenn es dann zu Problemen kommt, steht der Kunde im Regen: „Ja, wir sind ja nicht DHL, da müssen Sie schon direkt da anrufen.“.

    Entweder die Wikimedia Deutschland hat Einfluss auf die deutsche WP bzw. auf die Wikimedia Foundation, steööt Hardware zu Verfügung, etc., oder eben nicht. Falls nicht, muss das klar und deutlich kommuniziert werden. Auch sollte dann die Namensgebung überdacht werden. Denn warum sollte man sich den gleichen Namen geben wenn man doch nichts damit zu tun hat, wenn nicht zur Verwirrung der Spender?

    Schöne Grüße,

    Chris

  5. Oliver sagt:

    @243:

    „Wir haben heute die technischen Ressourcen alle Informationen ohne Vorfilterung theoretisch für alle Zeit aufbewahren zu können. “

    Du verlangst die Finanzierung dieses Vorhabens von einer Vereinigung, die eben nicht „alle Informationen ohne Vorfilterung theoretisch für alle Zeit aufbewahren“ will, sondern eben eine Enzyklopädie anbieten will.

  6. Oliver sagt:

    „Man redet sich die LA’s schön in dem man darauf hinweist das ja 7 Tage Zeit für Verbesserungen da wären. Aber wie sieht es mit der Motivation aus, wenn ein mehr oder weniger mühevoll angelegter Artikel kurz darauf einen LA erhält? Wer hat denn als Neuling Lust und Energie dazu, dagegen anzukämpfen?“

    Die Erfahrung hat aber eben auch gezeigt, dass Artikel, die nicht einen gewissen Mindeststandard erfüllen, über die Zeit gesehen eher nicht besser werden. Es funktioniert eben einfach nicht, wenn jemand etwas über den Zaun schmeisst und hofft, dass daraus schon ein informativer Artikel wird.

    „Aber letztendlich sind es doch die Massen an unbekannten Benutzern die entscheiden sollten, was relevant ist und was nicht. Denen kann doch nicht durch einen relativ kleinen Kreis an Leuten vorgeschrieben werden, was sie zu interresieren hat. “

    Welches Verfahren schwebt dir vor? An jedem Artikel ein Knopf „Finden Sie dieses Lemma relevant?“ und bei X Stimmanteilen wird das Teil entweder gelöscht oder behalten?

    „Und wie gesagt, die Ausrede von wegen man hätte ja schon so viele Artikel und daher zu wenig Leute um noch mehr Artikel zu betreuen, ist eben genau das: eine Ausrede.“

    Nö, das ist einfach ein Erfahrungswert. Ein Artikel, der nicht einmal gewisse Qualitätsstandards erfüllt regt eher nicth zur Mitarbeit an.

    „Abstimmungen und andere Vorgänge sollten an prominenter Stelle in der WP beaknnt gemacht werden. Z.B. eine zusätzliche Navigationsbox an der linken Seite, die man überall sieht.“

    So schwer zu finden ist das Autorenportal nun auch nicht.

    „Admins sollten sich jedes Jahr oder mindestens alle zwei Jahre zwingend zur Wiederwahl stellen müssen. Und diese Wahlen müssen ebenfalls öffentlich bekannt gemacht werden. Das jetzige System, bei dem sich ein Admin nur dann einer Wiederwahl stellen muss, wenn genug Leute das fordern, ist unbrauchbar.“

    Warum ist das System unbrauchbar? Welchen Nutzen hat es, Admins regelmässig zur Wahl antreten zu lassen, wenn sich nicht einmal 25 stimmberechtigte Nutzer finden, die so unzufrieden sind, dass sie eine Wiederwahl fordern?

    „Die Relevanzkriterien sollten stark vereinfacht und in der Anzahl reduziert werden. Eine Art Bewertungssystem für Artikel wäre dann schön. 0-5 Sterne. Dann könnte man die Anzahl der Aufrufe mit der Anzahl der Bewertungen sowie des Bewertungsdurchschnittes dazu heranziehen die Relevanz festzustellen. Wenn ein Artikel nach X Monaten nur Y Aufrufe hatte und dabei unterhalb der Schwelle Z bewertet wurde, dann kann er ja geprüft bzw. in eine Lösch- oder QS-Diskussion gebracht werden.“

    Netter Ansatz. Nur weden den einige Leute auch nicht akzeptieren, weil die finden, dass man ruhig alles für immer behalten kann. Den Ansatz finde ich prinzipiell nicht verkehrt, wobei ich den Faktor der Aufrufe nicht zu hoch bewerten würde.

    „Entweder die Wikimedia Deutschland hat Einfluss auf die deutsche WP bzw. auf die Wikimedia Foundation, steööt Hardware zu Verfügung, etc., oder eben nicht. Falls nicht, muss das klar und deutlich kommuniziert werden. Auch sollte dann die Namensgebung überdacht werden. Denn warum sollte man sich den gleichen Namen geben wenn man doch nichts damit zu tun hat, wenn nicht zur Verwirrung der Spender?“

    Wieviele Leute glaubst du verstehen, dass der deutsche Wikimedia-Verein zwar nicht die Datenbankserver der WMF finanziert, dafür aber Squids und Toolserver in Amsterdam, ohne die die WP deutlich schlechter nutzbar wäre? Und für wie viele Leute macht das ernsthaft einen Unterschied? So oder so kommt das Geld der Wikipedia zugute. So oder so liesse sich die WP ohne die Spenden weniger gut nutzen.

  7. Thaniell sagt:

    Kinners, wenn der deutsche Verein sich nicht zuständig fühlt sich in die Organisation einzumischen und angeblich nix mit der eigentlichen Wikipedia zu tun hat, versucht’s mit dem Aufmarsch doch mal bei der internationalen Wikipedia. Kommt bestimmt toll wenn wir unser internationales Blockwärterimage wieder ein bisschen aufpolieren können…^^

    @Oliver: Freilich kommt der Proxyanteil der Erreichbarkeit der Wikipedia in D zugute. Allerdings macht das an den Finanzen ja anscheinend nur einen Bruchteil aus. Gut, ich weiß jetzt auch nicht wie der Verteilungsschlüssel der Ausgaben bei der internationalen Wikimedia Found. aussieht…

  8. Fefe Leser sagt:

    Schönrederei, denn im Tätigkeitsbericht 2008 steht dass 97% der Spendengelder NICHT für „Squids und Toolserver in Amsterdam“ verwendet wurden. Ich bin gespannt auf den Bericht von 2009, wie hoch der Prozentsatz da wird. Pavel hat weiter oben versprochen dass es da nicht so katastrophal aussehen wird, ich warte mal ab bis der Tätigkeitsbericht für 2009 rauskommt.

    Genauso die verkehrte Löschargumentation von Oliver, alles was nicht „Mindeststandard“ entspricht muss gelöscht werden, warum geht uns der Plattenplatz aus? Erstens sind eine geringe Menge richtige Information für den daran interessierten Leser wichtiger, als gar kein Artikel zu finden. Weniger Artikel verringern den Gesamtnutzwert von Wikipedia, das sieht man an der englischen Wikipedia die bietet einem fast immer ausführlichere Informationen und ist besser strukturierte. Zweiten werden Dinge auch gelöscht unabhängig von einem Qualitätsstandard, den du unterschwellig suggerierst wäre so wichtig, am Beispiel MOGiS Verein hat man ja gesehen das es nicht um Qualität geht. Drittens vertreiben die Löschfanatiker und Kontrollfreaks (in der Netzsprache Block-Wart genannt) die ganzen Fachautoren, Wikipedia leidet an einem massiven organisatorischem Versagen dass man durch Totschweigen und Schönreden nicht lösen kann.

    Wozu dem Wikimedia Verein also spenden, wenn der Verein seine eigenen Zielsetzungen nicht kennt, überfordert ist die Probleme aufzugreifen und die meisten Spendengelder im Abseits versickern?

  9. ChrisK sagt:

    @Oliver, #247:

    Wenn ein Artikel über längere Zeit keine positive Entwicklung zeigt spricht ja nichts dagegen ihn zu entfernen. Ich halte allerdings eine 7-Tage Frist für viel zu kurz. Zudem halte ich die Mentalität die in Löschdiskussionen vorherrscht für eine recht hohe Hürde, um Leute zu einer Mitarbeit anzuregen. Der Ton macht die Musik. Es hängt halt alles zusammen, es gibt nicht wirklich ein einzelnes Ding an dem man das festmachen könnte, bzw. das an der jetzigen Situation Schuld ist.

