Deine Veranstaltung in Stadtmagazinen

Es gibt so viele tolle Veranstaltungen, die von Freiwilligen für Wikimedia-Projekte gedacht, geplant und umgesetzt werden. Für jemanden wie mich, der erst seit ein paar Wochen bei Wikimedia Deutschland ist, ist es großartig zu sehen, wie viel Engagement in so viele unterschiedliche Projekte fließt!

Einige Veranstaltungen richten sich sicherlich eher an Menschen, die sich schon im Wikiversum auskennen. Andere wünschen sich, dass ihre Veranstaltungen auch von neuen Interessierten besucht werden. Als eine Möglichkeit, diese Veranstaltungen publik zu machen, bietet Wikimedia Deutschland nun an, diese in den Veranstaltungsteilen von Stadtmagazinen anzukündigen.

Im ersten Schritt starten wir mit Stadtmagazinen in Berlin. Das heißt aber nicht, dass nur in Berliner Stadtmagazinen Veranstaltungen veröffentlicht werden können. Es gibt genauso die Möglichkeit, in anderen Städten/Regionen Gäste zu gewinnen, in denen es ebenfalls Stadtmagazine gibt. Wie das praktisch funktioniert, zeigt die Seite Werbung für Community-Veranstaltungen, als Teil des Förderportals, und ist ab sofort verfügbar.

Jan Apel, Foto: Tjane Hartenstein, CC-BY-SA 4.0

Mir Gedanken darüber zu machen, wie Veranstaltungen der Community breiter bekannt werden können, war eine meine ersten Aufgaben bei Wikimedia. Ich bin übrigens Jan und seit dem 15. Mai Teil des Kommunikationsteams von Wikimedia Deutschland. Zuständig für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Ich beantworte, betreue und begleite da, wo WMDE und „die Medien“ zusammen kommen. Also z. B. Presseanfragen, -mitteilungen und -einladungen, aber auch die Social-Media-Kanäle von WMDE sowie die Video- und Audiokommunikation. Kurz: Ich trommele für die Themen der Wikimedia-Bewegung.

Ich würde mich freuen, wenn das neue Tool rege genutzt wird und neue Interessierte zu den Veranstaltungen kommen.

 

 

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Wer hat den Sound erfunden? – Der 3. Wikimedia-Salon “CROWDROCK”

Künstler Christian von Borries, Danny Bruder (C3S), Olaf Möller (Clubcommission) und Moderatorin Andrea Götzke beim 3. Wikimedia-Salon. Foto: Agnieszka Krolik, CC-BY-SA-3.0

Am 10. Juli wurde in der bereits 3. Ausgabe von “Das ABC des Freien Wissens” der Grad freier Zugänglichkeit und Offenheit in der Musikbranche untersucht. Entsprechend vielschichtig waren die Ansätze der Podiumsgäste:

  • Johannes Kreidler zeigte seine Arbeit “product placements”, mit der er die unzeitgemäßen Regularien der GEMA aufzeigte. Er erzählte, wie es nach der Aktion weiterging, wie die Reaktionen innerhalb der Kunstszene waren und wie sich die Situation seitdem verändert hat.
  • Danny Bruder, Musiker, Free-Culture-Aktivist und Gründungsmitglied der C3S, berichtete über den Status Quo der Genossenschaft, die als faire Alternative zur GEMA angetreten ist. Als funktionierende Verwertungsgesellschaft wird C3S wohl im Herbst 2015 starten. Etwa ein Drittel der benötigten Mitglieder sind bisher zusammengekommen, die erste Generalversammlung steht nun im August an.
  • Olaf Möller, Vorsitzender der Clubcommission, verwies als Verwerter und damit vermeintlich “von der anderen Seite” darauf, dass letztlich alle im selben Boot sitzen. Er erläuterte, wie sich verschiedene Verbände gegen die exorbitanten Forderungen der GEMA zusammenschlossen und welche Aufgaben für ihn als Vertreter der Clublandschaft auch zukünftig anstehen.
  • Christian von Borries, Komponist, Filmemacher und Konzeptkünstler, betrachtete die Detailsdiskussionen um Lizenzen, Tarife und Verträge eher als Klein-Klein in einem grundfalschen System. Ob nun die eine oder andere Stellschraube zugunsten der Urheberinnen und Urheber gedreht wird, letztlich geschenkt. Alternative zur GEMA? Dauert zu lange. Danach suchen, wer eine Melodie, einen Sound erfunden hat und sich dem letztlich unterordnen? Absurd. Mit Wissenstransfer und freier Zugänglichkeit habe das alles nichts zu tun. Und die wirklichen, brutalen  Kämpfe würden sowieso längst an anderen Fronten gekämpft.

Fotos der Veranstaltung

Preview: Beim nächsten “ABC des Freien Wissens” im September sind wir bei D wie “DATENBERG”.

