Wikidata for Research – presenting the team and a first sketch of the workplan

Vor zwei Wochen hat Daniel Mietchen an dieser Stelle das Projekt Wikidata for Research vorgestellt, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, Wikidata besser mit wissenschaftlichen Arbeitsabläufen zu integrieren. In der Zwischenzeit haben sich sieben Institutionen zusammengefunden und gemeinsam mit etwa 20 Wikimedianern das Skelett eines Arbeitsplans entworfen, welchen sie über die nächsten knapp vier Wochen zu einem EU-Forschungsantrag ausbauen wollen, der die Interaktionen von Wissenschaftlern mit Wikidata anhand konkreter Fallbeispiele verbessern soll. Dabei geht es einerseits um die Nachnutzung wissenschaftlicher Daten in Wikidata, andererseits um die Nutzung von Wikidata in der Forschung (einschließlich Bürgerwissenschaften). Der Antrag wird offen geschrieben, und jeder kann mitmachen.


Two weeks ago, I wrote about bringing Wikidata and research more closely together on both the technical and the community level through the Wikidata for Research project. Since then, seven institutions and about 20 Wikimedians have come together and sketched out a skeleton for a work plan that they want to expand into a full-fledged EU research proposal over the following four weeks. The proposal shall address both an increased use of research data in Wikidata and of Wikidata in research workflows, including in citizen science contexts. The proposal is being drafted in the open, and anyone can join in.

The workplan currently consists of six workpackages, which will briefly be introduced here:

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Wikimedia:Woche 42/2014

Liebe wöchentlich Interessierte,

bevor die Wikimedia:Woche nach dieser 42. Augsabe in einen zweiwöchigen Winterschlaf fällt – die nächste Ausgabe erscheint erst am 8. Januar 2015 – möchten wir die Gelegenheit nutzen, uns bei den Leserinnen und Lesern ganz herzlich für das anhaltende Interesse zu bedanken. Und anlässlich des Jahreswechsels und der guten Vorsätze für 2015 möchten wir euch fragen: Was fehlt euch in der Woche, was ist zu viel, was zu wenig, oder ist es einfach besonders schön so wie es ist?

Ganz besonderer Dank gebührt aber selbstverständlich denen unter euch, die regel- oder unregelmäßig am wöchentlichen Entstehungsprozess teilgenommen haben, sei es durch eigene Beiträge oder durch konstruktive Anregungen zu den verschiedenen Ausgaben. Gerne wieder!

Wir wünschen allen entspannte Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt uns gewogen!

Cornelius und Nicole

Wikimedia:Woche 42/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden. Die Wikipedia-Version der Ausgabe findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/181214

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Didaktik: Damit Lernen nicht nur zufällig klappt

Am 17. November fand in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland die fünfte und letzte Veranstaltung aus der Reihe “Digitale Kompetenzen” statt. Diesmal stand die Digitalisierung der Bildung auf dem Programm. Unter dem Titel “Digital selber Lernen – Wie gehen wir mit verändertem Lernverhalten um?” diskutierten die eingeladenen Expertinnen und Experten darüber, wie wir zukünftig lernen werden. Medienpartnerin der Veranstaltung war die werkstatt.bpb.de. Das Fazit: Die Möglichkeiten des Digitalen werden noch nicht gut genug genutzt. Und: Ohne gute Didaktik geht es kaum. Von Sebastian Horndasch und Christopher Schwarzkopf.

Auf dem Podium diskutierten (v.l.n.r.): Simon Köhl, Nina Lindlahr, Prof. Dr. Ilona Buchem und Axel Krommer, Foto von Sebastian Horndasch (WMDE), CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Nachdem zuvor bereits die Themen Datenschutz, Digital Natives, Digitalisierung der Arbeitswelt und Filteralgorithmen behandelt wurden, ging es bei der letzten Veranstaltung aus der Reihe Digitale Kompetenzen um das Thema Bildung. Digitale Medien erhalten immer stärkeren Einzug in das formelle Bildungssystem und werden von Lehrenden und Lernenden zunehmend genutzt. Durch freie Bildungsmaterialien, Wikipedia und Foren im Netz findet die Wissensvermittlung und -aneignung immer stärker auch außerhalb der Schule statt. Hierbei verschwimmen die Grenzen von Lehren und Lernen und es entstehen neue, hybride Formen.