    Welches Verfahren mir vorschwebt? Nun, ein einfaches „Finden Sie dieses Lemma relevant?” ist sicher nicht ausreichend. Zum einen sollte man die Anzahl dr Aufrufe für ein Lemma erfassen. Je mehr es abgerufen wird, desto relevanter ist es ja für die Leser. Sonst würden sie es ja nicht aufrufen (wollen). Dann könnte man nach Qualität und Umfang fragen, ob die Quellen als ausreichend empfunden werden. Die ultimative Universal-Lösung habe ich natürlich auch nicht, aber ich denke das die Leser einfach besser in den Entscheidungsprozess eingebunden werden sollten. Und das, ohne das sich der geneigte Leser erstmal mit dem Editieren von Diskussions-Seiten befassen muss. Halt ein relativ einfaches Bewertungssystem.

    „Nö, das ist einfach ein Erfahrungswert. Ein Artikel, der nicht einmal gewisse Qualitätsstandards erfüllt regt eher nicth zur Mitarbeit an.“

    Sorry, aber diese Antwort geht völlig an meinem Kommentar vorbei. Wenn man die Löschung von nicht 100% guten Artikeln mit dem Argument rechtfertigt das nicht genug Leute da sind um diese Artikel zu betreuen, dann muss man dafür sorgen das man eben mehr Leute anzieht, die dann eben diese Artikel evtl. verbessern. Wenn man den Leuten aber nur WP:XYZ um die Ohren haut, wobei das dann auch noch oft sehr lange Texte sind die sich hinter XYZ verbergen, fühlt man sich doch eher „nicht gewollt“. Das schreckt ab. Stattdessen sollte man konstruktive Vorschläge bringen, Vergleiche aufzeigen und das Regelwerk in kleinere Happen aufteilen. Diese „Happen“ refernziert man dann, und erklaert kurz warum das auf das aktuelle Problem eines Artikels zutrifft.

    Ja, das Autorenportal ist nicht „so schwer“ zu finden. Aber schon der Name hat doch eher was von „wir unter uns“. Warum sollte man nicht Abstimmungen, die die Grundsätze betreffen, gezielt „bewerben“? In der Form eines „Jetzt zu XYZ abstimmen“ Links, der direkt sichtbar ist und sich nicht auf irgendwelchen Unterseiten versteckt?

    „Warum ist das System unbrauchbar? Welchen Nutzen hat es, Admins regelmässig zur Wahl antreten zu lassen, wenn sich nicht einmal 25 stimmberechtigte Nutzer finden, die so unzufrieden sind, dass sie eine Wiederwahl fordern?“

    Ganz einfach. Im jetzigen System müssen Nutzer aktiv werden um zu zeigen das sie mit jemandem unzufrieden sind. Sie müssen sich als „Ich mag dich nicht“ outen (überspitzt formuliert). Das schreckt sicher viele Leute ab, man will ja keinen Unfrieden provozieren. Regelmässige Wahlen im 1- oder 2-Jahres Turnus sind da anders. Es wird ein Pool an bestehenden sowie potenziellen Admins angelegt, und aus diesem Pool wird dann von den Nutzern gewählt. Das macht das ganze zu einer „Ich mag dich“ Situation. Man legt eine Mindestgrenze an Stimmen fest die zur Wahl eines Admins führen. Wie man diese Grenze definiert muss man dann halt ausmachen. Sie könnte fliessend sein um Sicherzustellen das eine Mindestanzahl an Admins erreicht wird.

    „Netter Ansatz. Nur weden den einige Leute auch nicht akzeptieren, weil die finden, dass man ruhig alles für immer behalten kann. Den Ansatz finde ich prinzipiell nicht verkehrt, wobei ich den Faktor der Aufrufe nicht zu hoch bewerten würde.“

    Schon klar, man kann es nun mal nicht allen Recht machen. Es wird immer ein Kompromiss bleiben, keine Frage. Aber wie ich schon sagte, etwas, nach dem Leute suchen, ist einfach relevant für eben diese Leute. Natürlich kann und sollte man den Faktor der Aufrufe nicht alleine bewerten, und auch nicht zu stark. Halt eben in Zusammenhang mit Bewertungen, die abgegeben werden. So kann man den Leuten einfach länger Zeit geben etwas zu ändern. Wenn jemand sieht „Oh, dieser Artikel interresiert mich, aber laut Bewertung fehlt es noch an XYZ“ dann hat derjenige schon mal einen guten Anhaltspunkt für eine Mitarbeit. Wenn der Artikel jedoch auf einer LD landet, wo dann im Zuge der Diskussion immer mehr auf ein „ich will aber“ anstatt auf sachliche Dinge fokussiert wird, ist das eher abschreckend. Einfach wegen des oft viel zu rauhen Umgangs der dort herrscht. Und nochmals, jemandem dann nur eine Liste von WP:XYZ’s hinzuwerfen ist nicht wirklich zielführend. Man kann von Einsteigern einfach nicht erwarten das sie sich zu einem kleinen Probelm riesen Texte durchlesen, in der Hoffnung dort dann genau die kleine Stelle zu finden die gemeint ist.

    „Wieviele Leute glaubst du verstehen, dass der deutsche Wikimedia-Verein zwar nicht die Datenbankserver der WMF finanziert, dafür aber Squids und Toolserver in Amsterdam, ohne die die WP deutlich schlechter nutzbar wäre? Und für wie viele Leute macht das ernsthaft einen Unterschied? So oder so kommt das Geld der Wikipedia zugute. So oder so liesse sich die WP ohne die Spenden weniger gut nutzen.“

    Das ist halt die Frage. Natürlich kommen die Spenden auf irgendeinem Wege dem Projekt zugute. Aber du musst doch zugeben das eine Anmerkung wie „Wikimedia Deutschland ist nicht Betreiber der Wikipedia, wir haben keinen inhaltlichen, technischen oder redaktionellen Einfluß auf das Projekt.“ da völlig für Verwirrung sorgen. Warum hat sie diesen Einfluss denn nicht? Sie stellt ja immerhin resourcen zur Verfügung, sollte daher also auch eine Art Mitspracherecht zu dem deutschen Ableger des WP Projektes haben. Zumal eben der Name das ja auch nahelegt. Man kann doch nun wirklich nicht bestreiten das es offenbar ein Problem in der deutschen WP gibt, das die vielbeschworene Community offenbar nicht in der Lage ist zu beheben. Der Wikimedia Deutschland muss doch daran gelegen sein das Projekt der deutschen WP voranzubringen. Wenn es nun eben Dinge gibt, die die Community alleine nicht beheben kann, warum sollte sie dann nicht regulierend eingreifen?

    Das geht natürlich auch nur dann wenn der Verein in der Lage und Willens ist, eben diese Probleme zu erkennen. So war die Podiumsdiskussion ja sicher eine gute Idee, aber die Durchführung war nicht wirklich hilfreich. Auch die „Alles paletti, wen interressieren schon die da draussen“ Mentaltät ist da doch sehr erschreckend.

    Was will die WP denn sein? Ein Club von interresierten unter sich, die nur für sich selber was machen? Oder etwas das auch von aussenstehenden benutzt wird? Wenn ersteres, dann ist wirklich alles paletti, dann kann man so weitermachen wie bisher. Aber wenn es auch für „die da draussen“ ist, dann muss sich aber auch deren Wünschen, Kritiken und Anforderungen stellen.

    Wie gesagt, es gibt keine einzelne Stelle an der man das Problem festmachen könnte. Es betrifft viele kleine Stellen. Aber es muss sich, denke ich, mittelfristig etwas ändern. Der jetzige Weg führt über kurz oder lang nur zu erheblichen Verschlechterungen. Und vor allem: Die Kommunikation muss besser werden. Viel besser. Das gilt aber für beide Seiten. Ich sage es nochmal: Der Ton macht die Musik.

    Grüße,

    Chris

  10. Longbow4u sagt:

    Hier wird zum Teil hanebüchener Unsinn verbreitet, dem man mal entschieden entgegentreten muss:
    Es ist kein Gesetz, dass Spenden nur für den Kauf von Servern genutzt werden dürfen. Das wäre auch überhaupt nicht sinnvoll. Vor mehreren Jahren gab es ab und zu mal wegen des Wachstums Probleme, die Wikipedia-Webseiten zu erreichen. Damals war der Kauf weiterer Server notwendig. Mittlerweile, auf Dank der von Wikimedia Deutschland in Amsterdam betriebenen Squids, gibt es keine Erreichbarkeitsprobleme mehr. Weitere Server zu kaufen wäre derzeit Geldverschwendung. Jetzt muss die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte anders gefördert werden: durch Autorenförderung, Softwareweiterentwicklung, Multimediaentwicklung, Konferenzunterstützung. Genau dies macht der Verein jetzt mit den Spendengeldern.