Wikimedia-Salon – Das ABC des Freien Wissens, C = Crowdrock from Wikimedia Deutschland on Vimeo.

 

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Neue Einsichten, neue Aussichten: Der Jahresplan der Wikimedia Foundation 2014/15

Neue Einsichten, neue Aussichten: die Wikimedia Foundation plant ihr nächstes Geschäftsjahr
(by Õväküvä, PD, via Wikimedia Commons)

Die Wikimedia Foundation hat ihren Jahresplan (PDF, 517 kb) für das kommende Geschäftsjahr 2014/15 veröffentlicht. Wie bereits im letzten Jahr möchten wir euch eine Zusammenfassung des Plans geben, denn er ist auch weiterhin eines der wichtigsten Dokumente, um die Arbeit und die Sicht der Stiftung zu verstehen. Da die Wikimedia Foundation die Betreiberin der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte ist, haben viele ihrer Ziele und Aktivitäten großen Einfluss auf die lokalen Wikimedia-Projekten. Ein Blick in die Vorhaben lohnt sich also durchaus, um die wichtigsten Veränderungen schon jetzt auf dem Radar zu haben und informiert an Diskussionen teilhaben zu können.

An der Ausarbeitung des neuen Jahresplans waren alle Teams und Abteilungen der Wikimedia Foundation beteiligt. Der Plan wurde von der scheidenden Geschäftsführerin Sue Gardner vorbereitet und von ihrer Nachfolgerin Lila Tretikov bestätigt.

Auffällig an dem neuen Plan sind bereits die Eingangsworte: Ist bisher von immer „free knowledge“ (Freies Wissen) die Rede gewesen, heißt es nun „free, uncensored knowledge“ (Freies, unzensiertes Wissen). Die Wikimedia Foundation ist sich offenbar der Gefahren für das freie Internet sehr bewusst. Sie positioniert sich gleichzeitig deutlich mit „our product is a set of websites“ (unser Produkt ist eine Reihe von Webseiten).

Starker Schwerpunkt auf Technik und Entwicklung

Diese Worte stehen auch sehr deutlich für den starken technologischen Schwerpunkt, der in den letzten Jahren immer weiter manifestiert wurde. Die Stiftung betreibt die fünftmeistbesuchte Webseite der Welt und möchte diese auch weiterhin schützen und modernisieren.

Dieser stetigen Modernisierung wird im Plan viel Raum eingeräumt. Gut 24,9 Millionen US-Dollar werden im neuen Geschäftsjahr im Bereich des „Product & Engineering“ ausgegeben; 3,9 Millionen US-Dollar mehr als im Vorjahr. Und die Foundation hat sich große Aufgaben vorgenommen, die diese Ausgaben rechtfertigen sollen.

Das bisherige Serverzentrum in Tampa (Florida) wird aufgegeben und ein neues wird neben dem bisherigen in Ashburn (Virginia) in Dallas (Texas) eröffnet. Wenn dies geschafft ist, stehen vor allem Verbesserung der Verschlüsselung, wie der vollständige Datenübertragung über HTTPS, und der Aufbau neuer Cache-Server an. Zusätzlich ist die Einführung der PHP-Softwareengine HHVM angedacht – Facebook nutzt diese beispielsweise schon.

Das „Product Team“ der Foundation, verantwortlich für zahlreiche Projekte, z.B. VisualEditor und Media Viewer
(by Fabrice Florin, CC-by-sa 3.0, via Wikimedia Commons)

Neben diesen infrastrukturellen Maßnahmen, möchte die Foundation vor allem dem Trend der mobilen Nutzung nicht hinterherhinken. Neben der deutlichen Verbesserung der mobilen Webseiten sowie den mobilen Apps (für Android bereits veröffentlicht, für iOS demnächst), werden alle Technikteams angehalten, mobile Geräte bei der Entwicklung stets direkt mitzudenken („Responsive Webdesign“). Um gleichzeitig mehr Leserinnen und Leser zum Editieren zu bewegen, sollen die drei Projekte der Foundation fortgeführt werden: der Abschluss des VisualEditors, die Vollendung des UploadWizards für Wikimedia Commons und die Einführung des neuen Diskussionssystems Flow. Gerade beim VisualEditor wünschen sich die Entwicklerinnen und Entwickler, dass sie die vier großen Communities (englisch-, deutsch-, niederländisch- und spanischsprachige Wikipedias) noch überzeugen können, den neuen Editor wieder standardmäßig einzuschalten.