Wir wollten daher mit Expertinnen und Experten darüber sprechen, welche Herausforderungen die Digitalisierung der Bildung mit sich bringt, aber auch, welche neuen Möglichkeiten sich daraus für Lehrende und Lernende ergeben. Im Zentrum der Veranstaltung stand also die Frage: “Wie lernen wir in Zukunft!”

Mit Axel Krommer (Akademischer Oberrat an der Universität Erlangen-Nürnberg und Philosophielehrer an einem Gymnasium), Simon Köhl (Gründer der Lernplattform Serlo und Vorsitzender der Gesellschaft für freie Bildung e.V.) und Prof. Dr. Ilona Buchem (Gastprofessorin für Digitale Medien und Diversität an der Beuth Hochschule für Technik Berlin) konnten wir drei Menschen, die sich auf ganz unterschiedlichen Ebenen intensiv mit der Digitalisierung der Bildung beschäftigen, für das Podium gewinnen.

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Wikimedia:Woche 41/2014

Hier kommt die 41. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. In adventlicher Stimmung soll dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter Spannendes, Lustiges und Interessantes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahebringen und zum Weiterlesen anregen.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

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*•. .•*  Beteilige dich! Trage zur Wikimedia:Woche bei!
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Wikimedia:Woche 41/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden. Die Wikipedia-Version der Ausgabe findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/111214

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Das kontrafaktische Spiel mit der Vergangenheit – 5.WMDE-Salon [E = Erinnerung]

Wie verändern sich Mechanismen und Formen des Erinnerns in der vernetzten Gesellschaft?
Darüber sprachen beim 5. Wikimedia-Salon “Das ABC des Freien Wissens”:


Markus Beckedahl führte in den Abend über die tief juristische Thematik Recht auf Vergessenwerden ein. Ein Dilemma bestehe in der Unsicherheit, was z.B. aus rechtlicher oder technischer Sicht das entsprechende Urteil des Europäischen Gerichtshofs eigentlich genau bedeute. Je nach Sichtweise stehe das Interesse der Öffentlichkeit an Informationsfreiheit, Zugänglichkeit und Erinnerung dem Persönlichkeitsrecht unversöhnlich gegenüber. Daneben richtete Beckedahl die Aufmerksamkeit auf eine andere Frage: Warum gibt es eigentlich keine Empörung darüber, dass Google als Organ privatisierter Rechtsdurchsetzung permanent und ungefragt Millionen von Links für potenzielle Urheberrechtsverletzungen automatisiert aus den Suchergebnissen löscht?

Die Autorin und Dramaturgin Dr. Peggy Mädler erzählte aus ihrer künstlerischen Perspektive, wie Erinnerung als Stoff für Narrative funktioniert (siehe Kurzinterview). Häufig thematisiert das von ihr mitgegründete Künstlerkollektiv Labor für kontrafaktisches Denken den persönlichen und gesellschaftlichen Bedarf an Möglichkeitsräumen, die mit Erinnerung verknüpft sind. Kunstaktionen wie etwa die Schaffung fiktiver Vergangenheiten (siehe Projekt “Ich bin nicht da gewesen – Eine performative Ausstellung über den Konjunktiv”) können diesen gedanklichen Raum kreieren und dadurch auch zu neuen Perspektiven auf die Gegenwart verhelfen. Das kontrafaktische Spiel mit der Vergangenheit, so Mädler, kann viel über gegenwärtige Auseinandersetzungen aussagen, Veränderungen hervorrufen, neue Wertschätzung erzeugen oder sogar lehren, Grenzen besser zu akzeptieren.