  11. Maitol Krczstovczc sagt:

    Wie wäre es denn, wenn man sich auf die Worte dieses WP-Admins, http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebmol , einigen könnte. „Manifest

    Ich verstehe die Wikipedia als nützliche Sammlung menschlichen Wissens, die allen die Möglichkeit gibt, ihr Fachverständnis den anderen zur Verfügung zu stellen. Da ich mir nicht anmaßen kann, die Relevanz von Begriffen in mir fremden Sachgebieten einzuschätzen, beteilige ich mich nicht an Löschanträgen zu Artikeln, die ein gewisses enzyklopädisches Potenzial erkennen lassen. Ebenso glaube ich, dass wir uns als Wikipedianer auf eine einladende und professionelle Weise verhalten müssen, die Anreize für Leser gibt, sich aktiv an der Wikipedia zu beteiligen. Entsprechend lehne ich auch etwaige Genehmigungsverfahren für neue Artikel, Portale, Projekte und Kategorien ab. Zur Qualitätssicherung kann immer im Nachhinein beigetragen werden, die nötige Flexibilität muss aber von Wikipedianern auch gelebt werden. Ferner trete ich auch allgemein für einen relativ freien stylistischen Wettbewerb ein, da sich dieses Projekt nur so weiterentwickeln kann.“ Das wäre doch ein schöner Neuanfang.

  12. Sebastian sagt:

    Hier wurde nun schon mehrfach behauptet, dass 97% der Ausgaben des Vereins nicht der Wikipedia zugute käme. Wie kommt man auf diese Zahl? Wenn ich mir den Tätigkeitsbericht für das letzte Jahr ansehe (oder mich schlicht an unsere Aktivitäten erinnere), weiß ich, dass die Ausgaben zugunsten der Wikipedia im sechsstelligen Bereich lagen. Wie kommt dann diese ominöse und gern wiederholte Zahl zustande?

    Abgesehen davon erscheint mir der Versuch, den Verein hier zur Zielscheibe zu machen, als recht billig. Unsere Aufgabe ist es Wikipedia zu unterstützen. Unsere Aufgabe ist es nicht, der Community vorzuschreiben, wie sie ihre Relevanzkriterien aufzustellen oder ihre Qualitätsmaßnahmen zu strukturieren hat. Das sind Entscheidungen, die die Community selbst trifft. Aber wenn man nun Reformen durchführen will, muss man sich mit eben dieser Community auseinandersetzen und für Änderungen die (nach meiner Erfahrung durchaus unzulänglichen) Prozesse und Methoden einsetzen, die dort zur Verfügung stehen. Das heißt konkret, aktiv die Diskussion im Projekt zu starten, Meinungsbilder vorzubereiten sowie bei Adminkandidaturen, Löschdiskussionen und Löschprüfung konstruktiv und überlegt mitzudiskutieren.

    Es wird hier niemanden, weder vom Verein noch sonstwoher geben, den man überzeugen kann, dass er dann für diese Änderungen qua „Amt“ o.ä. sorgt. Es gibt in der Wikipedia keine „eine“ Authoritätsfigur, die man nur für sich gewinnen muss. Daher ist der Ruf nach Eingreifen des Vereins oder gar der Foundation auch völlig fehl am Platz, der Verein als Zielscheibe auch nur Zeitverschwendung. Dieses Fehlen einer zentralen Steuerung macht Veränderungen mühselig, sorgt aber bei wichtigen Themen auch für entsprechend sorgfältiges und bedachtes Vorgehen.

    Was kann der Verein hier tun? Meiner Meinung nach gehört zur Unterstützung der Wikipedia auch dazu, dass wir Wege aufzeigen, wie diese Diskussionen sinnvoll geführt werden. Die Podiumsdiskussion war der erste Versuch hier tätig zu werden. Es müssen weitere solche Versuche folgen, denn: niemand hier hat die Weisheit mit Löffeln gefressen und weiß, wie ein Projekt, wie es die Wikipedia ist, sinnvoll gesteuert und konstruktiv weiterentwickel werden kann. In vielen der Aussagen aus dem Communitygift-Artikl finde ich mich auch wieder. Nun gilt es, davon einiges einfach mal auszuprobieren und zu schauen, was funktioniert und was nicht.

    Schließlich noch etwas für den Weg: Lagerdenken hilft Niemandem weiter. Ich gehe bei der weiten Mehrheit derjenigen, die sich hier und anderswo zu Wort melden, davon aus, dass sie ehrenwerte Absichten haben und alle letztendlich etwas Gutes erreichen wollen. Es ist alles daher andere als konstruktiv, Personen mit von der eigenen Position differierenden Meinung auf persönlicher Ebene anzugreifen, ihre Argumente in den Schmutz zu ziehen oder ihnen gar irgendwelche dunklen Machenschaften zu unterstellen. Damit gewinnt man vielleicht kurzfristig etwas Genugtuung als Ausgleich für den eigenen Frust, beim Gegenüber vertieft sich aber eher letzterer. Und gelöst ist gar nichts.

  13. ChrisK sagt:

    @Sebastian, #253:

    Ich stimme Dir da in weiten Teilen durchaus zu. Was aber ist, wenn sich besagte Community festgefahren hat? Man muss kein Psychologe sein um zu wissen das der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Ebenso dürfte klar sein das jeder, der denkt er beurteile alles immer rein objektiv, sich selbst belügt.

    „Cliquenbildung“ ist ein schleichender Prozess. Eine Person wählt eher denjenigen zum Admin, den er auch kennt und mag. Wenn dann solche Wahlen nicht richtig öffentlich sind, sondern sich in irgendwelchen Unterseiten Tief vergraben finden, dann nimmt auch nur ein kleiner Teil der Leute daran Teil. Über viele Jahre führt das, zusammen mit dem System das Admins praktisch auf ewig im Amt sind solange nicht genug Leute eine Wiederwahl fordern, zu einer Art Inzucht.

    Wenn solche Strukturen dann erstmal etabliert sind, ist es kaum noch Möglich dort für Änderungen zu sorgen. Ich kenne diese Problematik von einigen Foren, an denen ich Mitgewirkt habe. Man ist unter sich, und möchte das auch gerne bleiben. Je länger das so bleibt, umso eher fühlt man sich durch Meinungen von aussen angegriffen.

    „Was kann der Verein hier tun? Meiner Meinung nach gehört zur Unterstützung der Wikipedia auch dazu, dass wir Wege aufzeigen, wie diese Diskussionen sinnvoll geführt werden.“

    Ja. Wie wäre es denn mal mit einem Forum, in dem solche Dinge besprochen werden, und wo auch die breite Öffentlichkeit mit einbezogen ist? Nicht irgendwelche halb-verstecken Wiki-Seiten. Wo man teilnehmen kann ohne sich erstmal mit Wiki-Editieren auseinandersetzen zu müssen. Wo man kleine (oder auch grössere) Abstimmungen machen kann, an denen die Teilnahme so einfach wie möglich gestaltet wird. Und vor allem: Wo alle Seiten dran teilnehmen können. Ohne das man als „dumme IP“ gilt, wo nicht gleich jeder als Sockenpuppe oder Handlanger von irgendwem bezichtigt wird.

    Und natürlich sollte auf ein solches Forum dann auch an prominenter Stelle aufmerksam gemacht werden. So das jeder, der in der WP etwas liest, auch darüber informiert wird das es dieses Forum gibt.

    Das wäre doch schon mal ein Anfang.

    Grüße,

    Chris

  14. KeinSpender sagt:

    @Oliver

    „Ich habe nicht festgelegt, dass es Relevanzkriterien geben muss, sondern die Gemeinschaft der Wikipedia-Nutzer. Und es ist auch diese Gemeinschaft, die bestimmt, wie die Relevanzkriterien aussehen sollen.“

    LOL. Und Frau Merkel ist von der Mehrheit aller Deutschen gewählt! Ich lach‘ mich krumm. Ok. Reduzier‘ das mal schön auf die wenigen hundert User, die bei den Abstimmungs- und Adminwahlspielchen mitmachen. DIESE Gemeinschaft hat das bestimmt. Genau so, wie auch Frau Merkel nur von der Mehrheit jener gewählt wurde, die das politische Spielchen nicht durchschauen und mitmachen.