Dass diese Projekte nicht überall auf ungeteilte Gegenliebe stoßen, ist den Verantwortlichen in San Francisco bewusst. So merken sie zum Beispiel an, dass die Wikimedia-Projekte immer komplizierter und verschlossener werden, während der Rest des Internets offener und partizipativer wird. Eine angedachte Lösung: die Communities besser und früher einbeziehen! Dabei soll unter anderem das neue „Community Engagement Team“ unter Leitung von Rachel diCerbo helfen.

Abseits der Technik

Abseits der technischen Abteilungen – vor allem im Evaluationsteam sowie in der Förder- und Rechtsabteilung – soll sich zunächst wenig ändern. Denn gerade beim Fördern und Auswerten sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus San Francisco weiterhin auf der Suche nach dem Heiligen Gral des Wikiversums: Was bedeutet Wirkung (“Impact”) für das Wikimedia-Movement, wie erzielen wir diese Wirkung und wie kann sie durch Förderung optimal unterstützt werden? Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 20/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 20. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser weltmeisterliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 20/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Keine Deaktivierung des Media Viewers

Etwa 60 Mitglieder der Community der englischsprachigen Wikipedia haben sich in einem RfC für die Deaktivierung des Media Viewers ausgesprochen. Erik Möller von der WMF hat die Umsetzung dieses Votums overruled und dem betreffenden Administrator im Fall einer Wiederholung mit der Deadministrierung gedroht. Später hat er sich für diese Drohung entschuldigt. Derweil hatten etwa 16.000 Wikipedianer den Media Viewer bereits über die BetaFeatures noch vor dessen offizieller Veröffentlichung aktiviert.

Neue Mitglieder des FDC

Da vier Mitglieder des Funds Dissemination Committee (FDC) regulär ausscheiden, hat das Board of Trustees der Wikimedia Foundation hat vier neue Mitglieder für den Spendenverteilungausschuss bestimmt. Es sind Anne Clin (Kanada), Dumisani Ndubane (Südafrika), Matanya Moses (Israel) und Osmar Valdebenito (Chile).

Projekte und Initiativen

Wikidata-Einführungstouren

Helen Albert, Praktikantin bei der Wikimedia Foundation für Wikidata, hat zwei Einführungstouren (Tutorials) für Wikidata erstellt, jeweils eine für Objekte und eine für Aussagen. Bisher sind diese jedoch nur auf Englisch verfügbar.

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OpenGLAM-Workshop – Enthusiasten der freien Kultur bei WMDE

OpenGLAM – Für freien Zugang zu digitalisiertem Kulturerbe

Morgen findet bei Wikimedia Deutschland der OpenGLAM-Workshop statt – alle Interessierten sind herzlich eingeladen, dabei zu sein! Ziel des Workshops ist es, ein OpenGLAM-Netzwerk im deutschsprachigen Raum zu gründen. Die etwa 50 erwarteten Gäste setzen sich in vielfältigen Bereichen für ein gemeinsames Anliegen ein: die Förderung des freien und offenen Zugangs zu digitalisiertem Kulturgut. Darunter verstehen wir Daten etwa aus Bibliotheken, Museen und Archiven, die frei verwendet, genutzt und verbreitet werden können (siehe auch opendefinition.org). Dieses Ziel wird neben Wikimedia Deutschland international von einem Netzwerk von vielen engagierten Freiwilligen und Organisationen getragen.

Bei der von der OpenGLAM-Initiative, dem Projekt DM2E, der Open Knowledge Foundation Deutschland und Wikimedia Deutschland organisierten Veranstaltung lernen sich die verschiedenen Akteure persönlich kennen und tauschen sich über Themen rund um digitale Kultur aus. Einen Vormittag lang wird über Open Data in Kulturinstitutionen und den diesbezüglichen Stand der Dinge im deutschsprachigen Raum gesprochen. Auch ein Community-GLAM-Projekt wird vorgestellt, da die Erfahrungen Ehrenamtlicher mit der Arbeit im Kulturbereich von essentieller Bedeutung sind. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen vorbeizukommen, mitzudiskutieren und Teil des Netzwerks zu werden. Das detaillierte Programm ist hier zu finden.

Offene Daten sind Daten, die von jedermann frei verwendet, nachgenutzt und verbreitet werden können – See more at: http://okfn.de/openglam/#sthash.sJojvTWp.dpuf
Offene Daten sind Daten, die von jedermann frei verwendet, nachgenutzt und verbreitet werden können – maximal eingeschränkt durch Pflichten zur Quellennennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen – See more at: http://okfn.de/openglam/#sthash.sJojvTWp.dpuf
Offene Daten sind Daten, die von jedermann frei verwendet, nachgenutzt und verbreitet werden können – maximal eingeschränkt durch Pflichten zur Quellennennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen – See more at: http://okfn.de/openglam/#sthash.sJojvTWp.dpuf
“Offene Daten sind Daten, die von jedermann frei verwendet, nachgenutzt und verbreitet werden können – maximal eingeschränkt durch Pflichten zur Quellennennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen.” OpenDefinition.org – See more at: http://okfn.de/openglam/#sthash.sJojvTWp.dpuf
“Offene Daten sind Daten, die von jedermann frei verwendet, nachgenutzt und verbreitet werden können – maximal eingeschränkt durch Pflichten zur Quellennennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen.” OpenDefinition.org – See more at: http://okfn.de/openglam/#sthash.sJojvTWp.dpuf