Der Kulturwissenschaftler Dr. Mathias Berek erläuterte den Prozess des Aushandelns von “erinnerungswerter” Information zwischen Individuen und Gemeinschaften. Subjektives Erinnern und kollektives Gedächtnis stehen immer in Wechselwirkung zueinander und üben auch selektiven Einfluss aufeinander aus. Was schließlich in die gemeinsame Erinnerung eingehe, sei eine Frage der Relevanz, die zwischen Individuen und größeren Zusammenhängen immer wieder neu ausgefochten werde. Eine deutlichere Parallele zu Aushandlungsprozessen in der Wikipedia, was in das Gedächtnisreservoir hineingehört und was nicht, kann es kaum geben. Mit neuen Medien ändere sich zwar die Art der Auswahl von Erinnerung, ob die vernetzte Welt aber auch Einfluss auf die Inhalte des Erinnerns habe, bezweifelte Berek.

Der Künstler Stephan Hann stellte am Veranstaltungsabend eine Arbeit (siehe Foto) aus, die veranschaulichte, wie aus altem Material Neues entstehen kann. Hanns Arbeiten, insbesondere aus Recyclingmaterialien, sind in zahlreichen renommierten Sammlungen zu Mode und Design vertreten. Als Künstler, so Hann, arbeite er bevorzugt mit gebrauchtem Material, das in neuen Kontexten ein ganz neues Potenzial zeige (siehe Kurzinterview). Auch eine Möglichkeit, Vergangenes in Erinnerung zu behalten und ihm doch die Möglichkeit einzuräumen, sich immer wieder zu verändern.

Preview:
Der nächste Wikimedia-Salon findet am 29. Januar zum Thema “F=Fail. Die neue Schönheit des Scheiterns” statt.

Links:

Vollständiges Video der Veranstaltung

Fotos der Veranstaltung

Website der Veranstaltung mit Übersicht über alle Salons

Kontakt: salon@wikimedia.de

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Wikidata for Research – a grant proposal that anyone can edit

German summary: Vor einigen Wochen wurde an dieser Stelle von einer Initiative berichtet, im Rahmen derer Wikidata-Einträge für alle knapp 40.000 menschlichen Gene angelegt wurden. Hier nun baut Daniel Mietchen – Wissenschaftler am Museum für Naturkunde Berlin und aktiver Wikimedianer – auf dieser Idee auf und stellt einen europäischen Forschungsantrag zur Integration von Wikidata mit wissenschaftlichen Datenbanken vor, den jede und jeder via Wikidata editieren kann, ehe er in knapp sechs Wochen eingereicht wird.


A few weeks ago, this blog was enriched with a post entitled “Establishing Wikidata as the central hub for linked open life science data”. It introduced the Gene Wiki – a wiki-based collection of information related to human genes – and reported upon the creation of Wikidata items for all human genes, along with their annotation with statements imported from a number of scientific databases. The blog post mentioned plans to extend the approach to diseases and drugs, and a few weeks later (in the meantime, Wikidata had won an Open Data award), the underlying proposal for the grant that funds these activities was made public, followed by another proposal that involves Wikidata as a hub for metadata about audiovisual materials on scientific topics.

Now it’s time to take this one step further: we plan to draft a proposal that aims at establishing Wikidata as a central hub for linked open research data more generally, so that it can facilitate fruitful interactions at scale between professional research institutions and citizen science and knowledge initiatives. We plan to draft this proposal in public – you can join us and help develop it via a dedicated page on Wikidata.

The proposal – provisionally titled “Wikidata for research” – will be coordinated by the Museum für Naturkunde Berlin (for which I work), in close collaboration with Wikimedia Germany (which oversees development of Wikidata). A group of ca. 3-4 further partners are invited to join in, and you can help determine who these may be. Maastricht University has already signaled interest in covering data related to small molecules, and we are open to suggestions from any discipline, as long as there are relevant databases suitable for integration with Wikidata.