    „Fein. Konkurrenz belebt das Geschäft und der Markt soll entscheiden. Nur was eben definitiv nicht passieren wird, ist dass alle Admins rausgeschmissen werden und dass Relevanzkriterien vollständig abgeschafft werden. “

    Richtig. In einer verteilten Wikipedia sind sie schon von Anfang an überflüssig.

    „Dann macht das doch. Warum macht ihr das nicht?“

    ??? Wieso? Passiert doch gerade!

    “ Glaubst du denn echt, dass das etwas ist, das irgendjemand fürchtet?“

    Jetzt schon. Denn Du sprichst von Fürchten. Ich habe nicht davon gesprochen.

    „dass die Wikipedia-Projekte zur Erstellung von Forks anregen, indem sie Datenbank-Dumps und Software kostenlos zur Verfügung stellen.“

    Wie großzügig. Hast Du mal die Lizenzbedingungen gelesen? Die lassen den Wikipedia-Projekten gar keine andere Chance :-)

    „Wie er die technischen und organisatorischen Probleme eines grossen Projekts meistert, wie er sich finanziert ohne abhängig zu werden von Partikularinteressen, wie er es mit den Rechten für die Inhalte hält und wie es mit der Qualität der Artikel aussieht.“

    Klar, weil das Deine Kriterien sind. Genau das ist es ja, was mich so erschreckt, daß Du eben nur und ausschließlich Deine Kriterien siehst. Technische und organisatorische Probleme echt verteilter Systeme sind typischerweise sehr klein. Sie skalieren mit der Anzahl Nutzer. Hat P2P organisatorische Probleme? Nein. Sie haben gar keine Organisation :-) Hat P2P Finanzprobleme? Nein. Jeder User zahlt mit seinem Plattenplatz und seiner Flatrate. :-) Ist P2P abhängig von Partikularinteressen? Ja. Und zwar ausschließlich von denen des jeweils einzelnen Users. Und so soll es ja auch sein. :-) Rechte für die Inhalte? Die spezifiziert der Autor und nicht der Projektbetreiber. Qualität der Artikel? :-) Also da laß Dich mal überraschen.

  15. Liberaler Humanist sagt:

    Vielleicht sollte man einmal die IPs der 1 Euro Spender Checkusern um festzustellen, wie viele es wirklich sind.

    Ferner wäre es interessant, einige dieser Trolle wegen Betrugs anzuzeigen und ihnen Bearbeitungskosten in Rechnung zu stellen.

  16. ChrisK sagt:

    @ #256:

    Danke für dieses ausgezeichnete Beispiel des so oft erwähnten unfreundlichen Ton’s seitens einiger Leute aus der WP Community. Natürlich unter der Annahme das Du auch der User „Liberaler Humanist“ in der WP bist.

    Generalverdacht das es ja nur wenige sind. Natürlich erstmal „chekusern“. Und dann gleich mit Anzeigen drohen. Wirklich, super Leistung.

    Warum ist es so schwer sich der teils berechtigten Kritik anzunehmen? Statt dessen werden die Finger in die Ohren gesteckt und „lalala, ich höre nichts“ das Problem ignoriert. Kann ja schliesslich nicht sein das es mehr als eine handvoll Leute gibt die etwas zu kritisieren haben.

    Leider ist dieser Umgangston und die daraus resultierende, giftige Atmosphäre immer häufiger in der WP anzutreffen.

    Achja, auch besonders schön: Sich über die ach so anonymen IP’s aufregen, und sich dabei hinter einem Pseudonym verstecken.

    Grüße,

    Chris

  17. Will Kür sagt:

    „Liberaler Humanist“ scheint alle Vorurteile bestätigen zu wollen, die sich mit dem Begriff „Blockwart“ verbinden lassen. Erweitere deine Vorschläge doch noch ein bisschen: wie wäre es mit der Forderung, dass Spender vor dem Spenden noch einen Nachweis erbringen müssen, dass sie sich linientreu gemäß der Wikimedia-Vereinspolitik verhalten. Freunde von Telepolis und Fefe sollen schließlich draußen bleiben …

    In diesem Sinne wäre es tatäschlich schön, wenn manche Admins und User tatsächlich den Fluss als virtuelle Leiche heruntertreiben würden, wie es auf der Veranstaltung schon angesprochen wurde.

  18. Wie Bitte? sagt:

    Ich wollte mich ja aus der Diskussion raus halten, aber anscheinend haben einige hier den Knall noch nicht gehört.

    @Liberaler Humanist
    Ich nehme an Sie sind der selbe wie der von Wikipedia und nicht irgend ein Troll der jetzt versucht diesen Namen noch tiefer in die Abgründe der Fassungslosigkeit über soviel Ignoranz rein zu reiten.
    Falsche Kontenangaben können sehr einfach über ckonto abgefangen werden, man muss nur wissen wie man es macht. Außerdem entsteht der Wikimedia keinerlei Kosten wenn man von den angegebenen Konten nichts abbuchen kann da Rücklastgebühren aufgrund eines Gerichtsbeschlusses nicht dem Einforderer angelastet werden dürfen.

    Vielleicht ist an Ihnen auch vorbei gegangen, vielleicht wollen sie es in ihrer beschränkten Weltsicht auch nicht wahrhaben, das sich doch mehr Menschen über das allgemeine Gebaren der selbst ernannten Elite aka Nicht IPs in den Löschdiskussionen aufregen als der kleine Stamm an Bloggern den Sie so verteufeln.
    Des weiteren möchte ich von Ihnen mal gerne erfahren auf welcher Basis sie Menschen die sie nicht kennen pauschal des Betrugs bezichtigen nur weil diese ihren Protest mit der geringst möglichen Spende kund tun. Leider gibt es ja keinerlei Möglichkeit, weder hier noch in der Wikipedia selbst wo man sich über solche Dinge austauschen kann. Vielleicht weil man denkt man sei absolut unkritisierbar oder man Angst hat das „fremde“ Menschen Wahrheiten ansprechen die man nicht sehen will. Lieber werden Kritiker difamiert, sei es als IP, wie ich erfahren musst auf Wikipedia ein Schimpfwort oder Socken/Fleischpuppe, auch ein solches Schimpfwort.
    Mir fehlt in diesem Kreuzzug ein wenig die Sachlichkeit und das auf allen Seiten. Wikimedia beweihräuchert sich selbst für die Podiumsdiskussion über die man wenn man auch andere Quellen heranzieht nur den Kopf schütteln kann. Bei der Wikipedia bei der gewisse Admins und User einen elitären Kosmos bilden der als allein selig machende Institution in der Wikipedia vor sich hin levitiert und Neulinge solange mit Bürokratie bombardiert das selbige lieber eine Steuererklärung in Farsi ausfüllen als einen Artikel in Wikipedia zu schreiben. Und bei den Bloggern, was soll ich sagen, hier gibt es einige heißgelaufene Köpfe die sich endlich mal den Frust der letzten Wochen von der Seele schreiben können, einige legen dabei einen Ton zu Tage der nicht in Ordnung ist. Leider ist das im anderen Lager nicht anders. Trotzdem kommen einige gute Vorschläge und auch Fragen, die leider immer wieder geflissentlich ignoriert werden.

    Ich bitte jeden mal von seinem hohen Ross runter zu kommen, wenn sich nicht in nächster Zukunft Vertreter aller Positionen an einen Tisch setzen und das Thema ausdiskutieren und noch wichtiger Lösungsvorschläge machen ist Wikipedia für die meisten Leute tot.

    Die Qualität einer Enzyklopädie macht man nicht nur an der Qualität einzelner Artikel fest sondern auch an ihrem Umfang. Was nutzt es mir hochqualitative Artikel zu haben wenn es nur 10 sind, damit kann ich kein Wissen bewahren. Wikipedia muss zu dem zurück als das es mal gedacht war und zusätzlich auf einen Weg gebracht werden der dem 21. Jahrhundert angemessen ist.

