Hallo in die Runde, hallo Herr Krommer,
ich bin doch eher geschockt von den vielen Äußerungen dieser Experten. Herr Krommer beispielsweise vergleicht Birnen mit Äpfeln. Wie unser Gehirn funktioniert, wenn wir lernen, wurde auf diesem Symposium wohl gänzlich ausgeblendet. Dies ist eine Schande. Ich habe auch keine schöne Schulzeit gehabt, aber (Herr Krommer) Frontalunterricht ist ab der 9ten Klasse heutzutage auch nicht mehr drin – zumindest in den meisten deutschen Klassenzimmern, und zwar, weil die Wissenschaft mittlerweile weiß, wie ein Mensch lernt (v.a. für das Langzeitgedächtnis und allgemein für das Leben).
Wenn es hier auf dieser Veranstaltung um Didaktik gehen soll, dann vielleicht darum wie die Lehrer und Schüler bei der Bedienung eines Computers bei Wissensabruf eingestellt werden sollten, oder wie zu klären wäre, welche Software, Browser, Suchmaschinen etc. dafür gut wären, welche schlecht, weil sie vom gezielten Lernen ablenken (hallo, es gibt Lerninhalte, die vorgeschriebnen sind für die Klassenstufen und erfüllt werden müssen, sonst bleibt der Schüler sitzen!).
Das von H. Krommer angesprochene "sleeper"-Syndrom ist nicht vorhanden (vielleicht nur bildhaft als Metapher, weil es noch Schultafeln gibt und Kreide), weder durch den Förderalismus noch durch die Sturheit ("Konservatismus") der Lehrer. Herr Krommer, auf dieser und jeder künftigen Medienmesse soll doch bitte verdeutlicht werden, wie ein digitales Lern-Zeitalter entstehen soll, nachdem es weltweit Schulen nicht fertig gebracht haben, ein digitales Klassenzimmer zu errichten. Spätestens nach einem Jahr sind die Geräte nicht mehr genügend gewartet worden, nicht genügend Personal dafür zur Verfügung, und vor allem eines zu sehen, dass die Schüler nicht gezielt genug lernen mit diesen Medien. Bisher haben dies alle Studien in den letzten 10 Jahren weltweit bewiesen. ZUdem wer bezahlt den Unterrichtsausfall bei den Schulen, damit Schüler und Lehrer am Ende kompetent und frei entscheiden können, welches Lernziel mit welchen Mitteln am besten zu erreichen wäre. Dazu hätte ich eine Meinung oder Stellungnahme der Experten erwartet, und eben dazu, welche Erwartungen Herr Krommer und Co haben hinsichtlich des Lernens an sich in Bezug auf die Erkenntnisse der Neurowissenschaften.
Grüße
Harald Sylvester (ein Nichtkonservativer und kein Lehrer; der allerdings einen Unterschied macht zwischen der Bedeutung von Lernen und dem Wissenabfragen oder einfältigen digitalen Wissensspielen zwischen einer Maschine und dem Schüler/Lehrer)
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[…] Sebastian Horndasch (2014): Didaktik: Damit Lernen nicht nur zufällig klappt. Online verfügbar: https://blog.wikimedia.de/2014/12/15/didaktik-damit-lernen-nicht-nur-zufaellig-klappt/ […]
[…] You can find the notes from the event including video recordings in Wikimedia Blog. […]
Hallo in die Runde, hallo Herr Krommer, ich bin doch eher geschockt von den vielen Äußerungen dieser Experten. Herr Krommer beispielsweise vergleicht Birnen mit Äpfeln. Wie unser Gehirn funktioniert, wenn wir lernen, wurde auf diesem Symposium wohl gänzlich ausgeblendet. Dies ist eine Schande. Ich habe auch keine schöne Schulzeit gehabt, aber (Herr Krommer) Frontalunterricht ist ab der 9ten Klasse heutzutage auch nicht mehr drin – zumindest in den meisten deutschen Klassenzimmern, und zwar, weil die Wissenschaft mittlerweile weiß, wie ein Mensch lernt (v.a. für das Langzeitgedächtnis und allgemein für das Leben). Wenn es hier auf dieser Veranstaltung um Didaktik gehen soll, dann vielleicht darum wie die Lehrer und Schüler bei der Bedienung eines Computers bei Wissensabruf eingestellt werden sollten, oder wie zu klären wäre, welche Software, Browser, Suchmaschinen etc. dafür gut wären, welche schlecht, weil sie vom gezielten Lernen ablenken (hallo, es gibt Lerninhalte, die vorgeschriebnen sind für die Klassenstufen und erfüllt werden müssen, sonst bleibt der Schüler sitzen!). Das von H. Krommer angesprochene "sleeper"-Syndrom ist nicht vorhanden (vielleicht nur bildhaft als Metapher, weil es noch Schultafeln gibt und Kreide), weder durch den Förderalismus noch durch die Sturheit ("Konservatismus") der Lehrer. Herr Krommer, auf dieser und jeder künftigen Medienmesse soll doch bitte verdeutlicht werden, wie ein digitales Lern-Zeitalter entstehen soll, nachdem es weltweit Schulen nicht fertig gebracht haben, ein digitales Klassenzimmer zu errichten. Spätestens nach einem Jahr sind die Geräte nicht mehr genügend gewartet worden, nicht genügend Personal dafür zur Verfügung, und vor allem eines zu sehen, dass die Schüler nicht gezielt genug lernen mit diesen Medien. Bisher haben dies alle Studien in den letzten 10 Jahren weltweit bewiesen. ZUdem wer bezahlt den Unterrichtsausfall bei den Schulen, damit Schüler und Lehrer am Ende kompetent und frei entscheiden können, welches Lernziel mit welchen Mitteln am besten zu erreichen wäre. Dazu hätte ich eine Meinung oder Stellungnahme der Experten erwartet, und eben dazu, welche Erwartungen Herr Krommer und Co haben hinsichtlich des Lernens an sich in Bezug auf die Erkenntnisse der Neurowissenschaften. Grüße Harald Sylvester (ein Nichtkonservativer und kein Lehrer; der allerdings einen Unterschied macht zwischen der Bedeutung von Lernen und dem Wissenabfragen oder einfältigen digitalen Wissensspielen zwischen einer Maschine und dem Schüler/Lehrer)