Two aspects – technical interoperability and community engagement – are the focus points of the proposal. In terms of the former, we are interested in external scientific databases providing information to Wikidata with an intention that both parties will be able to profit from this. Information may have the form of new items, new properties, or added statements to existing ones. One focus here would be on mapping identifiers that different databases use to describe related concepts, and on aligning controlled vocabularies built around that.

In terms of community engagement, the focus would be on the curation of Wikidata-based information, on syncing of curation with other databases (a prototype for that is in the making) and especially on the reuse of Wikidata-based information – ideally in ways not yet possible –  be it in the context of Wikimedia projects or research, or elsewhere.

Besides the Gene Wiki project, a number of other initiatives have been active at the interface between the Wikimedia and scholarly communities. Several of these have focused on curating scholarly databases, e.g. Rfam/Pfam and WikiPathways, which would thus seem like good candidates for extending the Gene Wiki’s Wikidata activities to other areas. There are also a wide range of Wikiprojects on scientific topics (including within the humanities), both on Wikidata and beyond. Some of them team up with scholarly societies (e.g. Biophysical Society or International Society for Computational Biology), journals (e.g. PLOS Computational Biology) or other organizations (e.g. CrossRef). In addition to all that, research about wikis is regularly monitored in the Research Newsletter.

The work on Wikidata – including contributions by the Gene Wiki project – is being performed by volunteers (directly or through semi-automatic tools), and the underlying software is open by default. Complementing such curation work, the Wikidata Toolkit has been developed as a framework to facilitate analysis of the data contained in Wikidata. The funding proposal for that is public too and was indeed written in the open. Outside Wikidata, the proposal for Wikimedia Commons as a central hub of multimedia from open-access sources is public, as is a similar one to establish Wikisource as a central hub for open-access literature (both of these received support from Wikimedia Germany).

While such openness is custom within the Wikimedia community – it contrasts sharply with current practice within the research community. As first calls for more transparency in research funding are emerging, the integration of Wikidata with research workflows seems like a good context to explore the potential of drafting a research proposal in public.

Like several other Wikimedia chapters, Wikimedia Germany has experience with participation in research projects (e.g. RENDER) but it is not in a position to lead such endeavours. The interactions with the research community have intensified over the last few years, e.g. through GLAM-Wiki activities, participation in the Leibniz research network Science 2.0, in a traveling science exhibition, or in events around open science. In parallel, the interest on the part of research institutions to engage with Wikimedia projects has grown, especially so for Wikidata.

One of these institutions is the Museum für Naturkunde Berlin, which has introduced Wikidata-related ideas into a number of research proposals already (no link here – all non-public). One of the largest research museums worldwide, it curates 30 million specimens and is active in digitization, database management, development of persistent identifiers, open-access publishing, semantic integration and public engagement with science. It is involved in a number of activities aimed at bringing biodiversity-related information together from separate sources and making them available in a way compatible with research workflows.

Increasingly, this includes efforts towards more openness. For instance, it participated in the Open Up! project that fed media on natural history into Europeana, in the Europeana Creative project that explores reuse scenarios of Europeana materials, and it leads the EU BON project focused at sharing biodiversity data. Within the framework of the pro-iBiosphere project, it was also one of the major drivers behind the launch of Bouchout Declaration for Open Biodiversity Knowledge Management, which brings the biodiversity research community together around principles of sharing and openness. Last but not least, the museum participated in the Coding da Vinci hackathon that brought together developers with data from heritage institutions.

As a target for submission of the proposal, we have chosen a call for the development of “e-infrastructures for virtual research environments”, issued by the European Commission. According to the call, “[t]hese virtual research environments (VRE) should integrate resources across all layers of the e-infrastructure (networking, computing, data, software, user interfaces), should foster cross-disciplinary data interoperability and should provide functions allowing data citation and promoting data sharing and trust.”