    Ich hoffe ich hab jetzt jedem gleich viel auf die Füße getreten damit sich keiner benachteiligt vorkommt. Niemand ist perfekt, aber wir könne viel erreichen wenn wir zusammen arbeiten. Aber wenn immer der Klügerer nachgibt werden wir bald von Dummen regiert…

  19. DDB sagt:

    So, ich war heute (unvorhergesehen) fast den ganzen Tag beruflich unterwegs, sodass ich die Auswirkungen meiner Änderungen in der Wikipedia leider nicht so zeitnah begleiten konnte, wie ich mir das gewünscht habe. Ich schaffe es leider auch nicht, alle Teilaspekte aufzugreifen und aufzudröseln (weil mir das große Bild wichtiger ist)

    Die Änderung der Spendenseite auf Wikpedia stammt von mir. Ich habe sie gestern Abend formuliert, weil ich den in meinen Augen irreführenden Spendeaufruf so nicht stehen lassen will (und auch nach wie vor nicht stehen lassen werde). Und das aus folgendem Grund:

    Ein Benutzer, der sich mit der internen Arbeitsteilung zwischen der WMF und den territorialen Vereinen und Zusammenschlüssen nicht auskennt, wird nicht klar, wohin seine Spende fließt, wenn er für welche Vereinigung spendet.

    @230 „Es gibt diverse gute Gründe, warum der Verein die Finger vom Inhalt der Wikipedia lässt.“

    Wunschdenken. Ein Vorstandsmitglied von Wikimedia D eV hat meine Änderung der Spendenseite mit dem Kommentar revidiert „->weiter auf der Duskussionsseite“ revertiert (und das obwohl er in der Sache befangen erscheint, weil der Verein in dessen Vorstand er sitzt unmittelbaren Profit aus der aktuell irreführenden Darstellung zieht).

    @232+234: suit, danke für die Anmerkung und Deine Verbesserungen/Klarstellungen an meiner Änderung.

    @235: die Änderungen stammen von mir, nicht von suit. Ich habe die Größen geändert – und das aus folgendem Grund: Betreiber der Wikipedia ist die WikimediaFoundation. Die Wikipedia wirbt um Spenden. Also sollten auch alle Spenden für die Wikipedia an denjenigen gehen, der die Wikipedia betreibt.

    Der Wikimedia D eV bietet – nach meiner Auffassung sinnvolle – Ergänzungsleistungen an (fefe sieht das anders, aber sei’s drum). Diese Ergänzungsleistungen sind für den Betrieb der Wikipedia aber keine „conditio sine qua non“ (Bedingung, ohne die nicht), d.h. Auch ohne die Arbeit des Wikimedia D eV wäre die Wikipedia sinnvoll nutzbar und für jedermann erreichbar.

    Ich sehe nun keinen Sinn darin, zwei Vereine, die beim Betrieb der Wikipedia auf deutlich unterschiedlichen Stufen stehen, beim Werben um Spenden in derselben Schriftgröße erscheinen zu lassen (denn die gleiche Schriftgröße suggeriert nach meiner Auffassung „für den Betrieb gleich wichtig“) und genau das ist der Punkt: sie sind nicht gleich wichtig.
    Der Aufruf für Wikimedia D/AT/CH war auch nach meiner Änderung (richtigerweise) größer als der Rest des Textes, aber kleiner als der Aufruf für die Spende für die WMF. Das spiegelt nach meiner Auffassung die Hierarchie beim Betrieb recht gut wieder.

    Beim Thema Anzeige bitte ich deutlich um Besonnenheit! Ich sitze als Rechtsanwalt zwar an der Quelle (und könnte das in 30 Minuten „runterrotzen“), habe aber keinerlei Ambitionen irgendjemanden mit einer Anzeige zu überziehen, grade weil ich die Arbeit der WMF und auch der WMD/WMAT/WMCH schätze und für wichtig halte (nur letztere halt nicht für so wichtig wie die Arbeit der WMF). Und deswegen bitte ich auch jeden anderen, von so einem Ansinnen Abstand zu nehmen!

    Später evtl. noch mehr, wenn der Fr-Abend-Film langweilig sein sollte.

    Grüße

  20. Marc sagt:

    @245: Ein riesiges Problem ist nicht nur das umherwerfen von WP:XYZ, sondenr vor allem das gelebte nichtbeachten durch die Admins.

    Die Löschregeln sagen z.B. ganz klar daß man dem Autor 15 minuten zeit geben muss, anonsten ist der Antrag ungültig.

    In der Praxis wird das so gehandhabt:

    1. Benutzer fängt an zu edieren.
    2. nach 2 minuten hat ernnen edit-konflikt weil das löschbapperl drinsteht.
    3. geht zur löschdiskussion, liest die regeln.
    4. entfernt LAE, weil 15 gegen minuten-regel verstossen, wozu er berechtigt ist.
    5. admin sperrt benutzer (nicht immer, kommt aber vor) für einige Zeit
    6. admin sagt „die 15 minuten sind jetzt eh‘ um“.

    Da hat niemand mehr lust, für einen halbfertigen artikel zu kämpfen, zumal, wenn er sich die regel durchliest, SOFORT klar ist, daß die regeln von admins selbst weder beachtet noch durchgesetzt werden – wozu also noch arbeit investieren?

    Es würde schonmal sehr helfen, wenn die aussendarstellung der wikipedia mit ihren vielen WP:XYZ auch mal ansatzweise realität würde, und dazu gehört, daß admins das vorleben und sich nicht dauernd über die regeln hinwegsetzen andere benutzer für ähnliches aber sofort sperren.

    Fakt ist, daß, wenn man versucht einen Artikel einzustellen, innerhalb einer halbe stunde erfährt, daß die ganzen regeln schlichtweg lüge sind.

    Der gute Ruf der wikipedia (das, was von him übrigblieb) kommt ausschließlich durch leute, die sie nur passiv nutzen. Aktive neunutzer werden sofort rausgeekelt und haben dann auch keine Lust mehr, sich mit diesem korrupten sumpf abzugeben.

  21. ChrisK sagt:

    @Marc #260:

    Nun ja, das man Regeln ein wenig flexibel auslegt, dagegen spricht ja erstmal nichts. Aber es stimmt schon das im Zweifelsfall die Regeln doch eher zum Nachteil ausgelegt werden. Ist zwar nachvollziehbar, schliesslich will man ja seine Ansicht klarmachen, aber halt in der ausufernden Form nicht hilfreich.

    Zudem halte ich das Regelwerk an sich einfach für viel zu Umfangreich. Ein Neuling wird damit ja förmlich erschlagen. Scheint aber wohl eine typische Krankheit bei uns in DE zu sein: man reglemtiert halt alles tot. Das Ergebniss sind dann umfangreiche Regelwerke, die sich vielleicht sogar noch gegenseitig widersprechen. Das dürfte auch zum Teil mit an der Art liegen, wie diese Regeln enstehen. Einige Mitglieder der Community würden gerne etwas geregelt haben. Man stimmt ab, es wird aufgenommen. Der nächste möchte dann auch etwas regeln, usw, usf.

    Am Ende hat man ein Sammelsurium and Regeln an dem einfach zuviele Mitgemischt haben. Natürlich will auch keiner „seine“ Regel aufgeben. Dem neuen Benutzer wird dann im Laufe der LD eben die massigen WP:XYZ Links hingeworfen. Aber welche Regel genau ist dann gemeint? Das wird dann meistens nicht erwähnt. Weniger Regeln, und diese dann Aufteilen. Ist ja schön und gut wenn man einem neuen Artikel bitte erstmal 15 Minuten Zeit geben soll. Aber was hilft das wenn der betreffende Benutzer nach einem Hinweis dann erstmal 3 Stunden ewig viele Bildschirm-Meter an Regelwerk durchforsten muss, in der Hoffnung, den Punkt zu finden um den es konkret geht?

    In dem Zusammenhang ist vielleicht auch Interresant mal einen anderen Aspekt zu beleuchten. Es wird viel geredet über „die IP’s“, Sockenpuppen, Meatpuppen, etc. Aber wer garantiert denn das es andersrum nicht auch irgendwelche Absprachen gibt, um irgend ein Ergebnis hervorzurufen? Wie kann man denn Sicherstellen das sich nicht eine kritische Masse an Community-Mitgliedern oder Admins vorher verabredet, um Abstimmungen zu beeinflussen?

    Das ist eben auch einer der Gründe warum ich denke das solche Abstimmungen wesentlich besser öffentlich bekannt gemacht werden müssen, um eine wesentlich höhere Anzahl an Stimmen im allgemeinen zusammen zu bekommen.

    Zudem eignet sich ein Wiki einfach nicht als Diskussionsplattform. Edit-Konflikte, keine Threads, etc. Solche Diskussionen sind m.E. in einem Forum besser aufgehoben. Man sieht ja auch an den vielen Kommentaren in kürzester Zeit hier das ganz offensichtlich ein Diskussionsbedarf besteht. Und das dann bitte ohne das einem gleich Vorwürfe nach dem Motto „dumme IP“ hingeworfen werden. Aber auch bitte ohne „ihr Admins seid alle doof“. Beide Seiten müssen anfangen sachlich zu werden, und auf die Denkweise der jeweils anderen Seite eingehen.

