Wissenschaft öffnen mit Open Science: Zum Programmstart des Fellow-Programms Freies Wissen

Den Austausch mit wissenschaftlichen Institutionen zu Themen rund um eine offene Wissenschaft zu fördern, ist eines der zentralen Anliegen von Wikimedia Deutschland. Mit Open Science können Forschende sowie die Gesellschaft als Ganzes an den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung partizipieren. Dazu müssen Bestandteile des Forschungsprozesses wie beispielsweise Methoden, Forschungsdaten und Publikationen offen zugänglich und nachnutzbar gemacht werden. Ziel ist es, möglichst vielen Menschen die Teilhabe an der Erstellung und Verbreitung dieser Erkenntnisse zu ermöglichen.

Logo Fellow-Programm, leomaria designbüro, CC BY-SA 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode/

Hier setzt das Fellow-Programm Freies Wissen von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband an: Das Programm fördert die Öffnung von Wissenschaft und Forschung im Sinne von Open Science und unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, Open Science auf ihre eigene Forschungsarbeit anzuwenden. Besonders soll der Austausch und die Vernetzung von Aktiven im Bereich Open Science gefördert werden, um damit die schrittweise Öffnung von Wissenschaft und Forschung weiter voranzutreiben. Dazu bietet das Programm die Möglichkeit, sich mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zu vernetzen, die Einblicke in ihre freie Forschungspraxis bieten.

Das Programm richtet sich an Doktoranden (m/w), Post-Docs (m/w) und Juniorprofessoren (m/w). Über einen Zeitraum von sechs Monaten (September 2016 bis Februar 2017) erhalten die Fellows eine persönliche Betreuung durch Mentorinnen und Mentoren, die Open Science bereits in ihrer Forschung anwenden.

Für das Jahr 2016 werden zehn Stipendien in Höhe von jeweils 5.000 Euro vergeben, die den Fellows Freiräume und Ressourcen für die Öffnung ihrer eigenen Forschungsvorhaben verschaffen. Das Fellow-Programm ist für alle Disziplinen und Forschungsfragen offen. Besonders freuen wir uns über Einreichungen, die Freies Wissen, kollaboratives Arbeiten, freie Lizenzierung oder die Nutzung offener Daten als Forschungsgegenstand haben. Bewerbungen sind ab sofort möglich, die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli 2016. Weitere Informationen zum Projekt und zur Ausschreibung unter:  www.wikimedia.de/fellowprogramm

 

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Dieser Eintrag wurde geschrieben von am Freitag, Mai 27th, 2016 um 09:26 Uhr und ist zu finden unter Freies Wissen, Wissenschaft. Sie können diesen Beitrag mit RSS 2.0 Feed abonnieren. Sowohl Kommentare als auch Pings sind derzeit geschlossen.
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5 Responses to “Wissenschaft öffnen mit Open Science: Zum Programmstart des Fellow-Programms Freies Wissen”

  1. Links vom 25.05.2016 bis 27.05.2016 sagt:

    […] Wissenschaft öffnen mit Open Science: Zum Programmstart des Fellow-Programms Freies Wissen – Wie bereits seit einiger Zeit angekündigt, startet Wikimedia mit einem Fellow Programm Freies Wissen, um Open Science zu fördern und Wissenschaftler die nach offenen Prinzipien arbeiten wollen im Rahmen einer sechsmonatigen Fellow-Förderung zu unterstützen. […]

  2. Marcus Cyron sagt:

    Und mal wieder startet WMDE eine Aktion an den Comunities vorbei. Dabei geht es um nicht weniger, als dass sich WMDE Forschungen einkauft. Das ist auf so vielen Ebenen daneben, man weiß gar nicht wo man anfangen soll. Aber schön, daß den Ehrenamtlichen Autoren noch eine weitere Form aufgezeigt wird, wird an und mit ihnen Geld verdient werden kann, während sie sich beispielsweise von Oberguru Wales erzählen lassen müssen, daß man als Autor nichts mit der Arbeit verdienen darf. Bigott, erbärmlich. Ich hoffe mal, ihr sagt aber auch vorher genau an, welche Ergebnisse ihr wollt, wenn ihr schon Forschung einkauft.

  3. Informationswiedergutmachung sagt:

    „Wie verschmeißt man Geld, das man nicht erwirtschafte hat“-Teil wieviel eigentlich?

  4. johnp sagt:

    Ich verstehe nicht, worum es hier geht. Wie „unterstützt“ man „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, Open Science auf ihre eigene Forschungsarbeit anzuwenden“? Ich dachte, die Idee von „Open Science“ ist, dass jeder die Ergebnisse frei benutzen/replizieren/… kann. Das Konzept ist ja nun, dachte ich, eigentlich auch für die nicht so Pfiffigen recht einfach zu verstehen. Wozu bedarf es hier eines Mentors? Was haben die mit der (bescheidenen) finanziellen Zuwendung bezweckten „Freiräume und Ressourcen“ mit dem Unterstützungsziel „Open Science“ zu tun? (Normalerweise werden ja Zuwendungen für die Forschung auf einem bestimmten Gebiet vergeben, weil man an guter Forschung zu dieser Thematik interessiert ist.) Mir erschließt sich das Konzept überhaupt nicht. Irgendjemand publiziert zu irgendetwas und veröffentlicht das Ergebnis nach der Idee von „open access“, und dafür bekommt er einen Mentor an die Seite, der schon mal irgendetwas mit „open access“ publiziert hat? Das klingt alles etwas ziellos.

  5. Julia Kloppenburg (WMDE) sagt:

    Hallo zusammen. Genau johnp, die verschiedenen Aspekte von Open Science (offenes Peer Review, offene Daten, die Einbeziehung von Interessierten am wissenschaftlichen Prozess) sollen dazu führen, dass sowohl der wissenschaftliche Prozess als auch die Ergebnisse jeder und jedem frei zugänglich gemacht werden und nachnutzbar sind.
    Nun stellt sich aber für manche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Frage, wie sich das ganz konkret ausgestaltet: Wie genau kann ich meine Daten öffnen? Welche digitalen Infrastrukturen sind dafür geeignet? Im Fellow-Programm sollen u. a. diese Fragen adressiert werden. Um sich hier genügend einarbeiten zu können und sich damit zu beschäftigen, bedarf es vor allem Zeit. Ein Instrument, um Forschenden die benötigten Freiräume, Zeit und Sicherheiten für neue Perspektiven zu schaffen, sind Stipendien. Wir denken, hier einen geeigneten Weg gefunden zu haben, um Forschende bei diesem Vorhaben zu unterstützen.
    Mit dem Programm möchten wir diejenigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erreichen, die zukünftig weiterhin an der Universität und an Forschungsinstituten arbeiten. Auf diese Weise können sie schließlich in ihrer weiteren Forschung “Open Science” anwenden und in der Lehre dem wissenschaftlichen Nachwuchs vermitteln.

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