It is not hard to see how Wikidata could fit in there, nor that this still requires work. Considering that Wikidata is a global platform and that initial funding came mainly from the United States, it would be nice to see Europe taking its turn now. The modalities of this kind of EU funding are such that funds can only be provided to certain kinds of legal entities based in Europe, but we appreciate input from anywhere as to how the project should be shaped.

In order to ensure compatibility with both Wikidata and academic customs, all materials produced for this proposal shall be dual-licensed under CC BY-SA 3.0 and CC BY 4.0.

The submission deadline is very soon – on January 14, 2015, 17:00 Brussels time. Let’s find out what we can come up with by then – see you over there!

 

Written by Daniel Mietchen

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Heute ist der internationale Tag des Ehrenamts

Über das Ehrenamt für Freies Wissen und wie die Arbeit ehrenamtlicher Enzyklopädistinnen und Enzyklopädisten erleichtert werden kann.

Freies Wissen wir wir es tagtäglich nutzen – digital und kollaborativ geschrieben, aufbereitet und zusammengetragen zum größten Wissensfundus der Menschheit – das würde es ohne das ehrenamtliche Engagement vieler tausender Menschen in den Wikimedia-Projekten so nicht geben. Diese Leistung, die erst kürzlich in der polnischen Stadt Słubice ein Denkmal gesetzt bekam, möchten wir am internationalen Tag des Ehrenamtes noch einmal ins Bewusstsein rücken und uns bei all den Freiwilligen für ihr Engagement bedanken.

Beinahe 24.000.000 freie Mediendateien, insgesamt etwa 33.500.000 Artikel in über 280 Sprachen und über 21.000.000 Wörterbucheinträge in über 1.400 Sprachen, weit mehr als 12.000.000 Datensätze, Bücher, Zitatsammlungen, Reiseinformationen, Nachrichtenartikel und vieles, vieles mehr: All diese Informationen stehen unter freien Lizenzen, die eine Weiternutzung für jeden ermöglichen.

Finanzielle Unterstützung erhalten jene Projekte in der Regel durch Spendengelder. Wikimedia Deutschland hat unter anderem diese Projekte durch Spendengelder finanziell unterstützt.

In den Vereinigten Staaten kommt die Politik Ehrenamtlichen mit dem dort geltenden Urheberrecht entgegen, indem sämtliche Werke von Angestellten des Bundes vom Urheberrecht ausgenommen sind und somit weitergenutzt werden dürfen. Dies umfasst auch die Publikationen von Forschern in Bundeseinrichtungen oder die Fotos von NASA-Astronauten. Vergleichbare amtliche und durch Steuergelder finanzierte Werke sind in Deutschland in der Regel mit einem herkömmlichen Urheberrechtsschutz versehen. Auch die freiwillige Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen durch die Institutionen etabliert sich leider nur langsamer als es wünschenswert wäre.

Für ehrenamtlich tätige Wikipedianer und Wikipedianerinnen ist es hierzulande daher mühsam bis unmöglich Materialien von Ämtern, Denkmalbehörden oder anderen staatlichen Einrichtungen, sowie Bilder von Politikern u. ä. für eine Weiternutzung in der Wikipedia und darüber hinaus zu erhalten. Damit dennoch entsprechende Aufnahmen bereit gestellt werden können, ziehen Fotografen und Helfer un­ent­gelt­lich durch die Landtage, den Deutschen Bundestag und das Europaparlament um Bilder der Abgeordneten und politisch zeitgeschichtlich relevante Ereignisse zu dokumentieren, sowie durch Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt um Baudenkmäler, Naturschutzgebiete und vieles andere mehr abzulichten.

Doch damit ist die Arbeit noch lange nicht getan. Im Anschluss muss das Material nachbearbeitet, auf das freie Medienarchiv Commons übertragen, in Artikel und Listen eingebunden, kategorisiert, beschrieben und in Zusammenhänge gesetzt werden.

Eine entsprechende Reform des Urheberrechts würde das Ehrenamt im digitalen Bereich daher deutlich erleichtern. Weitere Informationen dazu siehe hier.