Der Workshop findet zu Beginn des Open Knowledge Festivals 2014 statt, das diese Woche zahlreiche Open-Culture-Enthusiasten in die Berliner Kulturbrauerei zieht. Auf der internationalen Konferenz werden Themen rund um offene Gesellschaft, freie Daten und Freies Wissen besprochen. Bis zu 1.000 Menschen aus 60 Ländern werden erwartet, die sich für offene Kulturdaten einsetzen.

  • 9.30: Begrüßung und Einführung (Lieke Ploeger, Open Knowledge)
  • 9.40: Lightning talks über das Potenzial von offenen Kulturdaten

    Joris Pekel – Europeana

    Stephan Bartholmei – Deutsche Digitale Bibliothek

    Lydia Pintscher – Wikidata/Wikimedia DE

    Helene Hahn – Coding da Vinci/OKF DE

    Vorstellung eines OpenGLAM Community Projekts

  • 10.30: Kaffeepause
  • 10.45: Diskussionsrunde zu offenen Kulturdaten in Deutschland
  • 11.30: Gründung einer OpenGLAM-Arbeitsgruppe in Deutschland,
    Erfahrungsaustausch mit den OpenGLAM-Arbeitsgruppen aus der Schweiz und Finnland
  • 13:00: Ende des Workshops

- See more at: http://okfn.de/openglam/#openglam-workshop

  • 9.30: Begrüßung und Einführung (Lieke Ploeger, Open Knowledge)
  • 9.40: Lightning talks über das Potenzial von offenen Kulturdaten

    Joris Pekel – Europeana

    Stephan Bartholmei – Deutsche Digitale Bibliothek

    Lydia Pintscher – Wikidata/Wikimedia DE

    Helene Hahn – Coding da Vinci/OKF DE

    Vorstellung eines OpenGLAM Community Projekts

  • 10.30: Kaffeepause
  • 10.45: Diskussionsrunde zu offenen Kulturdaten in Deutschland
  • 11.30: Gründung einer OpenGLAM-Arbeitsgruppe in Deutschland,
    Erfahrungsaustausch mit den OpenGLAM-Arbeitsgruppen aus der Schweiz und Finnland
  • 13:00: Ende des Workshops

- See more at: http://okfn.de/openglam/#openglam-workshop

Wo? Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin

Wann? 15. Juli 2014, 9:30 – 13:00 Uhr

Links:

http://okfn.de/openglam/#openglam-workshop

http://2014.okfestival.org/

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Kurz und klar – Datenschutz ist eine Digitale Kompetenz!

Die anwesenden Gäste und die eingeladenen ExpertInnen waren sich einig: Ja, Datenschutz ist eine wichtige und zentrale Kompetenz in der Digitalen Gesellschaft! Am 23. Juni fand in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland unter dem Titel “Datenschutz – Eine unterschätzte Digitale Kompetenz” die Auftaktveranstaltung der Reihe “Digitale Kompetenzen” statt, die wir als Partner des Wissenschaftsjahres 2014 durchführen. Zu Gast waren Dr. Imke Sommerdie Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in Bremen, Prof. Dr. Karsten Weber, der an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg allgemeine Technikwissenschaften lehrt und Martin Müsgens, Referent bei der EU Initiative klicksafe. (Der ausführliche Blogpost dazu erschien bereits am 26. Juni). Wir haben die wichtigsten Aussagen und Momente des Abends nun nochmal in einem Video zusammengefasst und im Anschluss an die Veranstaltung die drei Referierenden sowie Prof. Jürgen Friedrich, Präsidiumsmitglied bei Wikimedia Deutschland, zu ihrer Sicht auf das Thema “Datenschutz als Digitale Kompetenz” befragt.

Viel Spass beim Anschauen! (Die Veranstaltung in voller Länge gibt es übrigens hier zu sehen.)

Digitale Kompetenzen: “Datenschutz – Eine unterschätzte Digitale Kompetenz?” from Wikimedia Deutschland on Vimeo.

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Wikimedia:Woche 19/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 19. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Heute aus dem Backstage-Bereich des ABC-Salons für Freies Wissen geschrieben und deswegen leicht verspätet. Dieser spielfreie Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 19/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Wikimedia CH sucht Projektideen

Für das nächste Jahr sucht das schweizer Wikimedia-Chapter Ideen aus der Community. Bis zum 17. August gibt es die Möglichkeit, unverbindlich Ideen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chapters zu schicken.

