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Digitalisierungsstrategie Baden-Württemberg: OER-Anteil soll ausgeweitet werden, klare Zielsetzung fehlt
Lilli Iliev
25. August 2017
Lilli Iliev
25. August 2017
Hallo Marcus! Das Bündnis Freie Bildung nimmt hier Stellung zur aktuellen Digitalisierungsstrategie von BaWü, mit besonderem Fokus auf OER. Was genau findest du in dem Beitrag sachlich falsch? Wir finden die Klärung zum Leistungsschutzrecht für Reproduktionsfotografien auch sehr wichtig; die WikiCon Anfang September bietet z.B. die Gelegenheit, dazu ins Gespräch zu kommen, wie WMDE sich dazu engagieren kann und soll. ("Aktuelles zum Streit mit der Stadt Mannheim das Leistungsschutzrecht für Reproduktionsfotografien gemeinfreier zweidimensionaler Werke" https://wikicon.regulus.uberspace.de/de/wikicon2017/public/events/79)
Der Beitrag hinterlässt mich ratlos. Mal von dem in meinen Augen nach wie vor unsinnigen und vor allem nutzlosen OER-Engagement abgesehen (bei dem ich nach wie vor Niemanden in Wikimedia-Kreisen kenne, der ernstlich ein Interesse daran hat, zudem braucht es hier Fachdidaktiker, und nicht Fachfremde WMDEler), daß diesen Bereich nicht einen Mü voran bringt, ärgert mich vor allem der Schluß. Hier werden Dinge zusammen geworfen, die nichts, aber auch gar nichts mit einander zu tun haben. Das REM ist eine unabhängige Organisation. Was erwartet man denn bei BWK? Daß die Landesregierung per Ordre de Mufti das REM zurück ruft? So funktioniert das nicht. Ihr suggeriert das aber. Macht doch bitte erst eure Hausaufgaben. Solch sachlich falsche Beiträge machen nicht nur euch sondern auch uns lächerlich. Das Thema ist zu wichtig, als falsch laufende Polemiken zu schreiben. Dinge die nichts miteinander zu tun haben, gehören einfach nicht vermischt. Das REM meint im Recht zu sein und geht seinen Weg in der Justiz. Das mögt ihr anders sehen - ich auch. Ist aber ihr Recht im Rahmen der aktuell geltenden Rechte. Daß ihr jetzt meint, eine Landesregierung solle qua diktatorisch so etwas unterbinden, finde ich erschreckend. Der Rechtsweg steht ungeachtet des Ergebnisses und der moralischen Implikationen allen offen. Das ist zu respektieren. Ja, wir müssen uns für andere Rahmenbedingungen einsetzen. Aber weder ändert das die aktuellen Verhältnisse über Nacht - ein Marathon ist eben kein Sprint - noch geht das alles per Fingerschnipp.