Der kommende 8. Wikipedianische Salon wird das Thema Ehrenamt und Freies Wissen am 8. Januar 2015 behandeln und auf unterhaltsame Weise über die Erfahrungen von Wikipedianerinnen und Wikipedianern berichten. Voraussichtlicher Beginn um 19.00 Uhr in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin. Außerdem wird die Veranstaltung auf dem Kanal von Wikimedia Deutschland im Livestream zu sehen sein. Aktuelle Informationen dazu werden in Kürze in der Wikipedia zu finden sein.

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Wikimedia:Woche 40/2014

Hier kommt die 40. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. In adventlicher Stimmung soll dieser gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellte Newsletter Spannendes, Lustiges und Interessantes aus der deutschsprachigen wie internationalen Wikimedia-Welt nahebringen und zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du auf Themen, Termine oder Diskussionen stößt, die für die Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis mit Link in der nächsten Woche! Du kannst auch einfach nur einen Link setzen, den wir dann mit einer kurzen Beschreibung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Wikimedia:Woche 40/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden. Die Wikipedia-Ausgabe findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche/041214

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Monatsbericht November 2014

PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im Dezember, steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht ausgewählter Projekte. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in einem gesonderten Blogbeitrag.

Fotoprojekte

Mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland fanden drei größere Fotoprojekte statt: Am 14. November waren Wikipedianer bei der Stadtverordnetenversammlung Büdingen zu Gast. Am darauf folgenden Tag wurden Aufnahmen von der Freilegung eines slawischen Burgwalls am Schweriner Schloss gemacht. Vom 21. bis 23. November wurde auf der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen fotografiert.

Welche Ergebnisse der Festivalsommer im Jahr 2014 erzielt hat, welche Ausgaben dabei zusammen kamen und auf wie vielen Festivals die Fotografen insgesamt fotografiert haben, lässt sich in der umfangreichen Evaluierung von Achim Raschka nachlesen. Weiterlesen »

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Lizenzen einfach (und rechtssicher) verwenden

Design: Markus Büsges, leomaria designbüro, Germany, „Open Content A Practical Guide to Using Creative Commons Licences“, CC BY-SA 4.0

Neuer Leitfaden zu Open-Content-Lizenzen auf Englisch erschienen

Wikipedia sagt, der Satz „Alle Rechte vorbehalten“ stammt aus dem Urheberrecht und wird urheberrechtlich geschützten Werken beigefügt. Im angloamerikanischen Copyright lautet die Entsprechung: “All rights reserved.”1 Dieser Grundsatz beinhaltet, dass jegliche Weiternutzung urheberrechtlich geschützten Materials nur mit Zustimmung des jeweiligen Urhebers oder der Urheberin geregelt werden kann. Erst wenn eine Genehmigung vorliegt, kann beispielsweise ein ausgewähltes Foto, Musikstück oder Video in ein Blog integriert oder für einen Flyer verwendet werden.

In den vergangen zehn Jahren wurden deswegen verschiedene freie Lizenzen entwickelt, die diesen Umstand nachnutzerfreundlicher gestalten. Sie sehen vor, dass nicht “alle” Rechte vorbehalten sind, sondern nur einige. “Some rights reserved”. Urheberrechtlich geschützte Inhalte können so genutzt, geteilt, kombiniert und verbreitet werden, ohne dass für jede einzelne Nachnutzung eine eigene Vereinbarung mit dem Urheber oder der Urheberin getroffen werden muss. Freie Lizenzen, z.B. jene, die von Creative Commons entwickelt wurden, sehen vor, dass gewisse Arten der Weiternutzung in Form standardisierter Lizenzvereinbarungen erlaubt oder ausgeschlossen sind. Innerhalb dieses rechtsverbindlichen Rahmens ist es Nachnutzerinnen und -nutzern gestattet, Inhalte zu verwenden und weiter zu verbreiten.

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