Wikimedia Israel erhält „Roaring Lion“ 2014

Das israelische Chapter hat für seine letztjährige Kampagne den „Roaring Lion“-Award 2014 gewonnen. Im Zuge dieser Kampagne stiegen die Besuchszahlen der he-Wikipedia um 12 Prozent und die Artikelneuanlagen ebenfalls um 12 Prozent.

WMF schließt sich Fair Deal Coalition an

Die WMF schließt sich der Fair Deal Coalition an und unterschreibt dabei zwei Offene Briefe der Electronic Frontier Foundation. Dabei geht es darum Schutzfristverlängerungen und die Ausweitung der Haftbarkeit von Internetdienstleistern durch internationale Handelsabkommen (hier TPP) zu stoppen.

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Ein OER-Aktionsplan für Deutschland?!

Welchen Weg geht das Thema Freie Lehr- und Lernmaterialien in Deutschland?, Foto: Tomasz Sienicki, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Freie Lehr- und Lernmaterialien sind in aller Munde – oder zumindest intensiviert sich die Debatte. Die Europäische Kommission will bereits seit längerem „Die Bildung öffnen“ und die Vermittlung digitaler Kompetenzen an Schulen und Hochschulen verbessern. Unterstützend zu dieser Initiative richtete sie im vergangenen Jahr die Website Open Education Europa ein, auf der Studierende, AnwenderInnen und Bildungseinrichtungen frei verwendbare Lehr- und Lernmaterialien austauschen können. Auch der Bundestag teilt grundsätzlich den Ausgangsbefund der Kommissionsinitiative. Es gilt die Potentiale neuer Technologien und digitaler Lehr- und Lernmaterialien hinsichtlich der Verbesserung von Qualität, Effizienz und Zugänglichkeit von Bildungsangeboten besser zu nutzen. Unter der Überschrift „Digitale Bildung“ widmet sich auch der Koalitonsvertrag Freien Lehr- und Lernmaterialien. Die digitale Lehrmittelfreiheit solle gemeinsam mit den Ländern verstärkt genutzt werden, Lehrmaterial solle – soweit möglich – frei zugänglich sein und die Verwendung Freier Lizenzen und Formate ausgebaut werden.

Soweit so gut. Doch wie werden die nächsten Schritte konkret zu gestalten sein, damit Deutschland nicht den Anschluss verpasst? Einen vielversprechenden Ansatz liefert Leonard Dobusch in der Studie: Potentiale für Open Education in Berlin. Auf Landesebene werden drei Szenarien skizziert, die eine Einführung von Freien Lehr- und Lernmaterialien befördern könnten: „Graswurzeln düngen”, „OER Mainstreamen“ und „Vorrang für OER“. Es handelt sich nicht nur um einprägsame Überschriften, sondern um geeignete Ansatzpunkte, um an einem weiterführenden Aktionsplan für Deutschland zu arbeiten. Um dieses Vorhaben anzugehen, haben Wikimedia Deutschland, Creative Commons Deutschland sowie die Open Knowledge Foundation Deutschland das Bündnis Freie Bildung initiiert. Das Bündnis verfasst unter anderem Stellungnahmen mit konkreten politischen Handlungsempfehlungen und führt Vernetzungstreffen für interessierte Organisationen sowie Veranstaltungen durch.

Welche Fragen gilt es bei der Konkretisierung politischer Handlungsempfehlungen zur Einführung von Freien Lehr- und Lernmaterialien zu bedenken?

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CROWDROCK! – Der dritte Wikimedia-Salon dreht sich um die Zukunft der Musikbranche

Die Frage, ob das Internet Freund oder Feind von Musikschaffenden ist, steht seit bald zwei Jahrzehnten im Raum und kann seither als Knackpunkt der Diskussion um urheberrechtliche Fragen im musikalischen Kontext herhalten. Die Antwort lautet bei Licht betrachtet, wie so oft: Kommt drauf an.

Crowdsurfing. By Rodrigo Bertolino (Mosh) [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

Wie es gelingen kann, faire Rahmenbedingungen für Urheber und Nutzerinnen zu schaffen, ist steter Gegenstand einer Debatte, in der vermeintlich naturgegebene Interessen langjährig etablierten Usancen und festen Strukturen gegenüberliegen. Die Entwicklungen der digitalen Kultur verstärken auch hier zunehmend den Ruf nach der neuen Realität angepassten Reglungen und flexiblen Lösungen.

Diesen Donnerstag sollen beim 3. Wikimedia-Salon “Das ABC des Freien Wissens” der Status Quo alternativer Verwertungsmodelle und die Interessenlage von musikalischen Urheberinnen und Verbänden ausgelotet werden.