    Grüße,

    Chris

  22. Kyle sagt:

    An http://blog.wikimedia.de/2009/11/12/kurz-zum-spendenticker/#comment-1665

    „Die Krönung war das Eigenmächtige umbenennen eines Artikels durch einen Admin, weil, wie ich “belehrt” wurde, “das nicht sein kann”. Daher gibt es in der Wikipedia seit ca. einem Jahr die Beschreibung eines Gerät unter einem von einem Admin frei erfundenen Gerätenamen. Unter dem historisch, technisch und heute noch fachlich korrekten und benutzten Namen gibt es nichts, außer einer Sperre, dass der Artikel nicht angelegt werden kann.“

    Heute hast Du Dir ja ein Herz gefasst und einen Löschantrag auf den Artikel gestellt (was allerdings unsinnig ist, wenn man nur das Lemma abändern will):

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/13._November_2009&oldid=66781277#Kalibrierleitung_.28erl..29

    Was wurde daraus klar?

    – Die Umbenennung wurde damals nicht durch einen Admin vorgenommen, sondern durch einen heute nicht mehr tätigen Sockenpuppen-Account mit 228 Bearbeitungen.
    – Obwohl man in der Wikipedia vor jedem Anlegen eines neuen Artikels auf die Belegspflicht hingewiesen wird, ist der Artikel ohne Quellen angelegt worden. Ein denkbar schlechte Ausgangslage, um in einem inhaltlichen Konflikt Recht zu bekommen.
    – Nachdem heute der LA gestellt wurde, hat ein Admin den Artikel auf das ursprüngliche Lemma zurückverschoben, das zu keinem Zeitpunkt gelöscht oder gesperrt war, sondern immer als Weiterleitung exisitiert hat, und das Umbenennungslemma gelöscht. Ein Quellenbaustein weist im Artikel auf die fehlenden Quellen hin und der Artikel wurde in der Qualitätsicherung des Portals Physik gelistet.

    FAZIT: Ein ganz normaler inhaltlicher Konflikt zwischen zwei ganz normalen Benutzern, der leicht hätte vermieden werden können, wenn man gleich mit Quellen gearbeitet hätte und für den es aber sonst genügend Ansprechstationen in der Wikipedia gibt, die man leicht findet, wenn man sich in die überall verlinkten Richtlinien einzuarbeiten beginnt.Vorläufig beendet wurde der Konflikt hingegen durch einen Admin, und zwar ganz im Sinne des Erstellers.

    Trotzdem wird im Comment über Admins hergezogen, die „ihren eigenen Hintern nicht mal finden würden, wenn eine Taschenlampe drin stecken würde“ und auch, ohne dass auch nur ansatzweise ein Bezug zu erkennen ist, über die Wikimedia („Wie ist das so bei Wikimedia-Treffen auf denen die Spendengelder versoffen werden, pfeift man da gemeinsam “Ich mach’ mir die Welt – Widdewidde – wie sie mir gefällt?“). Obwohl sich, wie sich danach herausgestellt hat, der Fall genau umgekehrt abgespielt hat: Das Problem entstand durch das Prinzip der freien Beteiligungsmöglichkeit, bei dem Leute halt auch falsches Zeugs in die Artikel einspeisen können, gelöst wurde es durch einen relativen Machtträger in diesem System.

    Genauso verhält es sich mit dem von „Zensurgegner“ angekreideten LA auf Novoflex: „Es geht schlicht darum, das die Relevanz- und Belegkriterien von einigen(vielen) Admins wie ein Gesetzbuch hochgehalten werden und mit missionarischm Eifer alles gelöscht wird, was irgendwie unter einen dieser Paragraphen fallen könnte. Beispiel gefällig? Vor ein paar Tagen wurde ein LA für den Eintrag der Firma Novoflex gestellt. (…) Nur durch das besonnene Eingreifen eines anderen Admins wurde die Löschung verhindert. Solche Leute machen die Wikipedia kaputt.“ Brüll! Böse Admins! Der Benutzer, der den LA gestellt hat, ist kein Admin. Der Benutzer, der den LA entfernt hat, ist ebenfalls kein Admin. Bei der Wikipedia darf jeder Artikel schreiben und halt auch jeder Löschanträge stellen und wenn diese offensichtlich unbegründet sind, auch entfernen – weil es eben keine elitäre Admindiktatur ist.

    Und so verhält es sich leider mit vielen Beiträgen hier: Keine Ahnung von gar nichts, aber Hauptsache erst Mal „Scheissadmins“, „Zensur“, „Scheisswikimedia“ gebrüllt. Irgendwann fällt einem da wirklich nur noch Dieter Nuhr ein.

  23. Marc sagt:

    @261: Ich gebe dir vollkommen Recht, nur ein kleiner Punkt: Löschdiskussionen sind keine Abstimmungen, und werden auch nicht so gehandhabt.

    Es ist irrelevant (oops) wenn sich sehr viele Leute für behaltne aussprechen, daß beeinflußt die Admin-entscheidung nach den regeln nicht (in der Praxis eigentlich auch nicht).

    Tatsächlich finde ich die Regeln nicht nur auch viel zu lang, sondenr auch widersprüchlich: zu fast ejder Regel findest du irgeneine Regel die das Gegenteil behauptet: Für neue Benutzer gibt es nichts, an das man sich haltne könnte.

    Die Löschregeln sind aber recht kurz und eindeutig, es gibt wenige, und selbst an diese wird sich nicht gehalten.

    Im übrigen bin ich fast sicher, daß es nur ein kleiner Kern ist,d er die Probleme verursacht. 300 Admins soll es geben, aber in den LDs tauchen immer nur dieselben, sagen wir mal, 10 auf, dazu noch dieselben 10 user die fats alle LAs stellen.

    Untersträglich wird es, wenn diese Benutzer in herablassender Weise auf dem Artikel herumhacken (siehe „geschwurbel“, „unsinn“, „irrelevanter mist“, „müll“, „käsekaribik“) etc., und wenn sich dann der Autor (z.b. „nur eine IP“) aufregt, wird sie natürlich zurechtgewiesen.

    Die Löscher, die zum großen teil unsinnige löschanträge stellen, werden dagegen beschützt (Siehe z.b. VM gegen weissbier: „ich hab ihn mal verwarnt, beim nächsten mal…“ „es ist das nächste mal, schau mal, wie oft er verwarnt wurde“ „geh weg, weissbier ist einer von uns“).

    Es ist ein völliges Willkürsystem bei dem einige wenige bestimmen.

    Die meisten admins kriegen davon wahrscheinlich nicht einmal was mit und haben ein gutes bild von ihrer wikipedia. Genauso wie Autoren de keine neue Artikel erstellen.

  24. ChrisK sagt:

    @Marc #262:

    Ja, LD’s sind keine Abstimmungen, das ist richtig. Aber sie basieren auf Regeln, über die die Community abstimmt. Diese Regeln wiederum bauen auf den darüberliegenden Regeln zur Relevanz, etc. auf. Und eben diese ganzen Abstimmungen zu den ganzen Regeln findet doch eher recht versteckt statt. Mit entsprechend geringer Beteiligung der Community. Was dann wiederum zur leichten Manipulierbarkeit führt. Diese manipulation muss ja nicht einmal vorsätzlich sein, es reicht ja schon wenn der betreffende Kreis der Benutzer, die eine gewisse Richtung wollen, zu der Zeit in der Überzahl sind.

    Allerdings sieht man auf Benutzer- und Admin-Diskussionsseiten mittlerweile viel zu häufig Dinge wie „Kannst du mal dies und das da und dort mein, mein (Admin-)Account ist dafür verbrannt“ oder „Schau mal dort, magst da nicht mal einen LA machen“. Das erweckt einfach den Eindruck der Hintenrum-Mauschelei.

    Das sind die Dinge warum ich für erheblich größere Transparenz und „Aufmerksam machen“ bin. Das muss einfacher werden, mehr Benutzer müssen darauf Aufmerksam werden und eine sehr leichte Art der Teilnahme ermöglicht bekommen. So etwas sind schliesslich grundsätzliche Dinge, die dementsprechend prominent platziert werden müssen. jemand, der nicht weiss das über etwas Abgestimmt wird, oder jemand gewählt werden soll, der kann daran auch nicht teilnehmen.