 

Das ABC des Freien Wissens

C = Crowdrock. Die Zukunft der Musikbranche?

Wann: Donnerstag, 10. Juli, Einlass 18:30

Wo: Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin (U-Bhf. Möckernbrücke)

 

Um die Problemlage von Künstlerinnen und Künstlern im Musikbereich zu umreißen, werden zumeist drei Prämissen ins Feld geführt: Es sei für musikalische Urheber unumgänglich, (a) mit ihrer Kunst Geld verdienen zu können, (b) viele Menschen zu erreichen und dabei (c) möglichst unabhängig zu arbeiten. Hier eine Balance gegenüber den Ansprüchen bestehender Rechteverwerter und ihren eingeübten Distributionsmechanismen zu finden, ist immer auch Wandeln auf dünnem Eis. Die Vorstellungen reichen von strikter Anwendung analoger Regelungen auf den digitalen Musikmarkt bis hin zum Grundeinkommen als Problemlösungssvehikel zu urheberrechtlichen Interessensgefällen, wie es zuletzt Ilja Braun argumentiert hat.

Doch wie kann – in Anlehnung an den Titel des Veranstaltungsabends “Crowdrock” – ein Musikmarkt aussehen, der das Kunstwerk nicht als Solitär behandelt, sondern den Künstler grundlegend als Teil eines Netzwerks, als Knotenpunkt diverser ästhetischer und technischer Zusammenhänge versteht? Und wie könnte eine annähernd faire Rechtelage gestaltet werden, die verschwimmende Grenzen zwischen Produzenten und Konsumenten nicht ausblendet, sondern adäquat auf sie reagiert?

Auf zu neuen Ufern?

Wie der Umbruch des Musikmarkts sich zugunsten der Urheberinnen und Urheber gestalten lässt, ist häufig gerade für die betreffenden Akteure schwer abzuschätzen. Angebote wie die der Plattform Music Pool Berlin bieten Orientierung für Musiker auf dem Weg zur Professionalisierung, die im Möglichkeitsdickicht von Labels, Verbänden und Selbstvermarktung den Überblick suchen. Es werden kostenlose Beratung, Workshops und Themenabende angeboten. Ein hilfreiches Angebot, endet doch das Gespräch über Promotion, Distribution und Vergütung von Musik meist bei der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte.

Für mich ist der Ausstieg irgendwann einfach Überzeugungssache gewesen, da ich mich ganz klar von ihren kapitalistischen Auswüchsen und der reaktionären Haltung gegenüber neuen Strömungen distanzieren wollte. -Danny Bruder über seinen GEMA-Ausstieg

Die C3S (Cultural Commons Collecting Society) ist vor einiger Zeit als Genossenschaft mit dem Ziel angetreten, als neue Verwertungsgesellschaft eine gerechtere Alternative zur GEMA zu bieten. Flexible, individuell kombinierbare Modelle sollen unzeitgemäße Pauschalbehandlung ablösen und damit den veränderten Arbeitsweisen im musikalischen Bereich Rechnung tragen. Auch die Möglichkeit der Rechtewahrnehmung von Creative-Commons-lizenzierten Werken soll von C3S – sobald das Deutsche Marken- und Patentamt grünes Licht gibt – künftig angeboten werden. Danny Bruder, selbst Musiker, Free-Culture-Freund und Gründungsmitglied der C3S, wird im Salon über den Stand der Dinge berichten und einen Ausblick geben, wie nah die Vision ihrer Realisierung wirklich ist.

Kafkaeske Szenarien vs. Reality-Check

Johannes Kreidler bei der Aktion Product Placements. Foto: Zippos, cc-by-sa 2.0

Die Absurdität, die bestehenden Regularien der GEMA in Zeiten des digitalen Umbruchs allein angesichts eines in Konsequenz enorm gestiegenen Verwaltungsaufkommens innewohnt, hat Johannes Kreidler bereits 2008 mit der Performance “product placements” verdeutlicht.

Mit seiner Werkanmeldung einer Komposition mit 70.000 Fremdanteilen wies er medienwirksam auf eine längst nicht mehr der Realität entsprechenden Situation hin. Wo die musikalische Zitat-Grenze etwa in DJ-Sets zu ziehen ist, kann schließlich in Konsequenz niemand beantworten. Dass allein die Fragestellung mehr als zweifelhaft ist, vertritt Christian von Borries. Der Komponist, Filmemacher, Konzeptkünstler sieht alle Bestrebungen, etwa durch verschiedene Lizenzmodelle Interessen auszugleichen, als beflissenene und gestrige Versuche, letztlich an Symptomen zu arbeiten. Kunst entstehe durch die endlose Remontage, Neuzusammensetzung, Versionierung von schon Vorhandenem. Dies irgendwie beschränken und regulieren zu wollen, ist für von Borries letztlich hemmend für die kulturelle Produktion.

Wie finanzielle Ansprüche im Musikbereich tatsächlich die Vielfalt der Angebote bedrohen können, erfuhr die Berliner Clubszene zuletzt durch die Ankündigung neuer Tarifbedingungen der GEMA. Das Szenario massiv gesteigerter Gebühren, das vielen Veranstaltern den perspektivischen Ruin vor Augen hielt, konnte durch den Protest der Clubs, auch durch die Clubcommission, abgewendet werden. Olaf Möller, der dem Verband vorsitzt, setzt sich für die Interessen der Clubs ein und kennt hier liegende Problemfelder von Rechten und Lizenzierung.

Wir freuen uns auf einen anregenden Abend.

 

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Die Zukunft hat begonnen

Nicht nur virtuelle Ergebnisse bei der Preisverleihung zum Kultur-Hackathon Coding da Vinci in Berlin.  Bild von Marius Förster © cc-by-sa 3.0

Es war fast so heiß wie vor einem Jahr in Hongkong. Und während dort die Zeitmaschine das Publikum noch zehn Jahre in die Zukunft katapultieren musste, hat die Zukunft am Sonntag im Jüdischen Museum Berlin schon begonnen.

Siebzehn Projekte stellten sich dort im Programmierwettbewerb „Coding da Vinci“ den kritischen Augen der Jury und dem Publikum im gut gefüllten Saal. Fünf haben gewonnen. Und drei der Gewinner verwendeten auch Datensets aus den Wikimedia-Projekten. Damit wird schon jetzt Realität, was Dirk Franke in Hongkong für die Zukunft prognostizierte: Künftig werden immer mehr Anwendungen die Inhalte der Wikimedia-Projekte nutzen und der unbedarfte Netz-User werde kaum wahrnehmen, woher die Daten eigentlich kommen. Der Trend geht zur multimedialen und unterhaltsamen Informationsvermittlung. So viel von der Metaebene. Aber noch ist der Quell des Wissens klar: die Wikipedia.

Die Ziele von Coding da Vinci

Zurück zum gelungenen Abschluss eines neuen Projektformats, das Wikimedia Deutschland (WMDE) dieses Jahr zum ersten Mal ausprobiert hat. Unter dem Namen „Coding da Vinci“ richtete WMDE in einer strategischen Partnerschaft mit der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Open Knowledge Foundation und der Servicestelle für Digitalisierung des Landes Berlin einen Kultur-Hackathon aus. Anders als bei üblichen Hackathons hatten die Coderinnen, Designer und Entwickler hier zwischen Start und Ende des Hackathons zehn Wochen Zeit, um aus ihren Ideen fertige Anwendungen zu kreieren. Denn wir wollten nicht nur den 16 Kulturinstitutionen, die zumeist aus Anlass des Programmierwettbewerbes ihr digitalisiertes Kulturgut unter einer freien Lizenz öffentlich zugänglich und nachnutzbar gemacht hatten, zeigen, was „Hacker“ mit Kulturdaten anstellen können. Sondern mit der öffentlichen Preisverleihung am Sonntag im Jüdischen Museum auch weitere Kultureinrichtungen mit den Ergebnissen überzeugen, ihre digitalisierten Sammlungen ebenfalls frei zu lizensieren. Schon in diesem Jahr wurden 20 Kulturdatensets so für Wikimedia-Projekte nachnutzbar.

Spannung bis zum Ende

Mnemosyne, die Göttin der Erinnerung. Aus dem Delaware Art Museum, Samuel and Mary R. Bancroft Memorial, © public domain via Wikimedia Commons

Es war auch für uns vier Veranstalter bis zur letzten Minute spannend, von welcher Qualität die Leistungen aus der Community der Coderinnen und Entwickler sein würden. Natürlich wurden nicht alle Projekte zu Gewinnern. Doch wir wurden für das Warten belohnt! Eines der Projekte, obwohl ohne Preisauszeichnung, möchte ich dennoch besonders würdigen: Mnemosyne. Die Göttin der Erinnerung stand Patin für diese ambitionierte Website. Wer kennt sie nicht, die herrlichen Momente der Erkenntnis, wenn man im Linkhopping durch die Wikipedia streift? Und wer hat schon einen Universalgelehrten als Begleiter, der beim Flanieren durch die Hallen des Museums einen in die Weiten des assoziativen Denkens verführt? Universalgelehrte als Lebensform sind laut Wikipedia Ende des 19. Jahrhunderts ausgestorben. Diesem letzten Umstand trägt das Projekt Mnemosyne Rechnung. Es möchte den Besuchern komplexer Archivwelten durch eine Kombination aus Zufallsalgorithmen das Stöbern und Entdecken wieder einfacher und sinnlicher machen. Auch wenn bei der Präsentation auf der Bühne einiges nicht funktionierte – das Potential der in Beton gegossenen Mnemosyne blitzte doch auf. Hoffentlich bricht die Arbeit an diesem Projekt nicht ab. Sondern es findet sich im Gegenteil ein Museumsverbund, der mittels Mnemosyne seinen Besuchern seine komplexen Sammlungen im Stöber-Modus erschließen möchte.