    Ansonsten stimme ich Dir da voll zu. Der ganze Ton muss freundlicher werden. Der Community-Gift Artikel stellt ja auch gerade das deutlich heraus. Es ist einfach zu Abschreckend geworden. Ebenso das Wahlsystem für Admins. Da muss es regelmässig Neuwahlen geben, so das Leute gerne Abstimmen. Nicht das jetzige System, wo erst genug Leute jemanden „wegwählen“ wollen damit er sich einer Wiederwahl stellen muss. Das bringt doch schon von Grund auf eine sehr negative Note in das System. Und grad in dem jetzigen Zustand will sich ja kaum noch einer der Benutzer gegen irgendwen aussprechen, aus Angst vor stumpfsinnigen Rachehandlungen.

    Ich fände es wirklich Schade wenn die deutsche WP weiter so abschmiert. Das Projekt ist gut, die Ziele mehr als Unterstützendswürdig. Da muss sich einfach was bewegen. Es gibt halt mehr als nur Admins und Community-Mitglieder. Es gibt unzählige, anonyme Benutzer. Wenn man da nicht genug von mobilisieren kann damit sie mitarbeiten, wird das ganze mehr und mehr zu einer geschlossenen „unsere Internet-Enzyklopädie“ Gruppe.

    Grüße,

    Chris

  25. Suit sagt:

    @ChrisK – die Community stellt zwar die Regeln auf – aber wie du sagst ist daran nur ein etwas eingeschränkter Kreis wirklich involviert – der Knackpunkt ist aber, dass nichtmal definierte, einfache Regeln angewandt werden und somit eigentlich egal ist, was da steht. Überhaupt scheint es so, als würde man schneller zum Admin gewählt, wenn man sich vermehrt für Qualität einsetzt (wobei die meisten „Qualitätsapostel“ wahrscheinlich die eigentliche Defintion von Qualität kennen und sie schlichtweg mit Güte verwechseln) hat man bessere Karten als auf der Quantitätsseite.

    Kommentar #195 von mir (auf dieser Seite) stellt dies exemplarisch dar bzw. belegt meine Aussagen – ich sauge mir das also nicht aus den Fingern.

    Nochmal Zusammenfassend (bez. Silver Style Entertainment):
    (sieh Löschregeln: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Löschregeln)
    1) „Gib einem neuen Artikel wenigstens 15 Minuten Zeit“ war nicht relevant, da der Artikel bereits Monate alt war.
    2) „Sprich mit dem Autor“ – wurde nicht durchgeführt (das wird ohnehin sogut wie nie gemacht) – wobei natürlich einzuräumen, ist dass mir keineswegs die Erfahrung fehlt.
    3) „Überlege, ob du den Artikel verbessern kannst“ – ich bezweifle stark, dass das durchgeführt wurde – bzw. dass überhaupt jemand _ernsthaft_ nachdenkt, bevor er einen Löschantrag stellt
    4) „Sieh dir zu dem Artikel auf jeden Fall die Diskussionsseite, die Versionsgeschichte, die „Links auf diese Seite“ und die zugehörigen Kategorien an.“ das wurde mit Sicherheit auch nicht gemacht, ansonsten hätte man festgestellt, dass er für einige sehrwohl relevante Spieleartikel eine sinnvolle Ergänzung darstellt – obwohl die Relevanzkriterien definiert sind (imho ist die Anwendung von Relevanzkriterien für Wirtschaftsunternehmen auf Spieleentwickler arg unsinnig).

    Weiters „Ein wiederholter Löschantrag für einen Artikel, der bereits früher Löschkandidat war und durch eine Administratorentscheidung behalten wurde, muss sorgfältig begründet sein. Ohne neue Argumente ist ein solcher Löschantrag unzulässig […]“ – dennoch wurde, obwohl es einen Adminentscheid für behalten gab ein neuer, nicht sorgfältig begründeter Antrag gestellt – neue Argumente gabs erstrecht nicht.

    Die Liste an Fehlern und Regelverstößen lässt sich beliebig fortsetzen – dennoch werden aber immer wieder Artikel zu „unrecht“ nach genau diesem Schema gelöscht.

    Teilweise werden Löschanträge sogar regelrecht herrausgerotzt/gespamt – Nutzernamen muss ich ja nicht nennen.

  26. ChrisK sagt:

    Irgendwo in den Tiefen der WP gibt es eine beendete Abstimmung zur Überarbeitung der Relevanzkriterien. Leider finde ich die Seite jetzt nicht mehr.

    Witzigerweise haben sich die Leute da ganz klar dafür ausgesprochen, diese Kriterien zu senken, es wieder mehr zu Einschluss- anstelle von Ausschluss-Regeln zu machen.

    Daran sind aber nun zwei Dinge besonders Interresant:

    Zum einen, man hat abgestimmt es anders zu handhaben, aber es hat sich noch nichts getan. Frei nach dem Motto: Gut das wir mal drüber geredet haben.

    Zum anderen, die Gesamtbeteiligung war wirklich lächerlich. Weit weniger als 100 Leute pro „Kategorie“ in der Abstimmung. Das entspricht weit weniger 1/3 der Menge der Admins. Und einem noch kleineren Bruchteil der Benutzer.

    Da kann man doch nicht wirklich ernsthaft behaupten das dies eine „Entscheidung der Comunity“ war. Klar, eigentlich sollte man sich als Kritiker der bisherigen Regeln über das Ergebnis freuen, für mich hat die extrem niedrige Beteiligung aber einen sehr fahlen Beigeschmack.

    Woran liegt diese geringe Beteiligung? Ich glaube nicht daran das es an mangelndem Interresse liegt. Vielmehr daran das solche Abstimmung „irgendwo hinten“ in einer Ecke der WP stattfinden. Wer nicht ganz genau und gezielt danach sucht, an dem zieht das vorbei.

    Aber wie Suit in #264 nochmal angedeutet hat: Die besten Regeln nützen garnichts wenn sich keiner wirklich daran hält, und wenn, dann so dermassen verbogen werden um das eigene Argument zu pushen
    das von dem eigentlichen Sinn nicht mehr viel übrig bleibt.

    Grüße,

    Chris

  27. Anonymous sagt:

    Zu den Bankverbindungen: Es gibt da einen Prüfsummenalgorithmus. Könnte Geld sparen.

  28. Kerish sagt:

    Ich weis das Ihr direkt gesehen die Falschen seit die jetzt unter diesem Unmuts Ausbruch zu leiden haben. Es ist nicht so das dieser Unmut neu wäre er staut sich schon seit sehr langer Zeit auf. Ich kann mich an unzählige Diskussionen innerhalb der Wikipedia erinnern wo dieser Unmut sich äußerte und ungehört bzw. ohne irgendwelche Konsequenzen verhalt ist. Ich erinnere mich an eine Pedition in irgend einem Hinterstübchen die tatsächlich hunderte von Leuten gefunden hatten und doch änderte sich nichts, ja es wurde eher noch schlimmer. Nun haben die Leute einen Weg gefunden diesen Unmut in die Öffentlichkeit zu tragen und ihn so zu äußern das er weh tun könnte. Ihr solltet das so sehen dass die Wikipedia an einem Scheideweg steht. Sie kann eine verstaubte knochentrockene Enzyklopedie werden die keine Mitarbeiter hat oder sie kann ein Sammelsurium an „unrelevanten“ Inhalten werden an dem sich die Leute mit großer Begeisterung beteiligen. Das wären die beiden Extrempole. Mir wäre es lieber man würde sich daran machen endlich einen Mittelweg zu finden wie man den Leuten den Spaß am Mitwirken erhält und sie nicht hinauslöscht. Mein Vorschlag war eine Art Raum für abgelehnte Artikel, eine Art Zweitwikipedia, wo man sie findet, wo man an ihnen arbeiten kann und wo sie die Chance haben eines Tages in die große Wikipedia zu gelangen. Es ist für einen Autor immer noch schmerzhaft in die zweite Liga abzusteigen, aber es ist weniger schmerzhaft als gelöscht zu werden. Wenn ein Schüler die Chance hat über seine Lieblingsmangafigur in dieser zweiten Liga zu schreiben, dann ist das alle mal besser als ihn durch die Löschung auf alle Zeit zu verlieren. Den dieser Schüler ist vielleicht eines Tages der Professor XYZ den die erste Liga gerne als Autor hätte, der aber immer noch einen Groll hegt weil man ihn damals gedemütigt hat. Man sollte immer Bedenken das auf allen drei Seiten Löschantragsteller, Löschadmin und Autor Menschen sitzen die man verletzen kann. Und die Löschfraktion hat in den letzten Jahren sehr viele Menschen verletzt. Sehr viele Menschen denen die Wikipedia wichtig war, die mit großer Begeisterung daran gearbeitet haben und sich nun zurück gezogen habe. Wer von uns war den gleich vom ersten Tag an ein brilianter Autor der einen exzelenten Artikel aus dem Stehgreif schreibt? Die meisten exzelenten Artikel sind doch über eine lange Zeit gereift. Die Wikipedia ist ein wunderbares Projekt aber sie ist gerade dabei an ihren „Regeln“ zu ersticken. So empfinde ich das jedenfalls.