Die fünf Gewinner

Nach 2 Stunden Präsentation und einer Stunde Mittagspause standen die verdienten Gewinner in den fünf Kategorien fest und die Preise wurden von der Jury überreicht.

Out of Competition: Ganz weit vorn in der Gunst des Publikums und der Jury war der zzZwitscherwecker. Wem es schwerfällt, morgens mit den Vögeln aufzustehen, dem kann nun geholfen werden. Denn nur wem es gelingt, den richtigen Vogel dem gehörten Gesang zuzuordnen, kann den Wecker abschalten. Nach so kurzweiligem Hirnjogging ist man bestimmt wach.

Funniest Hack: Der Atlaskäfer hat Casanova-Qualitäten. Er verführte IT-Bastlerin Kati Hyppä und ihren Bruder dazu, nicht nur einen tanzenden Cyberbeetle zu bauen, sondern gleich auch noch eine multimediale Käferbox dazu. Mal schauen, ob das Naturkundemuseum die Anregung für ihre entomologische Ausstellung aufnimmt. Auch die Jury ließ sich bezirzen und vergab den Preis für die lustigste Anwendung.

Danke an alle, die an Coding da Vinci teilgenommen haben!
Foto: Volker Agueras Gäng, CC-BY 4.0

Best Design: Für die überzeugendste Gestaltung wurde die Ethnoband ausgezeichnet. Der Gedanke ist der einer Orgel. Die Erfinder der Orgel packten ganze Orchester über Pfeifen in ein Instrument. Thomas Fett schuf mit Ethnoband die Möglichkeit, mittels eines Computers ein Orchester mit Instrumenten aus aller Welt zu besetzen. Wer mag, lädt Freunde aus aller Welt oder der Nachbarschaft zur Jamsession ein.

Most Useful: In dieser Kategorie galt es, mit einer Idee und ihrer Durchführung zu überzeugen, von der die Jury sich fragte, wieso jemand nicht schon lange vorher diese Idee hatte. Diese fast nicht zu lösende Aufgabe meisterte Insight – 19xx. Ausgehend von der Liste der von den Nationalsozialisten verfemten Autoren verknüpft Insight – 19xx in ansprechender Weise die reine Namensliste mit Daten u.a. aus der Wikipedia, sodass Namen zu Biographien werden, die neugierig machen auf das Werk. Unter anderem kam so heraus, dass insgesamt fast 20.000 Buchtitel von den Nazis auf die Indexliste gesetzt worden waren – viel mehr als man bislang wusste.

Screenshot der Alt-Berlin-App von Claus Höfele. Gewinner in der Kategorie “Most Technical”. © cc-by-sa 3.0

Most Technical: Insbesondere durch ihre technische Raffinesse überzeugte die App Alt-Berlin die Jury. Die digitalisierte Gemäldesammlung des Stadtmuseums Berlin, das 2012 einen Wikipedian in Residence zu Gast hatte, illustriert in der App Alt-Berlin moderne OpenStreetMap-Karten. Wer sich auf die Zeitreise begibt, kann historische Karten unter den heutigen Straßenzügen entdecken. Auch aktuelle Bilder aus Wikimedia Commons lassen sich über alte Aufnahmen aus Berliner Straßen legen, und das alles demnächst bequem auf dem Handy beim Stadtspaziergang.

Alle Anwendungen stehen ihrerseits wiederum unter einer freien Lizenz und können entsprechend weiterentwickelt und umgewidmet werden.

 Ausblick 2015

Im kommenden Jahr wollen wir wieder zum Kultur-Hackathon Coding da Vinci einladen. Wir wollen nicht einfach noch mehr Kulturinstitutionen, noch mehr Daten, noch mehr kreative Projekte und noch mehr Coderinnen und Designer zum Mitmachen gewinnen, sondern wir wollen vor allem helfen, das bereitgestellte digitalisierte kulturelle Erbe noch zugänglicher zu machen. Unser Ziel ist es, die Daten vollständig mit den Wikimedia-Projekten zu verknüpfen, damit sie auch unmittelbar von allen Freiwilligen der Wikimedia-Projekte verwendet werden können.

Pressestimmen:

Heise.de

Deutschlandradio Kultur

Golem.de

Die Bilder der Veranstaltung können auf Wikimedia Commons abgerufen werden. Bilder Preisverleihung werden folgen.

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