  29. Unwichtig sagt:

    Die Wikipedia hat in der Tat anmdere Probleme als anonyme IPs oder 1 Euro-Spenden. Zum Beispiel den Umstand, dass viele Beiträge zu Think Tanks, Lobbyisten und PR-Klitschen weichgespült werden, z.B. zum IZA:

    > http://insmwatchblog.wordpress.com/2008/06/24/nicht-nur-die-insm-auch-das-iza-bonn-pfuscht-bei-wikipedia-herum/

    Da werden dann mit Einsprüchen zur Form(ulierung) zahlreiche kritische Fakten weggelöscht und kein Schwein interessiert es.

    Diese Wikipedia ist tot.

  30. Kerish sagt:

    Selbst das Provinzblättchen das sich bei uns Zeitung nennt, hatte heute einen Artikel zu den Problemen der Wikipedia. ;)

    Mich hat interessiert wie eigentlich das Verhältnis zwischen Artikeln und gelöschten Artikeln ist. Ich muss sagen es hat mich erschreckt!

    Aktuell hat die deutsche Wikipedia: 979.830 Artikel (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite)
    Gelöschte Artikel bis November 2009: 2.960.900 Artikel (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Meinungsbilder/Sichtbarkeit_gel%C3%B6schter_Artikel). Ohne Frage sind da viele Sachen dabei die gelöscht gehörten URV, Beleidigungen usw.

    Aber diese Zahlen sollten einem doch wirklich zu denken geben.

  31. Henriette sagt:

    @Kerish: Du schreibst (übrigens auch noch viele andere kluge Dinge, die ich sofort unterschreiben würde :)):

    „ Mein Vorschlag war eine Art Raum für abgelehnte Artikel, eine Art Zweitwikipedia, wo man sie findet, wo man an ihnen arbeiten kann und wo sie die Chance haben eines Tages in die große Wikipedia zu gelangen.“

    Sowas gibts im Prinzip seit Bestehen der Wikipedia, es ist nur ziemlich unbekannt: Du könntest in deinem Benutzernamensraum z. B. unter problemlos auch jahrelang an Artikeln werkeln, bis sie irgendwann „reif“ sind. Machen auch viele Benutzer so.

    Solche Artikel sind allerdings schwer zu finden, weil man ja erstmal wissen muß, _daß_ es sie gibt, um sie zu finden. Aber das könnte man ändern indem man z. B. – mal als Vorschlag schnell zusammenphantasiert – ein Portal für Bastelartikel eröffnet, in dem alle diese Baustellen verlinkt sind und thematisch sortiert werden. Könnte funktionieren und ich hätt durchaus nichts dagegen das mal auszuprobieren. Ohne Zu- oder Abstimmung in und mit der Community geht sowas allerdings nicht: Da will also erstmal ein Meinungsbild oder eine Umfrage erdacht sein ;)

  32. Patrick Willam sagt:

    @120 (Karl):
    [bezugnehmend auf #85 (Patrick Willam)]
    > Du kannst mir gerne das vordigitale Äquivalent zeigen, das einen Artikel namens “Horrorkore Mixtape Teil 1″ führt.

    Dieses ‚Gegenargument‘ zeigt nur, daß mein Argument offensichtlich nicht verstanden worden ist.

  33. Matthias sagt:

    Ich verstehe nicht einmal ansatzweise, warum es überhaupt einen Konflikt geben muss. Die bestehenden Relevanzregeln können so bleiben wie sie sind und trotzdem muss kein Artikel, der diesen Regeln ggf. nicht gerecht wird, gelöscht werden.

    Alle Artikel, auf die eben diese Relevanzregeln zutreffen, bekommen eine entsprechende Bezeichnung – z.B. „dieser Artikel ist relevant gemäß WP:*** usw.“. Dazu dann noch eine Maskierfunktion ala „nur relevante Artikel anzeigen“ auf der Hauptseite einbauen und fertig.

    Dann haben die einen ihre enzyklopädisch ausgerichtete Wikipedia, die nur Artikel anzeigt, die „relevant“ sind, und die anderen haben ihre „sum of all human knowledge“-Sammlung. Ist dieser Vorschlag denn so naiv und weltfern?

    Mir ist zum einen bewusst, dass es nicht mehr nur um dieses eine Problem geht und ein solcher Vorschlag eigentlich auch direkt innerhalb der Wikipedia gemacht werden sollte, aber da sich die Diskussion ja nun einmal an diesen Ort hier verlagert hat kann es mit Sicherheit nicht schaden, diesen aus meiner Sicht so einfachen und simplen Kompromissvorschlag aufzuzeigen.

  34. DDB sagt:

    So, statt sich mit der inhaltlichen Kritik an der Spendenseite auseinanderzusetzen und für Abhilfe sorgen – und damit Transparenz zu schaffen, wird seit eben einfach eine andere Seite verlinkt, die genauso unklar ist, wie die Seite WP:Spenden, nur die dazugehörende Diskussion ausblendet. Ein grandioser Weg…

  35. Marc sagt:

    @274: Erstaunlich, du hast die Lösung! Wozu streiten sich denn die Leute!!!

    Den konflikt gibt es nicht, weil deine idee so umwerfend genial ist daß sie niemand hatte, sondern weil die, die faktisch die Macht ausüben, an keiner Änderung inetressiert sind, weder an deiner noch an einer anderen.

  36. Pflug sagt:

    Vielleicht sollte die Administration mehr zeit damitverbringen Löschtrolle wie Weissbier etc zu löschen… Vielleicht sollte sich wikimedia überlegen etwas zu ändern, eine so grosse Comunity wie Wikipedia braucht bessere Mechanismen um Vandalismus zu bekämpfen, die Trolle müssen gesperrt werden, so schnell wie möglich, und zwar im zweifel den Troll sperren nicht den Artikel löschen

  37. Kerish sagt:

    Ich habe heute meine Spende gemacht. Bewußt keine Kleinstspende. Ich weis auch das der Verein nicht die Wikipedia ist. Aber ihr kennt die Strukturen, ihr habt Einfluss und ihr könnt etwas bewegen. Deshalb helft mit eine Lösung zu finden die irgendwie die Situation verbessert.

    @Henriette & Matthias
    So stelle ich mir das vor. Konkrete Ideen wie eine Verbesserung eintreten könnte. Das ist tausendmal besser als jede Fakespende und jeder Edit-/Löschwar wie er von einigen, ich meine hiermit ausdrücklich beide Seiten, betrieben wird.

  38. Maschinendenk » Wer ist Wikipedia ? sagt:

    […] hinzugefügt) Wikimedia DE ist also rechtlich unabhängig, von Wikimedia US. Da Wikimedia US der Betreiber der Wikipedia ist, ist Wikimedia DE auch rechtlich […]

  39. Tagebuch 2.0 (beta) » Blog Archive » Linksammlung vom 9. November bis 16. November sagt:

    […] Wikimedia Blog : Kurz zum Spendenticker – […]

  40. me sagt:

    also mir fällt hier nur eines auf: jeder hier schreit nach spielregeln, nach allmächtigen, die diese regeln aufstellen und durchsetzen usw. das würde bei dieser anzahl an mitgliedern und artikeln einen fast nicht durch spenden finanzierbaren aufwand bedeuten. außerdem würde sich diese regelung gegen die grundidee „all power to the people“ wenden.
    die idee der wikipedia ist meiner meinung nach gut und immer noch fast revolutionär. die anfängliche frage war, ob es überhaupt so funktionieren kann. die letzten 8 jahre haben das aber durchaus bestätigt. das ganze also jetzt mit einer diktatorischen benutzergruppe zu versehen ist daher ein rückschritt. die lösung sollte eher das positiv bewerten guter artikel sein, als das negativ bewerten schlechter.
    allerdings muss ich auch anmerken – mein gewissen drückt mich da gerade – artikel werden nicht einfach so gelöscht. die löschung hat immer gründe! und von den 3kk gelöschten artikeln sind die meisten zurecht nicht mehr in den datenbanken zu finden.

Empfiehl diesen Beitrag